{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1982-06-03_1_StR_262_82_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1982-06-03","aktenzeichen":"1 StR 262/82","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 262/82 BESCHLUSS\n3/6\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Arbeiter Hartmut K m aus\nVD, sort geboren ar EB 19:9,\n\nzur Zeit in Haft,\n\nwegen Totschlags\n\nVG\n\nct\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts am 3. Juni 1982 gemäß § 349\nAbs. 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts Coburg vom 8. Februar 1982 im\nStrafausspruch mit den zugehörigen Feststellungen\naufgehoben.\n\nIn diesem Umfang wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten\ndes Rechtsmittels, an eine andere als Schwurgericht zuständige Strafkammer des Landgerichts\nzurückverwiesen.\n\nGrün de:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen Totschlags\nzu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt.\nDie wirksam auf den Strafausspruch beschränkte Revision\ndes Angeklagten hat Erfolg.\n\nDas Landgericht hat straferschwerend berücksichtigt,\ndaß der Angeklagte nach einer früheren Verurteilung\nwegen unerlaubten Schußwaffenbesitzes und unerlaubten\nFührens einer Schußwaffe unter Anordnung der Einziehung\nentweder sich neue Schußwaffen beschafft oder bereits\nvorhandene weiterhin \"verbotenerweise!\" besessen hat,\ndarunter die spätere Tatwaffe (UA S. 27). Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch durch Verfügung vom 15. Oktober\n1981 von der Verfolgung von \"Vergehen nach dem Waffengesetz\" gemäß § 154 a Abs. 1 StPO abgesehen (Bd. III\nBl. 258/259 d.A.).\n\nBei dieser Sachlage hätte das Landgericht dem\nAngeklagten den unerlaubten Besitz der Tatwaffe und\nweiterer Schußwaffen nicht strafschärfend zur Last\nlegen dürfen, ohne ihn zuvor auf diese Möglichkeit\nhinzuweisen (vgl. BGHSt 30, 147/148; BGH NStZ 1981,\n22 Nr. 2 und 100 Nr. 4; BGH Urt. v. 2. März 1982 -\n1 StR 871/81 -).\n\nEs kann nicht ausgeschlossen werden, daß der\nStrafausspruch darauf beruht, daß der gebotene\nausdrückliche Hinweis unterblieben ist.\n\nHerdegen Maul Schikora\nFoth Granderath","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-06-03/1-str-262-82","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 154a","ref_norm":"154a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-06-03/1-str-262-82","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:44.367438+00:00"}}