{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1982-05-04_1_StR_135_82_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1982-05-04","aktenzeichen":"1 StR 135/82","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1_StR 135/82 BESCHLUSS\n\n4S\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Sozialarbeiter Hartmut M EEE aus Pomp,\ngeboren am EEE 19.6 ir Vu, zur Zeit\n\nin Haft,\n\nwegen Betrugs u.a.\n\n- 2.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf\n\nAntrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung\ndes Beschwerdeführers am 4. Mai 1982 gemäß § 349\n\nAbs. 2 bis 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts Passau vom\n\n8. Dezember 1981 wird verworfen.\nJedoch wird das Urteil im Ausspruch\nüber die Geldstrafe im Falle I d der\nUrteilsgründe (vorsätzliches Fahren\nohne Fahrerlaubnis) dahin ergänzt,\n\ndaß die Höhe eines Tagessatzes zwei\nDeutsche Mark beträgt.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten\ndes Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Nachprüfung des angefochtenen Urteils auf\nGrund der Revisionsrechtfertigung hat zum Schuldspruch sowie zum Ausspruch über die Einzelfreiheitsstrafen und die Gesamtfreiheitsstrafe keinen Rechtsfehler erkennen lassen.\n\nDer Strafausspruch ist jedoch insoweit rechtsfehlerhaft, als es das Landgericht unterlassen hat,\nzu der wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis\n(Fall I d der Urteilsgründe) verhängten Geldstrafe von\n4O Tagessätzen gemäß § 4O Abs. 2 StGB die Höhe eines\nTagessatzes zu bestimmen (V 5 c der Urteilsgründe,\n\n- 3 -\n\nUA S. 25). Dies ist auch dann erforderlich, wenn\n- wie hier - eine Geldstrafe gemäß § 53 Abs. 2\nSatz 1 StGB in eine Gesanmtfreiheitsstrafe einbezogen wird. Denn die Bildung der Gesamtstrafe\nsetzt den Bestand wirksamer Einzelstrafen voraus;\nfür den Fall der Auflösung der Gesamtstrafe muß\njede Einzelstrafe selbständig vollstreckbar sein\n(BGHSt 30, 93 = NJW 1981, 2071). Gleichwohl ist\nes nicht erforderlich, die Sache zur Festsetzung\nder Tagessatzhöhe an das Tatgericht zurückzuverweisen, da der Senat es im vorliegenden Falle für\nvertretbar hält, die Höhe eines Tagessatzes in\nentsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1 StPO\nselbst zu bestimmen, indem er sie auf den gesetzlichen Mindestbetrag von 2,00 DM (§ 40 Abs. 2\nSatz 3 StGB) festsetzt (vgl. BGH, Beschlüsse vom\n25, Januar 1979 - 2 StR 613/78 - und vom 6. April\n- 4 StR 4/82 -).\n\nHerdegen Ulsanmer Maul\nFoth Granderath\n\n1982","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-05-04/1-str-135-82","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 40","ref_norm":"40","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-05-04/1-str-135-82","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:43.018702+00:00"}}