{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1981-09-08_1_StR_544_81_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1981-09-08","aktenzeichen":"1 StR 544/81","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"0\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n1_StR 544/81 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Autohändler Mohammad S un ,\nohne festen Wohnsitz, geboren am il» 1342\nin T@MEM, zur Zeit in Haft,\n\nwegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz\n\nAI\n\n5\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts am 8. September 1981 gemäß j\n§ 346 Abs. 2 StPO einstimmig beschlossen;\n\n1. Dem Angeklagten wird gegen den Ablauf der\nFrist zur Anbringung des Antrags auf Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 346\nAbs. 2 StPO) Wiedereinsetzung in den\nvorigen Stand gewährt. Er hat die Kosten\nder Wiedereinsetzung zu tragen.\n\n2. Der Antrag auf Entscheidung des Revisionsgerichts wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1. Das Schreiben des Angeklagten vom 9. Mai 1981 ist zu\nseinen Gunsten in einen Antrag auf Entscheidung des Revisionsgerichts gemäß § 346 Abs. 2 StPO umzudeuten. Zwar\n\nist dieses in der maßgeblichen deutschen Übersetzung\n\n(vgl. BGH, Beschluß vom 14. Juli 1981 - 1 StR 815/80)\n\nerst am 19. Mai 1981 und damit nach Ablauf der mit der\nZustellung vom 5. Mai 1981 in Lauf gesetzten Wochenfrist\nbei Gericht eingegangen. Dem Angeklagten konnte jedoch von\nAmts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt\nwerden, weil sich aus der richterlichen Verfügung vom\n\n22. April 1981 (Bl. 206 d. A.) ergibt, daß nur der Verteidiger und nicht der Angeklagte selbst über die Möglichkeiten\nund Voraussetzungen der Anfechtung des Verwerfungsbeschlusses belehrt worden ist (§§ 346 Abs. 2, 35a, 44 S. 2, 45\nAbs. 2. S. 3, 473 Abs. 6 StPO).\n\n2. Der Antrag nach § 346 Abs. 2 StPO kann jedoch keinen\nErfolg haben, weil der Beschluß des Landgerichts München I\nvom 22. April 1981 der Sach- und Rechtslage entspricht.\nDie Revision des Angeklagten ist unzulässig, weil er sein\nRechtsmittel nicht fristgerecht begründet hat. Die Schreiben des Angeklagten vom 18. März 1981 und vom 9. Mai 1981\nerfüllen - soweit man sie in eine Revisionsbegründung\numdeutet - nicht die von § 345 Abs. 2 StPO vorgeschriebene\nForm. Eine formgerechte Begründung des Rechtsmittels ist\nbis heute nicht bei Gericht eingegangen.\n\nPikart Kuhn Maul\nSchikora Foth","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1981-09-08/1-str-544-81","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":5},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 35a","ref_norm":"35a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 44","ref_norm":"44","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 473","ref_norm":"473","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 345","ref_norm":"345","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1981-09-08/1-str-544-81","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:31.390703+00:00"}}