{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1980-01-29_1_StR_778_79_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1980-01-29","aktenzeichen":"1 StR 778/79","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 778/79 BESCHLUSS\n29]4\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Fotografen und Möbelschreiner Mustafa D «ums\naus FE, geboren an GE 1955 in\n\nCOEEEB (Türkei), zur Zeit in Haft,\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln\n\nPAR\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am\n\n29. Januar 1980 gemäß § 349 Abs. 3 und 4 StPO einstimmig\nbeschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das\n\nUrteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom\n4. Juli 1979 mit den Feststellungen aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verhandlung\nund Entscheidung, auch über die Kosten des\nRechtsmittels, an eine andere Strafkamnmer\n\ndes Landgerichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nNach den Feststellungen (UA S. 3) soll sich der Angeklagte vom 2. bis 28. Dezember 1978 in Untersuchungshaft\nbefunden haben. Damit ist die Feststellung nicht zu vereinbaren, daß der Angeklagte „etwa Mitte Dezember 1978\"\neinem anderen Türken 5 g Heroin zum Weiterverkauf übergeben habe (UA S. 5). Die naheliegende Möglichkeit eines\nSchreibfehlers bei Angabe der Haftzeit (die Auskunft der\nJVA Frankfurt/Main vom 2. Juli 1979 - Bd. II Bl. 177, 184 -\nspricht von einer Haft vom 2. bis 28. Dezember 1977) vermag den Widerspruch nicht auszuräumen, weil der Angeklagte\nsich jedenfalls auch vom 16. Oktober 1978 bis zur Hauptverhandlung ununterbrochen in Haft befand (Bd. II Bl. 161).\nFür die Annahme eines weiteren Schreibfehlers bei Angabe\nder Tatzeit liegen keine Anhaltspunkte vor.\n\nDa dem Angeklagten eine fortgesetzte Tat des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zur Last liegt, zwingt die-\n\nse Unstimmigkeit zur Aufhebung des Urteils im vollen Umfang. Der Tatrichter hat Gelegenheit, sich auch im übri-\n‘gen um genauere Feststellungen der Tatzeitpunkte zu bemühen.\n\nPikart Loesdau Zipfel\nHerdegen Ulsamer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1980-01-29/1-str-778-79","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1980-01-29/1-str-778-79","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:10.926967+00:00"}}