{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1975-08-12_1_StR_680_74_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1975-08-12","aktenzeichen":"1 StR 680/74","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 680/74 BESCHLUSS\n72, PrFE\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Hans-Jürgen R EEE zus LM (England),\ngeboren am EEE 19.0 in ME, zur Zeit in Haft,\n\nwegen fortgesetzter Verbreitung von Falschgeld\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 12. August 1975 einstimmig beschlossen:\n\nDer Beschluß des Bundesgerichtshofs vom\n\n13. Februar 1975, durch den die Revision\ndes Angeklagten RR gegen das Urteil des\nLandgerichts München I vom 27. Mai 1974\n\nals unbegründet verworfen worden ist, wird\naufrecht erhalten.\n\nGründe:\n\n4..Durch den Beschluß vom 13. Februar 1975 hatte\nder Senat über die vom Verteidiger des Angeklagten begründete Revision gemäß § 349 Abs. 2, 3 StPO entschieden.\nHierbei war die weitere Revisionsbegründung, die der\nAngeklagte zu Protokoll der Geschäftsstelle rechtzeitig\nangebracht hatte, unberücksichtigt gebliehen, weil sie\nversehentlich bei der Staatsanwaltschaft München I\nliegengeblieben und der Bundesanwaltschaft und dem Senat\nnicht vorgelegt worden war. Die hierdurch bewirkte - teilweise - Versagung des rechtlichen Gehörs rechtfertigt es,\nin entsprechender Anwendung des § 35 a StPO die Anhörung\ndes Beschwerdeführers insoweit nachzuholen, als er in\nder genannten Revisionsbegründung Verfahrensrügen geltend\ngemacht hatte (BVerfGE 33, 1%; vgl. auch BGHSt 25, 102,\n103).\n\n2. Die Nachprüfung des Urteils auf Grund der\nRevisionsrechtfertigung des Angeklagten hat jedoch\nkeinen Rechtsfehler ergeben. Entsprechend dem Antrag\ndes Generalbundesanwalts vom 20. Mai 1975, der dem Angeklagten und seinem Verteidiger gemäß § 349 Abs. 3 StPO\nmitgeteilt worden ist, war deshalb gemäß § 349 Abs. 2 StPO\nder Verwerfingsbeschluß aufrechtzuerhalten.\n\nPfeiffer Loesdau Pikart\nWoesner Zipfel","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1975-08-12/1-str-680-74","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 35a","ref_norm":"35a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1975-08-12/1-str-680-74","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:13.300621+00:00"}}