{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1973-04-17_1_StR_122_73_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1973-04-17","aktenzeichen":"1 StR 122/73","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 122/73 BESCHLUSS\nrd,\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Maschinenschlosser Harry K END aus NEED,\nKreis Ni, geboren an @. EEE 1936 in Po/\nDr, zur Zeit in Haft,\n\nwegen Notzucht u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. April 1973\ngemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nI. Auf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts Stuttgart von\n23. November 1970 im Strafausspruch mit\nden zugehörigen Feststellungen aufgehoben.\n\nII. Im Umfange der Aufhebung wird die Sache\nzu neuer Verhandlung und Entscheidung,\nauch über die Kosten des Rechtsmittels,\nan eine andere Strafkammer des Landgerichts\nzurückverwiesen,\n\nIII. Die weitergehende Revision des Angeklagten\nwird verworfen.\n\nGründe:\n\nDie Revision ist begründet, soweit sie sich gegen den\nStrafausspruch richtet. Die Strafkammer hat in ihren\nStrafzumessungserwägungen zum Nachteil des Angeklagten\nberücksichtigt, daß er sich seine früheren Verurteilungen\nnicht zur Warnung dienen ließ. In den Erwägungen zur Maßregel (§ 42 m Abs. 1 Satz 1, § 42 n Abs. 1 Satz 2 StGB)\nhat die Strafkammer gegen den Angeklagten verwertet, daß\ner mehrmals wegen Verkehrsdelikten vorbestraft ist und\nschon einmal \"eine Sperrfrist erhalten hat\", Seit 1. Jamuar\n1972, dem Tage des Inkrafttretens des Gesetzes über das\n\nZentralregister und das Erziehungsregister (BZRu), dürfen\njedoch die im Urteil angeführten (UA S. 3, 4) früheren\nTaten und Verurteilungen des Angeklagten nicht mehr zu\nseinem Nachteil verwertet werden (vgl. § 60 Abs. 2 und 3,\n88 61, 49 Abs. 1 BZRG). Diese nach der Entscheidung der\nStrafkammer eingetretene, den Angeklagten begünstigende\nRechtsänderung ist nach § 2 Abs. 2 StGB, § 354 a StPO\n\nvom Revisionsgericht zu berücksichtigen.\n\nSoweit die Revision des Angeklagten sich gegen Sen\nSchuldspruch richtet, ist sie offensichtlich unbegründet,\n\nLoesdau - Mösl neifer\nZipfel Herdegen","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1973-04-17/1-str-122-73","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 2","ref_norm":"2","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1973-04-17/1-str-122-73","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:46.974739+00:00"}}