{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1972-09-28_1_StR_431_72_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1972-09-28","aktenzeichen":"1 StR 431/72","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1_StR 431/72 BESCHLUSS\nA8.947%Y\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Geschäftsführer Ghazi u 4 aus MED,\n\ngeboren am ED 1935 in zu, Kreis Sp,\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\n. wegen Vergehens gegen das Opiumgesetz u.a.\n\nv4\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf\nAntrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des\nBeschwerdeführers in der Sitzung vom 28. September 1972\neinstimmig beschlossen;\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts München I vom 27. März 1972\nwird als unbegründet verworfen. Jedoch wird\nder Urteilsspruch dahin berichtigt, daß anstelle der §§ 9, 10 Abs. 1 Nr. 4 Opiumgesetz\ndie Bestimmungen der §§ 1 Abs. 1 Nr. 1d, 3\nAbs. 1, 10 Abs. 1 Nr. 1 Opiumgesetz treten.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revi-.\nsionsrechtfertigung hat im Ergebnis keinen Rechtsfeh- |\nler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs.2\nund 3 StPO). Der Urteilsspruch war jedoch zu berichtigen. Nach den Feststellungen hat der Angeklagte in\n\nPlatten gepreßtes Haschisch mittlerer Qualität, das un-\n\nter den Zolltarif Nr. 12.07 K fällt, ohne Erlaubnis in\ndie Bundesrepublik eingeführt. Es handelt sich somit\num Pflanzenteile von indischem Hanf, nicht um das aus\ndiesem Hanf gewonnene Harz oder um eine gebräuchliche\nZubereitung dieses Harzes, die § 9 des Opiumgesetzes\nals Haschisch bezeichnet (vgl. dazu Urteil des BGH vom\n12. September 1972 - 1 StR 391/72 zum Fall SB,\n\nUn\n\nUrteil des Landgerichts München I vom 9. Februar 1972,\n134 KLs 23/71 - III 77/71). Es trifft daher der Tatbestand des § 3 Abs. 1 und des § 1 Abs. 1 Nr. 1 d des\nOpiumgesetzes zu, für den in § 10 Abs. 1 Nr. 1 der\ngleiche Strafrahmen vorgesehen ist. Es ist auszuschließen, daß die irrtümliche Anwendung des § 9 des Opiungesetzes die Strafhöhe beeinflußt hat. Das am 10. Januar 1972 neugefaßte Betäubungsmittelgesetz ist gegenüber dem zur Tatzeit geltenden Opiumgesetz nicht das\nmildere i.S. des § 2 Abs. 2 StGB.\n\nPfeiffer . Mösl _ Pikart\n\nWoesner Zipfel","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1972-09-28/1-str-431-72","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 2","ref_norm":"2","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1972-09-28/1-str-431-72","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:41.890413+00:00"}}