{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1970-06-02_1_StR_201_70_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1970-06-02","aktenzeichen":"1 StR 201/70","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":">\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n1_StR 201/70 BESCHLUSS\ndi,\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Schreiner Friedrich M EEEB zus STEIEB a.H.,\ngeboren am MB. ENEEEEER 1959 in Sci,\n\nwegen Diebstahls\n\nDer 1. Sstrafsenat des Bundesgerichtshofs hat\nauf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers in der Sitzung vom\n2. Juni 1970 gemäß § 349 Abs. 2, 3 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nI. Auf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts Konstanz von\n9. S»ptember 1969\n\na) im Schuldspruch dahin geändert, daß der\nAngeklagte des Di»rbstahls in vier Fällen und\ndes versuchten Diebstahls in vier Fällen\nschuldig ist,\n\nb) im gesamten Strafausspruch mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben. Die Anordnung\naer Einziehung bleibt bestehen.\n\nII. Im Umfang der Aufhebung wird die .„.ache zur\nn-uen Verhandlung und :ntscheidung, auch liber\nai> Kosten des Rechtsmittels, an eine andere\nStrafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nIII. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\nDer Schuldspruch ist zu ändern, weil schwerer\nDiebstahl und Rückfalldiebstahl nach dem 1. StrRG\nkeine Sondertatbestände mehr sind. § 243 n.F. StGB\nfolgt den Grundsätzen des schweren Falles (BGH, Urt.\nv. 21. April 1970 - 1 StR 45/70), der Rückfall ist\nnach § 17 n.F. StGB nur noch ein allgemeiner Strafzumessungsgrund (BGH, Urt.v. 3. April 1970 - 2 StR 47/70).\nAuch bei Bejahung der Voraussetzungen beider Bestimmungen bleibt der Diebstahl Vergehen.\n\nDer Strafausspruch kann —- mit Ausnahme der Einziehungsanordnung - nicht bestehen bleiben, da der\nTatrichter die Strafen Vorschriften entnommen hat,\ndie nicht mehr in Kraft sind. §§ 17, 243 n.F. StGB\nenthalten neue Gesichtspunkte, die in Verbindung mit\nArt. 87 des 1. StrRG nunmehr bei der {trafzumessung\nzu berücksichtigen sind.\n\nIm übrigen ist di> Revision offensichtlich unbegründet.\n\nPfeiffer Seibert Pikart\nZipfel Woesner","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-06-02/1-str-201-70","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-06-02/1-str-201-70","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:16.542242+00:00"}}