{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1970-01-07_1_StR_414_69_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1970-01-07","aktenzeichen":"1 StR 414/69","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 414/69 BESCHLUSS\nrt...\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Franz V EEE aus MEERE, Sscboren\nam 0. EEE 1927 in Step DD (SV), zur\n\nZeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Meineids u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf\nAntrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des\nBeschwerdeführers in der Sitzung vom 7. Januar 1970 gemäß\n§ 349 Abs. 2, 3 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nI. Auf die Revision des Angeklagten\nwird das Urteil des Landgerichts\nMünchen I vom 16. Januar 1969\n\n1. aufgehoben im Fall II 5 der Urteilsgründe (Untreue zum Nachteil\nDe). In diesem Umfang wird\ndas Verfahren eingestellt. Seine\nausscheidbaren Kosten und die insoweit notwendigen Auslagen des\n\n. Angeklagten fallen der Staatskasse\nzur last;\n\n2. aufgehoben im Ausspruch über die\nGesamtstrafe mit den zugrunde liegenden Feststellungen. Insoweit\nwird die Sache zu neuer Verhandlung\nund Entscheidung, auch über die verbleibenden Kosten des Rechtsmittels,\nan eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nII. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\nGründe:\n\nIm Falle II 3 ist durch die Verurteilung wegen Untreue\nder Grundsatz der Spezialität verletzt worden, da die\n\n-3-\n\nSchweizer Behörden den Angeklagten insoweit wegen Betruges\nausgeliefert haben (Bd. III Bl. 565 d.A.); Untreue ist für\ndie Schweiz kein Auslieferungsdelikt (BGH Urteil vom\n\n25. März 1969 - 1 StR 626/68; BGH NJW 1965, 1672), so daß\ndie Tat nicht unter diesem Gesichtspunkt verfolgt werden\nkann (Vertrag zwischen Deutschland und der Schweiz wegen\ngegenseitiger Auslieferung der Verbrecher vom 24. Januar 1874 -\nR6EBl 113 -; Bek. einer deutsch-schweizerischen Vereinbarung\nüber die Durchführung des Grundsatzes der Spezialität im\nAuslieferungsverkehr usw. vom 16. Mai 1936 - RGBl II 151).\nDas Verfahren ist insoweit nach § 206 a StPO einzustellen.\nMit dem Wegfall der Einzelstrafe in diesem Fall muß auch\nder Ausspruch über die Gesamtstrafe aufgehoben werden. Im\nübrigen hat die Nachprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler ergeben.\n\nSeibert Loesdau Mös1l\nfikart Pfeiffer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-01-07/1-str-414-69","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 206a","ref_norm":"206a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-01-07/1-str-414-69","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:09.568550+00:00"}}