{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1968-05-07_1_StR_211_68_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1968-05-07","aktenzeichen":"1 StR 211/68","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1_StR_211/68 BESCHLUSS\n\n—— | nem nn —_\n\nin der Strafsache\n\n‚gegen\n\ndie Montiererin Ruthilde HE ; zeborene rw\naus NG, geboren ar ED 1936 in CB (cr),\n\nwegen Kindestötung.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf\nAntrag des Generalbundesanwalts in der Sitzung vom\n7. Mai 1968 einstimmig beschlossen:\n\nAuf dic Kevision der Angeklagten wird das\nUrteil des Schwurgerichts bei dem Landgericht\nNürnberg-Fürth vom 24. November 1967 mit den\nfeststellungen aufgehoben.\n\nDice Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über dic Kosten des Rechtsmittels, an das Schwurgericht bei dem Landgericht\n\nmehnnh .. 2\nAnsbach zurückverwiesen.\n\nnn\n\nGrün d_e_:\n\n= — | || ——\n\nDas Schwurgericht durftc zwar der Augeklagten ihrc\n(nach § 254 StPO) nicht verlosbare polizeiliche Aussage\nvom 30. Dezember 1966 vorhalten (BGHSt 14, 310, 311-312).\nVervertbar war aber nur, was dic Angeklagte auf diesen\nVorhait erklärt hat. Nach den Urteilsgründen (S. 11-13/\n14 oben UA) muß jedoch davon ausgegangen werden, daß\nder Tatrichter sciner Entscheidung weitgchend jene polizceiliche Aussage selbst zugrunde gelegt hat. Damit wurde\ngegen den § 261 StPO verstoßen, was der Verteidiger mit\nRecht rüst.\n\nEs läßt sich nicht ausschließen, daß es bei richtigem Verfahren zu einer der Angeklagten günstigeren Entscheidung gekommen wäre.\n\nDaher bleibt nichts übrig, als das Urteil aufzuheben (§ 349 Abs. 4; § 354 Abs. 2 StPO).\n\nWarum das Schwurgericht nicht dic richterliche Aussage (Bl. 10, 11 d.A.) verlesen, sowic den vernchmenden\nKriminalbcamten und den Ermittlungsrichter zusätzlich\nals Zeugen gehört hat, ist nicht ersichtlich. Der Sachverhalt in BGHSt 6, 279, 281/82 lag anders.\n\nee\n\nHübner Seibert R Locsdau\nPikart Pfeiffer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1968-05-07/1-str-211-68","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 254","ref_norm":"254","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 261","ref_norm":"261","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1968-05-07/1-str-211-68","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:47.763226+00:00"}}