{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1967-02-28_1_StR_595_66_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1967-02-28","aktenzeichen":"1 StR 595/66","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"2066 083:\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n+R_595/66 BESCHLUSS\na\n\n25\n\nin dem selbständigen Verfahren\n\nwegen Einziehung von 11.232 Flaschen Wein, bezeichnet als\n1962er Ürziger Schwarzlay natur, lagernd bei der Firma\n\nJohann Rp in an,\n\nEinziehungsbeteiligter:\n\nKaufmann Adcıf GC EEED zu: vu “rei:\ngeboren or MED 921 in EEE -\n\nnr\n\n-2-\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung des Gencralbundesanwalts in der Sitzung vom\n28. Februar 1967 einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Kaufmanns Adolf CB\nwird das Urteil des Landgerichts Trier vom\n1. April 1966 mit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDas Verfahren wird eingestellt.\n\nDie Kosten des Verfahrens trägt die Landeskasse.,\n\nm an un ke man as ne Sem ma amt am mu mu\n\nDie Strafkammer hat, nachdem das Strafverfahren gegen\nden Revisionsführer vorläufig eingestellt worden ist\n(UA S. 3), in einem objektiven Einziehungsverfahren entschieden. Hierfür fehlt es bereits an dem gemäß § 430 StPO\nerforderlichen Antrag der Staatsanwaltschaft, der ProzeßB-\nvoraussetzung ist (BGH NJW 1953, 874 Nr. 15; BGHSt 7, 356,\n358). Da sich der Antrag als eine besondere Form der Erhebung der Strafklage kennzeichnet und -— mit den durch die\nSache gebotenen Abweichungen - den Erfordernissen einer\nAnklageschrift entsprechen muß, genügt der nach Schluß\nder Bceweisaufnahne gestellte Sachantrag der Staatsanwaltschaft\nnicht (Bd. IV Bl. 699). Auch eine stillschweigende Zustimmung\nder Staatsanwaltschaft ist ohne Bedeutung; denn ein Übergang vom Strafverfahren zum objektiven Einziehungsverfahren\nist nicht zulässig (BGHSt 6, 62, 63).\n\n- 3 -\n\nDas objektive Einziehungsverfahren ist ferner nur zulässig,\nwenn keine bestimmte Person wegen des als kEinziehungsgrund\nin Betracht kommenden Gesetzosverstoßes verfolgt oder verurteilt werden kann (§ 13 Abs. 2 LebMG; § 430 StPO). Auch\ndiese Verfahrensvoraussetzung (BGHSt 21, 55) liegt nicht vor;\ndenn das insoweit gegen den Revisionsführer eingeleitete\nStrafverfahren ist lediglich gemäß § 154 Abs. 2 StPO vorläufig eingestellt und kann wieder aufgenommen werden (§ 154\nAbs, 4, 5 StPO), zumal die Strafkammer (UA S. 4 f) ausdrücklich ein Verschulden des Revisionsführers festgestellt hat\n(BGHSt 9, 164, 166).\n\nDas Verfahren muß demnach eingestellt werden,\n\nDer Einzichungsbeteiligte trägt seine Kosten selbst\n(BCHSt 13, 52, 41).\n\nHübner Seibert Loesdau\nPikart Pfeiffer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1967-02-28/1-str-595-66","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 430","ref_norm":"430","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1967-02-28/1-str-595-66","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:31.730929+00:00"}}