{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1966-09-06_1_StR_368_66_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1966-09-06","aktenzeichen":"1 StR 368/66","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1_ StR 368/66 BESCHLUSS\nok\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Maurer Heinz FEED zus SED ei\nVG (Saar), geboren au Ep 1940 in\nHp »\n\nwegen Mißbrauchs einer KWillenlosen _\n(§ 176 Abs, 1 Nr. 2 StGB).\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf\nden Antrag des Generalbundesanvalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers in der Sitzung vom\n6. September 1966 einstimmig beschlossen:\n\nl. Der Verwerfungsbeschluß des Landgerichts Saarbrücken\n\nvon 7. Juni 1966 wird gemäß § 346 Abs. 2 StPO aufgehoben, weil die Revision rechtzeitig begründet worden\nist (§§ 345 Abs. 1, 43 Abs. 2 StPO).\n\n2, &Kuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts Saarbrücken vom 20. August 1965 im\nSötrafausspruch nit den zugehörigen Yoststellungen\naufgehoben (§ 349 Abs. 4 StPO). Insoweit wird die Sache\nzu neuer Straffestsetzung und zur Entscheidung über\n\ndie Kosten des Kechtsmittels an das Amtsgericht\n(Schöffengericht) Saarlouis zurückverwiesen (§§ 354\nAbs. 3, 358 Abs. 2 5. 1 StPO; BGH Urt.v. 23.6.1959,\n\n. 5 StR 195/59 in GA 1959, 338).\n\nDer Tatrichter hat sich bei der Versagung mildernder Umstände gegenüber dem bisher einschlägig noch\nnicht bestraften Angeklagten (S. 7, 8 UA) zu sehr von\nallgemeinen moralischen - für die Strafbarkeit nicht\n(oder wenig) bedeutsamen - Erwägungen leiten lassen.\nEs ist ferner nicht dazu Stellung genommen, ob unä\ninwieweit der Angeklagte seinerseits unter Alkcholeinfiluß stand, und ob nicht auch das junge üädchen\n(die jetzige Ehefrau I@W) zu der Entwicklung der\nzreignisse mit beigetragen hat. - Der Vorwurf, sich\nnicht mehr um das Mädchen gekümmert zu haben, wird\nden Feststellungen S. 3 UA und der für den Angeklagten\n\n- 3-\n\nschwierigen Situation nicht gerecht (vgl. auch BGH\nNJW 1960, 1869 Nr. 16; NJW 1966, 894 Nr. 18).\n\n30 Die weitergehende Revision des Angeklagten wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils im\nübrigen auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen\nRechtsfehler ergeben hat (§ 349 Abs. 2 und 3 StPO). Dem\nUrteilszusammenhang ist die Überzeugung des Tatrichters\nzu entnehnen, daß der Angeklagte wußte, daß er Unrecht\n\ntat.\n\nHübner Seibert Fischer\nPikart küller","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-09-06/1-str-368-66","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 43","ref_norm":"43","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 345","ref_norm":"345","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-09-06/1-str-368-66","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:25.613354+00:00"}}