{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1966-02-24_1_StR_58_66_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1966-02-24","aktenzeichen":"1 StR 58/66","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nnn nn ne\n\n1_StR_58/66 BESCHLUSS\n\nLu L\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Hilfsarbeiter Otto PD aus Saw. z<-\nboren am ED 9:2 in HE, Kreis cu:\n\nzur Zeit in anderer Sache in Strafhaft,\n\nwegen versuchten schweren Raubes u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung des Generalbundesanwalts in der Sitzung vom\n24. Februar 1966 gemäß § 349 Abs. 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 10. August\n1965 mit den Feststellungen aufgehoben. Die Sache\nwird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch\nüber die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere\nStrafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nun a nn m mm ar an m m un m tm mm\n\nDie Revision ist schon wegen der gerügten Verletzung\ndes § 338 Nr. 5 StPO begründet.\n\nDer Angeklagte war in der Hauptverhandlung vom\n\n10. August 1965 nicht durch den bestellten Verteidiger,\nRechtsanwalt Ci, sondern nur durch den Referendar\nCEEEEED vertreten, dem Untervollmacht von Rechtsanwalt\nJosef HBertceilt worden war. Dieser hatte seinerscits von Rechtsanwalt CB Untervollmacht erhalten.\nEs kann hier auf sich beruhen, ob der Pflichtverteidiger\nberechtigt war, sich in der Hauptverhandlung durch einen\nanderen Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Da die Ermächtigung des § 139 StPO sich auf die Vertretung von Wahlverteidigern beschränkt, war jedenfalls die Weiterübertragung der notwendigen Verteidigung an den Referendar\nunzulässig (BGH NJW 1958, 1308; BGH Urt. v. 1. Oktober\n\n1963 - 5 StR 300/63 -). Die Hauptverhandlung hat hiernach in Abwesenheit einer Person stattgefunden, deren\nAnwesenheit das Gesetz vorschreibt. Damit liegt ein unbedingter Revisionsgrund vor, der zur Aufhebung dcs Urteils und zur Zurückverweisung führt.\n\nHübner Seibert Fischer\n\nLoesdau Pikart","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-02-24/1-str-58-66","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 139","ref_norm":"139","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-02-24/1-str-58-66","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:18.989093+00:00"}}