{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1958-10-21_1_StR_424_58_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1958-10-21","aktenzeichen":"1 StR 424/58","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"2315 087\n\n1 StR 424/58\n\n-Im Namen des Volkes\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\nden Musiklehrer Heinrich DEEP zu: EEE. zeroren\nam EEE 1905 ir PO (Kris DEE)»\n3\n\n|\n\nt\nhat der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung\n\nvom 21. Oktober 1958, an der teilgenommen haben:\n\nwegen Meineids\n\nSenatspräsident Dr. Geier .\nals Vorsitzender,\n\nBundesrichter Dr. Peetz\n\nBundesrichter Mantel\n\nBundssrichter Dr. Hübner\n\nBundesrichter Dr. Hengsberger\n\n. als beisttzende Richter,\n\nObsrstaatsenwalt beim BundesgerichtshoT m\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizangestellter >\n\n‘ als Urkındsbeamter der Geschäftsstelle,\nfür Recht erkannt:\n\nKä\n%\n\nAuf die Revision des Angeklagten. wird das Urteil\ndes Landgerichts Tübingen vom 23. Mai 1958 im\nStrafausspruch mit den Feststellungen hierzu\naufgehoben und die Sache insoweit zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten\ndes Rechtsmittels, an das Landgericht zurüclkverwiesen. |\n\n3\nIm übrigen wird die Revision verworfen.\n\nR\nı\n\nVon Rechts wegen\n\nFRE\n\n-\nern\n\n-2-\n\nGründe:\n\n_\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten unter Freisprechung\nim übrigen wegen Meineids zı. fünf Monaten Gefängnis verurteilt. |\nEr wurde in dem Strafverfahren gegen| den Makler Gotithilf\n\nVRR ais Zeuge vernommen und eratattete, dabei teils bewußt\nteils fahrlässig eine falsche Aussage, die er beschwor;\n\nDie Revision, die der Angeklagte auf die Verletzung des\nsachlichen Rechts gestützt hat, ist nur zum Strafausspruch\n\nbegründet.\n\nGegen den Schuläspruch bestehen keine rechtlichen Bedenken. Die Strafkamner hat allerdings nicht geprüft, ob die\nVereidigung des Angeklagten zulässig war oder ob ihr § 60\nNr. 3 StPO entgegenstand. Wie die Urteilsgründe erkennen\nlassen, hielt ihn das Landgericht zum mindesten der Beihilfe\nzu dem Gotthilf WE zur Last gelegten Beirug verdächtig.\nEs ist jedoch für die Schuläfrage bedeutungsios, ob der Abnehme des Eides Verfahrensvorschriften entgegenstanden\n(RGSt 62, 147; BGH 2 StR 271/51 vom 10. Juli 1951 = IM\nNr. 5 zu § 154 SicB; 1 StR 232/58 vom 10. Juni 1958).\n\nDagegen kann der Strafausspruch nicht 'bestehenbleiben.\nDie Strafkammer hat weder bei der Strafzumessung noch bei\nder Entscheidung zu § 23 StGB erörtert, ob die Vereidigung\ndes Angeklagten zulässig war. Diese Prüfung war erforderlich; denn wurde der Beschwerdeführer zu Unrecht vereidigt,\nso’ war Jer Verfahrensverstoß bei der Strafzumessung gemäß\nseiner vollen Bedeutung für den Einzelfall zu berückbichtigen (BEH 1 SIR 516/55 vom 15.. Dezember 1955 = IM Nr.| 42 zu\n§ 154 StGB (Nr. 8 zu § 52 StGB); vgl. BGHSt d, 186) .!\n\nI.\n\n-3\n\nNach alledem ist die Revision zum Schuldspruch unbegründ\ndagegen muß der Strafausspruch mit den Feststellungen aufgehoben werden.\n\nDr. Geier j Dr. Peetz “ Mantel\nHübner Dr. Hengsberger","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1958-10-21/1-str-424-58","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 60","ref_norm":"60","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1958-10-21/1-str-424-58","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:14:15.948040+00:00"}}