{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1951-04-17_1_StR_134_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1951-04-17","aktenzeichen":"1 StR 134/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"Ä | 2304 069\n\nFir dass Nackschlagewezi !\n\nGasetss S1E3 § 252\nkechtssatz:\nNBetreffen\" im Sinne des § 252 3tG3 bedeutet,\nNzahznchmen\" oder \"benerken! (vgl «CSt 73, 545,\n545). Dencerit zu werden braucht licht üle Porson des Sicbes als Kusserso Erscheinungsbild,\nsoräerr. nur seine Gegemvari. Es ist JeNer\n\nnicht erforäcrlich, dass der Sich Ssesehen wird;\nielmekr kann seine Anwesenneit auch durch an-\n\n‘dere SinnogempZindungen wahrgenommen weräen,\nso, wenn es ein Geräusch Terursachet, durch\nHören.\n\nAktenzeichen: 1 Stil 134/51 .\n\nUni. v7. 17. Apzil 2951 SG Amderg\n\nın Narren GeB vYolkes\n\nin der Struafonche Segen\n\nGor. Zolsgrelcenbauarbeiter Ada uEEEuuEHEEEND\n\n5 GB, Zeboren cr u 1927 in\nSB, 27 Seit in der Strafunstalt 1 A\nin Tntsrsuohungsha?s,\n\nwezen schwvaren viuhnztuchen Diebevaxis u-n.\n\nhat der 1. Strnäsenat dos Bundesserichishofs in der\nSitzung vom 17. April 1951, an der teilgeno.men hahens\nsehatsrriisident Alchter\nals \"orsitkender,\nBundosrichter Dr. 2eetz\nsunässrichter „Jautel\nBunäasrichter Dr. Geler\nBunässrlonter Jlanzuann\nels heisiszende ohier,\n\nBurgesonvcl; EB\nals Tortreter der Bunücnanwalizchu?t,\n\nr EB\n\nü\nbeanser üisr Teschäfyestelle,\n\nw ustlzoeliret\nals Jrkunds\n\n2un Lech; erkanındı\n\nDie Merision “as Angeklagten “esen des Urtoll\nses Lanügerichte in Amberg vo: 5. Januar 1951.\n\ni vomworfon; jedoch wirü dor Urtellsseatz In\nAbsets 1 dahir verichtigt, dass dem Sats 1 unter\n\nrd\nad\n\nSsreichung ‘ar vorye \"Mund Su den koster den\nTarfohrere!\" Talgende Sätze beigefügt erden:\n\"1:5 24:77\n\ns samuma\nALNGICHTLZ\n\nend) Mn\n\n2 Ser übrigen Zins\nS\n\nin der Anklase zur Da\n\n2\n\nschweren Diebavanis wir“ er Treigesprochen. Ko-\n„eis er Zreigesprochen ist, werGer dic \\losten\n“ Ges Verfahrens Ger Staatokasse aufinrlegt: die\n\nabrigen Sosten Zallen den Auccklagsen zur Last\",\n\nDie Kosten des ‚Rechtsmittels hat der Angeklagte\n\nSu IA...\n\nvon ANechts wegen\n\neG rünäe 3\n\nJas hanägericht hat den Anzelilagten eines Tortgesessser Terbrechens des schveren rüuberischer Dieb-\n\nun, untmt I war nm in. ; DT\nsyanls in Iateinhslt al% seiner Vergshen das Torkosenar.\n5\n\nJezlendesitses sowie zweier gemeinschaftlich Yerangener\n\nTergenen des Liebsvanls schulaig eilannt und Zi Aier-\n\nwegen zu einer vesamtstrale von zwei vahren Terängcnis\n\n- Latin\"\nIII 2n.. a\n\nDis auf äie Terletzung des sachiichen Hlechts ge-\n\nstiiiste Aevrision Goes Angeklagten ict ir Srgchnis nicht\n\nYapreiinnan\nBEL TINPIe\n\n1.) Der Angeklagte Zühlt sich ver allex insoweit\nteschrert, als er wegen schweren räuterischen Dieb-\n\nssahls zack > 252 in Verb. nit § 250 Abs 1 Ür I und ?\nSTE Temıptnilt worden 15T. Zr vendes eiz, Gas nand-\n\ngerickz Lane zu Unroch“ das TatbesTanususrkmal \"auf\n\n“&D\n\nfrischer. Zat betxofTen\" als gegeben erachtet. Vie\nRüge, geht Zehi.\n\nDass der Tatpestand des % 252 StGB auch dann erfüllt ist, wenrz der Dieb erst während der sog. Hacheiie gegen den.Verloliger Gewalt verübt oder Drohungen\nanwendet, ist anerkannten dlechts. Dagegen ist cs, wie\n\nschon das Landgericht emährt, in nechtspreckung und\n\nSchri?tsun unstritten, ob das Tatbestandsmerkmel des\n\"Zetro’Tenseins auf frischer Tat\"! voraussetst, dıss\nder Dich noch am Tatort oder wenigstens in dessen unmittelparer TEhe betroffen, d.h. vwehrgenornen oder benerit (vol 2CSt 73, 345, 346) wird, oder ob es ausreicht, das. der Dieb erst während der Nacheile aufgespürt wirä. Die Streit?rage bedarf hier jedoch keiner\nEntscheidung, Much den bedenkenfrcien Feststellungen\ndes Senägerichts wurde der bestohlene Bauer Georg\n\nT cu? den Diebstehl seines PZlerdes zu eirer Zcit\nevimeri-sam,als sich der Angel:leste noch iii Bereiche\nGes SWB5cHer Crundstücks, also an Tatort, befand.\nAlierlings behen SCHE Gen Angel:lagten nicht zu Cesicht. Trotzdaen nat or ihn \"betroficn\"; denn benerkt\nzu werden brauciıs nicht die Person des NWiebes als\näusseres Irscneinungsbilä, sondern nur 'seine-Gogenwart.\nis ist Zsher nicht erforderlich, dass der Dieb gesehen wird; vielmehr kaum seine Anwesenheit auch durch\nandere Sinnesemp?findäungen wehrgenorren werden, SO,\nwenn er ein Cerüusch verursacht, durch Lören. In einen\n\n-4-\n\n7\n\nsolcaen alle 158% os Sleichgliltig, ob Ger Dieb Gas\n\nerttusch 371005 Yewioks oder, wie hier, einer Tunc\n\nin anwesen zu Azuchlagen bringt \"nd Jadıurck ier 33-\nssohienen auf sick aufnerksam nackt, Ix übrigen haben\nSB 2. Sie or. Zum aufgewechter Dersonen solo:\nreach der Zntdechkung des >ferdediebstahls mit der Terolgung des Angeiilagten {und seines ?Uttätere,,, aiso\nmi+ der sog. Nachelie, begonnen. Bei älcser NJacheile\nna+ dann der Angekiagse nack fen Feststellungen des\ngericris, un sich iz 3esits üsa gesvohlenen ?fer-\n\nKa\nges zu erhalten, zunüchst gegen zwei der Torlolger\naus einer Pistole Arei Schlisse abzegeben und später\n\ner? cinen andern Vorfolger, Ääer cas zestohlene Pferd\nan Zupni gefasst haette, mit einen Cummiiinüppel sin-\n\ngeschlagen.\n\nzutref<and nat Jas Zandgericht die Wegnahne des\nPeeräns ais — gemeinschaftlich begangenen -— schweren\n\nm nnannn \"RR DIE 2% .-——.—| nad aan\nserstani neck )5 242, 245 Abs 1 Ar TI SUSE Dewrachiev\n\n„re in Giason Diehssenl sowie den nacholzenier Te-\n\nwaitnerälmen 3er Inibestand sines Terhrechens ücs\n\nhe -\nZorigesessten räubsrischen Diebstahls nach 5 252 So\nın der engchsrersen Dorn das % 250 Abs 1 Ar iu 5\nSiez (vgl 35% 71, 95) erblickt.\n\nKeine 5Sodenker nessenen auch Äagogen, dass Gas\nZandgeric::; den Angeilagsen In Taveinaeit naiv ds\nPorigesetstien schweren räuberischen Jiebeta?l eines\nTergehens es Terbntsnen Schusswaffen- und iunitionsnesitzas schuläig erkanıy und auf ülc Tat yemiiss 2a\n\nCZ)\n\nSbs 2 3462 {in der Fassung des Sesetzer von 26.5.1955}\n\n1\nDe\n!\n\n.r\n\nl\nv\nl\n\nden - gegenüber Art 1 är 9 der zur Tutzelt geltonden\nTeroränung N? 1 der Militärrefierung milderen - Art 7\n(in Verb aiv Art 1 äri pbund Änlege A Grunpe IA und\nB) äes Gosetzeg \\ir 24 äer Alliierten Hohen Sorm!ission\nvon 59.3.1359 angermndes hat. Die Verfolgung Gieser\nSirortat is; on den amerikanischen sehöräer. äer deutscher. gerichSsharizeit Übertragen. worüen.\n\n2.} Tenn das Lanägericht den Angeklagten in den\nFällen a) una c) dcr Urteilssründe (iegnahme von eine-ı Zütserscha?, zwei Lämnmern unä fünf Gänsen zum Nachteil des Georg SB und von vier Stallhasen zum Jachteil eines gewissen Au) je wegen eines geneinschaft-\n\nr\n\nion Degengenen vorzchens des Diebstanls nach “§ 242,\n\n„at, so begegnet zuch dies Keinen\nde\n\nri\n4 ZGB Temursc\n2\n\n[20\nm\nie cr\n\\\nre\n[u\ne\nw\n\n-. -\nf\n\nrn. Die HMerision bringt inzoweit auch cine Kinwendäungen vor. Sie rigt jedoch, dass das „andgericht\nie zwei Versehen les Diebstahls und das Verbrechen des\nsch;eren zrüuberischen Diebstenls als s2lbstündige Zand-Zungen. 1.3. des 5 74 5163 behandelt habe; in Wirzlichkeit sei zwischen deu ürei Strafvaten Forts eisunpezusarmenllang gagenen. der Aancrif? ist ebenfalls unbegrtinäss '\n\nNach der ständigen Rechtsprechung les !!eichsgerichts, an der der erkonnende Senat Testhäit, besteht\nor Lsetzungazusamnenhang rur denn, wenn der lüter ei-\n\nnen den Gosautorfolg umfassenden eimneitlichen Canumtvorsatss s;osswaise durch im wesentlichen leichartige\nBotüsigungen ramwrirklicht, die dassslibe Rechtegut und\ndasselbe Stelresets verletzen. Da zu dem lesetzlichen\n\n[9\n\nm nn En un cn nn u — 0.\n\nmn\n\nTasbestanä Ans räubsrischen Diehsyahls -— Sleichgültig,\n\nob man in Alcsen verbrecher entsprechend der ständigen\nZecnwsy2rechng Goa Jeichszerichsr ein nirenstärdi.es\nen Überriegenden Zeil des Schrirt-\n\nns eine geschär’tte Forr des Diebstazls erblickt -\n\nsr ©)\n[)\npi\nj»\na\ncr\n3\n[P]\nr3\nb\nhe\n\nausser der Nötigungshandlung eine Älebische Vegnahmenaardlung gehört, ist begrilZlicr äle Annahme von Tort-\n\nseisungesusarnenhang zwischen Iiebetanl zack 33 242,\n245, 244 SEE und rünberischen Diebstahl nach § 252\nSrEr nögli\n\nOb in einer solchen ı “alle dic sachlichen\nssungen Zür eine Zortgesetzte Aendlung Toriieer nie sonst Tawtrage. Jas Zandzerichy hat er\nie Toraussetsungen mit Ger Jegründung varneint, dass\n\nGer aureiiagsce den „ntachluss, sas lTerd ice SR\nmu ShehlLen, ara nach den ersten Diebstahl nei Sp\nsefaset una ion Änittern Diebstahl jissenülcostehl bei\n28 zaltinich sn Laufe Zeit nach Lan auäsvel Lists;Eklen hogangen nahe, ass an einen Forisetsungsmi-\n\nDRrT] .. «\n\nsammenhans nich Acekr zedacnt varier zönn2. „in siechts-\n\nirruen 57i3% Morbei nickt susags. Yioe Yinwendungen\nSer nerision zehen dengegerzüber, soue2id sie nicht oAne-\n\nrir in unsulässiger \\Jeise die !eststellung des Land-\n\nsemici.5s angeniften, Teil. weder voichs Aer allgeneine\nTorsess ainor ?Foerson, Kinftighin wiecerhalv su vichlen,\nzur 3egitliadung eins FOrissstzuingssusammennanfes zwischen\nden. eixzelnen DHiobstühlen a aus, ack wird ain solsuer\nausarmemlang Jaaırcı asrgentolli, äass cin Jiet nacı\n\nGar Bngemung sines Diebstahls den Vorsatz Tasst, Ale\n\n..\n\nbei der ersten Pas eriiannte Gelegenheit ?ür einen zweisen Diebstarı aussunutzen.\n\n5.) Schliesslich lässt auch üle Strafsımessung\nweder bei der Yestsetzsung Ger Zi trafen noch bei\nGer 3ilcung der Zesamtstrale und der Anrechnung Ger\nuUnversuchungsnaft elnen den Angeklagten beschwerenden\n\nZeck4stanler erkonner.\n\n2.) ın der Anklageschrift war den ingeiilagten\nZorigesetster schwerer Diebstahi ir insgesamt sechs\nZinsceiftällen zur ass gelegt. In vier äleser Tälls\nhat das Landgericht den Angeklagsen nicht als ülberzinrt erachtet; es Aat jedoch davon abgesehen, den\nAngeitlagten insoweit Sreizusprechen, weii \"die änxlage einen Tortgesetsten Diebstahl annehme\". Dem\nxanr richt beigesreien werden. scheidet das erkennenüe ‘Gericht eine oder mehrere der i7 „rö®fnungsbeschiuss\n(Sztitem in ier Anklageschri?5, zu aincr Fortgenstzien\nStra®tat susammengefassten Zinzelhanälungen als unbe-\n„jesen aus und brsraciitet es Ääle Zür erwiesen eracı-\nseien Zinzeihandlungen aıs selbständige landlungen\ni.ö. äes 3 74 3iCD, so wird die Anklage nur denn durch\ndas Jricil erschöpft, wenn es in üsn ermwiesenen Täl-\n\n. 1en äic Terurteilung ausspricht, 7 den nicht eririegenen Füllen aber ausdrücklich freispricenv (vgl 265%\n\n5 &, 30% sowie die Urseile des Senats\nvon 9.1.1051 - i StR 25/50 - und 25.1.1951 - 1 StE u\n\nAbs 1 des 'Jyteilssatses war demenisprechen - auch\n\nuU }%\n\n2.\nFi\n\nIm\n\nKm vom\n\n“\n\nRichser\nDr. Geiler\n\nZe\n\nn der \\ossenentscheidung (Fgl 5\n\n320) - zu berichtigen. In übrigen war äle !svision\n\nis unbegründet; zu 3\n\n5.; De der Angeklagte mit der Aevision im :—-\n- “ $ \\\n\nsebnis zelnen _r?ois genabi keit, \"varen\n\\\n0}\n\nDr. Peetz Mantel\nGlanzanann","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-04-17/1-str-134-51","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-04-17/1-str-134-51","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:10:38.565291+00:00"}}