{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-1_NA_1951-04-17_1_StR_116_51_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1951-04-17","aktenzeichen":"1 StR 116/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"2304 035\n\n3, samen Ges Volkes\n\n«n der .Strafsache\n\ngesen den Arbeiter Johann ü EEE 2: >GER,\nöcboren zı EB 22 -in\n\nwegen Jazucht miv Xindern;\n\nmat ee 1. Strufsenats des Bunäeszersichtsnofs in der\nzuns vom 17.April 1951, an der teilgenomaen haben:\n\nSsexnntspräsideny NichtTer\nals Torsivzender,\n3uncesrichter ' In. ?eetz\n\nSundesrichter Haitel:\n\nSUNGBSIi Fer In,.ueien,\nZuncesrichter.. Glanzinnn\n\nale beisitzence Lichter,\nZundesunsals 001\n\nnis Vertreter der Zundesunwaiischriv,\n\nJussizsekretäür 2\n\nsis Urkundspeauter der Geschiültsstelle,\n\na8\n\n2rp Tacht erkammi:\n\nAuf die Revision der ütautsenwaltschaft wird dus Jeteil\nes „uns erichts in Heidelberg va 1 .Dezenber ı950,\nsoweit der Ingeklagte in den Fiiien Nonike m\nvne Ursule I EEE (ir 5 und 4 des Eröffrungsvenchiusses) wegen verzuchter Unzwikt zit Ainderz rerür-\n“eilt und im Falle “jaltraud 5 EEEEEEER (ir 5 iss.\nSrötlnungsbeschluss ses) freiges;rochen ist, it ser ir\n\nzugrunde liesenden Teststeilungen sowie „in.\nsichilich der GCesuatstrufe aufgehoben. In üle.\nsen In2ange mirc di2 Sache zu naue> Tamundlung\nund untscasidung, such über die Austen ües\nPechismittels, er es Lmmägericht in Zutdalaenz\n\n-..\nzurückrerniesen,\n\n\" Ton Rechts wegen\n\nDie Aeyvision der Staassanwaltscha?t greiTt das Jrtsii\n\"zur an, scweit der Angetlaste in den ?äiilen Lionike ”ı un\nund Vrsule I GER (57 53 vnü 4 äes Sröfinangebesenlusges) segen vorsuchter und nicht wegen vollendeier\nUnsucht mit Kindern verartsilt und soweit er in Zulic\n-nitraus 2 EEE (7 5 des Zrölinungspeschiusses‘\nreigesprochen worden 15%. Das Rechtsmittel, alt den nur\n3\n\nn. m _. ma = = .. Smcda 0“ ungtar ande\n- F - . 2} « A .. F\nsie Sanhhesch.erie aridnen virt, Ist zuch be.2inaete\n\n‚1.) Nacäa den Te\n\nTestotseliungen Ges Innägerichts traf der Anıeklosie am kuckmitiag Ges i4.Septeiber 1350 auf einer „iese\nDei SB in der \\iihe ciner Stelle, wo ein Flugzeug 3°-\n\nlandet ar und sic“ aus üleser Crunde zahlreiche LchauLustlye\nTersamnei; hassen, mi4 nehreren \\inderr, meilgt „wüdcien,\nin alter von 9 bis 15 Jakzren susamien, seszte sich zu innei\nspruch „it Ihnen, gab Ihnen toutsel' und liess sie Ad-\n\n„ecaselnd mit seinem Fchrrade fahren. Inbei iungte er\n\nder il Jahre alter Brigitte JM unter den tock, griT?\nan ihren Geschlechtsteil und spielte on Am eine Zeitlang\n\nem. Dr ist deszegen «al Grund des $ !Te Au 1175\nGET ogen Ungucht nit einen Xlzan vorumtailt worden.\n\n=as Irseil iss insoweit rechishrürtig,. Aurs yvarer Ider\n\nj\n121\n!\n\nnachher sri?? er auch bei der il Jihre aiten Ursvuia In\nune t2i der 3 Jginre alten Konite IB zacheirsnder unter\n\nı Zonalz und& berihrte zit der Hand den nackten Oberschenkel\n- jedoch zieh} den Gescalechtstell — der deider ideen.\n„uch Zietfbei Aanüclte der\n\nsicht. Die Syrafisurmer folgert das u.a. aus unzüchtizen\nRedevenäungen, die er ge;enüber Gen “üdchen fallen liess,\nund aus dem Unstande, Äcss er innen unwahre äanguben tiber\nseine Verhältnisse und seinen Torno>t machte und ihnen\nic\">2erniz als Jehmeigeg geiä anbot. Acchtlich würdigt Gas\nLandgericht dieses YTorualten des Angeklagten Sahin, es\nashe in lesen füllen, in deien nicht erwiesen sei, dass\nGer Angeklag te die Geschlechisteile der Kinder bertürt\n\nhabe, nur Versuch angenommen.\n\nPAT}\n[07\ny“\n\nangeklaszie in woillüstiger ..b-\n\nDiese Begriinäung ist schon deshalb unzulänglich,\nweil sie nichts deutiich srrkennen lässt, voz welcher\nReckisarsicht das zenu„ericht eigentlich ausgesangen ist.\nDar Aimweis icrauf, Guss der Augeklagte iz Giesen Fülle:\n\nzie Gesc..iechist seile der indem nicht berlürt Acsbe, arr\n\n>\n\ncah!n erstanden weräei, duss Gle Ktruikamier nur in der\nBerürung des Geschlechtsteils eine unzücäatige nalung in\nS 3:175 Abe. 1 ©S%GB Zindet, nicht aber in anderer\nkörperiicher. Bertinrungen. Solise das Lanäcuricht von dieser aoonisansicht auggeginzen sein, Aisste sie als vech3sirvig bezeichnet erden. Hemr „is unzlichtig ist jede Inzü-Iung znzusshen, le auf üle Srregung oder Berrisul uns\neiner oder frender Geschlech tslust gerichtet ist, den\n\nXörner eines anderer. Menschen als iiittel »chr.ucht und\n\ngeei;met ist, das Scäami- und Sivtiichkeitsgefiüll in geyo,\n\nschlech4licäer 3ozienung zu verletzen. üs Art iu der\n\n[|\nrn\n7\n.\n\nRechtsprechung seit jeher anerkannt. dass auch ein Eri?>\n\nunver Ger 29ck eines idchens an den nackten Duuzuchel:el\n\n ätese lierimale aufveisen kamn {vgl 203% 53, 1885\n\n98, 277;-R@ in DR 1945, 1035). Die'vonnder Straf- - .\nsarıer Sesvgesteilien sonstigen Unstinde syrochen deut-\n\n-den Dip „ie Unzichsi, zeit\n\ns cer inmulung. Yunit stünde in\nZinklarg die ar anderer St\n\nalle der Jrteilssrinde ent-.\n3\n\nzaltens Bcemerkunz, Soger üle Kinder Kitten deutlich dus\nZapfinden sehabt, Ausg der Anyeklagte ihnen eti:.s Verhn-\n\n2\nsenes angesan Anbe, und die ! oncung, Cer Angeklagte sei\nsich selbst des \"Insittlichen seiner Unnälungsweise dJewusst geiesen. Um so unkierar iot, weshalb. die Sirelwer ale Crifle des Angeklagten au die nackten Merschenke! nei der abschliessauden rechtlichen würcisung,\nwie e5 Gen Ansch sein Nat, richt äls unzüchtige fandlungen '\n\n.\n- Je\nangesehen hate\n\nvor. dem 5 “andpunkt, ünss Gie Jerührungen noch kei\nvnziichSigen Aenälungen seien, wäre in übrigen auch .die\nnat\n\n-. ... .. - q Kar de nu De\nTersnmteilung vegen Tarsachtor Unzucht lt Aimdern\n\n“ie\n\nade\n\nsarechsiertiss geuessen. Yen es Findet sich Kein Habreis,\nAnas Ger Angeklsgte Del den beider Ndchen zchr vor;snaar, nis er ausgeflürt „ude, Der Suwuverhalt int visineur &ubin:zu verotsher, dass der Angeklagte in ülasen\n\nea n\n\nHeiden Tilien seine Aussichten voll vımirklicäat Lid\n\nSollte üls Sirafkemer zwar die Unzlichticteit der\n\nI:malung bejaht, äle Velleniüung des Turbrechens ja;en\n8 376 Abs I Nr 5 StC5 dagegen deshalp verneint Aaben, -\ni es in der \\bsicht des argeklagien gelegen Aube,auch .\n\nvn\n\n\"\n\n..\n\nin\nı\n\nnoch den Gaschlechtsteil zu verihren, so züre auch dies\n5. »obuld vlie Wutbessanäsmerliitals einer sSralar\n\nbaren Imdlung versirliickt sird, it sie voliendet, z3-\ngen such ie Absichten des Tüters im einzelnen „ille\n\nnocn “eiltergehen.\n\nom\n2.) Lie suölZ Jukre alte u.ltraoud Zub darite, „ie in\nden Urtelisgründen davgele;t ird,; sunächst etwus nit dem\n\nZahrrnäs des Angeiilagyen Joaren. Als sie surückkan. wolite\ner „ıngeikiagte auch Zar unter den 20ck fasser, kai per\nzur vis sun Rocksaun, als er von dem Äind einen Schlag au?\nie Tinger bekem und von iur chlless. Zechtlich „urdigt\n\ns Zunägoricht älesen Fall dein, er scheine ihn zicht\n„it eixer zur Verurteilung wusrelchenden Sicherheit bewiesen. Ob der ingekingtie weiter gegriffen hätte, wem er\nven jem Kind nicht au? Gie Finger geschlagen norden Te,\nsei nich“; emueisl_icı,\n\nDiese Begrtinäung ist, ‘senn man sie nicht tliberhaunt\nais widersprcksroil anseken wili, in Ssatsäcälicäer sowie\niicher Zinsicht so wrrlar, Gass sie üle ?reisprechug\nesez Falle richt zu Sragen Yernag.\n\nNachden das üandgericht zuniicast Zür erwlesen eracı-\nt42t hat, duss sich der Angelilaste von Gen Willen \"und Ger\nYorsseliung habe _eiven lassen, den „äächen unGer den\nDoch zu greifen, Tamı es üle rechtlichen Folgerungen, sie\nsich aus dlescr Feststellung ergeben, nicht mit Ger Bemerkurg zblekzen, es sci nicht erwiesen, hass der Fian üss\nAngeklagten weiter gegangen sei „ls der von ihı verwirklichte Sachverhalt. Geht man von dei aus, war üle Stral-\n\nzkemner <ls erwiesen Dezeichnet, Guss ajmiich üsr Angekziagte\n\nu mn ne en nen\n\nm\n\nnn Tonne TI\n\nL\nen\nä\n\n.., - cr un .. don Damen . ir 2\nn wmolıistiger Aycichs wntar Gen lock sweilen\n\n.. ee - .n 11.2 “ ar ” -\nwalite, a7 war an »rüfen, or äle von angeklaussen scoalante\nuniiung, Wenn eT Sie, wie geslmv, nusgeitturt live, Den\n\nm PM - - PR Play - ... eo - P\nDurrensond alner Siraleopen Nanälınz verwirilicht Iitte,\n\nIitte sich, äebei aus ürlinden, wle sie unter 1) eröriort\nworder sind, ersoden, Guss dic von Angeklasten Sejplaute\n\nicntinng olle Terkaile des § 176 abs i Ir 5 Sta2 rn\nin e isadlen\n\nyansunis Inte Lcobel ist auch ständiger Kechtsprechung\n\nein Anfeng der Ausfiiirung Im Sinne des 5 45 St5B in oder\nvwüätizung zu Tinden, die vermöge iärer noti;andäi;er\n\nusemuengetörigioit alt der eigentlichen Qutbestanäshand-\n\nÖ.\n\nso var welter zu prüfen, ob der \\ingeklaste dies\n\nune Zip fies antiürliche Auffassung und in Äiindlick u?\ncen Tesontplan Ges TNüiters eiaeil ihrer destanäteile »ilcet.\n\nısstrecken der land nach dem Käüächen, un it ihr wi-Ss\n\nDock zu gelangen, Vingt srsichtiich in djer2r\n\nN...\nPT 3 22) Ak:\n\n5er ID\n\nerge: Weise mi% der eigontlichen Tstbestww:rdcaundiung, der\n\nnsiichsigen Zerilmug, susemien ind lite desäuib als\n\nN o PR} “ u. ann.\nsaran Teil ang eseren verien ISSN.\n\nryeil Gic 3eachtang iloeger rocut_ichen Gestoiltsyuiiite nicht Ir’temien und sun Teil aueh unklar isst\nchem Scokvreräult die Strulkomier Bungsgcngen 15%,\nmuas es 3m Unfaung des Devisionsangrifis, lt den Zar zu-STUTGE iiegenden Yestotellungen aulzsachen und Gis Sache :\n\n“\n\nSutscheiuung surächvarisies®e Toeräch.\nU}\n\n- - et u\nnater> Temlnnör 25 AL\n\n„ie Ensscricung entspricht dem Antrage des Harbunge\n\nEMALSSE\n“esonZC2ter 5053.92, 2eets sen. Jdantel n\nges. Zr.Geisr gez. SsLanzmann.","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-04-17/1-str-116-51","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-04-17/1-str-116-51","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:10:38.545638+00:00"}}