{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-05_NA_2012-07-12_V_ZR_29_12_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2012-07-12","aktenzeichen":"V ZR 29/12","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 29/12\n\nvom\n\n12. Juli 2012\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Juli 2012 durch den\nVorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und\nProf. Dr. Schmidt-Räntsch und die Richterinnen Dr. Brückner und Weinland\n\nbeschlossen:\n\nDie Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 9. Januar 2012\nwird auf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen.\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt\n10.000 €.\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Die Klägerin verlangt von dem Beklagten die Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit zugunsten\ndes jeweiligen Eigentümers ihres Grundstücks, lastend auf einem Grundstück\ndes Beklagten, hilfsweise die Gewährung eines Notwegrechts. Das Landgericht\nhat die Klage abgewiesen. Das Oberlandesgericht hat die Berufung mit einem\nBeschluss nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückgewiesen. Dagegen richtet sich die\nNichtzulassungsbeschwerde; die Klägerin will in dem angestrebten Revisionsverfahren ihre Klageanträge weiterverfolgen. Der Beklagte beantragt die Zurückweisung des Rechtsmittels.\n\nII.\n\n2 Die nach § 522 Abs. 3 ZPO statthafte Beschwerde ist unzulässig, weil\ndie Klägerin nicht glaubhaft gemacht hat, dass der Wert der mit der Revision\ngeltend zu machenden Beschwer 20.000 € übersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO).\n\n3 1. Will - wie hier - die klagende Partei ihre abgewiesenen Anträge auf\nZustimmung zur Grundbuchberichtigung durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit, hilfsweise auf Duldung eines Notwegrechts, in einem Revisionsverfahren weiterverfolgen, bemisst sich der Wert der Beschwer in diesem Verfahren\ngemäß §§ 3, 7 ZPO höchstens nach dem Wert, den die Dienstbarkeit und das\nNotwegrecht für das herrschende Grundstück haben. Dass er größer als\n20.000 € ist, muss der Nichtzulassungsbeschwerdeführer innerhalb der Beschwerdebegründungsfrist darlegen.\n\n4 2. Daran fehlt es hier. In der Beschwerdebegründung heißt es lediglich:\n\"Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer: 25.000 €.\" Damit\nhat die Klägerin die Streitwertfestsetzungen des Landgerichts und des Oberlandesgerichts übernommen. Diese beruhen auf den Angaben der Klägerin in der\nKlageschrift, in der es heißt:\n\n\"Die sachliche Zuständigkeit [des Landgerichts] ist an dem Streitwert zu\norientieren, der bei Belastungen eines Grundstückes mit dem Nennwert\nin Ansatz zu bringen ist. Dieser wird von der Klagepartei vorläufig geschätzt mit 25.000 € angegeben.\"\n\n5 Bei ihrer Schätzung hat die Klägerin somit nicht den Wert zugrunde gelegt, den die Eintragung der - nach ihrer Ansicht bestehenden - Grunddienstbarkeit in das Grundbuch und den das Notwegrecht für ihr Grundstück haben.\nSie ist vielmehr von einem - nicht vorhandenen - Nennwert und damit allenfalls\n\nvon dem Wert ausgegangen, um den sich der Wert des Grundstücks des Beklagten mindert. Dieser ist jedoch, wie ausgeführt, nicht maßgeblich.\n\nIII.\n\n6 Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Den Gegenstandswert hat der Senat anhand der von den Parteien in den Tatsacheninstanzen\nvorgelegten Lagepläne und Lichtbilder geschätzt und festgesetzt (§ 45 Abs. 1\nSatz 2, § 47 Abs. 1 Satz 1, § 48 Abs. 1 Satz 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG, §§ 3, 7\nZPO).\n\nKrüger Lemke Schmidt-Räntsch\n\nBrückner Weinland\n\nVorinstanzen:\nLG Passau, Entscheidung vom 16.08.2011 - 1 O 170/11 -\nOLG München, Entscheidung vom 09.01.2012 - 8 U 3801/11 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2012-07-12/v-zr-29-12","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 522","ref_norm":"522","n":2},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 63","ref_norm":"63","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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