{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-05_NA_2010-10-14_V_ZR_208_09_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2010-10-14","aktenzeichen":"V ZR 208/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 208/09\n\nvom\n\n14. Oktober 2010\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 14. Oktober 2010 durch den\nVorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Stresemann und den Richter Dr. Czub\n\nbeschlossen:\n\nDer als Anhörungsrüge bezeichnete Rechtsbehelf des Klägers\ngegen den Beschluss des Senats vom 1. Juli 2010 wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Ob der als Anhörungsrüge bezeichnete Rechtsbehelf des Klägers gegen\nden Prozesskostenhilfe versagenden, nicht der Rechtskraft fähigen Beschluss\nnach § 321a ZPO oder nur als Gegenvorstellung statthaft ist, kann mangels\nErfolgsaussicht in der Sache dahinstehen.\n\n2 1. Eine Anhörungsrüge wäre zwar nicht - wie der Beklagte meint - schon\ndeshalb unzulässig, weil sie nicht durch einen am Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist. Auf das Verfahren über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe sind die Vorschriften über den Anwaltszwang nicht\nanzuwenden (§ 78 Abs. 3 i.V.m. § 117 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 ZPO), um auch\nder minderbemittelten Partei die Verfolgung ihrer Rechte zu ermöglichen.\n\n3 a) Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1\nGG) durch den Senat, auf die allein eine Anhörungsrüge gestützt werden könnte, liegt jedoch nicht vor. Dazu müsste das Revisionsgericht das Verfahrensgrundrecht neu und eigenständig verletzt haben (vgl. BGH, Beschluss vom\n\n20. November 2007 - VI ZR 38/07, NJW 2008, 923, 924; Beschluss vom\n13. Dezember 2007 - I ZR 47/06, NJW 2009, 2126, 2127). Daran fehlt es nach\ndem eigenen Vorbringen des Klägers, nach dem durch die Entscheidung des\nSenats der von dem Berufungsgericht begangene schwerwiegende Verfahrensfehler (Nichteingehen der auf ein Privatgutachten gestützten Beweiseinreden)\nperpetuiert worden sein soll.\n\n4 b) Bei einer Auslegung des Rechtsbehelfs des Klägers als Gegenvorstellung ist die Erfolgsaussicht einer Nichtzulassungsbeschwerde auch unter Berücksichtigung des ergänzenden Vorbringens des Klägers zu verneinen.\n\nKrüger Lemke Schmidt-Räntsch\n\nStresemann Czub\n\nVorinstanzen:\nLG München II, Entscheidung vom 09.12.2008 - 4 O 2017/05 -\nOLG München, Entscheidung vom 02.11.2009 - 21 U 2185/09 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2010-10-14/v-zr-208-09","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 117","ref_norm":"117","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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