{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-04_NA_2013-08-28_IV_ZR_224_12_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Zivilsenat","decided":"2013-08-28","aktenzeichen":"IV ZR 224/12","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIV ZR 224/12\nvom\n\n28. August 2013\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Vorsitzende\nRichterin Mayen, die Richter Wendt, Felsch, Lehmann und die Richterin\nDr. Brockmöller\n\nam 28. August 2013\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung der Bekla gten gegen den Streitwertbeschluss des Senats vom\n10. Juli 2013 werden zurückgewiesen.\n\nDie Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens der Anhörungsrüge.\n\nGründe:\n\n1 Die gemäß § 69a Abs. 1 GKG statthafte Anhörungsrüge und die\nGegenvorstellung sind nicht begründet.\n\n2 Nach der vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Rechtspr echung des Bundesgerichtshofs können mit der Anhörungsrüge nur neue\nund eigenständige Verletzungen des Art. 103 Abs. 1 GG durch das\nRechtsmittelgericht gerügt werden (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. N ovember 2007 - VI ZR 38/07, NJW 2008, 923 Rn. 5; vom 12. Mai 2010\n- I ZR 203/08, BeckRS 2010, 13456 Rn. 1; BVerfG NJW 2008, 2635,\n2636). Derartige selbständige Verstöße des Senats gegen Art. 103\n\nAbs. 1 GG sind nicht dargetan. Der Senat hat die maßgeblichen Werta ngaben der Parteien im Instanzenzug zugrunde gelegt. Vor der Festse tzung des Streitwerts im Termin zur mündlichen Verhandlung am 1 0. Juli\n2013 haben die Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt; davon\nhaben sie keinen Gebrauch gemacht.\n\n3 Die Gegenvorstellung gibt dem Senat ebenfalls keine Veranlassung zur Abänderung des Streitwertbeschlusses. In der Rechtsmittel -\ninstanz ist vom wirtschaftlichen Interesse der unterlegenen Beklagten\nauszugehen, worauf diese selbst zutreffend hinweist (Senatsbeschluss\nvom 21. November 2006 - IV ZR 143/05, ZEV 2007, 134 Rn. 3). Dieses\nInteresse orientiert sich an der Werthaltigkeit des Nachlasses, den die\nBeklagte weiterhin für sich beansprucht hat, und war - insbesondere\nauch nach ihren eigenen Angaben zum Immobilienwert - in Übereinstimmung mit den Vorinstanzen zu bewerten.\n\n4 Es ist nichts dafür ersichtlich, dass in der Revisionsinstanz in\nrechtlich beachtlicher Weise an die Stelle eines nachlassbezogenen Interesses ein anderes - etwa auf die Vermeidung der Kostenlast orientiertes, wie die Beklagte jetzt geltend macht - getreten sein könnte. Der Vortrag der Beklagten enthält auch keine substantiellen Anhaltspunkte, die\nzu einer abweichenden Bewertung Anlass geben könnten. Die Umstä nde, die zur Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens ge führt haben\nsollen, reichen dafür ebenso wenig wie die lediglich pauschalen Angaben\nzu hohen Transaktionskosten, die - allerdings ohne den erzielten Kaufpreis zu nennen - den verwertbaren Verkaufserlös auf 5 Mio. € verringert\nhätten. Die Beklagte hat zudem selbst darauf hingewiesen, dass - gegenüber den Wertangaben der Klägerin - von einem zusätzlich zu berück-\n\nsichtigenden ausländischen Aktivnachlass in Höhe von 8,3 Mio. € auszugehen sei.\n\n5 Für eine niedrigere Wertfestsetzung gibt es nach dem zu berücksichtigenden beiderseitigen Parteivorbringen insgesamt keine rechtfert igende Grundlage.\n\nMayen Wendt Felsch\n\nLehmann Dr. Brockmöller\n\nVorinstanzen:\nLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 29.09.2011 - 2-5 O 30/11 -\nOLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 15.06.2012 - 7 U 221/11 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-08-28/iv-zr-224-12","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 69a","ref_norm":"69a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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