{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-03_NA_2014-05-28_III_ZB_22_14_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Zivilsenat","decided":"2014-05-28","aktenzeichen":"III ZB 22/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIII ZB 22/14\nvom\n\n28. Mai 2014\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. Mai 2014 durch die\nRichter Dr. Herrmann, Wöstmann, Seiters, Tombrink und Reiter\n\nbeschlossen:\n\nDie Verfahren III ZB 22/14 und III ZB 23/14 werden zum Zwecke\ngemeinsamer Entscheidung verbunden. Das Verfahren III ZB\n22/14 führt.\n\nDie Rechtsbeschwerden des Klägers gegen die im Verfahren\n22 SchH 46/13 EntV ergangenen Beschlüsse des 22. Zivilsenats\ndes Oberlandesgerichts München vom 7. Oktober 2013, 16. Dezember 2013 und 12. März 2014 werden verworfen.\n\nDer Kläger hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen\n(§ 97 Abs. 1 ZPO).\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Der Kläger nimmt das beklagte Land auf Entschädigung wegen überlanger Dauer eines Zwangsvollstreckungsverfahrens in Anspruch.\n\n2 Mit Beschluss vom 7. Oktober 2013 hat das Oberlandesgericht den Antrag des Klägers abgelehnt, im Wege der einstweiligen Verfügung die Zwangs-\n\nvollstreckung aus im Ausgangsverfahren ergangenen Kostenfestsetzungsbeschlüssen vorläufig einzustellen. Die dagegen gerichtete Gehörsrüge des Klägers wurde durch Beschluss vom 16. Dezember 2013 zurückgewiesen.\n\n3 Den Antrag des Klägers, die gerichtliche Zuständigkeit für die mit der\nEntschädigungsklage begehrte Anweisung des Amtsgerichts entsprechend § 36\nAbs. 1 Nr. 6 ZPO beziehungsweise § 17a GVG festzustellen, hat das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 12. März 2014 zurückgewiesen.\n\n4 Gegen die vorbezeichneten Beschlüsse wendet sich der Kläger mit der\nRechtsbeschwerde.\n\nII.\n\n5 Die Rechtsbeschwerde ist nicht statthaft.\n\n6 Die Zurückweisung des Antrags des Klägers auf Erlass einer einstweiligen Verfügung kann wegen des durch § 542 Abs. 2 Satz 1 ZPO begrenzten\nInstanzenzugs mit der Rechtsbeschwerde nicht angegriffen werden. Nach dieser Vorschrift findet gegen Urteile, durch die über die Anordnung, Abänderung\noder Aufhebung eines Arrestes oder einer einstweiligen Verfügung entscheiden\nwird, die Revision nicht statt. Wird durch Beschluss entschieden, ist dementsprechend die Rechtsbeschwerde ausgeschlossen. Eine Differenzierung des\nRechtsmittelzugs unter dem Gesichtspunkt, ob durch Urteil oder Beschluss entschieden worden ist, verbietet sich (BGH, Urteil vom 27. Februar 2003 - I ZB\n22/02, NJW 2003, 1531, 1532; Seiler in Thomas/Putzo, ZPO, 34. Aufl., § 922\nRn. 7).\n\n7 Der Beschluss des Oberlandesgerichts vom 16. Dezember 2013, mit\ndem die Anhörungsrüge des Klägers zurückgewiesen wurde, ist gemäß § 321a\nAbs. 4 Satz 4 ZPO unanfechtbar.\n\n8 Soweit das Oberlandesgericht den Antrag nach § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO\nbeziehungsweise § 17a GVG zurückgewiesen hat, scheitert die Anfechtung des\nBeschlusses vom 12. März 2014 jedenfalls daran, dass die Rechtsbeschwerde\nnicht zugelassen wurde (§ 37 ZPO i.V.m. § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO und\n§ 17a Abs. 4 Satz 4 GVG).\n\nHerrmann Wöstmann Seiters\n\nTombrink Reiter\n\nVorinstanz:\nOLG München, Entscheidung vom 16.12.2013 - 22 SchH 46/13 EntV -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-05-28/iii-zb-22-14","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 17a","ref_norm":"17a","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 36","ref_norm":"36","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 37","ref_norm":"37","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 542","ref_norm":"542","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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