{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-02_NA_2015-09-15_II_ZR_168_14_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Zivilsenat","decided":"2015-09-15","aktenzeichen":"II ZR 168/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nII ZR 168/14\n\nvom\n\n15. September 2015\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. September 2015 durch\nden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bergmann, den Richter Prof. Dr. Strohn, die\nRichterinnen Caliebe und Dr. Reichart sowie den Richter Sunder\n\neinstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Klägers gegen das Urteil des 11. Zivilsenats\ndes Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vom\n4. April 2014 wird auf seine Kosten zurückgewiesen, weil die\nVoraussetzungen für die Zulassung der Revision nicht vorliegen\nund die Revision auch keine Aussicht auf Erfolg hat\n(§ 522a ZPO).\n\nGründe:\n\n1 Zur Begründung wird auf den Hinweisbeschluss des Senats vom\n21. April 2015 Bezug genommen. Der Schriftsatz vom 1. September 2015 gibt\nzu einer abweichenden Beurteilung keinen Anlass.\n\n2 Der Senat hat sich im Hinweisbeschluss mit den Rügen der Revisionsbegründung zur Fehlerhaftigkeit der Unternehmensplanung befasst. Auch unter\nBerücksichtigung des in erheblichem Umfang neuen Vorbringens des Klägers\nim Schriftsatz vom 1. September 2015 liegt kein Prospektfehler vor. Aus dem\nGesamtbild, das der Prospekt dem Anlageinteressenten bei der von ihm zu fordernden sorgfältigen und eingehenden Lektüre vermittelt (vgl. BGH, Urteil vom\n5. März 2013 - II ZR 252/11, ZIP 2013, 773 Rn. 14 mwN), ist für diesen erkennbar, dass die Planzahlen einschließlich des jeweils ausgewiesenen Gewinns/Verlusts auf Seite 26 des Prospekts die anfallende Körperschaft- und\n\nGewerbesteuer nicht berücksichtigen. Der Anleger wird auch nicht durch die\nAusweisung eines zu hohen - ohne Berücksichtigung der anfallenden Körperschaft- und Gewerbesteuer berechneten - Gewinnvorab zu Gunsten der Beklagten in der Unternehmensplanung über eine zu hohe Gewinnerwartung getäuscht. Ein überhöhter Gewinnvorab beeinflusst den Gewinn der Gesellschaft\nnicht positiv, sondern negativ. Dass die Beklagte tatsächlich einen zu hohen\nGewinnvorab erhielt, lässt sich der Darstellung der Unternehmensplanung auf\nSeite 26 des Prospekts weder entnehmen noch führte dies zur Unrichtigkeit des\nProspekts.\n\nBergmann Strohn Caliebe\n\nReichart Sunder\n\nVorinstanzen:\nLG Hamburg, Entscheidung vom 22.02.2013 - 329 O 205/12 -\nOLG Hamburg, Entscheidung vom 04.04.2014 - 11 U 110/13 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-09-15/ii-zr-168-14","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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