{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-01_NA_2015-05-07_I_ZA_14_14_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Zivilsenat","decided":"2015-05-07","aktenzeichen":"I ZA 14/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nI ZA 14/14\n\nvom\n\n7. Mai 2015\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. Mai 2015 durch die\nRichter Prof. Dr. Koch, Prof. Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff, die Richterin\nDr. Schwonke und den Richter Feddersen\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 22. Januar\n2015 wird auf Kosten des Antragstellers als unzulässig verworfen.\n\nGründe:\n\n1 Die Anhörungsrüge des Antragstellers ist unzulässig.\n\n2 1. Die Anhörungsrüge ist zwar nicht schon deshalb unzulässig, weil sie\nnicht von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt\nworden ist. In Verfahren ohne Rechtsanwaltszwang kann die Anhörungsrüge\nauch von der Partei selbst erhoben werden (vgl. BGH, Beschluss vom\n14. Oktober 2010 - V ZR 208/09, juris Rn. 2; Zöller/Vollkommer, ZPO, 30. Aufl.,\n§ 321a Rn. 13). Die Anhörungsrüge richtet sich gegen die Ablehnung der\nGewährung von Prozesskostenhilfe. In Prozesskostenhilfeverfahren besteht\nkein Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 3 Fall 2, § 117 Abs. 1 Satz 1\nHalbsatz 2 ZPO).\n\n3 2. Die Anhörungsrüge ist allerdings deshalb unzulässig, weil sie nicht in\nder gesetzlichen Form erhoben ist.\n\n4 Nach § 321a Abs. 2 Satz 5 ZPO muss die Rüge die angegriffene Entscheidung bezeichnen und das Vorliegen der in § 321a Abs. 1 Nr. 2 ZPO genannten Voraussetzungen darlegen, mithin vortragen, dass das Gericht den\nAnspruch der Partei auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise\n\nverletzt hat. Eine Anhörungsrüge muss deshalb Ausführungen dazu enthalten,\naus welchen Umständen sich die entscheidungserhebliche Verletzung des\nAnspruchs auf rechtliches Gehör durch das Gericht ergeben soll. Fehlt es an\nsolchem Vortrag, so ist die Anhörungsrüge unzulässig (BGH, Beschluss vom\n19. März 2009 - V ZR 142/08, NJW 2009, 1609; Zöller/Vollkommer aaO § 321a\nRn. 13).\n\n5 Vorliegend hat der Antragsteller in seiner Anhörungsrüge keine Umstände vorgetragen, aus denen sich eine entscheidungserhebliche Gehörverletzung\nergeben soll, sondern nur darauf verwiesen, dass er fristwahrend die Gründe\nder Rüge darlegen werde. Eine solche Begründung ist dann nicht mehr erfolgt.\n\nKoch Schaffert Kirchhoff\n\nSchwonke Feddersen\n\nVorinstanzen:\nLG Nürnberg-Fürth, Entscheidung vom 25.03.2014 - 4 HKO 871/14 -\nOLG Nürnberg, Entscheidung vom 30.07.2014 - 3 W 1171/14 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2015-05-07/i-za-14-14","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 117","ref_norm":"117","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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