{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2013-08-22_5_StR_310_13_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2013-08-22","aktenzeichen":"5 StR 310/13","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 310/13\n\nBUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nvom 22. August 2013\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. August 2013\nbeschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 23. Januar 2013 wird nach § 349\nAbs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und\ndie dadurch der Nebenklägerin entstandenen notwendigen\nAuslagen zu tragen.\n\nErgänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 27. Juni 2013\nbemerkt der Senat:\n\n1. Es beschwert den Angeklagten nicht, dass das Landgericht in den Fällen\nII.3. und 4. der Urteilsgründe jeweils einen strafbefreienden Rücktritt vom\nsexuellen Missbrauch eines Kindes (§ 176 Abs. 1 StGB) angenommen hat.\n\n2. Es bestehen bereits Bedenken gegen die Zulässigkeit der Rüge, die\n§§ 250 Satz 1, 255a StPO seien verletzt. Denn die Revision trägt entgegen\nden Anforderungen des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO nicht vor, weshalb der\nVerteidiger, dessen „Ausschluss … nicht ausdrücklich angeordnet worden\nsei“ (RB S. 6), sein Mitwirkungsrecht (§ 255a Abs. 2 Satz 1 StPO) nicht im\nVernehmungszimmer wahrgenommen hat. Allein der sich aus dem beigefügten Verwertungswiderspruch vom 12. September 2012 ergebende Vortrag,\n„die Anwesenheit des Verteidigers im Vernehmungszimmer“ sei „konkret\nnicht gewährt worden“, ermöglicht dem Senat keine Prüfung allein anhand\ndes Revisionsvorbringens.\n\n3. Zur Zulässigkeit der Rüge, es sei gegen § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO verstoßen worden, und zum Anwendungsbereich dieser Verfahrensvorschrift verweist der Senat auf das Urteil des 2. Strafsenats vom 10. Juli 2013\n(2 StR 47/13). Soweit die Revision vorträgt, eine mit dem Verfahren befasste\nStaatsanwältin habe in einem mit dem „Pflichtverteidiger“ am 10. April 2012\ngeführten Telefonat auf die Prüfung hingewirkt, „ob … nicht doch eine geständige Einlassung abgegeben werden könne“, handelt es sich um ein Geschehen vor der Erhebung der Anklage und wird daher vom Anwendungsbereich des § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO nicht erfasst; dieser betrifft lediglich „Erörterungen nach den §§ 202a, 212“ StPO. Im Übrigen erschließt es sich dem\nSenat nicht, weshalb die Revision in diesem Zusammenhang von der „weitestgehend geständigen Einlassung des Angeklagten“ spricht (RB S. 15),\nobwohl dieser ausweislich der Urteilsgründe „die Vorwürfe bestritten“ hat (UA\nS. 10).\n\nBasdorf Sander Schneider\n\nDölp König","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-08-22/5-str-310-13","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 243","ref_norm":"243","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 255a","ref_norm":"255a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 176","ref_norm":"176","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-08-22/5-str-310-13","retrieved":"2026-10-24 07:56:05.902946+00:00"},"card":{"id":"bgh/2013-08-22/5-str-310-13","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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