{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2013-03-06","aktenzeichen":"5 StR 66/13","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 66/13\n(alt: 5 StR 363/12)\n\nBUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nvom 6. März 2013\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Beihilfe zur Vorenthaltung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 6. März 2013\nbeschlossen:\n\nDie Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 5. Dezember 2012 wird nach § 349\nAbs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\nDie Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDie unterlassene Milderung nach § 28 Abs. 1 i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB ist\nnicht zu beanstanden. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine weitere Milderung neben derjenigen nach § 27 Abs. 2\nStGB dann nicht geboten, wenn die Verurteilung wegen Beihilfe allein deshalb erfolgt, weil das strafbarkeitsbegründende persönliche Merkmal bei dem\nTatbeteiligten nicht vorliegt (vgl. zuletzt BGH, Beschluss vom 22. Januar 2013 – 1 StR 234/12 mit umfangreichen Nachweisen).\n\nNach den Feststellungen war die Angeklagte für den Einsatz der Arbeitskräfte maßgeblich verantwortlich und koordinierte deren Arbeiten vor Ort. Damit\nerlangte sie – neben dem ohnehin bei ihr bestehenden Tatinteresse – auch\nTatherrschaft. Die Tatherrschaft muss sich nicht allein auf die unrichtigen\nAngaben gegenüber der Sozialbehörde beziehen. Sie umfasst auch die gesamte Organisation der Arbeitnehmertätigkeit, die letztlich die Grundlage für\ndas Vorenthalten der Sozialversicherungsbeiträge bildet. Hierbei arbeitete\n\ndie Angeklagte arbeitsteilig und in voller Kenntnis des gemeinschaftlichen\nTatplans mit ihrem Ehemann zusammen.\n\nBasdorf Raum Schneider\n\nDölp Bellay","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-03-06/5-str-66-13","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 27","ref_norm":"27","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-03-06/5-str-66-13","retrieved":"2026-10-24 07:56:04.331714+00:00"},"card":{"id":"bgh/2013-03-06/5-str-66-13","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. Strafsenat","date":"2013-03-06","dockets":["5 StR 66/13"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 06.03.2013 – 5 StR 66/13","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-03-06/5-str-66-13","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StGB/27","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"27","label":"§ 27 StGB","mentions":1},{"id":"StGB/49","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"49","label":"§ 49 StGB","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:04.331714+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}