{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2011-01-17_5_StR_322_10_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2011-01-17","aktenzeichen":"5 StR 322/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 322/10\n\nBUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nvom 17. Januar 2011\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer\nMenge u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. Januar 2011\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 6. Dezember 2010 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nG r ü n d e\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin vom 16. September 2009 mit Beschluss vom 6. Dezember 2010 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Am 20. Dezember 2010 hat der Verurteilte gegen den Beschluss gemäß § 356a StPO\ndie Anhörungsrüge erhoben. Diese ist unbegründet.\n\n2 Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der Senat hat bei\nseiner Revisionsentscheidung alle Ausführungen in der Revisionsbegründung und in der Gegenerklärung des Verurteilten zur Kenntnis genommen.\n\n3 Dass die vom Verurteilten beanstandete Verletzung des Konfrontationsrechts vom Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift ausdrücklich nur\nunter dem Blickwinkel der Verfahrensrüge, nicht indes auch sachlichrechtlich gewürdigt wurde, verhilft der Gehörsrüge nicht zum Erfolg. Die Ausführungen zur Unbegründetheit der Revisionsrüge sind auch in sachlichrechtlicher Hinsicht tragfähig und verhalten sich insbesondere dazu, dass der\nZeuge in der Hauptverhandlung anwesend war und – zumindest teilweise,\nvermittelt durch das Gericht – zur Beantwortung von Fragen des erheblich\neinschlägig vorbestraften Angeklagten bereit gewesen ist, der sich seinerseits im Rahmen der Hauptverhandlung nur punktuell zur Sache eingelassen\nhat.\n\n4 Der Verurteilte hat die in die Sachrüge gekleidete Beanstandung der\nkonventionswidrigen Verfahrensverzögerung erst nach Ablauf der Revisionsbegründungsfrist im Rahmen seiner Gegenerklärung (§ 349 Abs. 3 Satz 2\nStPO) näher ausgeführt. Dies begründet ebenfalls keinen auf Art. 103 Abs. 1\nGG zu stützenden Anspruch auf eine nähere Auseinandersetzung hiermit in\ndem Verwerfungsbeschluss. Der Senat hat auch dieses Vorbringen des Revisionsführers zur Kenntnis genommen, bei seiner Beratung umfassend gewürdigt und für offensichtlich unbegründet gehalten. Er musste sich zu den\nGründen im Einzelnen in dem Beschluss nach § 349 Abs. 2 StPO nicht äußern (vgl. BGH, Beschlüsse vom 2. September 2008 – 5 StR 225/08,\nNStZ 2009, 52, und vom 4. Juni 2002 – 3 StR 146/02, BGHR StPO § 349\nAbs. 2 Verwerfung 7).\n\nBasdorf Schaal Schneider\n\nKönig Bellay","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-01-17/5-str-322-10","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":3},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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