{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-4_NA_2014-01-15_4_StR_532_13_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2014-01-15","aktenzeichen":"4 StR 532/13","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 532/13\n\nvom\n15. Januar 2014\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen besonders schweren Raubes\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 15. Januar 2014 gemäß § 154 Abs. 2, § 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Detmold vom 22. Juli 2013 wird\n\na) das Verfahren eingestellt, soweit der Angeklagte im\nFall II. 1 der Urteilsgründe wegen versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls verurteilt worden ist; insoweit werden\ndie Kosten des Verfahrens und die dem Angeklagten\nentstandenen notwendigen Auslagen der Staatskasse\nauferlegt;\n\nb) das vorbezeichnete Urteil im Schuld- und Strafausspruch\ndahin geändert, dass der Angeklagte wegen besonders\nschweren Raubes zu der Freiheitsstrafe von drei Jahren\nverurteilt ist.\n\n2. Die weiter gehende Revision wird verworfen.\n\n3. Der Beschwerdeführer hat die verbleibenden Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen schweren Raubes (Einzelstrafe drei Jahre) und wegen versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls (Einzel-\n\nstrafe sechs Monate) zu der Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei\nMonaten verurteilt. Hiergegen wendet sich der Angeklagte mit seiner Revision,\nmit der er die Verletzung sachlichen Rechts rügt.\n\n2 1. Der Senat stellt das Verfahren auf Antrag des Generalbundesanwalts\naus prozessökonomischen Gründen ein, soweit der Angeklagte im Fall II. 1 der\nUrteilsgründe wegen versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls verurteilt worden\nist. Insoweit kann nach den bisher getroffenen Feststellungen nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte im entschuldigenden Notstand gemäß § 35 StGB gehandelt haben könnte.\n\n3 2. Im verbleibenden Umfang hat die Nachprüfung des Urteils aufgrund\nder Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten\nergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\n4 Die Teileinstellung des Verfahrens zieht die aus der Beschlussformel ersichtliche Änderung des Schuld- und Strafausspruchs nach sich. Hierbei hat der\nSenat klargestellt, dass sich der Angeklagte im Fall II. 2 der Urteilsgründe des\nbesonders schweren Raubes (§ 249 Abs. 1, § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB) schuldig\ngemacht hat. Dies ist nach § 260 Abs. 4 Satz 1 StPO als rechtliche Bezeichnung der Tat in der Urteilsformel anzugeben (BGH, Beschluss vom 2. März\n2010 – 3 StR 496/09, bei Cierniak/Zimmermann, NStZ-RR 2013, 97, 101). Der\nSenat schließt aus, dass die allein verbleibende Strafe wegen dieser Tat von\nder weggefallenen Verurteilung wegen versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls zum Nachteil des Angeklagten beeinflusst worden ist.\n\n5 3. Über das isoliert getroffene Anerkenntnisurteil (§ 406 Abs. 2 StPO) hat\nder Senat nicht zu befinden, weil der Angeklagte diese Entscheidung nicht angefochten hat.\n\nSost-Scheible Cierniak Franke\n\nBender Quentin","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-01-15/4-str-532-13","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 35","ref_norm":"35","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 260","ref_norm":"260","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 406","ref_norm":"406","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-01-15/4-str-532-13","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:55:06.741011+00:00"},"card":{"id":"bgh/2014-01-15/4-str-532-13","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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