{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-4_NA_2013-04-10_4_StR_296_12_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2013-04-10","aktenzeichen":"4 StR 296/12","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 296/12\n\nvom\n10. April 2013\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. April 2013 gemäß § 356a\nStPO beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Angeklagten vom 14. März 2013 gegen\nden Senatsbeschluss vom 28. Februar 2013 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat mit Beschluss vom 28. Februar 2013 die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern vom 14. November\n2011 als unbegründet verworfen. Die hiergegen erhobene Anhörungsrüge des\nAngeklagten hat keinen Erfolg.\n\n2 Der Senat hat bei seiner Revisionsentscheidung weder Verfahrensstoff\nnoch Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Angeklagte\nzuvor nicht gehört worden ist. Auch wurde weder zu berücksichtigendes Vorbringen übergangen noch in sonstiger Weise der Anspruch des Angeklagten\nauf rechtliches Gehör verletzt. Der Senat hat bei seiner Entscheidung vielmehr\ndas Revisionsvorbringen des Angeklagten in vollem Umfang bedacht und gewürdigt, es aber nicht für durchgreifend erachtet. Dem Senat lagen bei seiner\nPrüfung insbesondere auch die materiell-rechtlichen Einzelbeanstandungen im\n\nSchriftsatz vom 6. August 2012 vor. Ohnehin war der Senat jedoch bei seiner\nEntscheidung über die Revision des Angeklagten schon aufgrund der zuvor\nallgemein erhobenen Sachrüge gehalten, eine umfassende sachlich-rechtliche\nPrüfung des Urteils vorzunehmen.\n\n3 Aus dem Umstand, dass der Senat die Verwerfung der Revision nicht\nausführlich begründet hat, kann nicht auf einen Verstoß gegen den Grundsatz\nder Gewährung rechtlichen Gehörs geschlossen werden. § 349 Abs. 2 StPO\nsieht keine Begründung des die Revision verwerfenden Beschlusses vor.\nBei diesem Verfahrensgang ergeben sich die für die Zurückweisung des\nRechtsmittels maßgeblichen Gründe mit ausreichender Klarheit aus den Entscheidungsgründen des angefochtenen Urteils und dem Inhalt der Antragsschrift des Generalbundesanwalts (vgl. BGH, Beschluss vom 30. Januar 2013\n– 4 StR 465/12; zur verfassungsrechtlichen Unbedenklichkeit s. KK-Kuckein,\nStPO, 6. Aufl., § 349 Rn. 16 mwN). Eine weitere Begründungspflicht für letztinstanzliche, mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr anfechtbare Entscheidungen besteht nicht (vgl. BVerfG NJW 2006, 136; StraFo 2007, 463).\n\n4 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 6. November 2006\n– 1 StR 50/06).\n\nMutzbauer Roggenbuck Cierniak\n\nBender Reiter","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-04-10/4-str-296-12","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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