{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-4_NA_2013-02-26_4_StR_518_12_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2013-02-26","aktenzeichen":"4 StR 518/12","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 518/12\n\nvom\n\n26. Februar 2013\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Betruges\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts\nund nach Anhörung des Beschwerdeführers am 26. Februar 2013 einstimmig beschlossen:\n\n1. Dem Angeklagten wird auf seinen Antrag nach Versäumung der\nFrist zur Begründung der Revision gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 18. Juni 2012 Wiedereinsetzung in den vorigen\nStand gewährt.\n\n2. Die Kosten der Wiedereinsetzung hat der Angeklagte zu tragen.\n\n3. Die Revision des Angeklagten gegen das vorbezeichnete Urteil wird\nmit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Urteilstenor\ndahingehend berichtigt wird, dass der Angeklagte wegen Betruges\nin sieben Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und\n\nzehn Monaten verurteilt ist. Im Übrigen hat die Nachprüfung des\nUrteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler\nzum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\n4. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend zu den Ausführungen des Generalbundesanwalts in seiner Zuschrift vom 10. Januar 2013 bemerkt der Senat:\n\nDie Rüge, das Landgericht habe bei der Zurückweisung des Antrags auf \"erneute\" Einvernahme des Zeugen B. Verfahrensvorschriften verletzt (S. 29 ff. der\nRevisionsbegründungsschrift), ist nicht zulässig erhoben (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO),\nweil nicht mitgeteilt wird, zu welchem Beweisthema der Zeuge zuvor vernommen\nworden ist. Dies wäre jedoch erforderlich gewesen, weil nur dann beurteilt werden\nkann, ob es sich bei der beantragten Einvernahme um die Wiederholung der bereits\ndurchgeführten Beweiserhebung oder um die Vernehmung zu einer neuen Beweisbehauptung gehandelt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 15. April 2003 – 1 StR 64/03,\nBGHSt 48, 268, 274; Löwe-Rosenberg/Becker, StPO, 26. Aufl., § 244 Rn. 176 mwN).\n\nDie Rüge, das Landgericht habe den Antrag auf Verlesung einer noch bei\neiner Bank zu beschlagnahmenden Kontoverdichtung und herbeizuschaffender\nBuchführungsunterlagen des als Zeugen vernommenen Rechtsanwalts Bo.\n(S. 39 ff. der Revisionsbegründungsschrift) zu Unrecht abgelehnt, ist schon deshalb\nnicht zulässig erhoben, weil nicht mitgeteilt wird, ob und inwieweit die benannten Beweismittel Vorgänge betreffen, zu denen der Zeuge Bo. als Rechtsanwalt das\n\nZeugnis verweigern durfte. Es kann daher nicht geprüft werden, ob den beantragten\nBeweiserhebungen § 160a Abs. 1 StPO oder § 97 Abs. 1 Nr. 2 StPO entgegenstehen.\n\nMutzbauer Cierniak Franke\n\nBender Quentin","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2013-02-26/4-str-518-12","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 160a","ref_norm":"160a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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