{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2014-07-24","aktenzeichen":"3 StR 264/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 264/14\nvom\n24. Juli 2014\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Untreue\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 24. Juli 2014 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nKrefeld vom 18. Dezember 2013 wird als unbegründet verworfen,\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\nhat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nJedoch wird die Urteilsformel dahin geändert, dass der Angeklagte wegen Untreue zu der Freiheitsstrafe von zwei Jahren und\nsechs Monaten verurteilt ist; der Freispruch im Übrigen entfällt.\n\nMit dem Wegfall des Freispruchs im Übrigen entfällt insoweit die\nteilweise Auferlegung der Kosten des Verfahrens auf die Staatskasse.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nDer Senat bemerkt zu der Änderung der Urteilsformel:\n\nDie Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten wegen Untreue in zwei\ntateinheitlich zusammentreffenden Fällen angeklagt, weil er durch die verfahrensgegenständliche Überweisung nicht nur die Vermögensinteressen der\nNe. sondern auch die der N. GmbH verletzt habe. Das Landge-\n\nricht hat dies mit der Begründung abgelehnt, das geschädigte Vermögen könne\nnur einem Inhaber, der Ne. , zugeordnet werden.\n\nNimmt - wie hier - die Anklageschrift und ihr folgend der Eröffnungsbeschluss in vertretbarer Weise Tateinheit an, wird aber nicht wegen aller tateinheitlich angeklagter Delikte verurteilt, so kommt ein Teilfreispruch nicht in Betracht. Denn wegen ein und derselben Tat kann das Urteil nur einheitlich auf\nVerurteilung oder Freispruch lauten (Meyer-Goßner, StPO, 57. Aufl., § 260\nRn. 12 mwN).\n\nDas Verbot der \"reformatio in peius\" (§ 358 Abs. 2 StPO) steht der Änderung der Urteilsformel nebst Kostenentscheidung zu Ungunsten des Angeklagten nicht entgegen (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2002 - 3 StR 176/02, BGHR\nStPO § 260 Abs. 1 Teilfreispruch 14).\n\nBecker Pfister Schäfer\n\nGericke Spaniol","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-07-24/3-str-264-14","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 358","ref_norm":"358","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-07-24/3-str-264-14","retrieved":"2026-10-24 07:54:04.932917+00:00"},"card":{"id":"bgh/2014-07-24/3-str-264-14","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. Strafsenat","date":"2014-07-24","dockets":["3 StR 264/14"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 24.07.2014 – 3 StR 264/14","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2014-07-24/3-str-264-14","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1},{"id":"StPO/358","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"358","label":"§ 358 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:54:04.932917+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}