{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2011-08-02","aktenzeichen":"3 StR 216/11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 216/11\n\nvom\n2. August 2011\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts\nund nach Anhörung des Beschwerdeführers am 2. August 2011 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nMönchengladbach vom 5. April 2011 wird als unbegründet verworfen,\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung\nkeinen durchgreifenden Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten\nergeben hat (§ 349 Abs. 2, § 354 Abs. 1a StPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDie von der Revision erhobene Verfahrensrüge, die Kammer habe nach § 154\nAbs. 2 StPO eingestellte Taten ohne einen erforderlichen rechtlichen Hinweis im\nRahmen der Strafzumessung zum Nachteil des Angeklagten berücksichtigt, ist unbe-\n\n2\n\ngründet; denn die Kammer hat ausdrücklich dargelegt, sie habe keine konkreten\nFeststellungen zu den eingestellten Taten treffen können. Allerdings liegt ein sachlich-rechtlicher Fehler darin, dass sie einen sonstigen früheren Betäubungsmittelhandel ohne zureichende Tatsachengrundlage zu Lasten des Angeklagten strafschärfend herangezogen hat. Die Feststellung, er habe \"zu einem nicht näher feststellbaren Zeitpunkt in nicht näher feststellbarem Umfang\" begonnen, mit Amphetamin und\nCannabis Handel zu treiben, genügt nicht, um die Taten in ihrem wesentlichen Unrechtsgehalt abzuschätzen und eine unzulässige Berücksichtigung des bloßen Verdachts weiterer Straftaten auszuschließen (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Juli 2009\n- 3 StR 251/09, NStZ-RR 2009, 306 mwN). Indes ist die verhängte Strafe trotz dieses\nRechtsfehlers angemessen, insbesondere weil der Angeklagte die Tat in einer nach\nSchuldfeststellung gemäß §§ 27 f. JGG bestimmten Bewährungszeit beging.\n\nBecker Pfister von Lienen\n\nSchäfer Menges","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-08-02/3-str-216-11","cited_norms":[{"jurabk":"JGG","ref":"§ 27","ref_norm":"27","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-08-02/3-str-216-11","retrieved":"2026-10-24 07:53:50.306125+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-08-02/3-str-216-11","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. Strafsenat","date":"2011-08-02","dockets":["3 StR 216/11"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 02.08.2011 – 3 StR 216/11","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-08-02/3-str-216-11","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"JGG/27","law":"JGG","abbreviation":"JGG","ref":"27","label":"§ 27 JGG","mentions":1},{"id":"StPO/154","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"154","label":"§ 154 StPO","mentions":1},{"id":"StPO/354","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"354","label":"§ 354 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:53:50.306125+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}