{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2011-12-22_2_StR_483_11_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2011-12-22","aktenzeichen":"2 StR 483/11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 483/11\nvom\n22. Dezember 2011\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen besonders schwerer Vergewaltigung u. a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 22. Dezember 2011\ngemäß § 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nKöln vom 15. Juni 2011 wird als unbegründet verworfen, da die\nNachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die\nder Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDie Verfahrensrüge, das erkennende Gericht sei mit den Schöffen\nM. und S. -B. nicht ordnungsgemäß besetzt gewesen,\nist schon nicht zulässig erhoben (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Die Revision beanstandet, dass der Schöffenwahlausschuss für die Wahlperiode 2009 bis 2013\nbei der Bestimmung der Hauptschöffen für das Landgericht Köln keine Wahl im\nSinne von § 42 GVG durchgeführt, sondern lediglich die in der Vorschlagsliste\naufgeführten Schöffen anhand ihrer Platzziffern im Wege eines Abzählverfahrens bzw. in rastermäßigen Schritten (10er, 20er, oder 30er bzw. 1er, 2er und\n3er Ketten) übernommen habe. Hierzu teilt sie zwar die Ergebnisse für die Bezirke 1 bis 9 mit, welche die insgesamt 154 für das Landgericht Köln gewählten\n\nHauptschöffen anhand ihrer aus der Vorschlagsliste stammenden Platzziffern\nausweisen. Es hätte darüber hinaus aber auch der Mitteilung bedurft, aus welchem Bezirk die beiden mitwirkenden Schöffen stammten oder zumindest der\nMitteilung ihrer Platzziffer. Denn jedenfalls die Platzziffern der im Bezirk 7 gewählten Schöffen weisen die von der Revision behauptete Regelmäßigkeit nicht\nauf. Der Senat kann folglich nicht erkennen, ob die mitwirkenden Schöffen von\ndem behaupteten Mangel betroffen sein konnten (vgl. Senat, Beschluss vom\n16. Juli 2008 - 2 StR 83/08, BGHR GVG § 36 Abs. 1 Vorschlagliste 2; BGH,\nUrteil vom 13. August 1991 - 5 StR 263/91, NStZ 1991, 546). Die Revision versäumt zudem mitzuteilen, ob - was nahe liegt und für eine Wahl ausreichend\nsein kann (vgl. Senat, Urteil vom 19. Juni 1985 - 2 StR 197/85, 2 StR 98/85,\nBGHSt 33, 261, 264 mit Anm. Kissel NStZ 1985, 490) - der Wahlausschuss\neinen Willen dahingehend gebildet hat, dass die im Wege einer (möglicherweise) auf einem Abzählmuster basierenden Vorauswahl ermittelten Personen\nals Schöffen gewählt sein sollten.\n\nDie Rüge wäre aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts auch unbegründet (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 1985 - 5 StR\n360/85, NStZ 1986, 83, 84).\n\nFischer Appl Schmitt\n\nEschelbach Ott","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-12-22/2-str-483-11","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 42","ref_norm":"42","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-12-22/2-str-483-11","retrieved":"2026-10-24 07:52:48.585547+00:00"},"card":{"id":"bgh/2011-12-22/2-str-483-11","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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