{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2011-11-07_1_StR_452_11_NA_NA_0","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2011-11-07","aktenzeichen":"1 StR 452/11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 452/11\n\nvom\n7. November 2011\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Anstiftung zum Raub\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. November 2011 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 24. Oktober 2011 gegen den Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2011 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat durch Beschluss vom 11. Oktober 2011 die Revision des\nAngeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Waldshut-Tiengen vom 16. Mai\n2011 mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die in dieser Sache in\nBelgien erlittene Auslieferungshaft im Verhältnis 1:1 angerechnet wird (§ 349\nAbs. 2 und 4 StPO).\n\n2 Mit Schreiben vom 24. Oktober 2011 hat der Verurteilte hiergegen die\nAnhörungsrüge erhoben.\n\n3 Der Rechtsbehelf ist (jedenfalls) unbegründet. Es liegt keine Verletzung\nrechtlichen Gehörs (§ 356a StPO) vor. Der Senat hat bei seiner Entscheidung\nzum Nachteil des Verurteilten weder Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen dieser nicht gehört worden wäre, noch hat er bei der Entscheidung zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen.\n\n4 Die Behauptung, der Senat habe seine Entscheidung \"ohne Überprüfung\" getroffen, ist unzutreffend und offensichtlich haltlos, wie schon die Verwerfung \"mit einer Maßgabe\" (§ 349 Abs. 2 und 4 StPO) zeigt.\n\n5 Dass der Beschluss des Senats, der auf Grundlage der Stellungnahme\nund des Antrags des Generalbundesanwalts ergangen ist, keine Begründung\nenthält, liegt in der Natur des Verfahrens nach § 349 Abs. 2 StPO. Art. 103\nAbs. 1 GG zwingt die Gerichte nicht dazu, jedes Vorbringen eines Beteiligten\nausdrücklich zu bescheiden (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20. Juni 2007 - 2 BvR\n746/07).\n\n6 Soweit der Verurteilte eine Befangenheit des Senats in den Raum stellt,\nohne eine solche Besorgnis auch nur annähernd zu substantiieren, sind dafür\nkeinerlei Anhaltspunkte ersichtlich. Ohnehin kann im Verfahren nach § 356a\nStPO schon grundsätzlich nicht mehr die Befangenheit von an der rechtskräftigen Entscheidung des Senats beteiligten Senatsmitgliedern geltend gemacht\nwerden, wenn - wie hier - die gerügte Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG nicht\nvorliegt (vgl. u.a. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2007 - 3 StR 425/06 = NStZ\n2008, 53; BGH, Beschluss vom 4. August 2009 - 1 StR 287/09 = NStZ-RR\n2009, 353; BGH, Beschluss vom 9. Dezember 2009 - 5 StR 356/09).\n\nNack Rothfuß Hebenstreit\n\nGraf Jäger","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2011-11-07/1-str-452-11","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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