{"status":"available","doknr":"BB-17771","ecli":null,"court":"Verfassungsgericht des Landes Brandenburg","senate":null,"decided":"2011-09-16","aktenzeichen":"30/11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird verworfen.\n\n \n \n \n\n \n\n \n \n \n \n \n\n \n\n Gründe\n \n\n \n\n \n\n \n\n \n \n \n \n\nA.\n\nGegen den Beschwerdeführer werden auf Antrag der\nLandesjustizkasse beim Brandenburgischen Oberlandesgericht bei dem\nAmtsgericht Zossen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durchgeführt. In\neinem Termin am 21. Juni 2011 legte er Widerspruch gegen seine\nVerpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ein, den\ndas Amtsgericht Zossen mit Beschluss vom 22. Juni 2011 verwarf. Der\nBeschluss enthält eine Rechtsmittelbelehrung, die auf die\nMöglichkeit der befristeten Beschwerde nach § 793\nZivilprozessordnung (ZPO) i. V. m. § 11 Rechtspflegergesetz (RPflG)\nhinweist.\n\nMit seiner am 21. Juli 2011 eingegangenen Verfassungsbeschwerde\nrügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Rechts auf den\ngesetzlichen Richter. Der Beschluss des Amtsgerichts Zossen vom 22.\nJuni 2011 sei fehlerhaft und nichtig, weil es an einem\nordnungsgemäß erlassenen Gesetz zur Abänderung der\n„Verordnung über die Errichtung des Amtsgerichts Falkensee\nund die anderweitige Zuteilung von Gemeinden zu Amtsgerichten vom\n30. September 1946“ (VOBl. für Groß Berlin S. 418 Nr. 45 vom\n23.November 1946) fehle.\n\nB.\n\nDie Verfassungsbeschwerde hat keinen Erfolg.\n\nSie ist als unzulässig zu verwerfen, weil der Beschwerdeführer\nentgegen § 45 Abs. 2 Verfassungsgerichtsgesetz Brandenburg\n(VerfGGBbg) den Rechtsweg nicht erschöpft hat. Der Beschwerdeführer\nhat vor Erhebung der Verfassungsbeschwerde alle ihm zur Verfügung\nstehenden prozessualen Möglichkeiten zu ergreifen, um eine\nKorrektur der geltend gemachten Verfassungsverletzung ohne\nInanspruchnahme des Verfassungsgerichtes zu erreichen (ständige\nRechtsprechung, vgl. Beschluss vom 21. Januar 2011 – VfGBbg\n63/10 - www.verfassungsgericht.brandenburg.de). Der\nBeschwerdeführer hat auch auf entsprechenden Hinweis nicht\ndargelegt, den Beschluss des Amtsgerichts Zossen vom 22. Juni 2011\nmit der sofortigen Beschwerde nach § 793 ZPO i. V. m. § 11 RpflG\nangegriffen zu haben.\n\nDer Antrag, den für das Geltungsgebiet der oben genannten\nVerordnung örtlich zuständigen „Senat“ zu bestimmen und\ndas Verfahren dorthin zu verweisen, hat ebenfalls keinen Erfolg.\nDas Amtsgericht Zossen ist Teil der Gerichtsbarkeit des Landes\nBrandenburg, so dass bei behaupteten Grundrechtsverstößen die\nZuständigkeit des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg\ngegeben ist.\n\nC.\n\nDer Beschluss ist einstimmig ergangen. Er ist unanfechtbar.","source":"bb","source_url":"https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/17771","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgericht-brandenburg/2011-09-16/30-11","cited_norms":[{"jurabk":"RPflG 1969","ref":"§ 11","ref_norm":"11","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 793","ref_norm":"793","n":1}],"authoritative_source":"https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/17771","attribution":{"source":"gerichtsentscheidungen.brandenburg.de","source_url":"https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/17771"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgericht-brandenburg/2011-09-16/30-11","upstream":"https://gerichtsentscheidungen.brandenburg.de/gerichtsentscheidung/17771","retrieved":"2026-07-30 00:17:26.355525+00:00"}}