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# Oberlandesgericht Düsseldorf, Beschluss vom 02.10.2024 – IV-2 ORbs 97/24

ECLI:DE:OLGD:2024:1002.IV2ORBS97.24.00

## Tenor

Die Rechtsbeschwerde des Betroffenen gegen das Urteil des

Amtsgerichts Duisburg vom 17. Februar 2023 wird zugelassen.

Das angefochtene Urteil wird mit den Feststellungen aufgeho-

ben.

Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch

über die Kosten der Rechtsbeschwerde, an dieselbe Abteilung

des Amtsgerichts Duisburg zurückverwiesen.

**Rn. 1**

OBERLANDESGERICHT DÜSSELDORF

## BESCHLUSS

**Rn. 3**

IV-2 ORBs 97/24

**Rn. 4**

371 Js 1601/22 OWi

**Rn. 5**

StA Duisburg

**Rn. 6**

In der Bußgeldsache

**Rn. 7**

g e g e n

**Rn. 8**

pp.

**Rn. 9**

w e g e n

**Rn. 10**

Verkehrsordnungswidrigkeit

**Rn. 11**

hat der 2. Senat für Bußgeldsachen durch die Richterin am Oberlandesgericht

**Rn. 12**

Dr. R. als Einzelrichterin gemäß § 80a Abs. 1 OWiG am

**Rn. 13**

2. Oktober 2024

**Rn. 14**

auf den Antrag des Betroffenen, die Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des

**Rn. 15**

Amtsgerichts Duisburg vom 17. Februar 2023 (409 OWi 158/22) zuzulassen, nach

**Rn. 16**

Anhörung der Generalstaatsanwaltschaft

**Rn. 18**

-

**Rn. 19**

2 -

**Rn. 20**

b e sc h l os s e n:

**Rn. 21**

Die Rechtsbeschwerde des Betroffenen gegen das Urteil des

**Rn. 22**

Amtsgerichts Duisburg vom 17. Februar 2023 wird zugelassen.

**Rn. 23**

Das angefochtene Urteil wird mit den Feststellungen aufgeho-

**Rn. 24**

ben.

**Rn. 25**

Die Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch

**Rn. 26**

über die Kosten der Rechtsbeschwerde, an dieselbe Abteilung

**Rn. 27**

des Amtsgerichts Duisburg zurückverwiesen.

**Rn. 28**

Gr ü nd e :

**Rn. 29**

I.

**Rn. 30**

Mit Bußgeldbescheid vom 2. August 2022 wurde gegen den Betroffenen wegen

**Rn. 31**

Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit am 17. Mai 2022 eine

**Rn. 32**

Geldbuße von 165 Euro festgesetzt. Auf den zulässigen Einspruch des Betroffe-

**Rn. 33**

nen beraumte das Amtsgericht Termin zur Hauptverhandlung für den 17. Februar

**Rn. 34**

2023 an, zu dem weder der Betroffene noch sein Verteidiger erschienen. Das

**Rn. 35**

Amtsgericht entband den Betroffenen im Termin der Hauptverhandlung antrags-

**Rn. 36**

gemäß von der Verpflichtung zum persönlichen Erscheinen und verhandelte in

**Rn. 37**

Abwesenheit (§ 74 Abs. 1 OWiG). Mit dem angefochtenen Urteil hat es den Betrof-

**Rn. 38**

fenen wegen fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit

**Rn. 39**

zu einer Geldbuße von 150 Euro verurteilt. Dagegen richtet sich der Antrag des

**Rn. 40**

Betroffenen auf Zulassung der Rechtsbeschwerde, mit dem er die Verletzung for-

**Rn. 41**

mellen und materiellen Rechts rügt.

**Rn. 42**

-

**Rn. 43**

3 -

**Rn. 44**

II.

**Rn. 45**

Der frist- und formgerecht angebrachte und begründete Zulassungsantrag ist zu-

**Rn. 46**

lässig und auch begründet.

**Rn. 47**

Bei Verhängung einer Geldbuße von nicht mehr als 250 Euro ohne Nebenfolge ist

**Rn. 48**

die Rechtsbeschwerde nur zuzulassen, wenn es geboten ist, die Nachprüfung des

**Rn. 49**

Urteils zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Recht-

**Rn. 50**

sprechung zu ermöglichen oder das Urteil wegen Versagung des rechtlichen

**Rn. 51**

Gehörs aufzuheben (§ 80 Abs. 1 OWiG). Hier führt letztgenannte Rüge der Versa-

**Rn. 52**

gung des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) zur Zulassung der Rechtsbe-

**Rn. 53**

schwerde.

**Rn. 54**

1.

**Rn. 55**

Die Verfahrensrüge ist zulässig erhoben worden, denn sie genügt den sich

**Rn. 56**

aus § 80 Abs. 3 Satz 3, § 79 Abs. 3 Satz 1 OWiG, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO erge-

**Rn. 57**

benden formellen Darstellungsanforderungen.

**Rn. 58**

2.

**Rn. 59**

Die Verfahrensrüge ist auch begründet, da das Amtsgericht das rechtliche

**Rn. 60**

Gehör des Betroffenen verletzt hat.

**Rn. 61**

Das Gebot des rechtlichen Gehörs soll als Prozessgrundrecht sicherstellen, dass

**Rn. 62**

die erlassene Entscheidung frei von Verfahrensfehlern ergeht, welche ihren Grund

**Rn. 63**

in der unterlassenen Kenntnisnahme und Nichtberücksichtigung des Sachvortrags

**Rn. 64**

der Parteien haben (BVerfG, Beschluss vom 24. Februar 1992 – 2 BvR 700/91

**Rn. 65**

m. w. N.). Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verpflichtet das Gericht, die Aus-

**Rn. 66**

führungen des Betroffenen zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen;

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die wesentlichen, der Rechtsverfolgung und Rechtsverteidigung dienenden Tatsa-

**Rn. 68**

chenbehauptungen müssen in den Entscheidungsgründen verarbeitet werden (vgl.

**Rn. 69**

OLG Schleswig, Beschluss vom 23. Juni 2021 – I OLG 95/21; OLG Frankfurt, Be-

**Rn. 70**

schluss vom 25.Mai 2020 – 1 Ss-OWi 464/20).

**Rn. 71**

Nach diesen Grundsätzen rechtfertigt das Beschwerdevorbringen die Annahme

**Rn. 72**

der Verletzung des rechtlichen Gehörs des Betroffenen, da nicht erkennbar ist,

**Rn. 73**

dass das Amtsgericht die vor der Hauptverhandlung abgegebenen Erklärungen

**Rn. 74**

und Anträge des Betroffenen zur Kenntnis genommen und diese erwogen hat.

**Rn. 75**

-

**Rn. 76**

4 -

**Rn. 77**

Der Betroffene war von der Verpflichtung zum persönlichen Erscheinen entbunden

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worden und im Termin zur Hauptverhandlung weder selbst anwesend, noch war

**Rn. 79**

sein Verteidiger erschienen. Der Betroffene hatte aber im Vorfeld der Hauptver-

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handlung über seinen Verteidiger in einem Schriftsatz vom 16. Februar 2023 ver-

**Rn. 81**

schiedene Anträge gestellt und zum Verfahren vorgetragen, insbesondere Ein-

**Rn. 82**

wendungen hinsichtlich der Geschwindigkeitsmessung vorgebracht.

**Rn. 83**

§

**Rn. 84**

74 Abs. 1 Satz 1 OWiG bestimmt, dass die Hauptverhandlung dann in Abwe-

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senheit des Betroffenen durchgeführt wird, wenn er – wie hier – nicht erschienen

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ist und von der Verpflichtung zum persönlichen Erscheinen entbunden war. Ge-

**Rn. 87**

mäß § 74 Abs. 1 Satz 2 OWiG sind frühere Vernehmungen des Betroffenen und

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seine schriftlichen oder protokollierten Erklärungen durch Mitteilung ihres wesent-

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lichen Inhalts oder Verlesung in die Haupthandlung einzuführen. § 74 Abs. 1

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Satz 2 OWiG soll sicherstellen, dass zum Ausgleich für die weitgehende Durch-

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brechung der auch im Bußgeldverfahren zu beachtenden Mündlichkeits- und Un-

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mittelbarkeitsgrundsätze alle wesentlichen Erklärungen, die der Betroffene in ir-

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gendeinem Stadium des Verfahrens zu der gegen ihn erhobenen Beschuldigung

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abgegeben hat, im Falle des ihm gestatteten Fernbleibens von der Hauptverhand-

**Rn. 95**

lung bei der Entscheidung berücksichtigt werden; es handelt sich hierbei um zwin-

**Rn. 96**

gendes Recht (vgl. Senge in: Karlsruher Kommentar zum OWiG, 4. Auflage, § 74

**Rn. 97**

Rn 11 m. w. N.). Hierzu sind auch Sacheinlassungen des Verteidigers zu zählen,

**Rn. 98**

jedenfalls dann, wenn dieser, wie vorliegend, gemäß § 73 Abs. 3 OWiG bevoll-

**Rn. 99**

mächtigt war (vgl. Senge, a. O., Rn 10 m. w. N.). Die Verlesung bzw. Bekanntga-

**Rn. 100**

be gehört dabei zu den wesentlichen Förmlichkeiten, deren Beobachtung nur

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durch das Protokoll bewiesen werden kann (vgl. BayObLG, Beschluss vom 3. Ja-

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nuar 1996 – 2 ObOWi 911/95).

**Rn. 103**

Vorliegend lässt weder das Urteil, welches in fehlerhafter Weise keine Gründe

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enthält, obwohl die Voraussetzungen des § 77b OWiG nicht gegeben waren, noch

**Rn. 105**

das Hauptverhandlungsprotokoll eine hinreichende Auseinandersetzung mit den

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schriftsätzlichen Ausführungen des Betroffenen erkennen.

**Rn. 107**

Ausweislich des Protokolls der Hauptverhandlung vom 17. Februar 2023 ist nur

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Seite 1 des Schriftsatzes vom 16. Februar 2023, nicht aber der vollständige

**Rn. 109**

-

**Rn. 110**

5 -

**Rn. 111**

Schriftsatz zum Gegenstand der Hauptverhandlung gemacht worden. Weiter wird

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in dem Hauptverhandlungsprotokoll auf den Schriftsatz vom 16. Februar 2023 le-

**Rn. 113**

diglich bezüglich des Antrags auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen

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Erscheinen sowie dem Antrag auf Terminverlegung eingegangen.

**Rn. 115**

Dem Hauptverhandlungsprotokoll kann indes nicht entnommen werden, dass das

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Amtsgericht sich mit dem Antrag auf Einsicht in die im Schriftsatz vom 16. Februar

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2023 auf Seite 2 näher bezeichneten Unterlagen, dem Antrag auf Aussetzung der

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Hauptverhandlung sowie dem diesbezüglich gerügten Verstoß gegen das Recht

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auf ein faires Verfahren (Seiten 2 bis 5 des Schriftsatzes) auseinandergesetzt

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bzw. darüber entschieden hat, sowie, dass der Betroffene über seinen Verteidiger

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die Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren wegen Nichtspeicherung von

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Messdaten gerügt und der Einführung des Messfotos und des Geschwindigkeits-

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ergebnisses sowie der Verwertung dieser Beweismittel widersprochen (Seiten 5

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bis 6 des Schriftsatzes) hat, und dass er zur Unverwertbarkeit der Messung in Be-

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zug auf die Nichteinhaltung des Messbereichs (Seite 6 des Schriftsatzes) und zu

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einer fehlerhaften und nicht bzw. schlecht sichtbaren Beschilderung vorgetragen

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hat.

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Es ist deshalb zu besorgen, dass das Amtsgericht die Ausführung des Betroffenen

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nicht ausreichend zur Kenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung nicht in

**Rn. 130**

Erwägung gezogen hat. Wegen der Verletzung rechtlichen Gehörs war die

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Rechtsbeschwerde deshalb zuzulassen.

**Rn. 132**

3.

**Rn. 133**

Die Rechtsbeschwerde erweist sich aus diesem Grunde auch als begrün-

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det.

**Rn. 135**

Das angefochtene Urteil war daher aufzuheben und die Sache zur erneuten Ver-

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handlung und Entscheidung an dieselbe Abteilung des Amtsgerichts Duisburg zu-

**Rn. 137**

rückzuverweisen.

**Rn. 138**

4.

**Rn. 139**

Ergänzend ergeht folgender Hinweis:

**Rn. 140**

Vorliegend wird bei erneuter Entscheidung das Vorliegen einer rechtsstaatswidri-

**Rn. 141**

gen Verfahrensverzögerung zu prüfen sein, da das Urteil vom 17. Februar 2023

**Rn. 142**

-

**Rn. 143**

6 -

**Rn. 144**

dem Betroffenen (über seinen Bevollmächtigten) erst knapp 16 Monate später –

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am 10. Juni 2024 – wirksam zugestellt worden ist.

**Rn. 146**

Die im Strafverfahren entwickelten Grundsätze für erhebliche rechtsstaatswidrige

**Rn. 147**

Verfahrensverzögerungen (sog. Vollstreckungslösung) finden auch im

**Rn. 148**

Bußgeldverfahren Anwendung (vgl. BVerfG, Beschluss vom 2. Juli 2003 –

**Rn. 150**

BvR 273/03; Senat, Beschluss vom 6. Dezember 2019 – 2 RBs 171/19; OLG

**Rn. 151**

Bamberg, Beschluss vom 4. Dezember 2008 – 3 Ss OWi 1386/08; OLG Hamm,

**Rn. 152**

Beschluss vom 11. Februar 2021 – 4 RBs 13/21, OLG Hamburg, Beschluss vom

**Rn. 153**

2. April 2019 – 2 RBs 27/17). Ob eine rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung

**Rn. 154**

vorliegt, somit das Verfahren ohne zwingenden Grund für eine nicht unerhebliche

**Rn. 155**

Dauer zum Stillstand gekommen ist, hängt von den Umständen des konkreten

**Rn. 156**

Einzelfalls ab. Faktoren, die regelmäßig von Bedeutung sind, sind dabei

**Rn. 157**

insbesondere der durch eine Verzögerung seitens der Justizorgane verursachte

**Rn. 158**

Zeitraum der Verfahrensverlängerung, die Gesamtdauer des Verfahrens, die

**Rn. 159**

Schwere des Tatvorwurfs, der Umfang und die Schwierigkeit des Verfahrens

**Rn. 160**

seinem Gegenstand nach sowie das Ausmaß der mit der Dauer des schwebenden

**Rn. 161**

Verfahrens für den Betroffenen verbundenen besonderen Belastungen (vgl.

**Rn. 162**

BVerfG, a. a. O.). Da zur Beurteilung von Verfahrensverzögerungen im

**Rn. 163**

Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der im Vergleich zur staatlichen Strafe

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geringeren Eingriffsintensität aber ein milderer Maßstab anzulegen ist, legt der

**Rn. 165**

Verhältnismäßigkeitsgrundsatz hier Auswirkungen auf den Rechtsfolgenausspruch

**Rn. 166**

erst dann nahe, wenn die schuldhafte Verfahrensverzögerung ein Vielfaches der

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normalen Verjährungsfrist erreicht (vgl. BVerfG, a. a. O., OLG Düsseldorf,

**Rn. 168**

Beschluss vom 6. Februar 2008 – IV-5 Ss (OWi) 33/07 – (OWi) 9/08 I).

**Rn. 169**

R.

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Zitiervorschlag: Oberlandesgericht Düsseldorf, Beschluss vom 02.10.2024 – IV-2 ORbs 97/24, ECLI:DE:OLGD:2024:1002.IV2ORBS97.24.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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