nu:legal · recht.nulegal.eu

# Landgericht Düsseldorf, Beschluss vom 08.07.2013 – 21 T 65/13 24 C #### Amtsgericht Düsseldorf

ECLI:DE:LGD:2013:0708.21T65.13.24C.AMTS.00

## Tenor

Auf die sofortige Beschwerde des Beklagten wird der Beschluss

des Amtsgerichts Düsseldorf vom 7. Mai 2013 - 24 C #####/#### -

abgeändert und wie folgt neu gefasst:

Dem Beklagten wird für den ersten Rechtszug Prozesskosten-

hilfe bewilligt.

Zugleich wird Rechtsanwältin Q, H- B-Allee,

40237 Düsseldorf zur vorläufig unentgeltlichen Wahrnehmung

der Rechte beigeordnet.

## Gründe

**Rn. 3**

Die sofortige Beschwerde ist gemäß § 127 Abs. 2 ZPO zulässig. Sie ist insbesondere

**Rn. 4**

form- und fristgerecht eingelegt und begründet worden.

**Rn. 5**

Die sofortige Beschwerde hat auch in der Sache Erfolg.

**Rn. 6**

Nach Auffassung der Kammer hat die Rechtsverteidigung nach dem derzeitigen

**Rn. 7**

Sach- und Streitstand hinreichende Aussicht auf Erfolg.

**Rn. 8**

Zum Einen ist nach Auffassung der Kammer wegen der unklaren Rechtslage,

**Rn. 9**

die einer höchstrichterlichen Klärung bedürfte, Prozesskostenhilfe zu gewähren

**Rn. 10**

(vgl. hierzu Beschluss des BGH vom 21. November 2002, VZB 40/02 in NJW 2003,

**Rn. 11**

1126 f). Da der Bundesgerichtshof das Rauchen in der Wohnung grundsätzlich

**Rn. 12**

als vom vertragsgemäßen Gebrauch mitumfasst ansieht (Urteil vom 5. März 2008

**Rn. 13**

-VIII ZR 37/07-) und seine Entscheidung bisher - auch nach Veränderungen in der

**Rn. 14**

gesellschaftlichen Beurteilung des Passivrauchens - nicht geändert hat, ist eine

**Rn. 15**

Zulassung einer Revision nicht ausgeschlossen.

**Rn. 16**

Zum Anderen ist im vorliegenden Verfahren aber zu klären, ob die Kündigung

**Rn. 17**

nicht einen Verstoß gegen vorangegangenes Tun (§ 242 BGB) darstellt. Denn

**Rn. 18**

die Klägerin hat in Kenntnis des extensiven Rauchens des Beklagten (er und seine

**Rn. 19**

Ehefrau haben ca. 40 Jahre in den Räumlichkeiten stark geraucht) im Jahr 2008 einen „neuen“ Mietvertrag abgeschlossen, ohne eine – möglicherweise zulässige „Individualvereinbarung“ in Bezug auf das Rauchen innerhalb der Wohnung zutreffen (vgl. Börstinghaus/Pielsticker in WuM 2012, 480 f).

**Rn. 20**

Über die Kosten der sofortigen Beschwerde war keine Entscheidung zu treffen

**Rn. 21**

(Geimer in Zöller, ZPO, 28. Aufl., § 127 Rdnr. 39).

---

Zitiervorschlag: Landgericht Düsseldorf, Beschluss vom 08.07.2013 – 21 T 65/13 24 C #### Amtsgericht Düsseldorf, ECLI:DE:LGD:2013:0708.21T65.13.24C.AMTS.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0.

Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

Quelle: nu:legal – recht.nulegal.eu · Aufbereitung unter CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/lizenz) · Ein Dienst der Nulegal GmbH

Crawlen und Zitieren sind ausdrücklich erlaubt. Vorbehalten ist allein die massenhafte Nutzung zu Trainingszwecken für KI-Systeme (§ 44b Abs. 3 UrhG); hierfür ist unsere Zustimmung erforderlich.

Source: nu:legal – recht.nulegal.eu · Curated layer under CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/license) · Operated by Nulegal GmbH, Potsdam.

Crawling and citation are permitted. Only bulk use for AI training is reserved (Section 44b(3) UrhG) and requires our consent.

Dieses Dokument: https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-duesseldorf/2013-07-08/21-t-65-13-24-c-amtsgericht-d-sseldorf

---

nu:legal · recht.nulegal.eu · Nicht-amtliche Fassung. Maßgeblich ist die Fassung des Gerichts.
