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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 11.05.2009 – 43 KLs 6/06

ECLI:DE:LGDO:2009:0511.43KLS6.06.00

## Tenor

Die Angeklagte wird wegen Betruges in fünf Fällen zu einer

Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Zur Entschädigung für die überlange Verfahrensdauer gelten ein Jahr und

vier Monate der gegen die Angeklagte verhängten Gesamtfreiheitsstrafe als

vollstreckt.

Die Angeklagte hat die Kosten des Verfahrens zu tragen, soweit sie verurteilt

worden ist. Soweit die Kammer das Verfahren eingestellt hat, trägt die

Staatskasse die Kosten des Verfahrens; insoweit wird davon abgesehen, die

notwendigen Auslagen der Angeklagten der Staatskasse aufzuerlegen.

- Angewandte Vorschriften: § 263 StGB in der jeweils zur Tatzeit geltenden

Fassung, §§ 25 Abs. 2, 53 StGB- –

## Gründe

**Rn. 2**

(abgekürzt gemäß § 267 Abs. 4 StPO)

**Rn. 3**

A. Feststellungen zur Person der Angeklagten

**Rn. 4**

Die Angeklagte wurde am ##.##.1961 in C geboren und wuchs dort

**Rn. 5**

gemeinsam mit einer fünf Jahre jüngeren Schwester bei ihren Eltern auf.

**Rn. 6**

Der Vater übte den Beruf des Diplomstaatswissenschaftlers im Auswärtigen Amt der

**Rn. 7**

DDR aus und war u. a. in Ostasien tätig. Die Mutter der Angeklagten arbeitete

**Rn. 8**

ebenfalls als Beamtin im Auswärtigen Amt der DDR und war mit Auslandstätigkeiten

**Rn. 9**

befasst, die bis zur Wende andauerten; ab 1990 war sie bei einer Medienfirma

**Rn. 10**

beschäftigt.

**Rn. 11**

Die Angeklagte wurde im Jahr 1968 altersgerecht eingeschult und beendete 1978

**Rn. 12**

ihre Schulzeit mit der zehnten Klasse der Polytechnischen Oberschule, die mit einer

**Rn. 13**

westdeutschen Realschule vergleichbar ist.

**Rn. 14**

Anschließend begann sie eine dreijährige Ausbildung zur Facharbeiterin für das

**Rn. 15**

Hotel- und Gastronomiewesen - entsprechend dem westdeutschen Beruf der

**Rn. 16**

Hotelfachfrau - im Interhotel N3 in Ostberlin, bei dem sie nach erfolgreichem

**Rn. 17**

Abschluss ihrer Lehrzeit im Jahr 1981 als Festangestellte blieb.

**Rn. 18**

Da jedoch ihr im Jahr 1984 gestellter Antrag, ein Fachstudium zu beginnen,

**Rn. 19**

abgelehnt wurde (die Angeklagte war nicht zu einem Beitritt in die SED bereit, ein

**Rn. 20**

solcher jedoch zur Bedingung für die Bewilligung eines Studienplatzes gemacht

**Rn. 21**

worden), stellte sie aus Verärgerung einen Ausreiseantrag und beendete ihre

**Rn. 22**

Tätigkeit in dem Interhotel N3 in Ostberlin. In der Folgezeit arbeitete sie sodann

**Rn. 23**

in einem Cafe als Kellnerin und gelegentlich auch als Fotomodell.

**Rn. 24**

Im Jahr 1989 heiratete die Angeklagte den Schauspieler T, den sie

**Rn. 25**

bereits seit ihrem siebzehnten Lebensjahr kannte, allerdings erst während ihrer

**Rn. 26**

Ausbildung im Hotel wiedergetroffen hatte. Nachdem sie noch vor der Hochzeit ihre

**Rn. 27**

Tätigkeit als Kellnerin aufgegeben hatte, arbeitete sie ab 1989 für ihren Ehemann als

**Rn. 28**

Managerin.

**Rn. 29**

Mit dem Mauerfall im Jahr 1990 eröffnete die Angeklagte in T4 ein

**Rn. 30**

Kopiergeschäft, das sie gemeinsam mit ihrem Vater betrieb (dieser hatte seine

**Rn. 31**

bisherige berufliche Tätigkeit aufgrund der politischen Veränderungen aufgegeben

**Rn. 32**

und war von der Angeklagten eingestellt worden), während sie sich weiterhin um die

**Rn. 33**

geschäftlichen Angelegenheiten ihres Ehemannes kümmerte. In den Jahren 1992 bis

**Rn. 34**

1994 erzielten die Eheleute T auf diese Weise sehr gute Einkünfte.

**Rn. 35**

Bereits ab Anfang 1995 zeichneten sich dann allerdings finanzielle Probleme der

**Rn. 36**

Eheleute T ab, die in der Beteiligung an diversen Bauvorhaben sowie der

**Rn. 37**

Eingehung damit zusammenhängender Kreditverbindlichkeiten begründet waren und

**Rn. 38**

zu den noch darzustellenden strafbaren Handlungen der Angeklagten (und anderer

**Rn. 39**

Beteiligter) in der Zeit Von Anfang 1995 bis Ende 1998 führten.

**Rn. 40**

Auch in der Folgezeit setzte die Angeklagte ihre Tätigkeit als Managerin ihres

**Rn. 41**

Ehemannes T fort, mit dem sie im Jahr 2000 ein gemeinsam erbautes

**Rn. 42**

Haus in T6 bezog und dort zunächst bis zum Jahr 2002 lebte.

**Rn. 43**

Im Jahr 2003, in dem auch die Hauptverhandlung gegen T, die Angeklagte

**Rn. 44**

und andere Beteiligte begann, verließ sie aufgrund von Unstimmigkeiten

**Rn. 45**

zwischen ihr und ihrem Ehegatten das gemeinsam bewohnte Haus, das bereits vor

**Rn. 46**

Prozessbeginn an ihren Vater übereignet worden war, und zog nach C.

**Rn. 47**

Nachdem sie Anfang 2004 wegen einer schweren Depression mit bestehender

**Rn. 48**

Suizidgefahr circa zwei bis drei Monate lang stationär hatte behandelt werden

**Rn. 49**

müssen, so dass die Hauptverhandlung - sie betreffend - ausgesetzt worden war,

**Rn. 50**

folgten weitere Klinikaufenthalte der Angeklagten wegen ihrer depressiven

**Rn. 51**

Erkrankung Ende 2004 sowie im Jahr 2006. Anschließend kehrte sie in das weiterhin

**Rn. 52**

im Eigentum ihres Vaters stehende Haus in T6 zurück. Dort lebte sie zunächst

**Rn. 53**

- getrennt von ihrem Ehemann T, der das Haus im Jahr 2006 verlassen

**Rn. 54**

hatte - mit dem 1997 geborenen Sohn L6.

**Rn. 55**

Seit dem 04.08.2008 ist die Angeklagte für ein monatliches Nettogehalt in Höhe von

**Rn. 56**

1.300,- Euro (2.200,- Euro brutto) bei einem E2 Unternehmen fest

**Rn. 57**

angestellt und zuständig für die Leitung des Housekeeping-Bereichs der Hotels I10

**Rn. 58**

und N4 in C; zu dieser Tätigkeit sieht sich die Angeklagte veranlasst, weil

**Rn. 59**

sich Projektplanungen ihres Ehemannes T, um die sie sich weiterhin

**Rn. 60**

gekümmert hatte, nicht zu dem erwarteten Erfolg führten.

**Rn. 61**

Heute wohnt die Angeklagte mit ihrem Sohn wieder in C bei ihrem neuen

**Rn. 62**

Lebensgefährten, den sie vor circa drei Jahren kennen lernte und zu dem sie seit

**Rn. 63**

etwa zweieinhalb Jahren in einer partnerschaftlichen Beziehung steht.

**Rn. 64**

Die Angeklagte befindet sich weiterhin in ambulanter Behandlung wegen ihrer

**Rn. 65**

- inzwischen abgeschwächten - depressiven Erkrankung und erhält Medikamente,

**Rn. 66**

deren Einnahme sie jedoch abbauen möchte.

**Rn. 67**

Unfälle oder andere schwere Krankheiten hat sie auf ihrem bisherigen Lebensweg

**Rn. 68**

nicht erlitten.

**Rn. 69**

Strafrechtlich ist die Angeklagte bislang nicht in Erscheinung getreten.

**Rn. 70**

B. Tatsächliche Feststellungen

**Rn. 71**

I. Rahmengeschehen

**Rn. 72**

Ende 1993 lernten die Angeklagte und ihr bereits rechtskräftig abgeurteilter

**Rn. 73**

Ehemann - dieser wurde durch Urteil der XIII, großen Strafkammer des Landgerichts

**Rn. 74**

Dortmund vom 5.11.2004 wegen Betruges in zwei Fällen zu einer

**Rn. 75**

Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt - über einen

**Rn. 76**

befreundeten Schweden namens Q2 die rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 77**

Q und C3 kennen. Q2 vermittelte zu dieser Zeit Fertighäuser bzw.

**Rn. 78**

Fertighauselemente aus Schweden, was für die im Immobilienbereich tätigen

**Rn. 79**

Q und C3 von großem Interesse war. Q2 wusste, dass die

**Rn. 80**

Angeklagte und deren Ehemann aufgrund der guten Einkünfte des T an

**Rn. 81**

Steuersparmodellen und Geldanlagemöglichkeiten interessiert waren. Auf

**Rn. 82**

Empfehlung ihres damaligen Steuerberaters N hatten sich die Angeklagte

**Rn. 83**

und ihr Mann zu dieser Zeit bereits zum Kauf eines Grundstücks in T4,

**Rn. 84**

G2, entschlossen, auf das noch einzugehen sein wird. Damit wollten sie

**Rn. 85**

die in den neuen Bundesländer geltende Sonder-Afa für Immobilien nutzen. Darüber

**Rn. 86**

hinaus waren die Eheleute T noch an weiteren Steuersparmodellen interessiert

**Rn. 87**

und dachten deshalb bereits an die Durchführung weiterer Bauprojekte.

**Rn. 88**

Q, der durch Urteil der XIII. großen Strafkammer des Landgerichts Dortmund

**Rn. 89**

vom 14.09.2004 wegen einer Vielzahl von Straftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe

**Rn. 90**

von 7 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden ist, vermittelte zu dieser Zeit

**Rn. 91**

seinerseits für den Bauunternehmer T3 aus I ein Objekt in

**Rn. 92**

M, G7. T3 wollte dort auf einem von

**Rn. 93**

ihm am 19.03.1993 für 1,5 Millionen DM gekauften Grundstück mit seinem

**Rn. 94**

Bauunternehmen ein Wohn- und Geschäftshaus mit zahlreichen

**Rn. 95**

Eigentumswohnungen errichten. Q war beauftragt worden, für deren Verkauf

**Rn. 96**

zu sorgen, so dass er daran interessiert war, die Angeklagte und deren Ehemann

**Rn. 97**

näher kennenzulernen, um sie als Erwerber zu gewinnen.

**Rn. 98**

Vor diesem Hintergrund regte Q2 gegenüber der Angeklagten ein Treffen mit

**Rn. 99**

Q und C3 - dieser wurde durch Urteil der XIII. großen Strafkammer des

**Rn. 100**

Landgerichts Dortmund vom 23.01.2004 wegen Betruges in vier Fällen sowie wegen

**Rn. 101**

vorsätzlicher verspäteter Konkursanmeldung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von

**Rn. 102**

2 Jahren und 10 Monaten verurteilt - an. Es kam in der Zeit um den Jahreswechsel

**Rn. 103**

1993 /1994 zu mehreren Gesprächen zwischen der Angeklagten und ihrem Mann

**Rn. 104**

einerseits und den rechtskräftig Verurteilten Q und C3 andererseits. Die

**Rn. 105**

Eheleute T berichteten in diesen Gesprächen von ihrem Bauvorhaben in

**Rn. 106**

T4 und zeigten Interesse an dem von Q vorgestellten Objekt in

**Rn. 107**

M. Q und C3 boten an, bei dem Bauvorhaben der

**Rn. 108**

Ts in T4 behilflich zu sein. Beide Seiten waren sich schnell sympathisch

**Rn. 109**

und entschlossen sich zu einer Zusammenarbeit, die sich in den folgenden Monaten

**Rn. 110**

und Jahren bis Mitte 1996 immer mehr intensivierte. Zumindest zum rechtskräftig

**Rn. 111**

Verurteilten Q entwickelten die Angeklagte und ihr Mann außerdem schnell

**Rn. 112**

ein sehr enges Freundschaftsverhältnis. Die geschäftlichen und privaten Kontakte

**Rn. 113**

brachten es mit sich, dass die Angeklagte und der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 114**

T sich ab Anfang 1994 entschlossen, gemeinsam mit Q und C3

**Rn. 115**

diverse Bauvorhaben in wechselnder Zusammensetzung durchzuführen. Neben dem

**Rn. 116**

bereits erwähnten Objekt in M - hier kauften Ts im April 1994

**Rn. 117**

von dem Bauträger T3 16 Eigentumswohnungen für etwas über 4 Millionen DM beteiligten sich die Angeklagte und ihr Mann in der Zeit bis Anfang 1996 auf

**Rn. 118**

unterschiedliche Art und Weise an Projekten in G, P,

**Rn. 119**

E2 bzw. I2 sowie einem weiteren Vorhaben in T4(G3).

**Rn. 120**

Im Rahmen dieser Projekte ging die Angeklagte gemeinsam mit

**Rn. 121**

ihrem Ehemann Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren Millionen DM ein. Im

**Rn. 122**

Gegenzug stieg Q Ende 1995 als Mitgesellschafter beim Bauvorhaben

**Rn. 123**

G2 in T4 ein.

**Rn. 124**

Entgegen den ursprünglichen Planungen war im Frühjahr des Jahres 1996 jedoch

**Rn. 125**

keines der vorgenannten Bauvorhaben auch nur annähernd mängelfrei fertiggestellt,

**Rn. 126**

so dass Mieteinnahmen oder Verkaufserlöse in nennenswertem Umfang in

**Rn. 127**

absehbarer Zukunft nicht zu erwarten waren. Der - auf unterschiedlichsten Ursachen

**Rn. 128**

beruhende - negative Verlauf der Bauvorhaben in I2, P, T4, G und M sowie weiterer Objekte der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 in H und D führte dazu, dass sich die Angeklagte und ihr Mann einerseits sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 andererseits im Frühjahr 1996 in einer erheblichen wirtschaftlichen Notlage befanden. Während die durch die Kredite

**Rn. 129**

eingegangenen Verpflichtungen fortbestanden, waren die finanziellen Reserven der

**Rn. 130**

Beteiligten Anfang des Jahres 1996 aufgebraucht und die enormen Belastungen

**Rn. 131**

konnten durch die laufenden Einnahmen auch nicht annähernd gedeckt werden. Dies

**Rn. 132**

betraf sowohl die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 (und deren im

**Rn. 133**

B- Unternehmensverbund zusammengeschlossene Gesellschaften) als auch die

**Rn. 134**

Eheleute T und war sämtlichen Beteiligten wechselseitig bekannt.

**Rn. 135**

Für die Angeklagte und ihren Mann schlug in erster Linie das Bauvorhaben in

**Rn. 136**

M finanziell negativ zu Buche, für das sie ab Ende 1995 jährlich

**Rn. 137**

knapp 140.000 DM Zins- und Tilgungsleistungen zu erbringen hatten, ohne dass die

**Rn. 138**

geplanten Mieteinnahmen hätten erzielt werden können. Das Objekt war nicht wie

**Rn. 139**

vorgesehen Anfang 1995, sondern erst Ende 1995 nahezu fertiggestellt worden,

**Rn. 140**

allerdings mit erheblichen Mängeln, so dass nicht annähernd für alle

**Rn. 141**

Eigentumswohnungen Mietverträge abgeschlossen werden konnten. Am 02.02.1996

**Rn. 142**

fehlten noch sieben Mietverträge und am 08.10.1996 waren sechs der sechzehn

**Rn. 143**

Wohnungen noch immer unvermietet, ohne dass eine Besserung in Sicht gewesen

**Rn. 144**

wäre. Die Mängel waren im Gegenteil derart gravierend, dass einige Mieter dies ab

**Rn. 145**

Mitte 1996 zum Anlass nahmen, ihre Verträge wieder zu kündigen. Eine Behebung

**Rn. 146**

der Mängel war aufgrund zwischenzeitlich eingetretener Differenzen mit T3 nicht

**Rn. 147**

ohne den Einsatz eigener Mittel möglich und hätte gegebenenfalls erst langwierig

**Rn. 148**

eingeklagt werden müssen. Da den Eheleuten T diese finanzielle Mittel nicht zur

**Rn. 149**

Verfügung standen, wurden die erforderlichen umfangreichen Reparaturen nicht

**Rn. 150**

durchgeführt. Hinzu kam, dass die bei der Finanzierung fest eingeplanten

**Rn. 151**

Einsparungen im Hinblick auf Steuervorauszahlungen in Höhe von 50.000 DM pro

**Rn. 152**

Quartal aufgrund des zu dieser Zeit bestehenden Angestelltenverhältnisses des

**Rn. 153**

T bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht realisiert werden

**Rn. 154**

konnten.

**Rn. 155**

Dies alles führte im Ergebnis dazu, dass die Kreissparkasse L, die den

**Rn. 156**

Kauf der 16 Eigentumswohnungen finanziert hatte, im April und Mai 1996

**Rn. 157**

Rückstände in Höhe von ca. 100.000 DM anmahnen musste. Die Bezahlung dieser

**Rn. 158**

hohen Summe war der Angeklagten und ihrem Ehemann nicht möglich, so dass sich

**Rn. 159**

die Rückstände bei der Kreissparkasse bis September 1996 auf insgesamt knapp

**Rn. 160**

200.000 DM summierten. Da die Rückstände auch im Laufe der folgenden Monate

**Rn. 161**

nicht zurückgeführt werden konnten, kam es schließlich Ende 1996 erstmals zur

**Rn. 162**

Kreditkündigung. Die von der Bank daraufhin in Rechnung gestellten 3.538.492,04

**Rn. 163**

DM konnten die Angeklagte und ihr Mann bis zuletzt nicht aufbringen.

**Rn. 164**

Um die gemeinsamen geschäftlichen Aktivitäten nicht einstellen zu müssen und die

**Rn. 165**

angefangenen Bauvorhaben fortsetzen zu können, hatte Q ab Anfang 1995

**Rn. 166**

begonnen, die in immer stärkerem Maße auftretenden finanziellen "Löcher" auf

**Rn. 167**

illegale Weise zu stopfen. Im Rahmen des Bauvorhabens G hatte er in

**Rn. 168**

Absprache mit C3 und der Angeklagten erstmals für dieses Projekt bestimmte

**Rn. 169**

Darlehensmittel zweckwidrig für andere Bauvorhaben verwendet, insbesondere für

**Rn. 170**

das Objekt G2 in T4. Das so entstandene finanzielle "Loch"

**Rn. 171**

versuchten die Beteiligten in der Folgezeit durch die Aufnahme weiterer Kredite für

**Rn. 172**

neue Bauvorhaben zu schließen, die jedoch ihrerseits aufgrund verschiedenster

**Rn. 173**

Probleme beim Bauablauf zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten und Engpässe

**Rn. 174**

heraufbeschworen. Hinzu kam, dass die Bauprojekte zumindest teilweise von

**Rn. 175**

vornherein nicht seriös kalkuliert worden waren, d. h. die angenommenen Baukosten

**Rn. 176**

hatte man zu knapp und den erhofften Gewinn zu hoch bemessen.

**Rn. 177**

Aus diesem Grund wurden schließlich im Laufe des Jahres 1995 immer häufiger für

**Rn. 178**

neue Bauvorhaben aufgenommene Darlehensmittel benutzt, um Altverbindlichkeiten

**Rn. 179**

abzulösen, d. h. die Valuta wurden nur zum Teil für das neu begonnene Bauprojekt

**Rn. 180**

verwendet, für das der Kredit gewährt worden war, und im Übrigen für die

**Rn. 181**

drängendsten Zahlungsverpflichtungen aufgebraucht. Diese Vorgehensweise

**Rn. 182**

ermöglichte es Q überhaupt erst, geschäftlich weiter tätig zu sein. Spätestens

**Rn. 183**

ab Ende 1995 lebten die Angeklagte, ihr Ehemann, Q und C3 nur noch

**Rn. 184**

"von der Hand in den Mund", was auch der Angeklagten nicht verborgen blieb. Durch

**Rn. 185**

einen seitens der T5 BANK im Frühjahr 1996 ausgesprochenen Widerruf einer

**Rn. 186**

Darlehenszusage für das Bauvorhaben in I2 drohte dann jedoch das

**Rn. 187**

endgültige wirtschaftliche Aus.

**Rn. 188**

Trotz dieser wirtschaftlich katastrophalen Situation begannen sowohl Q als

**Rn. 189**

auch die Angeklagte und ihr Ehemann Anfang 1996 jeweils mit der Errichtung eines

**Rn. 190**

Privathauses, was den ohnehin enormen finanziellen Druck weiter verschärfte.

**Rn. 191**

Während sich allerdings die finanzielle Zusatzbelastung des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 192**

Q durch dessen Vorhaben in I3 noch in relativ überschaubaren

**Rn. 193**

Grenzen hielt, da der am 22.02.1996 geschlossene notarielle

**Rn. 194**

Grundstückskaufvertrag einen Kaufpreis von lediglich 94.240 DM vorsah und

**Rn. 195**

Q das geplante Haus mit seinem eigenen Unternehmen errichten wollte, war

**Rn. 196**

das Bauvorhaben der Angeklagten und ihres Mannes angesichts ihrer damaligen

**Rn. 197**

finanziellen Verhältnisse derart überzogen, dass dessen Durchführung völlig

**Rn. 198**

illusorisch war. Zu einer Zeit, als die Angeklagte und der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 199**

T u. a. den Kredit über 4 Millionen DM für die Eigentumswohnungen in

**Rn. 200**

M schon nicht mehr bedienen konnten, da sich ihr Konto ständig

**Rn. 201**

so weit im Soll befand, dass die ihnen eingeräumte Überziehungslinie mehrfach

**Rn. 202**

überschritten wurde und ihre finanziellen Reserven vollständig aufgebraucht waren,

**Rn. 203**

kauften sie ein Grundstück in T6 zum Preis von 650.000 DM und planten den

**Rn. 204**

Bau eines Einfamilienhauses, das nochmals knapp 1.000.000 DM kosten sollte.

**Rn. 205**

Um diese privaten Bauvorhaben durchführen und gleichzeitig die Altverbindlichkeiten

**Rn. 206**

der Beteiligten zumindest teilweise bedienen zu können, mussten dringend neue

**Rn. 207**

Geldquellen erschlossen werden, ohne die der private und geschäftliche Bankrott

**Rn. 208**

vorprogrammiert war. Als die finanzielle Gesamtlage für die Angeklagte, ihren Mann

**Rn. 209**

sowie die rechtkräftig Verurteilten Q und C3 im Frühjahr des Jahres

**Rn. 210**

1996 endgültig ausweglos erschien und ihr wirtschaftliches Ende sowie das ihrer

**Rn. 211**

Unternehmen und Bauvorhaben aufgrund der beschriebenen Probleme unmittelbar

**Rn. 212**

bevorstand, kam u. a. durch die Kontaktaufnahme zu einer Familie X, die über

**Rn. 213**

unbelastete Grundstücke in C und Umgebung verfügte, doch noch Bewegung in

**Rn. 214**

die verfahrene Situation. Diesen neuen Geschäftskontakt wollten die Angeklagte, ihr

**Rn. 215**

Mann, Q und C3 nutzen, um sich so eine neue dauerhafte

**Rn. 216**

Einnahmequellen zu verschaffen und die bis dahin entstandenen finanziellen "Löcher" zu stopfen.

**Rn. 217**

Die Angeklagte und ihr Ehemann, die um ihre verheerende finanzielle

**Rn. 218**

Situation voll umfänglich wussten, hielten, als sie die Familie X kennen lernten,

**Rn. 219**

diese irrtümlicherweise für solvent; sie hofften daher, ihre finanziellen Probleme mit

**Rn. 220**

Hilfe der Familie X lösen zu können.

**Rn. 221**

11. Die Straftaten im Einzelnen

**Rn. 222**

1. Gemeinschaftlicher Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB) zum Nachteil der Familie X

**Rn. 223**

a) Vorgeschichte

**Rn. 224**

Ende 1993 besaß die Familie X insgesamt drei Grundstücke im Großraum

**Rn. 225**

C, von denen zwei in C5 (G4 und G5) und eines in

**Rn. 226**

der Stadt F2 lagen. Das Grundstück G5 gehörte den drei

**Rn. 227**

Kindern der Eheleute X und die beiden anderen Objekte dem Ehepaar X

**Rn. 228**

selbst. Das Grundstück G5 hatten die Eheleute noch zu Zeiten der DDR

**Rn. 229**

vor dem Hintergrund auf die Kinder übertragen, dass sie nach damaligen Recht nur

**Rn. 230**

ein Grundstück besitzen durften und ihnen bereits seit dem 24.07.1986 die

**Rn. 231**

Liegenschaft in F2 gehörte.

**Rn. 232**

Das Grundstück G4 hatten die Eheleute X 1993 erworben, da sie

**Rn. 233**

es schon seit 1982 als Wohn- und Geschäftshaus nutzten. In dem Gebäude betrieb

**Rn. 234**

die Familie seit dieser Zeit eine Eisdiele, die den Lebensunterhalt sicherte und auch

**Rn. 235**

weiterhin sichern sollte. Zum Zwecke der Finanzierung des Kaufes hatten die

**Rn. 236**

Eheleute X am 04.05.1993 einen Kontokorrentkredit (Kontonummer

**Rn. 237**

1623621638) bei der C4 Bank in Höhe von 650.000 DM aufgenommen

**Rn. 238**

und als Sicherheit zugunsten der Bank Grundschulden auf den drei

**Rn. 239**

Grundstücken in Höhe von 300.000 DM (F2), 350.000 DM (G4)

**Rn. 240**

und 200.000 DM (G5) bewilligt.

**Rn. 241**

Anfang 1994 verlegten die Eheleute X ihre Bankverbindung von der C4 Bank

**Rn. 242**

zur E Bank. Hintergrund dieser Entscheidung waren die

**Rn. 243**

hohen 12%igen Zinsen, die für den Kontokorrentkredit anfielen. Dieses Darlehen

**Rn. 244**

sollte im Mai 1994 im Zuge des Bankenwechsels durch die E Bank

**Rn. 245**

abgelöst werden. Zu diesem Zweck beantragten X's am 11.05.1994 einen Kredit

**Rn. 246**

in Höhe von 776.000 DM, der am 03.06.1994 gewährt wurde (Kontonummer

**Rn. 247**

4012275043). Die Gesamtlaufzeit betrug 30 Jahre und das Ende der Bindung an den

**Rn. 248**

vereinbarten Effektivzins in Höhe von 8,04% war auf den 11.06.1999 festgelegt

**Rn. 249**

worden. Als Sicherheit diente eine Grundschuld in Höhe von 776.000 DM allein auf

**Rn. 250**

dem Grundstück G4, da schon bei Abschluss des Kreditvertrages

**Rn. 251**

feststand, dass die Immobilien in F2 und C5, G5,

**Rn. 252**

verkauft werden sollten. Aus diesem Grund hatten die Kinder der Eheleute X

**Rn. 253**

ihre Mutter durch notarielle Urkunde vom 03.12.1993 (Urkundenrolle Nr. 378/93 der

**Rn. 254**

Notarin Weidmann aus C) ermächtigt, das Grundstück G5 zu

**Rn. 255**

verkaufen und zu diesem Zweck zu belasten. Die E Bank war nur

**Rn. 256**

aufgrund der geplanten Immobilienverkäufe bereit, das Darlehen zu gewähren, da

**Rn. 257**

die Bedienbarkeit des Kredites aus dem Betrieb der Eisdiele aufgrund der negativen

**Rn. 258**

Geschäftsentwicklung nicht gewährleistet erschien.

**Rn. 259**

Der Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft G5 sollte zur teilweisen

**Rn. 260**

Rückführung des Darlehens 4012275043 dienen. Die Mittel aus dem Verkauf des

**Rn. 261**

Grundstücks in F2 waren hingegen in erster Linie für den Ankauf eines

**Rn. 262**

Grundstücks in U gedacht, das die Eheleute X als Altersruhesitz nutzen

**Rn. 263**

wollten.

**Rn. 264**

Zur Ablösung des Darlehens 1623621638 überwies die E Bank am

**Rn. 265**

20.07.1994 einen Betrag in Höhe von 778.105,17 DM an die C4 Bank und

**Rn. 266**

erhielt daraufhin am 29.07.1994 die Löschungsbewilligungen für die Grundschulden

**Rn. 267**

auf den beiden Grundstücken in C5. Eine entsprechende Bewilligung für

**Rn. 268**

das Grundstück in F2 unterblieb zunächst, da diese Grundschuld noch für ein

**Rn. 269**

weiteres Darlehen (Kontonummer 3591000182) der Zeugin Rita X haftete, das

**Rn. 270**

Mitte 1994 noch in Höhe von 90.656,25 DM valutierte.

**Rn. 271**

Durch notariellen Vertrag vom 26.05.1994 (Urkundenrolle Nr. 249/1994 des Notars

**Rn. 272**

L2 aus C) hatten die Eheleute X zuvor bereits das Grundstück in

**Rn. 273**

U gekauft. Hierbei handelte es sich um ein idyllisch gelegenes, 8.415 qm

**Rn. 274**

großes Seegrundstück mit altem Baumbestand in der Nähe von C, das mit einem

**Rn. 275**

großzügig ausgestatteten Bungalow, einer Montagehalle und einigen Nebenanlagen

**Rn. 276**

bebaut war. Entsprechend der damaligen Rechtslage, die aus den Verhältnissen in

**Rn. 277**

der ehemaligen DDR resultierte, stand das Gebäude in gesondertem

**Rn. 278**

Gebäudeeigentum des Verkäufers F4 und der Boden im sogenannten Eigentum

**Rn. 279**

des Volkes, so dass die Treuhandanstalt C als Verkäufern des Grundstücks

**Rn. 280**

auftrat. Infolgedessen wurde je ein Kaufpreis für die Liegenschaft und einer für das

**Rn. 281**

darauf befindliche Gebäude vereinbart. Nach dem Inhalt des notariellen Vertrages

**Rn. 282**

betrug der an die Treuhand für das Grundstück zu zahlende Kaufpreis 200.000 DM;

**Rn. 283**

für das Gebäude hatten X's weitere 1.300.000 DM an den Verkäufer F4 zu

**Rn. 284**

entrichten. Der Kaufpreis für das Gebäude war in Höhe von 100.000 DM bis zum

**Rn. 285**

11.06.1994 und der Restbetrag bis zum 30.07.1994 fällig. Der Grundstückskaufpreis

**Rn. 286**

war hingegen innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Mitteilung

**Rn. 287**

über die Eintragung der Auflassungsvormerkung zugunsten der Käufer zu zahlen.

**Rn. 288**

Daneben vereinbarten die Eheleute X mit dem Verkäufer F4 - außerhalb

**Rn. 289**

des notariellen Kaufvertrages - die Zahlung eines "Handgeldes" in Höhe von

**Rn. 290**

150.000 DM, das X's zusätzlich zu den notariell vereinbarten Summen

**Rn. 291**

"schwarz" bezahlen sollten.

**Rn. 292**

Den Kaufpreis für das Objekt in U wollten X's wie bereits erwähnt aus den

**Rn. 293**

Verkäufen der Grundstücke G5 und F2 belegen. Hinsichtlich

**Rn. 294**

des Objekts G5 existierte bereits ein Kaufvertrag vom 28.02.1994 über

**Rn. 295**

1,9 Millionen DM, der jedoch rückabgewickelt werden musste, weil der Kaufpreis

**Rn. 296**

nicht floss. Da sich das Grundstück in F2 aufgrund seiner Größe für eine

**Rn. 297**

Bebauung mit Eigentumswohnungen eignete, standen X's bezüglich dieser

**Rn. 298**

Immobilie mit verschiedenen Bauträgergesellschaften in Verhandlungen, die an

**Rn. 299**

einem Erwerb zwecks Bebauung interessiert waren. Die Verkaufsgespräche mit den

**Rn. 300**

potentiellen Erwerbern dauerten bis in den Spätsommer des Jahres 1994 an, weil die

**Rn. 301**

Familie X möglichst hohe Preise für ihre Immobilien erzielen wollte. Da bis

**Rn. 302**

August 1994 keines der geplanten Immobiliengeschäfte erfolgreich zum Abschluss

**Rn. 303**

gebracht werden konnte, gerieten X's schließlich gegenüber dem Verkäufer des

**Rn. 304**

Gebäudes in U in Zugzwang. Am 15.07.1994 erklärte sich F4 zwar bereit,

**Rn. 305**

den vereinbarten Schwarzgeldbetrag bis zum 15.07.1995 zu stunden; allerdings

**Rn. 306**

sahen sich die Eheleute X gezwungen, eine Eigenkapitalvorfinanzierung bei der

**Rn. 307**

E Bank zu beantragen, um ihren Vertragsverpflichtungen aus dem notariellen

**Rn. 308**

Kaufvertrag vom 26.05.1994 nachkommen zu können.

**Rn. 309**

Der Kreditantrag vom 24.08.1994 war auf die Gewährung eines Darlehens in Höhe

**Rn. 310**

von insgesamt 1.803.000 DM gerichtet, wobei von vornherein klar war, dass eine

**Rn. 311**

Tilgung dieser hohen Kreditsumme von dem erfolgreichen Verkauf der Grundstücke

**Rn. 312**

F2 und G5 abhing. Der Darlehensbetrag beinhaltete neben dem

**Rn. 313**

Kaufpreis in Höhe von 1.500.000 DM für ein Jahr mitfinanzierte Zinsen in Höhe von

**Rn. 314**

118.000 DM, eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10.000 DM und die Ablösung

**Rn. 315**

von Altverbindlichkeiten in Höhe von 175.000 DM. Diese Ablösung war erforderlich,

**Rn. 316**

weil der Kaufvertrag vom 26.05.1994 hinsichtlich des unbelasteten Grundstücks

**Rn. 317**

U keine Belastungsvollmacht vorsah und sich die Eheleute X daher

**Rn. 318**

gezwungen sahen, die belastete Immobilie in F2 als Sicherheit zu stellen. Um

**Rn. 319**

die rangrichtige Eintragung der Grundschuld zugunsten der E Bank zu

**Rn. 320**

gewährleisten, mussten zuvor die auf dem Grundstück ruhenden Altverbindlichkeiten

**Rn. 321**

in Höhe der bereits erwähnten 175.000 DM abgelöst werden. Hierzu gehörte u.a. das

**Rn. 322**

Darlehen 3591000182 der Rita X bei der C4 Bank.

**Rn. 323**

Da weiterhin der Verkauf der Liegenschaft in F2 geplant war, erklärten die

**Rn. 324**

Eheleute X im Rahmen der Finanzierungsgespräche ihre Bereitschaft, das

**Rn. 325**

Grundstück in U nach Eigentumsübergang mit entsprechenden Grundschulden

**Rn. 326**

zu belasten und den zu erwartenden Verkaufserlös für das Grundstück in F2

**Rn. 327**

in einer Höhe von insgesamt 2.029.000 DM an die E Bank abzutreten.

**Rn. 328**

Bei der Berechnung dieser Summe berücksichtigten die Verantwortlichen der Bank

**Rn. 329**

neben der vorgesehenen Tilgung der Darlehensvaluta des neuen Kredits (1.803.000

**Rn. 330**

DM), dass durch die Veräußerung der Grundstücke auch das Darlehen 4012275043

**Rn. 331**

um 226.000 DM auf 550.000 DM zurückgeführt werden sollte.

**Rn. 332**

Nachdem sich die Verantwortlichen der E Bank grundsätzlich

**Rn. 333**

bereiterklärt hatten, den gewünschten Kredit zu gewähren, bestellten X's durch

**Rn. 334**

notarielle Urkunde vom 12.09.1994 (Urkundenrolle 265/1994 der Notarin X2

**Rn. 335**

aus C) auf dem Grundstück F2 zugunsten der E Bank die

**Rn. 336**

Grundschuld in Höhe der Darlehenssumme. Um den Verkauf der Immobilien

**Rn. 337**

G5 und F2 und damit auch die Rückzahlung des Kredits

**Rn. 338**

innerhalb eines Jahres zu gewährleisten, ließ sich die E Bank

**Rn. 339**

außerdem am 13.09.1994 eine Verkaufsvollmacht hinsichtlich der Grundstücke

**Rn. 340**

G5 und F2 einräumen (Urkundenrolle Nr. 269/1994 der Notarin

**Rn. 341**

X2 aus C), die allerdings unter der aufschiebenden Bedingung stand,

**Rn. 342**

dass sie erst ab dem 01.07.1995 verwendet werden dürfe. In einer weiteren

**Rn. 343**

notariellen Urkunde vom selben Tag (Urkundenrolle 273/1994 der Notarin X2

**Rn. 344**

aus C) verzichtete Rita X bezüglich der Immobilie G5

**Rn. 345**

zugunsten der E Bank auf das Antragsrecht zur Bestellung von

**Rn. 346**

Grundpfandrechten, das ihr von ihren drei Kindern am 03.12.1993 eingeräumt

**Rn. 347**

worden war.

**Rn. 348**

Am 21.123.09.1994 schloss Rita X sodann den Darlehensvertrag 4012276201

**Rn. 349**

über 1.803.000 DM mit der E Bank, der eine Befristung des Kredits bis

**Rn. 350**

zum 31.08.1995 vorsah. Neben den bereits erwähnten Sicherheiten mussten sich die

**Rn. 351**

Eheleute X am 23.09.1994 gegenüber der E Bank zur Bestellung einer

**Rn. 352**

weiteren Grundschuld in Höhe von 1.803.000 DM auf dem Grundstück in U

**Rn. 353**

bereiterklären, die jedoch seitens der E Bank erst ab dem 31.08.1995 für den

**Rn. 354**

Fall eingefordert werden durfte, dass die geplanten Verkäufe der Immobilien

**Rn. 355**

G5 und F2 nicht erfolgt waren. In derselben Urkunde

**Rn. 356**

verpflichteten sich X's, das Grundstück U ohne Zustimmung der Bank

**Rn. 357**

weder zu veräußern noch zu belasten.

**Rn. 358**

Kurz nach Abschluss des Kreditvertrages hatten X's nahezu alle Auflagen der

**Rn. 359**

E Bank erfüllt, so dass die Bank mit der Auszahlung des Darlehens begann.

**Rn. 360**

Zunächst wurden im September 1994 die auf dem Grundstück F2 liegenden

**Rn. 361**

Altverbindlichkeiten abgelöst. Im Gegenzug erhielt die E Bank am 01.11.1994

**Rn. 362**

die Löschungsbewilligung für die auf dem Grundstück F2 lastenden

**Rn. 363**

Grundschulden. Mit Schreiben vom 28.09.1994 teilten die zuständigen

**Rn. 364**

Bankmitarbeiter dem Verkäufer F4 mit, dass man am selben Tag den Kaufpreis

**Rn. 365**

für das Gebäude in U in Höhe von 1,3 Millionen DM auf dessen Konto bei der

**Rn. 366**

E Bank überwiesen habe. Gleichzeitig wurde F4 davon in Kenntnis

**Rn. 367**

gesetzt, dass der überwiesene Betrag bis zur Eintragung einer

**Rn. 368**

Auflassungsvormerkung zugunsten der Erwerber gesperrt sei. Die Eintragung

**Rn. 369**

verzögerte sich jedoch, weil das Kaufgrundstück zwar schon zwecks Teilung

**Rn. 370**

vermessen, aber noch nicht kataster- und grundbuchamtlich fortgeführt worden war.

**Rn. 371**

Dies führte schließlich dazu, dass X's am 17.10.1994 auf Drängen des

**Rn. 372**

Verkäufers F4 gegenüber der E Bank die Freigabe und Auskehrunq

**Rn. 373**

des Kaufpreises veranlassten, obwohl die Eintragung der Auflassungsvormerkung

**Rn. 374**

noch nicht erfolgt war und sie von den Verantwortlichen der Bank auf das Risiko

**Rn. 375**

einer solchen Vorgehensweise hingewiesen worden waren. Erst Mitte 1995 erfolgte

**Rn. 376**

die Eintragung der Auflassungsvormerkung und am 12.09.1996 wurden die Eheleute

**Rn. 377**

X schließlich als neue Eigentümer des Grundstücks U ins Grundbuch

**Rn. 378**

eingetragen.

**Rn. 379**

Bis zum Ablauf des Darlehens 4012276201 am 31.08.1995 verliefen die

**Rn. 380**

Verkaufsverhandlungen der Eheleute X in Bezug auf die Grundstücke

**Rn. 381**

G5 und F2 wider Erwarten erfolglos. Die Ursache hierfür war

**Rn. 382**

u.a. in den sich fortlaufend verschlechternden Immobilienpreisen zu finden, die einen

**Rn. 383**

Verkauf zum ursprünglich festgestellten Verkehrswert unmöglich machten. Da die

**Rn. 384**

Eheleute X trotzdem bei ihren anfänglichen Kaufpreisvorstellungen blieben, war

**Rn. 385**

kein Käufer für die Grundstücke zu finden.

**Rn. 386**

X's verhandelten zwar seit Anfang 1995 mit der Bauträgergesellschaft C6

**Rn. 387**

über den Kauf des Grundstücks F2; die

**Rn. 388**

Firma C6 war jedoch an einem Erwerb nur bei vorheriger Herstellung der

**Rn. 389**

Planungssicherheit interessiert, die bis August 1995 nicht erreicht werden konnte.

**Rn. 390**

Diesbezügliche Gespräche mit dem zuständigen Bauamt hatten ergeben, dass ein

**Rn. 391**

künftiger Investor einen Bebauungsplan auf eigene Kosten zu erarbeiten und zu

**Rn. 392**

finanzieren hatte. Die Firma C6 erklärte sich zwar in einem Schreiben vom

**Rn. 393**

30.05.1995 zu einer Übernahme der Planungskosten bereit, wollte diese jedoch von

**Rn. 394**

X's für den Fall des Scheiterns der Verkaufsverhandlungen erstattet bekommen.

**Rn. 395**

Der von der Firma C6 in dem Schreiben angedachte Kaufpreis lag aufgrund der

**Rn. 396**

durchzuführenden Planungsarbeiten, die noch ca. ein halbes Jahr in Anspruch

**Rn. 397**

nehmen sollten, bei ca. 1,5 Millionen DM und damit deutlich unter dem von der

**Rn. 398**

E Bank errechneten Beleihungswert sowie den Vorstellungen der Eheleute

**Rn. 399**

X, die Mitte 1994 gegenüber einem Sachverständigen des Kreditinstituts noch

**Rn. 400**

angegeben hatten, bezüglich des Objekts F2 liege ein Kaufangebot in Höhe

**Rn. 401**

von 4,5 Millionen DM vor.

**Rn. 402**

Mangels eines besseren Angebots setzten die Eheleute X im Laufe des Jahres

**Rn. 403**

1995 die Verhandlungen mit der Firma C6 fort und erklärten sich im Juni 1995

**Rn. 404**

grundsätzlich mit dem von diesem Unternehmen entwickelten Konzept

**Rn. 405**

einverstanden, ohne allerdings eine verbindliche Zusage zu erteilen. Da auch der

**Rn. 406**

Verkauf des Grundstücks G5 noch nicht geglückt war, wandten sich

**Rn. 407**

X's in zwei Schreiben vom 10. und 12.06.1995 an die E Bank,

**Rn. 408**

Zweigstelle 1, und setzten die zuständige Mitarbeiterin der Bank,

**Rn. 409**

Frau K, davon in Kenntnis, dass ein Verkauf der Grundstücke zu ihren

**Rn. 410**

Preisvorstellungen bis zum 31.08.1995 nicht möglich sei. Als Lösung schlugen die

**Rn. 411**

Familienmitglieder eine vollständige Übernahme des Grundstücks G5

**Rn. 412**

durch den Sohn Steffen X und einen teilweisen Verkauf des Grundstücks

**Rn. 413**

F2, der sich auf den mit einem Einfamilienhaus bebauten Teil beschränken

**Rn. 414**

sollte, an die Tochter Ellen X vor, die hierfür jeweils den halben Verkehrswert

**Rn. 415**

der Immobilien zahlen und über die E Bank finanzieren wollten. Die

**Rn. 416**

restliche Kreditsumme sollte durch den Verkauf des verbleibenden Grundstücksteils

**Rn. 417**

in F2 an die Firma C6 aufgebracht werden.

**Rn. 418**

Die zuständige Mitarbeiterin der E Bank trat diesem Vorschlag in einem

**Rn. 419**

Schreiben vom 15.06.1995 zwar näher, machte die Prüfung des Antrags jedoch von

**Rn. 420**

der Übersendung einer Vielzahl von Unterlagen und der Erfüllung einiger Auflagen

**Rn. 421**

abhängig, die letztlich weder der Sohn Steffen X noch die Tochter Ellen X

**Rn. 422**

rechtzeitig beibringen konnten. Da ihr diese Problematik bewusst war, wies die

**Rn. 423**

Bankangestellte in dem gleichen Schreiben darauf hin, dass die notarielle Vollmacht

**Rn. 424**

zum Verkauf der Grundstücke G5 und F2 am 01.07.1995 in

**Rn. 425**

Kraft treten werde und die Entscheidung über den Gebrauch der Vollmacht nicht bei

**Rn. 426**

der Filiale 1, sondern auf höherer Ebene liege. Daraufhin

**Rn. 427**

zerschlug sich der Verkauf des Grundstücks G5 an den Zeugen Steffen

**Rn. 428**

X. Dies galt allerdings nicht für die Übertragung der bebauten Teilfläche des

**Rn. 429**

Grundstücks F2 an die Tochter Ellen X. Die Eheleute X erklärten

**Rn. 430**

diesbezüglich in einer Besprechung vom 11.08.1995 gegenüber der Gemeinde

**Rn. 431**

F2, dass die Firma C6 zwar exklusiv das Mandat habe, die Liegenschaft

**Rn. 432**

zu entwickeln; hiervon ausgenommen wurde jedoch ausdrücklich das ca. 900 qm

**Rn. 433**

große Flurstück 152, auf dem sich das Bestandsgebäude befand, das im Eigentum

**Rn. 434**

der Familie X bleiben und von der Tochter Ellen X genutzt werden sollte.

**Rn. 435**

Über das Ergebnis dieser Absprache zwischen der Gemeinde, der Firma C6 und

**Rn. 436**

den Eheleuten X wurde die zuständige Mitarbeiterin der E Bank in

**Rn. 437**

einem Telefonat vom 22.08.1995 ebenso unterrichtet wie über den Umstand, dass

**Rn. 438**

sich der Kaufpreis für das verbleibende Grundstück auf nur noch 1,2 Millionen DM

**Rn. 439**

belaufen werde.

**Rn. 440**

Daraufhin kam es am 30.08.1995, also einen Tag vor Ablauf der vereinbarten

**Rn. 441**

Darlehenslaufzeit, zu einem Besprechungstermin in den Geschäftsräumen der

**Rn. 442**

E Bank, Filiale 1, an dem neben den Eheleuten X

**Rn. 443**

und den Vertretern der Bank auch Mitarbeiter der Firma C6 teilnahmen, die

**Rn. 444**

nochmals bekräftigten, dass ihr Unternehmen an einem Ankauf einer ca. 3.000 qm

**Rn. 445**

großen Restfläche des Grundstücks F2 sehr interessiert sei. Man stellte den

**Rn. 446**

Abschluss eines Kaufvertrages für Ende Oktober 1995 in Aussicht. Um den Verkauf

**Rn. 447**

an die C6 nicht zu gefährden, stimmten die Mitarbeiter der E Bank vorbehaltlich

**Rn. 448**

einer Zustimmung der zuständigen Gremien - einer Verlängerung des

**Rn. 449**

Kredits bis zum 31.10.1995 zu. Gleichzeitig wiesen sie die Eheleute X jedoch

**Rn. 450**

darauf hin, dass ein Verkauf des Grundstücks G5 weiterhin

**Rn. 451**

vorausgesetzt werde und bekräftigen, dass diesbezüglich eine Umschuldung des

**Rn. 452**

Kredits auf den Sohn Steffen X mangels ausreichender Bonität nicht in Betracht

**Rn. 453**

komme. Die Sache mit der Übertragung eines Grundstückanteils F2 auf die

**Rn. 454**

Tochter Ellen X wurde seitens der Bank bis zur Ablösung des Darlehens

**Rn. 455**

4012276201 zurückgestellt.

**Rn. 456**

Nachdem die Kreditabteilung der E Bank in C am 05.10.1995 einer

**Rn. 457**

Prolongation des Kredites zugestimmt hatte, erfolgte am 25.131.10.1995 der

**Rn. 458**

Abschluss einer neuen Darlehensvereinbarung, die unter Beibehaltung der bisher

**Rn. 459**

vereinbarten Sicherheiten eine Verlängerung des Kredits um drei Monate vorsah. Die

**Rn. 460**

neue Frist lief jedoch bereits am Tage der Unterzeichnung des Vertrages durch Rita

**Rn. 461**

X, also am 31.10.1995, aus. Der Prolongationsvertrag sah vor, dass am

**Rn. 462**

01.11.1995 eine Verkaufsvollmacht zugunsten des von der Bank eingeschalteten

**Rn. 463**

Immobilienmaklers M2 in Kraft treten sollte, der am 02.11.1995 im Hinblick auf

**Rn. 464**

die Immobilie G5 auch eingeschaltet wurde.

**Rn. 465**

Hinsichtlich des Grundstücks F2 setzten die Verantwortlichen der E

**Rn. 466**

Bank hingegen weiterhin auf einen Verkauf an die Firma C6. Anfang November

**Rn. 467**

1995 erfuhr der zuständige Sachbearbeiter N2 des Filialbereichs 2

**Rn. 468**

der Dresdner Bank jedoch davon, dass der bebaute Grundstücksteil zwischenzeitlich

**Rn. 469**

trotz der Einwände, die er im Gespräch vom 30.08.1995 erhoben hatte, an die

**Rn. 470**

Tochter Ellen X für 250.000 DM verkauft worden war. Gleichzeitig hatte Ellen

**Rn. 471**

X eine Finanzierungsanfrage bei der E Bank, Filiale 3,

**Rn. 472**

gestellt. Der Kaufvertrag sah eine Belegung des Kaufpreises bis zum

**Rn. 473**

30.11.1995 vor, wobei der Verkaufserlös zur Teilreduzierung des Darlehens

**Rn. 474**

4012276201 verwendet werden sollte. Dieser Teilablösung stimmte die

**Rn. 475**

Kreditabteilung der E Bank allerdings nur unter dem Vorbehalt zu, dass

**Rn. 476**

auch die übrigen Objekte zu den angegebenen Werten verkauft würden, so dass

**Rn. 477**

sichergestellt werden könne, dass eine Reduzierung des Gesamtengagements um

**Rn. 478**

2.029.000 DM erfolge. Einer Pfandfreigabe zugunsten Ellen X wurde

**Rn. 479**

dementsprechend vorläufig nicht zugestimmt. Außerdem wurde auch bezüglich des

**Rn. 480**

Objekts F2 die Einschaltung des Immobilienmaklers M2 angeordnet,

**Rn. 481**

sofern bis zum Jahresende kein Verkauf an die C6 zustande komme.

**Rn. 482**

Die diesbezüglichen Verkaufsverhandlungen schleppten, sich trotzdem bis zum

**Rn. 483**

Jahresende 1995 weiter hin. Zwischenzeitlich lagen die Planentwurfsunterlagen zwar

**Rn. 484**

dem zuständigen Ausschuss der Gemeinde F2 zur Genehmigung vor, der

**Rn. 485**

jedoch noch keine Entscheidung getroffen hatte. Ein Verkauf des unbebauten

**Rn. 486**

Grundstückteils der Liegenschaft F2 war daher weiterhin ungewiss.

**Rn. 487**

Dies galt auch für das Grundstück G5. Für dieses Objekt fand der

**Rn. 488**

Makler M2 Anfang 1996 zwar einen Käufer und erreichte den Abschluss eines

**Rn. 489**

Kaufvertrages, allerdings verstrich die Zahlungsfrist für den Kaufpreis in Höhe von

**Rn. 490**

1,38 Millionen DM fruchtlos, so dass der Vertrag rückabgewickelt und ein neuer

**Rn. 491**

Käufer gesucht werden musste.

**Rn. 492**

Ende Januar 1996 schien sich das Blatt dann zumindest im Hinblick auf das

**Rn. 493**

Grundstück F2 zu wenden. Mit Schreiben vom 29.01.1996 teilte die Firma

**Rn. 494**

C6 den Eheleuten X mit, dass der Abschluss des Kaufvertrages erfolgen

**Rn. 495**

könne, sobald die Gemeindevertreterversammlung in ihrer Sitzung vom 21.02.1996

**Rn. 496**

den eingereichten Bebauungsplan zur Auslegung beschließe, da in diesem Fall eine

**Rn. 497**

Planungssicherheit i.S.d. § 33 Abs. 2 BauGB gegeben sei. Gleichzeitig wurde die

**Rn. 498**

Erarbeitung eines Kaufvertrages angekündigt, wovon auch die Verantwortlichen der

**Rn. 499**

E Bank über die Familie X am 07.02.1996 Kenntnis erhielten und

**Rn. 500**

daher zunächst von weiteren Maßnahmen absahen. Am 15.03.1996 bekamen die

**Rn. 501**

Eheleute X den versprochenen Kaufvertragsentwurf von der Firma C6

**Rn. 502**

zugesandt, wurden allerdings gleichzeitig davon in Kenntnis gesetzt, dass erst in der

**Rn. 503**

Gemeindevertreterversammlung vom 03.04.1996 ein Entschluss über die Auslegung

**Rn. 504**

des Bebauungsplans getroffen werde. Bezüglich des Kaufpreises bot die C6

**Rn. 505**

X's 350 DM je m2 Grundstücksfläche an, was allerdings an die Bedingung

**Rn. 506**

geknüpft wurde, dass auf dem Grundstück eine Geschossflächenzahl in den

**Rn. 507**

Vollgeschossen von 0,8 erreichbar sei, weil nur auf diese Weise die angepeilten

**Rn. 508**

2.621 qm Gesamtwohnfläche zu verwirklichen waren.

**Rn. 509**

Dass dieses Ziel nicht erreicht werden konnte, erfuhren die Verantwortlichen der

**Rn. 510**

E Bank (Filialbereich 2) bereits in einem Telefonat vom

**Rn. 511**

11.04.1996, in dessen Verlauf ein Mitarbeiter der C6 darauf hinwies, dass in der

**Rn. 512**

Gemeindevertreterversammlung vom 03.04.1996 zwar der gewünschte

**Rn. 513**

Aufstellungsbeschluss erfolgt sei, allerdings mit der Einschränkung, dass nur einer

**Rn. 514**

Geschossflächenzahl von 0,6 zugestimmt werde. Aufgrund der Ausführungen im

**Rn. 515**

Schreiben der C6 vom 15.03.1996 hatte dies zwangsläufig eine Reduzierung

**Rn. 516**

des Kaufpreisangebotes zur Folge.

**Rn. 517**

Da ein konkretes Datum für den Abschluss des Kaufvertrages mit der C6 noch

**Rn. 518**

immer nicht feststand, sahen sich die Eheleute X am 04.03.1996 gezwungen,

**Rn. 519**

einen weiteren Prolongationsantrag für das Darlehen 4012276201 zu stellen, der

**Rn. 520**

seitens der E Bank Filiale 1 nur im Hinblick auf die

**Rn. 521**

Sicherheiten und den bevorstehenden Abschluss des Kaufvertrages bezüglich des

**Rn. 522**

Grundstückes F2 befürwortet wurde. Die Kreditabteilung des Filialbereichs

**Rn. 523**

2 der E Bank stimmte am 02.04.1996 einer Prolongation bis zum

**Rn. 524**

30.06.1996 unter Bedenken zu und kündigte an, nach einer Ablösung von

**Rn. 525**

mindestens 1,776 Millionen DM aus den Verkaufserlösen G5 und

**Rn. 526**

F2 die Zustimmung zum Kaufvertrag mit der Tochter Ellen X zu

**Rn. 527**

erklären, sofern der Nachweis der Bedienbarkeit des verbleibenden

**Rn. 528**

Hypothekendarlehens erbracht worden sei.

**Rn. 529**

b) Das Tatgeschehen

**Rn. 530**

aa) Die Tatplanung

**Rn. 531**

In dieser finanziell sehr schwierigen Situation, die dadurch gekennzeichnet war, dass

**Rn. 532**

die erzielbaren Grundstückspreise weiterhin stetig sanken, lernte die Familie X

**Rn. 533**

den Ehemann der Angeklagten, den rechtskräftig Verurteilten T,

**Rn. 534**

kennen. Dieser meldete sich auf eine Zeitungsanzeige oder aufgrund eines Tipps

**Rn. 535**

seiner Agentin telefonisch bei den Eheleuten X und bekundete Kaufinteresse

**Rn. 536**

hinsichtlich des Grundstücks G5 in C5. Obwohl zu diesem

**Rn. 537**

Zeitpunkt eigentlich bereits feststand, dass die Eheleute T ihr Privathaus auf der

**Rn. 538**

bereits erwähnten Liegenschaft in T6 errichten würden, erklärte

**Rn. 539**

T, er suche für ein privates Bauvorhaben ein passendes Grundstück und

**Rn. 540**

vereinbarte mit Karlheinz X einen Besichtigungstermin. Infolgedessen kam es

**Rn. 541**

Anfang April 1996 zu einem ersten Treffen im Eiscafe der Eheleute X in

**Rn. 542**

C5, G4, an dem auch die Angeklagte und Rita X

**Rn. 543**

teilnahmen. Nachdem die Angeklagte und ihr Mann die nahe gelegene Immobilie

**Rn. 544**

G5 gemeinsam mit Karlheinz X besichtigt hatten, kehrten sie

**Rn. 545**

zusammen zur Eisdiele der Familie X zurück und besprachen dort in

**Rn. 546**

Anwesenheit der Rita X die weitere Vorgehensweise. Die Eheleute T

**Rn. 547**

erklärten nun, sie hätten sich zwar bereits zum Kauf eines anderen Grundstücks in

**Rn. 548**

T6 entschlossen, es bestünde jedoch die Möglichkeit, die auf dem Grundstück

**Rn. 549**

G5 stehende Villa über einen befreundeten Bauunternehmer aus I4

**Rn. 550**

- gemeint war der rechtskräftig Verurteilte Q - zu renovieren und sodann mit

**Rn. 551**

einem weit höheren Gewinn zu veräußern, als der unrenovierte Verkauf einbringen

**Rn. 552**

würde. Dieser Vorschlag fiel bei X's aufgrund der sinkenden Immobilienpreise

**Rn. 553**

auf fruchtbaren Boden, so dass sie nicht nur an diesem Vorschlag Interesse zeigten,

**Rn. 554**

sondern darüber hinaus auch auf ihre ebenfalls vakante Immobilie in F2

**Rn. 555**

verwiesen, weil sie hofften, auch dort über den von Ts erwähnten

**Rn. 556**

Bauunternehmer einen besseren Preis erzielen zu können, als er von der C6

**Rn. 557**

geboten worden war. Nachdem T sich grob über den Planungsstand

**Rn. 558**

des Bauvorhabens F2 hatte informieren lassen und auch dieses Grundstück

**Rn. 559**

in Augenschein genommen hatte, versprach er, hinsichtlich beider Objekte

**Rn. 560**

(G5 und F2) mit Q Verbindung aufzunehmen und sich

**Rn. 561**

sodann wieder zu melden.

**Rn. 562**

Kurze Zeit später rief T in Absprache mit der Angeklagten den

**Rn. 563**

rechtskräftig Verurteilten Q an und informierte ihn über den neu geknüpften

**Rn. 564**

Kontakt. Da Ts die schwierige finanzielle Lage der Familie X zu diesem

**Rn. 565**

frühen Zeitpunkt noch nicht kannten, hofften sie, die Grundstücke F2 und

**Rn. 566**

G5 zügig bebauen und anschließend vermarkten zu können. Der

**Rn. 567**

angestrebte Gewinn sollte dazu beitragen, die drängendsten finanziellen Probleme

**Rn. 568**

der Eheleute T möglichst schnell zu lösen.

**Rn. 569**

Q zeigte seinerseits umgehend Interesse an den Grundstücken und schickte

**Rn. 570**

den rechtskräftig Verurteilten C11 - einen leitenden Angestellten des B-

**Rn. 571**

Unternehmensverbundes - nach C, um die Immobilien in Augenschein zu

**Rn. 572**

nehmen. Nach seiner Rückkehr informierte C11, der durch Urteil der XIII. großen

**Rn. 573**

Strafkammer des Landgerichts Dortmund vom 14.09.2004 wegen zahlreicher

**Rn. 574**

Straftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten verurteilt

**Rn. 575**

worden ist, den rechtskräftig Verurteilten Q darüber, dass es sich bei dem

**Rn. 576**

Grundstück G5 um ein interessantes Seegrundstück mit alter Bebauung

**Rn. 577**

handele und bei der Immobilie in F2 um ein gut gelegenes und einträglich

**Rn. 578**

vermarktbares Baugrundstück, das allerdings mit einer Grundschuld in Höhe von 1,8

**Rn. 579**

Millionen DM belastet sei. Nähere Hintergründe zu der Belastung konnte C11 zu

**Rn. 580**

diesem Zeitpunkt noch nicht mitteilen.

**Rn. 581**

Der rechtskräftig Verurteilte Q entschloss sich nun zu einer direkten

**Rn. 582**

Kontaktaufnahme und begab sich Anfang Mai 1996 selbst nach C, wo es zu

**Rn. 583**

einem Gespräch mit den Eheleuten X in deren Eisdiele kam, an dem auch die

**Rn. 584**

Angeklagte und ihr Ehemann teilnahmen. Spätestens anlässlich dieser

**Rn. 585**

Zusammenkunft erfuhren die Angeklagte, ihr Mann und Q auch von dem

**Rn. 586**

unbelasteten Seegrundstück in U, das man bei diesem oder einem anderen

**Rn. 587**

Treffen im Mai 1996 gemeinsam besichtigte. Die in diesem Zusammenhang mit

**Rn. 588**

X's geführten Gespräche, die T und Q - in Absprache mit

**Rn. 589**

der Angeklagten - in den darauf folgenden Wochen in Form von Telefonaten und

**Rn. 590**

weiteren persönlichen Kontakten fortsetzten, dienten in erster Linie dazu, nähere

**Rn. 591**

Auskünfte über X's Grundstücke und deren eventuelle Belastung mit

**Rn. 592**

Grundpfandrechten zu erhalten, wobei Karlheinz X vor allem die Nähe zu

**Rn. 593**

T suchte, dem er aufgrund seines Bekanntheitsgrades als Schauspieler

**Rn. 594**

und der Tatsache, dass auch T's aus der ehemaligen DDR stammten, in hohem

**Rn. 595**

Maße Vertrauen schenkte. Zum Zwecke der Beschaffung weiterer Informationen

**Rn. 596**

suchten der Ehemann der Angeklagten und Q mindestens einmal gemeinsam

**Rn. 597**

mit Karlheinz X das Bauamt in F2 auf, wo sie aktuelle Informationen

**Rn. 598**

zum Planungsstand und den Verhandlungen mit der C6 erhielten.

**Rn. 599**

Spätestens im Juni 1996 hatten sich Q und C11 sowie die Eheleute T

**Rn. 600**

einen umfassenden Überblick über sämtliche Immobilien der Familie X

**Rn. 601**

verschafft und auch von deren finanziellen Problemen Kenntnis erlangt. Sie hatten im

**Rn. 602**

Laufe des Monats Mai erfahren, dass X's insgesamt vier Grundstücke besaßen,

**Rn. 603**

wobei das mit Grundschulden in Höhe von 776.000 DM belastete Grundstück

**Rn. 604**

G4 für die weiteren Planungen keine Rolle mehr spielte. Dies galt

**Rn. 605**

jedoch nicht für die unbelasteten Immobilien G5 und U sowie das

**Rn. 606**

mit Grundschulden in Höhe von 1,803 Millionen DM belastete Grundstück in

**Rn. 607**

F2, die sowohl die Angeklagte und ihren Ehemann als auch Q und

**Rn. 608**

C3, der die Informationen über die Liegenschaften von Q und C11

**Rn. 609**

etwas zeitversetzt erhalten hatte, aufgrund der desolaten finanziellen Gesamtlage

**Rn. 610**

aller Beteiligten weiterhin interessierten, obwohl nun klar war, dass eine schnelle

**Rn. 611**

Bebauung und eine zügige Vermarktung aufgrund der finanziell angespannten

**Rn. 612**

Situation der Familie X nicht möglich sein würde. Die finanziellen

**Rn. 613**

Schwierigkeiten der Eheleute X schlugen sich in erster Linie in dem Zeitdruck

**Rn. 614**

nieder, der seitens der E Bank im Hinblick auf die Veräußerung der

**Rn. 615**

Grundstücke G5 und F2 aufgebaut worden war. Zwar war es am

**Rn. 616**

24.04./03.05.1996 zu einer zweiten Prolongation des Darlehens 4012276201

**Rn. 617**

gekommen, die allerdings bis zum 30.06.1996 befristet war, so dass lediglich ein

**Rn. 618**

Zeitfenster von knapp zwei Monaten für den Abschluss der Verhandlungen zur

**Rn. 619**

Verfügung stand. Der Vertrag enthielt außerdem weitere Klauseln, bezüglich derer

**Rn. 620**

nicht abschließend geklärt werden konnte, ob sie der Angeklagten, ihrem Mann,

**Rn. 621**

Q, C3 oder C11 bekannt waren. So war die Vereinbarung mit dem

**Rn. 622**

ausdrücklichen Hinweis versehen, dass die Verantwortlichen der Bank bis zum

**Rn. 623**

30.06.1996 die Vorlage eines notariellen Kaufvertrages über das Grundstück

**Rn. 624**

F2 mit der C6 erwarteten und dass nach fruchtlosem Ablauf der Frist

**Rn. 625**

auch bezüglich dieses Objektes die Verkaufsvollmacht ausgeübt werde, die die

**Rn. 626**

Eheleute X der Bank erteilt hatten. Hinsichtlich der Immobilie G5

**Rn. 627**

wurde eine Verlängerung des Maklerauftrages zugunsten des Immobilienmaklers M2 vereinbart, wobei eine separate Erklärung der Kinder der Eheleute X

**Rn. 628**

vorzulegen war, in der diese sich verpflichten mussten, das Grundstück nicht selbst

**Rn. 629**

zu belasten oder zu veräußern. Die Eheleute X mussten ihrerseits bezüglich der

**Rn. 630**

Immobilie in U eine entsprechende Erklärung abgeben und sich darüber hinaus

**Rn. 631**

dazu verpflichten, auf Verlangen der Bank eine verzinsliche Grundschuld zu

**Rn. 632**

bestellen, sofern sich die Vorfinanzierung innerhalb der Kreditfrist nicht erledigt habe.

**Rn. 633**

Q erkannte schnell die Chancen, die sich trotz der finanziellen

**Rn. 634**

Schwierigkeiten der Familie X für ihn, seine Unternehmen und im Hinblick auf

**Rn. 635**

die drängenden Altverbindlichkeiten ergaben. Er entschloss sich, die Immobilien

**Rn. 636**

G5, U und F2 zu nutzen, um den Betrieb seiner an sich

**Rn. 637**

längst konkursreifen Unternehmen aufrechtzuerhalten und die aus den vorherigen

**Rn. 638**

Bauvorhaben resultierenden Verbindlichkeiten zu reduzieren, was auch den

**Rn. 639**

Wünschen der Angeklagten, ihres Ehemannes und des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 640**

C3 entsprach. Anstatt von den geplanten Vorhaben Abstand zu nehmen und

**Rn. 641**

sich von der Familie X angesichts von deren wirtschaftlichen Problemen zu

**Rn. 642**

trennen, entschlossen sich auch die Angeklagte und ihr Mann, die Projekte

**Rn. 643**

fortzuführen und Q in diesem Zusammenhang "freie Hand" zu lassen. Dabei

**Rn. 644**

war ihnen klar, dass die Fortsetzung der Vorhaben aufgrund der eigenen finanziellen

**Rn. 645**

Schwierigkeiten wohl nur durch Täuschung und auf Kosten der Eheleute X

**Rn. 646**

möglich sein würde, was sie aufgrund ihrer eigenen finanziellen Zwangssituation

**Rn. 647**

billigend in Kauf nahmen.

**Rn. 648**

Im Rahmen der zuvor beschriebenen Gespräche schlug T in Absprache

**Rn. 649**

mit der Angeklagten den Eheleuten X nun vor, einen Verkauf der

**Rn. 650**

Liegenschaften F2 und G5 erst nach erfolgter Bebauung bzw.

**Rn. 651**

Sanierung ins Auge zu fassen, da dies einen höheren Gewinn verspreche. Unter

**Rn. 652**

Verwendung der bisherigen Planungen der Firma C6 sollte das Grundstück in

**Rn. 653**

F2 mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden, wobei von vornherein klar war,

**Rn. 654**

dass aufgrund der am 03.04.1996 von der Gemeindevertreterversammlung

**Rn. 655**

beschlossenen Reduzierung der Geschossflächenzahl nur eine Errichtung von

**Rn. 656**

insgesamt 24 Wohneinheiten möglich sein würde. Diese Wohnungen sollten nach

**Rn. 657**

einer entsprechenden Teilungserklärung gewinnbringend veräußert werden. Eine

**Rn. 658**

ähnliche Vorgehensweise planten T und Q - im Einverständnis

**Rn. 659**

mit der Angeklagten - auch im Hinblick auf das Grundstück G5, das

**Rn. 660**

geteilt werden sollte, um auf dem unbebauten Teil der Liegenschaft ein kleineres

**Rn. 661**

Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten zu errichten, die dann ebenso wie der

**Rn. 662**

Grundstücksteil mit der noch zu renovierenden Villa zum Verkauf vorgesehen waren.

**Rn. 663**

Die Bauarbeiten selbst sollten von der Firma B2 der rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 664**

Q und C3 durchgeführt werden.

**Rn. 665**

Um Zugriff auf X's Grundstücke zu erlangen und diese finanziell für ihre Zwecke

**Rn. 666**

auszuschlachten, gerierten sich die Angeklagte, ihr Ehemann und Q im

**Rn. 667**

Rahmen der Verhandlungen als erfolgreiche Geschäftsleute und verschwiegen dabei

**Rn. 668**

bewusst ihre erheblichen finanziellen Probleme, die die vorangegangenen

**Rn. 669**

fehlgeschlagenen Bauvorhaben aufgetürmt und die solche Ausmaße angenommen

**Rn. 670**

hatten, dass eine wirtschaftlich ordnungsgemäße Abwicklung der geplanten

**Rn. 671**

Vorhaben in F2 und C5 schon aus diesem Grund ausgeschlossen

**Rn. 672**

war. Q entwickelte außerdem mit Zustimmung der Angeklagten und ihres

**Rn. 673**

Mannes ein groß angelegtes Täuschungskonzept: Er empfahl den Eheleuten X

**Rn. 674**

bezüglich aller drei Immobilien jeweils die Bildung einer Grundstücksgesellschaft

**Rn. 675**

bürgerlichen Rechts, angeblich um die Grundstücke F2 und G5 zu

**Rn. 676**

bebauen und zu vermarkten, wobei er in seine Überlegungen von Anfang an auch

**Rn. 677**

das Grundstück U einschloss, das als zusätzliche Sicherheit gegenüber den

**Rn. 678**

Banken dienen sollte. Die personelle Zusammensetzung der

**Rn. 679**

Grundstücksgesellschaften stand zu diesem Zeitpunkt - Ende Mai 1996 - noch nicht

**Rn. 680**

exakt fest, es war jedoch klar, dass neben Q und den Eheleuten X auch

**Rn. 681**

die Angeklagte, ihr Mann und C3 in irgendeiner Form beteiligt sein würden.

**Rn. 682**

Der rechtskräftig Verurteilte Q versprach im Einvernehmen mit T

**Rn. 683**

und der Angeklagten den Eheleuten X in diesem Zusammenhang, er werde

**Rn. 684**

deren Altverbindlichkeiten bei der E Bank in Höhe von 1.803.000 DM

**Rn. 685**

umgehend im Zuge einer Baufinanzierung für das Objekt F2 ablösen. Im

**Rn. 686**

Gegenzug sollten die Eheleute X bzw. deren Kinder Eigentümergrundschulden

**Rn. 687**

in Höhe von jeweils 2.000.000 DM auf den bis dahin unbelasteten Grundstücken

**Rn. 688**

G5 und U bestellen und diese jeweils an die übrigen GbR Mitglieder abtreten. Auf diese Weise wollte Q zusammen mit der Angeklagten,

**Rn. 689**

ihrem Mann und C3 die Verfügungsgewalt über die Grundschulden erlangen

**Rn. 690**

und diese zur Beschaffung von liquiden Mitteln einsetzen, ohne dass dies einer

**Rn. 691**

weiteren Genehmigung der Familie X bedurft hätte. Den Eheleuten X

**Rn. 692**

spiegelte er hingegen in Absprache mit T's vor, die Bestellung und Abtretung der

**Rn. 693**

Grundschulden solle in erster Linie seiner und der Absicherung der übrigen GbR Mitglieder,

**Rn. 694**

also der Angeklagten und ihres Mannes sowie des rechtkräftig

**Rn. 695**

Verurteilten C3, dienen. Durch die Gründung der Grundstücksgesellschaften

**Rn. 696**

würden nämlich neben den Eheleuten X auch die übrigen GbR-Mitglieder für die

**Rn. 697**

Altverbindlichkeiten auf dem Grundstück F2 haften und insofern quasi 2/3 der

**Rn. 698**

Schulden übernehmen. Dies könne nicht ohne eine dingliche Absicherung erfolgen,

**Rn. 699**

um die Vertragstreue der Eheleute X zu gewährleisten. Weiterhin machten

**Rn. 700**

Q und T im Einvernehmen mit der Angeklagten die Eheleute

**Rn. 701**

X glauben, dass die Grundschuld auf dem Grundstück G5

**Rn. 702**

überhaupt nicht und die Grundschuld auf dem Grundstück U ausschließlich zur

**Rn. 703**

Kreditbeschaffung in Bezug auf das Bauvorhaben F2 eingesetzt und einer

**Rn. 704**

finanzierenden Bank als Sicherheit angeboten werde.

**Rn. 705**

In Wahrheit gingen die Planungen des rechtskräftig Verurteilten Q, die die

**Rn. 706**

Angeklagte und ihr Ehemann nicht in allen Einzelheiten, wohl aber hinsichtlich der·

**Rn. 707**

wesentlichen Punkte kannten, in eine ganz andere Richtung. Q hatte zwar

**Rn. 708**

tatsächlich vor, die Grundstücke F2 und G5 möglichst schnell zu

**Rn. 709**

bebauen und zu vermarkten, allerdings wollte er die Grundschulden, die ihm, der

**Rn. 710**

Angeklagten, T und C3 eingeräumt werden sollten, nicht nur als

**Rn. 711**

Sicherheit oder für das Bauvorhaben F2 nutzen, sondern für eigene Zwecke

**Rn. 712**

verwenden. Durch den Einsatz der Grundschulden beabsichtigte er mehrere

**Rn. 713**

Probleme gleichzeitig zu lösen, die zu dieser Zeit besonders drängten.

**Rn. 714**

Dies betraf zum einen die Umfinanzierung eines Kredits, den ein Geschäftspartner

**Rn. 715**

des Q, der anderweitig Verfolgte C7, für seine Firma L3

**Rn. 716**

aufgenommen hatte. Q und C7 suchten Anfang 1996 händeringend nach

**Rn. 717**

einem neuen Betriebsmittelkredit für die L3, mit dessen Hilfe C7

**Rn. 718**

Altverpflichtungen erfüllen und seine deutlich überzogene Kreditlinie bei der

**Rn. 719**

T11 BANK zurückführen wollte. Bei der Suche nach dem neuen

**Rn. 720**

Kreditinstitut waren Q und C7 Anfang 1996 auf die E Bank 4 gestoßen. Im Rahmen der Verhandlungen verlangten die

**Rn. 721**

Verantwortlichen der Bank spätestens ab Mitte Juni 1996 eine Zusatzsicherheit, die

**Rn. 722**

Voraussetzung für die Gewährung des Kredites war. Über die Familie X bekam

**Rn. 723**

Q nun mit dem Grundstück in U eine solche Sicherheit an die Hand, die

**Rn. 724**

C7 den Verantwortlichen der E Bank 4 Ende Juni 1996 ohne

**Rn. 725**

Wissen der Eheleute X, aber mit Zustimmung des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 726**

Q, dann auch anbot.

**Rn. 727**

Ähnlich verhielt es sich mit der geplanten Grundschuld auf dem Grundstück

**Rn. 728**

G5, die Q ebenfalls von vornherein abredewidrig für eigene

**Rn. 729**

Zwecke einsetzen wollte. In unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem

**Rn. 730**

Kennenlernen der Eheleute X waren Q und C3 auf die Idee

**Rn. 731**

gekommen, die Fertighäuser, die sie für ihre Bauvorhaben bis dahin in Schweden

**Rn. 732**

bestellt hatten, selbst herzustellen. Als Betriebsstätte sollte ihnen das Unternehmen

**Rn. 733**

eines Herrn G2 in L4 dienen, das sie spätestens nach dem ersten

**Rn. 734**

Kontakt mit X's zu übernehmen beabsichtigten. Hierbei handelte es sich um

**Rn. 735**

einen holzverarbeitenden Betrieb mit angeschlossener Spedition, den G2 1990

**Rn. 736**

kurz nach der Wende in der ehemaligen DDR gegründet hatte. Den Kontakt zu ihm

**Rn. 737**

hatten Q und C3 zum Jahreswechsel 1994/1995 über den

**Rn. 738**

gemeinsamen Geschäftspartner H2 geknüpft. G2 hatte zu dieser Zeit

**Rn. 739**

erhebliche finanzielle Probleme und suchte eine Bank, die ihm einen weiteren

**Rn. 740**

Betriebsmittelkredit gewähren sollte. H2, der von den Problemen wusste,

**Rn. 741**

verwies G2 an den rechtskräftig Verurteilten Q, der sich bereiterklärte, bei

**Rn. 742**

der Lösung der finanziellen Schwierigkeiten behilflich zu sein. Trotzdem

**Rn. 743**

verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens bis Mitte 1996 so

**Rn. 744**

weit, dass es unmittelbar vor dem Konkurs stand. Diese Situation ermöglichte nun

**Rn. 745**

eine kostengünstige Übernahme des Betriebes durch Q und C3, die zu

**Rn. 746**

diesem Zweck im Laufe des Jahres 1996 Verbindung zu dem schwedischen

**Rn. 747**

Kaufmann T7 aufnahmen, der bei dem Aufbau des Fertighausunternehmens

**Rn. 748**

behilflich sein sollte.

**Rn. 749**

Ende Mai/Anfang Juni 1996 befanden sich diese Übernahmepläne zwar noch im

**Rn. 750**

Anfangsstadium; Q und C3 sahen jedoch bereits damals die

**Rn. 751**

Möglichkeit, die in dem geplanten neuen Betrieb zu fertigenden Häuser für das

**Rn. 752**

Projekt in F2 und bei einem weiteren ins Auge gefassten Bauvorhaben in

**Rn. 753**

H zu verwenden. Beiden war allerdings klar, dass sie für die Gründung und den

**Rn. 754**

Betrieb des Fertighausunternehmens einen Betriebsmittelkredit benötigen und dafür

**Rn. 755**

Sicherheiten anzubieten haben würden. Da andere Sicherheiten oder gar

**Rn. 756**

Eigenkapital nicht zur Verfügung standen, beabsichtigten sie, das den Kindern

**Rn. 757**

X gehörende Grundstück G5 zu diesem Zweck einzusetzen, was

**Rn. 758**

den Mitgliedern der Familie X bewusst verschwiegen wurde. Aufgrund der

**Rn. 759**

prekären finanziellen Gesamtsituation gingen Q und C3 außerdem

**Rn. 760**

davon aus, dass sie die Kreditmittel, die sie mit den X-Grundstücken

**Rn. 761**

aufnehmen wollten, nicht nur für das neue Fertighausunternehmen, sondern vor

**Rn. 762**

allem auch zum Stopfen der enormen finanziellen Löcher verwenden würden, die

**Rn. 763**

sich insbesondere auch bei den Bauvorhaben, an denen die Angeklagte und ihr

**Rn. 764**

Mann beteiligt waren, aufgetan hatten. Diese innerhalb des B-

**Rn. 765**

Unternehmensverbundes gängige Praxis, die schon seit 1995 regelmäßig bei neu

**Rn. 766**

aufgenommenen Darlehen angewandt wurde, war spätestens ab Anfang 1996 auch

**Rn. 767**

der Angeklagten und ihrem Mann in den wesentlichen Grundzügen bekannt. Die

**Rn. 768**

Vorgehensweise diente der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes des B-

**Rn. 769**

Unternehmensverbundes, wobei der Angeklagten und ihrem Ehemann klar war, dass

**Rn. 770**

das finanzielle Ende des B- Unternehmensverbundes unweigerlich auch ihren

**Rn. 771**

endgültigen wirtschaftlichen Ruin bedeutet hätte.

**Rn. 772**

Die Eheleute X gingen aufgrund der vorerwähnten Täuschungen davon aus,

**Rn. 773**

kompetente und solvente Geschäftspartner gefunden zu haben, mit denen sie

**Rn. 774**

gemeinsam die geplanten Vorhaben durchführen wollten. In besonderem Maße

**Rn. 775**

vertrauten sie dem Ehemann der Angeklagten, da sie sich nicht vorstellen konnten,

**Rn. 776**

dass dieser sie in Anbetracht seines Bekanntheitsgrades hintergehen würde, was

**Rn. 777**

T auch mehrfach ausdrücklich beteuert hatte. Die Eheleute X

**Rn. 778**

glaubten insbesondere an die absprachegemäße Verwendung der Grundschulden,

**Rn. 779**

die sie auf den Grundstücken U und G5 bestellen sollten. Daher

**Rn. 780**

fassten sie den Entschluss, grundsätzlich auf die Vorschläge der rechtskräftig

**Rn. 781**

Verurteilten Q sowie T einzugehen und die Immobilien

**Rn. 782**

G5 und F2 erst nach einer Bebauung bzw. nach erfolgter

**Rn. 783**

Renovierung zu veräußern. Dabei legte vor allem Karlheinz X- was die

**Rn. 784**

Eheleute T auch deutlich erkannten - größten Wert auf die Beteiligung des

**Rn. 785**

Ehemannes der Angeklagten, weil er ihm weit mehr Vertrauen entgegenbrachte als

**Rn. 786**

dem rechtskräftig Verurteilten Q. Zwischen den Eheleuten T und

**Rn. 787**

Q bestand infolgedessen eine zumindest stillschweigende Übereinkunft,

**Rn. 788**

wonach der Ehemann der Angeklagten im Wege einer einvernehmlichen

**Rn. 789**

Arbeitsteilung dafür sorgen sollte, die Eheleute X bei Laune und "bei der

**Rn. 790**

Stange" zu halten, während Q die Details der illegalen Kapitalbeschaffung

**Rn. 791**

planen und durchführen sollte.

**Rn. 792**

Da die Mitglieder der Familie X glaubten, eine lukrative Lösung ihrer finanziellen

**Rn. 793**

Schwierigkeiten gefunden zu haben, zog die Tochter Ellen X im Mai 1996 ihre

**Rn. 794**

Finanzierungsanfrage bei der E Bank 3 mit der

**Rn. 795**

Begründung zurück, man habe einen anderen Weg im Hinblick auf das Grundstück

**Rn. 796**

F2 gefunden. Außerdem brachen X's Mitte Juni 1996 die

**Rn. 797**

Verkaufsverhandlungen mit der Firma C6 ab, die aufgrund der

**Rn. 798**

Preisvorstellungen der Eheleute X am 17.06.1996 ihrerseits bereits einen

**Rn. 799**

Rückzug aus dem geplanten Geschäft gegenüber der E Bank

**Rn. 800**

angekündigt hatte.

**Rn. 801**

Nachdem sich X's gegenüber T's und Q grundsätzlich mit der

**Rn. 802**

vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden erklärt hatten, wurden am

**Rn. 803**

07.06.1996 drei privatschriftliche, auf die Grundstücke F2, G5

**Rn. 804**

und U bezogene GbR-Verträge geschlossen, die als Gesellschafter jeweils

**Rn. 805**

neben den Eheleuten X die Angeklagte und die den rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 806**

Q und C3 gehörende Firma B2 vorsahen.

**Rn. 807**

Bei der Umsetzung des geschilderten Tatplanes ergaben sich in den folgenden

**Rn. 808**

Wochen und Monaten jedoch eine Reihe von Hindernissen, die die Angeklagte, ihren

**Rn. 809**

Ehemann und die rechtskräftig Verurteilten Q, C3 und C11 zumindest

**Rn. 810**

teilweise zu einer Modifizierung ihrer Vorgehensweise zwangen.

**Rn. 811**

bb) Beschaffung der nachrangigen Grundschuld auf dem Grundstück U für den

**Rn. 812**

Betriebsmittelkredit der L3

**Rn. 813**

Im Laufe des Monats Juni 1996 bemühte sich Q in erster Linie darum, ein

**Rn. 814**

Kreditinstitut zu finden, das bereit war, den Kredit der Eheleute X in Höhe von

**Rn. 815**

1.803.000 DM bei der E Bank abzulösen. Zu diesem Zweck fertigte

**Rn. 816**

C11 am 20.06.1996 einen Kreditantrag über insgesamt 2,8 Millionen DM, der kurze

**Rn. 817**

Zeit später der E Bank 4 eingereicht wurde. Antragsteller waren

**Rn. 818**

neben den Eheleuten X die Eheleute T und die Firma B2. Der Antrag

**Rn. 819**

war auf die Ablösung der E Bank sowie auf die Gewährung eines

**Rn. 820**

Barkredites in Höhe von einer Million DM gerichtet. Als Sicherheit sollte eine

**Rn. 821**

Grundschuld in Höhe von 1.800.000 DM auf dem Grundstück F2 und eine

**Rn. 822**

erstrangige (Teil-) Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf dem Grundstück

**Rn. 823**

U dienen.

**Rn. 824**

In unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Kreditantrag bei der E

**Rn. 825**

Bank 4 meldete sich Q für die Eheleute X auch bei der

**Rn. 826**

E Bank und kündigte dort die Ablösung des Kredits innerhalb von zwei

**Rn. 827**

bis drei Wochen an. Allerdings gab er hier zunächst vor, die Ablösung werde durch

**Rn. 828**

die X3 Bank erfolgen. Diese Vorgehensweise diente in erster

**Rn. 829**

Linie dem Zeitgewinn und der Beruhigung. der Bankmitarbeiter, da das Darlehen der

**Rn. 830**

Eheleute X bei der E Bank zum 30.06.1996 ablief. Anfang Juli

**Rn. 831**

1996 erfuhr auch die E Bank, dass Q eine Ablösung des Kredits

**Rn. 832**

durch die E Bank 4 plante, weshalb sich der zuständige

**Rn. 833**

Mitarbeiter der E Bank mit dem Filialleiter der E Bank 4 telefonisch in Verbindung setzte, um den Sachverhalt zu klären. In

**Rn. 834**

einem an den B- Unternehmensverbund gerichteten Schreiben vom 09.07.1996

**Rn. 835**

setzte die E Bank den rechtskräftig Verurteilten Q daraufhin

**Rn. 836**

davon in Kenntnis, dass die E Bank 4 eine Ablösung des Kredites

**Rn. 837**

innerhalb des Hauses der E Bank ablehne, da diese Vorgehensweise dort

**Rn. 838**

weder gewünscht noch zulässig sei. Q wurde vielmehr aufgefordert,

**Rn. 839**

umgehend eine finanzierende Bank zu benennen, was ihm jedoch zu diesem

**Rn. 840**

Zeitpunkt noch nicht möglich war, da ein entsprechendes Kreditinstitut erst noch

**Rn. 841**

gefunden werden musste.

**Rn. 842**

Diese Nachricht veranlasste Q, noch am selben Tag einen Kreditantrag

**Rn. 843**

erstellen zu lassen, der kurz darauf an die T9 Bodencreditbank übersandt

**Rn. 844**

wurde. Der von dem rechtskräftig Verurteilten C11 gefertigte Antrag war auf die

**Rn. 845**

Gewährung eines Festdarlehens in Höhe von 1.800.000 DM und eines,

**Rn. 846**

Kontokorrentkredits in Höhe von 200.000 DM gerichtet und wurde für die Eheleute

**Rn. 847**

X, die Angeklagte und ihren Ehemann sowie die B2 gestellt. Die

**Rn. 848**

beantragte Kreditsumme wurde kurze Zeit später auf insgesamt 6.000.000 DM

**Rn. 849**

erhöht. Als Sicherheit sollten neben Grundschulden auf dem Grundstück F2

**Rn. 850**

auch eine erstrangige (Teil-) Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf dem

**Rn. 851**

Grundstück U dienen. In einem Begleitschreiben vom 15.07.1996 bat C11 die

**Rn. 852**

T9 Bodencreditbank um eine schnellstmögliche Kontaktaufnahme mit der

**Rn. 853**

E Bank, um deren Mitarbeitern nachzuweisen, dass die geplante

**Rn. 854**

Ablösung mit Nachdruck betrieben werde.

**Rn. 855**

Der Beruhigung der Verantwortlichen der E Bank dienten auch die Angaben,

**Rn. 856**

die Q am 12.07.1996 anlässlich eines persönlichen Treffens in den Räumen

**Rn. 857**

der E Bank machte. In Anwesenheit der Eheleute X und des

**Rn. 858**

rechtskräftig Verurteilten C11 berichtete Q von dem Kreditantrag bei der

**Rn. 859**

T9 Bodencreditbank. Da er gegenüber den Bankmitarbeitern einräumen

**Rn. 860**

musste, dass die Bearbeitung des Antrags einige Zeit in Anspruch nehmen werde

**Rn. 861**

und ihm bewusst war, dass dies angesichts des am 30.06.1996 ausgelaufenen

**Rn. 862**

Kredits ein Problem darstellen könnte, spiegelte er den anwesenden

**Rn. 863**

Bankmitarbeitern vor, dass ihm in Kürze ein Betrag in Höhe von 1,7 Millionen DM zur

**Rn. 864**

freien Verfügung stehen werde. Er bot an, diesen Betrag - im Vorgriff auf die

**Rn. 865**

beantragte Finanzierung bei der T9 Bodencreditbank - gegen Abtretung

**Rn. 866**

der bestehenden Grundschuld auf dem Grundstück F2 an die E Bank

**Rn. 867**

zu überweisen, obwohl ihm bewusst war, dass es hierzu aller Voraussicht

**Rn. 868**

nach gar nicht kommen konnte. Zwar hatte er die vage Aussicht, einen Betrag in

**Rn. 869**

dieser Höhe tatsächlich zu erlangen; die Summe sollte jedoch aus einem weiteren

**Rn. 870**

Bankkredit herrühren, den Q und C3 durch neue Täuschungen

**Rn. 871**

erlangen wollten, was dann letztlich allerdings misslang. Dieses großspurige

**Rn. 872**

Auftreten des rechtskräftig Verurteilten Q diente jedoch nicht nur der

**Rn. 873**

Besänftigung der Bankmitarbeiter, sondern auch dazu, den Eheleuten X nicht

**Rn. 874**

vorhandene Bonität vorzuspiegeln. Vor diesem Hintergrund versprach er in dem

**Rn. 875**

Termin vom 12.07.1996 auch die Bezahlung der inzwischen aufgelaufenen Zinsen

**Rn. 876**

der Eheleute X in Höhe von 75.000 DM. Er behauptete, er werde die Summe

**Rn. 877**

vorschießen und nachträglich innerhalb der GbR verrechnen. Dieses Versprechen

**Rn. 878**

gab er ab, obwohl ihm klar war, dass selbst dieser Betrag zumindest nicht in vollem

**Rn. 879**

Umfang zur Verfügung stand.

**Rn. 880**

Mit Schreiben vom 22.07.1996 an die Eheleute X kam die E Bank

**Rn. 881**

erwartungsgemäß auf den Vorschlag des rechtkräftig Verurteilten Q vom

**Rn. 882**

12.07.1996 zurück und nahm dessen Angebot zur Zahlung der 1,7 Millionen DM

**Rn. 883**

zwecks Ablösung der Kreditlinie der Eheleute X an. Gleichzeitig wiesen die

**Rn. 884**

zuständigen Bankmitarbeiter darauf hin, dass die rückständigen Zinsen in Höhe von

**Rn. 885**

75.000 DM trotz Ankündigung nicht geflossen seien.

**Rn. 886**

Um das Grundstück U wie geplant sowohl für die Ablösung des Darlehens der

**Rn. 887**

Eheleute X als auch für den bereits beantragten Betriebsmittelkredit der L3 nutzen zu können, hatte Q zwischenzeitlich durch notarielle Urkunde

**Rn. 888**

vom 09.07.1996 (Urkundenrolle Nr. 559/1996 des Notars M3 aus I4) als

**Rn. 889**

vollmachtloser Vertreter der Eheleute X eine Eigentümergrundschuld auf dem

**Rn. 890**

Grundstück U in Höhe von 2.000.000 DM bestellt und diese Grundschuld

**Rn. 891**

gleichzeitig an die B2 sowie die Angeklagte und deren Ehemann abgetreten.

**Rn. 892**

Schon zu diesem Zeitpunkt stand für Q fest, dass die Grundschuld in einen

**Rn. 893**

erstrangigen und einen zweitrangigen Teil von jeweils 1.000.000 DM aufgeteilt

**Rn. 894**

werden sollte. Den erstrangigen Teil wollte er als Sicherheit bei dem Kreditinstitut

**Rn. 895**

verwenden, das später den Kredit der Eheleute X bei der E Bank

**Rn. 896**

ablösen sollte. Den zweitrangigen Teil wollte Q - entsprechend seinem

**Rn. 897**

Tatplan - ohne Wissen der Eheleute X als Sicherheit für den L3-Kredit

**Rn. 898**

einsetzen. Die beabsichtigte Teilung der Grundschuld, die Q theoretisch

**Rn. 899**

bereits in dieser Urkunde hätte vornehmen können, unterließ er bewusst, um die

**Rn. 900**

Eheleute X nicht misstrauisch zu machen, da diese die Grundschuldbestellung

**Rn. 901**

sowie deren Abtretung an die B2 und die Eheleute T noch genehmigen

**Rn. 902**

mussten.

**Rn. 903**

Diese Genehmigung erfolgte durch notarielle Urkunde vom 25.07.1996

**Rn. 904**

(Urkundenrolle 369/1996 der Notarin I5 aus C), allerdings infolge eines

**Rn. 905**

Kanzleiversehens irrtümlich allein durch die Zeugin Rita X, die nicht - wie es

**Rn. 906**

eigentlich erforderlich gewesen wäre - gemeinsam mit ihrem Ehemann handelte, der

**Rn. 907**

Miteigentümer des Grundstücks U war. Das Kanzleiversehen beruhte darauf,

**Rn. 908**

dass in dem Notartermin gleichzeitig eine von Q ebenfalls am 09.07.1996 als

**Rn. 909**

vollmachtloser Vertreter auf dem Grundstück G5 bestellte

**Rn. 910**

Eigentümergrundschuld genehmigt wurde (worauf später noch einzugehen sein wird)

**Rn. 911**

und bei den Genehmigungserklärungen die Urkundennummern der

**Rn. 912**

Grundschuldbestellungsurkunden vertauscht wurden. Die Genehmigungserklärung

**Rn. 913**

369/1996, die allein von Rita X unterzeichnet wurde, bezog sich laut Urkunde

**Rn. 914**

der Notarin I5 auf die Grundschuldbestellungsurkunde 559/1996 des Notars

**Rn. 915**

M3, also auf das Grundstück U. Diese Erklärung war jedoch für die

**Rn. 916**

Grundschuldbestellungsurkunde 558/1996 des Notars M3 gedacht, in der die

**Rn. 917**

Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück G5 bestellt worden war.

**Rn. 918**

Zur Bestellung dieser Grundschuld wäre Rita X grundsätzlich allein berechtigt

**Rn. 919**

gewesen, da sie am 03.12.1993 die entsprechende Verkaufsvollmacht ihrer drei

**Rn. 920**

Kinder erhalten hatte, denen das Grundstück G5 gehörte

**Rn. 921**

(Urkundenrolle Nr. 378/1993 der Notarin X2 aus C).

**Rn. 922**

In demselben sehr turbulenten und chaotischen Notartermin vom 25.07.1996 wurde

**Rn. 923**

außerdem ein notarieller Grundstücksgesellschaftsvertrag (Urkundenrolle Nr.

**Rn. 924**

367/1996 der Notarin I5 aus C) zwischen den Eheleuten X, dem

**Rn. 925**

Ehemann der Angeklagten und der Firma B2, vertreten durch Q,

**Rn. 926**

geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich alle Beteiligten geeinigt, dass das

**Rn. 927**

Grundstück in U nicht in eine eigene Immobiliengesellschaft eingebracht

**Rn. 928**

werden, sondern künftig lediglich als Sicherheit dienen sollte. Fest steht, dass die am

**Rn. 929**

25.07.1996 gegründete Gesellschaft sich auf das Grundstück F2 bezog, auf

**Rn. 930**

dessen Bebauung die Eheleute X besonderen Wert legten. Es konnte letztlich

**Rn. 931**

nicht geklärt werden, ob die Gesellschaftsgründung auch die Liegenschaft

**Rn. 932**

G5 umfasste oder ob sich die Eheleute X zu diesem Zeitpunkt

**Rn. 933**

entschlossen hatten, die ursprünglich angedachte gemeinsame Verwertung auch

**Rn. 934**

dieses Grundstücks zumindest zunächst einmal zurückzustellen; hierauf wird später

**Rn. 935**

noch einzugehen sein.

**Rn. 936**

Den Gesellschaftsvertrag und die (fehlerhafte) Genehmigung der

**Rn. 937**

Eigentümergrundschuldbestellung und -abtretung U übersandte die Notarin

**Rn. 938**

I5 am 28.07.1996 an die Firma B2, zu Händen des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 939**

Q, der die Genehmigung gemeinsam mit C3 umgehend für die

**Rn. 940**

angedachten eigenen Zwecke einsetzen wollte. Durch notarielle Urkunde vom

**Rn. 941**

14.08.1996 (Urkundenrolle Nr. 633/1996 des Notars M3 aus I4) wurde die

**Rn. 942**

Grundschuld in einen erstrangigen und einen rangletzten Teilbetrag von jeweils

**Rn. 943**

1.000.000 DM geteilt. Den rangletzten Teilbetrag traten Q und C3

**Rn. 944**

sodann an die E Bank 5 zum Zwecke der Absicherung des L3 Kredites

**Rn. 945**

ab, den C7 zuvor bei der E Bank 4 beantragt hatte.

**Rn. 946**

Diese Abtretung war den Eheleuten X weder bekannt noch von ihnen gewollt,

**Rn. 947**

da sie immer noch von der ursprünglich vereinbarten ausschließlichen Verwendung

**Rn. 948**

der Grundschuld für das Bauvorhaben F2 ausgingen. Kurze Zeit später, am

**Rn. 949**

16.08.1996, gab auch die Angeklagte eine entsprechende Erklärung ab

**Rn. 950**

(Urkundenrolle Nr. 405/1996 der Notarin I5 aus C).

**Rn. 951**

In der Zwischenzeit versuchten T und Q - im Einvernehmen mit

**Rn. 952**

der Angeklagten - die Verantwortlichen der E Bank im Hinblick auf die

**Rn. 953**

Ablösung des Kredites der Eheleute X in Höhe von 1.803.000 DM weiter zu

**Rn. 954**

vertrösten, um so Zeit bis zur Bewilligung des bei der T9

**Rn. 955**

Bodencreditbank beantragten Darlehens zugewinnen. Mit Schreiben vom

**Rn. 956**

31.07.1996 sicherte T der zuständigen Bankmitarbeiterin eine Ablösung

**Rn. 957**

der offenen Verbindlichkeiten der Eheleute X noch im Laufe des Monats August

**Rn. 958**

1996 zu und gab an, dass dies voraussichtlich am 25.08.1996 erfolgen werde. Mit

**Rn. 959**

einer Ablehnung des Kreditantrages durch die T9 Bodencreditbank sei

**Rn. 960**

nicht zu rechnen, da mit dieser Bank bereits Bauträgermaßnahmen und

**Rn. 961**

Finanzierungen durchgeführt worden seien, bei denen mit vergleichbaren Werten

**Rn. 962**

kalkuliert worden sei. Im Übrigen liege eine positive Grundsatzentscheidung des

**Rn. 963**

Gesamtvorstandes der Bank bereits vor. Gleichzeitig versprach T

**Rn. 964**

nochmals die Anweisung der noch ausstehenden Zinsen der Eheleute X.

**Rn. 965**

Gleichlautende Auskünfte und Versprechungen hatte die zuständige

**Rn. 966**

Bankmitarbeiterin der E Bank auch zuvor bereits in diversen Telefonaten

**Rn. 967**

erhalten, so dass sie sich schließlich in einem Schreiben vom 06.08.1996 gegenüber

**Rn. 968**

den Eheleuten X bereiterklärte, das Datum der Kreditablösung auf den

**Rn. 969**

25.08.1996 zu verschieben. Gleichzeitig wies sie jedoch darauf hin, dass die

**Rn. 970**

Zinsrückstände noch immer nicht ausgeglichen seien und kündigte an, dass im Falle

**Rn. 971**

des fruchtlosen Verstreichens der zuvor genannten Frist die Bank darauf bestehen

**Rn. 972**

werde, dass eine Sicherheitenverstärkung in Form einer Grundschuldbestellung auf

**Rn. 973**

dem Objekt U erfolge. Außerdem werde dann auch die Verkaufsvollmacht für

**Rn. 974**

die Grundstücke F2 und G5 verwendet.

**Rn. 975**

Daraufhin übersandte Q der E Bank am 12.08.1996 einen

**Rn. 976**

Scheck zur Gutschrift auf dem Konto der Eheleute X, der sich allerdings nicht

**Rn. 977**

auf die angekündigten 75.000 DM belief, sondern lediglich auf 55.000 DM. Auf eine

**Rn. 978**

Rückfrage bei der Angeklagten erhielt die zuständige Bankmitarbeiterin die Auskunft,

**Rn. 979**

das restliche Geld sei bereits unterwegs. Außerdem teilte die Angeklagte in diesem

**Rn. 980**

oder einem weiteren Telefonat mit, dass bereits eine mündliche Darlehenszusage

**Rn. 981**

der T9 Bodencreditbank vorliege. Dies bestätigten Q und

**Rn. 982**

C3 in einem Schreiben an die E Bank vom 23.08.1996 und

**Rn. 983**

führten hierzu weiter aus, dass die Darlehensverträge für die Ablösung des

**Rn. 984**

Darlehens und des Zinssaldos am folgenden Montag gefertigt und der B2

**Rn. 985**

zugeleitet würden. Tatsächlich konnte Q der E Bank am 30.08.1996

**Rn. 986**

per Fax mitteilen, dass eine schriftliche Finanzierungsbestätigung der T9

**Rn. 987**

Bodencreditbank vorliege, die er als Anlage beifügte. Dabei verschwieg er allerdings

**Rn. 988**

bewusst, dass bereits feststand, dass der Darlehensvertrag an erhebliche

**Rn. 989**

Voraussetzungen geknüpft sein würde, deren Erfüllbarkeit höchst zweifelhaft war.

**Rn. 990**

Bis zum 30.09.1996 unterschrieben die Eheleute X, die Angeklagte, ihr

**Rn. 991**

Ehemann und die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 zwar den von der

**Rn. 992**

T9 Bodencreditbank vorbereiteten Kreditvertrag; dieser wurde jedoch

**Rn. 993**

nicht an die Bodencreditbank weitergeleitet, da man zunächst versuchen wollte, die

**Rn. 994**

darin enthaltenen Bedingungen zu erfüllen. Der vorgesehene Darlehensbetrag belief

**Rn. 995**

sich auf insgesamt 6.000.000 DM. Darlehenszweck sollte die Ablösung des Kredits

**Rn. 996**

bei der E Bank sowie die Errichtung von 4 Mehrfamilienhäusern mit je

**Rn. 997**

6 Wohneinheiten in F2 sein. Das mit 7,9% p. a. zu verzinsende Darlehen war

**Rn. 998**

bis zum 30.08.1997 befristet. Als Sicherheit sollte die bereits bestehende

**Rn. 999**

Grundschuld auf dem Grundstück F2 in Höhe von 1.803.000 DM dienen, die

**Rn. 1000**

an die Bodencreditbank abgetreten werden sollte. Als zusätzliche Sicherheiten waren

**Rn. 1001**

eine weitere Grundschuld in Höhe von 5.200.000 DM auf dem Grundstück F2

**Rn. 1002**

und eine erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf der Immobilie

**Rn. 1003**

U zu bestellen. Daneben wurden seitens der Bank diverse weitere

**Rn. 1004**

Auszahlungsvoraussetzungen festgelegt. Als problematisch erwies sich in dieser

**Rn. 1005**

Hinsicht vor allem die Bedingung, dass vor der Ablösung des Kredites der E

**Rn. 1006**

Bank der Nachweis erfolgen müsse, dass das Grundstück F2 mit einer

**Rn. 1007**

Wohnfläche von ca. 1.700 qm bebaut werden könne. Dieser Nachweis stellte letztlich

**Rn. 1008**

ein wesentliches Hindernis für den Abschluss des Kreditvertrages dar.

**Rn. 1009**

Den Kreditvertragsentwurf erhielt die E Bank Ende September / Anfang

**Rn. 1010**

Oktober 1996, so dass deren Mitarbeitern spätestens ab diesem Zeitpunkt bekannt

**Rn. 1011**

war oder zumindest hätte bekannt sein können, dass eine Belastung des

**Rn. 1012**

Grundstückes U durch die Eheleute X vorgesehen war.

**Rn. 1013**

Zur selben Zeit - Ende September 1996 - fielen die erwähnten Fehler in der

**Rn. 1014**

Genehmigungserklärung vom 25.07.1996 auf. Außerdem bekamen Q und

**Rn. 1015**

C3 Probleme mit den Eheleuten X, die sich spätestens im September

**Rn. 1016**

1996 entschlossen hatten, die Genehmigung zu widerrufen, weil sie enttäuscht

**Rn. 1017**

darüber waren, dass mit keinem der geplanten Bauvorhaben begonnen worden war.

**Rn. 1018**

Aus diesem Grund wollten X's nur das Projekt in F2 fortsetzen, die

**Rn. 1019**

Immobilie G5 jedoch nicht mehr als Sicherheit zur Verfügung stellen

**Rn. 1020**

und dementsprechend auch nicht mehr belasten; hierauf wird später noch näher

**Rn. 1021**

einzugehen sein.

**Rn. 1022**

Den Widerruf nahmen X's durch notarielle Urkunde vom 30.09.1996

**Rn. 1023**

(Urkundenrolle Nr. 464/1996 der Notarin I5 aus C) vor. In dem

**Rn. 1024**

Dokument wurde in Bezug auf die Grundschuld auf dem Grundstück U

**Rn. 1025**

festgestellt, dass die Bestellung dieses Grundpfandrechtes - wie bereits erwähnt versehentlich

**Rn. 1026**

nur von Rita X genehmigt worden sei. X's lehnten eine

**Rn. 1027**

erneute - fehlerfreie - Genehmigung der von Q am 09.07.1996

**Rn. 1028**

vorgenommenen Grundschuldbestellung in Höhe von 2.000.000 DM ausdrücklich ab.

**Rn. 1029**

Ihnen lag nämlich zwischenzeitlich das Darlehensangebot der T9

**Rn. 1030**

Bodencreditbank vor, das als Sicherheit lediglich eine erstrangige Grundschuld in

**Rn. 1031**

Höhe von 1.000.000 DM vorsah, so dass X's glaubten, die Bestellung einer

**Rn. 1032**

Grundschuld in dieser Höhe sei ausreichend. Dementsprechend wiesen sie die

**Rn. 1033**

Notarin I5 ausdrücklich an, sämtliche bereits gestellten Anträge auf Eintragung

**Rn. 1034**

der Eigentümergrundschuld zurückzuziehen. Stattdessen verpflichteten sie sich, eine

**Rn. 1035**

zweitrangige Grundschuld auf dem Grundstück F2 in Höhe von 5.200.000

**Rn. 1036**

DM zu bestellen, die Abtretung der bereits eingetragenen erstrangigen Grundschuld

**Rn. 1037**

in Höhe von 1.803.000 DM zu genehmigen und eine erstrangige

**Rn. 1038**

Eigentümergrundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf dem Objekt U zu

**Rn. 1039**

bewilligen.

**Rn. 1040**

Da diese Entscheidung die Tatpläne der Beteiligten durchkreuzt hätte, weil hierdurch

**Rn. 1041**

die geplante abredewidrige Verwendung der zweitrangigen Teilgrundschuld für den

**Rn. 1042**

Betriebsmittelkredit der L3 zunichte gemacht worden wäre, setzte

**Rn. 1043**

Q in den folgenden Tagen im Einverständnis mit T und der

**Rn. 1044**

Angeklagten alle Hebel in Bewegung, um die Urkunde vom 30.09.1996 wieder aus

**Rn. 1045**

der Welt zu schaffen. Insbesondere gegenüber den Banken, denen die Objekte

**Rn. 1046**

U und G5 abredewidrig als Sicherheiten angeboten worden

**Rn. 1047**

waren, musste schnell Klarheit geschaffen werden, dass es bei der

**Rn. 1048**

(täuschungsbedingten) Bereitstellung der vorgenannten Objekte durch die Eheleute

**Rn. 1049**

X bleiben werde.

**Rn. 1050**

Am 07.10.1996 teilte Q der Notarin I5 schriftlich mit, dass die Familie

**Rn. 1051**

X nach einem Aufklärungsgespräch in Anwesenheit der Angeklagten die schon

**Rn. 1052**

beurkundeten Eigentümergrundschulden samt Abtretung an die Eheleute T und

**Rn. 1053**

die B2 nun akzeptieren und beurkunden werde. Gleichzeitig bat er dringend um

**Rn. 1054**

ein Schreiben für die finanzierenden Banken, aus dem hervorgehen sollte, dass eine

**Rn. 1055**

Beseitigung der eingetretenen Fehler erfolgen werde. Außerdem wurde die Notarin

**Rn. 1056**

um die Anfertigung einer Notarbestätigung und deren Vorlage beim Grundbuchamt

**Rn. 1057**

zwecks Eintragung der Grundschulden gebeten. Ein entsprechendes Ansinnen

**Rn. 1058**

erhielt die Notarin am 10.10.1996 auch von der Angeklagten, die ebenfalls um die

**Rn. 1059**

Übersendung einer Bestätigung bat, der zu entnehmen sein sollte, dass kurzfristig

**Rn. 1060**

mit einer Notarbestätigung und einer Berichtigung der vertauschten

**Rn. 1061**

Urkundenrollennummern zu rechnen sei.

**Rn. 1062**

Im Rahmen der "Aussprache", die in den beiden Schreiben von Q und der

**Rn. 1063**

Angeklagten erwähnt wurde, wurden die Eheleute X keinesfalls - wie es die

**Rn. 1064**

Schreiben suggerieren - umfassend über die wahren Hintergründe der

**Rn. 1065**

Grundschuldbestellung auf dem Objekt U aufgeklärt. Dem rechtskräftig

**Rn. 1066**

Verurteilten Q gelang es stattdessen in diesem oder einem weiteren

**Rn. 1067**

Gespräch, die Eheleute X doch noch zu einer Genehmigung der von ihm am

**Rn. 1068**

09.07.1996 vollmachtlos vorgenommenen Grundschuldbestellung samt Abtretung an

**Rn. 1069**

die Angeklagte, ihren Ehemann und die B2 zu bewegen. Der genaue Inhalt des

**Rn. 1070**

bzw. der Gespräche ist zwar unklar; es steht jedoch fest, dass Q den

**Rn. 1071**

Eheleuten X - im Einverständnis mit der Angeklagten und ihrem Ehemann weiterhin

**Rn. 1072**

vorspiegelte, die Grundschuld auf dem Grundstück U werde

**Rn. 1073**

ausschließlich für das Bauvorhaben F2 verwendet. X's wurde auch jetzt

**Rn. 1074**

verschwiegen, dass die nachrangige Grundschuld auf der Immobilie U in

**Rn. 1075**

Wahrheit zur Absicherung des Betriebsmittelkredits der L3 benutzt

**Rn. 1076**

werden sollte. Sie glaubten vielmehr aufgrund der vorangegangenen Täuschungen

**Rn. 1077**

an die versprochene Verwendung der Grundschuld für die Finanzierung des

**Rn. 1078**

Bauvorhabens F2.

**Rn. 1079**

Mit Fax vom 11.10.1996 übersandte die Notarin I5 die von Q und der

**Rn. 1080**

Angeklagten erbetene Bestätigung für die finanzierenden Banken an den B-

**Rn. 1081**

Unternehmensverbund, in der sie die bisherigen Ereignisse einschließlich der Fehler

**Rn. 1082**

zusammenfasste. Weiterhin kündigte sie an, dass die Eheleute X am

**Rn. 1083**

14.10.1996 die notwendigen Berichtigungserklärungen und Genehmigungen im

**Rn. 1084**

Hinblick auf die Grundschuldbestellung vom 09.07.1996 abgeben, die zweitrangige

**Rn. 1085**

Grundschuld auf dem Grundstück F2 bewilligen und die Grundschuld auf

**Rn. 1086**

dem Objekt U in Höhe von 1.000.000 DM an die T9 Bodencreditbank

**Rn. 1087**

abtreten würden.

**Rn. 1088**

Der für den 14.10.1996 angekündigte Notartermin fand schließlich erst am

**Rn. 1089**

17.10.1996 statt. In diesem Termin, an dem neben den Eheleuten X und deren

**Rn. 1090**

Tochter Ellen X nur die Angeklagte teilnahm, wurden zwei notarielle Urkunden

**Rn. 1091**

aufgenommen.

**Rn. 1092**

In der ersten - nur auf das Grundstück U bezogenen - Erklärung

**Rn. 1093**

(Urkundenrolle Nr. 482/1996 der Notarin I5 aus C) genehmigten die

**Rn. 1094**

Eheleute X zunächst (erneut) täuschungsbedingt die Grundschuldbestellung

**Rn. 1095**

einschließlich der Abtretung vom 09.07.1996 und hoben ihre Erklärungen vom

**Rn. 1096**

25.07.1996 und 30.09.1996 in vollem Umfang auf. Diese Handlung wirkte sich

**Rn. 1097**

unmittelbar vermögensmindernd aus, da das Grundstück U nunmehr wirksam

**Rn. 1098**

mit einem Grundpfandrecht belastet war und X's ihre Dispositionsmöglichkeit

**Rn. 1099**

über die Grundschuld infolge der Abtretung an die Angeklagte, deren Ehemann und

**Rn. 1100**

die B2 endgültig hergegeben hatten. Spätestens im Laufe des Notartermins

**Rn. 1101**

erfuhren X's außerdem erstmalig von der Teilung der Grundschuld U und

**Rn. 1102**

der Abtretung des nachrangigen Teilbetrags in Höhe von 1.000.000 DM an die

**Rn. 1103**

E Bank 5, die Q, C3 und die Angeklagte am 14. bzw.

**Rn. 1104**

16.08.1996 vorgenommen hatten. Auch der Abtretung dieser nachrangigen

**Rn. 1105**

Grundschuld stimmten die Eheleute X zu, allerdings ohne zu wissen, dass das

**Rn. 1106**

Grundpfandrecht als Sicherheit für den Betriebsmittelkredit der L3

**Rn. 1107**

eingesetzt werden sollte. Gerade um eine zweckwidrige Verwendung der

**Rn. 1108**

Grundschuld zu vermeiden, genehmigten X's die Abtretung zu ihrer Absicherung

**Rn. 1109**

nur mit der Maßgabe, "dass die Eigentümergrundschuld, auch Teile davon, nur

**Rn. 1110**

verwendet und abgetreten werden darf zur Sicherstellung des Bauvorhabens

**Rn. 1111**

F2". Auf diese Weise wollten sie gewährleisten, dass auch Kredite, die mit

**Rn. 1112**

Hilfe der Grundschuld U bei der E Bank aufgenommen würden, nur für

**Rn. 1113**

ihr Bauvorhaben F2 zum Einsatz kämen. Einem anderweitigen Gebrauch

**Rn. 1114**

hätten X's zu keinem Zeitpunkt zugestimmt. Der Angeklagten, ihrem Ehemann,

**Rn. 1115**

Q und C3 war bewusst, dass die Eheleute X die nachrangige

**Rn. 1116**

Grundschuld auf dem Grundstück U nicht bewilligt und deren Abtretung an die

**Rn. 1117**

E Bank nie zugestimmt hätten, wenn ihnen klar gewesen wäre, dass diese

**Rn. 1118**

nicht für das Bauvorhaben F2, sondern für den Kredit der L3

**Rn. 1119**

bestimmt war. Q, C3, die Angeklagte und deren Mann hofften zwar,

**Rn. 1120**

dass C7 den Betriebsmittelkredit würde bedienen können; sie wussten aber, dass

**Rn. 1121**

dies aufgrund der finanziellen Lage der L3 und des C7 mehr als

**Rn. 1122**

unwahrscheinlich war. Den wirtschaftlichen Nachteil, den die Eheleute X durch

**Rn. 1123**

die Grundstücksbelastung erlitten, nahmen alle Beteiligten ebenso billigend in Kauf

**Rn. 1124**

wie den Umstand, dass X's hierdurch der Verlust des gesamten Grundstücks

**Rn. 1125**

drohte. Ihnen kam es auf die Erlangung der Grundschuld an, da diese dringend für

**Rn. 1126**

das Unternehmen des C7 benötigt wurde, von dem Q und C3

**Rn. 1127**

ihrerseits direkt in Form einer monatlichen Vergütung in Höhe von 6.000 DM

**Rn. 1128**

profitierten. Die Angeklagte und ihr Ehemann hatten ihrerseits ein Interesse an dem

**Rn. 1129**

Zustandekommen der Finanzierung, da dies den Geschäftsbetrieb des B-

**Rn. 1130**

Unternehmensverbundes sicherte, von dessen Fortbestand sie inzwischen

**Rn. 1131**

wirtschaftlich nahezu vollständig abhängig waren.

**Rn. 1132**

In der zweiten notariellen Urkunde, die am 17.10.1996 aufgenommen wurde

**Rn. 1133**

(Urkundenrolle Nr. 483/1996 der Notarin I5 aus C), bestellten die

**Rn. 1134**

Eheleute X gemeinsam mit der B2 sowie der Angeklagten und ihrem

**Rn. 1135**

Ehemann die Grundschuld in Höhe von 5,2 Millionen DM zugunsten der

**Rn. 1136**

T9 Bodencreditbank auf dem Grundstück F2, wobei die

**Rn. 1137**

Angeklagte als vollmachtlose Vertreterin ihres Mannes und der B2 auftrat. Die

**Rn. 1138**

Tochter Ellen X räumte der Grundschuld den Vorrang vor der zu ihren Gunsten

**Rn. 1139**

beantragten und bewilligten Eigentumsverschaffungsvormerkung für eine Teilfläche

**Rn. 1140**

von 900 qm ein. In derselben Urkunde traten die Eheleute X die erstrangige

**Rn. 1141**

Grundschuld auf dem Grundstück U in Höhe von 1.000.000 DM an die

**Rn. 1142**

T9 Bodencreditbank ab, auch hier mit der Maßgabe, "dass die

**Rn. 1143**

Eigentümergrundschuld, auch Teile davon, nur verwendet und abgetreten werden

**Rn. 1144**

darf zur Sicherstellung des Bauvorhabens F2". Die Erklärungen, die die

**Rn. 1145**

Angeklagte in der Urkunde für ihren Ehemann und die B2 abgegeben hatte,

**Rn. 1146**

genehmigten T am 22.10.1996 (Urkundenrolle Nr. 485/1996 der Notarin

**Rn. 1147**

I5 aus C) sowie Q und C3 für die B2 am 24.10.1996

**Rn. 1148**

(Urkundenrolle Nr. 492/1996 der Notarin I5 aus C).

**Rn. 1149**

Nach dem Notartermin vom 17.10.1996 galt es für die rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 1150**

Q und C3 sowie für die Angeklagte und ihren Ehemann, nur noch ein

**Rn. 1151**

Hindernis aus dem Weg zu räumen; der störende Zusatz in der notariellen

**Rn. 1152**

Genehmigungsurkunde 482/1996 musste beseitigt werden. Die E Bank

**Rn. 1153**

akzeptierte diesen naturgemäß nicht, da die Grundschuld - wie bereits erwähnt nicht

**Rn. 1154**

für das Bauvorhaben F2, sondern für den Betriebsmittelkredit der

**Rn. 1155**

L3 eingesetzt werden sollte. Außerdem übersandten die Verantwortlichen

**Rn. 1156**

der Bank der Firma B2 im November 1996 eine Zweckbestimmungserklärung,

**Rn. 1157**

die von X's zu unterzeichnen war und aus der sich der Verwendungszweck

**Rn. 1158**

ebenfalls ergab. Die Eheleute X mussten also dazu gebracht werden, die

**Rn. 1159**

Zweckbestimmungserklärung trotzdem zu unterschreiben und einer Streichung des

**Rn. 1160**

Zusatzes zuzustimmen.

**Rn. 1161**

Zu diesem Zweck tauschte Q den Eheleuten X mit Billigung der

**Rn. 1162**

Angeklagten und ihres Mannes in einem oder mehreren Gesprächen zwischen dem

**Rn. 1163**

17.10.1996 und dem 25.11.1996 vor, ohne den Zusatz sei es einfacher, über die

**Rn. 1164**

L3 einen Kredit für das Bauvorhaben F2 zu erlangen. X's

**Rn. 1165**

wurde erklärt, dass Q in dem Unternehmen des C7 verankert sei, weshalb

**Rn. 1166**

er Zugriff auf den Darlehensbetrag haben werde. Q versicherte wider

**Rn. 1167**

besseren Wissens ausdrücklich, dass auch diese Vorgehensweise ausschließlich

**Rn. 1168**

dem Bauvorhaben F2 zugute kommen werde. Ihm kam nun die Einstellung

**Rn. 1169**

der Eheleute X entgegen, die der Ansicht waren, dass der nachrangige Teil der

**Rn. 1170**

Grundschuld U bereits "in der Welt" und abgetreten und "das Kind damit

**Rn. 1171**

sowieso schon in den Brunnen gefallen" sei. Da X's in dieser Situation längst auf

**Rn. 1172**

die Redlichkeit der Angeklagten und ihres Ehemannes sowie der rechtskräftig

**Rn. 1173**

Verurteilten Q und C3 angewiesen waren und vor allem T

**Rn. 1174**

sehr großes Vertrauen entgegenbrachten, bedurfte es keiner großen

**Rn. 1175**

Überzeugungskraft mehr, um sie zu einer Unterschrift unter die

**Rn. 1176**

Zweckbestimmungserklärung und zu einer Zustimmung zum Verzicht auf den Zusatz

**Rn. 1177**

zu bringen. Dies geschah dann auch anlässlich eines Notartermins vom 25.11.1996

**Rn. 1178**

beim Notar M3 in I4. Hier unterschrieben die Eheleute X die ihnen

**Rn. 1179**

vorgelegte Zweckbestimmungserklärung der E Bank und postulierten in einer

**Rn. 1180**

notariellen Urkunde (Urkundenrolle Nr. 882/1996 des Notars M3 aus I4)

**Rn. 1181**

ihr Einverständnis, dass der Zusatz in der Genehmigungserklärung vom 17.10.1996

**Rn. 1182**

(wonach die Eigentümergrundschuld, auch Teile davon, nur verwendet und

**Rn. 1183**

abgetreten werden dürfe zur Sicherstellung des Bauvorhabens F2)

**Rn. 1184**

gestrichen werden solle. Gleichzeitig erklärten sie ihre Zustimmung zur

**Rn. 1185**

uneingeschränkten Abtretung dieser Grundschuld.

**Rn. 1186**

Schon zehn Tage später traf dann jedoch die "Hiobsbotschaft" ein, die das

**Rn. 1187**

endgültige Aus des Bauvorhabens F2 bedeutete. Mit Schreiben vom

**Rn. 1188**

05.12.1996 teilte die T9 Bodencreditbank der Firma B2 mit, dass sie

**Rn. 1189**

die Bauträgermaßnahme entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht begleiten

**Rn. 1190**

werde. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die Verantwortlichen der

**Rn. 1191**

Bank näheren Einblick in die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse der für den Kredit

**Rn. 1192**

haftenden Personen erhalten hätten. Hieraus habe sich ergeben, dass die GbR-Mitglieder nicht die bankinternen Kriterien erfüllen würden, die für

**Rn. 1193**

Bauträgermaßnahmen erforderlich seien. Der Entschluss der Bank basierte daneben

**Rn. 1194**

jedoch auf einem weiteren Umstand, der die Wirtschaftlichkeit des Projektes in

**Rn. 1195**

erheblichem Umfang tangierte.

**Rn. 1196**

Wie bereits erwähnt gingen die ursprünglichen Planungen der GbR dahin, das

**Rn. 1197**

Grundstück F2 mit Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 24 Wohneinheiten zu

**Rn. 1198**

bebauen. Diese Planung war auch Grundlage der Kalkulation, die bei der

**Rn. 1199**

T9 Bodencreditbank eingereicht worden war. Die Berechnungen

**Rn. 1200**

basierten auf dem Bau von vier Häusern mit jeweils sechs Wohnungen. Die Gebäude

**Rn. 1201**

selbst sollten jeweils zwei Vollgeschosse zuzüglich eines Dachgeschosses erhalten.

**Rn. 1202**

Einen entsprechenden Bauantrag hatten die GbR-Mitglieder am 25.09.1996 beim

**Rn. 1203**

zuständigen Bauordnungsamt L8 eingereicht, wobei klar war, dass

**Rn. 1204**

der von der Firma C6 entwickelte Bebauungsplanentwurf noch nicht gem. § 33

**Rn. 1205**

Abs. 1 Ziffer 1 i. V. m. § 3 Abs. 2 und 3 BauGB zur öffentlichen Auslegung gelangt

**Rn. 1206**

war, da die C6 ihre Ankaufbemühungen zuvor eingestellt hatte. Diesen Umstand

**Rn. 1207**

teilte die Gemeinde F2 der X, T, B3 in einem Schreiben vom

**Rn. 1208**

23.10.1996 nochmals ausdrücklich mit und wies gleichzeitig darauf hin, dass die

**Rn. 1209**

C6 das Bauamt angewiesen hatte, die bereits erzielten Ergebnisse nicht an

**Rn. 1210**

Dritte weiterzugeben. Dies bedeutete, dass eine finanzielle Einigung über die

**Rn. 1211**

Nutzung des teilweise fertig gestellten Bebauungsplanes mit der Firma C6

**Rn. 1212**

getroffen werden musste, die jedoch letztlich aufgrund der enormen finanziellen

**Rn. 1213**

Schwierigkeiten der GbR-Mitglieder nie erzielt werden konnte.

**Rn. 1214**

Spätestens nachdem der Bauantrag am 25.09.1996 eingereicht worden war, stellte

**Rn. 1215**

sich außerdem heraus, dass es Probleme mit zumindest einem Teil der Nachbarn

**Rn. 1216**

geben würde, die der geplanten zweigeschossigen Bebauung widersprachen. Ob der

**Rn. 1217**

Ehemann der Zeugin Rita X hiervon frühzeitig wusste und dies den übrigen

**Rn. 1218**

GbR-Mitgliedern verschwieg, kann letztlich dahinstehen, da sämtlichen Beteiligten

**Rn. 1219**

von Anfang an klar war, dass das Planverfahren noch nicht abgeschlossen war und

**Rn. 1220**

die Zulässigkeit der vorgesehenen Bebauung somit noch nicht feststand. Sicher ist

**Rn. 1221**

auf jeden Fall, dass es am 13.11.1996 zu einem Gespräch beim Bauamt kam, an

**Rn. 1222**

dem neben Karlheinz X auch die Angeklagte, deren Mann und Q sowie

**Rn. 1223**

ein Vertreter der Bank teilnahmen. Die zuständige Mitarbeiterin des Bauamtes wies

**Rn. 1224**

im Rahmen dieser Besprechung darauf hin, dass die Anlieger mit einer

**Rn. 1225**

zweigeschossigen Bebauung nicht einverstanden seien und die GbR-Mitglieder

**Rn. 1226**

verpflichteten sich aus diesem Grund verbindlich zu einer Reduzierung der

**Rn. 1227**

Vollgeschosse. Dies hatte jedoch eine erneute Verringerung der Wohnfläche und der

**Rn. 1228**

Wohneinheiten zur Folge, weshalb Q neue Baupläne und Kalkulationen

**Rn. 1229**

erstellen lassen musste, die der T9 Bodencreditbank im Laufe des

**Rn. 1230**

Monats November 1996 eingereicht wurden. Unter anderem auf Grundlage dieser

**Rn. 1231**

neuen Unterlagen traf die Bank dann am 05.12.1996 ihre ablehnende Entscheidung.

**Rn. 1232**

Alle Versuche, die Q in den folgenden Tagen und Wochen unternahm, um die

**Rn. 1233**

Bodencreditbank umzustimmen, schlugen fehl. Mit Schreiben vom 12.12.1996

**Rn. 1234**

bestätigte die Bank der B2, dass der erstrangige Grundschuldteil aus der

**Rn. 1235**

Eigentümergrundschuld auf dem Objekt U nicht valutiere und frei verfügbar sei.

**Rn. 1236**

Im Januar 1997 entschieden sich die GbR-Mitglieder sodann, die Grundschuld

**Rn. 1237**

zugunsten der T9 Bodencreditbank solange bestehen zu lassen, bis eine

**Rn. 1238**

neue finanzierende Bank gefunden sei, an die die Grundschuld abgetreten werden

**Rn. 1239**

könne. Den erstrangigen Grundschuldteil verwendete Q dann jedoch Ende

**Rn. 1240**

des Jahres 1997 als Sicherheit für einen weiteren Kontokorrentkredit über 600.000

**Rn. 1241**

DM, den er bei der W Bank aufnahm. Die Einwilligung der Eheleute X

**Rn. 1242**

zu dieser Vorgehensweise konnte Q erneut nur durch Täuschungen

**Rn. 1243**

erreichen, worauf hier jedoch nicht weiter eingegangen zu werden braucht, da dieser

**Rn. 1244**

Vorgang nicht Bestandteil der Anklagevorwürfe gegen die Angeklagte ist.

**Rn. 1245**

Die nachrangige Grundschuld auf dem Grundstück U setzten Q und

**Rn. 1246**

C3 - entsprechend dem zuvor gefassten Tatplan - als Sicherheit für den

**Rn. 1247**

Betriebsmittelkredit der L3 bei der E Bank 4 ein. Der

**Rn. 1248**

Kredit kam jedoch aufgrund von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit einem

**Rn. 1249**

weiteren Bauvorhaben in T8, für das die E Bank 4

**Rn. 1250**

ebenfalls die Kreditmittel zur Verfügung gestellt hatte, nicht zur Auszahlung. Der

**Rn. 1251**

letztlich auf dem Konto 6 430 065 verbliebene Sollsaldo belief sich auf gut 30.000

**Rn. 1252**

DM und beruhte auf Kostenbuchungen und der Zeichnung eines Stifterbriefes zur

**Rn. 1253**

Wiederherstellung der Dresdner Frauenkirche, die C7 zu Lasten dieses Kontos

**Rn. 1254**

hatte vornehmen lassen. Ab Anfang 1998 versuchten die Eheleute X die

**Rn. 1255**

E Bank 4 zur Abtretung der nachrangigen Grundschuld an ihre

**Rn. 1256**

Tochter Carola X zu bewegen. Dies wurde seitens der Bank im Hinblick auf die

**Rn. 1257**

offene Darlehensvaluta und wegen der Darlehensverpflichtungen bei der E

**Rn. 1258**

Bank abgelehnt.

**Rn. 1259**

cc) Belastung und Verkauf des Grundstücks G5

**Rn. 1260**

Wie bereits erwähnt plante Q mit (zumindest stillschweigender) Zustimmung

**Rn. 1261**

der Angeklagten und ihres Ehemannes, auch das Grundstück G5 von

**Rn. 1262**

vornherein abredewidrig für eigene Zwecke, nämlich die Bezahlung von

**Rn. 1263**

Altverbindlichkeiten und die Gründung des Fertighausunternehmens in L4,

**Rn. 1264**

zu nutzen. Ähnlich wie beim Vorhaben in F2 bedeutete dies zwar

**Rn. 1265**

nicht, dass die Immobilie G5 gar nicht renoviert bzw. bebaut werden

**Rn. 1266**

sollte; es ging Q und den Eheleuten T aber in erster Linie um die

**Rn. 1267**

Beschaffung liquider Mittel. Diese sollten über einen weiteren Kredit bei einer Bank

**Rn. 1268**

besorgt werden. Spätestens ab Juli 1996 stellte Q mit Billigung der

**Rn. 1269**

Angeklagten und ihres Mannes zu diesem Zweck bei diversen Banken Anträge auf

**Rn. 1270**

Gewährung eines Existenzgründerdarlehens und bot das Grundstück G5 als Sicherheit an, ohne dass dies den Eheleuten X oder deren Kindern

**Rn. 1271**

bekannt gewesen wäre. Die Mitglieder der Familie X gingen vielmehr - wie

**Rn. 1272**

bereits dargelegt - davon aus, dass sie Grundschulden auf diesem Grundstück

**Rn. 1273**

zunächst ausschließlich als Sicherheit für die übrigen GbR-Mitglieder, also die

**Rn. 1274**

Angeklagte, ihren Ehemann sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 1275**

C3, zur Verfügung stellen würden. Eine darüber hinausgehende Nutzung war

**Rn. 1276**

mit ihnen weder abgesprochen noch von ihnen gewollt.

**Rn. 1277**

Parallel zur Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück U bestellte Q

**Rn. 1278**

in Umsetzung des gemeinsamen Tatplanes durch notarielle Urkunde vom

**Rn. 1279**

09.07.1996 (Urkundenrolle Nr. 558/1996 des Notars M3 aus I4) als

**Rn. 1280**

vollmachtloser Vertreter der Kinder der Eheleute X eine Eigentümergrundschuld

**Rn. 1281**

auf dem Grundstück G5 in Höhe von 2.000.000 DM und trat diese

**Rn. 1282**

gleichzeitig in voller Höhe an die B2 sowie die Angeklagte und ihren Ehemann

**Rn. 1283**

ab. In dem turbulenten Notartermin vom 25.07.1996 erfolgte sodann die

**Rn. 1284**

Genehmigung (Urkundenrolle 369/1996 der Notarin I5 aus C), die

**Rn. 1285**

infolge des bereits erwähnten Kanzleiversehens durch die Eheleute Karlheinz und

**Rn. 1286**

Rita X gemeinsam erteilt wurde, obwohl sich die Verkaufsvollmacht der drei

**Rn. 1287**

Kinder der Eheleute X vom 03.12.1993 (Urkundenrolle Nr. 378/1993 der Notarin

**Rn. 1288**

X2 aus C) allein auf die Rita X bezog.

**Rn. 1289**

In demselben Notartermin kam es außerdem zum Abschluss des notariellen

**Rn. 1290**

Grundstücksgesellschaftsvertrages (Urkundenrolle Nr. 367/1996 der Notarin

**Rn. 1291**

I5 aus C), der von den Eheleuten X, dem Ehemann der Angeklagten

**Rn. 1292**

und der Firma B2, vertreten durch Q, geschlossen wurde. Die

**Rn. 1293**

vorgenannte Urkunde 367/1996 fertigte die Notarin I5, indem sie einen von

**Rn. 1294**

Q zum Termin mitgebrachten Gesellschaftsvertrag um eine Vorbemerkung

**Rn. 1295**

ergänzte. Diese Vorbemerkung, die sie dem Vertrag durch eine Fotomontage

**Rn. 1296**

voranstellte, befasste sich sowohl mit dem Objekt in F2 als auch mit dem

**Rn. 1297**

Grundstück G5. Der nachfolgende Gesellschaftsvertrag behandelte

**Rn. 1298**

dann jedoch allein das Grundstück F2, das nach § 2 Absatz 1 des Vertrages

**Rn. 1299**

Gegenstand der Gesellschaft sein sollte. Aus diesem Grund blieb - wie bereits

**Rn. 1300**

erwähnt - unklar, ob die Gesellschaftsgründung neben dem Grundstück F2

**Rn. 1301**

auch die Liegenschaft G5 umfassen sollte oder ob sich die Eheleute

**Rn. 1302**

X zu diesem Zeitpunkt entschlossen hatten, ihr ursprüngliches Einverständnis

**Rn. 1303**

zu einer gemeinsamen Verwertung auch des Grundstücks G5

**Rn. 1304**

zumindest zunächst einmal zurückzuziehen.

**Rn. 1305**

Fest steht jedoch, dass sie diese Entscheidung spätestens im Laufe der nächsten

**Rn. 1306**

Wochen trafen, denn am 30.09.1996 widerriefen sie in einer notariellen Urkunde die

**Rn. 1307**

Genehmigungserklärungen vom 25.07.1996 (Urkundenrolle Nr. 464/1996 der Notarin

**Rn. 1308**

I5 aus C). Sie waren nun nicht einmal mehr bereit, das Objekt

**Rn. 1309**

G5 als Sicherheit für die übrigen Mitglieder der am 25.07.1996

**Rn. 1310**

gegründeten Grundstücksgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Hintergrund dieser

**Rn. 1311**

Entscheidung war - wie bereits erwähnt - ihre Enttäuschung darüber, dass bis dahin

**Rn. 1312**

mit keinem der geplanten Bauvorhaben begonnen worden war. Außerdem hatten

**Rn. 1313**

X's zwischenzeitlich das Darlehensangebot der T9 Bodencreditbank

**Rn. 1314**

erhalten, das als Sicherheit für den Baukredit F2 neben einer auf diesem

**Rn. 1315**

Grundstück einzutragenden Grundschuld über 5,2 Millionen DM lediglich eine

**Rn. 1316**

erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf der Liegenschaft U

**Rn. 1317**

vorsah, so dass X's davon ausgingen, die Bestellung einer Grundschuld auf

**Rn. 1318**

dem Grundstück G5 sei überhaupt nicht mehr erforderlich.

**Rn. 1319**

Dementsprechend ließen sie in die Widerrufsurkunde vom 30.09.1996 aufnehmen,

**Rn. 1320**

dass sie aufgrund des zwischenzeitlich vorliegenden Kreditangebots der

**Rn. 1321**

T9 Bodencreditbank nicht mehr gewillt seien, die

**Rn. 1322**

Grundschuldbestellungen vom 25.07.1996 "zu genehmigen bzw. darin enthaltene

**Rn. 1323**

Fehler zu korrigieren". Die unter Ziffer 11. der Widerrufserklärung enthaltenen

**Rn. 1324**

Verpflichtungen bezogen sich folgerichtig ausschließlich auf die Bestellung von

**Rn. 1325**

Grundpfandrechten auf den Grundstücken F2 und U.

**Rn. 1326**

Neben diesen persönlichen Gründen gab es jedoch auch noch einen juristischen

**Rn. 1327**

Anlass für den Widerruf der Genehmigung. Wie in der notariellen Urkunde vom

**Rn. 1328**

30.09.1996 festgehalten, hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass die

**Rn. 1329**

notarielle Vollmacht, die die drei Kinder ihrer Mutter am 03.12.1993 erteilt hatten

**Rn. 1330**

(Urkundenrolle Nr. 378/93 der Notarin X2 aus C), für die Genehmigung

**Rn. 1331**

der Grundschuldbestellung vom 25.07.1996 nicht ausreichte. Diese Vollmacht

**Rn. 1332**

erlaubte die Bewilligung der Eintragung von Grundpfandrechten auf dem Grundstück

**Rn. 1333**

G5 nämlich nur im Zusammenhang mit der Finanzierung des

**Rn. 1334**

Kaufpreises durch einen potentiellen Käufer, d. h. die Belastung war nur im

**Rn. 1335**

Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft erlaubt. Die Möglichkeit zur

**Rn. 1336**

isolierten Belastung des Grundstücks außerhalb eines Verkaufs gewährte die

**Rn. 1337**

notarielle Vollmacht hingegen nicht.

**Rn. 1338**

Der Widerruf der Genehmigung vom 25.07.1996 hätte zur Vereitelung der Pläne des

**Rn. 1339**

rechtskräftig Verurteilten Q geführt, da die Grundschuld auf dem Grundstück

**Rn. 1340**

G5 als Sicherheit für das geplante Existenzgründungsdarlehen dringend

**Rn. 1341**

benötigt wurde. Mitte 1996 hatte sich Q wegen des angestrebten Kredits auch

**Rn. 1342**

an die E Bank 4 gewandt und dort nach einer mündlichen

**Rn. 1343**

Grundsatzzusage gemeinsam mit C3 am 29.08.1996 - neben einem Konto für

**Rn. 1344**

die B2 (Kontonummer 6430168) - auch ein Konto für das geplante neue

**Rn. 1345**

Fertighausunternehmen, die Firma B3, eröffnet

**Rn. 1346**

(Kontonummer 6430156). Im selben Zeitraum schickte er der E Bank

**Rn. 1347**

4 nach und nach die notwendigen Kreditunterlagen und bot in diesem

**Rn. 1348**

Zusammenhang als Sicherheit das Grundstück G5 an. Eine förmliche

**Rn. 1349**

Entscheidung der Bank über den Kreditantrag fiel jedoch wegen noch fehlender

**Rn. 1350**

Unterlagen erst Ende 1996.

**Rn. 1351**

Dadas Existenzgründerdarlehen infolge des Widerrufs vom 30.09.1996 auf dem

**Rn. 1352**

Spiel stand, setzte Q mit Billigung zumindest des Ehemannes der

**Rn. 1353**

Angeklagten alle Hebel in Bewegung, um die notarielle Urkunde 464/1996 der

**Rn. 1354**

Notarin I5 aus der Welt zu schaffen, was ihm letztlich auch gelang. Kurz nach

**Rn. 1355**

dem Genehmigungswiderruf erreichte er in einem oder mehreren Gesprächen mit

**Rn. 1356**

den Eheleuten X- unter Aufrechterhaltung seiner Täuschungen - deren

**Rn. 1357**

Einverständniserklärung zur Aufhebung der notariellen Urkunde vom 30.09.1996. Im

**Rn. 1358**

Gegenzug ließ sich Karlheinz X allerdings die Zahlung von 200.000 DM

**Rn. 1359**

versprechen, die er im Wesentlichen für die rückständigen Darlehenszinsen bei der

**Rn. 1360**

E Bank benötigte. Allein die Aufhebung der Urkunde vom 30.09.1996

**Rn. 1361**

hätte jedoch nur die Wiederherstellung des status quo dargestellt, der vor diesem

**Rn. 1362**

Zeitpunkt bestand. Dies hätte auch das erneute Inkrafttreten der durch die notarielle

**Rn. 1363**

Urkunde vom 25.07.1996 erteilten fehlerhaften Genehmigungserklärung bedeutet.

**Rn. 1364**

Deshalb forderte Q die Notarin I5 in dem bereits erwähnten Schreiben

**Rn. 1365**

vom 07.10.1996 auf, einen Versuch zu unternehmen, ob die Grundschuldbewilligung

**Rn. 1366**

für das Objekt G5 mit der vorliegenden Vollmacht der Rita X

**Rn. 1367**

eventuell vom Rechtspfleger akzeptiert werde. Daraufhin teilte die Notarin in einem

**Rn. 1368**

Fax vom 11.10.1996 mit, dass der zuständige Rechtspfleger auf die

**Rn. 1369**

Zweckbestimmung der Vollmacht vom 03.12.1993 abstelle und diese

**Rn. 1370**

dementsprechend als nicht ausreichend ansehe. Die Notarin wies darauf hin, dass es

**Rn. 1371**

einer Genehmigungserklärung der drei Kinder der Eheleute X bezüglich der

**Rn. 1372**

vollmachtlosen Bestellung der Grundschuld vom 09.07.1996 bedürfe. Sie kündigte

**Rn. 1373**

an, dass die Eheleute X am 14.10.1996 die notwendigen

**Rn. 1374**

Berichtigungserklärungen bzw. Genehmigungen abgeben würden. Damit war in

**Rn. 1375**

Bezug auf das Grundstück G5 der Widerruf der notariellen Urkunde

**Rn. 1376**

vom 30.09.1996 gemeint. Anschließend würden die Kinder der Eheleute X die

**Rn. 1377**

erforderlichen Genehmigungserklärungen bezüglich der vollmachtlosen

**Rn. 1378**

Grundschuldbestellung vom 09.07.1996 beurkunden lassen.

**Rn. 1379**

Wie bereits dargelegt fand der für den 14.10.1996 angekündigte Notartermin

**Rn. 1380**

schließlich erst am 17.10.1996 statt. Entsprechend der vorherigen Ankündigung

**Rn. 1381**

wurde in dem Termin in einer notariellen Erklärung (Urkundenrolle Nr. 482/1996 der

**Rn. 1382**

Notarin I5 aus C) die Urkunde 464/1996 der amtierenden Notarin

**Rn. 1383**

aufgehoben. Zu der angekündigten Genehmigung der vollmachtlosen

**Rn. 1384**

Grundschuldbestellurig vom 09.07.1996 durch die Kinder der Eheleute X kam

**Rn. 1385**

es hingegen nicht mehr.

**Rn. 1386**

Karlheinz X entschloss sich stattdessen, über die Anfang Oktober 1996 bereits

**Rn. 1387**

zugesagten 200.000 DM hinaus weitere finanzielle Forderungen in Höhe von

**Rn. 1388**

300.000 DM an die übrigen Mitglieder der Grundstücksgesellschaft zu stellen und die

**Rn. 1389**

Abgabe der Genehmigungserklärung somit von der Zahlung von insgesamt 500.000

**Rn. 1390**

DM abhängig zu machen. Dieser Betrag war nach seinen Vorstellungen als Zahlung

**Rn. 1391**

auf seinen GbR-Anteil zu behandeln. Hintergrund dieser Entscheidung war die

**Rn. 1392**

ständig wachsende Zinslast der Kredite bei der E Bank, denn das von

**Rn. 1393**

Q zu Anfang gegebene Versprechen, die Zinsen würden von ihm und den

**Rn. 1394**

übrigen GbR-Mitgliedern beglichen, war nur in ganz geringem Umfang eingehalten

**Rn. 1395**

worden. Mit den 500.000 DM planten die Eheleute X außerdem die

**Rn. 1396**

Belastungen auf dem Grundstück G4 (Eiscafe) zurückzuführen, um auf

**Rn. 1397**

diese Weise zumindest diese Betriebsstätte und demzufolge die Einkommensquelle

**Rn. 1398**

der Familie zu sichern.

**Rn. 1399**

Auf die Forderung des Karlheinz X antwortete der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 1400**

Q in einem Schriftstück vom 29.10.1996, unter das er den ausdrücklichen

**Rn. 1401**

Hinweis setzte, dass der Inhalt des Schreibens mit dem rechtskräftig verurteilten

**Rn. 1402**

T "komplett" abgesprochen sei. Da es Q darauf ankam, endlich

**Rn. 1403**

über die Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück G5 verfügen zu

**Rn. 1404**

können, erklärte er sich zwar grundsätzlich mit der Auszahlung des GbR-Anteils an

**Rn. 1405**

die Eheleute X einverstanden; allerdings machte er dies von der vorherigen

**Rn. 1406**

Genehmigung der Grundschuld auf dem Grundstück G5 und der

**Rn. 1407**

Beurkundung einer Generalvollmacht der Kinder der Eheleute abhängig. Für diesen

**Rn. 1408**

Fall stellte er eine Zahlung von 300.000 DM bis zum 13.11.1996 und weiterer

**Rn. 1409**

200.000 DM bei Baubeginn in F2 in Aussicht, wobei ihm aufgrund der

**Rn. 1410**

desolaten finanziellen Lage aller Beteiligten klar war, dass diese Beträge aus dem

**Rn. 1411**

Darlehen hätten abgezweigt werden müssen, das mit Hilfe der erschlichenen

**Rn. 1412**

Grundschuld auf dem Grundstück G5 bei der E Bank 4 für das neue Fertighausunternehmen aufgenommen werden sollte.

**Rn. 1413**

Als C3 von diesen Plänen erfuhr, wandte er ein, dass diese Summe allein für

**Rn. 1414**

die Genehmigung der Grundschuld auf dem Grundstück G5 viel zu

**Rn. 1415**

hoch sei. Demgegenüber waren die Eheleute X mit der Bezahlung eines

**Rn. 1416**

Teilbetrages von 200.000 DM erst bei Beginn der Bauarbeiten F2 nicht

**Rn. 1417**

einverstanden, da dieser Termin noch nicht absehbar war. Aus diesem Grund gab es

**Rn. 1418**

langwierige Verhandlungen, die den gesamten November 1996 andauerten und in

**Rn. 1419**

deren Verlauf die Eheleute X ihre Forderung auf insgesamt 600.000 DM

**Rn. 1420**

erhöhten. Mitte November schien dann eine Einigung zustande zukommen. Q

**Rn. 1421**

versprach Karlheinz X die Zahlung von 300.000 DM bis zu einem für den

**Rn. 1422**

25.11.1996 vereinbarten Termin beim Notar M3, obwohl er wusste, dass

**Rn. 1423**

überhaupt nicht abzusehen war, ob und wie diese Summe derart kurzfristig

**Rn. 1424**

aufzutreiben sein könnte; die Zahlung weiterer 300.000 DM sollte sich nach dem

**Rn. 1425**

Ergebnis von Gesprächen bei der T9 Bodencreditbank und den beim

**Rn. 1426**

Notar M3 getroffenen Vereinbarungen richten.

**Rn. 1427**

In der Zwischenzeit machten die Pläne zur Übernahme der Betriebsstätte des G2

**Rn. 1428**

in L4 erhebliche Fortschritte. Indem Q und C3 die

**Rn. 1429**

Bezahlung von Rechnungen verweigerten, die G2 im Rahmen des bereits

**Rn. 1430**

erwähnten Bauvorhabens T8 für tatsächlich erbrachte

**Rn. 1431**

Subunternehmerleistungen an die B2 gestellt hatte, forcierten sie den

**Rn. 1432**

wirtschaftlichen Niedergang seines Unternehmens. Auf entsprechende Anträge der

**Rn. 1433**

O2 Sparkasse ordnete das Amtsgericht Görlitz durch zwei

**Rn. 1434**

Beschlüsse vom 08.10.1996 die Zwangsverwaltung (Az. 2 L 16/96) und die

**Rn. 1435**

Zwangsversteigerung (Az. 1 K 143/96) des Betriebsgrundstückes an. Das Objekt

**Rn. 1436**

wurde am 25.10.1996 vom Zwangsverwalter in Besitz genommen. Entgegen ihren

**Rn. 1437**

ursprünglichen Planungen entschlossen sich Q und C3 im Laufe der

**Rn. 1438**

Monate Oktober und November 1996 mangels ausreichender finanzieller Mittel den

**Rn. 1439**

Betrieb nicht käuflich zu erwerben, sondern das Grundstück samt Sägewerk lediglich

**Rn. 1440**

vom Zwangsverwalter anzupachten. Diese Absicht, die sie der O2

**Rn. 1441**

Sparkasse am 06.11.1996 mitteilten, setzten sie zum Jahreswechsel 1996 /1997 in

**Rn. 1442**

die Tat um. Spätestens ab Ende 1996/ Anfang 1997 nutzte die neu gegründete

**Rn. 1443**

Firma B3 die Betriebsstätte, womit die Übernahme des

**Rn. 1444**

holzverarbeitenden Unternehmens des G2 faktisch vollzogen war. Am

**Rn. 1445**

04.03.1997 wurde mit dem Zwangsverwalter der Pachtvertrag geschlossen,

**Rn. 1446**

rückwirkend zum 01.02.1997.

**Rn. 1447**

Auch hinsichtlich der geplanten Bebauung des Grundstücks G5 gab es

**Rn. 1448**

Fortschritte, allerdings befand sich das geplante Vorhaben noch immer im absoluten

**Rn. 1449**

Anfangsstadium. Nachdem C3 anlässlich eines Gespräches im

**Rn. 1450**

Stadtplanungsamt L5 vom 23.07.1996 erfahren hatte, dass der beabsichtigten

**Rn. 1451**

Bebauung des Grundstücks mit einem zweiten Wohngebäude (neben der bereits

**Rn. 1452**

existierenden renovierungsbedürftigen Villa) grundsätzlich nichts im Wege stehe,

**Rn. 1453**

reichte er am 22.11.1996 beim Bauaufsichtsamt L5 einen Antrag auf Erlass

**Rn. 1454**

eines Bauvorbescheides ein. Dieser Antrag sah eine Bebauung mit einem

**Rn. 1455**

Wohngebäude mit vier Wohneinheiten sowie einem Spielplatz vor.

**Rn. 1456**

Kurz nachdem Q und C3 durch notariellen Vertrag vom 14.11.1996

**Rn. 1457**

(Urkundenrolle Nr. 857/1996 des Notars M3 aus I4) die B3 gegründet hatten, lagen der E Bank 4 die für eine

**Rn. 1458**

Kreditentscheidung notwendigen Unterlagen nahezu vollständig vor. Die beantragte

**Rn. 1459**

Kreditlinie von 2.000.000 DM wurde seitens der Bank jedoch nur in Stufen bewilligt.

**Rn. 1460**

Q und C3 wurde von den Verantwortlichen der Bank klargemacht, dass

**Rn. 1461**

sich die auszureichenden Kredite an den zur Verfügung stehenden Sicherheiten zu

**Rn. 1462**

orientieren hätten, also an dem Grundstück G5. Angesichts des

**Rn. 1463**

Zustandes der noch nicht renovierten Villa sollte anfangs lediglich ein Teil des

**Rn. 1464**

Darlehens in Höhe von ca. 1.000.000 DM ausgezahlt werden. Die Valutierung des

**Rn. 1465**

Restbetrages wurde hingegen für die Zeit nach Abschluss der Sanierungsarbeiten

**Rn. 1466**

an dem Beleihungsobjekt und der Vorlage des beantragten Bauvorbescheides bzw.

**Rn. 1467**

der Baugenehmigung in Aussicht gestellt, womit sich Q und C3

**Rn. 1468**

notgedrungen einverstanden erklärten.

**Rn. 1469**

Angesichts des zuvor beschriebenen Planungs- und Finanzierungsstandes sowie der

**Rn. 1470**

allgemein desolaten finanziellen Lage der Eheleute T und aller übrigen

**Rn. 1471**

Beteiligten war der für den 25.11.1996 mit X's vereinbarte Termin bei dem Notar

**Rn. 1472**

M3 in I4 nahezu entscheidend sowohl für die Aufrechterhaltung des

**Rn. 1473**

Geschäftsbetriebs der von Q und C3 betriebenen Unternehmen als

**Rn. 1474**

auch für die Fortsetzung der bis dahin begonnenen Bauvorhaben und damit auch für

**Rn. 1475**

die finanzielle Zukunft der Angeklagten und ihres Mannes. Zur Vermeidung des

**Rn. 1476**

vollkommenen wirtschaftlichen Zusammenbruchs mussten dringend

**Rn. 1477**

Altverbindlichkeiten zumindest mit Teilzahlungen bedient werden, für die man nur die

**Rn. 1478**

bei der E Bank 4 beantragten neuen Kreditmittel einsetzen

**Rn. 1479**

konnte. Da aber die Eheleute X die Genehmigung der am 09.07.1996 auf dem

**Rn. 1480**

Grundstück G5 von Q vollmachtlos vorgenommenen

**Rn. 1481**

Grundschuldbestellung von der Zahlung einer Summe von insgesamt 600.000 DM

**Rn. 1482**

abhängig machten und dieser Betrag weder Q und C3 noch den

**Rn. 1483**

Eheleuten T zur Verfügung stand, musste dringend eine Lösung gefunden

**Rn. 1484**

werden, die den Zugriff auf das Grundstück bzw. die Eigentümergrundschuld

**Rn. 1485**

sicherte.

**Rn. 1486**

In dieser Situation kam C3 auf die Idee, die letztlich alle Probleme auf einen

**Rn. 1487**

Schlag lösen sollte. Ausgehend von der Überlegung, dass er die Zahlung von

**Rn. 1488**

600.000 DM für die Genehmigung der Grundschuldbestellung auf dem Grundstück

**Rn. 1489**

G5 ohnehin als viel zu hoch empfand, schlug er X's in

**Rn. 1490**

unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Notartermin vom 25.11.1996 vor,

**Rn. 1491**

das Objekt nicht nur zu beleihen, sondern zusätzlich an ihn, Q, die

**Rn. 1492**

Angeklagte und deren Ehemann zu verkaufen. Mit diesem Vorschlag, den auch

**Rn. 1493**

Q und zumindest T unterstützten, verfolgte C3 das Ziel,

**Rn. 1494**

unter Ausschluss der Familie X die alleinige Verfügungsgewalt über das

**Rn. 1495**

Grundstück zu bekommen. Die weitere Planung und Vermarktung sollte ohne

**Rn. 1496**

störende Mitspracherechte der Familie X erfolgen. Vor allem gewährleistete

**Rn. 1497**

dieser Plan die problemlose Beleihung des Grundstücks, da die Vollmacht der Rita

**Rn. 1498**

X vom 03.12.1993 eine Beleihung des Grundstücks zum Zwecke des Verkaufs

**Rn. 1499**

ausdrücklich erlaubte. Außerdem bot ein Erwerb des Grundstücks den Vorteil, dass

**Rn. 1500**

Q, C3 und T's als neue Eigentümer über die Verwendung der

**Rn. 1501**

Kreditmittel, die mit Hilfe der Grundschuld aufgenommen werden sollten, keine

**Rn. 1502**

Rechenschaft würden ablegen müssen.

**Rn. 1503**

Aufgrund wiederholter Beteuerungen des Ehemannes der Angeklagten, man werde

**Rn. 1504**

sie nicht betrügen, waren auch X's nach längerem Zögern mit dieser

**Rn. 1505**

Vorgehensweise einverstanden, allerdings unter gewissen Einschränkungen. Da

**Rn. 1506**

Karlheinz X das Grundstück G5 nicht vollständig aus der Hand

**Rn. 1507**

geben wollte, vereinbarte man auf sein Drängen hin einen Verkauf an die am

**Rn. 1508**

25.07.1996 gegründete GbR, die aus Karlheinz X, T und der B3 bestand. Dieser Vorschlag stellte im Ergebnis kein Problem für die rechtskräftig

**Rn. 1509**

Verurteilten Q und C3 sowie die Eheleute T dar, da Karlheinz

**Rn. 1510**

X innerhalb der GbR aufgrund einer entgegenstehenden 2/3-Mehrheit keine

**Rn. 1511**

Entscheidungsbefugnis mehr haben würde.

**Rn. 1512**

Hinsichtlich des Kaufpreises einigte man sich auf die bereits im Raum stehenden

**Rn. 1513**

600.000 DM. In diesem Zusammenhang wurde X's folgende Rechnung

**Rn. 1514**

aufgemacht: Ausgegangen werden müsse von der Ablösesumme in Höhe von 1,8

**Rn. 1515**

Millionen DM, die an die E Bank zu zahlen sei und für die der

**Rn. 1516**

Ehemann der Angeklagten sowie die B2 hafteten. Da der Wert des

**Rn. 1517**

Grundstückes F2 bei lediglich 1,5 Millionen DM liege, müsse man die

**Rn. 1518**

Differenz, also 300.000 DM, von dem Wert des Grundstücks G5

**Rn. 1519**

abziehen, der bei 1,2 Millionen DM liege. Die verbleibenden 900.000 DM seien im

**Rn. 1520**

Prinzip der Preis, für den das Grundstück an die GbR verkauft werde. Da Karlheinz

**Rn. 1521**

X jedoch zu einem Drittel an der Grundstücksgesellschaft beteiligt sei, reduziere

**Rn. 1522**

sich der Preis, der letztlich für das Grundstück an X's zu zahlen sei, auf 600.000

**Rn. 1523**

DM.

**Rn. 1524**

Der Ehemann der Angeklagten sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 1525**

C3 erweckten bei den Eheleuten X bewusst den Eindruck, der Kauf der

**Rn. 1526**

Immobilie stelle kein finanzielles Problem dar. Um Zugriff auf das Grundstück

**Rn. 1527**

G5 zu erlangen und dieses für eigene Zwecke ausnutzen zu können,

**Rn. 1528**

gerierten sie sich - wie schon in den Wochen und Monaten zuvor - auch im

**Rn. 1529**

Rahmen dieser Verhandlungen als erfolgreiche Geschäftsleute und verschwiegen

**Rn. 1530**

gezielt ihre ernormen finanziellen Probleme, die aufgrund der vorangegangenen

**Rn. 1531**

Bauvorhaben entstanden waren und solche Ausmaße angenommen hatten, dass

**Rn. 1532**

schon aus diesem Grund eine ordnungsgemäße Abwicklung des vorgeschlagenen

**Rn. 1533**

Kaufs ausgeschlossen war. Bezüglich der Beschaffung des Kaufpreises erklärten

**Rn. 1534**

Q und C3 den Eheleuten X, dass zu diesem Zweck ein Darlehen

**Rn. 1535**

aufgenommen werde. Sie verschwiegen allerdings bewusst, dass das Grundstück

**Rn. 1536**

G5 der E Bank 4 längst als Sicherheit für einen

**Rn. 1537**

Betriebsmittelkredit der neu gegründeten B3 angeboten

**Rn. 1538**

worden war und dass das Darlehen demzufolge nicht der GbR, sondern der B2 gewährt werden sollte. Anderenfalls hätte auch Karlheinz X als

**Rn. 1539**

GbR-Mitglied Zugriff auf die Kreditmittel gehabt, was es aus Sicht des Ehemannes

**Rn. 1540**

der Angeklagten sowie der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 auf

**Rn. 1541**

jeden Fall zu vermeiden galt. Darüber hinaus spiegelten T, Q

**Rn. 1542**

und C3 den Eheleuten X vor, dass die vereinbarten 600.000 DM aus dem

**Rn. 1543**

Darlehen bezahlt würden, obwohl sie in Wahrheit beabsichtigten, die Kreditmittel

**Rn. 1544**

vorrangig für die Ablösung eigener Altverbindlichkeiten sowie für die neue B3 zu verwenden. Angesichts der geplanten Vorgehensweise war

**Rn. 1545**

Q, C3 und zumindest dem Ehemann der Angeklagten von vornherein

**Rn. 1546**

klar, dass nicht genügend finanzielle Mittel verbleiben würden, um den Kaufpreis aus

**Rn. 1547**

den Darlehensvaluta der E Bank - die wie bereits erwähnt zunächst nur bei

**Rn. 1548**

ca. 1.000.000 DM liegen sollten - vollständig an die Familie X zu bezahlen.

**Rn. 1549**

Dies nahmen sie billigend in Kauf, da es ihnen auf die Erlangung der Kreditmittel der

**Rn. 1550**

E Bank 4 ankam, für deren Auszahlung die vorherige

**Rn. 1551**

Bereitstellung des Grundstücks G5 als Sicherheit unabdingbare

**Rn. 1552**

Voraussetzung war.

**Rn. 1553**

Die Eheleute X gingen täuschungsbedingt davon aus, dass der versprochene

**Rn. 1554**

Kaufpreis tatsächlich an sie fließen werde, weshalb Rita X im Rahmen des

**Rn. 1555**

Notartermins vom 25.11.1996 gleich in doppelter Weise über das Vermögen ihrer

**Rn. 1556**

drei Kinder verfügte.

**Rn. 1557**

In einer ersten notariellen Urkunde (Urkundenrolle Nr. 883/1996 des Notars M3

**Rn. 1558**

aus I4) bestellte sie mit Hilfe ihrer Vollmacht vom 03.12.1993 eine (neue)

**Rn. 1559**

Eigentümergrundschuld in Höhe von 2.000.000 DM auf dem Grundstück G5 und trat diese an die Grundstücksgesellschaft, bestehend aus T,

**Rn. 1560**

der B2 sowie ihrem Ehemann Karlheinz X, ab. Durch einen weiteren

**Rn. 1561**

notariellen Vertrag (Urkundenrolle Nr. 884/1996 des Notars M3 aus I4)

**Rn. 1562**

verkaufte sie anschließend das Grundstück im Namen ihrer drei Kinder an die zuvor

**Rn. 1563**

erwähnten GbR-Mitglieder. In der Urkunde wurde aufgrund der vorangegangenen

**Rn. 1564**

Unstimmigkeiten nunmehr ausdrücklich festgeschrieben, dass auch das Grundstück

**Rn. 1565**

G5 zum Gesellschaftsvermögen der am 25.07.1996 gegründeten

**Rn. 1566**

Grundstücksgesellschaft gehöre. Der im Vertrag festgelegte Kaufpreis in Höhe von

**Rn. 1567**

600.000 DM war bis zum 20.12.1996 auf ein Notaranderkonto zu bezahlen, wobei

**Rn. 1568**

Q, C3 und zumindest dem Ehemann der Angeklagten klar war, dass

**Rn. 1569**

aufgrund der finanziellen Gesamtlage die versprochene Zahlung bis zum Jahresende

**Rn. 1570**

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht fließen würde. Q,

**Rn. 1571**

C3 und zumindest der Ehemann der Angeklagten waren sich weiterhin

**Rn. 1572**

bewusst, dass Rita X der Beleihung und dem Verkauf des Grundstücks nicht

**Rn. 1573**

zugestimmt hätte, wenn ihr klar gewesen wäre, dass der Kaufpreis aufgrund der

**Rn. 1574**

Pläne der rechtkräftig Verurteilten Q, C3 und T nicht wie

**Rn. 1575**

im Vertrag vorgesehen bis zum 20.12.1996 bezahlt werden konnte.

**Rn. 1576**

Durch die Belastung und den Verkauf des Grundstücks trat bei den Kindern der

**Rn. 1577**

Eheleute X ein Vermögensschaden in Höhe des Grundstückswertes ein, der

**Rn. 1578**

damals bei mindestens 800.000 DM lag. Zwar erlangten sie infolge des

**Rn. 1579**

Kaufvertragsabschlusses einen Zahlungsanspruch gegen T und die

**Rn. 1580**

B2; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren desolater

**Rn. 1581**

wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Kinder der Eheleute

**Rn. 1582**

X als wertlos einzustufen ist.

**Rn. 1583**

Durch notarielle Urkunden vom 16.12.1996 (Urkundenrolle Nr. 936/1996 des Notars

**Rn. 1584**

M3 aus I4), 19.12.1996 (Urkundenrolle Nr. 590/1996 der Notarin

**Rn. 1585**

I5 aus C) und 20.12.1996 (Urkundenrolle Nr.592/1996 der Notarin I5

**Rn. 1586**

aus C) traten die rechtskräftig Verurteilten Q, C3 und

**Rn. 1587**

T sowie Karlheinz X die Briefgrundschuld in Höhe von 2.000.000 DM an

**Rn. 1588**

die E Bank 4 ab und beantragten die Eintragung der Abtretung

**Rn. 1589**

im Grundbuch. Die entsprechenden Zweckbestimmungserklärungen, aus denen sich

**Rn. 1590**

ergab, dass statt den GbR-Mitgliedern die B3 Darlehensnehmerin

**Rn. 1591**

werde, unterzeichneten die Kinder der Eheleute X am 18.01.1997, nachdem

**Rn. 1592**

Q sie mit dem Hinweis beruhigt hatte, die B3-werde die

**Rn. 1593**

Renovierungsarbeiten in der Villa auf dem Grundstück G5 vornehmen.

**Rn. 1594**

Im Hinblick auf die aus ihrer Sicht vollwertige Besicherung der abgesprochenen

**Rn. 1595**

Teilvalutierung, die zunächst eine auf gut 1.000.000 DM beschränkte Auszahlung

**Rn. 1596**

vorsah, war die E Bank 4 schließlich Anfang 1997 zur

**Rn. 1597**

Gewährung des Existenzgründungsdarlehens bereit. Am 08.120.01.1997

**Rn. 1598**

vereinbarten Q und C3 für die B3 mit der E

**Rn. 1599**

Bank 4 zunächst einen Barkredit in Höhe von 700.000 DM zur

**Rn. 1600**

Inanspruchnahme auf dem Konto 643015600 mit einer Laufzeit bis zum 30.11.1997..

**Rn. 1601**

Als Sicherheit dienten der Bank neben dem Grundstück G5

**Rn. 1602**

selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften der rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 1603**

Q und C3 bis zu einem Betrag von 1,32 Millionen DM. Am

**Rn. 1604**

19.126.02.1997 folgte sodann der Abschluss des zweiten Kreditvertrages für ein

**Rn. 1605**

Investitionsdarlehen in Höhe von 400.000 DM zur Inanspruchnahme auf dem Konto

**Rn. 1606**

643015601 mit einer Laufzeit bis zum 28.02.2003, wobei die Sicherheiten denen des

**Rn. 1607**

Barkredites entsprachen.

**Rn. 1608**

Unmittelbar nachdem die beiden Kredite bewilligt worden waren, wurden sie von

**Rn. 1609**

Q und C3 entsprechend dem zuvor gefassten Tatplan zur Abtragung

**Rn. 1610**

von Altverbindlichkeiten in Anspruch genommen. So überwiesen sie u. a. am

**Rn. 1611**

06.02.1997 vom Konto 643015600 einen Betrag in Höhe von 98.600 DM an die

**Rn. 1612**

Rechtsanwälte G3, I6 und V als Teilzahlung auf den

**Rn. 1613**

Restkaufpreis für das Grundstück T4, G3, am 17.02.1997

**Rn. 1614**

einen Betrag in Höhe von 71.712 DM an die Firma I7, die Leistungen beim

**Rn. 1615**

Bauvorhaben T4, G2, erbracht hatte, und insgesamt 60.000 DM an

**Rn. 1616**

die Firma H3 für Arbeiten in T8. Außerdem wurden Valuta für

**Rn. 1617**

den Aufbau der B3 benutzt, so dass die Kreditrahmen beider

**Rn. 1618**

Darlehen in kürzester Zeit ausgeschöpft waren, ohne dass der Kaufpreis an die

**Rn. 1619**

Familie X gezahlt worden wäre. Ende 1996 sowie im Laufe des Jahres 1997

**Rn. 1620**

erfolgten zwar vereinzelte Zahlungen, die jedoch den vereinbarten Kaufpreis nicht

**Rn. 1621**

abdeckten. Zugunsten aller Tatbeteiligten ist die Kammer davon ausgegangen, dass

**Rn. 1622**

die Familie X letztlich insgesamt 399.000 DM erhielt. Zwei außerdem von

**Rn. 1623**

Q und C3 übergebene Schecks über jeweils 100.000 DM waren nicht

**Rn. 1624**

gedeckt. Die Restzahlung blieb bis heute aus.

**Rn. 1625**

Die Kammer ist zugunsten der Angeklagten davon ausgegangen, dass sie insbesondere

**Rn. 1626**

wegen der Ende 1996 bei ihrer Schwangerschaft auftretenden

**Rn. 1627**

Komplikationen ,- über das Vorgehen der übrigen Beteiligten im Zusammenhang mit

**Rn. 1628**

der Belastung und dem Verkauf des Grundstücks G5 nicht informiert

**Rn. 1629**

war und ihr von daher eine Beteiligung an diesem zweiten Betrug zum Nachteil der

**Rn. 1630**

Familie X nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen ist.

**Rn. 1631**

dd) Das weitere Gesehenen im Zusammenhang mit der Familie X

**Rn. 1632**

Wegen der Belastung des Grundstücks U und der Veräußerung des

**Rn. 1633**

Grundstücks G5 bekamen X's Mitte Dezember 1996 erhebliche

**Rn. 1634**

Probleme mit der E Bank. In einem Schreiben vom 16.12.1996

**Rn. 1635**

behaupteten die Verantwortlichen der Bank, der Verkauf des Grundstückes

**Rn. 1636**

G5 und die Belastung des Objektes U seien absprachewidrig

**Rn. 1637**

erfolgt. Später beschränkte sich der Vorwurf in erster Linie auf den Verkauf der

**Rn. 1638**

Immobilie G5. Dem widersprachen die Eheleute X in einem

**Rn. 1639**

Schreiben vom 19.12.1996 ausdrücklich und behaupteten ihrerseits, alle

**Rn. 1640**

Entscheidungen hinsichtlich der Grundstücke zuvor mit der zuständigen

**Rn. 1641**

Sachbearbeiterin der E Bank, Frau K, abgesprochen und alle relevanten

**Rn. 1642**

Unterlagen vorgelegt zu haben. Welche Darstellung letztlich zutrifft, ist für die Frage

**Rn. 1643**

der Strafbarkeit der Beteiligten bedeutungslos.

**Rn. 1644**

Fest steht jedoch, dass X's in dem Schreiben der E Bank vom

**Rn. 1645**

16.12.1996 aufgefordert wurden, die Rückstände auf ihren Konten in Höhe von

**Rn. 1646**

insgesamt 109.431,62 DM unverzüglich auszugleichen, den Kaufpreis für das

**Rn. 1647**

Grundstück G5 auszukehren und die Eigentümergrundschuld auf dem

**Rn. 1648**

Objekt U an die Bank abzutreten; anderenfalls würden die Kredite zur

**Rn. 1649**

sofortigen Rückzahlung fällig gestellt. Da die Eheleute X aus den geschilderten

**Rn. 1650**

Gründen nicht in der Lage waren, diesen Forderungen nachzukommen, kündigte die

**Rn. 1651**

E Bank mit zwei Schreiben vom 10.02.1997 sämtliche Darlehen und forderte

**Rn. 1652**

zum Ausgleich der Schuldsalden bis zum 10.03.1997 auf, was X's wegen

**Rn. 1653**

fehlender finanzieller Möglichkeiten jedoch nicht gelang. Alle Versuche, die in den

**Rn. 1654**

folgenden Monaten unternommen wurden, um die Kredite bei der E Bank

**Rn. 1655**

doch noch abzulösen, schlugen letztlich fehl. Hinzu kamen ab Mitte 1997

**Rn. 1656**

weitere erhebliche Probleme mit dem Grundstücksverkäufer F4, der auf einer

**Rn. 1657**

Bezahlung des noch ausstehenden "Schwarzgeldes" in Höhe von 150.000 DM

**Rn. 1658**

bestand und im Dezember 1997 diesbezüglich die Vollstreckung einleitete.

**Rn. 1659**

Nachdem die E Bank 4 am 24.09.1997 auch den Kredit der B3 gekündigt hatte, begannen Anfang 1998 die ersten

**Rn. 1660**

Vollstreckungsmaßnahmen. Auf Antrag der E Bank vom 17.03.1998 erging

**Rn. 1661**

am 28.04.1998 der Beschluss des Amtsgerichts Köpenick (Az. 70 K 44/98), mit dem

**Rn. 1662**

die Zwangsversteigerung des Grundstückes G5 angeordnet wurde. Vier

**Rn. 1663**

Tage zuvor, am 24.04.1998, hatte sich Karlheinz X das Leben genommen. Es

**Rn. 1664**

steht allerdings nicht mit hinreichender Sicherheit fest, ob die Ursache hierfür in den

**Rn. 1665**

Vorgängen begründet lag, die Gegenstand der Tatvorwürfe sind.

**Rn. 1666**

Nach dem Tod des Karlheinz X setzte die E Bank ihre Bemühungen

**Rn. 1667**

fort, die Grundstücke der Familie X zu versilbern. Am 30.08.2000 erging im

**Rn. 1668**

Rahmen der Zwangsversteigerung des Grundstücks G5 bei einem

**Rn. 1669**

Gebot von 670.000 DM der Zuschlag, womit die Verwertung dieses Grundstückes

**Rn. 1670**

abgeschlossen war. Bezüglich der Objekte U, G4 und F2

**Rn. 1671**

wurden zunächst keine Maßnahmen zur Einleitung der Zwangsversteigerung

**Rn. 1672**

ergriffen, da die E Bank und die W Bank sich durch einen

**Rn. 1673**

freihändigen Verkauf höhere Erlöse versprachen. Was letztendlich aus den

**Rn. 1674**

Grundstücken der Familie X geworden ist, hat die Kammer nicht weiter

**Rn. 1675**

aufgeklärt.

**Rn. 1676**

2. Gemeinschaftlicher Betrug (§263 Abs. 1 StGB) zum Nachteil der C8 Bank

**Rn. 1677**

a) Vorgeschichte

**Rn. 1678**

aa) Die ursprüngliche Planung

**Rn. 1679**

Wie bereits erwähnt hatten sich die Eheleute T Ende 1993 zum Kauf des

**Rn. 1680**

Grundstücks G2 in T4 entschlossen und suchten in diesem

**Rn. 1681**

Zusammenhang ein Unternehmen, mit dem sie das auf dem Grundstück stehende

**Rn. 1682**

Altgebäude abreißen und ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten konnten.

**Rn. 1683**

Das vom rechtskräftig Verurteilten T und der Angeklagten gekaufte

**Rn. 1684**

Grundstück lag im historischen Altstadtkern von T4 und war mit einer

**Rn. 1685**

Bauruine aus dem 18. Jahrhundert bebaut, das der unteren Denkmalschutzbehörde

**Rn. 1686**

zumindest hinsichtlich der Fassade erhaltenswert erschien. Die Voreigentümerin, die

**Rn. 1687**

Firma C19, hatte am 20.07.1992 einen Antrag auf Erteilung einer Bau und

**Rn. 1688**

einer Abrissgenehmigung gestellt. Gegen den Abriss hatte die zuständige untere

**Rn. 1689**

Denkmalschutzbehörde zwar keine Bedenken erhoben, jedoch darauf hingewiesen,

**Rn. 1690**

dass es sich um ein historisches Grundstück handele und die Straßenfassade

**Rn. 1691**

erhalten bleiben müsse. Eine Ausweitung der Baugrube über die vorhandene

**Rn. 1692**

Unterkellerung hinaus mache Grabungsarbeiten der Fachbehörde für

**Rn. 1693**

Bodendenkmalpflege erforderlich. Diese Einwände schlugen sich sodann in der

**Rn. 1694**

Abrissgenehmigung vom 08.07.1993 und der Baugenehmigung vom 03.11.1993

**Rn. 1695**

nieder, die beide eine Erhaltung der Fassade und des vorhandenen

**Rn. 1696**

Kellermauerwerks vorsahen, das wie die Fassade nicht in die Abbruchmaßnahme

**Rn. 1697**

einbezogen werden durfte.

**Rn. 1698**

In Kenntnis dieser Umstände kauften die Eheleute T das Grundstück mit dem

**Rn. 1699**

Altbestand als Gesellschaft bürgerlichen Rechts durch notariellen Kaufvertrag vom

**Rn. 1700**

01.12.1993 für einen Kaufpreis in Höhe von 360.000 DM. Darüber hinaus mussten

**Rn. 1701**

T's aufgrund eines ebenfalls am 01.12.1993 geschlossenen privatschriftlichen

**Rn. 1702**

Vertrages weitere 310.500 DM für die Projektierung, Abrissgenehmigung,

**Rn. 1703**

Baugenehmigung, Vermessungsunterlagen etc. an die Firma C19 bezahlen,

**Rn. 1704**

so dass sich der für den Erwerb des Grundstücks zu erbringende Gesamtaufwand

**Rn. 1705**

letztlich auf 670.500 DM belief.

**Rn. 1706**

Mit der Beschaffung der Finanzierungsmittel für das geplante Objekt beauftragten der

**Rn. 1707**

rechtskräftig Verurteilte T und die Angeklagte am 09.01.1994, also nach

**Rn. 1708**

Abschluss des Kaufvertrages, die Firma M5 aus T15, die kurze

**Rn. 1709**

Zeit später einen Kontakt zur C8 Bank herstellte.

**Rn. 1710**

Am 13.01.1994 folgte ein Treffen in einer Filiale der C8 Bank, an dem auch die

**Rn. 1711**

Angeklagte teilnahm, die gemeinsam mit Lerner den Verantwortlichen der C8

**Rn. 1712**

Bank das Bauvorhaben präsentierte. Nach den Vorstellungen der Eheleute T,

**Rn. 1713**

die auf der Planung der Firma C19 beruhten, sollte das Grundstück nach dem

**Rn. 1714**

Abriss unter Erhaltung der Fassadenfront mit einem Wohn- und Geschäftshaus mit

**Rn. 1715**

einer Wohn-/Nutzfläche von 609,01 qm bebaut werden, wobei insgesamt 108,13 qm

**Rn. 1716**

auf den Keller entfielen. Die von T's kalkulierten Gesamtkosten sollten bei 2,3

**Rn. 1717**

Millionen DM liegen und 1.450.000 DM reine Baukosten beinhalten. Die

**Rn. 1718**

Fertigstellung des Objekts war für Ende 1994 vorgesehen.

**Rn. 1719**

Die C8 Bank war nach Prüfung der Kreditunterlagen bereit, das Bauvorhaben

**Rn. 1720**

auf Basis dieser Planung zu begleiten. Schon vor Abschluss des Darlehensvertrages

**Rn. 1721**

hatte die Bank am 03.02.1994 den Kaufpreis für das Grundstück in Höhe von

**Rn. 1722**

360.000 auf ein Notaranderkonto des Notars T11 überwiesen, der mit

**Rn. 1723**

der Abwicklung des Kaufes beauftragt war. Die Bezahlung drängte, weil der

**Rn. 1724**

Kaufpreis seit dem 31.12.1993 fällig war und seit dieser Zeit gern. § 2 Absatz 3 des

**Rn. 1725**

Vertrages 4% Zinsen p. a. über dem Diskontsatz der Bundesbank, der zu der Zeit bei

**Rn. 1726**

5,75% lag, anfielen. Da der Kaufpreis aus Gründen, die die Eheleute T zu

**Rn. 1727**

vertreten hatten, erst am 23.06.1994 auf dem Konto der Firma C19 einging

**Rn. 1728**

(denn das Geld wurde erst zu diesem Zeitpunkt vom Notaranderkonto an die

**Rn. 1729**

Veräußerer ausgekehrt), mussten T's für die Zeit vom 31.12.1993 bis 23.06.1994

**Rn. 1730**

nicht unerhebliche Verzugszinsen in Höhe von insgesamt 16.565 DM bezahlen.

**Rn. 1731**

Am 14.03.1994 unterzeichneten der rechtskräftig Verurteilte T und die

**Rn. 1732**

Angeklagte den am 23.02.1994 ausgefertigten Kreditvertrag der C8 Bank. Der

**Rn. 1733**

Kredit belief sich auf 1.800.000 DM und wurde über die V2

**Rn. 1734**

Lebensversicherung a.G. refinanziert. Neben den Lebensversicherungsbeiträgen in

**Rn. 1735**

Höhe von jährlich 40.000 DM war ein bis zum 31.03.2006 festgeschriebener

**Rn. 1736**

Effektivzinssatz von 6,9% (6,6% nominal) p.a. an die Bank zu zahlen, fällig jeweils

**Rn. 1737**

zum Quartalsende. Als Sicherheit für das Darlehen ließ sich die C8 Bank eine

**Rn. 1738**

Grundschuld in Höhe des Darlehensbetrages eintragen und die Ansprüche aus den

**Rn. 1739**

zwei am 20.12.1993 abgeschlossenen Kapitallebensversicherungen bei der V2

**Rn. 1740**

auf das Leben des rechtskräftig Verurteilten T in Höhe von 328.662 DM

**Rn. 1741**

und 1.036.261 DM abtreten.

**Rn. 1742**

Auch hinsichtlich des Bauvorhabens G2 in T4 ergaben sich schon

**Rn. 1743**

bald erhebliche Schwierigkeiten:

**Rn. 1744**

(1) Voraussetzung für die Auszahlung der restlichen Darlehensvaluta in Höhe von

**Rn. 1745**

1.440.000 DM war u.a. der Nachweis des Einsatzes von Eigenkapital in Höhe von

**Rn. 1746**

500.000 DM, das die Eheleute T nach den mit der C8 Bank getroffenen

**Rn. 1747**

Vereinbarungen zum Bauvorhaben beisteuern sollten. Um dieses Eigenkapital

**Rn. 1748**

aufbringen zu können, mussten T's ihre gesamten finanziellen Reserven

**Rn. 1749**

aufbrauchen. Sie lösten deshalb am 15.12.1993 ihr Termingeldkonto bei der

**Rn. 1750**

D2 Bank auf, das seinerzeit ein Guthaben in Höhe von 100.503,75 DM

**Rn. 1751**

aufwies. Weitere Rücklagen standen dem Ehepaar T nicht zur Verfügung. Das

**Rn. 1752**

für den Kontokorrentkredit verpfändete Depotkonto 101 0722207 00 wies lediglich

**Rn. 1753**

ein frei verfügbares Guthaben in Höhe von ca. 4.000 DM auf, weshalb das restliche

**Rn. 1754**

Eigenkapital aus den laufenden Einnahmen erbracht werden musste. Am 01.12.1993

**Rn. 1755**

überwiesen die Eheleute T von ihrem Geschäftskonto 7 22207 00 bei der

**Rn. 1756**

D2 Bank für die Projektierungskosten und sonstige Baunebenkosten wie

**Rn. 1757**

vereinbart 310.500 DM an die Firma C19. Obwohl das Konto eine

**Rn. 1758**

entsprechende Deckung nicht aufwies und die Kreditlinie von 150.000 DM deutlich

**Rn. 1759**

überschritten wurde, führte die D2 Bank den Überweisungsauftrag aus, da sie

**Rn. 1760**

sich aufgrund der zur Auszahlung anstehenden Gelder aus dem Quellenvertrag und

**Rn. 1761**

dem Wertpapierkonto ausreichend abgesichert sah. Trotz des Eingangs

**Rn. 1762**

entsprechender Gelder von der Firma N5 (N5) in Höhe von knapp 260.000 DM

**Rn. 1763**

befand sich das Geschäftskonto 7 22207 00 am 03.01.1994 mit 17.660,03 DM im

**Rn. 1764**

Soll und es standen noch 189.500 DM an zu erbringendem Eigenkapital aus.

**Rn. 1765**

(2) Neben der knappen Eigenkapitaldecke ergaben sich schon bald auch Probleme

**Rn. 1766**

hinsichtlich des Generalunternehmers, den das Ehepaar T bis zum Abschluss

**Rn. 1767**

des Kreditvertrages noch nicht gefunden hatte. Bei Abschluss des Kaufvertrages

**Rn. 1768**

waren T's davon ausgegangen, dass ein preiswerter Unternehmer über die

**Rn. 1769**

Verkäuferin des Grundstücks schnell und problemlos gefunden würde. Die Suche

**Rn. 1770**

gestaltete sich dann jedoch wider Erwarten äußerst schwierig, da sich sehr schnell

**Rn. 1771**

herausstellte, dass die kalkulierten Baukosten weit unter den tatsächlich zu

**Rn. 1772**

erbringenden Aufwendungen lagen.

**Rn. 1773**

Ein am 20.12.1993 erstelltes Angebot der Firma C12 aus C lag bei reinen Baukosten in Höhe von ca. 1.856.000 DM (inkl.

**Rn. 1774**

MwSt.) und damit 406.000 DM über den von T's kalkulierten Baukosten, die sich

**Rn. 1775**

wie bereits erwähnt auf 1.450.000 DM beliefen. Eine weitere Anfrage bei der Firma

**Rn. 1776**

I11 führte zu einem ähnlich teuren Angebot. Die Ursache für die hohen Kosten

**Rn. 1777**

lag hauptsächlich im Zwang zur Erhaltung der Außenfassade begründet. Diesen

**Rn. 1778**

hohen Preis konnten und wollten die Eheleute T nicht bezahlen.

**Rn. 1779**

Die notwendige Suche nach einem geeigneten Unternehmer führte zu nicht

**Rn. 1780**

eingeplanten Verzögerungen hinsichtlich des Baubeginns. Hierdurch fielen wiederum

**Rn. 1781**

nicht eingeplante Kosten an, denn nach dem Inhalt des Kreditvertrages vom

**Rn. 1782**

23.02.1994 mussten die Eheleute T ab dem 01.05.1994 Bereitstellungszinsen in

**Rn. 1783**

Höhe von monatlich 0,25% für jeden angefangenen Monat an die C8 Bank

**Rn. 1784**

bezahlen. Außerdem fielen seit dem 01.12.1994 weitere Bereitstellungszinsen in

**Rn. 1785**

gleicher Höhe an, die die V2-Lebensversicherung erhob und die von der

**Rn. 1786**

C8 Bank an die Eheleute T weiterbelastet wurden.

**Rn. 1787**

In dieser schwierigen Situation schalteten die Eheleute T Anfang 1994 - nach

**Rn. 1788**

Abschluss des Kreditvertrages vom 23.02. /14.03.1994 - sukzessive den

**Rn. 1789**

rechtskräftig Verurteilten Q ein, dem sie von ihren Problemen bei der Suche

**Rn. 1790**

nach einem günstigen Generalunternehmer berichteten, der die vorhandene Planung

**Rn. 1791**

der Firma C19 umsetzen sollte. Q erklärte sich bereit, T's bei der

**Rn. 1792**

Durchführung des Bauvorhaben zu unterstützen und erhielt die Bauunterlagen, um

**Rn. 1793**

diese zu prüfen. Nach Einsicht in die Planungsunterlagen stellte er sehr schnell fest,

**Rn. 1794**

dass das Projekt aufgrund der bestehenden Auflagen und der geplanten Größe

**Rn. 1795**

unrentabel war und versuchte - zunächst allerdings erfolglos - vom zuständigen

**Rn. 1796**

Bauamt doch die Erlaubnis zum Abriss der Fassadenfront zu erhalten. Das Scheitern

**Rn. 1797**

dieser Verhandlungen und die übrigen Schwierigkeiten führten dazu, dass die

**Rn. 1798**

Eheleute T auf Anraten Q zu dem Schluss kamen, die Durchführung

**Rn. 1799**

des Projektes aufzugeben.

**Rn. 1800**

Dies teilten sie den Verantwortlichen der C8 Bank in einem persönlichen

**Rn. 1801**

Gespräch am 06.05.1994 mit, und die Angeklagte führte hierbei weiter aus, die durch

**Rn. 1802**

den Erhalt der Außenfassade bedingten Mehrkosten in Höhe von ungefähr 300.000

**Rn. 1803**

DM seien wirtschaftlich nicht vertretbar. Man plane daher, das Objekt in T4

**Rn. 1804**

zu verkaufen und die Refinanzierungsmittel auf ein anderes Objekt zu verlagern.

**Rn. 1805**

Vorgesehen war ein Verkauf des Grundstücks an eine GbR, bestehend u. a. aus

**Rn. 1806**

Q, dem rechtskräftig Verurteilten C3 und den Eheleuten T. Der

**Rn. 1807**

Kaufpreis sollte bei einer anderen Bank finanziert werden und die Eheleute T ihr

**Rn. 1808**

bisher eingesetztes Eigenkapital aus der Darlehensvaluta zurückerhalten. Der Plan

**Rn. 1809**

scheiterte jedoch, weil Q und C3 kein Kreditinstitut fanden, das bereit

**Rn. 1810**

gewesen wäre, diesen Kauf zu finanzieren. Außerdem hätte die C8 Bank,

**Rn. 1811**

worauf sie in dem Gespräch vom 06.05.1994 bereits hinwies, auf einer Erstattung

**Rn. 1812**

ihrer Kosten bestanden, was sich in einer nicht unerheblichen Vorfälligkeits- und

**Rn. 1813**

Nichtabnahmeentschädigung niedergeschlagen hätte. Diese Kosten konnten und /

**Rn. 1814**

oder wollten T's nicht aufbringen, so dass man sich letztlich förmlich gezwungen

**Rn. 1815**

sah, das Objekt trotz der sehr negativen Startbedingungen fortzuführen. Dabei waren

**Rn. 1816**

sich alle Beteiligten des finanziellen Risikos bewusst. Die Eheleute T wurden in

**Rn. 1817**

diesem Zusammenhang am 26.08.1994 von "neutraler Seite", nämlich den in die

**Rn. 1818**

Immobilienpläne eingeweihten Verantwortlichen der D2 Bank,

**Rn. 1819**

ausdrücklich vor dem Ankauf zu vieler Immobilien gewarnt, da die laufenden

**Rn. 1820**

Belastungen hieraus bis zur Weiterveräußerung aufgebracht werden müssten.

**Rn. 1821**

bb) Die Neuplanung

**Rn. 1822**

Angesichts des Entschlusses zur Fortführung des Bauvorhabens ergaben sich für

**Rn. 1823**

Q eine Vielzahl von Problemen, die er in Absprache mit den Eheleuten T

**Rn. 1824**

zu lösen versuchte:

**Rn. 1825**

(1) Grundlage der weiteren Überlegungen war, dass die ursprüngliche Planung der

**Rn. 1826**

Firma C19 nicht übernommen werden konnte und dass eine vollständige

**Rn. 1827**

Umplanung des Bauvorhabens erfolgen musste. Mit der Neuplanung beauftragte

**Rn. 1828**

Q den Dipl.-Ing. C13, der ein völlig neues und vor allem größeres

**Rn. 1829**

Konzept entwerfen sollte. Die daraufhin erstellten Pläne sahen eine Erhöhung der

**Rn. 1830**

Wohn- und Nutzfläche um knapp 100 qm auf insgesamt 695,13 qm vor, wobei 88,94

**Rn. 1831**

qm auf den Keller entfielen. Im Erdgeschoss sollten zwei Ladeneinheiten (179,29 qm

**Rn. 1832**

und 101,26 qm) und im Ober- sowie im Dachgeschoss jeweils zwei Wohneinheiten

**Rn. 1833**

eingerichtet werden (Obergeschoss: 86,48 qm und 108,9 qm, Dachgeschoss 68,18

**Rn. 1834**

qm und 62,08 qm). Diese Umplanung hatte zwangsläufig zur Folge, dass ein Großteil

**Rn. 1835**

des bereits eingesetzten Eigenkapitals, nämlich die 310.500 DM, die T's an die

**Rn. 1836**

Firma C19 u.a. für die Projektierung bezahlt hatten, verloren war, da nun nicht

**Rn. 1837**

nur eine neue Planung erstellt, sondern aufgrund dieser u.a. auch eine neue

**Rn. 1838**

Baugenehmigung mit entsprechenden Folgekosten eingeholt werden musste. Die

**Rn. 1839**

erneut anfallenden Baunebenkosten nahmen die Eheleute T notgedrungen in

**Rn. 1840**

Kauf.

**Rn. 1841**

(2) Das drängendste Problem, vor dem Q, der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 1842**

T und die Angeklagte weiterhin standen, war jedoch die unter

**Rn. 1843**

Denkmalschutz stehende Fassade. Angesichts des Umstandes, dass der Bau nun in

**Rn. 1844**

größerem Umfang durchgeführt werden sollte, als in den Projektunterlagen der Firma

**Rn. 1845**

C19 vorgesehen, stand schnell fest, dass die alte Fassade beseitigt werden

**Rn. 1846**

musste. Der Erhalt dieses Gebäudeteils hätte wegen der enormen Kosten und der

**Rn. 1847**

sich daraus ergebenden Unwirtschaftlichkeit zwangsläufig zu einem Ende des

**Rn. 1848**

Bauvorhabens geführt. Q und die Eheleute T verständigten sich daher

**Rn. 1849**

darauf, eine neue Abriss- und Baugenehmigung zu beantragen, die eine Beseitigung

**Rn. 1850**

der Fassade und einen größeren Neubau erlaubte. Man war sich jedoch einig, dass

**Rn. 1851**

die Fassade notfalls auch ohne Abrissgenehmigung beseitigt werden würde. Die

**Rn. 1852**

dann zu erwartende Geldbuße hätten die Beteiligten angesichts fehlender

**Rn. 1853**

Alternativen notfalls in Kauf genommen.

**Rn. 1854**

(3) Die Entscheidung, das Bauvorhaben nunmehr in größerem Stil fortzuführen,

**Rn. 1855**

brachte jedoch noch eine weitere Schwierigkeit im Hinblick auf die Auflagen der

**Rn. 1856**

ursprünglichen Baugenehmigung mit sich, die später zu erheblichen Komplikationen

**Rn. 1857**

führen sollte. Die Neuplanung des Dipl.-Ing. C13 sah u. a. einen größeren

**Rn. 1858**

Keller vor, der nur unter Beseitigung des alten Kellermauerwerks errichtet werden

**Rn. 1859**

konnte. Im Rahmen der Hauptverhandlung blieb letztlich ungeklärt, ob sich Q

**Rn. 1860**

und das Ehepaar T über diese Auflage der Baugenehmigung vom 03.11.1993

**Rn. 1861**

bewusst hinwegsetzten oder ob dies auf einem Fehler des Architekten beruhte und

**Rn. 1862**

schlicht übersehen wurde. Fest steht jedoch, dass gegen die Auflage in den

**Rn. 1863**

folgenden Wochen und Monaten verstoßen wurde.

**Rn. 1864**

(4) Eine weitere Schwierigkeit stellte der bestehende Kredit dar, der auf die neue

**Rn. 1865**

Planung übertragen werden musste, d. h., es musste vor allem ein

**Rn. 1866**

Generalunternehmer gefunden werden, der den Bau im Rahmen der ursprünglich

**Rn. 1867**

kalkulierten Kosten in Höhe von 1.450.000 DM erstellen konnte. Dies erschien

**Rn. 1868**

allerdings, auch in Anbetracht der Tatsache, dass man sich zu einer - notfalls

**Rn. 1869**

ordnungswidrigen - Beseitigung der Fassade entschlossen hatte, angesichts der

**Rn. 1870**

Kostenvoranschläge für die ursprünglich kleinere Planung der Firma C19

**Rn. 1871**

nahezu unmöglich.

**Rn. 1872**

Q entwickelte daraufhin die Idee, das Bauvorhaben mit einem eigenen

**Rn. 1873**

Bauunternehmen, nämlich einer Firma C14, durchzuführen, die er in dieser Zeit

**Rn. 1874**

bereits zu kaufen beabsichtigte. Er hatte inzwischen die Planungsunterlagen der

**Rn. 1875**

Firma C11 an die beiden Partner, mit denen zusammen er das

**Rn. 1876**

Bauunternehmen betreiben wollte, zwecks Prüfung weitergeleitet. Am 05./28.11.1994

**Rn. 1877**

schlossen die Eheleute T, vertreten durch die Angeklagte, und die zu diesem

**Rn. 1878**

Zeitpunkt bereits durch Q und seine Partner übernommene Firma C14

**Rn. 1879**

einen Bauvertrag, der einen Festpreis in Höhe von 1.520.000 DM vorsah und

**Rn. 1880**

somit lediglich 70.000 DM über der ursprünglichen Kalkulation lag. Der Festpreis war

**Rn. 1881**

auf Veranlassung des Q an den bereits bestehenden Darlehensvertrag

**Rn. 1882**

angepasst worden, d. h., das Angebot der Firma C14 orientierte sich in erster

**Rn. 1883**

Linie an den ursprünglich kalkulierten Kosten, um die Auszahlung des Kredits durch

**Rn. 1884**

die C8 Bank nicht zu gefährden. Q hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch

**Rn. 1885**

kein Bauvorhaben selbst durchgeführt, geschweige denn ein Bauunternehmen

**Rn. 1886**

geführt, sondern nur im Rahmen seiner Maklertätigkeit vermittelt. Er hoffte aber

**Rn. 1887**

trotzdem, den Bau im Rahmen der kalkulierten Kosten erstellen zu können.

**Rn. 1888**

Der Vertrag sah eine Entlohnung nach Baufortschritt vor und die erste Rate in Höhe

**Rn. 1889**

von 110.000 DM war sofort nach Unterzeichnung des Bauvertrages fällig. Als

**Rn. 1890**

Baubeginn wurde der 10.01.1995 vereinbart und das Gebäude sollte am 30.11.1995

**Rn. 1891**

fertiggestellt sein. Eine Vertragsstrafe wurde nichtvereinbart. Der Vertrag wurde

**Rn. 1892**

nach der offiziellen Übernahme der C14 durch Q und seine beiden

**Rn. 1893**

Partner sowie der Umfirmierung in T12 GmbH von dieser übernommen.

**Rn. 1894**

(5) In diesem Zusammenhang - dem vorgesehen Baubeginn und der geplanten

**Rn. 1895**

Fertigstellung - spielte der Zeitfaktor eine erhebliche Rolle. Die von den Eheleuten

**Rn. 1896**

T ursprünglich geplante Fertigstellung des Gebäudes bis Ende 1994 war längst

**Rn. 1897**

hinfällig. Wegen der fortlaufenden Kosten in Gestalt der Zinsen auf den bereits

**Rn. 1898**

valutierten Darlehensbetrag (360.000 DM Grundstückskaufpreis), der

**Rn. 1899**

Bereitstellungszinsen und der Lebensversicherungsbeiträge musste mit dem

**Rn. 1900**

Vorhaben nun so schnell wie möglich begonnen werden. Daher entschlossen sich

**Rn. 1901**

Q und die Eheleute T, auch ohne vorherige Genehmigung der

**Rn. 1902**

Umplanung mit dem Bau anzufangen, um diese Kosten zu minimieren.

**Rn. 1903**

cc) Der Beginn des Bauvorhabens

**Rn. 1904**

Nachdem der C8 Bank mitgeteilt worden war, dass das Vorhaben nun mit neuer

**Rn. 1905**

Planung fortgesetzt werde, wurde am 14.127.09.1994 ein neuer Kreditvertrag

**Rn. 1906**

geschlossen. Hintergrund war eine Änderung der Rahmendaten hinsichtlich der

**Rn. 1907**

Refinanzierungsmittel der V2-Lebensversicherung. Der Kredit bei der C8

**Rn. 1908**

Bank belief sich weiterhin auf 1.800.000 DM und auch die zu erbringenden

**Rn. 1909**

Sicherheiten und Auszahlungsvoraussetzung blieben unverändert. Die Laufzeit der

**Rn. 1910**

Lebensversicherung wurde jedoch auf 23 Jahre verlängert und der anfängliche

**Rn. 1911**

effektive Jahreszins betrug nunmehr 7,76% (7,35% nominal), was nach

**Rn. 1912**

Vollauszahlung des Kredites zu einer vierteljährlichen Zinsrate von 33.075 DM führen

**Rn. 1913**

würde. Die C8 Bank erklärte sich außerdem bereit, künftig keine

**Rn. 1914**

Bereitstellungszinsen mehr zu erheben, belastete die von der

**Rn. 1915**

Versicherungsgesellschaft erhobenen Bereitstellungszinsen jedoch weiterhin dem

**Rn. 1916**

Ehepaar T.

**Rn. 1917**

Die neue Planung wurde sodann ab Anfang 1995 umgesetzt, wobei allen Beteiligten

**Rn. 1918**

klar war, dass das Projekt wegen der geschilderten Anfangsprobleme finanziell auf

**Rn. 1919**

"wackeligen Füßen" stand. Noch vor dem eigentlichen Baubeginn bekamen die

**Rn. 1920**

Eheleute T dies zu spüren:

**Rn. 1921**

(1) Am 09.01.1995 stellte die Firma T12 GmbH der T GbR

**Rn. 1922**

entsprechend dem Zahlungsplan des Bauvertrages insgesamt 110.000 DM in

**Rn. 1923**

Rechnung. Diese Rechnung bezahlte die C8 Bank jedoch zunächst nicht,

**Rn. 1924**

sondern teilte der Angeklagten am 24.01.1995 telefonisch mit, dass vor Auszahlung

**Rn. 1925**

der ersten Darlehensrate ein Nachweis über den Einsatz des Eigenkapitals in Höhe

**Rn. 1926**

von 500.000 DM erbracht werden müsse.

**Rn. 1927**

Nach Bezahlung der Projektkosten der Firma C19 in Höhe von den 310.500 DM

**Rn. 1928**

verblieben noch 189.500 DM einzusetzendes Eigenkapital. Die Eheleute T

**Rn. 1929**

hatten im Laufe des Jahres 1994 weitere ca. 138.800 DM erbracht, indem sie

**Rn. 1930**

Baunebenkosten, wie z.B. die Grunderwerbsteuer, aus Eigenmitteln bezahlten. Die

**Rn. 1931**

restlichen gut 50.000 DM blieben hingegen offen, was die Angeklagte in einem

**Rn. 1932**

Schreiben vom 26.01.1995 gegenüber der C8 Bank auch einräumte. T's

**Rn. 1933**

waren nicht in der Lage, diesen Betrag aufzubringen und die C8 Bank ließ die

**Rn. 1934**

Angelegenheit schließlich zunächst auf sich beruhen, nachdem die Angeklagte

**Rn. 1935**

versichert hatte, den Betrag später zu hinterlegen. Am 07.02.1995 zahlte die C8

**Rn. 1936**

Bank die erste Darlehensrate in Höhe von 110.000 DM aus.

**Rn. 1937**

(2) Die am 07.02.1995 von der C8 Bank ausgezahlten 110.000 DM hatte

**Rn. 1938**

Q ursprünglich für die Baukosten bis zur vollständigen Errichtung des Kellers

**Rn. 1939**

eingeplant, dessen Fertigstellung zu einer zweiten Abschlagsrechnung in Höhe von

**Rn. 1940**

350.000 DM berechtigt hätte. Infolge der erforderlichen Umplanung waren jedoch

**Rn. 1941**

nicht eingeplante Zusatzkosten in Höhe von ca. 100.000 DM angefallen, für deren

**Rn. 1942**

Bezahlung Q die erste Abschlagszahlung verbrauchte, so dass kein Geld

**Rn. 1943**

mehr vorhanden war, um einen Baufortschritt zu erreichen, der zur Stellung der

**Rn. 1944**

zweiten Abschlagsrechnung berechtigt hätte. Entsprechende Mittel standen Anfang

**Rn. 1945**

Februar 1995 weder Q noch den Eheleuten T zur Verfügung, deren

**Rn. 1946**

Geschäftskonto am 01.02.1995 einen Sollsaldo von knapp 184.000 DM und am

**Rn. 1947**

01.03.1995 von gut 222.000 DM aufwies. Die Mitgesellschafter Q in der T12 GmbH konnten und I oder wollten dieses Unternehmen ebenfalls nicht in

**Rn. 1948**

Vorleistung treten lassen, so dass eine Vorfinanzierung auf "normalem" Weg nicht

**Rn. 1949**

möglich war. Infolgedessen mussten Q und die Eheleute T andere

**Rn. 1950**

liquide Mittel beschaffen, um möglichst schnell mit dem Bau beginnen zu können.

**Rn. 1951**

Hintergrund für die Eile waren in erster Linie die bereits erwähnten hohen

**Rn. 1952**

Bereitstellungszinsen, die monatlich anfielen.

**Rn. 1953**

Aufgrund dieser finanziellen Notlage verfiel Q auf die Idee, Darlehensmittel

**Rn. 1954**

der H4 Bank zweckentfremdet einzusetzen, die für ein anderes

**Rn. 1955**

Bauvorhaben in G vorgesehen waren und in dieser Zeit auf sein Drängen

**Rn. 1956**

hin bewilligt wurden. Q rief von diesem Darlehen am 07.03.1996 einen

**Rn. 1957**

Teilbetrag in Höhe von 120.000 DM (also in etwa die Summe, die der ersten

**Rn. 1958**

Teilauszahlung der C8 Bank entsprach) ab und bezahlte mit dem Geld in erster

**Rn. 1959**

Linie den mit dem Aushub beauftragten Subunternehmer (65.000 DM). Weitere

**Rn. 1960**

40.000 DM gingen an den Dipl.-Ing. C13 für Leistungen, die dieser im

**Rn. 1961**

Rahmen des Bauvorhabens G2 erbracht hatte.

**Rn. 1962**

dd) Die Bauunterbrechungen

**Rn. 1963**

Mit Hilfe der auf illegale Weise beschafften Mittel konnten die Planungen nun in die

**Rn. 1964**

Tat umgesetzt werden. Nachdem die ursprüngliche Abriss- und Baugenehmigung

**Rn. 1965**

auf Antrag der Eheleute T am 02.02.1995 auf sie übertragen worden war,

**Rn. 1966**

begannen am 06.02.1995 in Absprache mit dem Bauordnungsamt die

**Rn. 1967**

Abrissarbeiten, und zwar auf Basis der alten Genehmigung unter Aussparung der

**Rn. 1968**

Fassadenfront. Um die Bauüberwachung kümmerten sich neben Q der Vater

**Rn. 1969**

der Angeklagten und ab Herbst 1995 vor allem der rechtskräftig Verurteilte C11. Am

**Rn. 1970**

21.03.1995 reichten die Eheleute T auf Basis der bereits beschriebenen

**Rn. 1971**

Umplanung des Dipl.-Ing. C13 den neuen Bauantrag ein, der jedoch wegen

**Rn. 1972**

Formmängeln zunächst nicht bearbeitet wurde. In diesem Zusammenhang traten

**Rn. 1973**

Mitte 1995 neue Schwierigkeiten auf, die zu einem Zusammenbruch der ohnehin

**Rn. 1974**

knappen Kostenkalkulation führten.

**Rn. 1975**

(1) Die Abrissarbeiten waren inzwischen beendet und der Bau so weit fortgeschritten,

**Rn. 1976**

dass ein Mitarbeiter der unteren Denkmalschutzbehörde anlässlich einer zufälligen

**Rn. 1977**

Ortsbesichtigung feststellte, dass das Kellermauerwerk unter Verstoß gegen die

**Rn. 1978**

Auflagen der Baugenehmigung vom 03.11.1993 in die Abbruchmaßnahme

**Rn. 1979**

einbezogen und die Baugrube beinahe fertiggestellt worden war. Auf Antrag der

**Rn. 1980**

unteren Denkmalschutzbehörde verfügte das Bauordnungsamt daraufhin am

**Rn. 1981**

26.04.1995 einen ersten Baustopp und begründete dies mit dem illegalen Abbruch

**Rn. 1982**

des Kellermauerwerks. Da Q, der rechtskräftig Verurteilte T und

**Rn. 1983**

die Angeklagte sich über den Baustopp hinwegsetzten und die Bauarbeiten

**Rn. 1984**

unvermindert andauerten, erließ das Bauordnungsamt am 09.05.1995 eine

**Rn. 1985**

Ordnungsverfügung, die erstmals kurzfristig zur Einstellung der Arbeiten führte.

**Rn. 1986**

Bereits am 16.05.1995 gelang es Q, eine Duldung des Zustandes zu

**Rn. 1987**

erreichen, die allerdings bis zum 19.05.1995 befristet war. Als am 07.06.1995

**Rn. 1988**

antragsgemäß die Abbruchgenehmigung für die Fassadenfront erteilt und die

**Rn. 1989**

Fassade daraufhin am 08.06.1995 beseitigt worden war, schien einer beschleunigten

**Rn. 1990**

Fortsetzung des Bauvorhabens zunächst nichts mehr im Wege zu stehen, zumal die

**Rn. 1991**

untere Denkmalschutzbehörde am 13.06.1995 unter Nebenbestimmungen die

**Rn. 1992**

Erlaubnis zur Veränderung des Bodendenkmals erteilte.

**Rn. 1993**

(2) Stattdessen ergaben sich jedoch erhebliche Probleme im Hinblick auf den am

**Rn. 1994**

21.03.1995 gestellten Bauantrag, der am 12.06.1995 nach Beseitigung formaler

**Rn. 1995**

Fehler nochmals in veränderter Form eingereicht worden war. Die untere

**Rn. 1996**

Denkmalschutzbehörde erhob nunmehr umfangreiche Bedenken im Hinblick auf das

**Rn. 1997**

äußere Erscheinungsbild des geplanten Neubaus, das sich nach Ansicht der

**Rn. 1998**

Verantwortlichen des Amtes nicht in das historische Bild des T4 Stadtkerns

**Rn. 1999**

einfügte. Als das Bauordnungsamt anlässlich einer Ortsbesichtigung vom 05.07.1995

**Rn. 2000**

feststellte, dass die Bauarbeiten trotz der Unstimmigkeiten und der fehlenden

**Rn. 2001**

Baugenehmigung andauerten, legte sie den Bau durch Verfügung vom 07.07.1995

**Rn. 2002**

zum zweiten Mal still und begründete dies mit der noch nicht erteilten und in der

**Rn. 2003**

Prüfung befindlichen Baugenehmigung sowie den Einwänden der unteren

**Rn. 2004**

Denkmalschutzbehörde.

**Rn. 2005**

Dieser zweite Baustopp erwies sich als wesentlich problematischer, langwieriger und

**Rn. 2006**

kostenintensiver als der erste. Die Eheleute T erhoben zwar am 18.07.1995

**Rn. 2007**

Widerspruch gegen die Verfügung des Bauordnungsamtes vom 07.07.1995, dieser

**Rn. 2008**

bewirkte mangels aufschiebender Wirkung jedoch nicht, dass weitergebaut werden

**Rn. 2009**

durfte. Am 19.07.1995 kam es sodann zu einem Ortstermin, an dem neben den

**Rn. 2010**

Vertretern der Stadt T4 auch Q und der Vater der Angeklagten

**Rn. 2011**

teilnahmen. Die Aussprache vor Ort wollte Q nutzen, um eine Fortsetzung der

**Rn. 2012**

Bauarbeiten zu erreichen, was ihm jedoch nur in sehr begrenztem Umfang gelang.

**Rn. 2013**

Lediglich hinsichtlich des Vorderhauses konnte eine Einigung erzielt werden, die

**Rn. 2014**

darauf hinauslief, dass die Baueinstellungsverfügung hinsichtlich dieses

**Rn. 2015**

Gebäudeteils am 28.07.1995 mit sofortiger Wirkung aufgehoben wurde, nachdem

**Rn. 2016**

das Bauordnungsamt am 27.07.1995 geänderte Pläne erhalten hatte, die inhaltlich

**Rn. 2017**

der Absprache vom 19.07.1995 entsprachen. Bezüglich des hinteren und mittleren

**Rn. 2018**

Gebäudeteils mussten die Planungsunterlagen hingegen mit der unteren

**Rn. 2019**

Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden, so dass bis zur Erteilung einer

**Rn. 2020**

Baugenehmigung keine weiteren Arbeiten ausgeführt werden durften.

**Rn. 2021**

Q und das Ehepaar T, das am 28.08.1995 den Widerspruch gegen die

**Rn. 2022**

Baustoppverfügung aufgrund des klärenden Gesprächs vom 19.07.1995

**Rn. 2023**

zurücknahm, sahen sich wegen der Einwände der unteren Denkmalschutzbehörde

**Rn. 2024**

gezwungen, das Objekt erneut umzuplanen. Insbesondere im Hinblick auf einen

**Rn. 2025**

Innenhof und die Hofdurchfahrt mussten auf Wunsch der unteren

**Rn. 2026**

Denkmalschutzbehörde Änderungen erarbeitet werden, die auch Folgen für die

**Rn. 2027**

Statik hatten, die deshalb neu berechnet werden musste. Die Änderungen wirkten

**Rn. 2028**

sich jedoch auch auf die Größe bzw. die Wohn- und Nutzfläche des Objekts aus, die

**Rn. 2029**

sich um ca. 20 qm verringerte. Die Änderungen betrafen in erster Linie den Bereich

**Rn. 2030**

des Erdgeschosses, das von insgesamt 280,55 qm (179,29 qm und 101,26 qm) auf

**Rn. 2031**

259,75 qm (155,13 qm und 104,62 qm) verkleinert werden musste. Die übrigen

**Rn. 2032**

Nutzflächen blieben hingegen nahezu unverändert.

**Rn. 2033**

Nachdem die untere Denkmalschutzbehörde am 07.11.1995 ihr Einvernehmen erteilt

**Rn. 2034**

hatte, erließ das Bauordnungsamt schließlich am 13.11.1995 die beantragte

**Rn. 2035**

Baugenehmigung. Bis zu dieser Zeit - also insgesamt ca. vier Monate - lag der Bau

**Rn. 2036**

nahezu vollständig still.

**Rn. 2037**

(3) Obwohl die Bauarbeiten aufgrund der nun vorliegenden Baugenehmigung ab

**Rn. 2038**

Mitte November 1995 hätten fortgesetzt werden können, ruhten die Arbeiten weiter,

**Rn. 2039**

da sich nun erhebliche finanzielle Probleme einstellten, die eine Fortführung des

**Rn. 2040**

Bauvorhabens zunächst unmöglich machten:

**Rn. 2041**

(a) Die C8 Bank hatte bis November 1995 auf entsprechenden Abruf der

**Rn. 2042**

Eheleute T (neben dem Grundstückskaufpreis in Höhe von 360.000 DM und

**Rn. 2043**

den letztlich mitfinanzierten Bearbeitungsgebühren in Höhe von 27.000 DM) am

**Rn. 2044**

07.02.1995, 17.05.1995,02.06.1995 und 25.07.1995 Darlehensraten in Höhe von

**Rn. 2045**

insgesamt 860.000 DM auf entsprechende Abschlagsrechnungen der Firma T12 hin

**Rn. 2046**

ausgezahlt, so dass unter Berücksichtigung weiterer Nebenkosten (insbesondere

**Rn. 2047**

Bereitstellungszinsen der V2), die von der Kreditsumme abgezogen wurden,

**Rn. 2048**

nur noch ca. 500.000 DM aus dem vorgesehenen Darlehen zur Verfügung standen.

**Rn. 2049**

Demgegenüber sah der Zahlungsplan des Bauvertrages noch weitere

**Rn. 2050**

Abschlagszahlungen in Höhe von insgesamt 660.000 DM vor.

**Rn. 2051**

Diese Finanzierungslücke, die u. a. auf dem nicht vollständig von den Eheleuten

**Rn. 2052**

T erbrachten Eigenkapital beruhte, teilte die C8 Bank der Angeklagten in

**Rn. 2053**

einem Telefonat vom 07.11.1995 mit und bat diesbezüglich um eine Stellungnahme.

**Rn. 2054**

Die Angeklagte gab daraufhin an, die 160.000 DM könnten aus Eigenmitteln erbracht

**Rn. 2055**

werden und bestätigte dies in einem weiteren Telefonat vom 09.11.1995 durch die

**Rn. 2056**

Aussage, sie überlege, die laut Zahlungsplan demnächst anstehende fünfte

**Rn. 2057**

Abschlagsrechnung in Höhe von 150.000 DM aus Eigenmitteln zu begleichen, womit

**Rn. 2058**

aus Sicht der Verantwortlichen der C8 Bank das Problem der

**Rn. 2059**

Finanzierungslücke gelöst gewesen wäre. Eine entsprechende Zahlung war den

**Rn. 2060**

Eheleuten T zu dieser Zeit jedoch aus eigenen Rücklagen gar nicht möglich. Auf

**Rn. 2061**

ihrem Depotkonto befand sich zwar noch ein Guthaben in Höhe von ca. 150.000 DM;

**Rn. 2062**

dieses war jedoch in Höhe von 100.000 DM zu Gunsten der D2 Bank

**Rn. 2063**

verpfändet worden. Auch das Geschäftskonto 7- 22207 00 bei der D2 Bank,

**Rn. 2064**

das sich am 01.12.1995 mit ca. 70.500 DM im Soll befand, gab einen

**Rn. 2065**

entsprechenden Eigenmitteleinsatz nicht her, so dass eine Überziehung des

**Rn. 2066**

Geschäftskontos über die bestehende Kreditlinie hinaus erforderlich gewesen wäre,

**Rn. 2067**

die das Ehepaar T aber entweder nicht vornehmen konnte oder nicht

**Rn. 2068**

vornehmen wollte.

**Rn. 2069**

(b) Die finanziellen Probleme der Eheleute T wurden durch die bereits mehrfach

**Rn. 2070**

erwähnte enorme Zinsbelastung und die Belastung durch die Beiträge für die

**Rn. 2071**

Lebensversicherung verstärkt.

**Rn. 2072**

(aa) Die im Jahr 1994 angefallenen Zinsen hatten bereits dazu geführt, dass die

**Rn. 2073**

C8 Bank den Vermittler M5 in einem Telefonat vom 18.08.1994 erstmals

**Rn. 2074**

auffordern musste, auf T's einzuwirken, damit diese rückständige

**Rn. 2075**

Bereitstellungszinsen und Bearbeitungsgebühren sowie eine Überziehung des

**Rn. 2076**

Kreditkontos in Höhe von insgesamt ca. 47.500 DM ausglichen. Bis Ende November

**Rn. 2077**

1994 hatte sich dieser Rückstand auf insgesamt 63.000 DM (36.000 DM Zinsen und

**Rn. 2078**

27.000 DM Bearbeitungsgebühren) erhöht. Da der Betrag Anfang 1995 immer noch

**Rn. 2079**

nicht eingegangen war, drängte die C8 Bank auf Ausgleich der bis zum

**Rn. 2080**

30.11.1994 angefallenen Zinsen in Höhe von 36.000 DM. Die Zahlung dieses

**Rn. 2081**

Betrages erwies sich jedoch als äußerst schwierig, da sich das Geschäftskonto der

**Rn. 2082**

Eheleute T Anfang Februar 1995 - wie bereits erwähnt - mit knapp 200.000

**Rn. 2083**

DM im Soll befand und Rücklagen nicht mehr existierten. Die Zinsen konnte die

**Rn. 2084**

Angeklagte am 07.02.1995 nur deshalb bezahlen, weil die D2 Bank ihrer

**Rn. 2085**

Bitte nach einer kurzfristigen Erhöhung des bereits überschrittenen Kreditrahmens

**Rn. 2086**

zustimmte, obwohl die Kreditlinie infolgedessen um insgesamt 80.000 DM überzogen

**Rn. 2087**

wurde.

**Rn. 2088**

Bereits am 16.03.1995 stellte die C8 Bank den Eheleuten T für den

**Rn. 2089**

Zeitraum vom 01.12.1994 bis 28.02.1995 weitere Zinsen in Höhe von insgesamt

**Rn. 2090**

15.176,82 DM in Rechnung, die T's erst am 25.04.1995 bezahlen konnten,

**Rn. 2091**

nachdem im März 1995 die Firma N5 (N5) aufgrund eines Werbevertrages mit

**Rn. 2092**

T eine Abschlusszahlung in Höhe von 931.500 DM überwiesen hatte,

**Rn. 2093**

wodurch sich die finanziellen Verhältnisse der Eheleute T kurzfristig

**Rn. 2094**

verbesserten.

**Rn. 2095**

Anfang 1996 bestand die C8 Bank zwar nicht mehr auf dem Ende 1995 ins

**Rn. 2096**

Auge gefassten Eigenkapitaleinsatz in Höhe von 150.000 DM; es waren jedoch bis

**Rn. 2097**

Ende 1995 erneut Zinsrückstände in Höhe von gut 25.000 DM aufgelaufen, um deren

**Rn. 2098**

Ausgleich die C8 Bank die Angeklagte erstmals in Telefonaten vom 08.01.,

**Rn. 2099**

15.01. und 24.01.1996 bat. Aufgrund fehlender Mittel waren die Eheleute T,

**Rn. 2100**

deren Geschäftskonto sich Anfang 1996 ständig knapp unter oder über der

**Rn. 2101**

Kontokorrentlinie von 150.000 DM bewegte, hierzu nicht in der Lage. Als die

**Rn. 2102**

Verantwortlichen der C8 Bank am 11.04.1996 erneut telefonisch um Ausgleich

**Rn. 2103**

der inzwischen auf 75.000 DM angewachsenen Zinsrückstände baten und ein

**Rn. 2104**

Vertröstungsschreiben des umfassend über die Vorgänge informierten C11 ohne

**Rn. 2105**

Erfolg blieb, musste die Angeklagte in einem Telefonat vom 08.05.1996 einräumen,

**Rn. 2106**

dass die Zahlung "zur Zeit" nicht möglich sei. An diesem Zustand änderte sich auch

**Rn. 2107**

in den folgenden Wochen und Monaten nichts; die Zinsrückstände wurden letztlich

**Rn. 2108**

nicht aus Eigenmitteln beglichen, sondern "mitfinanziert" und somit aus dem Kredit

**Rn. 2109**

selbst bezahlt.

**Rn. 2110**

(bb) Ein ähnliches Bild ergab sich hinsichtlich der Beiträge zur Lebensversicherung,

**Rn. 2111**

die die Eheleute T ebenfalls von Beginn an nicht pünktlich bezahlen konnten.

**Rn. 2112**

Die V2-Lebensversicherung teilte der C8 Bank erstmals am 12.10.1994

**Rn. 2113**

mit, dass Beitragsrückstände erst auf eine entsprechende Mahnung hin gezahlt

**Rn. 2114**

worden waren. Auch der im August 1995 fällige Jahresbeitrag für den Zeitraum 08/95

**Rn. 2115**

bis 07/96 in Höhe von 40.000 DM wurde erst am 19.09.1995 nach einer Mahnung

**Rn. 2116**

der V2-Lebensversicherung und einer telefonischen Nachfrage der C8

**Rn. 2117**

Bank beglichen. Im Jahre 1996 entwickelte sich die finanzielle Situation der Eheleute

**Rn. 2118**

T derart schlecht, dass der Folgebeitrag für den Zeitraum 08/96 bis 07/97 auch

**Rn. 2119**

auf eine Mahnung vom 11.09.1996 nicht bezahlt werden konnte, was schließlich am

**Rn. 2120**

14.10.1996 erstmals zur Kündigung der Lebensversicherung führte.

**Rn. 2121**

(c) Ein entsprechender wirtschaftlicher Engpass wie beim rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2122**

T und der Angeklagten lag Ende 1995 auch bei der Firma T12 GmbH

**Rn. 2123**

vor. Dieser führte u. a. zu Zahlungsrückständen bezüglich der Honorarforderungen

**Rn. 2124**

des Dipl.-Ing. C13, der die Ausführungsplanung für das Bauprojekt

**Rn. 2125**

T4 I G2 wegen eines geplatzten Schecks und schleppender

**Rn. 2126**

Zahlungsmoral der T12 nicht herausgab; ein Umstand, der die Bauausführung

**Rn. 2127**

zusätzlich behinderte. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der T12 führten

**Rn. 2128**

außerdem dazu, dass diese nach Aufhebung des Baustopps nicht in der Lage war,

**Rn. 2129**

hinsichtlich der nunmehr anstehenden Arbeiten am Dach des Gebäudes in

**Rn. 2130**

Vorleistung zu treten.

**Rn. 2131**

(4) In dieser Situation setzten Q und Ts zunächst einen seit längerer Zeit

**Rn. 2132**

ins Auge gefassten Plan um, der eine Beteiligung Q an der Gesellschaft

**Rn. 2133**

bürgerlichen Rechts der Eheleute T vorsah. Auf diese Weise war es möglich,

**Rn. 2134**

nach außen einen neuen, vermeintlich potenten Geldgeber zu präsentieren, um so

**Rn. 2135**

eine bessere Bonität vortäuschen zu können. Mit notariellem Vertrag vom 28.12.1995

**Rn. 2136**

trat Q unter voller Übernahme der Haftung als weiterer Gesellschafter in die

**Rn. 2137**

bisher aus den Eheleuten T bestehende Gesellschaft ein. Er übernahm 50% der

**Rn. 2138**

Gesellschaftsanteile und zeigte die Übernahme der Anteile umgehend der C8

**Rn. 2139**

Bank an.

**Rn. 2140**

Q, der Ende 1995 I Anfang 1996 selbst aufgrund anderer Bauvorhaben in

**Rn. 2141**

extreme finanzielle Schwierigkeiten geraten war, sah sich nach Übernahme der

**Rn. 2142**

Gesellschaftsanteile als erstes gezwungen, neue finanzielle Mittel zu beschaffen, mit

**Rn. 2143**

deren Hilfe der Bau fortgesetzt werden sollte. In dieser Situation hatte er gleich ein

**Rn. 2144**

doppeltes Problem zu lösen: Auf der einen Seite benötigte er weitere Kreditmittel,

**Rn. 2145**

deren Bewilligung allein ihm auf der anderen Seite allerdings nicht unmittelbar

**Rn. 2146**

weitergeholfen hätte; denn auch im Falle der Aufstockung des Darlehens der C8

**Rn. 2147**

Bank wäre eine Bezahlung der nächsten im Bauvertrag vorgesehenen

**Rn. 2148**

Abschlagsrechnung der T12 erst nach Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts

**Rn. 2149**

erfolgt. Diesen Bauabschnitt konnte die T12 ohne zusätzliche liquide Mittel jedoch

**Rn. 2150**

nicht erstellen, weil sie aufgrund ihrer finanziellen Schieflage nicht in der Lage war, in

**Rn. 2151**

Vorleistung zu treten. Andererseits war ein neuer Kredit unabhängig von der akuten

**Rn. 2152**

finanziellen Notlage auf lange Sicht in jedem Fall erforderlich, weil die finanziellen

**Rn. 2153**

Mittel infolge des Baustopps keinesfalls mehr ausreichen konnten, um das

**Rn. 2154**

Bauvorhaben zum Abschluss zu bringen.

**Rn. 2155**

Diese Problematik brachte es mit sich, dass Anfang 1996 trotz vorliegender

**Rn. 2156**

Baugenehmigung das Bauvorhaben nicht weitergeführt werden konnte. Zwar wiesen

**Rn. 2157**

die rechtskräftig Verurteilten Q und C11 um den Jahreswechsel 1995 I 1996 in

**Rn. 2158**

mehreren Schreiben an die C8 Bank darauf hin, dass nach dem nicht

**Rn. 2159**

vorhersehbaren Baustopp nun weitergebaut werden könne, und C11 behauptete in

**Rn. 2160**

einem Schreiben vom 04.01.1996 sogar bewusst wahrheitswidrig, dies könne trotz

**Rn. 2161**

der Umplanung ohne erhöhte Baukosten erfolgen; tatsächlich jedoch erfolgte

**Rn. 2162**

aufgrund der beschriebenen finanziellen Situation der Beteiligten eine Fortsetzung

**Rn. 2163**

der Arbeiten zunächst nicht.

**Rn. 2164**

b) Das Tatgeschehen

**Rn. 2165**

Um den seit mehreren Monaten andauernden Baustillstand zu beenden,

**Rn. 2166**

entschlossen sich Q und C11 Mitte Mai 1996 in Absprache und im

**Rn. 2167**

Einvernehmen mit der Angeklagten und deren Ehemann, bei der C8 Bank eine

**Rn. 2168**

weitere Auszahlung der noch nicht valutierten Darlehensmittel zu erreichen und

**Rn. 2169**

zeitgleich einen neuen Kreditantrag zu stellen. Diese Vorgehensweise sollte vor

**Rn. 2170**

allem sicherstellen, dass zunächst einmal überhaupt weitergebaut werden konnte.

**Rn. 2171**

Da die Auszahlung mangels Baufortschritts nicht durch eine reguläre

**Rn. 2172**

Abschlagsrechnung erreicht werden konnte, kamen die beiden auf die Idee, der

**Rn. 2173**

C8 Bank die Begleichung der durch den Baustopp entstandenen Kosten

**Rn. 2174**

anzudienen, um mit diesem Geld den Baufortschritt zu erreichen, der es der T12

**Rn. 2175**

erlaubt hätte, die nächste reguläre Abschlagsrechnung zu stellen. Da Q und

**Rn. 2176**

C11 bewusst war, dass die schon bewilligten Mittel dann erst Recht nicht ausgereicht

**Rn. 2177**

hätten, um das Bauvorhaben zu vollenden, entschieden sie sich im Einvernehmen

**Rn. 2178**

mit der Angeklagten und deren Ehemann, gleichzeitig einen neuen Kreditantrag

**Rn. 2179**

einzureichen, der die Kosten bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens abdecken

**Rn. 2180**

sollte.

**Rn. 2181**

In Umsetzung dieses Planes übersandte Q der C8 Bank am 31.05.1996

**Rn. 2182**

einen von dieser seit längerem eingeforderten detaillierten Bauablaufplan und ließ

**Rn. 2183**

die Firma T12 der T, Q GbR gleichzeitig einen Betrag in Höhe von

**Rn. 2184**

102.049,26 DM für die Kosten des Baustopps in Rechnung stellen. Die Rechnung

**Rn. 2185**

übersandte Q sodann am 03.06.1996 im Namen sämtlicher Gesellschafter

**Rn. 2186**

zusammen mit einem Antrag auf Bewilligung eines weiteren Darlehens über 200.000

**Rn. 2187**

DM an die C8 Bank. Dieser Antrag, den der rechtskräftig Verurteilte C11 in

**Rn. 2188**

Abstimmung mit Q entworfen hatte, endete mit der Bitte, aus dem neu

**Rn. 2189**

beantragten oder dem bereits bewilligten Kredit vorab einen Betrag in Höhe von

**Rn. 2190**

103.500 DM zu valutieren, um die Mehrkosten gegenüber dem Generalunternehmer

**Rn. 2191**

- der T12 - abdecken zu können.

**Rn. 2192**

Die Bezahlung der Rechnung der T12 vom 31.05.1996 und die Gewährung des

**Rn. 2193**

zusätzlichen Kredits versuchten Q und C11 durch falsche Angaben zu

**Rn. 2194**

erreichen, da ihnen klar war, dass dieser bei Angabe der wahren Umstände und

**Rn. 2195**

wirtschaftlichen Verhältnisse keinen Erfolg haben würde. Im Kreditantrag wurden

**Rn. 2196**

gleich in mehrfacher Hinsicht bewusst falsche Angaben gemacht, was auch der

**Rn. 2197**

Angeklagten und ihrem Ehemann bekannt war:

**Rn. 2198**

• Die nach dem Inhalt des Kreditantrags angeblich eingesetzten Eigenmittel in

**Rn. 2199**

Höhe von insgesamt 165.000 DM waren - zumindest in dieser Höhe tatsächlich

**Rn. 2200**

nie geflossen. Die dem Kreditantrag beigefügte Rechnung der T12

**Rn. 2201**

vom 31.05.1996 wies eine angeblich erhaltene Abschlagszahlung in

**Rn. 2202**

Höhe von 60.000 DM aus, die nach einer handschriftlichen Anmerkung

**Rn. 2203**

Q aus Eigenmitteln erbracht worden war. Tatsächlich hatten weder er

**Rn. 2204**

noch die Eheleute T diesen Betrag bezahlt; hierdurch sollte der C8

**Rn. 2205**

Bank nicht vorhandenes Eigenkapital vorgetäuscht werden. Ob und inwieweit

**Rn. 2206**

die restlichen im Antrag aufgeführten Eigenmittel in Höhe von 105.000 DM

**Rn. 2207**

tatsächlich aufgebracht wurden, und - falls ja - aus welchen Quellen diese

**Rn. 2208**

Mittel stammten, ließ sich nicht weiter aufklären.

**Rn. 2209**

• In dem Kreditantrag wurde des weiteren bewusst wahrheitswidrig behauptet,

**Rn. 2210**

es sei beabsichtigt, über die angeblich bereits eingesetzten 165.000 DM

**Rn. 2211**

Eigenkapital hinaus weitere 30.000 DM aus Eigenmitteln zu bedienen. Dieses

**Rn. 2212**

Geld konnten jedoch weder Q noch die Eheleute T Mitte 1996 aus

**Rn. 2213**

legalen Quellen beschaffen, was allen Beteiligten bewusst war. Die Rücklagen

**Rn. 2214**

Q's, des rechtskräftig Verurteilten T und der Angeklagten

**Rn. 2215**

waren längst aufgebraucht und die Kreditlinie des Geschäftskontos der

**Rn. 2216**

Eheleute T war Mitte 1996 nahezu durchgehend ausgereizt oder sogar

**Rn. 2217**

überschritten. Seit April 1996 wurden Kontobelastungen, die die

**Rn. 2218**

Kreissparkasse L aufgrund einer Einzugsermächtigung im Hinblick

**Rn. 2219**

auf das Bauvorhaben M vornahm, wiederholt storniert oder

**Rn. 2220**

mangels Deckung von der D2 Bank nicht ausgeführt.

**Rn. 2221**

• Die im Kreditantrag und den beigefügten Selbstauskünften der Eheleute

**Rn. 2222**

T für das Objekt G2 genannten Mieteinnahmen in Höhe von

**Rn. 2223**

208.644 DM p. a. beruhten auf einer Mietenaufstellung des rechtskräftig

**Rn. 2224**

Verurteilten C11, die aufgrund bewusst falsch eingesetzter

**Rn. 2225**

Quadratmeterzahlen der Wohn- und Nutzfläche völlig überhöht war. Diese der

**Rn. 2226**

C8 Bank bereits mit Schreiben vom 04.01.1996 eingereichte Aufstellung

**Rn. 2227**

enthielt zwar die auch im Bauantrag vom 15.03. bzw. 12.06.1995 genannten

**Rn. 2228**

Quadratmeterzahlen bezüglich des Erdgeschosses und Dachgeschosses; im

**Rn. 2229**

Obergeschoss hatte C11 jedoch zwei weitere Räume mit einer Größe von 65

**Rn. 2230**

qm und 72 qm hinzugesetzt, die nicht errichtet werden sollten und aufgrund

**Rn. 2231**

der Auflagen des Bauordnungsamtes auch gar nicht errichtet werden durften.

**Rn. 2232**

Auf diese Weise ergaben sich 834 qm Gesamtfläche, die wiederum zu

**Rn. 2233**

tatsächlich gar nicht erzielbaren Mieteinnahmen in Höhe von 208.644 DM

**Rn. 2234**

führten.

**Rn. 2235**

Abgesehen von diesen falschen Angaben verschwiegen Q und C11 in dem

**Rn. 2236**

Kreditantrag gezielt, dass die als Sicherheit angebotenen selbstschuldnerischen

**Rn. 2237**

Bürgschaften der GbR-Mitglieder aufgrund deren desolater finanzieller Verhältnisse

**Rn. 2238**

absolut wertlos und als Sicherheit nicht geeignet waren; dies war auch der

**Rn. 2239**

Angeklagten und ihrem Ehemann bewusst.

**Rn. 2240**

Obwohl die C8 Bank der Ertragswertberechnung ihrer Kreditvorlage vom

**Rn. 2241**

13.06.1996 die falschen Angaben des Kreditantrags zugrundelegte, teilte sie C11 in

**Rn. 2242**

einem Telefonat vom 19.06.1996 gleichwohl mit, dass der neu beantragte Kredit nur

**Rn. 2243**

gegen Stellung neuer werthaltiger Sicherheiten bzw. Grundschulden auf einem

**Rn. 2244**

anderen Objekt bewilligt werden könne. Diese negative Information nahm C11 mit der

**Rn. 2245**

Bemerkung hin, dass der Kreditantrag ohnehin nur vorsorglich gestellt worden sei.

**Rn. 2246**

Gleichzeitig erfuhr er nämlich, dass die Rechnung der T12 vom 31.05.1996 in Höhe

**Rn. 2247**

von 102.049,26 DM seitens der C8 Bank bezahlt werde bzw. schon beglichen

**Rn. 2248**

worden sei. Aufgrund dieser Information bestand kein akutes Interesse mehr an der

**Rn. 2249**

Bewilligung des Kredites, da das vorrangige Bestreben, die Überweisung der für die

**Rn. 2250**

Fortführung des Bauvorhabens dringend benötigten 102.049,26 DM zu erreichen,

**Rn. 2251**

Erfolg gehabt hatte. Mit Hilfe dieser finanziellen Mittel, deren Auszahlung letztlich auf

**Rn. 2252**

einem bankinternen Versehen beruhte, konnten die Bauarbeiten nach mehr als zehn

**Rn. 2253**

Monaten weitergehen. Sowohl C11 als auch Q und den Eheleuten T war

**Rn. 2254**

allerdings klar, dass der noch nicht valutierte Restbetrag des 1,8 Millionen DM-

**Rn. 2255**

Kredits nicht ausreichen würde, um das Bauvorhaben wie vorgesehen zu beenden.

**Rn. 2256**

Dies nahmen sie jedoch hin, da die GbR-Mitglieder ebenso wie die T12 in

**Rn. 2257**

finanzieller Hinsicht spätestens seit Anfang 1996 "von der Hand in den Mund" lebten

**Rn. 2258**

und es ihnen nur darauf ankam, die jeweils akut anstehenden Löcher zu stopfen.

**Rn. 2259**

Infolge des bereits erwähnten bankinternen Versehens buchte die C8 Bank

**Rn. 2260**

auch die Zinsrückstände der Eheleute T in Höhe von 75.000 DM zu Lasten des

**Rn. 2261**

Darlehenskontos.

**Rn. 2262**

In dieser Zeit - Mitte 1996 - war die Fertigstellung des Objekts aufgrund der

**Rn. 2263**

finanziellen Probleme nicht absehbar. Nach dem Inhalt eines Schreibens des

**Rn. 2264**

rechtskräftig Verurteilten C11 vom 02.05.1996 rechnete man auch seitens der GbR-Mitglieder

**Rn. 2265**

mit einer Vollendung frühestens Ende 1996, also zwei Jahre nach dem von

**Rn. 2266**

den Eheleuten T ursprünglich für Ende 1994 angedachten Bauende.

**Rn. 2267**

Unter erheblichen Problemen setzten die Eheleute T, Q und C11 den

**Rn. 2268**

Bau fort. Am 23.07.1996 rief der Ehemann der Angeklagten weitere 150.000 DM für

**Rn. 2269**

die Fertigstellung des Dachgeschosses ab, indem er eine Rechnung der T12

**Rn. 2270**

gleichen Datums abzeichnete, die anschließend an die C8 Bank weitergeleitet

**Rn. 2271**

wurde. Diese Forderung reduzierte der rechtskräftig Verurteilte C11 in einem Fax

**Rn. 2272**

vom 30.07.1996 auf 110.000 DM und führte hierzu aus, der Restbetrag aus der

**Rn. 2273**

Abschlagsrechnung "werde gesondert beglichen".

**Rn. 2274**

Am 31.07.1996 überwies die C8 Bank daraufhin die geforderte Summe in Höhe

**Rn. 2275**

von 110.000 DM an die T12 und am 08.08.1996 auf entsprechende Anforderung des

**Rn. 2276**

Ehemannes der Angeklagten weitere 30.000 DM. Unter dem 30.09.1996 stellte die

**Rn. 2277**

T12 der Grundstücks-GbR sodann weitere 350.000 DM für die Fertigstellung der

**Rn. 2278**

Gewerke Fenster, Elektro, Sanitär und Heizung in Rechnung. Diese Rechnung wurde

**Rn. 2279**

ebenfalls an die C8 Bank weitergeleitet, wobei der rechtskräftig Verurteilte C11

**Rn. 2280**

in einem Schreiben vom 02.10.1996 um Überweisung der gesamten Restvaluta aus

**Rn. 2281**

der Baufinanzierung bat.

**Rn. 2282**

Diese letzte Zahlung wurde seitens der C8 Bank jedoch mit einem an die

**Rn. 2283**

Angeklagte und ihren Mann gerichteten Schreiben vom 10.10.1996 mit dem Hinweis

**Rn. 2284**

verweigert, dass nur noch 110.000 DM Darlehensvaluta zur Verfügung stünden und

**Rn. 2285**

laut Bauvertrag noch 510.000 DM für die vollständige Fertigstellung des Gebäudes

**Rn. 2286**

aufgebracht werden müssten. Die Angeklagte und ihr Ehemann wurden aufgefordert,

**Rn. 2287**

zunächst die fehlenden 400.000 DM nachzuweisen und die vorgelegte Rechnung

**Rn. 2288**

aus dem nachgewiesenen Eigenkapital zu bezahlen.

**Rn. 2289**

Dieses Geld stand weder T's noch Q oder C3 zur Verfügung. Um

**Rn. 2290**

die Auszahlung des restlichen Darlehensbetrages dennoch zu erreichen, wies

**Rn. 2291**

Q in einem Schreiben vom 10.10.1996 auf die 1994 tatsächlich erfolgten

**Rn. 2292**

Zahlungen der Eheleute T hin und täuschte weitere Eigenkapitalzahlungen vor,

**Rn. 2293**

indem er erneut auf die bereits erwähnte angebliche Abschlagszahlung vom

**Rn. 2294**

31.05.1996 in Höhe von 60.000 DM verwies und behauptete, die Angeklagte und ihr

**Rn. 2295**

Mann hätten aus Eigenkapital weitere insgesamt 180.000 DM für die Nebenkosten

**Rn. 2296**

einer notwendig gewordenen erneuten Baugenehmigung bezahlt. Gleichzeitig

**Rn. 2297**

behauptete er im Einvernehmen mit der Angeklagten und deren Mann bewusst

**Rn. 2298**

wahrheitswidrig, er werde eine Einlage in die aus ihm und den Eheleuten T

**Rn. 2299**

bestehenden Grundstücks-GbR in Höhe von ca. 400.000 DM erbringen und fügte

**Rn. 2300**

dem Schreiben zum Beleg einen Kontoauszug der B2 vor, der am 09.10.1996

**Rn. 2301**

ein Guthaben in Höhe von 408.678,36 DM auswies. Das auf dem Konto der KG

**Rn. 2302**

befindliche Geld war jedoch in Wahrheit nie als Einlage in die GbR gedacht und

**Rn. 2303**

stammte ebenfalls auf illegalen Quellen. Die Vorlage des Kontoauszugs diente einzig

**Rn. 2304**

und allein der Vorspiegelung einer nicht vorhandenen Solvenz und damit der

**Rn. 2305**

Beruhigung der Verantwortlichen der Bank, die so zur Auszahlung der restlichen

**Rn. 2306**

Darlehensvaluta gebracht werden sollten.

**Rn. 2307**

Die Verantwortlichen der C8 Bank beharrten jedoch in einem Telefonat mit

**Rn. 2308**

Q vom 16.10.1996 auf dem Nachweis der Eigenmittel, so dass die

**Rn. 2309**

Angeklagte, ihr Ehemann und Q nun vor dem Problem standen, dass eigenes

**Rn. 2310**

Kapital nicht mehr vorhanden war und die bisher erlangten Mittel nicht ausreichten,

**Rn. 2311**

um den Bau fertigzustellen. Daher mussten sie Ende Oktober 1996 erneut einen

**Rn. 2312**

Antrag auf Bewilligung eines weiteren Darlehens über 200.000 DM stellen, wobei

**Rn. 2313**

allen Beteiligten von vorneherein klar war, dass der Kreditantrag falsche Angaben

**Rn. 2314**

enthalten würde, da die Nachfinanzierung bei Offenbarung der wahren finanziellen

**Rn. 2315**

Verhältnisse der GbR-Mitglieder in jedem Fall gescheitert wäre.

**Rn. 2316**

Der daraufhin am 28.10.1996 bei der C8 Bank eingereichte Kreditantrag

**Rn. 2317**

basierte in erster Linie auf den falschen Angaben und den unrichtigen

**Rn. 2318**

Selbstauskünften, die schon Inhalt des Antrags vom 03.06.1996 gewesen waren und

**Rn. 2319**

enthielt dementsprechend die schon beschriebenen falschen Aussagen zum

**Rn. 2320**

angeblich bereits eingesetzten Eigenkapital. Darüber hinaus trugen die Angeklagte

**Rn. 2321**

und die übrigen GbR-Mitglieder erneut bewusst wahrheitswidrig vor, es könnten

**Rn. 2322**

weitere 30.000 DM aus Eigenmitteln bedient werden. Allen Beteiligten war klar, dass

**Rn. 2323**

die GbR-Mitglieder dieses Geld aus legalen Quellen nicht beschaffen konnten.

**Rn. 2324**

Insbesondere die finanzielle Lage der Angeklagten und ihres Ehemannes hatte sich

**Rn. 2325**

zu dieser Zeit - Ende 1996 - dramatisch verschlechtert. Die Kreditlinie des

**Rn. 2326**

Geschäftskonto bei der D2 war weiterhin durchgehend ausgereizt

**Rn. 2327**

oder sogar überschritten und sonstige Reserven standen den Eheleuten T nicht

**Rn. 2328**

zur Verfügung. Hinzu kam, dass die Kreissparkasse L, die das Projekt

**Rn. 2329**

M mit drei Krediten in Höhe von insgesamt gut 4.000.000 DM

**Rn. 2330**

finanziert hatte, am 27.09.1996 gegenüber der Angeklagten und ihrem Ehemann

**Rn. 2331**

wegen Zahlungsverzugs die Kündigung ausgesprochen und das Restdarlehen in

**Rn. 2332**

Höhe von 3.538.492,04 DM fällig gestellt hatte.

**Rn. 2333**

Diese desolate finanzielle Lage verschwiegen die Angeklagte sowie die rechtskräftig

**Rn. 2334**

Verurteilten T und Q den Verantwortlichen der C8 Bank

**Rn. 2335**

bewusst und täuschten im Gegenteil eine nicht vorhandene Solvenz vor, indem sie

**Rn. 2336**

die Bankmitarbeiter glauben machten, die Nachfinanzierung sei nur deshalb

**Rn. 2337**

erforderlich, weil das angeblich reichlich vorhandene Eigenkapital in ein anderes

**Rn. 2338**

Bauvorhaben in T4 - G3 - geflossen sei, was nicht den

**Rn. 2339**

Tatsachen entsprach. Die Angeklagte und die übrigen GbR-Mitglieder trugen

**Rn. 2340**

bewusst wahrheitswidrig vor, Eigenkapital in Höhe von 340.000 DM sei in dieses

**Rn. 2341**

zweite Projekt in T4 geflossen und fügten dem Kreditantrag zum Nachweis

**Rn. 2342**

eine falsche Notarbestätigung über eine Zahlung in Höhe von 340.000 DM bei. In

**Rn. 2343**

dieser notariellen Urkunde vom 30.11.1995 hatten C11 und der Verkäufer des

**Rn. 2344**

Grundstücks G3 in Absprache mit der Angeklagten und Q

**Rn. 2345**

bewusst wahrheitswidrig behauptet, dass der Restkaufpreisbetrag für das

**Rn. 2346**

Grundstück in Höhe von 340.000 DM außerhalb des Notarvertrages vereinnahmt und

**Rn. 2347**

geleistet worden sei. Zu einer Bezahlung der 340.000 DM war es jedoch in Wahrheit

**Rn. 2348**

mangels ausreichender liquider Mittel nicht gekommen. Stattdessen hatte der

**Rn. 2349**

Grundstücksverkäufer der Angeklagten und Q in einer weiteren notariellen

**Rn. 2350**

Urkunde vom 30.11.1995, die den Verantwortlichen der C8 Bank verheimlicht

**Rn. 2351**

wurde, ein Darlehen in Höhe des Restkaufpreises gewährt, das ohne Kündigung zum

**Rn. 2352**

30.06.1996 fällig sein sollte.

**Rn. 2353**

Nur aufgrund der Täuschungen waren die Verantwortlichen der C8 Bank bereit,

**Rn. 2354**

den Bauzwischenkredit zu gewähren. Am 20.12.1996 erteilte die C8 Bank die

**Rn. 2355**

schriftliche Darlehenszusage über einen weiteren Zwischenkredit in Höhe von

**Rn. 2356**

200.000 DM, mit dessen Inhalt die Angeklagte, ihr Ehemann und Q sich am

**Rn. 2357**

23.12.1996 einverstanden erklärten. Der Kredit, der bis zum 30.06.1997 befristet war,

**Rn. 2358**

diente der weiteren Bauzwischenfinanzierung und sah einen Zinssatz in Höhe von

**Rn. 2359**

8,25% p. a. bei vierteljährlicher Zinsfälligkeit vor. Zu dem Abschluss des

**Rn. 2360**

Kreditvertrages wäre es nicht gekommen, wenn die Verantwortlichen der C8

**Rn. 2361**

Bank die wahren Umstände gekannt hätten. Sie gingen zwar von einer

**Rn. 2362**

Notnachfinanzierung" aus, hätten das Darlehen jedoch nicht gewährt und die

**Rn. 2363**

Darlehensmittel nicht freigegeben, wenn sie von der desolaten finanziellen Lage der

**Rn. 2364**

GbR-Mitglieder und der Vortäuschung des Eigenkapitals gewusst hätten.

**Rn. 2365**

Durch den Abschluss des Kreditvertrages trat bei der C8 Bank ein

**Rn. 2366**

Vermögensschaden in Form einer konkreten Vermögensgefährdung in Höhe der

**Rn. 2367**

gesamten 200.000 DM ein. Zwar erlangte die Bank bei Abschluss des

**Rn. 2368**

Kreditvertrages einen Rückzahlungsanspruch gegen die Angeklagte und die übrigen

**Rn. 2369**

GbR-Mitglieder; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren desolater

**Rn. 2370**

wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Bank als nicht

**Rn. 2371**

werthaltig einzustufen war.

**Rn. 2372**

Auch die im Kreditvertrag vereinbarte Sicherheit war nicht geeignet, die konkrete

**Rn. 2373**

Vermögensgefährdung auszuräumen, da diese Absicherung keinen ausreichenden

**Rn. 2374**

Wert aufwies und das Ausfallrisiko nicht abdeckte. Im Darlehensvertrag vom

**Rn. 2375**

20./23.12.1996 wurde als Sicherheit für die Zwischenfinanzierung in Höhe von

**Rn. 2376**

200.000 DM zwar eine Grundschuld in Höhe der Darlehenssumme vereinbart;

**Rn. 2377**

angesichts der bereits eingetragenen vorrangigen Grundschuld der C8 Bank in

**Rn. 2378**

Höhe von 1,8 Millionen DM war diese Grundschuld jedoch wertlos, da das

**Rn. 2379**

Grundstück auch nach Fertigstellung des Gebäudes keinen Wert aufwies, der über

**Rn. 2380**

die bereits eingetragene alte Grundschuld hinausging. Dieser Umstand war den

**Rn. 2381**

GbR-Mitgliedern ebenso bewusst wie den Verantwortlichen der Bank, die jedoch auf

**Rn. 2382**

die vorgetäuschte Solvenz der Eheleute T und des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2383**

Q vertrauten und das Darlehen trotzdem gewährten.

**Rn. 2384**

Die C8 Bank zahlte die Kreditsumme in Höhe von 200.000 DM im Laufe des

**Rn. 2385**

Frühjahres 1997 vollständig aus. Die schlechte wirtschaftliche Lage der GbR-Mitglieder

**Rn. 2386**

verhinderte allerdings schon unmittelbar nach vollständiger Valutierung

**Rn. 2387**

des Darlehens einen auch nur ansatzweise regulären Schuldendienst, so dass die

**Rn. 2388**

C8 Bank den Kredit am 03.12.1997 wegen Zahlungsverzugs kündigte und den

**Rn. 2389**

Schuldbetrag in Höhe von insgesamt 220.098,07 DM den GbR-Mitgliedern jeweils in

**Rn. 2390**

Rechnung stellte, ohne dass hierauf Zahlungen erfolgt wären.

**Rn. 2391**

3. Gemeinschaftlicher Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB) zum Nachteil S und

**Rn. 2392**

X4

**Rn. 2393**

a) Vorgeschichte

**Rn. 2394**

Q konnte sein Geschäftsgebaren ab Anfang 1998 nur fortsetzen, weil es ihm

**Rn. 2395**

immer wieder gelang, auf neuen Geschäftsfeldern tätig zu werden und durch neue

**Rn. 2396**

Projekte im Wege des Betrugs weitere Kredite zu beschaffen. So lernte er zum

**Rn. 2397**

Jahreswechsel 1997 /1998 über eine Maklerin den rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2398**

I12 kennen, der die Firma O5

**Rn. 2399**

(O5) betrieb, bei der es sich um eine lithographische Druckanstalt handelte. Die

**Rn. 2400**

Firma O5 war als Nachfolgeunternehmen der Einzelfirma B4 gegründet

**Rn. 2401**

worden, die I12 seit 1994 allein geführt hatte. Im Laufe des Jahres 1997

**Rn. 2402**

waren vermehrt finanzielle Schwierigkeiten aufgetreten, die die Firma B4 in

**Rn. 2403**

große wirtschaftliche Bedrängnis brachten. Gegenüber der U3

**Rn. 2404**

waren Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 50.000 DM aufgelaufen. Außerdem

**Rn. 2405**

bestanden Schulden aus Darlehensverträgen bei der E3 Bank in Höhe von

**Rn. 2406**

ca. 570.000 DM und in Höhe von 250.816,12 DM gegenüber einem Zuliefererbetrieb,

**Rn. 2407**

der Firma U4.

**Rn. 2408**

Um seine wirtschaftlichen Probleme zu überwinden, entschloss sich I12 Ende

**Rn. 2409**

1997, mit einer GmbH einen Neuanfang zu versuchen. Mit Gesellschaftsvertrag vom

**Rn. 2410**

27.11.1997 gründeten seine Ehefrau und seine Tochter die O5 , die beim

**Rn. 2411**

Amtsgericht Dortmund unter der Nummer HR B 12896 eingetragen wurde und die

**Rn. 2412**

ihren Geschäftssitz - genau wie die Firma B4 - in L7 hatte. Von der

**Rn. 2413**

Stammeinlage in Höhe von 50.000 DM übernahm die damalige Ehefrau des

**Rn. 2414**

I12 30.000 DM und seine Tochter 20.000 DM. Gegenstand des

**Rn. 2415**

Unternehmens war die Herstellung digitaler Daten und Filme. I12 wurde zum

**Rn. 2416**

alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer des neuen Unternehmens bestellt.

**Rn. 2417**

Bereits zu Beginn der Geschäftstätigkeit der Firma O5 traten jedoch finanzielle

**Rn. 2418**

Schwierigkeiten auf, da die Gesellschaft neben dem noch nicht bezahlten und unter

**Rn. 2419**

Eigentumsvorbehalt stehenden Maschinenpark auch die sonstigen Verbindlichkeiten

**Rn. 2420**

der Firma B4 übernommen hatte.

**Rn. 2421**

Diese Probleme führten dazu, dass I12 Ende 1997 I Anfang 1998 dringend

**Rn. 2422**

neue Geldquellen erschließen musste. In diesem Zusammenhang lernte er Q

**Rn. 2423**

kennen, der seinerseits einen Käufer unter anderem für das missglückte

**Rn. 2424**

Bauvorhaben G2 in T4 suchte. Das Objekt war Anfang 1998 zwar

**Rn. 2425**

immer noch nicht fertiggestellt; es war jedoch bereits zwecks Schaffung von

**Rn. 2426**

Wohneigentum in Teilung begriffen. Q, der für die Wohneinheiten im

**Rn. 2427**

Erdgeschoss bereits Mieter gefunden hatte, war in einem oder mehreren.

**Rn. 2428**

Gesprächen mit der Angeklagten übereingekommen, dass die Wohnungen im Ober -und

**Rn. 2429**

Dachgeschoss zur Beschaffung liquider Mittel verkauft werden und die

**Rn. 2430**

Ladeneinheiten im Erdgeschoss im Eigentum der Eheleute T bleiben sollten. In

**Rn. 2431**

der Person des rechtskräftig Verurteilten I12 glaubte Q nun, einen

**Rn. 2432**

Käufer für die Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss gefunden zu haben. Am

**Rn. 2433**

05.01.1998 kam es zu einem ersten Treffen, in dessen Verlauf I12 dem

**Rn. 2434**

Q noch als solventer Geschäftsmann vorgestellt wurde, der aus

**Rn. 2435**

Steuergründen an dem Erwerb von Wohneigentum in den neuen Ländern interessiert

**Rn. 2436**

sei. Nachdem sich I12 das Objekt G2 in T4 angesehen

**Rn. 2437**

und Interesse an einem Kauf der Wohnungen bekundet hatte, stellte Q jedoch

**Rn. 2438**

schnell fest, dass I12 seinerseits erhebliche Geldprobleme hatte und sich

**Rn. 2439**

durch den Kauf der Eigentumswohnungen Geld besorgen wollte.

**Rn. 2440**

Vor diesem Hintergrund Kamen Q und I12 im Frühjahr 1998 überein,

**Rn. 2441**

dass man gemeinsam versuchen wolle, durch den Teilverkauf des Objektes

**Rn. 2442**

G2 an I12 neue liquide Mittel für die Firma O5 einerseits und

**Rn. 2443**

Q andererseits zu beschaffen. Allerdings wurden die Planungen dahingehend

**Rn. 2444**

geändert, dass I12 nun keine Eigentumswohnungen, sondern die GbR -

**Rn. 2445**

Anteile Q's unter Übernahme der Verbindlichkeiten erwerben sollte, da sich

**Rn. 2446**

die Teilung des Grundstücks zu lange hinzog und beide Beteiligte dringend Geld

**Rn. 2447**

benötigten. Zum Zwecke der Geldbeschaffung griff Q auf eine Taktik zurück,

**Rn. 2448**

die er zuvor bereits anderweitig mehrfach erfolgreich in die Tat umgesetzt hatte.

**Rn. 2449**

I12 sollte im Rahmen des Kaufs der GbR-Anteile ein Darlehen aufnehmen.

**Rn. 2450**

Durch Täuschungen sollte das finanzierende Geldinstitut dazu gebracht werden,

**Rn. 2451**

einen Kredit zu bewilligen und auszuzahlen, der weit über dem tatsächlichen Wert

**Rn. 2452**

der Anteile und dem notwendigen Finanzierungsbedarf liegen würde. Auf diese

**Rn. 2453**

Weise sollten ca. 200.000 DM für die angeschlagene Firma O5 des I12 und

**Rn. 2454**

150.000 DM für die Altverbindlichkeiten des Q aufgetrieben werden.

**Rn. 2455**

Nachdem die GbR-Anteile am 08.04.1998 tatsächlich auf I12 übertragen

**Rn. 2456**

worden waren, scheiterten die Pläne der rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 2457**

I12 jedoch an einer negativen Auskunft der D4 in Bezug auf

**Rn. 2458**

I12, der am 15.06.1998 die eidesstattliche Versicherung der

**Rn. 2459**

Vermögenslosigkeit abgeben musste.

**Rn. 2460**

Trotz dieses Fehlschlags entwickelte sich in den folgenden Wochen und Monaten

**Rn. 2461**

ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Q und I12. Der Umstand,

**Rn. 2462**

dass I12 Anfang 1998 ohnehin einen neuen Teilhaber suchte, verschaffte

**Rn. 2463**

Q die Gelegenheit, neue Geldquellen zu erschließen. Er schlug I12

**Rn. 2464**

seine und die Beteiligung der Angeklagten vor, woraufhin I12 Q

**Rn. 2465**

zunächst bat, ihn zu einem Gespräch bei seiner Geschäftsbank, der

**Rn. 2466**

E4 Bank, zu begleiten.

**Rn. 2467**

Im Rahmen dieses Gesprächs erhielt Q einen ersten umfassenden Einblick in

**Rn. 2468**

die finanziellen Verhältnisse seines Geschäftspartners "in spe". Neben einem

**Rn. 2469**

privaten Hausbaukredit in Höhe von ca. 130.000 DM und einem Kontokorrentkredit

**Rn. 2470**

über 150.000 DM existierte ein Betriebsmittelkredit in Höhe von weiteren ca. 420.000

**Rn. 2471**

DM, der auf der Finanzierung der reprotechnischen Maschinen beruhte. In diesem

**Rn. 2472**

Zusammenhang erfuhr Q auch, dass sämtliche Geräte der O5 nicht in

**Rn. 2473**

deren Eigentum standen, da sie von der Einzelfirma B4 übernommen und der

**Rn. 2474**

E4 Bank am 31.07.1997 zur Sicherheit übereignet worden waren. Zugunsten

**Rn. 2475**

Q's ist allerdings davon auszugehen, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht

**Rn. 2476**

wusste, dass diese Sicherungsübereignung zumindest teilweise ins Leere ging, da

**Rn. 2477**

ein Großteil des Maschinenparks bereits unter Eigentumsvorbehalt gekauft und noch

**Rn. 2478**

nicht bezahlt worden war, worauf noch näher einzugehen sein wird. Zum Ende des

**Rn. 2479**

Gesprächs bei der E4 Bank wurde Q und I12 mitgeteilt, dass

**Rn. 2480**

eine Ausdehnung der bestehenden Finanzierung ohne zusätzliche Sicherheiten nicht

**Rn. 2481**

in Betracht komme.

**Rn. 2482**

Nach diesem Termin bei der E4 Bank kam es zu einem Treffen zwischen

**Rn. 2483**

Q, I12, der Angeklagten und der gesondert Verfolgten G4, der

**Rn. 2484**

damaligen Lebensgefährtin des I12. Im Rahmen des Gesprächs erfolgte eine

**Rn. 2485**

Besichtigung des Maschinenparks der O5, die Auftragslage der Gesellschaft

**Rn. 2486**

wurde durchgesprochen und Q erhielt im unmittelbaren zeitlichen

**Rn. 2487**

Zusammenhang zu diesem Termin Einblick in die Bücher der Firma O5. Trotz der

**Rn. 2488**

erheblichen finanziellen Probleme, die sich im nachhinein sogar als noch

**Rn. 2489**

gravierender herausstellen sollten, da weitere Altverbindlichkeiten bei der Volksbank

**Rn. 2490**

E4 und der Sparkasse L7 existierten, entschlossen sich Q und die

**Rn. 2491**

Angeklagte zu einer Beteiligung, da sie hofften, mit Hilfe der O5 neue Geldquellen

**Rn. 2492**

erschließen zu können. Vor allem planten sie von Anfang an, dem Unternehmen

**Rn. 2493**

liquide Mittel zu entziehen, mit denen sie ihre eigenen drängenden Gläubiger

**Rn. 2494**

befriedigen wollten.

**Rn. 2495**

Die Umsetzung dieses Planes erfolgte am 16.06.1998 im Rahmen eines

**Rn. 2496**

Notartermins bei dem (ehemaligen) Notar C15 in V3. In insgesamt vier

**Rn. 2497**

notariellen Urkunden wurden die Gesellschaftsverhältnisse neu geregelt.

**Rn. 2498**

Anschließend verteilten sich die Geschäftsanteile wie folgt: I12 hielt 25.000

**Rn. 2499**

DM, die Angeklagte 12.500 DM und Q 12.500 DM. Aufgrund der

**Rn. 2500**

eidesstattlichen Versicherung des rechtskräftig Verurteilten I12 übertrug

**Rn. 2501**

dieser schließlich seine Geschäftsanteile auf seine Lebensgefährtin G4; er blieb

**Rn. 2502**

jedoch alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer.

**Rn. 2503**

Die Beteiligten kamen im Zuge der Gesellschaftsumstrukturierung überein, dass

**Rn. 2504**

Q sich fortan umfassend um die kaufmännischen und finanziellen

**Rn. 2505**

Angelegenheiten des Unternehmens kümmern sollte, was ihm faktisch die Kontrolle

**Rn. 2506**

über die Firma O5 einbrachte. Der in wirtschaftlichen Dingen überforderte

**Rn. 2507**

I12 hingegen beschränkte seine Tätigkeit auf das Personalwesen und die

**Rn. 2508**

technischen Abläufe im Betrieb, von denen wiederum Q keinerlei Ahnung

**Rn. 2509**

hatte. Die Angeklagte schließlich sollte für die Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen

**Rn. 2510**

zuständig sein, eine Funktion, die sie dann jedoch zu keiner Zeit ausübte.

**Rn. 2511**

Im Rahmen seiner Anteilsübernahme erarbeitete Q sodann im Einvernehmen

**Rn. 2512**

mit der Angeklagten ein "Geschäftskonzept", das den beiden die Beschaffung

**Rn. 2513**

liquider Mittel ermöglichen sollte. Zunächst vereinbarte er mit der E4 Bank

**Rn. 2514**

am 29.06.1998 eine Erhöhung des bereits bestehenden

**Rn. 2515**

Kontokorrentkredites in Höhe von 150.000 DM um insgesamt 350.000 DM, die in

**Rn. 2516**

zwei Schritten vollzogen wurde. Dies gestattete ihm den sofortigen Rückgriff auf

**Rn. 2517**

dringend benötigte Gelder, die er jedoch entsprechend seinem Tatplan nicht für die

**Rn. 2518**

Firma O5 verbrauchte, sondern - wie üblich - dort einsetzte, wo sie im Rahmen

**Rn. 2519**

seines "Schneeballsystems" gerade benötigt wurden. Er zog auf diese Weise bereits

**Rn. 2520**

ab April 1998 Gelder aus dem Unternehmen, die u. a. für Altschulden und für das

**Rn. 2521**

private Bauvorhaben der Familie T in T6 verbraucht wurden. Die

**Rn. 2522**

E4 Bank war zu der schrittweisen Erhöhung des Kredits bereit, da

**Rn. 2523**

Q und die Angeklagte jeweils Höchstbetragsbürgschaften über 150.000 DM

**Rn. 2524**

übernahmen und die Verantwortlichen der Bank in Unkenntnis der finanziell

**Rn. 2525**

katastrophalen Situation der beiden glaubten, ausreichend abgesichert zu sein. In

**Rn. 2526**

diesem Zusammenhang konnte außerdem die gesondert Verfolgte G4 überredet

**Rn. 2527**

werden, eine Bareinlage in Höhe von 200.000 DM zur weiteren Absicherung des

**Rn. 2528**

Kredites zur Verfügung zu stellen.

**Rn. 2529**

Im weiteren Verlauf seiner Tätigkeit für die O5 plante Q neben einem

**Rn. 2530**

Stellenabbau die Ablösung des Betriebsmittelkredits bei der E4 Bank

**Rn. 2531**

und eine Neufinanzierung der Maschinen vorzunehmen, durch die

**Rn. 2532**

weiteres Geld beschafft werden sollte.

**Rn. 2533**

Infolge des bereits mehrfach beschriebenen Geschäftsgebarens des Q geriet

**Rn. 2534**

die Firma O5 im Laufe der Jahre 1998 und 1999 in eine immer größere Schieflage.

**Rn. 2535**

Hinzu kam, dass I12 in großem Umfang Geld für Geschäftsvorhaben im

**Rn. 2536**

Internet ausgab, die sich von Anfang an nicht rentierten. Q war schließlich

**Rn. 2537**

gezwungen, den Geschäftsbetrieb der Firma O5 durch private "Einlagen"

**Rn. 2538**

sicherzustellen, die er sich aus neuen illegalen Quellen beschafft hatte. Als selbst

**Rn. 2539**

diese Zuschüsse nicht mehr ausreichten, wurde am 01.10.1999 durch Beschluss des

**Rn. 2540**

Amtsgerichts Dortmund das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft

**Rn. 2541**

eröffnet (Az. 253 IN 47/99)

**Rn. 2542**

b) Das Tatgeschehen

**Rn. 2543**

Mitte 1998 bekam Q in einer Zeit ständig zunehmender Geldsorgen mit der

**Rn. 2544**

Firma S2 erstmals ein Unternehmen an die Hand, dass sich nicht in

**Rn. 2545**

Liquiditätsschwierigkeiten befand, sondern wirtschaftlich auf soliden Füßen stand.

**Rn. 2546**

Die im Dezember 1985 von den Geschäftsführern S und X4

**Rn. 2547**

gegründete Gesellschaft war mit der Herstellung von Druckvorlagen befasst und

**Rn. 2548**

stand seit Anfang des Jahres 1998 zum Verkauf, weil sich deren Inhaber aus

**Rn. 2549**

privaten Gründen aus dem Geschäft zurückziehen wollten. Von dem geplanten

**Rn. 2550**

Verkauf hatte I12 im Frühjahr 1998 über einen Mitarbeiter der Firma H5 erfahren, der auch geschäftliche Kontakte zur Firma S2 bzw. den

**Rn. 2551**

Inhabern S und X4 pflegte. I12 war von dem Werk mit seinen

**Rn. 2552**

insgesamt ca. 45 Angestellten sofort begeistert und informierte Q über das

**Rn. 2553**

zum Verkauf stehende Unternehmen.

**Rn. 2554**

Q erkannte umgehend die Chance, die sich ihm in Form der S2 bot und entschloss sich sehr schnell zum Kauf, obwohl ihm hierfür jegliche

**Rn. 2555**

eigene finanzielle Mittel fehlten. Hintergrund dieser Entscheidung waren seine

**Rn. 2556**

eigenen Altverbindlichkeiten und die Schulden der Eheleute T, die er mit Hilfe

**Rn. 2557**

der S2 abzulösen beabsichtigte. Wegen der bereits seit einiger Zeit

**Rn. 2558**

laufenden Zwangsvollstreckungen, die gegen Q und T's eingeleitet

**Rn. 2559**

worden waren, und wegen des sehr teuren privaten Bauvorhabens des Ehepaars

**Rn. 2560**

T in T6 mussten dringend liquide Mittel beschafft werden, um den

**Rn. 2561**

gemeinsamen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern. Hinzu kam, dass die

**Rn. 2562**

U5 - ein von Q und C11 im Februar 1998 neu gegründetes

**Rn. 2563**

Unternehmen - sowie die O5 sich als zusätzliche wirtschaftliche Belastung

**Rn. 2564**

erwiesen hatten und ebenfalls auf "G4's Geld" angewiesen waren. Aus diesen

**Rn. 2565**

Gründen war Q schon vor dem ersten persönlichen Kontakt mit den Inhabern

**Rn. 2566**

der Firma S2 klar, dass er die umfangreichen finanziellen Mittel, die er für

**Rn. 2567**

die Umsetzung seiner Pläne benötigte, nur würde beschaffen können, wenn er dem

**Rn. 2568**

neuen Unternehmen in großem Umfang Gelder entzöge. Insofern nahm er von

**Rn. 2569**

Anfang an ein Ausbluten" der S2 in Kauf.

**Rn. 2570**

Zunächst einmal galt es jedoch, die finanziellen Ressourcen der Firma S2

**Rn. 2571**

und die Machbarkeit der Übernahme des Unternehmens zu ergründen. Zu diesem

**Rn. 2572**

Zweck vereinbarte Q ein Treffen mit den Geschädigten S und

**Rn. 2573**

X4, das kurze Zeit später im I13 in E4 stattfand, wo

**Rn. 2574**

der rechtskräftig Verurteilte I12 einige Zeit zuvor eine Filiale der Firma O5

**Rn. 2575**

eröffnet hatte. Q erhielt Einblick in die Bücher und erfuhr, dass der Kaufpreis

**Rn. 2576**

für die S2 bei insgesamt vier Millionen DM liegen sollte. Er erkannte sofort,

**Rn. 2577**

dass die Gesellschaft auf einer sehr soliden finanziellen Basis stand und glaubte, die

**Rn. 2578**

Lösung für die eigenen Probleme und die der Eheleute T gefunden zu haben.

**Rn. 2579**

Allerdings war ihm schon jetzt klar, dass die Bezahlung des hohen Kaufpreises nur

**Rn. 2580**

über einen Kredit möglich sein würde, und er wusste, dass es angesichts seiner

**Rn. 2581**

desolaten finanziellen Lage schwierig werden würde, die Kaufpreisfinanzierung bei

**Rn. 2582**

einem Kreditinstitut unterzubringen. Ihm war bewusst, dass er sowohl die

**Rn. 2583**

Übernahme der Gesellschaft als auch die Finanzierung des Kaufpreises nur durch

**Rn. 2584**

Täuschungen würde erreichen können. Außerdem wusste er, dass er zur

**Rn. 2585**

Darlehensbeschaffung den "guten Namen" der Eheleute T benötigte, deren in

**Rn. 2586**

Wahrheit schlechte Vermögensverhältnisse er jedoch "en detail" kannte.

**Rn. 2587**

Vor diesem Hintergrund informierte er kurze Zeit später die Angeklagte über das zum

**Rn. 2588**

Verkauf stehende Unternehmen. Er berichtete ihr von den sehr guten Zahlen der

**Rn. 2589**

Gesellschaft, die er aus den Büchern kannte, und informierte sie darüber, dass man

**Rn. 2590**

in erheblichem Umfang Geld aus der S2 ziehen könne, um es für die

**Rn. 2591**

beiderseitigen Altverbindlichkeiten zu verwenden. Angesichts der drängenden

**Rn. 2592**

Geldprobleme erklärte sich die Angeklagte sofort bereit, sich an der Übernahme der

**Rn. 2593**

Gesellschaft zu beteiligen. Sie war an dem Betrieb selbst allerdings nicht interessiert.

**Rn. 2594**

Ihr kam es ausschließlich auf die Tilgung ihrer alten und neuen Verbindlichkeiten an,

**Rn. 2595**

wobei ihr ebenso wie Q klar war, dass die kaufpreisfinanzierende Bank von

**Rn. 2596**

den eigenen finanziellen Problemen nichts erfahren durfte.

**Rn. 2597**

Einige Tage darauf kam es unter Einschaltung des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2598**

I12 zu einem weiteren Treffen zwischen Q einerseits und den

**Rn. 2599**

Geschädigten S und X4 andererseits in den Geschäftsräumen der

**Rn. 2600**

Firma S2 in F5. Q nahm den Betrieb persönlich in Augenschein

**Rn. 2601**

und erläuterte den Geschädigten seine im vorherigen Gespräch schon angedeuteten

**Rn. 2602**

Pläne, die auf eine Zusammenlegung der Firmen S2 und O5 (unter

**Rn. 2603**

Beschränkung auf die Filiale im I13 in E4) hinausliefen. Im

**Rn. 2604**

Zuge der Gespräche erwähnte er außerdem den Schauspieler T und

**Rn. 2605**

dessen Ehefrau, die in den Marketingbereich des fusionierten Unternehmens

**Rn. 2606**

eingebunden werden sollten. Dieses Konzept überzeugte die Inhaber der Firma

**Rn. 2607**

S2 zwar; sie äußerten in der Folgezeit jedoch wiederholt Zweifel an der

**Rn. 2608**

Kompetenz des I12 und hatten Bedenken bezüglich der Umsetzung des

**Rn. 2609**

Vorhabens, weil auch Q nicht "vom Fach" war. Diesem gelang es jedoch,

**Rn. 2610**

diese Zweifel durch den Hinweis auf die Mitarbeit des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2611**

T zu zerstreuen. In diesem Zusammenhang behauptete er großspurig,

**Rn. 2612**

er wäre mit dem Schauspieler T im Hintergrund in der Lage gewesen, die

**Rn. 2613**

Geschäftsbeziehung zum Hauptumsatzträger der Firma S2 (der Firma

**Rn. 2614**

E5), für deren Aufbau S und X4 langwierige Verhandlungen

**Rn. 2615**

benötigt hatten, innerhalb eines Tages herzustellen.

**Rn. 2616**

Angesichts der positiven Vorgespräche wandte sich Q an den rechtskräftig

**Rn. 2617**

Verurteilten C11, mit dem er die Firmendaten der S2 und die Möglichkeit

**Rn. 2618**

der Kaufpreisfinanzierung besprach. C11 bestärkte Q in dessen

**Rn. 2619**

Kaufabsichten und bestätigte, dass es sich um ein rundum solides Unternehmen

**Rn. 2620**

handele. Daraufhin sandte Q in Absprache und im Einvernehmen mit der

**Rn. 2621**

Angeklagten die Geschäftsunterlagen zusammen mit einer Finanzierungsanfrage an

**Rn. 2622**

die J Bank (J BANK) in E2, die er aus einer anderweitigen

**Rn. 2623**

Finanzierung bereits kannte. Nach einer ersten Prüfung der Unterlagen erklärte sich

**Rn. 2624**

der zuständige Mitarbeiter der Bank - ein Herr U2 - in einem Gespräch gegenüber

**Rn. 2625**

Q grundsätzlich bereit, die Kaufpreisfinanzierung zu begleiten; auf die

**Rn. 2626**

näheren Details der Finanzierung wird noch einzugehen sein. Fest stand jedoch von

**Rn. 2627**

vornherein, dass ein Eigenkapitalanteil von mindestens 500.000 DM (angedacht

**Rn. 2628**

waren ursprünglich zwei Millionen DM) beizubringen sein würde, der weder Q

**Rn. 2629**

noch der Angeklagten zur Verfügung stand. Außerdem existierte bis zu diesem

**Rn. 2630**

Zeitpunkt noch keine detaillierte schriftliche Darlehenszusage, sondern nur eine vage

**Rn. 2631**

mündliche Absichtserklärung, die noch von zahlreichen Unwägbarkeiten abhing.

**Rn. 2632**

Trotzdem intensivierte Q fortan seine Kaufbemühungen und besprach die

**Rn. 2633**

Firmenübernahme mit dem ihn beratenden Rechtsanwalt Q3, der in die Pläne

**Rn. 2634**

Q's eingeweiht war und die Idee entwickelte, die Gesellschaftsform des

**Rn. 2635**

Unternehmens aus steuerlichen Gründen in eine GmbH &Co. KG zu ändern, und

**Rn. 2636**

zwar unter gleichzeitiger Gründung einer Verwaltungsgesellschaft mbH.

**Rn. 2637**

Vor diesem Hintergrund nahm Q im Spätsommer 1998 zusammen mit Q3

**Rn. 2638**

- in Absprache und im Einvernehmen mit der Angeklagten - intensive

**Rn. 2639**

Verkaufsverhandlungen mit S und X4 auf. In sämtlichen Gesprächen

**Rn. 2640**

gerierte er sich gegenüber den Geschädigten als erfolgreicher Geschäftsmann und

**Rn. 2641**

verschwieg die erheblichen finanziellen Probleme, die die vorangegangenen

**Rn. 2642**

fehlgeschlagenen Bauvorhaben aufgetürmt und die solche Ausmaße angenommen

**Rn. 2643**

hatten, dass eine ordnungsgemäße Abwicklung des Erwerbs und die Bezahlung des

**Rn. 2644**

Kaufpreises schon aus diesem Grund ausgeschlossen war. Die Frage nach der

**Rn. 2645**

Finanzierbarkeit des Kaufs stellte er als vollkommen problemlos dar und verwies auf

**Rn. 2646**

die (mündliche) Zusage der J BANK, obwohl er weder jetzt noch später wusste, wie er

**Rn. 2647**

beispielsweise den Eigenkapitalanteil beschaffen sollte. Um den Abschluss des

**Rn. 2648**

Kaufvertrages nicht zu gefährden, verschwieg er den Geschädigten bewusst sowohl

**Rn. 2649**

die katastrophale eigene als auch die desolate finanzielle Lage der Angeklagten.

**Rn. 2650**

Zum Beweis seiner - in Wahrheit nicht vorhandenen - Bonität legte er S und

**Rn. 2651**

X4 im Laufe der Gespräche eine Reihe von Grundbuchauszügen der

**Rn. 2652**

diversen Immobilien vor, an denen er beteiligt war; dabei verschwieg er bewusst,

**Rn. 2653**

dass jedes dieser Bauvorhaben notleidend war und dass die finanzierenden Banken

**Rn. 2654**

längst Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet hatten. Um seine Solvenz zu

**Rn. 2655**

unterstreichen, erwähnte er außerdem seine diversen Unternehmen und verschwieg,

**Rn. 2656**

dass diese allesamt längst konkursreif waren und nur durch die Inanspruchnahme

**Rn. 2657**

illegaler Geldquellen weiterbetrieben werden konnten. Wider besseren Wissens

**Rn. 2658**

sicherte er den Geschädigten wiederholt zu, dass der Kaufpreis direkt nach

**Rn. 2659**

Abschluss des notariellen Kaufvertrages fließen werde, obwohl er wusste, dass dies

**Rn. 2660**

angesichts der noch im Anfangsstadium befindlichen Finanzierungsverhandlungen

**Rn. 2661**

mit der J BANK nicht machbar war.

**Rn. 2662**

Die Angeklagte, die an diesen Gesprächen nicht beteiligt war, hatte Q für die

**Rn. 2663**

Verhandlungen "freie Hand gelassen". Ihr war bewusst, dass der geplante Erwerb

**Rn. 2664**

der Firma S2 nur möglich sein würde, wenn die Verkäufer und die

**Rn. 2665**

finanzierende Bank umfassend über ihre desolate wirtschaftliche Lage und die

**Rn. 2666**

Q's getäuscht würden; hiermit war sie einverstanden, da sie aufgrund der ihr

**Rn. 2667**

seitens Q's gegebenen Informationen hoffte, mit Hilfe der S2

**Rn. 2668**

ihre finanzielle Lage (und die ihres Ehemannes) zumindest verbessern zu können.

**Rn. 2669**

Angesichts dieser Täuschungen waren die Geschädigten S und X4

**Rn. 2670**

schließlich bereit, ihre Gesellschaftsanteile an der S2 auf Q

**Rn. 2671**

und die Angeklagte zu übertragen. Man kam überein, dass der Kauf selbst über den

**Rn. 2672**

Rechtsanwalt und Notar I8 aus V3 abgewickelt werden solle, der zu diesem

**Rn. 2673**

Zweck einen Kaufvertrag entwarf. Diesen Vertrag überarbeiteten die Geschädigten

**Rn. 2674**

sodann und veranlassten, dass der Vereinbarung eine Klausel hinzugefügt wurde,

**Rn. 2675**

nach der Q und die Angeklagte zur Absicherung der Kaufpreisforderung eine

**Rn. 2676**

Bankbürgschaft in entsprechender Höhe beizubringen hatten. Diese Klausel ließen

**Rn. 2677**

sie dem Notar I8 zukommen, der einen neuen Kaufvertrag unter

**Rn. 2678**

Berücksichtigung der Bankbürgschaft entwarf und an S und X4

**Rn. 2679**

zurücksandte. Als Q von der neu aufgenommenen Bedingung erfuhr, war ihm

**Rn. 2680**

sofort klar, dass er die Bankbürgschaft nicht würde beibringen können. Die

**Rn. 2681**

Verhandlungen mit der J BANK waren bei weitem noch nicht so weit fortgeschritten, dass

**Rn. 2682**

die Verantwortlichen der Bank bereit gewesen wären, eine entsprechende

**Rn. 2683**

Bürgschaft zu übernehmen. Q betrieb daher in der Folgezeit die Streichung

**Rn. 2684**

der Klausel, was ihm jedoch misslang, da die Geschädigten auf die Bankbürgschaft

**Rn. 2685**

Wert legten, die ihre einzige Absicherung im Vertrag darstellte. Daraufhin spielte

**Rn. 2686**

Q zunächst auf Zeit und spiegelte den Geschädigten in einem oder mehreren

**Rn. 2687**

Gesprächen vor, die Beschaffung der Bürgschaft stelle überhaupt kein Problem dar.

**Rn. 2688**

Als es am Vorabend des geplanten Notartermins in V3 zu einem Treffen zwischen

**Rn. 2689**

X4 und Q kam und jener nach der Bankbürgschaft fragte,

**Rn. 2690**

behauptete Q bewusst wahrheitswidrig, diese werde er am nächsten Tag zum

**Rn. 2691**

Notartermin mitbringen. Nachdem X4 erfahren hatte, dass die

**Rn. 2692**

ausbedungene Sicherheit noch nicht vorlag, suchte er nach einer Möglichkeit, sich

**Rn. 2693**

und S zur Not anderweitig abzusichern. In diesem Zusammenhang erinnerte er

**Rn. 2694**

sich an die von Q in den Gesprächen erwähnten Grundstücke, die nach

**Rn. 2695**

dessen - falschen - Angaben im Wesentlichen unbelastet sein sollten. Er nahm sich

**Rn. 2696**

eine maschinengeschriebene Aufstellung dieser Immobilien zur Hand, die Q

**Rn. 2697**

ihm im Rahmen der Vertragsverhandlungen überreicht hatte, um seine Bonität

**Rn. 2698**

vorzuspiegeln. Auf dieser Liste befanden sich u. a. die Objekte in T4,

**Rn. 2699**

P und M, von denen der Geschädigte

**Rn. 2700**

X4 täuschungsbedingt nicht wusste, dass sie hoch belastet und notleidend

**Rn. 2701**

waren. Dieser Liste fügte er handschriftlich eine Bestätigung hinzu, die er sich

**Rn. 2702**

gegebenenfalls von Q unterschreiben lassen wollte.

**Rn. 2703**

Am nächsten Tag, dem 24.09.1998, trafen die Geschädigten dann kurz vor dem

**Rn. 2704**

Notartermin auf Q, der ihnen auf Nachfrage mitteilte, dass der Notar I8

**Rn. 2705**

etwas zu der Bankbürgschaft sagen werde. Obwohl die ausbedungene Sicherheit

**Rn. 2706**

nicht vorlag, ließen sich die Geschädigten dazu überreden, an dem Termin

**Rn. 2707**

teilzunehmen, zu dem außer ihnen und Q auch I12 sowie dessen

**Rn. 2708**

damalige Lebensgefährtin erschienen waren. Die Angeklagte war hingegen nicht

**Rn. 2709**

persönlich anwesend, sondern ließ sich von Q vertreten, dem sie bereits am

**Rn. 2710**

11.04.1997 eine umfassende notarielle Generalvollmacht erteilt hatte. Aufgrund

**Rn. 2711**

dieser Vollmacht durfte Q - unter Befreiung der Vorschrift des § 181 BGB für

**Rn. 2712**

die Angeklagte alle Rechtshandlungen rechtsverbindlich vornehmen, die sie

**Rn. 2713**

selbst hätte vornehmen können und bei denen eine Stellvertretung gesetzlich

**Rn. 2714**

zugelassen war.

**Rn. 2715**

Als die Frage nach der fehlenden Sicherheit aufkam, behauptete der Notar, die

**Rn. 2716**

Erstellung der Bankbürgschaft werde nach Auskunft Q's noch zwei bis drei

**Rn. 2717**

Wochen dauern, was jedoch kein Problem darstelle, da sie aus seiner Sicht gar nicht

**Rn. 2718**

gebraucht werde. Er suggerierte den Geschädigten, angesichts der Abwicklung des

**Rn. 2719**

Kaufes über ein Notaranderkonto sei keine zusätzliche Absicherung erforderlich, da

**Rn. 2720**

der Kaufpreis nach der Auszahlung des Darlehens direkt auf dieses Konto fließen

**Rn. 2721**

und anschließend an die Geschädigten ausgekehrt werde. Diesen war aufgrund

**Rn. 2722**

eines Telefonats mit dem Bankmitarbeiter U2 bekannt, dass eine grundsätzliche

**Rn. 2723**

Finanzierungsbereitschaft der J BANK bestand und sie wussten, dass der Kredit nicht die

**Rn. 2724**

volle Kaufpreissumme von vier Millionen DM umfassen würde. Q hatte ihnen

**Rn. 2725**

in diesem Zusammenhang jedoch - wie bereits erwähnt - vorgespiegelt, dass er den

**Rn. 2726**

verbleibenden Eigenkapitalanteil ohne Probleme aufbringen werde. Als der Notar

**Rn. 2727**

dann vorschlug, anstelle der Absicherung durch die Bankbürgschaft die durch

**Rn. 2728**

Q und die Angeklagte zu erwerbenden Geschäftsanteile an der S2

**Rn. 2729**

an die Geschädigten zur Sicherheit zu verpfänden, fühlten sie sich

**Rn. 2730**

täuschungsbedingt ausreichend abgesichert und verzichteten auf die Bürgschaft.

**Rn. 2731**

Außerdem legte der Geschädigte X4 Q die vorbereitete Erklärung

**Rn. 2732**

zu dessen Immobilienbeteiligungen vor, die dieser in dem Bewusstsein unterschrieb,

**Rn. 2733**

dass der Inhalt zwar seinen vorangegangenen Täuschungen, nicht jedoch den

**Rn. 2734**

Tatsachen entsprach. Er versicherte mit dieser Bestätigung wider besseren Wissens,

**Rn. 2735**

dass der unbelastete Wert der Immobilien, die in der Erklärung aufgeführt waren,

**Rn. 2736**

mindestens sechs Millionen DM betrage, womit gemeint war, dass dieser Wert nach

**Rn. 2737**

Abzug der Belastungen verbleibe. Außerdem sagte er in der Bestätigung verbindlich

**Rn. 2738**

zu, die Immobilien bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises samt

**Rn. 2739**

Nebenkosten nicht zu veräußern oder (zusätzlich) zu belasten.

**Rn. 2740**

Noch in dem Termin vom 24.09.1998 wurde daraufhin der notarielle Kaufvertrag

**Rn. 2741**

(Urkundenrolle Nr. 254/1998 des Notars I8 aus I4) unterzeichnet.

**Rn. 2742**

Hierin teilten die Geschädigten ihre Geschäftsanteile an der S2 in

**Rn. 2743**

Höhe von je 25.000 DM jeweils in zwei Teile in Höhe von 24.500 DM und 500 DM.

**Rn. 2744**

Daraufhin erwarben Q von dem Geschädigten X4 und die

**Rn. 2745**

Angeklagte von dem Geschädigten S jeweils einen Geschäftsanteil in Höhe von

**Rn. 2746**

24.500 DM. Neben Q wurde die gesondert Verfolgte G4 zur

**Rn. 2747**

Geschäftsführerin der S2 bestellt, die diese Tätigkeit als "Strohfrau"

**Rn. 2748**

für ihren damaligen Lebensgefährten I12 ausüben sollte, der wie bereits

**Rn. 2749**

erwähnt am 15.06.1998 die eidesstattliche Versicherung der Vermögenslosigkeit

**Rn. 2750**

hatte abgeben müssen. Die verbliebenen Geschäftsanteile in Höhe von jeweils 500

**Rn. 2751**

DM übertrugen S und X4 auf die S2 Verwaltungsgesellschaft

**Rn. 2752**

mbH i. Gr., vertreten durch die gesondert Verfolgte G4. Diese Gesellschaft, die

**Rn. 2753**

zwischenzeitlich wegen der geplanten Umwandlung der Firma S2 in eine

**Rn. 2754**

GmbH & Co KG gegründet worden war, bestand aus den Gesellschaftern G4

**Rn. 2755**

und Q, die jeweils 50% der Gesellschaftsanteile hielten. Die gesondert

**Rn. 2756**

Verfolgte G4, die auch hier als "Strohfrau" für I12 auftrat, war zur

**Rn. 2757**

alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführerin bestellt worden. Als Kaufpreis für die

**Rn. 2758**

Anteile an der S2 in Höhe von 24.500 DM wurde jeweils ein Betrag

**Rn. 2759**

in Höhe von 1.999.500 DM vereinbart. Die beiden Geschäftsanteile in Höhe von

**Rn. 2760**

jeweils 500 DM wurden zum Nominalwert an die S2

**Rn. 2761**

Verwaltungsgesellschaft mbH i. Gr. veräußert. Gemäß § 2 Ziffer 1 und 4 des

**Rn. 2762**

Vertrages war ein Kaufpreisteil in Höhe von 1.199.000 DM innerhalb von sechs

**Rn. 2763**

Wochen nach Beurkundung an die Geschädigten S (599.500 DM) und

**Rn. 2764**

X4 (599.500 DM) zu zahlen. Hinsichtlich des Restbetrages in Höhe von

**Rn. 2765**

2.800.000 DM wurde eine Ratenzahlung vereinbart, die vorsah, dass

**Rn. 2766**

- die ersten Teilraten in Höhe von jeweils 400.000 DM bis zum 30.11.1998,

**Rn. 2767**

- die zweiten Teilraten in Höhe von jeweils 500.000 DM bis zum 15.01.1999

**Rn. 2768**

- und die dritten Teilraten in Höhe von jeweils 500.000 DM bis zum 30.01.1999

**Rn. 2769**

fällig würden.

**Rn. 2770**

Wegen der Kaufpreisansprüche aus der Übertragung der Geschäftsanteile

**Rn. 2771**

verpfändete Q seinen Geschäftsanteil in Höhe von 24.500 DM an den

**Rn. 2772**

Geschädigten X4 und die Angeklagte ihren Anteil an den Geschädigten

**Rn. 2773**

S. Gleichzeitig wurde jedoch klargestellt, dass Q und die Angeklagte die

**Rn. 2774**

erworbenen Mitgliedschaftsrechte mit sofortiger Wirkung wahrnehmen und damit die

**Rn. 2775**

Geschicke der Gesellschaft allein bestimmen durften. In § 7 des Vertrages

**Rn. 2776**

unterwarfen sich Q und die Angeklagte schließlich wegen der

**Rn. 2777**

Kaufpreisforderung jeweils der sofortigen Zwangsvollstreckung in ihr Vermögen.

**Rn. 2778**

Durch den Abschluss des notariellen Kauf- und Übertragungsvertrages entstand den

**Rn. 2779**

Geschädigten S und X4 ein Vermögensschaden in Höhe des Wertes

**Rn. 2780**

der Firma S2, der nach einem Wertgutachten eines hanseatischen

**Rn. 2781**

Wirtschaftprüfers in etwa der Kaufpreissumme entsprach. Zwar erlangten die

**Rn. 2782**

Geschädigten bei Abschluss des Kaufvertrages Zahlungsansprüche gegen Q

**Rn. 2783**

und die Angeklagte; die Erfüllung dieser Forderungen war jedoch aufgrund deren

**Rn. 2784**

desolater wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Ansprüche als nicht

**Rn. 2785**

werthaltig einzustufen waren.

**Rn. 2786**

Auch die im Kaufvertrag vereinbarte Sicherheit war nicht geeignet, den Schaden zu

**Rn. 2787**

beheben, weil diese Absicherung keinen ausreichenden Wert aufwies und das

**Rn. 2788**

Ausfallrisiko nicht annähernd abdeckte. Da Q in Absprache und im

**Rn. 2789**

Einvernehmen mit der Angeklagten darauf bedacht war, das Vermögen der Firma

**Rn. 2790**

S2 unmittelbar nach der Übernahme der Gesellschaft zur Begleichung

**Rn. 2791**

eigener Verbindlichkeiten einzusetzen, war der Wert der zur Sicherheit abgetretenen

**Rn. 2792**

Geschäftsanteile zum Zeitpunkt der Fälligkeit der ersten Kaufpreisrate - sechs

**Rn. 2793**

Wochen nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages - schon erheblich reduziert

**Rn. 2794**

und tendierte bei Fälligkeit der letzten Rate am 30.01.1999 nahezu gegen Null. Dies

**Rn. 2795**

war aufgrund der Pläne des Q, die von der Angeklagten - auch wenn sie ihr

**Rn. 2796**

nur in groben Umrissen bekannt waren - gebilligt wurden, bereits am 24.09.1998

**Rn. 2797**

absehbar.

**Rn. 2798**

Q und der Angeklagten war bei dem Erwerb der S2 bewusst,

**Rn. 2799**

dass die diversen Täuschungen dazu geführt hatten, dass S und X4 in

**Rn. 2800**

Bezug auf Q und die Angeklagte von einer tatsächlich nicht vorhandenen

**Rn. 2801**

Solvenz ausgingen. Beide wussten, dass die Geschädigten darauf vertrauten, dass

**Rn. 2802**

sie - Q und die Angeklagte - in der Lage sein würden, die vereinbarten

**Rn. 2803**

Kaufpreisraten zu bezahlen. Ihnen war klar, dass sie keinen Anspruch auf die

**Rn. 2804**

Gesellschaftsanteile der Geschädigten hatten und dass die Täuschungen erforderlich

**Rn. 2805**

waren, da eine Offenbarung ihrer tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse dazu

**Rn. 2806**

geführt hätte, dass die Geschädigten nicht bereit gewesen wären, die

**Rn. 2807**

Geschäftsanteile zu veräußern. Q und die Angeklagte wussten, dass die

**Rn. 2808**

Geschädigten eine Übertragung ihrer Anteile vor allem dann abgelehnt hätten, wenn

**Rn. 2809**

ihnen bekannt gewesen wäre, dass er und die Angeklagte völlig überschuldet waren

**Rn. 2810**

und aufgrund ihrer desolaten finanziellen Verhältnisse noch nicht einmal in der Lage

**Rn. 2811**

waren, den Eigenkapitalanteil beizubringen, den die J BANK als Voraussetzung für die

**Rn. 2812**

Kreditgewährung vorsah. Ihnen war bekannt, dass die Geschädigten ihre Anteile vor

**Rn. 2813**

allem dann nicht verkauft hätten, wenn sie von dem Plan gewusst hätten, die S2 nach der Übernahme für die Begleichung von Altverbindlichkeiten in Anspruch

**Rn. 2814**

zu nehmen, was zum "Ausbluten" der Gesellschaft führen musste. Q und die

**Rn. 2815**

Angeklagte hofften zwar, die Kaufpreisraten irgendwie zahlen zu können; ein

**Rn. 2816**

Scheitern dieses Wunschdenkens und den entsprechenden wirtschaftlichen Verlust

**Rn. 2817**

der Geschädigten nahmen sie jedoch billigend in Kauf, da es ihnen auf die Erlangung

**Rn. 2818**

der Geschäftsanteile ankam.

**Rn. 2819**

Schon die erste Kaufpreisrate konnten Q und die Angeklagte bei Fälligkeit

**Rn. 2820**

nicht bezahlen. Durch weitere Täuschungen (auf die noch weiter einzugehen sein

**Rn. 2821**

wird) gelang ihnen zwar eine Teilfinanzierung des Kaufpreises in Höhe von 3,5

**Rn. 2822**

Millionen DM durch die J BANK; der letztlich ausgekehrte Betrag reichte jedoch nicht aus,

**Rn. 2823**

um den Kaufpreis vollständig zu begleichen, da Q einen Teil der

**Rn. 2824**

Darlehenssumme für eigene private Zwecke verbrauchte. Mit erheblichen

**Rn. 2825**

Verzögerungen kam es zu Teilzahlungen in Höhe von maximal 2,8 Millionen DM; der

**Rn. 2826**

restliche Kaufpreis wurde bis heute nicht bezahlt. Am 28.08.2000 erstatteten die

**Rn. 2827**

Geschädigten schließlich Strafanzeige gegen Q und die Angeklagte.

**Rn. 2828**

4. Gemeinschaftlicher Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB) zum Nachteil der J BANK

**Rn. 2829**

Q und die Angeklagte waren - wie bereits erwähnt - bezüglich der Bezahlung

**Rn. 2830**

des Kaufpreises für die Anteile an der S2 auf eine Finanzierung

**Rn. 2831**

angewiesen. Im Rahmen seiner Suche nach einem geeigneten Kreditinstitut wandte

**Rn. 2832**

sich Q am 03.09.1998 zunächst an die F5 Bank (Filiale C16),

**Rn. 2833**

die ihn an die J BANK verwies. Nachdem er die Finanzierung am 14.09.1998 telefonisch

**Rn. 2834**

mit dem J BANK-Mitarbeiter U2 erörtert hatte, erklärte sich dieser vorbehaltlich der zu

**Rn. 2835**

stellenden Sicherheiten und einer Prüfung der Kreditunterlagen grundsätzlich bereit,

**Rn. 2836**

die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese Entscheidung erfolgte vor

**Rn. 2837**

allem vor dem Hintergrund, dass es Q gelang, den rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2838**

T und dessen Kontakte im Medienbereich in den Mittelpunkt des

**Rn. 2839**

Gespräches zu stellen. Allerdings waren die Einzelheiten der Kreditvergabe - vor

**Rn. 2840**

allem im Hinblick auf die Sicherheiten und das zu stellende Eigenkapital - noch

**Rn. 2841**

abzuklären, weshalb U2 mit Q einen Termin für den 08.10.1998 vereinbarte,

**Rn. 2842**

bis zu dem dieser die Finanzierungsunterlagen an die J BANK übersandt haben sollte.

**Rn. 2843**

Der Kauf der S2 erfolgte sodann wie dargestellt am 24.09.1998, bevor

**Rn. 2844**

Q und die Angeklagte eine verbindliche Darlehenszusage von der J BANK

**Rn. 2845**

erhalten hatten. Die mündliche Erklärung des Mitarbeiters U2, die Finanzierung des

**Rn. 2846**

Kaufpreises unter bestimmten Voraussetzungen zu übernehmen, stand aufgrund der

**Rn. 2847**

noch zu führenden Kreditverhandlungen "auf sehr wackeligen Füßen". Q war

**Rn. 2848**

daher schon bei Abschluss des Kaufvertrages klar, dass er und die Angeklagte die

**Rn. 2849**

im Vertrag vereinbarten Zahlungsfristen nicht würden einhalten können, zumal die

**Rn. 2850**

ersten Besprechungen mit U2 erst am 08.10.1998 stattfinden sollten, also ca. vier

**Rn. 2851**

Wochen vor der Fälligkeit der ersten Teilkaufpreisrate. Q verstärkte daher im

**Rn. 2852**

Spätsommer 1998 seine Bemühungen, den Abschluss des Kreditvertrages bei der

**Rn. 2853**

J BANK zu erreichen.

**Rn. 2854**

Der erste schriftliche Darlehensantrag Q's und der Angeklagten, den der

**Rn. 2855**

rechtskräftig Verurteilte C11 zusammengestellt hatte und der noch vor Abschluss des

**Rn. 2856**

Kaufvertrages vom 24.09.1998 eingereicht wurde, war auf die Gewährung eines

**Rn. 2857**

Betriebsmittelkredites in Höhe von lediglich zwei Millionen DM gerichtet. Im Rahmen

**Rn. 2858**

der Verhandlungen spiegelte Q dem Bankmitarbeiter U2 vor, die restlichen

**Rn. 2859**

zwei Millionen DM könnten aus Eigenmitteln gestellt werden, wobei er wiederum vor

**Rn. 2860**

allem auf den Schauspieler T und dessen Einnahmen verwies; diese

**Rn. 2861**

Darlegungen ließen es U2 täuschungsbedingt plausibel erscheinen, dass die

**Rn. 2862**

Eheleute T eine solche Summe würden aufbringen können. Q

**Rn. 2863**

verschwieg in diesem Zusammenhang bewusst sowohl die finanziellen

**Rn. 2864**

Verpflichtungen, die T's in den letzten Jahren unter seiner Mitwirkung

**Rn. 2865**

eingegangen waren, als auch die in diesem Zusammenhang bereits eingeleiteten

**Rn. 2866**

Zwangsvollstreckungen, die insbesondere von der Kreissparkasse L

**Rn. 2867**

ausgingen und an Intensität im Laufe des Jahres 1998 ständig zunahmen.

**Rn. 2868**

Im Glauben an die finanziell sehr gute Ausstattung der Antragsteller schlug U2 dem

**Rn. 2869**

Q schon zu Beginn der Verhandlungen vor, statt der zwei Millionen DM

**Rn. 2870**

Eigenkapital eine Erhöhung des Stammkapitals der S2 von 50.000 DM auf

**Rn. 2871**

1,5 Millionen DM vorzunehmen. Im Gegenzug sollte der Kredit der J BANK auf 3,5

**Rn. 2872**

Millionen DM erhöht werden und der Eigenkapitalanteil der Angeklagten und des

**Rn. 2873**

Q auf 500.000 DM sinken. Hintergrund dieses Vorschlags war, dass das bis

**Rn. 2874**

dahin beantragte Darlehen in Höhe von zwei Millionen DM aus Sicht des

**Rn. 2875**

Bankmitarbeiters U2 "zu niedrig" war, weil es unter der Mindestkreditsumme der

**Rn. 2876**

J BANK lag. Außerdem hatte diese Vorgehensweise buchungstechnische Vorteile, da

**Rn. 2877**

sich die Bilanzrelationen der Firma S2 in Folge der Kaufpreisbelastung

**Rn. 2878**

verschlechtert hätten.

**Rn. 2879**

Mit dem Vorschlag des Mitarbeiters U2 erklärte sich Q nach mehreren

**Rn. 2880**

Gesprächen mit seinem Rechtsanwalt Q3 einverstanden, zumal sich die

**Rn. 2881**

Kreditsumme der J BANK deutlich erhöhen sollte. Allerdings stand er weiterhin vor dem

**Rn. 2882**

Problem, dass er insgesamt knapp zwei Millionen DM Eigenmittel (500.000 DM

**Rn. 2883**

Eigenkapital und 1,45 Millionen DM zusätzliches Stammkapital der S2)

**Rn. 2884**

gegenüber der J BANK irgendwie "darstellen" musste. Dieses Problem besprach er in

**Rn. 2885**

den folgenden Wochen mit Q3, mit dem er vor allem eine Lösung in Bezug auf

**Rn. 2886**

das zusätzliche Stammkapital suchte. Da beiden bewusst war, dass Q ein

**Rn. 2887**

Betrag in Höhe von 1,45 Millionen DM nicht zur Verfügung stand, kamen sie

**Rn. 2888**

schließlich überein, die Stammkapitalerhöhung nur vorzutäuschen. Zu diesem Zweck

**Rn. 2889**

sammelte Q bis zum Jahreswechsel 1998 I 1999 auf seinen Privatkonten

**Rn. 2890**

Geldbeträge, die er aus diversen illegalen Quellen besorgt hatte. Diese Beträge, die

**Rn. 2891**

schließlich die erforderliche Summe von 1,45 Millionen DM ausmachten, waren zu

**Rn. 2892**

keiner Zeit als Anlagevermögen für die S2 gedacht. Vielmehr dienten sie

**Rn. 2893**

Q im Rahmen seines "Schneeballsystems" zum Stopfen der diversen, immer

**Rn. 2894**

weiter zunehmenden Löcher, die aus den Altverbindlichkeiten und den seit Anfang

**Rn. 2895**

1998 neu eingegangenen Verpflichtungen herrührten. In Kenntnis dieses Umstandes

**Rn. 2896**

teilte Q der J BANK in einem Schreiben vom 28.10.1998 mit, der bereits

**Rn. 2897**

eingereichte Kreditantrag solle unter dem Gesichtspunkt bearbeitet werden, dass

**Rn. 2898**

aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses eine Erhöhung des Stammkapitals

**Rn. 2899**

erfolgen werde. In einer notariellen Urkunde vom 06.11.1998 (Urkundenrolle Nr.

**Rn. 2900**

295/1998 des Notars I8 aus V3) ließ er sodann die Kapitalerhöhung mit

**Rn. 2901**

Bareinlage aufnehmen. Der notariell beurkundete Gesellschafterbeschluss

**Rn. 2902**

beinhaltete die von der J BANK vorgeschlagene Stammkapitalerhöhung der S2

**Rn. 2903**

um 1,45 Millionen DM auf insgesamt 1,5 Millionen DM und sah die Bildung neuer

**Rn. 2904**

Stammeinlagen zum Nennwert von zweimal 710.500 DM und 29.000 DM vor, die

**Rn. 2905**

sofort in bar zu leisten waren und am Gewinn des laufenden Geschäftsjahres

**Rn. 2906**

teilnehmen sollten. In dem Notartermin, an dem auch die gesondert Verfolgte G4

**Rn. 2907**

persönlich teilnahm, übernahmen Q und die Angeklagte (vertreten durch

**Rn. 2908**

Q aufgrund der Generalvollmacht vom 11.04.1997) jeweils 710.500 DM der

**Rn. 2909**

neuen Stammeinlage und die S2 Verwaltungsgesellschaft mbH i. Gr. die

**Rn. 2910**

restlichen 29.000 DM. Die Stammkapitalerhöhung, deren Einzahlung das Steuer- und

**Rn. 2911**

Rechtsanwaltsbüro Q3 in diesem Zusammenhang wider besseren

**Rn. 2912**

Wissens bestätigte, wurde sodann in die Bilanz der Firma S2

**Rn. 2913**

aufgenommen und am 05.05.1999 ins Handelsregister beim Amtsgericht Essen unter

**Rn. 2914**

der Nummer HR B 9235 eingetragen.

**Rn. 2915**

Die Kreditverhandlungen, die sich bis zum Jahreswechsel 1998/1999 hinzogen,

**Rn. 2916**

basierten fortan auf der vorgespiegelten Stammkapitalerhöhung. Es bestand

**Rn. 2917**

außerdem - ausgehend vom Vorschlag des Bankmitarbeiters U2 - Einigkeit

**Rn. 2918**

darüber, dass die vier Millionen DM Kaufpreis für die S2 in Höhe von 3,5

**Rn. 2919**

Millionen DM durch die J BANK und in Höhe von 500.000 DM durch Eigenmittel finanziert

**Rn. 2920**

werden sollten. In diesem Zusammenhang machte Q die Verantwortlichen der

**Rn. 2921**

J BANK glauben, es stelle kein Problem dar, das seitens der Bank geforderte

**Rn. 2922**

Eigenkapital zu beschaffen, obwohl er wusste, dass weder ihm noch der

**Rn. 2923**

Angeklagten Mittel in dieser Höhe zur Verfügung standen. Q hoffte zwar, die

**Rn. 2924**

500.000 DM im Wege eines oder mehrerer zusätzlicher Darlehen bei anderen

**Rn. 2925**

Kreditinstituten beschaffen zu können; ihm war jedoch klar, dass dies allenfalls durch

**Rn. 2926**

den Einsatz weiterer Täuschungen möglich sein würde.

**Rn. 2927**

Im Rahmen der Verhandlungen gerierte sich Q durchgehend als erfolgreicher

**Rn. 2928**

und solventer Geschäftsmann und verheimlichte den Verantwortlichen der J BANK

**Rn. 2929**

sowohl seine eigenen desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse als auch die der

**Rn. 2930**

Eheleute T. In Bezug auf die bereits mehrfach erwähnten Bauvorhaben

**Rn. 2931**

M, T4 und P behauptete er bewusst

**Rn. 2932**

wahrheitswidrig, dass keines der Objekte eine Unterdeckung aufweise und die

**Rn. 2933**

jeweilige Kreditvaluta aus den Mieten problemlos bedienbar seien. In Wahrheit waren

**Rn. 2934**

die zur Finanzierung der verschiedenen Projekte aufgenommenen Darlehen längst

**Rn. 2935**

notleidend oder bereits gekündigt und die Bauvorhaben kamen aufgrund der

**Rn. 2936**

desolaten finanziellen Verhältnisse des Q und der Eheleute T gar nicht

**Rn. 2937**

oder nur sehr schleppend voran, was jener jedoch bewusst verschwieg. Er verbarg

**Rn. 2938**

darüber hinaus seine Absicht, die Firma S2 vor allem zum Ausgleich der

**Rn. 2939**

aus den früheren Bauvorhaben resultierenden Altverbindlichkeiten zu nutzen, womit

**Rn. 2940**

er seit der Übernahme des Unternehmens am 24.09.1998 bereits in erheblichem

**Rn. 2941**

Umfang begonnen hatte. Er verschwieg bewusst, dass die Firma S2 zum

**Rn. 2942**

Ende des Jahres 1998 aufgrund seiner illegalen Entnahmen bereits

**Rn. 2943**

Zahlungsschwierigkeiten hatte und kurz vor der Insolvenz stand.

**Rn. 2944**

Auch im Hinblick auf die zu stellenden Sicherheiten sah sich Q gezwungen,

**Rn. 2945**

unwahre Angaben zu machen: Bezüglich des Objektes G2 in T4

**Rn. 2946**

nannte er einen viel zu hohen Ertragswert von 3.089.000 DM und verschwieg, dass

**Rn. 2947**

der Kredit bei der C8 Bank, der bezüglich der Nachfinanzierung in Höhe von

**Rn. 2948**

200.000 DM auf massiven Täuschungen basierte, bereits am 03.12.1997 aufgrund

**Rn. 2949**

des nicht erfolgten Schuldendienstes gekündigt worden war. Da Q im Zuge

**Rn. 2950**

der Vorstellung seiner Unternehmensstrategie in erheblichem Umfang auf die

**Rn. 2951**

Mitarbeit des rechtskräftig Verurteilten Schauspielers T verwiesen hatte,

**Rn. 2952**

bestand die J BANK zur Absicherung des Kredits außerdem - neben weiteren

**Rn. 2953**

Sicherheiten - auf einer seitens T zu stellenden hundertprozentigen

**Rn. 2954**

Höchstbetragsbürgschaft, die dieser am 22.02.1999 auch tatsächlich abgab. In

**Rn. 2955**

dieser Hinsicht verschwieg Q bewusst, dass die Bürgschaft angesichts der

**Rn. 2956**

desolaten finanziellen Verhältnisse der Eheleute T wertlos war, die sich in dieser

**Rn. 2957**

Zeit bereits einer Vielzahl von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ausgesetzt sahen.

**Rn. 2958**

Die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung konnte T in dieser Zeit

**Rn. 2959**

im Zusammenwirken mit der Angeklagten und Q nur abwenden, indem er

**Rn. 2960**

Mittel aus diversen illegalen Quellen zur Tilgung der drängendsten Verbindlichkeiten

**Rn. 2961**

einsetzte.

**Rn. 2962**

Auf der Grundlage der unwahren Angaben des Q erstellte der Bankmitarbeiter

**Rn. 2963**

U2 am 15.12.1998 eine bankinterne Kreditvorlage, die wegen der umfangreichen

**Rn. 2964**

Täuschungen mit einem positiven Krediturteil endete und am 11.01.1999 in eine

**Rn. 2965**

Kreditzusage seitens der J BANK mündete (Kreditnummer KD 262841). Die Offerte der

**Rn. 2966**

J BANK, die Q und die Angeklagte am 01.02.1999 durch ihre Unterschrift

**Rn. 2967**

annahmen, sah einen Kreditnennbetrag in Höhe von 3,5 Millionen DM vor, bei einem

**Rn. 2968**

Zinssatz von 5,3% nominal (5,4377% effektiv) und einer monatlichen Tilgung in Höhe

**Rn. 2969**

von 36.500 DM. Als Darlehensnehmer trat neben Q die Angeklagte unter

**Rn. 2970**

gesamtschuldnerischer Mithaftung der Firma S2 auf. Das Darlehen durfte

**Rn. 2971**

nach dem Inhalt des Kreditvertrages ausschließlich zur Finanzierung des Erwerbs

**Rn. 2972**

der S2 eingesetzt werden und es wurde - neben der bereits erwähnten

**Rn. 2973**

Bürgschaft des rechtskräftig Verurteilten T - die Gestellung folgender

**Rn. 2974**

Sicherheiten vereinbart:

**Rn. 2975**

- Grundschulden von zusammen 2,9 Millionen DM nach unterschiedlichen

**Rn. 2976**

Vorlasten auf den Objekten T4 (G2), C10 (G6) und O3 (I13). Die Grundstücke in C10 und O2 stellte der anderweitig Verfolgte Rechtsanwalt H6 in

**Rn. 2977**

Absprache mit Q als Sicherheit zur Verfügung; auf H6 und das

**Rn. 2978**

Objekt in C10 wird noch näher einzugehen sein.

**Rn. 2979**

- Sicherungsübereignung - frei von Rechten Dritter - der Maschinen und

**Rn. 2980**

maschinellen Anlagen der Firma S2 auf dem Betriebsgrundstück in F5.

**Rn. 2981**

- Sicherungsübereignung - frei von Rechten Dritter - der Maschinen und

**Rn. 2982**

maschinellen Anlagen der Firma "O5" in E4.

**Rn. 2983**

Die beiden Sicherungsübereignungen zusammen sollten einen Buchwert von

**Rn. 2984**

1,2 Millionen DM umfassen.

**Rn. 2985**

Über die bereits erwähnten Täuschungen hinaus gab Q im Zuge der

**Rn. 2986**

Kreditverhandlungen hinsichtlich der zur Sicherheit zu übereignenden Maschinen

**Rn. 2987**

bewusst wahrheitswidrig vor, diese stünden im Alleineigentum der Firma S2 bzw. der - gar nicht existierenden - Firma O5, womit die O5 (Filiale I13) des rechtskräftig Verurteilten I12 gemeint war.

**Rn. 2988**

Vor allem im Hinblick auf die Geräte der Firma O5 traf dies nicht zu, da diese

**Rn. 2989**

- wie bereits erwähnt - zunächst umfassend der E4 Bank im

**Rn. 2990**

Rahmen eines Betriebsmittelkredits und anschließend - unter Ablösung der

**Rn. 2991**

E4 Bank - einer Leasinggesellschaft zur Sicherheit übereignet worden

**Rn. 2992**

waren.

**Rn. 2993**

Die Angeklagte, mit der Q zwar abgesprochen hatte, dass der Kaufpreis für

**Rn. 2994**

die S2 über die J BANK finanziert werden sollte, die aber an den

**Rn. 2995**

Kreditverhandlungen nicht beteiligt war, wusste zwar nicht im Einzelnen, welche

**Rn. 2996**

wahrheitswidrigen Angaben Q im Zuge der Kreditgespräche machte. Ihr war

**Rn. 2997**

aber klar, dass ein Darlehen nur durch eine umfassende Täuschung über ihre in

**Rn. 2998**

Wirklichkeit verheerende wirtschaftliche Lage sowie die ebenso desolate finanzielle

**Rn. 2999**

Situation ihres Mannes und Q zu erlangen sein würde. Sie ließ - wie auch

**Rn. 3000**

die von ihr am 11.04.1997 erteilte Generalvollmacht augenfällig belegt - Q

**Rn. 3001**

vollkommen freie Hand und war mit jeder Vorgehensweise einverstanden, die er zur

**Rn. 3002**

Erreichung des gemeinsamen Ziels - Gewährung eines Kredits für den Erwerb der

**Rn. 3003**

S2 - für zweckmäßig bzw. notwendig hielt.

**Rn. 3004**

Sowohl Q als auch die Angeklagte rechneten bereits zum Zeitpunkt des

**Rn. 3005**

Abschlusses der Darlehensvereinbarung damit, dass ihre wirtschaftliche Lage sowie

**Rn. 3006**

die der Firma S2 eine Rückzahlung des Kredits zum vereinbarten Zeitpunkt

**Rn. 3007**

nicht zulassen würde. Beide wussten, dass die Täuschungen Q's dazu

**Rn. 3008**

führten, dass die Verantwortlichen der J BANK von einer Zahlungsfähigkeit ausgingen,

**Rn. 3009**

die weder bei Q noch bei der Angeklagten oder der S2 vorlag.

**Rn. 3010**

Ihnen war klar, dass sie keinen Anspruch auf das Geld der Bank hatten und dass die

**Rn. 3011**

Täuschungen für die Erlangung des Darlehens erforderlich waren, da eine

**Rn. 3012**

Offenbarung der tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Darlehensnehmer

**Rn. 3013**

und des Bürgen T dazu geführt hätte, dass die Verantwortlichen der

**Rn. 3014**

Bank zu einer Auszahlung des Kredits nicht bereit gewesen wären. Q und die

**Rn. 3015**

Angeklagte wussten, dass die J BANK, die sich bei der Kreditgewährung vorrangig auf

**Rn. 3016**

die Ertragskraft der S2 und die Bürgschaft des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 3017**

T gestützt hatte, eine Zahlung vor allem dann abgelehnt hätte, wenn

**Rn. 3018**

den zuständigen Mitarbeitern der Bank bekannt gewesen wäre, dass sie planten, mit

**Rn. 3019**

Hilfe der S2 eigene Altverbindlichkeiten und Schulden zu bedienen und

**Rn. 3020**

Q bereits unmittelbar nach der Übernahme der Gesellschaft mit der

**Rn. 3021**

Umsetzung dieses Planes begonnen hatte. Ihnen war bekannt, dass die Offenbarung

**Rn. 3022**

der wahren Umstände der Stammkapitalerhöhung der S2 ebenso zu einer

**Rn. 3023**

ablehnenden Kreditentscheidung geführt hätte wie die Tatsache, dass weder

**Rn. 3024**

Q noch der Angeklagten der vereinbarte Eigenkapitalanteil zur Verfügung

**Rn. 3025**

stand. Beide hofften bei Abschluss des Darlehensvertrages zwar, dass ihnen auf

**Rn. 3026**

irgendeine Weise eine Rückzahlung der von der J BANK gewährten Kreditmittel gelingen

**Rn. 3027**

werde; ein Scheitern dieses Wunschdenkens und den entsprechenden finanziellen

**Rn. 3028**

Verlust der Bank nahmen sie jedoch billigend in Kauf, da es ihnen auf die Erlangung

**Rn. 3029**

der 3,5 Millionen DM ankam.

**Rn. 3030**

Durch den Abschluss des Kreditvertrages trat bei der J Bank ein Vermögensschaden in

**Rn. 3031**

Form einer konkreten Vermögensgefährdung in Höhe der vollen Darlehenssumme

**Rn. 3032**

von 3,5 Millionen DM ein. Zwar erlangte die Bank bei Abschluss des Kreditvertrages

**Rn. 3033**

einen Rückzahlungsanspruch gegen Q, die Angeklagte und die Firma S2; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren desolater

**Rn. 3034**

wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Bank als nicht

**Rn. 3035**

werthaltig einzustufen war.

**Rn. 3036**

Neben der bereits erörterten wertlosen Bürgschaft des Ehemannes der Angeklagten

**Rn. 3037**

und den ins Leere gehenden Sicherungsübereignungen des Maschinenparks waren

**Rn. 3038**

auch die übrigen im Kreditvertrag vereinbarten dinglichen Sicherheiten nicht

**Rn. 3039**

geeignet, die konkrete Vermögensgefährdung auszuräumen, da diese

**Rn. 3040**

Absicherungen ebenfalls keinen ausreichenden Wert aufwiesen und das Ausfallrisiko

**Rn. 3041**

nicht annähernd abdeckten. Sowohl Q als auch der Angeklagten war

**Rn. 3042**

bewusst, dass die nachrangigen Grundschulden auf den Objekten T4, C10

**Rn. 3043**

und O2 wegen der vorrangigen Grundpfandrechte faktisch wertlos waren.

**Rn. 3044**

Da die Auszahlungsverpflichtung hinsichtlich des Darlehens am 31.03.1999 endete,

**Rn. 3045**

beeilte sich Q in den folgenden Wochen, die Auszahlungsvoraussetzungen zu

**Rn. 3046**

erfüllen. Nachdem am 15.02.1999 die Zweckerklärungen für die Grundschulden

**Rn. 3047**

T4, C10 und O2 unterschrieben worden waren und der Ehemann

**Rn. 3048**

der Angeklagten am 22.02.1999 die Bürgschaftserklärung unterzeichnet hatte, wies

**Rn. 3049**

Q die J BANK mit Schreiben vom 26.02.1999 an, die Kreditmittel auf das

**Rn. 3050**

Notaranderkonto 3010501 des Notars I8 bei der Sparkasse V3 zu

**Rn. 3051**

überweisen. Die entsprechende Auszahlung nahm die Bank am 19.04.1999 mit der

**Rn. 3052**

Maßgabe vor, dass über den Betrag nur verfügt werden dürfe, sofern die im

**Rn. 3053**

Kreditvertrag vom 11.01.1999 vereinbarten Sicherheiten und

**Rn. 3054**

Auszahlungsvoraussetzungen gestellt bzw. erfüllt seien. Gerade im Hinblick auf die

**Rn. 3055**

Grundschuld O2 ergaben sich in der Folgezeit jedoch Probleme, die letztlich

**Rn. 3056**

zu einem Ausfall der Sicherheit führten.

**Rn. 3057**

Q trat daher - in zumindest stillschweigendem Einvernehmen mit der

**Rn. 3058**

Angeklagten - in erneute Verhandlungen mit der J BANK ein, deren Verantwortliche sich

**Rn. 3059**

schließlich bereit erklärten, den Kredit auch ohne die Grundschuld O2

**Rn. 3060**

auszuzahlen, allerdings unter einer faktischen Reduzierung der Darlehenssumme auf

**Rn. 3061**

2,8 Millionen DM. Unter Aufrechterhaltung der sonstigen Kreditabsprachen vom

**Rn. 3062**

11.01.1999 vereinbarte die J BANK mit Q im Austausch für den Wegfall der

**Rn. 3063**

Grundschuld O2 eine Verpfändung von Inhaberschuldverschreibungen in

**Rn. 3064**

Höhe von 700.000 DM, die aus den Kreditmitteln auf einem Konto der Nationalbank

**Rn. 3065**

F5 anzulegen sein sollten. Dies hatte zur Folge, dass Q und die

**Rn. 3066**

Angeklagte statt über 3,5 Millionen DM nur noch über 2,8 Millionen DM der

**Rn. 3067**

Darlehenssumme frei verfügen konnten. Unter Beibehaltung der Sicherheiten im

**Rn. 3068**

übrigen wurde außerdem die Bestellung einer (nachrangigen) Grundschuld in Höhe

**Rn. 3069**

von zwei Millionen DM auf dem Grundstück C10 und einer (nachrangigen)

**Rn. 3070**

Grundschuld in Höhe von 900.000 DM auf dem Grundstück T4, G2, vereinbart.

**Rn. 3071**

Nachdem Q am 29.06.1999 für sich und die Angeklagte die

**Rn. 3072**

Verpfändungserklärung in Bezug auf die Inhaberschuldverschreibungen abgegeben

**Rn. 3073**

hatte und die neuen Zweckerklärungen bezüglich der Sicherheiten C10 und

**Rn. 3074**

T4 ebenfalls Ende Juni 1999 unterzeichnet worden waren, gab die J BANK die

**Rn. 3075**

Auszahlung des Kredites vom Notaranderkonto frei. Das Darlehen wurde daraufhin

**Rn. 3076**

sukzessive ausgezahlt, allerdings abredewidrig nur zu einem geringen Teil zur

**Rn. 3077**

Erfüllung der Kaufpreisansprüche der Zeugen S und X4 verwendet:

**Rn. 3078**

- am 13.09.1999 gingen 700.000 DM für den Kauf der J BANK-Anleihen auf das

**Rn. 3079**

Konto bei der Nationalbank;

**Rn. 3080**

- ebenfalls am 13.09.1999 wurden 1,9 Millionen DM auf ein Konto Q bei

**Rn. 3081**

der Stadtsparkasse E4 überwiesen;

**Rn. 3082**

- am 05.11.1999 gingen insgesamt 301.000 DM an die Geschädigten S und

**Rn. 3083**

X4 sowie weitere 389.000 DM an Q;

**Rn. 3084**

- am 15.12.1999 wurden schließlich 200.000 DM im Zusammenhang mit einer

**Rn. 3085**

weiteren von Q begangenen Straftat auf ein Konto der Firma M4 überwiesen.

**Rn. 3086**

Wie bereits erwähnt blieben Q und die Angeklagte den Geschädigten S

**Rn. 3087**

und X4 bis heute einen Kaufpreisteilbetrag von insgesamt ca. 1,2 Millionen

**Rn. 3088**

DM schuldig. Auch in Bezug auf den Schuldendienst bei der J BANK traten schon bald

**Rn. 3089**

Zahlungsschwierigkeiten auf. Ab September 2000 wurde das Darlehen nicht mehr

**Rn. 3090**

bedient, was am 28.09.2000 zu einer Kreditkündigung seitens der J BANK führte. Die

**Rn. 3091**

vereinbarten Sicherheiten reichten der J BANK Bank nicht zur Abdeckung des

**Rn. 3092**

Ausfallrisikos aus. Verwertbar waren letztlich lediglich die der Bank verpfändeten

**Rn. 3093**

Wertpapiere, deren Verkauf einen Erlös in Höhe von 351.000 Euro (= 686.496,33

**Rn. 3094**

DM) einbrachte. Die Maschinen der O5 und der S2 waren von Q

**Rn. 3095**

mehrfach sicherungsübereignet worden und konnten zu einem Großteil nicht mehr

**Rn. 3096**

aufgefunden werden. Die Grundschulden auf den Objekten C10 und T4

**Rn. 3097**

waren wegen der vorrangigen Grundpfandrechte ebenfalls nicht werthaltig, so dass

**Rn. 3098**

der J BANK letztlich ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro

**Rn. 3099**

entstand.

**Rn. 3100**

5. Gemeinschaftlicher Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB) zum Nachteil X6

**Rn. 3101**

a).Vorgeschichte

**Rn. 3102**

Im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerbs der

**Rn. 3103**

S2 kam es zu einer weiteren Kreditvergabe seitens der J BANK, an

**Rn. 3104**

deren Zustandekommen Q maßgeblich beteiligt war. Das Darlehen wurde im

**Rn. 3105**

Zuge einer Umfinanzierung für die bereits erwähnte Immobilie in C10, G6,

**Rn. 3106**

gewährt, die den Eheleuten H6 in Gesellschaft bürgerlichen Rechts gehörte

**Rn. 3107**

und - neben der Immobilie G2 in T4 -auch als Sicherheit im

**Rn. 3108**

Rahmen der Kaufpreisfinanzierung für die S2 herangezogen wurde.

**Rn. 3109**

Den Kontakt zu dem anderweitig Verfolgten Rechtsanwalt H6 stellte Q

**Rn. 3110**

Mitte 1998 über Rechtsanwältin C17 her, die von Q - neben

**Rn. 3111**

Rechtsanwalt Q3 - bei auftretenden Rechtsproblemen eingeschaltet wurde und

**Rn. 3112**

die in derselben Kanzlei tätig war wie H6. Der gesondert Verfolgte H6 hatte

**Rn. 3113**

in dieser Zeit erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, die zumindest zum Teil auf

**Rn. 3114**

verschiedenen Immobilienkäufen und Unternehmensbeteiligungen beruhten. Wegen

**Rn. 3115**

seiner wirtschaftlichen Probleme beabsichtigte er einen Teil seiner Immobilien zu

**Rn. 3116**

verkaufen oder umzufinanzieren und wandte sich in diesem Zusammenhang an

**Rn. 3117**

Q, der immer an der Erschließung neuer Geldquellen interessiert war und

**Rn. 3118**

eine solche nun gefunden zu haben glaubte.

**Rn. 3119**

Die Immobilie in C10 hatten H6 am 28.10.1993 im Wege der

**Rn. 3120**

Zwangsversteigerung (Az. 42 K 13/92 Amtsgericht Brühl) erstanden und den Erwerb

**Rn. 3121**

über die T14 Bank mit einem Kredit in Höhe von 3,7 Millionen DM finanziert. Es

**Rn. 3122**

handelte sich um ein Industrieobjekt, das an verschiedene gewerbliche Anbieter

**Rn. 3123**

verpachtet war, Mitte 1998 allerdings zumindest zum Teil leer stand. Angesichts der

**Rn. 3124**

erheblichen Geldprobleme des gesondert Verfolgten H6 griff Q schnell

**Rn. 3125**

auf die von ihm bereits mehrfach praktizierte Idee einer Um- und Überfinanzierung

**Rn. 3126**

zurück, die einzig und allein der Beschaffung liquider Mittel für H6 diente.

**Rn. 3127**

Q trat im Rahmen der Kreditverhandlungen zunächst als Vermittler auf und

**Rn. 3128**

sollte für den Fall der Beschaffung eines Darlehens eine Provisionszahlung in Höhe

**Rn. 3129**

von ca. 75.000 DM erhalten.

**Rn. 3130**

Auf der Suche nach einem geeigneten Kreditinstitut wandte er sich u. a. an die J BANK,

**Rn. 3131**

da er den dort tätigen Teamleiter O6 kannte. In einem daraufhin am

**Rn. 3132**

14.07.1998 geführten Gespräch, das in den Räumen der von Q und C11 im

**Rn. 3133**

Februar 1998 gegründeten Firma U5 stattfand, übergaben diese

**Rn. 3134**

sämtliche Bonitäts- und Objektunterlagen an O6 und den ebenfalls

**Rn. 3135**

anwesenden J BANK-Mitarbeiter H7. Neben der bereits erwähnten Umschuldung

**Rn. 3136**

des Darlehens bei der T14 Bank auf die J Bank begehrte Q für

**Rn. 3137**

den gesondert Verfolgten H6 einen weiteren Kreditrahmen in Höhe von 1,3

**Rn. 3138**

Millionen DM zur Durchführung von Umbaumaßnahmen, so dass sich ein

**Rn. 3139**

Gesamtkreditvolumen von fünf Millionen DM ergab.

**Rn. 3140**

Im Zuge der Verhandlungen verschwieg Q den Verantwortlichen der J Bank

**Rn. 3141**

bewusst, dass das begehrte Darlehen weit über den tatsächlich benötigten Mitteln

**Rn. 3142**

lag. Im Wege der Überfinanzierung sollten nämlich insgesamt 600.000 DM an

**Rn. 3143**

H6 zurückfließen, die dieser dringend zum Ausgleich von Altverbindlichkeiten

**Rn. 3144**

benötigte. Zu diesem Zweck verheimlichte Q in Absprache mit H6, dass

**Rn. 3145**

das Darlehen bei der T14 Bank nur noch in Höhe von 3,4 Millionen DM

**Rn. 3146**

valutierte. Durch die Auszahlung von insgesamt 3,7 Millionen DM an die T14 Bank wurde somit ein Überschuss in Höhe von 300.000 DM "erwirtschaftet". Weitere

**Rn. 3147**

300.000 DM sollte H6 aus dem Umbaudarlehen in Höhe von 1,3 Millionen DM

**Rn. 3148**

erhalten. Q, der diese Arbeiten mit der Firma U5 ausführen sollte,

**Rn. 3149**

hatte überschlägig errechnet, dass für den Umbau lediglich ca. 400.000 DM benötigt

**Rn. 3150**

würden. Die verbleibenden 900.000 DM waren zu 1/3 für H6 und zu 2/3 als

**Rn. 3151**

Gewinn für die Firma U5 bestimmt.

**Rn. 3152**

Angesichts des erheblichen Kreditvolumens sah sich Q außerdem

**Rn. 3153**

gezwungen, den Ertragswert des Objektes gegenüber der Bank künstlich zu steigern.

**Rn. 3154**

Da er wusste, dass die Immobilie in C10 zum Teil leer stand und die Mitarbeiter der

**Rn. 3155**

J BANK ihre Kreditentscheidung hauptsächlich von dem Grundstück, dem Gebäudewert

**Rn. 3156**

und den tatsächlich erzielten Mieten abhängig machen würden, entschloss er sich,

**Rn. 3157**

die Firma S2 als neue solvente Hauptmieterin einzusetzen, obwohl er noch

**Rn. 3158**

gar nicht Inhaber der Gesellschaft war. Zu diesem Zweck schloss H6 mit der

**Rn. 3159**

Firma O5, "auch vertretend für die Firma S2 " einen auf den

**Rn. 3160**

08.07.1998 datierten Mietvertrag, den neben Q der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 3161**

I12 (für die O5) und die gesondert Verfolgte G4 (für die S2)

**Rn. 3162**

unterschrieben. Der monatliche Mietzins in Höhe von 20.452 DM war exakt so

**Rn. 3163**

gewählt, dass er auf die seitens der Bank vorgenommene Ertragswertberechnung

**Rn. 3164**

passte.

**Rn. 3165**

Im Rahmen der Verhandlungen erhöhte Q den Druck auf die Verantwortlichen

**Rn. 3166**

der J BANK, indem er unter Hinweis auf ein Konkurrenzangebot der T14 Bank, das

**Rn. 3167**

in Wahrheit jedoch nicht vergleichbar war, eine Entscheidung binnen einer Woche

**Rn. 3168**

verlangte. Die Verantwortlichen der Bank erstellten daraufhin am 16.07.1998 eine

**Rn. 3169**

bankinterne Kreditvorlage und unterrichteten Q und H6 am 22.07.1998

**Rn. 3170**

über die positive Kreditentscheidung der J BANK. Mit Schreiben vom 03.08.1998

**Rn. 3171**

erhielten die Eheleute H6 die schriftliche Darlehenszusage, die sie binnen einer

**Rn. 3172**

Woche unterzeichneten und an die Bank zurücksandten.

**Rn. 3173**

Entsprechend dem Tatplan der Beteiligten zahlte die J Bank am 28.08.1998 zur

**Rn. 3174**

Ablösung des Kredits einen Betrag in Höhe von 3,7 Millionen DM auf ein Konto des

**Rn. 3175**

anderweitig Verfolgten H6 bei der T14 Bank, die den überschüssigen

**Rn. 3176**

Betrag in Höhe von ca. 300.000 DM an H6 auskehrte. Kurze Zeit später rief

**Rn. 3177**

H6 unter Mitwirkung Q's auch das Umbaudarlehen in Höhe von 1,3

**Rn. 3178**

Millionen DM sukzessive bei der J Bank ab, wobei er jedoch entgegen der mit Q

**Rn. 3179**

getroffenen Absprache sämtliche Darlehensmittel bis auf ca. 400.000 DM, die

**Rn. 3180**

tatsächlich in den Umbau flossen, für private Zwecke verbrauchte.

**Rn. 3181**

b) Das Tatgeschehen

**Rn. 3182**

In etwa zeitgleich mit der beschriebenen Umfinanzierung gestattete H6 dem

**Rn. 3183**

rechtskräftig Verurteilten Q die Belastung des Grundstücks C10 zwecks

**Rn. 3184**

Finanzierung des Kaufes der Firma S2. Kurze Zeit darauf erhielt Q

**Rn. 3185**

dann jedoch die Nachricht, dass H6 einen Käufer gefunden habe, der bereit sei,

**Rn. 3186**

ca. fünf Millionen DM für das Objekt in C10 zu bezahlen. Diese Neuigkeit setzte

**Rn. 3187**

Q, dem die Verkaufsabsichten des H6 seit längerem bekannt waren,

**Rn. 3188**

erheblich unter Druck, da er die Immobilie dringend als Sicherheit für das

**Rn. 3189**

Kaufpreisdarlehen der J Bank benötigte. Daher schlug er H6 vor, sowohl das

**Rn. 3190**

Grundstück als auch das Immobiliendarlehen bei der J Bank auf eine noch zu

**Rn. 3191**

gründende GbR zu übertragen, die aus ihm, der Angeklagten, dem Geschädigten

**Rn. 3192**

X6 und den Eheleuten H6 bestehen sollte.

**Rn. 3193**

Bei dem Geschädigten X6 handelte es sich um einen Freund des rechtskräftig

**Rn. 3194**

Verurteilten T, den dieser bereits seit seiner Jugend kannte. Beide

**Rn. 3195**

hatten gemeinsam dieselbe Musikschule besucht und sich auch nach der Schulzeit

**Rn. 3196**

nie ganz aus den Augen verloren. X6, der ab 1982 zunächst als Solohornist und

**Rn. 3197**

später als Dirigent der E6 tätig war und über ein

**Rn. 3198**

monatliches Einkommen von über 10.000 DM verfügte, hatte 1993 aus steuerlichen

**Rn. 3199**

Gründen über einen Künstlerkollegen insgesamt vier Eigentumswohnungen

**Rn. 3200**

erworben und in diesem Zusammenhang Darlehen aufgenommen. Die

**Rn. 3201**

Versprechungen seines Kollegen, dass sich die Darlehensraten und Betriebskosten

**Rn. 3202**

der Wohnungen allein aus den Mieteinnahmen tragen würden, stellten sich schnell

**Rn. 3203**

als unwahr heraus und der Kauf entwickelte sich für X6 zu einer nicht

**Rn. 3204**

unerheblichen finanziellen Belastung.

**Rn. 3205**

Anlässlich eines Besuchs bei den Eheleuten T im Herbst 1997 berichtete X6

**Rn. 3206**

von seinen Problemen und jene empfahlen ihm den rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 3207**

Q, obwohl sie von den vorangegangenen Fehlschlägen in Bezug auf die

**Rn. 3208**

diversen Bauvorhaben sowie den daraus folgenden enormen finanziellen Problemen

**Rn. 3209**

wussten. Zum Jahreswechsel 1997 /1998 nahm X6 sodann Kontakt zu Q

**Rn. 3210**

auf und es kam zu mehreren Treffen und Telefongesprächen, die dazu führten, dass

**Rn. 3211**

X6 Vertrauen fasste. Q, der schnell erkannte, dass er X6 aufgrund

**Rn. 3212**

dessen kaufmännischer Unerfahrenheit für seine Zwecke benutzen konnte, schlug

**Rn. 3213**

diesem die Gründung eines Immobilienpools in Form einer GbR vor, der neben den

**Rn. 3214**

vier Eigentumswohnungen seine eigenen Immobilien und die der Eheleute T

**Rn. 3215**

enthalten sollte. Er versprach dem Geschädigten wider besseren Wissens, dass die

**Rn. 3216**

Belastungen hinsichtlich der vier Eigentumswohnungen künftig von der GbR

**Rn. 3217**

getragen würden. Dass all seine Immobiliengeschäfte, die er bis zu diesem Zeitpunkt

**Rn. 3218**

gemeinsam mit dem Ehepaar T getätigt hatte, fehlgeschlagen waren und zu

**Rn. 3219**

einem finanziellen Desaster geführt hatten, verschwieg Q dem Geschädigten

**Rn. 3220**

hingegen, um den gerade geknüpften Geschäftskontakt zu erhalten.

**Rn. 3221**

X6 war froh, jemanden gefunden zu haben, der sich um die Verwaltung seiner

**Rn. 3222**

Eigentumswohnungen kümmern wollte, die ihm längst lästig geworden waren. Er

**Rn. 3223**

übergab Q die notwendigen Unterlagen und glaubte, eine ideale Lösung für

**Rn. 3224**

sein Problem gefunden zu haben, da er in der Folgezeit von allen Schwierigkeiten im

**Rn. 3225**

Zusammenhang mit den Wohnungen ferngehalten wurde.

**Rn. 3226**

Vor diesem Hintergrund war X6 in den nächsten Wochen und Monaten bereit,

**Rn. 3227**

sich an einer Vielzahl von Gesellschaften und Unternehmen zu beteiligen, die ihm

**Rn. 3228**

Q zutrug. Hierzu gehörten u. a. Beteiligungen an den maroden

**Rn. 3229**

Grundstücksgesellschaften M und G2 in T4, die

**Rn. 3230**

Q durch das finanzielle Engagement des Geschädigten X6 erfolglos zu

**Rn. 3231**

retten versuchte.

**Rn. 3232**

Als sich Q angesichts der Verkaufsabsichten des anderweitig Verfolgten

**Rn. 3233**

H6 in Bezug auf die Immobilie C10 nun gezwungen sah, eine Lösung zu

**Rn. 3234**

finden, die ihm den Einsatz des Objektes im Rahmen der Kaufpreisfinanzierung für

**Rn. 3235**

die S2 ermöglichte, kam er auf die Idee, den solventen X6 zu

**Rn. 3236**

involvieren. Anlässlich eines Termins bei dem X6 betreuenden Steuerberater

**Rn. 3237**

N, an dem auch der rechtskräftig Verurteilte I12 teilnahm, informierte

**Rn. 3238**

er den Geschädigten über die beabsichtigte Gründung der Immobiliengesellschaft

**Rn. 3239**

und den Kauf des Grundstücks C10 einschließlich der Übernahme der Finanzierung

**Rn. 3240**

bei der J Bank. Q gerierte sich dabei gegenüber X6 als erfolgreicher und

**Rn. 3241**

solventer Geschäftsmann und verschwieg seine katastrophale finanzielle Lage

**Rn. 3242**

ebenso wie die der übrigen vorgesehenen GbR-Mitglieder. Er spiegelte dem

**Rn. 3243**

Geschädigten vor, es handele sich um ein lukratives Geschäft ohne finanzielles

**Rn. 3244**

Risiko und verschwieg ihm, dass die J Bank durch falsche Angaben in den

**Rn. 3245**

Selbstauskünften der GbR-Mitglieder zur Genehmigung der Schuldübernahme

**Rn. 3246**

gebracht werden sollte, da ein entsprechender Antrag unter Angabe der wahren

**Rn. 3247**

wirtschaftlichen Verhältnisse keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Er verschwieg

**Rn. 3248**

außerdem, dass schon der Anfang August 1998 mit der J Bank geschlossene

**Rn. 3249**

Kreditvertrag auf der Angabe falscher Tatsachen beruht hatte, weshalb die

**Rn. 3250**

naheliegende Gefahr bestand, dass X6 nach der Übernahme der

**Rn. 3251**

Kreditverpflichtungen von der J Bank auf Rückzahlung der gesamten Kreditsumme in

**Rn. 3252**

Anspruch genommen werden würde. Diese Situation konnte jederzeit eintreten, da

**Rn. 3253**

der Darlehensvertrag infolge der Täuschungen mängelbehaftet war und seitens der

**Rn. 3254**

J Bank jederzeit angefochten werden konnte.

**Rn. 3255**

X6, der davon ausging, dass auch dieses Geschäft einen Zusammenhang mit

**Rn. 3256**

dem von Q erwähnten Immobilienpool habe, erklärte sich irrtumsbedingt mit

**Rn. 3257**

dem Vorhaben einverstanden. Im November 1998 wurde daraufhin ein erster

**Rn. 3258**

Gesellschafts-/Übertragungsvertrag geschlossen, den die Beteiligten am 31.12.1998

**Rn. 3259**

aus steuerlichen Gründen noch einmal abändern mussten. Die neu gegründete

**Rn. 3260**

T, Q, X6 Grundstücksgesellschaft "G6" GbR mit Sitz in

**Rn. 3261**

I4 bestand neben den namentlich erwähnten Personen aus den Eheleuten

**Rn. 3262**

H6, die 8% der Gesellschaftsanteile behielten, um zu vermeiden, dass infolge

**Rn. 3263**

der Übertragung der restlichen Gesellschaftsanteile Grunderwerbsteuer entrichtet

**Rn. 3264**

werden musste. Dies war auch der Grund für die Neufassung des

**Rn. 3265**

Gesellschafts-/Übertragungsvertrages am 31. 12. 1998 gewesen, da die erste

**Rn. 3266**

Vereinbarung einen Anteil der Eheleute H6 in Höhe von lediglich 5%

**Rn. 3267**

vorgesehen hatte, was nicht ausgereicht hätte, um die Entstehung der Pflicht zur

**Rn. 3268**

Entrichtung der Grunderwerbsteuer zu verhindern. Die verbleibenden

**Rn. 3269**

Gesellschaftsanteile übernahmen Q zu 32% sowie die Angeklagte und X6

**Rn. 3270**

zu je 30%. In § 20 der Vereinbarung wurde sodann festgelegt, dass kein Kaufpreis

**Rn. 3271**

vereinbart sei. Im Gegenzug verpflichteten sich die neuen Gesellschafter jedoch zur

**Rn. 3272**

Übernahme der Haftung aus dem Darlehensvertrag zwischen der J Bank und den

**Rn. 3273**

Eheleuten H6, und zwar jeweils zu den genannten Anteilen.

**Rn. 3274**

Im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Übertragung der

**Rn. 3275**

Gesellschaftsanteile nahm Q Verhandlungen mit dem bereits erwähnten J Bank Mitarbeiter H7 auf, um die Übernahme des Kreditvertrages zu erreichen.

**Rn. 3276**

Zusammen mit dem rechtskräftig Verurteilten C11 reichte er neben

**Rn. 3277**

Einkommensnachweisen bezüglich des Geschädigten X6 Bonitätsunterlagen

**Rn. 3278**

über seine – Q's - finanziellen Verhältnisse und die der Angeklagten ein, die

**Rn. 3279**

insbesondere in Bezug auf die bereits mehrfach erwähnten Bauvorhaben falsche

**Rn. 3280**

Angaben enthielten. Da die Verantwortlichen der Bank glaubten, sich durch den

**Rn. 3281**

Austausch der Kreditnehmer zumindest nicht zu verschlechtern, boten sie mit

**Rn. 3282**

Schreiben vom 09.02.1999 die Übertragung des Darlehens unter Beibehaltung der

**Rn. 3283**

Konditionen auf die GbR und deren Gesellschafter an. Dieses Angebot akzeptierten

**Rn. 3284**

die GbR-Mitglieder kurze Zeit später, wobei das Einverständnis des Geschädigten

**Rn. 3285**

X6 vor dem Hintergrund der massiven Täuschungen des Q erfolgte.

**Rn. 3286**

Die vertragliche Übernahme der Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag führte

**Rn. 3287**

bei X6 unmittelbar zu einem Vermögensschaden, da dieser nunmehr gegenüber

**Rn. 3288**

der J Bank in voller Höhe auf Rückzahlung des Darlehens haftete. Dem stand kein

**Rn. 3289**

Vermögenszuwachs in entsprechender Höhe gegenüber, weil X6 im Gegenzug

**Rn. 3290**

nur etwa 1/3 der Anteile der Grundstücksgesellschaft erhielt und das

**Rn. 3291**

Gesellschaftsvermögen lediglich aus dem hoch belasteten Grundstück in C10

**Rn. 3292**

bestand.

**Rn. 3293**

Q rechnete von Anfang an damit, dass die wirtschaftliche Lage der GbR-Mitglieder eine Rückzahlung des Darlehens zum vereinbarten Zeitpunkt nicht

**Rn. 3294**

zulassen werde und er wusste, dass X6 nur aufgrund seiner falschen

**Rn. 3295**

Versprechungen bereit war, sich an der Grundstücksgesellschaft zu beteiligen und in

**Rn. 3296**

die Haftungsübernahme einzuwilligen. Ihm war klar, dass der Geschädigte hierzu

**Rn. 3297**

nicht bereit gewesen wäre, wenn er von der Anfechtbarkeit der im August 1998

**Rn. 3298**

geschlossenen Darlehensvereinbarung und dem hohen Risiko der persönlichen

**Rn. 3299**

Inanspruchnahme gewusst hätte. Q hoffte zwar, dass ein regulärer

**Rn. 3300**

Schuldendienst gegenüber der J Bank möglich sein werde; ein Scheitern dieser

**Rn. 3301**

Hoffnung und den entsprechenden finanziellen Verlust des Geschädigten X6

**Rn. 3302**

nahm er jedoch billigend in Kauf, da es ihm darauf ankam, die wirtschaftliche Lage

**Rn. 3303**

der Eheleute H6 im Hinblick auf deren Darlehenshaftung zu verbessern, was er

**Rn. 3304**

dadurch erreichte, dass nunmehr auch der zu diesem Zeitpunkt noch solvente

**Rn. 3305**

X6 gegenüber der J Bank in voller Höhe zur Rückzahlung des Darlehens verpflichtet

**Rn. 3306**

war. Nur auf diese Weise konnte Q erreichen, dass H6 ihm gestattete,

**Rn. 3307**

die Immobilie in C10 im Rahmen der Finanzierung des Kaufpreises für die S2 einzusetzen.

**Rn. 3308**

Kurze Zeit später wurde der wirtschaftliche Vorteil für die Eheleute H6 in Form

**Rn. 3309**

einer Haftungsbegrenzung in Höhe von 400.000 DM manifestiert, mit der sich die

**Rn. 3310**

Verantwortlichen der Bank einverstanden erklärten, weil sie sich aufgrund der

**Rn. 3311**

Mithaftung der übrigen GbR-Mitglieder ausreichend abgesichert glaubten. Vor dem

**Rn. 3312**

Hintergrund der fortwirkenden Täuschungen Q's willigte X6 auch in diese

**Rn. 3313**

Haftungsbeschränkung ein.

**Rn. 3314**

Die Angeklagte war zwar über die Pläne und das Vorgehen des Q nur

**Rn. 3315**

rudimentär informiert. Ihr war aber zumindest klar, dass die aus ihr, Q, den

**Rn. 3316**

Eheleuten H6 und X6 bestehende Gesellschaft ein in C10 liegendes, mit

**Rn. 3317**

Grundpfandrechten belastetes Grundstück erwarb und in diesem Zusammenhang

**Rn. 3318**

kein Kaufpreis zu zahlen, sondern ein bestehender Kredit zu übernehmen war, für

**Rn. 3319**

den sodann auch X6 haftete. Auch hier ließ die Angeklagte dem rechtskräftig

**Rn. 3320**

Verurteilten Q "freie Hand" und erklärte sich gewissermaßen blind mit allem,

**Rn. 3321**

was er tat, einverstanden; dabei nahm sie eine von ihr für möglich gehaltene

**Rn. 3322**

Schädigung des X6 billigend in Kauf.

**Rn. 3323**

Obwohl die Bedingungen der Kreditübernahme eine Eintragung der neuen

**Rn. 3324**

Eigentumsverhältnisse in das Grundbuch verlangten, blieb es zunächst beim

**Rn. 3325**

Status quo, da noch immer keine Einigung mit dem Finanzamt im Hinblick auf die

**Rn. 3326**

Grunderwerbsteuer erreicht werden konnte. Noch vor einer Eintragung der

**Rn. 3327**

GbR-Mitglieder ins Grundbuch übertrugen die Eheleute H6 am 28.03.2000 ihre

**Rn. 3328**

GbR-Anteile auf einen Herrn G5, da sie bestrebt waren, gegenüber der J Bank

**Rn. 3329**

vollständig aus der Haftung entlassen zu werden. Dies führte zwar dazu, dass am

**Rn. 3330**

21.07.2000 G5 statt der Eheleute H6 ins Grundbuch eingetragen wurde;

**Rn. 3331**

eine Haftungsentlassung erreichten H6 jedoch nicht, da die J Bank sich nicht mit

**Rn. 3332**

einer Übertragung des Darlehens auf G5 einverstanden erklärte.

**Rn. 3333**

Schon bald nach der Darlehensübertragung vom 09.02.1999 traten Störungen im

**Rn. 3334**

Schuldendienst auf, die zu einer Kündigung des Kredites durch die J Bank führten. Nach der Zwangsversteigerung der Immobilie, die einen Erlös in Höhe von ca. einer Million DM einbrachte, wurde der Geschädigte X6 - wie von vornherein absehbar – von der J Bank persönlich in die Haftung genommen. Er konnte das Darlehen jedoch

**Rn. 3335**

mangels finanzieller Mittel nicht zurückführen und sah sich gezwungen, den Weg des

**Rn. 3336**

Verbraucherinsolvenzverfahrens zu beschreiten.

**Rn. 3337**

C. Einstellungen und Abtrennungen

**Rn. 3338**

Soweit der Angeklagten mit der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Dortmund vom

**Rn. 3339**

10.09.2002 weitere Betrugstaten zur Last gelegt worden sind (Anklagepunkt 6/ FA

**Rn. 3340**

66, Anklagepunkt 11/ FA 19, Anklagepunkt 19/ FA 1, Anklagepunkt 20/ FA 3,

**Rn. 3341**

Anklagepunkt 21/ FA 4, Anklagepunkt 22/ FA 6, Anklagepunkt 28/ FA 5,

**Rn. 3342**

Anklagepunkt 31 FA 50 FB 1), hat die Kammer das Verfahren in der

**Rn. 3343**

Hauptverhandlung gemäß § 154 Abs. 2 i. V. m. Abs. 1 Nr. 1 StPO eingestellt.

**Rn. 3344**

Hinsichtlich der Vorwürfe aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Frankfurt /

**Rn. 3345**

Oder vom 10.07.2007 - die Kammer hatte das diesbezügliche ursprünglich bei dem

**Rn. 3346**

Landgericht Frankfurt / Oder anhängige Verfahren übernommen und mit dem

**Rn. 3347**

vorliegenden Verfahren verbunden - hat die Kammer das Verfahren in der

**Rn. 3348**

Hauptverhandlung abgetrennt, da die Angeklagte diese Tatvorwürfe bestritten hat

**Rn. 3349**

und somit eine umfangreiche Beweisaufnahme erforderlich gewesen wäre.

**Rn. 3350**

D. Beweiswürdigung

**Rn. 3351**

Die Feststellungen zur Person der Angeklagten und zum Tatgeschehen beruhen auf

**Rn. 3352**

dem Geständnis der Angeklagten, an dessen Glaubhaftigkeit keine Zweifel bestehen,

**Rn. 3353**

dem verlesenen Bundeszentralregisterauszug vom 20.03.2009, den verlesenen bzw.

**Rn. 3354**

im Wege des Selbstleseverfahrens in die Hauptverhandlung eingeführten Urkunden

**Rn. 3355**

sowie auf den Aussagen der Zeugen Q und C18.

**Rn. 3356**

E. Rechtliche Würdigung

**Rn. 3357**

Nach den getroffenen Feststellungen hat sich die Angeklagte wie aus dem Tenor

**Rn. 3358**

ersichtlich strafbar gemacht.

**Rn. 3359**

F. Strafzumessung

**Rn. 3360**

Bei der Strafzumessung hat sich die Kammer von folgenden Erwägungen leiten

**Rn. 3361**

lassen:

**Rn. 3362**

Besonders strafmildernd wirkte sich aus, dass die Angeklagte in der

**Rn. 3363**

Hauptverhandlung ein umfassendes Geständnis abgelegt hat. Durch ihr Geständnis,

**Rn. 3364**

das zur Überzeugung der Kammer von Reue und Einsicht getragen war, hat die

**Rn. 3365**

Angeklagte eine ansonsten durchzuführende sehr umfangreiche Beweisaufnahme

**Rn. 3366**

erheblich abgekürzt und vereinfacht.

**Rn. 3367**

Zu Gunsten der Angeklagten waren auch ihr bis zu der hier festgestellten Tatzeit

**Rn. 3368**

straffreies und von eigener Arbeit geprägtes Leben sowie der Umstand zu gewichten,

**Rn. 3369**

dass die abzuurteilenden Taten nunmehr elf bis dreizehn Jahre zurückliegen und die

**Rn. 3370**

Angeklagte sich seitdem - somit über einen langen Zeitraum - wieder gesetzestreu

**Rn. 3371**

verhalten hat.

**Rn. 3372**

Strafmildernd war zudem die seit Ende 2003 bei der Angeklagten - als Folge ihrer

**Rn. 3373**

Taten - bestehende, von stationären Klinikaufenthalten begleitete psychische

**Rn. 3374**

Erkrankung zu berücksichtigen, welche bis heute fortdauert, ambulant sowie

**Rn. 3375**

medikamentös behandelt werden muss und die Angeklagte erkennbar belastet.

**Rn. 3376**

Strafermäßigend hat die Kammer darüber hinaus bewertet, dass die von der

**Rn. 3377**

Angeklagten begangenen Straftaten darauf zurückzuführen sind, dass sie - die

**Rn. 3378**

Angeklagte - Anfang 1996 aufgrund unglücklicher Umstände, allerdings auch aus

**Rn. 3379**

Geldgier, in extreme finanzielle Schwierigkeiten geraten war, die es für sie zu lösen

**Rn. 3380**

galt. Für die Angeklagte sprach ferner, dass sie im Rahmen des ihr vorzuwerfenden

**Rn. 3381**

mittäterschaftlichen Handelns in allen Fällen, verglichen mit dem Haupttäter

**Rn. 3382**

Q, eine untergeordnete MitläufersteIlung einnahm.

**Rn. 3383**

Erheblich strafmildernd waren des Weiteren die hier feststellbaren

**Rn. 3384**

rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerungen zu berücksichtigen. Diese belaufen

**Rn. 3385**

sich beim Landgericht Dortmund nach Eingang der Anklage am 10.09.2002 bis zur

**Rn. 3386**

Urteilsfindung auf insgesamt drei Jahre und neun Monate. Dabei hat die Kammer – entsprechend der Bekanntgabe in der Hauptverhandlung - als Verzögerungszeiten

**Rn. 3387**

die Zeiträume vom 14.09.2004 (Urteil gegen den früheren Mitangeklagten Q)

**Rn. 3388**

bis zum 06.07.2006 (Anberaumung der zweiten Hauptverhandlung gegen die

**Rn. 3389**

Angeklagte) sowie vom 18.02.2007 (Ablauf von sechs Monaten nach Feststellung

**Rn. 3390**

der erneuten Verhandlungsunfähigkeit am 18.08.2006) bis zum 23.07.2008

**Rn. 3391**

(Anordnung der erneuten Untersuchung der Angeklagten) zugrunde gelegt. In diesen

**Rn. 3392**

Zeiträumen hat es die Kammer aufgrund ihrer Überlastung mit vorrangig zu

**Rn. 3393**

bearbeitenden Strafsachen unterlassen, die Verhandlungsfähigkeit der Angeklagten

**Rn. 3394**

überprüfen zu lassen, obwohl der psychiatrische Sachverständige sowohl im

**Rn. 3395**

Rahmen der ersten Hauptverhandlung im Jahre 2004 als auch bei der zweiten

**Rn. 3396**

Hauptverhandlung im Jahre 2006 eine Neubegutachtung jeweils nach sechs

**Rn. 3397**

Monaten als sinnvoll bezeichnet hatte.

**Rn. 3398**

Darüber hinaus war die Zeit vom 17.09.2008 (Eingang des Gutachtens zur

**Rn. 3399**

Verhandlungsfähigkeit) bis zum 10.03.2009 (Neuterminierung), in der ebenfalls eine

**Rn. 3400**

Förderung des Verfahrens nicht möglich war, als rechtsstaatswidrige

**Rn. 3401**

Verfahrensverzögerung einzubeziehen.

**Rn. 3402**

Diese erheblichen Verfahrensverzögerungen sind ausschließlich der

**Rn. 3403**

Justizverwaltung zuzurechnen; es handelt sich um einen sehr langen Zeitraum,

**Rn. 3404**

während dessen die Angeklagte bei bereits bestehender psychischer Erkrankung

**Rn. 3405**

zusätzlich dem psychischen Druck des gegen sie geführten Strafverfahrens

**Rn. 3406**

ausgesetzt war.

**Rn. 3407**

Für die Angeklagte sprach ferner, dass als Schadenswiedergutmachung an die

**Rn. 3408**

Geschädigte X 399.000 DM sowie 85.000 Euro, an die Geschädigten S und

**Rn. 3409**

X4 2.800.000 DM und an die J Bank 180.000 Euro - bezüglich letztgenannter

**Rn. 3410**

Zahlung hat die Kammer zugunsten der Angeklagten auch eine Haftungsbefreiung

**Rn. 3411**

des Geschädigten X6 angenommenen - geleistet wurden.

**Rn. 3412**

Hinzu kommt, dass die Angeklagte weiterhin erheblichen Regressforderungen der

**Rn. 3413**

Geschädigten ausgesetzt ist, die sie in ihrer zukünftigen Lebensführung wirtschaftlich

**Rn. 3414**

einschränken werden.

**Rn. 3415**

Strafermäßigend war zudem zu gewichten, dass in den Fällen C8 Bank und J Bank

**Rn. 3416**

die mangelnde Bonitätsprüfung seitens der Banken die Begehung der Taten

**Rn. 3417**

erheblich vereinfacht und damit gefördert hat. Bei dem Betrug zum Nachteil der J Bank

**Rn. 3418**

ist der eingetretene Schaden dadurch erheblich vergrößert worden, dass die

**Rn. 3419**

Mitarbeiter der Bank auf einer über den Kreditwunsch der Angeklagten und ihrer

**Rn. 3420**

Mittäter um 1,5 Millionen DM hinausgehenden Mindestkreditsumme bestanden.

**Rn. 3421**

Strafmildernd war schließlich zu berücksichtigen, dass die Angeklagte als

**Rn. 3422**

Erstverbüßerin und wegen ihrer psychischen Erkrankung besonders strafempfänglich

**Rn. 3423**

sowie haftempfindlich ist und diese Empfindsamkeit aufgrund der bei Verbüßung

**Rn. 3424**

einer Freiheitsstrafe zu erwartenden Trennung von ihrem heute zwölfjährigen Sohn

**Rn. 3425**

zusätzlich verstärkt wird.

**Rn. 3426**

Strafschärfend fiel bei allen Taten der lange Tatzeitraum und die Höhe des jeweils

**Rn. 3427**

entstandenen Schadens ins Gewicht, wenngleich der Angeklagten insoweit zugute

**Rn. 3428**

zu halten war, dass sie das Ausmaß der von ihr mitverursachten Vermögensschäden

**Rn. 3429**

aufgrund der Kompliziertheit der von dem gesondert Verurteilten Q gelenkten

**Rn. 3430**

und beherrschten Gesamtvorgänge nicht im Detail überblicken konnte und daher im

**Rn. 3431**

Hinblick auf die eingetretenen Vermögensschäden lediglich mit Eventualvorsatz

**Rn. 3432**

handelte.

**Rn. 3433**

Gegen die Angeklagte sprach speziell im Fall X6, dass sie das von diesem ihr

**Rn. 3434**

und ihrem Ehemann entgegengebrachte Vertrauen, das auf dem kollegialen

**Rn. 3435**

Verhältnis zu T beruhte, ausgenutzt und den Geschädigten durch die

**Rn. 3436**

von ihr zusammen mit Q begangene Straftat an den Rand des

**Rn. 3437**

wirtschaftlichen Ruins getrieben hat, so dass er den Weg des

**Rn. 3438**

Verbraucherinsolvenzverfahrens beschreiten musste.

**Rn. 3439**

Auch der Fall X ist durch einen besonderen Vertrauensbruch und die für die

**Rn. 3440**

geschädigte Familie schwerwiegenden Folgen - den Verlust sämtlicher Grundstücke

**Rn. 3441**

in einer bereits schwierigen finanziellen Situation- gekennzeichnet. Allerdings darf

**Rn. 3442**

dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass sich die Angeklagte, die zur

**Rn. 3443**

damaligen Zeit aufgrund ihrer Schwangerschaft unter gesundheitlichen Problemen

**Rn. 3444**

litt, weitgehend im Hintergrund hielt und das diesbezügliche Tatgeschehen von den

**Rn. 3445**

rechtskräftig Verurteilten Q und T bestimmt wurde.

**Rn. 3446**

Gegen die Angeklagte sprach schließlich, dass die von ihr zusammen mit ihren

**Rn. 3447**

Mittätern begangenen Taten von einer gesteigerten Geldgier gekennzeichnet waren.

**Rn. 3448**

Unter Berücksichtigung aller für und gegen die Angeklagte sprechenden Umstände

**Rn. 3449**

und unter Zugrundelegung des Strafrahmens des § 263 Abs. 1 StGB in der jeweils

**Rn. 3450**

zur Tatzeit geltenden Fassung - ein besonders schwerer Fall lag nach

**Rn. 3451**

Gesamtwürdigung aller Zumessungsgesichtspunkte, insbesondere des erheblichen

**Rn. 3452**

Zeitablaufs, bei keiner Einzeltat vor - hat die Kammer folgende Einzelstrafen für

**Rn. 3453**

schuldangemessen erachtet:

**Rn. 3454**

Tat 1. (X): 1 Jahr und 9 Monate,

**Rn. 3455**

Tat 2. (C8 Bank): 10 Monate,

**Rn. 3456**

Tat 3. (S und X4): 1 Jahr,

**Rn. 3457**

Tat 4. (J Bank): 10 Monate,

**Rn. 3458**

Tat 5. (X6): 1 Jahr und 9 Monate Freiheitsstrafe.

**Rn. 3459**

Aus vorgenannten Einzelstrafen hatte die Kammer unter zusammenfassender

**Rn. 3460**

Würdigung der Person der Angeklagten und ihrer einzelnen Straftaten eine

**Rn. 3461**

Gesamtfreiheitsstrafe zu bilden.

**Rn. 3462**

Dabei hat die Kammer vor allem die hohe Strafempfänglichkeit und

**Rn. 3463**

Haftempfindlichkeit der bisher unbestraften Angeklagten und ihre - auch

**Rn. 3464**

krankheitsbedingte - hohe psychische Belastung durch das Strafverfahren einerseits

**Rn. 3465**

strafmildernd, die Gesamthöhe des von ihr mitverursachten Vermögensschadens

**Rn. 3466**

andererseits strafschärfend berücksichtigt.

**Rn. 3467**

Unter Berücksichtigung insbesondere der vorgenannten Gesichtspunkte und unter

**Rn. 3468**

angemessener Erhöhung der verhängten höchsten Einzelstrafe von einem Jahr und

**Rn. 3469**

neun Monaten hat die Kammer eine Gesamtfreiheitsstrafe von

**Rn. 3470**

drei Jahren und drei Monaten

**Rn. 3471**

als allen Strafzwecken gerecht werdend bestimmt.

**Rn. 3472**

Der Abschluss des Strafverfahrens ist hier allerdings - wie oben bereits ausgeführt rechtsstaatswidrig derart verzögert worden, dass die diesbezügliche im Rahmen der

**Rn. 3473**

Strafmilderungsgründe erfolgte ausdrückliche Feststellung zur Kompensation nicht

**Rn. 3474**

genügte, sondern es einer darüber hinausgehenden Entschädigung der Angeklagten

**Rn. 3475**

für ihre mit der überlangen Verfahrensdauer verbundene hohe psychische Belastung

**Rn. 3476**

bedurfte.

**Rn. 3477**

Den Verstoß gegen Art. 6 Abs. 1 MRK hat die Kammer im Wege der vom

**Rn. 3478**

Bundesgerichtshof entwickelten "Vollstreckungslösung" kompensiert, indem sie in der Urteilsformel ausgesprochen hat, dass zur Entschädigung für die überlange

**Rn. 3479**

Verfahrensdauer ein Jahr und vier Monate der gegen die Angeklagte verhängten

**Rn. 3480**

Gesamtfreiheitsstrafe als vollstreckt gelten.

**Rn. 3481**

Aus Sicht der Kammer bestehen keine Bedenken, bereits nach Verbüßung der Hälfte

**Rn. 3482**

der danach noch zu vollstreckenden Strafe die Vollstreckung des Restes zur

**Rn. 3483**

Bewährung auszusetzen.

**Rn. 3484**

G. Kosten

**Rn. 3485**

Die Kostenentscheidung beruht auf den §§ 465 Abs. 1, 467 Abs. 1 und Abs. 4 StPO.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 11.05.2009 – 43 KLs 6/06, ECLI:DE:LGDO:2009:0511.43KLS6.06.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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