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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 19.08.2005 – 17 S 59/05

ECLI:DE:LGDO:2005:0819.17S59.05.00

## Tenor

Die Berufung der Klägerin gegen das am 15.02.2005 verkündete

Urteil des Amtsgerichts Dortmund (125 C 12625/04) wird auf ihre

Kosten zurückgewiesen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Der Klägerin wird nachgelassen, die Zwangsvollstreckung durch Si-

cherheitsleistung in Höhe von 120 % des jeweils beizutreibenden

Betrages abzuwenden, wenn nicht die Beklagten zuvor Sicherheit

in entsprechender Höhe geleistet haben.

**Rn. 1**

G r ü n d e :

**Rn. 2**

Die Beklagten sind Mieter einer 59,67 qm großen Wohnung in einem vier-

**Rn. 3**

geschossigen Haus, das die LEG im Jahr 1962/1963 im Stadtbezirk I

**Rn. 4**

Stadtteil X in der H-straße 17 errichtet hatte. Es handelt

**Rn. 5**

sich um einen ehemals öffentlich geförderten Wohnungsbau. In unmittel-

**Rn. 6**

barer Nachbarschaft stehen weitere ähnliche Häuser. Die Wohnung der

**Rn. 7**

Beklagten selbst besteht aus drei Zimmern sowie Küche, Diele und Bad

**Rn. 8**

und verfügt über eine Zentralheizung sowie einen (sehr) kleinen Balkon,

**Rn. 9**

deren Ausrichtung zwischen den Parteien streitig ist. Die Wohnung ist mit

**Rn. 10**

Fenstern mit Aluminiumrahmen ausgestattet. In der Wohnung wurden -

**Rn. 11**

von den Fenstern abgesehen - seit der Errichtung keine weiteren Moder-

**Rn. 12**

nisierungsarbeiten durchgeführt. Zwischenzeitlich wurden die Wohnungen

**Rn. 13**

in Sondereigentum umgewandelt und an diverse Erwerber veräußert.

**Rn. 14**

Verwalterin der Wohnungen ist die E Gesellschaft mbH.

**Rn. 15**

Die seit mehr als 15 Monaten unveränderte Miete betrug zuletzt 244,04 €

**Rn. 16**

netto kalt (= 4,09 €/qm). Mit Schreiben vom 26.05.2004 verlangte die Ver-

**Rn. 17**

walterin der Eigentumswohnungen unter Vorlage einer Vollmacht der Klä-

**Rn. 18**

gerin die Zustimmung der Beklagten zu einer monatlichen Nettokaltmiete

**Rn. 19**

in Höhe von 292,38 € (=4,90 €/qm). In der Begründung des Mieterhö-

**Rn. 20**

hungsverlangens wird Bezug genommen auf 9 ebenfalls in der H-straße

**Rn. 21**

gelegene Vergleichswohnungen, in denen die Nettokaltmie-

**Rn. 22**

te mindestens 6,- €/qm betrage, so dass die zu zahlende Nettokaltmiete

**Rn. 23**

unter Beachtung der Kappungsgrenze von 20% auf 4,90 €/qm erhöht

**Rn. 24**

werden könne. Ferner wurde in dem Erhöhungsverlangen auf den qualifi-

**Rn. 25**

zierten Mietspiegel der Stadt Dortmund vom 01.09.2002 hingewiesen, wo-

**Rn. 26**

nach die Wohnung in die Baualters- und Modernisierungsklasse 1950-

**Rn. 27**

1969 der Ausstattungsklasse 2 zuzuordnen sei, sodass sich eine im Miet-

**Rn. 28**

spiegel angegebene Spanne von 3,85 € bis 4,85 € pro qm zuzüglich eines

**Rn. 29**

Zuschlags in Höhe von 0,05 €/qm aufgrund der vorhandenen Grün- und

**Rn. 30**

Waldflächen ergebe. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf das Miet-

**Rn. 31**

erhöhungsverlangen vom 26.05.2Ö04 Bezug genommen (Bl. 8 ff. d.A.).

**Rn. 32**

Die Beklagten erklärten ihre Zustimmung zu einer Erhöhung der monatlich

**Rn. 33**

zu zahlenden Nettokaltmiete bis zu 250,02 € (= 4,19 €/qm) Die Klägerin

**Rn. 34**

hat ihre am 29.10.2004 erhobene Klage auf Zustimmung zur Mieterhö-

**Rn. 35**

hung zunächst ohne Angabe einer ladungsfähigen Anschrift erhoben. Mit

**Rn. 36**

bei Gericht am 07.01.2005 eingegangenem Schriftsatz teilte sie ihre la-

**Rn. 37**

dungsfähige Anschrift mit.

**Rn. 38**

Die Klägerin hat behauptet, die ortsübliche Vergleichsmiete betrage min-

**Rn. 39**

destens 4,90 €/qm.. Als den Wohnwert erhöhend sei die Lage im Stadtteil

**Rn. 40**

X anzusehen, der sehr beliebt sei. Dies zeige sich auch darin,

**Rn. 41**

dass es in dieser Wohnanlage keinen Leerstand gebe. Es handele sich

**Rn. 42**

um eine ruhige zentrale Lage. Die Häuser seien in gelockerter Bauweise

**Rn. 43**

angeordnet. Bei dem Blick vom Balkon, der nach Süden ausgerichtet sei,

**Rn. 44**

habe man den Eindruck, als wohne man "auf dem Land". Der Sachver-

**Rn. 45**

ständige E2 habe außerhalb eines Prozesses die ortsübliche Ver-

**Rn. 46**

gleichsmiete mit 5,11 €/qm ermittelt. Eine Expertise der I2 aus Dezem-

**Rn. 47**

ber 2001 bezeichne X als gute Lage und weise Mieten von

**Rn. 48**

5 ,- € bis 7,- € aus.

**Rn. 49**

Die Klägerin hat beantragt,

**Rn. 50**

die Beklagten zu verurteilen einer Erhöhung der Nettomiete für die

**Rn. 51**

Wohnung H-str. 17 über die bereits erteilte Zustimmung hin-

**Rn. 52**

aus auf 292,38 € mit Wirkung ab 01.08.2004 zuzustimmen.

**Rn. 53**

Die Beklagten haben beantragt,

**Rn. 54**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 55**

Sie haben behauptet, dass die genannten Vergleichswohnung nicht

**Rn. 56**

vergleichbar seien, da es sich um sanierte Wohnungen handele, bei de-

**Rn. 57**

nen u.a. eine Badsanierung stattgefunden habe. An der von ihnen gemie-

**Rn. 58**

teten Wohnung seien aber mit Ausnahme der von ihnen selbst durchge-

**Rn. 59**

führten Arbeiten keine Wertverbesserungen durchgeführt worden. Nur die

**Rn. 60**

Fenster mit Holzrahmen seien in den 70er-Jahren durch Fenster mit Alu-

**Rn. 61**

miniumrahmen ausgetauscht worden. Die Beklagten haben die Ansicht

**Rn. 62**

vertreten, dass die Wohnung im Hinblick auf die Küche nicht in die Aus-

**Rn. 63**

stattungsklasse 2 einzuordnen sei, da die Warmwasseraufbereitung in der

**Rn. 64**

Küche über ein 5 Liter-Kochendwassergerät (Boiler) erfolge. Im Übrigen

**Rn. 65**

haben sich die Beklagten auf den schlechten Zustand der Wohnung beru-

**Rn. 66**

fen. Sie haben deshalb die Auffassung vertreten, dass allenfalls der Mit-

**Rn. 67**

telwert des Dortmunder Mietspiegels zu zahlen sei. Die Beklagten haben

**Rn. 68**

ferner bestritten, dass der Balkon nach Süden ausgerichtet sei.

**Rn. 69**

Das Amtsgericht Dortmund hat die Beklagten unter Abweisung der Klage

**Rn. 70**

im Übrigen mit Urteil vom 15.02.2005 verurteilt, der Erhöhung der Netto-

**Rn. 71**

miete für die in der H-str. 17 in E im

**Rn. 72**

1. Obergeschoss rechts gelegene Wohnung über die bereits erteilte Zu-

**Rn. 73**

stimmung zu einer Nettokaltmiete von 250,02 € (zuzüglich Betriebskos-

**Rn. 74**

tenvorauszahlungen) hinaus auf 259,56 € (= 4,35 €/qm) mit Wirkung vom

**Rn. 75**

01.08.2004 zuzustimmen. Das Amtsgericht hat dabei unter Zugrundele-

**Rn. 76**

gung des qualifizierten Mietspiegels der Stadt Dortmund die ortsübliche

**Rn. 77**

Vergleichsmiete für die in Rede stehende Wohnung selbst - ohne Einho-

**Rn. 78**

lung eines Sachverständigengutachtens - ausgehend von dem Median

**Rn. 79**

der entsprechenden Mietspiegelspanne auf 4,35 €/qm geschätzt. Wegen

**Rn. 80**

der Begründung im Einzelnen wird auf die angefochtene Entscheidung

**Rn. 81**

Bezug genommen (Bl. 104 ff. d.A.).

**Rn. 82**

Gegen diese Entscheidung wendet sich die Klägerin mit Ihrer rechtzeitig

**Rn. 83**

eingelegten und begründeten Berufung. Sie macht geltend, dass die ange-

**Rn. 84**

fochtene Entscheidung rechtsfehlerhaft sei und gegen §§ 558a Abs. 2,

**Rn. 85**

558a Abs. 4, 558d BGB verstoße. Das Amtsgericht habe dem Mittelwert

**Rn. 86**

(Median) des qualifizierten Mietspiegels der Stadt Dortmund eine Vermu-

**Rn. 87**

tungswirkung beigemessen, die diesem Wert nach den genannten Vor-

**Rn. 88**

schriften nicht zukomme. Aus § 558a Abs. 4 BGB lasse sich eine zwin-

**Rn. 89**

gende Annahme des Mittelwertes als ortsübliche Vergleichsmiete nicht

**Rn. 90**

ableiten. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass grundsätzlich

**Rn. 91**

nicht der Mietspiegel entscheidend sei, sondern die ortübliche Ver-

**Rn. 92**

gleichsmiete. Insofern hätte das Amtsgericht den vorgebrachten Angaben

**Rn. 93**

zu den Vergleichswohnungen, die sich vor Ort und in derselben Wohnan-

**Rn. 94**

lage befänden, weitaus mehr Bedeutung zumessen müssen. Diese aktuel-

**Rn. 95**

le Entwicklung müsse einer rückgewandten Betrachtung, wie sie sich aus

**Rn. 96**

dem Mietspiegel ergebe, vorgehen.

**Rn. 97**

Zwar stelle das Amtsgericht in den Urteilsgründen zu Recht fest, dass ei-

**Rn. 98**

nem in dem Mietspiegel angegebenen Mittelwert unter dem Gesichtspunkt

**Rn. 99**

der Vermutungswirkung keine besondere Bedeutung beikomme, lasse

**Rn. 100**

dem Median dann aber doch diese Vermutungswirkung zukommen, wenn

**Rn. 101**

es ausführe, es sei vom Mittelwert auszugehen. Das Amtsgericht habe zu

**Rn. 102**

der eigentlich gebotenen normativen Einordnung innerhalb der Spanne

**Rn. 103**

des qualifizierten Mietspiegels lediglich ausgeführt, dass hierzu keine wei-

**Rn. 104**

teren Angaben vorlägen. Wenn das Amtsgericht dem Mittelwert des Miet-

**Rn. 105**

spiegelfeldes eine ihm nicht zukommende besondere Bedeutung zuweise,

**Rn. 106**

ignoriere es, dass auch ein qualifizierter Mietspiegel ausschließlich Rah-

**Rn. 107**

mengrößen mit Streubreiten der üblichen Entgelte liefere.

**Rn. 108**

Auch begründe die Tatsachenfeststellung durch das Amtsgericht Dort-

**Rn. 109**

mund erhebliche Bedenken gegen die Vollständigkeit und Richtigkeit der

**Rn. 110**

erhobenen Tatsachen. Das Amtsgericht habe ohne nähere Auseinander-

**Rn. 111**

setzung mit dem Sachverständigengutachten E2 diesem Gutachten

**Rn. 112**

die Aussagekraft abgesprochen und sei dem von ihr angebotenen Bewei-

**Rn. 113**

sen - Einholung eines Sachverständigengutachtens - nicht nachgegan-

**Rn. 114**

gen. Entscheidend sei nicht der Mietspiegel, sondern die ortübliche Ver-

**Rn. 115**

gleichsmiete. Dies müsse insbesondere gelten, wenn der qualifizierte

**Rn. 116**

Mietspiegel nur einen kleinen Teilmarkt abdecke. Wollte man der Ansicht

**Rn. 117**

des Amtsgerichts folgen, dass ein Sachverständigengutachten bei Vorlie-

**Rn. 118**

gen eines qualifizierten Mietspiegels nahezu ohne Bedeutung sei, würde

**Rn. 119**

die gesetzliche Intention des § 558a Abs. 2 Nr. 3 BGB konterkariert, der

**Rn. 120**

gerade vorsehe, dass der Vermieter trotz Vorliegens eines qualifizierten

**Rn. 121**

Mietspiegels sein Mieterhöhungsverlangen auf ein Sachverständigengut-

**Rn. 122**

achten stützen könne. Aufgrund der unterbliebenen Einholung eines

**Rn. 123**

Sachverständigengutachtens sei die Tatsachenermittlung unvollständig.

**Rn. 124**

Die Klägerin beantragt,

**Rn. 125**

die angefochtene Entscheidung abzuändern und die Beklagten zu

**Rn. 126**

verurteilen, einer Erhöhung der Nettomiete für die Wohnung H-straße 17, 1.Obergeschoss rechts auf 292,38 €

**Rn. 127**

[= 4,90 €/qm] mit Wirkung ab dem 01.08.2004 zuzustimmen,

**Rn. 128**

hilfsweise, die angefochtene Entscheidung aufzuheben und die Sa-

**Rn. 129**

che zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Amtsge-

**Rn. 130**

richt zurückzuverweisen.

**Rn. 131**

Die Beklagten beantragen,

**Rn. 132**

die Berufung zurückzuweisen.

**Rn. 133**

Sie verteidigen die angefochtene Entscheidung und behaupten, die ge-

**Rn. 134**

nannten Vergleichswohnungen und die Wohnung in dem Gutachten des

**Rn. 135**

Sachverständigen E2 seien mit ihrer nicht vergleichbar. Denn die

**Rn. 136**

Wohnung in dem Gutachten des Sachverständigen E2 sei im Bad

**Rn. 137**

vollständig modernisiert worden. Teilweise seien auch die Elektroinstalla-

**Rn. 138**

tionen modernisiert gewesen. Werterhöhend hätten sich nach dem Gut-

**Rn. 139**

achten auch die nachträglich eingebauten Fenster mit Kunststoffrahmen

**Rn. 140**

ausgewirkt. Darüber hinaus verfüge ihre Wohnung in der Küche lediglich

**Rn. 141**

über ein 5-Liter-Kochendwassergerät zur Warmwasserversorgung. Auch

**Rn. 142**

der vom Amtsgericht angesetzte Grünwertvorteil von 5 Cent pro Quadrat-

**Rn. 143**

meter sei bedenklich. Darüber hinaus sei die Straße verkehrsmäßig auch

**Rn. 144**

stark als Umgehungsstraße belastet. Hinzu komme, dass es abends zu

**Rn. 145**

erheblichem Verkehrslärm komme, da sich das Gebiet in der Einflug-

**Rn. 146**

schneise des Flughafens E befinde.

**Rn. 147**

II.

**Rn. 148**

Die Berufung ist zulässig, aber unbegründet

**Rn. 149**

1.

**Rn. 150**

Die Klägerin ist insbesondere in Höhe der Berufungssumme beschwert.

**Rn. 151**

Die Beschwer in Verfahren auf Zustimmung zu Mieterhöhungsverlangen

**Rn. 152**

bestimmt sich - für Vermieter und Mieter gleichermaßen - entsprechend

**Rn. 153**

§9 ZPO (LG Dortmund, ZMR 2002, 918: Börstinghaus in

**Rn. 154**

Schmidt/Futterer, MietR, 8. Auflage, §558b Rdn. 154 m.w.N.). Dement-

**Rn. 155**

sprechend ist die Klägerin hier in Höhe von 1.378,44 € (42 Monate x

**Rn. 156**

32,82 €/Monat) beschwert.

**Rn. 157**

2.

**Rn. 158**

In der Sache hat die Berufung jedoch keinen Erfolg, da die angefochtene

**Rn. 159**

Entscheidung jedenfalls nicht auf einer Rechtsverletzung zum Nachteil der

**Rn. 160**

Klägerin beruht.

**Rn. 161**

a)

**Rn. 162**

Der Umstand, dass die Klägerin ihre ladungsfähige Anschrift zunächst

**Rn. 163**

nicht angegeben und die Angabe erst im laufenden Verfahren erster In-

**Rn. 164**

stanz nachgeholt hat, führt nicht zur Unzulässigkeit der Klage, da es für

**Rn. 165**

die Beurteilung der Zulässigkeit der Klage auf den Schluss der mündlichen

**Rn. 166**

Verhandlung ankommt. Die Klage auf Zustimmung zum Mieterhöhungs-

**Rn. 167**

verlangen ist auch rechtzeitig gem. §558b Abs. 2 S. 3 BGB. Nach dieser

**Rn. 168**

Vorschrift muss die Klage auf Zustimmung zum Mieterhöhungsverlangen

**Rn. 169**

innerhalb von drei weiteren Monaten nach Ablauf der Überlegungsfrist er-

**Rn. 170**

hoben werden, wobei die Klagefrist nur bei einer Klage durch den richtigen

**Rn. 171**

Vermieter unterbrochen wird (Börstinghaus in Schmidt/Futterer, MietR,

**Rn. 172**

8. Auflage, § 558b Rdn. 85). Auch wenn die Klageerhebung gem. § 261

**Rn. 173**

ZPO eigentlich die Zustellung der Klage voraussetzt, gilt auch hier §167

**Rn. 174**

ZPO (Börstinghaus in Schmidt/Futterer, MietR, 8. Auflage, § 558b

**Rn. 175**

Rdn. 86), wonach die Wirkung der Klagezustellung bereits mit Klageein-

**Rn. 176**

reichung bei Gericht eintritt, wenn die Zustellung "demnächst" erfolgt. Da

**Rn. 177**

die Klägerin mit der am 29.10.2004 anhängig gemachten Zustimmungs-

**Rn. 178**

klage alles unternommen hatte, damit diese zeitnah ordnungsgemäß zu-

**Rn. 179**

gestellt werden konnte, ist die am 31.10.2004 endende Frist zur Klage

**Rn. 180**

gewahrt.

**Rn. 181**

b)

**Rn. 182**

Das Mieterhöhungsverlangen der Klägerin gem. § 558 BGB ist jedenfalls

**Rn. 183**

über den vom Amtsgericht bereits zuerkannten Betrag von 4,35 € pro

**Rn. 184**

Quadratmeter Wohnfläche nicht begründet.

**Rn. 185**

aa)

**Rn. 186**

An der Wirksamkeit des Erhöhungsverlangens bestehen insbesondere

**Rn. 187**

wegen der Begründung des Erhöhungsverlangens (auch) unter Bezug-

**Rn. 188**

nahme auf den - qualifizierten - Mietspiegel der Stadt Dortmund vom

**Rn. 189**

01.09.2002 (§ 558a Abs. 3 BGB) in formeller Hinsicht keine Bedenken,

**Rn. 190**

§ 558a BGB.

**Rn. 191**

bb)

**Rn. 192**

Entgegen der Ansicht der Klägerin hat das Berufungsgericht die ortsübli-

**Rn. 193**

che Vergleichsmiete nicht verfahrensfehlerhaft festgestellt.

**Rn. 194**

Ist ein formell wirksames Mieterhöhungsverlangen gegeben, so ist an-

**Rn. 195**

schließend materiell-rechtlich zu überprüfen, ob die konkret von dem Ver-

**Rn. 196**

mieter geltend gemachte Mieterhöhung tatsächlich berechtigt ist (BGH

**Rn. 197**

NJW 2005,2074).

**Rn. 198**

Gem. § 558 Abs. 1 S. 1 BGB kann der Vermieter die Zustimmung zu einer

**Rn. 199**

Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn

**Rn. 200**

die Miete zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit

**Rn. 201**

15 Monaten unverändert ist. Letzteres ist vorliegend unstreitig.

**Rn. 202**

Nach Abs. 2 dieser Vorschrift wird die ortsübliche Vergleichsmiete gebildet

**Rn. 203**

aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichba-

**Rn. 204**

ren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Be-

**Rn. 205**

schaffenheit und Lage in den letzten 4 Jahren vereinbart oder geändert

**Rn. 206**

worden sind. Das Amtsgericht hat diese ortsübliche Vergleichsmiete fest-

**Rn. 207**

zustellen und die Wohnung dann innerhalb der Spanne einzuordnen (BGH

**Rn. 208**

NJW 2005, 2074 m.w.N.).

**Rn. 209**

Soweit es um die Feststellung der ortsüblichen Vergleichsmiete geht, sind

**Rn. 210**

die mindestens drei Wohnungen, die der Vermieter im Mieterhöhungsver-

**Rn. 211**

langen angegeben hat, kein Beweismittel (Börstinghaus in

**Rn. 212**

Schmidt/Futterer, MietR, 8. Auflage, § 558a Rdn .151). Es muss insoweit

**Rn. 213**

klar unterschieden werden zwischen der Begründung des Mieterhöhungs-

**Rn. 214**

verlangens und der Feststellung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Letzte-

**Rn. 215**

re muss das Gericht unter Ausschöpfung aller zivilprozessual zulässigen

**Rn. 216**

Beweismittel ermitteln. Eine Beschränkung auf die vom Vermieter im Er-

**Rn. 217**

höhungsverlangen genannten Begründungsmittel findet nicht statt

**Rn. 218**

(Börstinghaus in Schmidt/Futterer, MietR, 8. Auflage, § 558a Rdn. 151

**Rn. 219**

m.w.N.; § 558b Rdn. 98). Es ist auch dogmatisch unrichtig, die für die

**Rn. 220**

Vergleichswohnungen gezahlten Mieten mit dem Begriff der ortsüblichen

**Rn. 221**

Vergleichsmiete gleichzusetzen (Börstinghaus in Schmidt/Futterer, MietR,

**Rn. 222**

8. Auflage, § 558a Rdn. 151). ). Daran ändert nach Ansicht der Kammer

**Rn. 223**

auch der Umstand nichts, dass sich die von der Klägerin genannten

**Rn. 224**

9 Vergleichswohnung allesamt in der gleichen Straße befinden wie die

**Rn. 225**

streitgegenständliche Wohnung. Die Feststellung der ortsüblichen Ver-

**Rn. 226**

gleichsmiete ist vor allem eine empirische Tatsachenfeststellung

**Rn. 227**

(Börstinghaus in Schmidt/Futterer. MietR, 8. Auflage, § 558a Rdn. 151).

**Rn. 228**

Mit den ortsüblichen Entgelten hebt das Gesetz nicht auf einen punktuel-

**Rn. 229**

len Wert innerhalb des Mietenspektrums ab, sondern auf eine durch die

**Rn. 230**

Streubreite der üblichen Mietentgelte bestimmte Rahmengröße. Dieser

**Rn. 231**

Rahmen gruppiert sich um einen bestimmten Mittelwert (Börstinghaus in

**Rn. 232**

Schmidt/Futterer, MietR. 8. Auflage, § 558 Rdn. 53).

**Rn. 233**

Das Amtsgericht ist zu Recht zunächst davon ausgegangen, dass

**Rn. 234**

hinsichtlich der Spannenwerte des Dortmunder Mietspiegels vom

**Rn. 235**

01.09.2002 gem. §558d Abs. 3 BGB die Vermutungswirkung des

**Rn. 236**

§ 292 ZPO eingreift. Gem. § 558d Abs. 3 BGB wird - widerlegbar -

**Rn. 237**

vermutet, dass die in einem qualifizierten Mietspiegel enthaltenen Entgelte

**Rn. 238**

die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben, wenn die Vorschrift des Ab-

**Rn. 239**

satzes 2 eingehalten ist.

**Rn. 240**

Zwischen den Parteien war es in erster Instanz unstreitig, dass es sich bei

**Rn. 241**

dem Dortmunder Mietspiegel vom 01.09.2002 um einen qualifizierten

**Rn. 242**

Mietspiegel handelt, der den Anforderungen des § 558d Abs. 2 BGB ge-

**Rn. 243**

nügt. Soweit die Klägerin mit der Berufung offensichtlich in Zweifel zieht,

**Rn. 244**

dass die Erstellung des Dortmunder Mietspiegels nach anerkannten

**Rn. 245**

wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgt ist, ist dies gem. § 531 Abs. 2

**Rn. 246**

ZPO nicht mehr zu berücksichtigen, im Übrigen auch nicht hinreichend

**Rn. 247**

substantiiert vorgetragen.

**Rn. 248**

Das Amtsgericht hat die in Rede stehende Wohnung zu Recht in die

**Rn. 249**

Baualters- und Modernisierungsklasse 3 (1950-1969) und in die

**Rn. 250**

Ausstattungsklasse 2 eingeordnet. Das Gebäude, in dem die Wohnung

**Rn. 251**

liegt, wurde unstreitig im Jahr 1962/1963 errichtet. Für Wohnungen, die

**Rn. 252**

bis zum 31.12.1969 errichtet worden sind, sieht der Dortmunder Miet-

**Rn. 253**

spiegel für bestimmte, nachträglich vom Vermieter vorgenommene, nä-

**Rn. 254**

her bezeichnete Modernisierungsmaßnahmen die Vergabe von Punkten

**Rn. 255**

vor, wonach bei Erreichen einer (Mindest-)Punktzahl von 19 Punkten die

**Rn. 256**

Einordnung in die Baualtersklasse 4 (1950-1969 modernisiert) erfolgen

**Rn. 257**

kann. In der Wohnung der Beklagten sind jedoch keine Modernisie-

**Rn. 258**

rungsmaßnahmen durchgeführt worden, die die Einordnung in diese

**Rn. 259**

Baualtersklasse 4 rechtfertigen. Es sind allein Fenster mit Holzrahmen

**Rn. 260**

gegen solche mit einem Rahmen aus Aluminium ausgetauscht worden.

**Rn. 261**

Der bloße Austausch von Fenstern stellt jedoch keine nach dem Dort-

**Rn. 262**

munder Mietspiegel zu berücksichtigende Modernisierungsmaßnahme

**Rn. 263**

dar. Da die Wohnung über einen - wenn auch kleinen - Balkon verfügt,

**Rn. 264**

ist sie nach dem Dortmunder Mietspiegel in die Ausstattungsklasse 2

**Rn. 265**

einzuordnen. Letztlich begehrt die Klägerin mit der Berufung auch keine

**Rn. 266**

andere Einordnung der Wohnung innerhalb des Dortmunder Mietspie-

**Rn. 267**

gels,

**Rn. 268**

Für die in Rede stehende Wohnung (Baualters- und Modernisierungs-

**Rn. 269**

klasse 3 und Ausstattungsklasse 2) gibt der Dortmunder Mietspiegel

**Rn. 270**

eine Spannbreite von 3,85 €/qm bis 4,85 €/qm an. Der von der Klägerin

**Rn. 271**

verlangte Mietzins von 4,90 €/qm setzt sich zusammen aus dem obers-

**Rn. 272**

ten Wert dieser Spanne sowie einem Zuschlag von 0,05 €/qm für die

**Rn. 273**

Lage der Wohnung (Größere Grünflächen mit Erholungswert - größere

**Rn. 274**

Gärten bzw. parkähnliche Grünanlagen oder Wald - in der Nähe des

**Rn. 275**

Gebäudes (bis zu 200m Entfernung)).

**Rn. 276**

Soweit die Klägerin unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des LG

**Rn. 277**

München l (NZM 2003, 974) der Ansicht ist, sie könne bei Anwendung

**Rn. 278**

des Mietspiegels an jedem Fall die maximale Spanne nach oben ausnut-

**Rn. 279**

zen, so dass es offensichtlich für die materielle Berechtigung der Miet-

**Rn. 280**

erhöhung bereits ausreichen soll, dass sich das Erhöhungsverlangen

**Rn. 281**

überhaupt im Rahmen des Mietspiegels hält, greift dies nach der jüngs-

**Rn. 282**

ten Rechtsprechung des BGH (NJW 2005, 2074) nicht durch. Die Fest-

**Rn. 283**

stellung, ob die verlangte Miete die ortsübliche Miete übersteigt, erfor-

**Rn. 284**

dert im Prozess eine konkrete Feststellung der ortsüblichen Vergleichs-

**Rn. 285**

miete im Sinne einer Einzelvergleichsmiete. Diese kann schon deshalb

**Rn. 286**

nicht in jedem Fall mit dem höchsten Wert der Mietspiegelspanne über-

**Rn. 287**

einstimmen, weil die Ausweisung von Mietzinsspannen im Mietspiegel

**Rn. 288**

sonst jegliche Funktion verlieren würde (BGH NJW 2005, 2074 m.w.N.).

**Rn. 289**

Nach der bereits zitierten Rechtsprechung des BGH (aaO.) unterliegt es

**Rn. 290**

grundsätzlich auch keinen Bedenken, die konkrete ortsübliche Ver-

**Rn. 291**

gleichsmiete innerhalb der Mietspiegelspanne durch Schätzung gem.

**Rn. 292**

§ 287 ZPO zu ermitteln. Dabei ist - entgegen der Ansicht der Berufung

**Rn. 293**

- auch nicht zu beanstanden, dass das Amtsgericht den Sachverhalt

**Rn. 294**

nicht durch Einholung eines Sachverständigengutachtens vollständig

**Rn. 295**

aufgeklärt hat (§ 286 ZPO), da die Voraussetzungen des § 287 Abs. 2,

**Rn. 296**

Abs. 1 S. 2 ZPO vorlagen. Insoweit weist der BGH (NJW 2005, 2074) zu

**Rn. 297**

Recht darauf hin, dass eine Ermittlung der nach § 558 BGB ortsüblichen

**Rn. 298**

Vergleichsmiete innerhalb der im einschlägigen Mietspiegel vorgegebe-

**Rn. 299**

nen Spanne durch Sachverständigengutachten gem. §§ 286 Abs. 1,

**Rn. 300**

144 Abs. 1, 402 ff. ZPO mit Schwierigkelten und einem Kostenaufwand

**Rn. 301**

verbunden ist, der zu der Höhe der geltend gemachten Mieterhöhung -

**Rn. 302**

in dem vom BGH entschiedenen Fall waren es 0,50 €/qm - unter Be-

**Rn. 303**

rücksichtigung der als Schätzgrundlage vorhandenen Orientierungshilfe

**Rn. 304**

außer Verhältnis steht. Ein Sachverständigengutachten, das im Rahmen

**Rn. 305**

der Gutachtenerstellung nach Besichtigung der zu begutachtenden

**Rn. 306**

Wohnung die ortsübliche Vergleichsmiete durch eine ausreichend gro-

**Rn. 307**

ße, repräsentative Stichprobe vergleichbarer Wohnungen ermitteln

**Rn. 308**

müsste, würde einen erheblichen Aufwand verursachen, der nur dazu

**Rn. 309**

diente, die Wohnung in die Mietspiegelspanne von 3,85 €/qm bis

**Rn. 310**

4,90 €/qm einzuordnen. Ein solcher Aufwand ist nach der Rechtspre-

**Rn. 311**

chung des BGH (NJW 2005, 2074) jedenfalls dann nicht gerechtfertigt,

**Rn. 312**

wenn zusätzlich zu dem qualifizierten Mietspiegel, der nach anerkann-

**Rn. 313**

ten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder

**Rn. 314**

von Interessenvertretern der Vermieter und Mieter anerkannt worden ist

**Rn. 315**

(§ 558d Abs. 1 BGB), eine Orientierungshilfe für die Spanneneinord-

**Rn. 316**

nung zur Verfügung steht. Orientierungshilfe ist nach Ziffer 6 des Dort-

**Rn. 317**

munder Mietsplegels der sogenannte Median, bei dem es sich nicht um

**Rn. 318**

den arithmetischen Mittelwert der Spanne, sondern um einen Mittelwert

**Rn. 319**

innerhalb der Spanne entsprechend der größten Anzahl der Mieten han-

**Rn. 320**

delt.

**Rn. 321**

Auch wenn diesem Mittelwert unter dem Gesichtspunkt der Vermutungs-

**Rn. 322**

wirkung keine besondere Bedeutung zukommt (vgl. Börstinghaus in

**Rn. 323**

Schmidt/Futterer. MietR, 8. Auflage, § 558c Rdn .113), so ist er doch der

**Rn. 324**

innerhalb der Spanne am häufigsten verlangte - ortsübliche - Mietzins.

**Rn. 325**

Insoweit handelt es sich gerade um den Mietzins, bei dem die In Betracht

**Rn. 326**

kommenden Wohnwertmerkmale (Ausstattung, Beschaffenheit und Lage)

**Rn. 327**

als durchschnittlich anzusehen sind. Der im oberen Bereich des zulässi-

**Rn. 328**

gen Rahmens liegende Mietzins kann aber nur verlangt werden, wenn

**Rn. 329**

diese Vergleichsmerkmale als überdurchschnittlich eingeordnet werden

**Rn. 330**

können (LG Dortmund. ZMR 2002, 918). Diese Umstände sind von der

**Rn. 331**

Klägerin als Vermieterin darzulegen und ggfs. zu beweisen. Angesichts

**Rn. 332**

des Umstandes, dass sich die streitgegenständliche Wohnung nur deswe-

**Rn. 333**

gen in die Ausstattungsklasse 2 einordnen ließ, weil sie über einen Balkon

**Rn. 334**

verfügt, ist die Ausstattung der Wohnung - insbesondere auch, weil die

**Rn. 335**

Warmwasseraufbereitung in der Küche nur über ein

**Rn. 336**

5 l - Kochendwassergerät erfolgt - als unterdurchschnittlich anzusehen.

**Rn. 337**

Dies wird nach Ansicht der Kammer auch nicht durch die von der Klägerin

**Rn. 338**

geltend gemachten Lagevorteile (Stadtteil X, man fühle sich

**Rn. 339**

wie in der freien Natur) und den nach ihrer Behauptung nach Süden aus-

**Rn. 340**

gerichteten Balkon kompensiert. Hier führt die angefochtene Entscheidung

**Rn. 341**

zu Recht aus, dass eine Lage der Mietwohnung im Stadtteil X

**Rn. 342**

sicherlich als über dem Durchschnitt liegend angesehen werden kann,

**Rn. 343**

allerdings ist - worauf das Amtsgericht ebenfalls zu Recht hinweist - auch

**Rn. 344**

zu berücksichtigen, dass es sich um eine ehemalige Sozialwohnung im

**Rn. 345**

sozialen Wohnungsbau mit dem üblichen einfachen Standard handelt.

**Rn. 346**

Das Amtsgericht war zum Beleg dieses Standards auch nicht gehindert,

**Rn. 347**

auf die Angaben des von der Klägerin selbst zur Akte gereichten Gutach-

**Rn. 348**

tens des Sachverständigen Döring zurückzugreifen, da die Klägerin gera-

**Rn. 349**

de behauptet hat, die dort beschriebene Wohnung sei mit der Wohnung

**Rn. 350**

der Beklagten vergleichbar. Dies gilt auch dann, wenn das Amtsgericht

**Rn. 351**

diesem Gutachten, das die Ortsüblichkeit der Vergleichsmiete im Übrigen

**Rn. 352**

mit 5,11 €/qm angibt, im Ergebnis nicht folgt, weil es den qualifizierten

**Rn. 353**

Mietspiegel zu Recht für aussagekräftiger hält.

**Rn. 354**

Es kann auch offen bleiben, ob für die Feststellung der Ortsüblichkeit der

**Rn. 355**

Vergleichsmiete ab dem 01.09.2004 der zu diesem Zeitpunkt unter Be-

**Rn. 356**

rücksichtigung der Entwicklung des Preisindexes für die Lebenshaltung

**Rn. 357**

aller privaten Haushalte angepasste Mietspiegel der Stadt Dortmund hätte herangezogen werden müssen, der für die in Rede stehende Wohnung

**Rn. 358**

eine Mietzinsspanne von 3,94 €/qm bis zu 4,96 €/qm bei einem Median

**Rn. 359**

von 4,40 €/qm aufweist. Denn aufgrund der dargestellten, durchschnittli-

**Rn. 360**

chen Anforderungen nicht genügenden Ausstattung der Wohnung er-

**Rn. 361**

scheint der Kammer der in erster Instanz zuerkannte Mietzins von

**Rn. 362**

4,35 €/qm mehr als angemessen.

**Rn. 363**

cc)

**Rn. 364**

Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung ü-

**Rn. 365**

ber die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 708 Nr. 10 ZPO n.F. i.V.m.

**Rn. 366**

§ 711 ZPO.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 19.08.2005 – 17 S 59/05, ECLI:DE:LGDO:2005:0819.17S59.05.00

Quelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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