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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 05.11.2004 – 14 (XIII) H 1/02

ECLI:DE:LGDO:2004:1105.14XIII.H1.02.00

## Tenor

Der Angeklagte wird wegen Betruges in 2 Fällen zu einer

Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten verurteilt.

Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

- Angewendete Vorschriften: §§ 263, 25 Abs. 2, 53, 54 StGB -

## Gründe

**Rn. 2**

(abgekürzt nach § 267 Abs. 4 StPO)

**Rn. 3**

A. Feststellungen

**Rn. 4**

I.

**Rn. 5**

Die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten

**Rn. 6**

Der heute 44 Jahre alte Angeklagte wuchs gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder

**Rn. 7**

bei seinen Eltern in C in der ehemaligen DDR auf. Sein Vater arbeitete dort als

**Rn. 8**

Beamter beim Wasseramt und seine Mutter war als Logopädin beschäftigt.

**Rn. 9**

Der Angeklagte wurde 1967 altersgerecht eingeschult und wechselte nach der

**Rn. 10**

Grundschule auf die erweiterte Oberschule, die er 1979 mit Erfolg abschloss. Schon

**Rn. 11**

während der Schulzeit nahm er Gesanqs- und Klavierunterricht, der die Basis seiner späteren beruflichen Tätigkeit darstellen sollte.

**Rn. 12**

Im Anschluss an seine Schulzeit wurde er wegen einer Verletzung zunächst vom Vorgesehenen Militärdienst zurückgestellt. In der Zeit bis zu seiner Einberufung im Jahre 1980 führte er Gelegenheitsarbeiten u.a. als Hotelboy durch. Bei dieser

**Rn. 13**

Gelegenheit lernte er 1980 auch seine spätere Frau, die frühere Mitangeklagte T kennen, die zu dieser Zeit in demselben Hotel arbeitete wie der

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Angeklagte.

**Rn. 15**

Nach dem Ende des Militärdienstes, den der Angeklagte in einer Sportkompanie bei

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der Luftwaffe O ableistete, entschloss er sich im Oktober 1981

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Gesang und Klavier an der Hochschule für Musik "F" in C zu studieren.

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Den Studiengang gab er nach einem Jahr jedoch wieder auf und wechselte an die

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Hochschule für Schauspielkunst "C2" in C, die er 1986 als

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Diplomschauspieler mit Erfolg abschloss.

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Nach dem Studium folgten in der Zeit bis zur Wende in der ehemaligen DDR

**Rn. 22**

Engagements im Berliner Kabarett "E" und beim Deutschen Fernsehfunk. Im

**Rn. 23**

Jahre 1989 heiratete der Angeklagte die frühere Mitangeklagte T.

**Rn. 24**

Aus der Ehe ist ein Sohn hervorgegangen, der heute 7 Jahre alt ist.

**Rn. 25**

In der Zeit seit 1990 stieg der Angeklagte zu einem in Ost- und Westdeutschland

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bekannten und beliebten Schauspieler auf. Er arbeitete weiter als freier Schauspieler

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und erhielt Haupt- und Nebenrollen sowohl bei Produktionen des öffentlich-

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rechtlichen Fernsehens als auch des Privatfernsehens. Parallel zu den

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Fernsehproduktionen arbeitete der Angeklagte als Schauspieler an verschiedenen

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Theatern in Deutschland, zuletzt vornehmlich in Düsseldorf und Köln.

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Aufgrund des Haftbefehls der Kammer vom 13.10.2004 wurde er am 14.10.2004

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wegen der Tatvorwürfe des vorliegenden Verfahrens festgenommen. Er befand sich

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in der Folgezeit in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Dortmund, bis die

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Kammer den Heftbefehl durch Beschluss vom 05.11.2004 aufhob.

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Der Angeklagte ist nicht vorbestraft.

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II.

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Rahmengeschehen

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Ende 1993 lernte der Angeklagte über einen befreundeten Schweden namens Q2 die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 aus den alten

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Bundesländern kennen. Q2 vermittelte zu dieser Zeit Fertighäuser bzw.

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Fertighauselemente aus Schweden, was für die im Immobilienbereich tätigen

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Q und C3 von großem Interesse war. Q2 wusste, dass der

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Angeklagte und dessen Ehefrau aufgrund der guten Einkünfte des Angeklagten an

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Steuersparmodellen und Geldanlagemöglichkeiten interessiert waren. Auf

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Empfehlung ihres damaligen Steuerberaters N hatten sich der Angeklagte

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und seine Frau zu dieser Zeit bereits zum Kauf eines Grundstücks in T4,

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G2, entschlossen, auf das noch einzugehen sein wird. Damit wollten sie

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die in den neuen Bundesländer geltende Sonder-Afa für Immobilien nutzen. Darüber

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hinaus waren die Eheleute T noch an weiteren Steuersparmodellen interessiert

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und dachten deshalb bereits an die Durchführung weiterer Bauprojekte.

**Rn. 50**

Q vermittelte zu dieser Zeit seinerseits für den Bauunternehmer T3 aus

**Rn. 51**

I ein Objekt in M, G7.

**Rn. 52**

T3 wollte dort auf einem von ihm am 19. März 1993 für 1,5 Millionen DM

**Rn. 53**

gekauften Grundstück mit seinem Bauunternehmen ein Wohn- und Geschäftshaus

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mit einer Vielzahl von Eigentumswohnungen errichten. Q war beauftragt

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worden, für den Verkauf der Eigentumswohnungen zu sorgen, so dass er daran

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interessiert war, den Angeklagten und dessen Ehefrau näher kennenzulernen, um

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sie als Erwerber zu gewinnen.

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Vor diesem. Hintergrund regte Q2 gegenüber T ein Treffen mit

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Q und C3 an. Es kam in der Zeit um den Jahreswechsel 1993 /1994 zu

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mehreren Gesprächen zwischen dem Angeklagten und seiner Frau einerseits und

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den rechtskräftig Verurteilten Q und C3 andererseits. Die Eheleute

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T berichteten in diesen Gesprächen von ihrem Bauvorhaben in T4 und

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zeigten Interesse an dem von Q vorgestellten Objekt in M.

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Q und C3 boten an, bei dem Bauvorhaben der T's in T4

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behilflich zu sein. Beide Seiten waren sich schnell sympathisch und entschlossen

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sich zu einer Zusammenarbeit, die sich in den folgenden Monaten und Jahren bis

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Mitte 1996 immer mehr intensivierte. Zumindest zum rechtskräftig Verurteilten

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Q entwickelten der Angeklagte und seine Frau außerdem schnell ein sehr

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enges Freundschaftsverhältnis. Die geschäftlichen und privaten Kontakte brachten

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es mit sich, dass der Angeklagte und die frühere Mitangeklagte T sich ab

**Rn. 71**

Anfang 1994 entschlossen, gemeinsam mit Q und C3 diverse

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Bauvorhaben in wechselnder Zusammensetzung durchzuführen. Neben dem bereits

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erwähnten Objekt in M - hier kauften T's im April 1994 von

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dem Bauträger T3 16 Eigentumswohnungen für etwas über 4 Millionen DM –beteiligte sich der Angeklagte in der Zeit bis Anfang 1996 auf unterschiedliche Art

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und Weise an Projekten in G, P, E2 bzw.

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I2 sowie einem weiteren Vorhaben in T4 (G3),

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auf das noch einzugehen sein wird. Im Rahmen dieser Projekte ging der Angeklagte

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gemeinsam mit seiner Ehefrau Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren Millionen DM

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ein. Im Gegenzug stieg Q Ende 1995 als Mitgesellschafter beim Bauvorhaben

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G2 in T4 ein.

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Entgegen den ursprünglichen Planungen war im Frühjahr des Jahres 1996 jedoch

**Rn. 82**

keines der vorgenannten Bauvorhaben auch nur annähernd mängelfrei fertiggestellt,

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so dass Mieteinnahmen oder Verkaufserlöse in nennenswertem Umfang in

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absehbarer Zukunft nicht zu erwarten waren. Der - auf unterschiedlichsten Ursachen

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beruhende - negative Verlauf der Bauvorhaben in I2, P, T4, G und M sowie weiterer

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Objekte der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 in H und D

**Rn. 87**

führte dazu, dass sich der Angeklagte und seine, Ehefrau einerseits sowie die

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rechtskräftig Verurteilten Q und C3 andererseits im Frühjahr 1996 in

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einer erheblichen wirtschaftlichen Notlage befanden. Während die durch die Kredite

**Rn. 90**

eingegangenen Verpflichtungen fortbestanden, waren die finanziellen Reserven der

**Rn. 91**

Beteiligten Anfang des Jahres 1996 aufgebraucht und die enormen Belastungen

**Rn. 92**

konnten durch die laufenden Einnahmen auch nicht annähernd gedeckt werden. Dies

**Rn. 93**

betraf sowohl die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 (und deren im

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B Unternehmensverbund zusammengeschlossenen Gesellschaften) als auch die

**Rn. 95**

Eheleute T und war sämtlichen Beteiligten wechselseitig bekannt.

**Rn. 96**

Für den Angeklagten und seine Frau schlug in erster Linie das Bauvorhaben in

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M finanziell negativ zu Buche, für das sie ab Ende 1995 jährlich

**Rn. 98**

knapp 140.000 DM Zins- und Tilgungsleistungen zu erbringen hatten, ohne dass die

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geplanten Mieteinnahmen hätten erzielt werden können. Das Objekt war nicht wie

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vorgesehen Anfang 1995, sondern erst Ende 1995 nahezu fertiggestellt worden,

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allerdings mit erheblichen Mängeln, so dass nicht annähernd für alle

**Rn. 102**

Eigentumswohnungen Mietverträge abgeschlossen werden konnten. Am 02.02.1996

**Rn. 103**

fehlten noch sieben Mietverträge und am 08.10.1996 waren sechs der sechzehn

**Rn. 104**

Wohnungen noch immer unvermietet, ohne dass eine Besserung in Sicht gewesen

**Rn. 105**

wäre. Die Mängel waren im Gegenteil derart gravierend, dass einige Mieter dies ab

**Rn. 106**

Mitte 1996 zum Anlass nahmen, ihre Verträge wieder zu kündigen. Eine Behebung

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der Mängel war aufgrund zwischenzeitlich eingetretener Differenzen mit T3 nicht

**Rn. 108**

ohne den Einsatz eigener Mittel möglich und hätte gegebenenfalls erst langwierig

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eingeklagt werden müssen. Da den Eheleuten T diese finanzielle Mittel nicht zur

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Verfügung standen, wurden die erforderlichen umfangreichen Reparaturen nicht

**Rn. 111**

durchgeführt. Hinzu kam, dass die bei der Finanzierung fest eingeplanten

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Einsparungen von Steuervorauszahlungen in Höhe von 50.000 DM pro Quartal

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aufgrund des zu dieser Zeit bestehenden Angestelltenverhältnisses des Angeklagten

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bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht realisiert werden konnten.

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Dies alles führte im Ergebnis dazu, dass die Kreissparkasse L im April

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und Mai 1996 Rückstände in Höhe von ca.100.000 DM anmahnen musste. Die

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Bezahlung dieser hohen Summe war dem Angeklagten und seiner Ehefrau nicht

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möglich, so dass sich die Rückstände bei der Kreissparkasse bis September 1996

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auf insgesamt knapp 200.000 DM erhöhten. Da die Rückstände auch im Laufe der

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folgenden Monate nicht zurückgeführt werden konnten, kam es schließlich Ende

**Rn. 121**

1996 erstmals zur Kreditkündigung. Die von der Bank daraufhin in Rechnung

**Rn. 122**

gestellten 3.538.492,04 DM konnten der Angeklagte und seine Frau bis zuletzt nicht

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aufbringen.

**Rn. 124**

Um die gemeinsamen geschäftlichen Aktivitäten nicht einstellen zu müssen und die

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angefangenen Bauvorhaben fortsetzen zu können, hatte Q ab Anfang 1995

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begonnen, die in immer stärkerem Maße auftretenden finanziellen "Löcher" auf

**Rn. 127**

illegale Weise zu "stopfen". Im Rahmen des Bauvorhabens G hatte er in

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Absprache mit C3 und T erstmals für dieses Projekt bestimmte

**Rn. 129**

Darlehensmittel zweckwidrig für andere Bauvorhaben verwendet, insbesondere für

**Rn. 130**

das Objekt G2 der T's in T4; die Kammer ist allerdings

**Rn. 131**

zugunsten des Angeklagten davon ausgegangen, dass diese Vorgehensweise nicht,

**Rn. 132**

mit ihm abgesprochen worden und ihm daher unbekannt war. Das so entstandene

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finanzielle "Loch" versuchten die Beteiligten in der Folgezeit durch die Aufnahme

**Rn. 134**

weiterer Kredite für neue Bauvorhaben zu schließen, die jedoch ihrerseits aufgrund

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verschiedenster Probleme beim Bauablauf zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten

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und Engpässe heraufbeschworen. Hinzukam, dass die Bauprojekte zumindest

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teilweise von vornherein nicht seriös kalkuliert worden waren, d.h. die

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angenommenen Baukosten hatte man zu knapp und den erhofften Gewinn zu hoch

**Rn. 139**

bemessen.

**Rn. 140**

Aus diesem Grund wurden schließlich im Laufe des Jahres 1995 immer häufiger für

**Rn. 141**

neue Bauvorhaben aufgenommene Darlehensmittel benutzt, um Altverbindlichkeiten

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abzulösen, d.h. die Valuta wurden nur zum Teil für das neu begonnene Bauprojekt

**Rn. 143**

verwendet, für das der Kredit gewährt worden war, und im übrigen für die

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drängendsten Zahlungsverpflichtungen aufgebraucht. Diese Vorgehensweise

**Rn. 145**

ermöglichte es Q und C3 überhaupt erst, geschäftlich weiter tätig zu

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sein. Spätestens ab Ende 1995 lebten der Angeklagte, seine Ehefrau, Q und

**Rn. 147**

C3 nur noch "von der Hand in den Mund", was auch dem Angeklagten nicht

**Rn. 148**

verborgen blieb. Durch einen seitens der T5 LB im Frühjahr 1996

**Rn. 149**

ausgesprochenen Widerruf einer Darlehenszusage für das Bauvorhaben in I2 drohte dann jedoch das endgültige wirtschaftliche Aus.

**Rn. 150**

Trotz dieser wirtschaftlich katastrophalen Situation begannen sowohl Q als

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auch der Angeklagte und seine Ehefrau Anfang 1996 jeweils mit der Errichtung eines

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Privathauses, was den ohnehin enormen finanziellen Druck weiter verschärfte.

**Rn. 153**

Während sich allerdings die finanzielle Zusatzbelastung des rechtskräftig Verurteilten

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Q durch dessen Vorhaben in I3 noch in relativ überschaubaren

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Grenzen hielt, da der am 22.02.1996 geschlossene notarielle

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Grundstückskaufvertrag einen Kaufpreis von lediglich 94.240 DM vorsah und

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Q das geplante Haus mit seinem eigenen Unternehmen errichten wollte, war

**Rn. 158**

das Bauvorhaben des Angeklagten und seiner Frau angesichts ihrer damaligen

**Rn. 159**

finanziellen Verhältnisse derart überzogen, dass selbst Q vor dessen

**Rn. 160**

Durchführung warnte. Zu einer Zeit, als der Angeklagte und die frühere

**Rn. 161**

Mitangeklagte T u.a. den Kredit über 4 Millionen DM für die

**Rn. 162**

Eigentumswohnungen in M schon nicht mehr bedienen konnten,

**Rn. 163**

da sich ihr Konto ständig so weit im Soll befand, dass die ihnen eingeräumte

**Rn. 164**

Überziehungslinie mehrfach überschritten wurde und ihre finanziellen Reserven

**Rn. 165**

vollständig aufgebraucht waren, kauften sie am 12.06.1996 ein Grundstück in

**Rn. 166**

T6 zum Preis von 650.000 DM und planten den Bau eines Einfamilienhauses,

**Rn. 167**

das nochmals knapp 1.000.000 DM kosten sollte.

**Rn. 168**

Um diese privaten Bauvorhaben durchführen und gleichzeitig die Altverbindlichkeiten

**Rn. 169**

der Beteiligten zumindest teilweise bedienen zu können, mussten dringend neue

**Rn. 170**

Geldquellen erschlossen werden, ohne die der private und geschäftliche Bankrott

**Rn. 171**

vorprogrammiert war. Als die finanzielle Gesamtlage für den Angeklagten, seine Frau

**Rn. 172**

sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 im Frühjahr des Jahres

**Rn. 173**

1996 endgültig ausweglos erschien. Und ihr wirtschaftliches Ende sowie das ihrer

**Rn. 174**

Unternehmen und Bauvorhaben aufgrund der beschriebenen Probleme unmittelbar

**Rn. 175**

bevorstand, kam u.a. durch die Kontaktaufnahme zu einer Familie X, die über

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unbelastete Grundstücke in Berlin und Umgebung verfügte, doch noch Bewegung in

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die verfahrene Situation. Diesen neuen Geschäftskontakt wollten der Angeklagte,

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T, Q und C3 nutzen, um sich so eine neue dauerhafte

**Rn. 179**

Einnahmequelle zu verschaffen und die bis dahin entstandenen finanziellen "Löcher zu stopfen". Der Angeklagte, dem seine verheerende finanzielle Situation voll umfänglich bekannt war, hielt, als er die Familie X kennenlernte, diese irrtümlicherweise für solvent; er hoffte daher, seine finanziellen Probleme mit Hilfe der Familie X lösen zu können.

**Rn. 180**

III.

**Rn. 181**

Die Tatvorwürfe - Betrug gem. § 263 Abs. 1, Abs. 3 StGB zum Nachteil der Familie X in zwei Fällen

**Rn. 182**

1.

**Rn. 183**

Vorgeschichte

**Rn. 184**

Ende 1993 besaß. die Familie X insgesamt drei Grundstücke im Großraum

**Rn. 185**

C, von denen zwei in C5 (G4 und G5) und eines in

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der Stadt F2 lagen. Das Grundstück G5 gehörte den drei

**Rn. 187**

Kindern der Eheleute X und die beiden anderen Objekte dem Ehepaar X

**Rn. 188**

selbst. Das Grundstück G5 hatten die Eheleute noch zu Zeiten der DDR

**Rn. 189**

vor dem Hintergrund auf die Kinder übertragen, dass sie nach damaligen Recht nur

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ein Grundstück besitzen durften und ihnen bereits seit dem 24.07.1986 die

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Liegenschaft in F2 gehörte.

**Rn. 192**

Das Grundstück G4 hatten die Eheleute X 1993 erworben, da sie

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es schon seit 1982 als Wohn- und Geschäftshaus nutzten. In dem Gebäude betrieb

**Rn. 194**

die Familie seit dieser Zeit eine Eisdiele, die den Lebensunterhalt sicherte und auch

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weiterhin sichern sollte. Zum Zwecke der Finanzierung des Kaufes hatten die

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Eheleute X am 04.05.1993 einen Kontokorrentkredit (Kontonummer

**Rn. 197**

1623621638) bei der C4 Sparkasse in Höhe von 650.000 DM aufgenommen

**Rn. 198**

und als Sicherheit zugunsten der Sparkasse Grundschulden auf den drei

**Rn. 199**

Grundstücken in Höhe von 300.000 DM (F2), 350.000 DM (G4)

**Rn. 200**

und 200.000 DM (G5) bewilligt.

**Rn. 201**

Anfang 1994 verlegten die Eheleute X ihre Bankverbindung von der C4

**Rn. 202**

Sparkasse zur E Bank. Hintergrund dieser Entscheidung waren die

**Rn. 203**

hohen 12%igen Zinsen, die für den Kontokorrentkredit anfielen. Dieses Darlehen

**Rn. 204**

sollte im Mai 1994 im Zuge des Bankenwechsels durch die E Bank

**Rn. 205**

abgelöst werden. Zu diesem Zweck beantragten X's am 11.05.1994 einen Kredit

**Rn. 206**

in Höhe von 776.000 DM, der am 03.06.1994 gewährt wurde (Kontonummer

**Rn. 207**

4012275043). Die Gesamtlaufzeit betrug 30 Jahre und das Ende der Bindung an den

**Rn. 208**

vereinbarten Effektivzins in Höhe von 8,04% war auf den 11.06.1999 festgelegt

**Rn. 209**

worden. Als Sicherheit diente eine Grundschuld in Höhe von 776.000 DM allein auf

**Rn. 210**

dem Grundstück G4, da schon bei Abschluss des Kreditvertrages

**Rn. 211**

feststand, dass die Immobilien in F2 und C4, G5,

**Rn. 212**

verkauft werden sollten. Aus diesem Grund hatten die Kinder der Eheleute X

**Rn. 213**

ihre Mutter durch notarielle Urkunde vom 03.12.1993 (Urkundenrolle Nr. 378/93 der

**Rn. 214**

Notarin X2 aus C) ermächtigt, das Grundstück G5 zu

**Rn. 215**

verkaufen und zu diesem Zweck zu belasten. Die E Bank war nur

**Rn. 216**

aufgrund der geplanten Immobilienverkäufe bereit, das Darlehen zu gewähren,. da

**Rn. 217**

die Bedienbarkeit des Kredites aus dem Betrieb der Eisdiele aufgrund der negativen

**Rn. 218**

Geschäftsentwicklung nicht gewährleistet erschien.

**Rn. 219**

Der Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft G5 sollte zur teilweisen

**Rn. 220**

Rückführung des Darlehens 4012275043 dienen. Die Mittel aus dem Verkauf von

**Rn. 221**

F2 waren hingegen in erster Linie für den Ankauf eines Grundstücks in

**Rn. 222**

U gedacht, das die Eheleute X als Altersruhesitz nutzen wollten.

**Rn. 223**

Zur Ablösung des Darlehens 1623621638 überwies die E Bank am

**Rn. 224**

20.07.1994 einen Betrag in Höhe von 778.105,17 DM an die C4 Sparkasse und

**Rn. 225**

erhielt daraufhin am 29.07.1994 die Löschungsbewilligungen für die Grundschulden

**Rn. 226**

auf den beiden Grundstücken in C4. Eine entsprechende Bewilligung für

**Rn. 227**

das Grundstück in F2 unterblieb zunächst, da diese Grundschuld noch für ein

**Rn. 228**

weiteres Darlehen (Kontonummer 3591000182) der Zeugin Rita X haftete, das

**Rn. 229**

Mitte 1994 noch in Höhe von 90.656,25 DM valutierte.

**Rn. 230**

Durch notariellen Vertrag vom 26.05.1994 (Urkundenrolle Nr. 249/1994 des Notars

**Rn. 231**

L2 aus C) hatten die Eheleute X zuvor bereits das Grundstück in

**Rn. 232**

U gekauft. Hierbei handelte es sich um ein idyllisch gelegenes, 8.415 qm

**Rn. 233**

großes Seegrundstück mit altem Baumbestand in der Nähe von C, das mit einem

**Rn. 234**

großzügig ausgestatteten Bungalow, einer Montagehalle und einigen Nebenanlagen

**Rn. 235**

bebaut war. Entsprechend der damaligen Rechtslage, die aus den Verhältnissen in

**Rn. 236**

der ehemaligen DDR resultierte, stand das Gebäude in gesondertem

**Rn. 237**

Gebäudeeigentum des Verkäufers F4 und der Boden im sogenannten Eigentum

**Rn. 238**

des Volkes, so dass die Treuhandanstalt Berlin als Verkäufern des Grundstücks

**Rn. 239**

auftrat. Infolgedessen wurde je ein Kaufpreis für die Liegenschaft und einer für das

**Rn. 240**

darauf befindliche Gebäude vereinbart. Nach dem Inhalt des notariellen Vertrages

**Rn. 241**

betrug der an die Treuhand für das Grundstück zu zahlende Kaufpreis 200.000 DM

**Rn. 242**

und für das Gebäude hatten X's weitere 1.300.000 DM an den Verkäufer F4

**Rn. 243**

zu entrichten. Der Kaufpreis für das Gebäude war in Höhe von 100.000 DM bis zum

**Rn. 244**

11.06.1994 und der Restbetrag bis zum 30.07.1994 fällig. Der Grundstückskaufpreis

**Rn. 245**

war hingegen innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Mitteilung

**Rn. 246**

über die Eintragung der Auflassungsvormerkung zugunsten der Käufer zu zahlen.

**Rn. 247**

Daneben vereinbarten die Eheleute X mit dem Verkäufer F4 - außerhalb des

**Rn. 248**

notariellen Kaufvertrages - die Zahlung eines "Handgeldes" in Höhe von 150.000

**Rn. 249**

DM, das X's zusätzlich zu den notariell vereinbarten Summen "schwarz"

**Rn. 250**

bezahlen sollten.

**Rn. 251**

Den Kaufpreis für das Objekt in U wollten X's wie bereits erwähnt aus den

**Rn. 252**

Verkäufen der Grundstücke G5 und F2 belegen. Hinsichtlich

**Rn. 253**

des Objekts G5 existierte bereits ein Kaufvertrag vom 28.02.1994 über

**Rn. 254**

1,9 Millionen DM, der jedoch rückabgewickelt werden musste, weil der Kaufpreis

**Rn. 255**

nicht floss. Da sich das Grundstück in F2 aufgrund seiner Größe für eine

**Rn. 256**

Bebauung mit Eigentumswohnungen eignete, standen X's bezüglich dieser

**Rn. 257**

Immobilie mit verschiedenen Bauträgergesellschaften in Verhandlungen, die an

**Rn. 258**

einem Erwerb zwecks Bebauung, interessiert waren. Die Verkaufsgespräche mit den

**Rn. 259**

potentiellen Erwerbern dauerten bis in den Spätsommer des Jahres 1994 an, weil die

**Rn. 260**

Familie X möglichst hohe Preise für ihre Immobilien erzielen wollte. Da bis

**Rn. 261**

August 1994 keines der geplanten Immobiliengeschäfte erfolgreich zum Abschluss

**Rn. 262**

gebracht werden konnte, gerieten X's schließlich gegenüber dem Verkäufer des Gebäudes in U in Zugzwang. Am 15.07.1994 erklärte sich F2 zwar bereit,

**Rn. 263**

den vereinbarten Schwarzgeldbetrag bis zum 15.07.1995 zu stunden; allerdings

**Rn. 264**

sahen sich die Eheleute X gezwungen eine Eigenkapitalvorfinanzierung bei der

**Rn. 265**

E Bank zu beantragen, um ihren Vertragsverpflichtungen aus dem notariellen

**Rn. 266**

Kaufvertrag vom 26.05.1994 nachkommen zu können.

**Rn. 267**

Der Kreditantrag vom 24.08.1994 war auf die Gewährung eines Darlehens in Höhe

**Rn. 268**

von insgesamt 1.803.000 DM gerichtet, wobei von vornherein klar war, dass eine

**Rn. 269**

Tilgung dieser hohen Kreditsumme von dem erfolgreichen Verkauf der Grundstücke

**Rn. 270**

F2 und G5 abhing. Der Darlehensbetrag beinhaltete neben dem

**Rn. 271**

Kaufpreis in Höhe von 1.500.000 DM für ein Jahr mitfinanzierte Zinsen in Höhe von

**Rn. 272**

118.000 DM, eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10.000 DM und die Ablösung

**Rn. 273**

von Altverbindlichkeiten in Höhe von 175.000 DM. Diese Ablösung war erforderlich,

**Rn. 274**

weil der Kaufvertrag vom 26.05.1994 hinsichtlich des unbelasteten Grundstücks

**Rn. 275**

U keine Belastungsvollmacht vorsah und sich die Eheleute X daher

**Rn. 276**

gezwungen sahen, die belastete Immobilie in F2 als Sicherheit zu stellen. Um

**Rn. 277**

die rangrichtige Eintragung der Grundschuld zugunsten der E Bank zu

**Rn. 278**

gewährleisten, mussten zuvor die auf dem Grundstück ruhenden Altverbindlichkeiten

**Rn. 279**

in Höhe der bereits erwähnten 175.000DM abgelöst werden. Hierzu gehörte u.a. das

**Rn. 280**

Darlehen 3591000182 der Zeugin Rita X bei der C4 Sparkasse.

**Rn. 281**

Da weiterhin der Verkauf der Liegenschaft in F2 geplant war, erklärten die

**Rn. 282**

Eheleute X im Rahmen der Finanzierungsgespräche ihre Bereitschaft, das

**Rn. 283**

Grundstück in U nach Eigentumsübergang mit entsprechenden Grundschulden

**Rn. 284**

zu belasten und den zu erwartenden Verkaufserlös für F2 in einer Höhe von

**Rn. 285**

insgesamt 2.029.000 DM an die E Bank abzutreten. Bei der

**Rn. 286**

Berechnung dieser Summe berücksichtigten die Verantwortlichen der Bank neben

**Rn. 287**

der vorgesehenen Tilgung der Darlehensvaluta des neuen Kredits (1.803.000 DM),

**Rn. 288**

dass durch die Veräußerung der Grundstücke auch das Darlehen 4012275043 um

**Rn. 289**

226.000 DM auf 550.000 DM zurückgeführt werden sollte.

**Rn. 290**

Nachdem sich die Verantwortlichen der E Bank grundsätzlich

**Rn. 291**

bereiterklärt hatten, den gewünschten Kredit zu gewähren, bestellten X's durch

**Rn. 292**

notarielle Urkunde vom 12.09.1994 (Urkundenrolle 265/1994 der Notarin X2

**Rn. 293**

aus C) auf dem Grundstück F2 zugunsten der E Bank die

**Rn. 294**

Grundschuld in Höhe der Darlehenssumme. Um den Verkauf der Immobilien

**Rn. 295**

G5 und F2 und damit auch die Rückzahlung des Kredits

**Rn. 296**

innerhalb eines Jahres zu gewährleisten, ließ sich die E Bank

**Rn. 297**

außerdem am 13.09.1994 eine Verkaufsvollmacht hinsichtlich der Grundstücke

**Rn. 298**

G5 und F2 einräumen (Urkundenrolle Nr. 269/1994 der Notarin

**Rn. 299**

X2 aus C), die allerdings unter der aufschiebenden Bedingung stand,

**Rn. 300**

dass sie erst ab dem 01.07.1995 verwendet werden dürfe. In einer weiteren

**Rn. 301**

notariellen Urkunde vom selben Tag (Urkundenrolle 273/1994 der Notarin X2

**Rn. 302**

aus C) verzichtete die Zeugin Rita X bezüglich der Immobilie G5 zugunsten der E Bank auf das Antragsrecht zur Bestellung von

**Rn. 303**

Grundpfandrechten, das ihr von ihren drei Kindern am 03.12.1993 eingeräumt

**Rn. 304**

worden war.

**Rn. 305**

Am 21./23.09.1994 schloss die Zeugin sodann den Darlehensvertrag 4012276201

**Rn. 306**

über 1.803.000 DM mit der E Bank, der eine Befristung des Kredits bis

**Rn. 307**

zum 31.08.1995 vorsah. Neben den bereits erwähnten Sicherheiten mussten sich die

**Rn. 308**

Eheleute X am 23.09.1994 gegenüber der E Bank zur Bestellung einer

**Rn. 309**

weiteren Grundschuld in Höhe von 1.803.000 DM auf dem Grundstück in U

**Rn. 310**

bereiterklären, die jedoch seitens der E Bank erst ab dem 31.08.1995 für den

**Rn. 311**

Fall eingefordert werden durfte, dass die geplanten Verkäufe der Immobilien

**Rn. 312**

G5 und F2 nicht erfolgt waren. In derselben Urkunde

**Rn. 313**

verpflichteten sich X's, das Grundstück U ohne Zustimmung der Bank

**Rn. 314**

weder zu veräußern noch zu belasten.

**Rn. 315**

Kurz nach Abschluss des Kreditvertrages hatten X's nahezu alle Auflagen der

**Rn. 316**

E Bank erfüllt, so dass die Bank mit der Auszahlung des Darlehens begann.

**Rn. 317**

Zunächst wurden im September 1994 die auf dem Grundstück F2 liegenden

**Rn. 318**

Altverbindlichkeiten abgelöst. Im Gegenzug erhielt die E Bank am 01.11.1994

**Rn. 319**

die Löschungsbewilligung für die auf dem Grundstück F2 lastenden

**Rn. 320**

Grundschulden. Mit Schreiben vom 28.09.1994 teilten die zuständigen

**Rn. 321**

Bankmitarbeiter dem Verkäufer F4 mit, dass man am selben Tag den Kaufpreis

**Rn. 322**

für das Gebäude in U in Höhe von 1,3 Millionen DM auf dessen Konto bei der

**Rn. 323**

E Bank überwiesen habe. Gleichzeitig wurde F4 davon in Kenntnis

**Rn. 324**

gesetzt, dass der überwiesene Betrag bis zur Eintragung einer

**Rn. 325**

Auflassungsvormerkung zugunsten der Erwerber gesperrt sel. Die Eintragung

**Rn. 326**

verzögerte sich jedoch, weil, das Kaufgrundstück zwar schon zwecks Teilung

**Rn. 327**

vermessen, aber noch nicht kataster- und grundbuchamtlich fortgeführt worden war.

**Rn. 328**

Dies führte schließlich dazu, dass X's am 17.10.1994 auf Drängen des

**Rn. 329**

Verkäufers F4 gegenüber der E Bank die Freigabe und Auskehrung

**Rn. 330**

des Kaufpreises veranlassten, obwohl die Eintragung der Auflassungsvormerkung

**Rn. 331**

noch nicht erfolgt war und sie von den Verantwortlichen der Bank auf das Risiko

**Rn. 332**

einer solchen Vorgehensweise hingewiesen worden waren. Erst Mitte 1995 erfolgte

**Rn. 333**

die Eintragung der Auflassungsvormerkung und am 12.09.1996 wurden die Eheleute

**Rn. 334**

X schließlich als neue Eigentümer des Grundstücks U ins Grundbuch

**Rn. 335**

eingetragen.

**Rn. 336**

Bis zum Ablauf des Darlehens 4012276201 am 31.08.1995 verliefen die

**Rn. 337**

Verkaufsverhandlungen der Eheleute X in Bezug auf die Grundstücke

**Rn. 338**

G5 und F2 wider Erwarten erfolglos. Die Ursache hierfür war

**Rn. 339**

u.a. in den sich fortlaufend verschlechternden Immobilienpreisen zu finden, die einen

**Rn. 340**

Verkauf zum ursprünglich festgestellten Verkehrswert unmöglich machten. Da die

**Rn. 341**

Eheleute X trotzdem bei ihren anfänglichen Kaufpreisvorstellungen blieben, war

**Rn. 342**

kein Käufer für die Grundstücke zu finden.

**Rn. 343**

X's verhandelten zwar seit Anfang 1995 mit der Bauträgergesellschaft C6

**Rn. 344**

über den Kauf des Grundstücks F2; die

**Rn. 345**

Firma C6 war jedoch an einem Erwerb nur bei vorheriger Herstellung der

**Rn. 346**

Planungssicherheit interessiert, die bis August 1995 nicht erreicht werden konnte.

**Rn. 347**

Diesbezügliche Gespräche mit dem zuständigen Bauamt hatten ergeben, dass ein

**Rn. 348**

künftiger Investor einen Bebauungsplan auf eigene Kosten zu erarbeiten und zu

**Rn. 349**

finanzieren hatte. Die Firma C6 erklärte sich zwar in einem Schreiben vom

**Rn. 350**

30.05.1995 zu einer Übernahme der Planungskosten bereit, wollte diese jedoch von

**Rn. 351**

X's für den Fall des Scheiterns der Verkaufsverhandlungen erstattet bekommen.

**Rn. 352**

Der von der Firma C6 in dem Schreiben angedachte Kaufpreis lag aufgrund. der

**Rn. 353**

durchzuführenden Planungsarbeiten, die noch ca. ein halbes Jahr in Anspruch

**Rn. 354**

nehmen sollten, bei ca. 1,5 Millionen DM und damit deutlich unter dem von der

**Rn. 355**

E Bank errechneten Beleihungswert sowie den Vorstellungen der Eheleute

**Rn. 356**

X, die Mitte 1994 gegenüber einem Sachverständigen des Kreditinstituts noch

**Rn. 357**

angegeben hatten, bezüglich des Objekts F2 liege ein Kaufangebot in Höhe

**Rn. 358**

von 4,5 Millionen DM vor.

**Rn. 359**

Mangels eines besseren Angebots setzten die Eheleute X im Laufe des Jahres

**Rn. 360**

1995 die Verhandlungen mit der Firma C6 fort und erklärten sich im Juni 1995

**Rn. 361**

grundsätzlich mit dem von diesem Unternehmen entwickelten Konzept

**Rn. 362**

einverstanden, ohne allerdings eine verbindliche Zusage zu erteilen. Da auch der

**Rn. 363**

Verkauf des Grundstücks G5 noch nicht geglückt war, wandten sich

**Rn. 364**

X's in zwei Schreiben vom 10. und 12.06.1995 an die E Bank,

**Rn. 365**

Zweigstelle 1, und setzten die zuständige Mitarbeiterin der Bank,

**Rn. 366**

Frau K davon in Kenntnis, dass ein Verkauf der Grundstücke zu ihren

**Rn. 367**

Preisvorstellungen bis zum 31.08.1995 nicht möglich sei. Als Lösung schlugen die

**Rn. 368**

Familienmitglieder eine vollständige Übernahme des Grundstücks G5

**Rn. 369**

durch den Sohn Steffen X und einen teilweise Verkauf des Grundstücks

**Rn. 370**

F2, der sich auf den mit einem Einfamilienhaus bebauten Teil beschränken

**Rn. 371**

sollte, an die Tochter Ellen X vor, die hierfür jeweils den halben Verkehrswert

**Rn. 372**

der Immobilien zahlen und über die E Bank finanzieren wollten. Die

**Rn. 373**

restliche Kreditsumme sollte durch den Verkauf des verbleibenden Grundstücksteils

**Rn. 374**

in F2 an die Firma C6 aufgebracht werden.

**Rn. 375**

Die zuständige Mitarbeiterin der E Bank trat diesem Vorschlag in einem

**Rn. 376**

Schreiben vom 15.06.1995 zwar näher, machte die Prüfung des Antrags jedoch von

**Rn. 377**

der Übersendung einer Vielzahl von Unterlagen und der Erfüllung einiger Auflagen

**Rn. 378**

abhängig, die letztlich weder der Sohn Steffen X noch die Tochter Ellen X

**Rn. 379**

rechtzeitig beibringen konnten. Da ihr diese Problematik bewusst war, wies die

**Rn. 380**

Bankangestellte in dem gleichen Schreiben darauf hin, dass die notarielle Vollmacht

**Rn. 381**

zum Verkauf der Grundstücke G5 und F2 am 01.07.1995 in

**Rn. 382**

Kraft treten werde und die Entscheidung über den Gebrauch der Vollmacht nicht bei

**Rn. 383**

der Filiale 1, sondern auf höherer Ebene liege. Daraufhin

**Rn. 384**

zerschlug sich der Verkauf des Grundstücks G5 an den Zeugen Steffen

**Rn. 385**

X. Dies galt allerdings nicht für die Übertragung der bebauten Teilfläche des

**Rn. 386**

Grundstücks F2 an die Tochter Ellen X. Die Eheleute X erklärten

**Rn. 387**

diesbezüglich in einer Besprechung vom 11.08.1995 gegenüber der Gemeinde

**Rn. 388**

F2, dass die Firma C6 zwar exklusiv das Mandat habe, die Liegenschaft

**Rn. 389**

zu entwickeln; hiervon ausgenommen wurde jedoch ausdrücklich das ca. 900 qm

**Rn. 390**

große Flurstück 152, auf dem sich das Bestandsgebäude befand, das im Eigentum

**Rn. 391**

der Familie X bleiben und von der Tochter Ellen X genutzt werden sollte.

**Rn. 392**

Über das Ergebnis dieser Absprache zwischen der Gemeinde, der Firma C6 und

**Rn. 393**

den Eheleuten X wurde die zuständige Mitarbeiterin der E Bank in

**Rn. 394**

einem Telefonat vom 22.08.1995 ebenso unterrichtet wie über den Umstand, dass

**Rn. 395**

sich der Kaufpreis für das verbleibende Grundstück auf nur noch 1,2 Millionen DM

**Rn. 396**

belaufen werde.

**Rn. 397**

Daraufhin kam es am 30.08.1995, also einen Tag vor Ablauf der vereinbarten

**Rn. 398**

Darlehenslaufzeit, zu einem Besprechungstermin in den Geschäftsräumen der

**Rn. 399**

E Bank, Filiale 1, an dem neben den Eheleuten X

**Rn. 400**

und den Vertretern der Bank auch Mitarbeiter der Firma C6 teilnahmen, die

**Rn. 401**

nochmals bekräftigten, dass ihr Unternehmen an einem Ankauf einer ca. 3.000 qm

**Rn. 402**

großen Restfläche des Grundstücks F2 sehr interessiert sei. Man stellte den

**Rn. 403**

Abschluss eines Kaufvertrages für Ende Oktober 1995 in Aussicht. Um den Verkauf

**Rn. 404**

an die C6 nicht zu gefährden, stimmten die Mitarbeiter der E Bank vorbehaltlich

**Rn. 405**

einer Zustimmung der zuständigen Gremien - einer Verlängerung des

**Rn. 406**

Kredits bis zum 31.10.1995 zu. Gleichzeitig wiesen sie die Eheleute X jedoch

**Rn. 407**

darauf hin, dass ein Verkauf des Grundstücks G5 weiterhin

**Rn. 408**

vorausgesetzt werde und bekräftigen, dass diesbezüglich eine Umschuldung des

**Rn. 409**

Kredits auf den Sohn Steffen X mangels ausreichender Bonität nicht in Betracht

**Rn. 410**

komme. Die Sache mit der Übertragung eines Grundstückanteils F2 auf die

**Rn. 411**

Tochter Ellen X wurde seitens der Bank bis zur Ablösung des Darlehens

**Rn. 412**

4012276201 zurückgestellt.

**Rn. 413**

Nachdem die Kreditabteilung der E Bank in C am 05.10.1995 einer

**Rn. 414**

Prolongation des Kredites zugestimmt hatte, erfolgte am 25./31.10.1995 der

**Rn. 415**

Abschluss einer neuen Darlehensvereinbarung, die unter Beibehaltung der bisher

**Rn. 416**

vereinbarten Sicherheiten eine Verlängerung des Kredits um drei Monate vorsah. Die

**Rn. 417**

neue Frist lief jedoch bereits am Tage der Unterzeichnung des Vertrages durch die

**Rn. 418**

Zeugin X, also am 31.10.1995 aus. Der Prolongationsvertrag sah vor, dass am

**Rn. 419**

01.11.1995 eine Verkaufsvollmacht zugunsten des von der Bank eingeschalteten

**Rn. 420**

Immobilienmaklers M2 in Kraft treten sollte, der am 02.11.1995 im Hinblick auf

**Rn. 421**

die Immobilie G5 auch eingeschaltet wurde.

**Rn. 422**

Hinsichtlich des Grundstücks F2 setzten die Verantwortlichen der E

**Rn. 423**

Bank hingegen weiterhin auf einen Verkauf an die Firma C6. Anfang November

**Rn. 424**

1995 erfuhr der zuständige Sachbearbeiter N2 des Filialbereichs 2

**Rn. 425**

der E Bank jedoch davon, dass der bebaute Grundstücksteil zwischenzeitlich

**Rn. 426**

trotz der Einwände, die er im Gespräch vom 30.08.1995 erhoben hatte; an die

**Rn. 427**

Tochter Ellen X für 250.0.00 DM verkauft worden war. Gleichzeitig hatte die

**Rn. 428**

Zeugin Ellen X eine Finanzierungsanfrage bei der E Bank, Filiale 3, gestellt. Der Kaufvertrag sah eine Belegung des Kaufpreises

**Rn. 429**

bis zum 30.11.1995 vor, wobei der Verkaufserlös zur Teilreduzierung des Darlehens

**Rn. 430**

4012276201 verwendet werden sollte. Dieser Teilablösung stimmte die

**Rn. 431**

Kreditabteilung der E Bank allerdings nur unter dem Vorbehalt zu, dass

**Rn. 432**

auch die übrigen Objekte zu den angegebenen Werten verkauft würden, so dass

**Rn. 433**

sichergestellt werden könne, dass eine Reduzierung des Gesamtengagements um

**Rn. 434**

2.029.000 DM erfolge. Einer Pfandfreigabe zugunsten der Zeugin Ellen X wurde

**Rn. 435**

dementsprechend vorläufig nicht zugestimmt. Außerdem wurde auch bezüglich des

**Rn. 436**

Objekts F2 die Einschaltung des Immobilienmaklers M2 angeordnet,

**Rn. 437**

sofern bis zum Jahresende kein Verkauf an die C6 zustande komme.

**Rn. 438**

Die diesbezüglichen Verkaufsverhandlungen schleppten sich trotzdem bis zum

**Rn. 439**

Jahresende 1995 weiter hin. Zwischenzeitlich lagen die Planentwurfsunterlagen zwar

**Rn. 440**

dem zuständigen Ausschuss der Gemeinde F2 zur Genehmigung vor, der

**Rn. 441**

jedoch noch keine Entscheidung getroffen hatte. Ein Verkauf des unbebauten

**Rn. 442**

Grundstückteils der Liegenschaft F2 war daher weiterhin ungewiss.

**Rn. 443**

Dies galt auch für das Grundstück G5. Für dieses Objekt fand der

**Rn. 444**

Makler M2 Anfang 1996 zwar einen Käufer und erreichte den Abschluss eines

**Rn. 445**

Kaufvertrages, allerdings verstrich die Zahlungsfrist für den Kaufpreis in Höhe von

**Rn. 446**

1,38 Millionen DM fruchtlos; so dass der Vertrag rückabgewickelt und ein neuer

**Rn. 447**

Käufer gesucht werden musste.

**Rn. 448**

Ende Januar 1996 schien sich das Blatt dann zumindest im Hinblick auf das

**Rn. 449**

Grundstück F2 zu wenden. Mit Schreiben vom 29.01.1996 teilte die Firma

**Rn. 450**

C6 den Eheleuten X mit, dass der Abschluss des Kaufvertrages erfolgen

**Rn. 451**

könne, sobald die Gemeindevertreterversammlung in ihrer Sitzung vom 21.02.1996

**Rn. 452**

den eingereichten Bebauungsplan zur Auslegung beschließe, da in diesem Fall eine

**Rn. 453**

Planungssicherheit i.S.d. § 33 Abs. 2 BauGB gegeben sei. Gleichzeitig wurde die

**Rn. 454**

Erarbeitung eines Kaufvertrages angekündigt, wovon auch die Verantwortlichen der

**Rn. 455**

E Bank über die Familie X am 07.02.1996 Kenntnis erhielten und

**Rn. 456**

daher zunächst von weiteren Maßnahmen absahen. Am 15.03.1996 bekamen die

**Rn. 457**

Eheleute X den versprochenen Kaufvertragsentwurf von der Firma C6

**Rn. 458**

zugesandt, wurden allerdings gleichzeitig davon in Kenntnis gesetzt, dass erst in der

**Rn. 459**

Gemeindevertreterversammlung vom 03.04.1996 ein Entschluss über die Auslegung

**Rn. 460**

des Bebauungsplans getroffen werde. Bezüglich. des Kaufpreises bot die C6

**Rn. 461**

X 350 DM je m2 Grundstücksfläche an, was allerdings an die Bedingung

**Rn. 462**

geknüpft wurde, dass auf dem Grundstück eine Geschossflächenzahl in den

**Rn. 463**

Vollgeschossen von 0,8 erreichbar sei; weil nur auf diese Weise die angepeilten

**Rn. 464**

2.621 qm Gesamtwohnfläche zu verwirklichen waren.

**Rn. 465**

Dass dieses Ziel nicht erreicht werden konnte, erfuhren die Verantwortlichen der

**Rn. 466**

E Bank (Filialbereich 2) bereits in einem Telefonat vom

**Rn. 467**

11.04.1996, in dessen Verlauf ein Mitarbeiter der C6 darauf hinwies, dass in der

**Rn. 468**

Gemeindevertreterversammlung vom 03.04.1996 zwar der gewünschte

**Rn. 469**

Aufstellungsbeschluss erfolgt sei, allerdings mit der Einschränkung, dass nur einer

**Rn. 470**

Geschossflächenzahl von 0,6 zugestimmt werde. Aufgrund der Ausführungen im

**Rn. 471**

Schreibender C6 vom 15.03.1996 hatte dies zwangsläufig eine Reduzierung

**Rn. 472**

des Kaufpreisangebotes zur Folge.

**Rn. 473**

Da ein konkretes Datum für den Abschluss des Kaufvertrages mit der C6 noch

**Rn. 474**

immer nicht feststand, sahen sich die Eheleute X am 04.03.1996 gezwungen,

**Rn. 475**

einen weiteren Prolongationsantrag für das Darlehen 4012276201 zu stellen, der

**Rn. 476**

seitens der Filiale 1 nur im Hinblick auf die Sicherheiten und den

**Rn. 477**

bevorstehenden Abschluss des Kaufvertrages bezüglich des Grundstückes

**Rn. 478**

F2 befürwortet wurde. Die Kreditabteilung des Filialbereichs 2 der

**Rn. 479**

E Bank stimmte am 02.04.1996 einer Prolongation bis zum 30.06.1996 unter

**Rn. 480**

Bedenken zu und kündigte an, nach einer Ablösung von mindestens 1,776 Millionen

**Rn. 481**

DM aus den Verkaufserlösen G5 und F2 die Zustimmung zum

**Rn. 482**

Kaufvertrag mit der Tochter Ellen X zu erklären, sofern der Nachweis der

**Rn. 483**

Bedienbarkeit des verbleibenden Hypothekendarlehens erbracht worden sei.

**Rn. 484**

2.

**Rn. 485**

Das Tatgeschehen

**Rn. 486**

a) Die Tatplanung

**Rn. 487**

In dieser finanziell sehr schwierigen Situation, die dadurch gekennzeichnet war, dass

**Rn. 488**

die erzielbaren Grundstückspreise weiterhin stetig sanken, lernte die Familie X

**Rn. 489**

den Angeklagten T kennen. Dieser meldete sich auf eine Zeitungsanzeige oder

**Rn. 490**

aufgrund eines Tipps seiner Agentin telefonisch bei den Eheleuten X und

**Rn. 491**

bekundete Kaufinteresse hinsichtlich des Grundstücks G5 in

**Rn. 492**

C5. Obwohl zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits feststand, dass die

**Rn. 493**

Eheleute T ihr Privathaus auf der bereits erwähnten Liegenschaft in T6

**Rn. 494**

errichten würden, erklärte der Angeklagte, er suche für ein privates Bauvorhaben ein

**Rn. 495**

passendes Grundstück und vereinbarte mit dem Ehemann der Zeugin Rita X

**Rn. 496**

einen Besichtigungstermin. Infolgedessen kam es Anfang April 1996 zu einem ersten

**Rn. 497**

Treffen, im Eiscafe der Eheleute X in C5, G4, an dem

**Rn. 498**

auch die frühere Mitangeklagte T und die Zeugin Rita X teilnahmen.

**Rn. 499**

Nachdem der Angeklagte und seine Ehefrau die nahegelegene Immobilie

**Rn. 500**

G5 gemeinsam mit dem Ehemann der Zeugin Rita X besichtigt

**Rn. 501**

hatten, kehrten sie zusammen zur Eisdiele der Familie X zurück und

**Rn. 502**

besprachen dort in Anwesenheit der Zeugin Rita X die weitere Vorgehensweise.

**Rn. 503**

Der Angeklagte und die frühere Mitangeklagte T erklärten nun, sie hätten

**Rn. 504**

sich zwar bereits zum Kauf eines anderen Grundstücks in T6 entschlossen, es

**Rn. 505**

bestünde jedoch die Möglichkeit, die auf dem Grundstück G5 stehende

**Rn. 506**

Villa über einen befreundeten Bauunternehmer aus I4 - gemeint war der

**Rn. 507**

rechtskräftig Verurteilte Q - zu renovieren und sodann mit einem weit

**Rn. 508**

höheren Gewinn zu veräußern, als der unrenovierte Verkauf einbringen würde.

**Rn. 509**

Dieser Vorschlag fiel bei X aufgrund der sinkenden Immobilienpreise auf

**Rn. 510**

fruchtbaren Boden, so dass sie nicht nur an diesem Vorschlag Interesse zeigten,

**Rn. 511**

sondern darüber hinaus auch auf ihre ebenfalls vakante Immobilie in F2

**Rn. 512**

verwiesen, weil sie hofften, auch dort über den vom Angeklagten erwähnten

**Rn. 513**

Bauunternehmer einen besseren Preis erzielen zukönnen, als er von der C6

**Rn. 514**

geboten worden war. Nachdem sich der Angeklagte grob über den Planungsstand

**Rn. 515**

des Bauvorhabens F2 hatte informieren lassen und auch dieses Grundstück

**Rn. 516**

in Augenschein genommen hatte, versprach er, hinsichtlich beider Objekte

**Rn. 517**

(G5 und F2) mit Q Verbindung aufzunehmen und sich

**Rn. 518**

sodann Wieder zu melden.

**Rn. 519**

Kurze Zeit später rief der Angeklagte den rechtskräftig Verurteilten Q an und

**Rn. 520**

informierte ihn über den neu geknüpften Kontakt, indem er ausführte, mit der Familie

**Rn. 521**

X und deren Grundstücken "könne man einiges machen". Diese Aussage fasste

**Rn. 522**

der Q angesichts der wechselseitig bekannten, permanent drängenden.

**Rn. 523**

Geldprobleme aller Beteiligten so auf, dass der Kontakt zu X möglicherweise

**Rn. 524**

eine neue Geldquelle eröffne, die zur Tilgung der Altverbindlichkeiten herangezogen

**Rn. 525**

werden könne, die der Angeklagte und seine Ehefrau sowie Q und C3

**Rn. 526**

seit 1994 angehäuft hatten. Aus diesem Grund zeigte Q umgehend Interesse

**Rn. 527**

an den Grundstücken und schickte den rechtskräftig Verurteilten C11 - einen

**Rn. 528**

leitenden Angestellten des B Unternehmensverbundes - nach C, um die

**Rn. 529**

Immobilien. in Augenschein zu nehmen. Nach seiner Rückkehr informierte C11 den

**Rn. 530**

rechtskräftig Verurteilten Q darüber, dass es sich bei dem Grundstück

**Rn. 531**

G5 um ein interessantes Seegrundstück mit alter Bebauung handele

**Rn. 532**

und bei der Immobilie in F2 um ein gut gelegenes und einträglich

**Rn. 533**

vermarktbares Baugrundstück, das allerdings mit einer Grundschuld in Höhe von 1,8

**Rn. 534**

Millionen DM belastet sei. Nähere Hintergründe zu der Belastung konnte C11 zu

**Rn. 535**

diesem Zeitpunkt noch nicht mitteilen.

**Rn. 536**

Der rechtskräftig Verurteilte Q entschloss sich nun zu einer direkten

**Rn. 537**

Kontaktaufnahme und begab sich Anfang Mai 1996 selbst nach C, wo es zu

**Rn. 538**

einem Gespräch mit den Eheleuten X in deren Eisdiele kam, an dem auch der

**Rn. 539**

Angeklagte und seine Ehefrau teilnahmen. Spätestens anlässlich dieser

**Rn. 540**

Zusammenkunft erfuhren der Angeklagte, T und Q auch von dem

**Rn. 541**

unbelasteten Seegrundstück in U, das man bei diesem oder einem anderen

**Rn. 542**

Treffen im Mai 1996 gemeinsam besichtigte. Die in diesem Zusammenhang mit

**Rn. 543**

X's geführten Gespräche, die der Angeklagte und Q in den darauf

**Rn. 544**

folgenden Wochen in Form von Telefonaten und weiteren persönlichen Kontakten

**Rn. 545**

fortsetzten, dienten in erster Linie dazu, nähere Auskünfte über X's Grundstücke

**Rn. 546**

und deren eventuelle Belastung mit Grundpfandrechten zu erhalten, wobei der

**Rn. 547**

Ehemann der Zeugin Rita X vor allem die Nähe zum Angeklagten suchte, dem

**Rn. 548**

er aufgrund seines Bekanntheitsgrades als Schauspieler und der Tatsache, dass

**Rn. 549**

auch T's aus der ehemaligen DDR stammten, in hohem Maße Vertrauen

**Rn. 550**

schenkte. Zum Zwecke der Beschaffung weiterer Informationen suchten der

**Rn. 551**

Angeklagte und Q mindestens einmal gemeinsam mit dem Ehemann der

**Rn. 552**

Zeugin Rita X das Bauamt in F2 auf, wo sie aktuelle Informationen zum

**Rn. 553**

Planungsstand und den Verhandlungen mit der C6 erhielten.

**Rn. 554**

Spätestens im Juni 1996 hatten sich der Angeklagte und seine Ehefrau sowie

**Rn. 555**

Q und C11 einen umfassenden Überblick über sämtliche Immobilien der

**Rn. 556**

Familie X verschafft und auch von deren finanziellen Problemen Kenntnis

**Rn. 557**

erlangt. Sie hatten im Laufe des Monats Mai erfahren, dass X's insgesamt vier

**Rn. 558**

Grundstücke besaßen, wobei das mit Grundschulden in Höhe von 776.000 DM

**Rn. 559**

belastete Grundstück G4 für die weiteren Planungen keine Rolle mehr

**Rn. 560**

spielte. Dies galt jedoch nicht für die unbelasteten Immobilien G5 und

**Rn. 561**

U sowie das mit Grundschulden in Höhe von 1,803 Millionen DM belastete

**Rn. 562**

Grundstück in F2, die sowohl den Angeklagten und seine Ehefrau als auch

**Rn. 563**

Q und C3, der die Informationen über die Liegenschaften von Q

**Rn. 564**

und C11 etwas zeitversetzt erhalten hatte, aufgrund der desolaten finanziellen

**Rn. 565**

Gesamtlage aller Beteiligten weiterhin interessierten, obwohl nun klar war, dass eine

**Rn. 566**

schnelle Bebauung und eine zügige Vermarktung aufgrund der finanziell

**Rn. 567**

angespannten Situation der Familie X nicht möglich sein würde. Die finanziellen

**Rn. 568**

Schwierigkeiten der Eheleute X schlugen sich in erster Linie in dem Zeitdruck

**Rn. 569**

nieder, der seitens der E Bank im Hinblick auf die Veräußerung der

**Rn. 570**

Grundstücke G5 und F2 aufgebaut worden war. Zwar war es am

**Rn. 571**

24.04./03.05.1996 zu einer zweiten Prolongation des Darlehens 4012276201

**Rn. 572**

gekommen, die allerdings bis zum 30.06.1996 befristet war, so dass lediglich ein

**Rn. 573**

Zeitfenster von knapp zwei Monaten für den Abschluss der Verhandlungen zur

**Rn. 574**

Verfügung stand. Der Vertrag enthielt außerdem weitere Klauseln, bezüglich derer

**Rn. 575**

die Kammer nicht abschließend klären konnte, ob der Angeklagte, T,

**Rn. 576**

Q, C3 und C11 sie kannten. So war die Vereinbarung mit dem

**Rn. 577**

ausdrücklichen Hinweis versehen, dass die Verantwortlichen der Bank bis zum

**Rn. 578**

30.06.1996 die Vorlage eines notariellen Kaufvertrages über das Grundstück

**Rn. 579**

F2 mit der C6 erwarteten und dass nach fruchtlosem Ablauf der Frist

**Rn. 580**

auch bezüglich dieses Objektes die Verkaufsvollmacht ausgeübt werde, die die

**Rn. 581**

Eheleute X der Bank erteilt hatten. Hinsichtlich der Immobilie G5

**Rn. 582**

wurde eine Verlängerung des Maklerauftrages zugunsten des Immobilienmaklers M2 vereinbart, wobei eine separate Erklärung der Kinder der Eheleute X

**Rn. 583**

vorzulegen war, in der diese sich verpflichten mussten, das Grundstück nicht selbst

**Rn. 584**

zu belasten oder zu veräußern. Die Eheleute X mussten ihrerseits bezüglich der

**Rn. 585**

lmmobilie in U eine entsprechende Erklärung abgeben und sich darüber hinaus

**Rn. 586**

dazu verpflichten, auf Verlangen der Bank eine verzinsliche Grundschuld zu

**Rn. 587**

bestellen, sofern sich die Vorfinanzierung innerhalb der Kreditfrist nicht erledigt habe.

**Rn. 588**

X erkannte schnell die Chancen, die sich trotz der finanziellen

**Rn. 589**

Schwierigkeiten der Familie X für ihn, die Gesellschaften des B

**Rn. 590**

Unternehmensverbundes und im Hinblick auf die drängenden Altverbindlichkeiten.

**Rn. 591**

ergaben. Er entschloss sich, die Immobilien G5, U und F2

**Rn. 592**

zu nutzen, um den Betrieb seiner und C3 an sich längst konkursreifen

**Rn. 593**

Unternehmen aufrechtzuerhalten und die aus den Vorherigen Bauvorhaben

**Rn. 594**

resultierenden Verbindlichkeiten zu reduzieren, was auch den Wünschen des

**Rn. 595**

Angeklagten, seiner Ehefrau und des rechtskräftig Verurteilten C3 entsprach.

**Rn. 596**

Anstatt von den geplanten Vorhaben Abstand zunehmen und sich von der Familie

**Rn. 597**

X angesichts von deren eigenen wirtschaftlichen Problemen zu trennen,

**Rn. 598**

entschloss sich auch der Angeklagte, die Projekte fortzuführen und Q in

**Rn. 599**

diesem Zusammenhang "freie Hand" zu lassen. Dabei war ihm klar, dass die

**Rn. 600**

Fortsetzung der Vorhaben wohl nur durch Täuschung und auf Kosten der Eheleute

**Rn. 601**

X möglich sein würde, was er aufgrund seiner eigenen finanziellen

**Rn. 602**

Zwangssituation billigend in Kauf nahm.

**Rn. 603**

Im Rahmen der zuvor beschriebenen Gespräche schlug der Angeklagte den

**Rn. 604**

Eheleuten X nun vor, einen Verkauf der Liegenschaften F2 und

**Rn. 605**

G5 erst nach erfolgter Bebauung bzw. Sanierung ins Auge zu fassen,

**Rn. 606**

da dies einen höheren Gewinn verspreche. Unter Verwendung der bisherigen

**Rn. 607**

Planungen der Firma C6 sollte F2 mit Mehrfamilienhäusern bebaut

**Rn. 608**

werden, wobei von vornherein klar war, dass aufgrund der am 03.04.1996 von der

**Rn. 609**

Gemeindevertreterversammlung beschlossenen Reduzierung der

**Rn. 610**

Geschossflächenzahl nur eine Errichtung von insgesamt 24 Wohneinheiten möglich

**Rn. 611**

sein würde. Diese Wohnungen sollten nach einer entsprechenden Teilungserklärung

**Rn. 612**

gewinnbringend veräußert werden. Eine ähnliche Vorgehensweise planten der

**Rn. 613**

Angeklagte und Q auch im Hinblick auf das Grundstück G5, das

**Rn. 614**

geteilt werden sollte, um auf dem unbebauten Teil der Liegenschaft ein kleineres

**Rn. 615**

Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten zu errichten, die dann ebenso wie der

**Rn. 616**

Grundstücksteil mit der noch zu renovierenden Villa zum Verkauf vorgesehen waren.

**Rn. 617**

Die Bauarbeiten selbst sollten von der Firma B2(B2) der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 durchgeführt werden.

**Rn. 618**

Um Zugriff auf X's Grundstücke zu erlangen und diese finanziell für ihre Zwecke

**Rn. 619**

auszuschlachten, gerierten sich der Angeklagte, seine Ehefrau und Q im

**Rn. 620**

Rahmen der Verhandlungen als erfolgreiche Geschäftsleute und verschwiegen dabei

**Rn. 621**

bewusst ihre erheblichen finanziellen Probleme, die die vorangegangenen

**Rn. 622**

fehlgeschlagenen Bauvorhaben aufgetürmt und die solche Ausmaße angenommen

**Rn. 623**

hatten, dass eine wirtschaftlich ordnungsgemäße Abwicklung der geplanten

**Rn. 624**

Vorhaben in F2 und C5 schon aus diesem Grund ausgeschlossen

**Rn. 625**

war. Q entwickelte außerdem mit Zustimmung des Angeklagten ein

**Rn. 626**

großangelegtes Täuschungskonzept: Er empfahl den Eheleuten X bezüglich

**Rn. 627**

aller drei Immobilien jeweils die Bildung einer Grundstücksgesellschaft bürgerlichen

**Rn. 628**

Rechts, angeblich um die Grundstücke F2 und G5 zu bebauen und

**Rn. 629**

zu vermarkten, wobei er in seine Überlegungen von Anfang an auch das Grundstück

**Rn. 630**

U einschloss, das als zusätzliche Sicherheit gegenüber den Banken dienen

**Rn. 631**

sollte. Die personelle Zusammensetzung der Grundstücksgesellschaften stand zu

**Rn. 632**

diesem Zeitpunkt – Ende Mai 1996-noch nicht exakt fest es war jedoch klar, dass

**Rn. 633**

neben Q und den Eheleuten X auch der Angeklagte, T und

**Rn. 634**

C3 in irgendeiner Form beteiligt. sein würden. Der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 635**

Q versprach im Einvernehmen mit dem Angeklagten den Eheleuten X in

**Rn. 636**

diesem Zusammenhang, er werde deren Altverbindlichkeiten bei der E Bank

**Rn. 637**

in Höhe von 1.803.000 DM umgehend im Zuge einer Baufinanzierung für das

**Rn. 638**

Objekt F2 ablösen. Im Gegenzug sollten die Eheleute X bzw. deren

**Rn. 639**

Kinder Eigentümergrundschulden in Höhe von jeweils 2.000.000 DM auf den bis

**Rn. 640**

dahin unbelasteten Grundstücken G5 und U bestellen und diese

**Rn. 641**

jeweils an die übrigen GbR-Mitglieder abtreten. Auf diese Weise wollte Q.

**Rn. 642**

zusammen mit dem Angeklagten, T und C3 die Verfügungsgewalt

**Rn. 643**

über die Grundschulden erlangen und diese zur Beschaffung von liquiden Mitteln

**Rn. 644**

einsetzen, ohne dass dies einer weiteren Genehmigung der Familie X bedurft

**Rn. 645**

hätte. Den Eheleuten X spiegelte er hingegen in Absprache mit dem

**Rn. 646**

Angeklagten vor, die Bestellung und Abtretung der Grundschulden solle in erster

**Rn. 647**

Linie seiner und der Absicherung der übrigen GbR-Mitglieder, also des Angeklagten

**Rn. 648**

und dessen Frau sowie des rechtskräftig Verurteilten C3, dienen. Durch die

**Rn. 649**

Gründung der Grundstücksgesellschaften würden nämlich neben den Eheleuten

**Rn. 650**

X auch die übrigen GbR-Mitglieder für die Altverbindlichkeiten auf dem

**Rn. 651**

Grundstück F2 haften und insofern quast 2/3 der Schulden übernehmen. Dies

**Rn. 652**

könne nicht ohne eine dingliche Absicherung erfolgen, um die Vertragstreue der

**Rn. 653**

Eheleute X zu gewährleisten. Weiterhin machten Q und der Angeklagte

**Rn. 654**

die Eheleute X glauben, dass die Grundschuld auf dem Grundstück G5 überhaupt nicht und die Grundschuld auf dem Grundstück U ausschließlich

**Rn. 655**

zur Kreditbeschaffung in bezug auf das Bauvorhaben F2 eingesetzt und

**Rn. 656**

einer finanzierenden Bank als Sicherheit angeboten werde.

**Rn. 657**

In Wahrheit gingen die Planungen des rechtskräftig Verurteilten Q, die der

**Rn. 658**

Angeklagte nicht in allen Einzelheiten, wohl aber hinsichtlich der wesentlichen

**Rn. 659**

Punkte kannte, in eine ganz andere Richtung. Q hatte zwar tatsächlich vor,

**Rn. 660**

die Grundstücke F2 und G5 möglichst schnell zu bebauen und zu

**Rn. 661**

vermarkten, allerdings wollte er die Grundschulden, die ihm, dem Angeklagten,

**Rn. 662**

T und C3 eingeräumt werden sollten, nicht nur als Sicherheit oder

**Rn. 663**

für das Bauvorhaben F2 nutzen, sondern auch für eigene Zwecke

**Rn. 664**

verwenden. Durch den Einsatz der Grundschulden beabsichtigte er mehrere

**Rn. 665**

Probleme gleichzeitig zu lösen, die zu dieser Zeit besonders drängten.

**Rn. 666**

Dies betraf zum einen die Umfinanzierung eines Kredits,den ein Geschäftspartner

**Rn. 667**

des Q, der anderweitig Verfolgte C7; für seine Firma L3 bei der

**Rn. 668**

Sparkasse T11 aufgenommen hatte. Q und C7 versuchten Anfang

**Rn. 669**

1996 händeringend einen neuen Betriebsmittelkredit für die L3

**Rn. 670**

aufzunehmen, mit dessen Hilfe C7 Altverpflichtungen erfüllen und seine deutlich

**Rn. 671**

überzogene Kreditlinie bei der Sparkasse T11 zurückführen wollte. Bei der

**Rn. 672**

Suche nach einem neuen Kreditinstitut waren Q und C7 Anfang 1996 auf

**Rn. 673**

die E Bank 4 gestoßen. Im Rahmen der Verhandlungen

**Rn. 674**

verlangten die Verantwortlichen der Bank spätestens ab Mitte Juni 1996 eine

**Rn. 675**

Zusatzsicherheit als Voraussetzung für die Gewährung des Kredites. Über die

**Rn. 676**

Familie X bekam Q nun mit dem Grundstück in U eine solche

**Rn. 677**

Sicherheit an die Hand, die C7 den Verantwortlichen der E Bank

**Rn. 678**

4 Ende Juni 1996 ohne Wissen der Eheleute X, aber mit

**Rn. 679**

Zustimmung des rechtskräftig Verurteilten Q, dann auch anbot.

**Rn. 680**

Ähnlich verhielt es sich mit der geplanten Grundschuld auf dem Grundstück

**Rn. 681**

G5, die Q ebenfalls von vornherein abredewidrig für eigene

**Rn. 682**

Zwecke einsetzen wollte. In unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der

**Rn. 683**

Kontaktaufnahme zu X's waren Q und C3 auf die Idee gekommen,

**Rn. 684**

die Fertighäuser, die sie für ihre Bauvorhaben bis dahin in Schweden bestellt hatten,

**Rn. 685**

selbst herzustellen. Als Betriebsstätte sollte ihnen ein Unternehmen des Zeugen

**Rn. 686**

G2 in L4 dienen, das sie spätestens nach dem ersten Kontakt mit

**Rn. 687**

X's zu übernehmen beabsichtigten. Hierbei handelte es sich um einen

**Rn. 688**

holzverarbeitenden Betrieb mit angeschlossener Spedition, den der Zeuge 1990 kurz

**Rn. 689**

nach der Wende in der ehemaligen DDR gegründet hatte. Den Kontakt zum Zeugen

**Rn. 690**

G2 hatten Q und C3 zum Jahreswechsel 1994/1995 über den

**Rn. 691**

gemeinsamen Geschäftspartner H2 geknüpft. Der Zeuge G2 hatte zu dieser

**Rn. 692**

Zeit erhebliche finanzielle Probleme und suchte eine Bank, die ihm einen weiteren

**Rn. 693**

Betriebsmittelkredit gewähren sollte. H2, der von den Problemen wusste,

**Rn. 694**

verwies G2 an den rechtskräftig Verurteilten Q, der sich bereiterklärte, bei

**Rn. 695**

der Lösung der finanziellen Schwierigkeiten behilflich zu sein. Trotzdem

**Rn. 696**

verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens bis Mitte 1996 so

**Rn. 697**

weit, dass es unmittelbar vor dem Konkurs stand. Diese Situation ermöglichte nun

**Rn. 698**

eine kostengünstige Übernahme des Betriebes durch Q und C3, die zu

**Rn. 699**

diesem Zweck im Laufe des Jahres 1996 Verbindung zu dem schwedischen.

**Rn. 700**

Kaufmann T7 aufnahmen, der bei dem Aufbau des Fertighausunternehmens

**Rn. 701**

behilflich sein sollte.

**Rn. 702**

Ende Mai/Anfang Juni 1996 befanden sich diese Übernahmepläne zwar noch im

**Rn. 703**

Anfangsstadium; Q und C3 sahen jedoch bereits damals die

**Rn. 704**

Möglichkeit, die in dem geplanten neuen Betrieb zu fertigenden Häuser für das

**Rn. 705**

Projekt in F2 und bei einem weiteren ins Auge gefassten Bauvorhaben in

**Rn. 706**

H zu verwenden. Beiden war allerdings klar, dass sie für die Gründung und den

**Rn. 707**

Betrieb des Fertighausunternehmens einen Betriebsmittelkredit benötigen und dafür

**Rn. 708**

Sicherheiten anzubieten haben würden. Da andere Sicherheiten oder gar

**Rn. 709**

Eigenkapital nicht zur Verfügung standen, beabsichtigten sie, das den Kindern

**Rn. 710**

X gehörende Grundstück G5 zu diesem Zweck einzusetzen, was

**Rn. 711**

den Mitgliedern der Familie X bewusst verschwiegen wurde. Aufgrund der

**Rn. 712**

prekären finanziellen Gesamtsituation gingen Q und C3 außerdem

**Rn. 713**

davon aus, dass sie die KreditmitteI, die sie, mit den X-Grundstücken

**Rn. 714**

aufnehmen wollten, nicht nur für das neue Fertighausunternehmen, sondern vor

**Rn. 715**

allem auch zum Stopfen der enormen finanziellen Löcher verwenden würden, die

**Rn. 716**

insbesondere auch bezüglich der Bauvorhaben, an denen der Angeklagte beteiligt

**Rn. 717**

war, entstanden waren. Diese innerhalb des B Unternehmensverbundes gängige

**Rn. 718**

Praxis, die schon ab 1995 regelmäßig bei neu aufgenommenen Darlehen angewandt

**Rn. 719**

worden war, kannte, spätestens ab Anfang 1996 auch der Angeklagten in den

**Rn. 720**

wesentlichen Grundzügen. Die Vorgehensweise diente der Aufrechterhaltung des

**Rn. 721**

Geschäftsbetriebes des B Unternehmensverbundes, wobei dem Angeklagten klar

**Rn. 722**

war, dass das finanzielle Ende dieses Firmengefüges unweigerlich auch seinen

**Rn. 723**

endgültigen wirtschaftlichen Ruin bedeutet hätte.

**Rn. 724**

Die Eheleute X gingen aufgrund der vorerwähnten Täuschungen davon aus,

**Rn. 725**

kompetente und solvente Geschäftspartner gefunden zu haben, mit denen sie

**Rn. 726**

gemeinsam die geplanten Vorhaben durchführen wollten. In besonderem Maße

**Rn. 727**

vertrauten sie dem Angeklagten, da sie sich nicht vorstellen konnten, dass dieser sie

**Rn. 728**

in Anbetracht seines Bekanntheitsgrades hintergehen würde, was der Angeklagte

**Rn. 729**

auch mehrfach ausdrücklich beteuert hatte. Die Eheleute X glaubten

**Rn. 730**

insbesondere an die absprachegemäße Verwendung der Grundschulden, die sie auf

**Rn. 731**

den Grundstücken U und G5 bestellen sollten. Daher fassten sie

**Rn. 732**

den Entschluss, grundsätzlich auf die Vorschläge des Angeklagten und des

**Rn. 733**

rechtskräftig Verurteilten Q einzugehen und die Immobilien G5

**Rn. 734**

und F2 erst nach einer Bebauung bzw. nach erfolgter Renovierung zu

**Rn. 735**

veräußern. Dabei legte vor allem der Ehernarm der Zeugin Rita X größten Wert

**Rn. 736**

auf die Beteiligung des Angeklagten weil er ihm weit mehr Vertrauen

**Rn. 737**

entgegenbrachte als dem rechtskräftig Verurteilten Q. Zwischen dem

**Rn. 738**

Angeklagten und Q bestand infolgedessen eine zumindest stillschweigende

**Rn. 739**

Übereinkunft, wonach der Angeklagte im Wege einer einvernehmlichen

**Rn. 740**

Arbeitsteilung dafür sorgen sollte, die Eheleute X bei Laune und "bei der

**Rn. 741**

Stange" zu halten, während Q die Details der illegalen Kapitalbeschaffung

**Rn. 742**

planen und durchführen sollte.

**Rn. 743**

Da die Mitglieder der Familie X glaubten, eine lukrative Lösung ihrer finanziellen

**Rn. 744**

Schwierigkeiten gefunden zu haben, zog die Tochter Ellen X im Mai 1996 ihre

**Rn. 745**

Finanzierungsanfrage bei der E Bank 3 ,mit der Begründung

**Rn. 746**

zurück, man, habe einen anderen Weg im Hinblick auf das Grundstück F2

**Rn. 747**

gefunden. Außerdem brachen X's Mitte Juni 1996 die Verkaufsverhandlungen

**Rn. 748**

mit der Firma C6 ab, die aufgrund der Preisvorstellungen der Eheleute X

**Rn. 749**

am 17.06.1996 ihrerseits bereits einen Rückzug aus dem geplanten Geschäft

**Rn. 750**

gegenüber der E Bank angekündigt hatte.

**Rn. 751**

Nachdem sich X's gegenüber dem Angeklagten und Q grundsätzlich mit

**Rn. 752**

der vorgeschlagenen Vorgehensweise einverstanden erklärt hatten, wurden am

**Rn. 753**

07.06.1996 drei privatschriftliche, auf die Grundstücke F2, G5

**Rn. 754**

und U bezogene GbR-Verträge geschlossen, die als Gesellschafter jeweils

**Rn. 755**

neben den Eheleuten X die frühere Mitangeklagte T und die Firma

**Rn. 756**

B2 der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 vorsahen.

**Rn. 757**

Bei der Umsetzung des geschilderten Tatplanes ergaben sich in den folgenden

**Rn. 758**

Wochen und Monaten jedoch eine Reihe von Hindernissen, die den Angeklagten,

**Rn. 759**

seine Ehefrau und die rechtskräftig Verurteilten Q, C3 und C11

**Rn. 760**

zumindest teilweise zu einer Modifizierung ihrer Vorgehensweise zwangen.

**Rn. 761**

b) Beschaffung der nachrangigen Grundschuld auf dem Grundstück U für den

**Rn. 762**

Betriebsmittelkredit der L3

**Rn. 763**

Im Laufe des Monats Juni 1996 bemühte sich Q in erster Linie darum, ein

**Rn. 764**

Kreditinstitut zu flnden, das bereit war, den Kredit der Eheleute X in Höhe von

**Rn. 765**

1.803.000 DM bei der E Bank abzulösen. Zu diesem Zweck fertigte

**Rn. 766**

C11 am 20.06.1996 einen Kreditantrag über insgesamt 2,8 Millionen DM, der kurze

**Rn. 767**

Zeit später der E Bank 4 eingereicht wurde. Antragsteller waren

**Rn. 768**

neben den Eheleuten Q die Eheleute T und die Firma B2. Der Antrag

**Rn. 769**

war neben der Ablösung der E Bank auf die Gewährung eines

**Rn. 770**

Barkredites in Höhe von einer Million DM gerichtet. Als Sicherheit sollte eine

**Rn. 771**

Grundschuld in Höhe von 1.800.000 DM auf dem Grundstück F2 und eine

**Rn. 772**

erstrangige (Teil-) Grundschuld in Höhe von 1.000.00·0 DM auf dem Grundstück

**Rn. 773**

U dienen.

**Rn. 774**

In unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Kreditantrag bei der E

**Rn. 775**

Bank 4 meldete sich Q für die Eheleute X auch bei der

**Rn. 776**

E Bank und kündigte dort die Ablösung des Kredits innerhalb von zwei

**Rn. 777**

bis drei Wochen an. Allerdings gab er hier zunächst vor, die Ablösung werde durch

**Rn. 778**

die X3 Hypothekenbank erfolgen. Diese Vorgehensweise diente in erster

**Rn. 779**

Linie dem Zeitgewinn und der Beruhigung der Bankmitarbeiter, da das Darlehen der

**Rn. 780**

Eheleute X bei der E Bank zum 30.06.1996 ablief. Anfang Juli

**Rn. 781**

1996 erfuhr auch die E Bank, dass Q eine Ablösung des Kredits

**Rn. 782**

durch die E Bank 4 plante, weshalb sich der zuständige

**Rn. 783**

Mitarbeiter der E Bank mit dem Filialleiter der E Bank 4 telefonisch in Verbindung setzte, um den Sachverhalt zu klären.

**Rn. 784**

In einem an den B Unternehmensverbund gerichteten Schreiben vom 09.07.1996

**Rn. 785**

setzte die E Bank den rechtskräftig Verurteilten Q daraufhin

**Rn. 786**

davon in Kenntnis, dass die E Bank 4 eine Ablösung des Kredites

**Rn. 787**

innerhalb des Hauses der E Bank ablehne, da diese Vorgehensweise dort

**Rn. 788**

weder gewünscht noch zulässig sei. Q wurde vielmehr aufgefordert,

**Rn. 789**

umgehend eine finanzierende Bank zu benennen, was ihm jedoch zu diesem

**Rn. 790**

Zeitpunkt noch nicht möglich war, da ein entsprechendes Kreditinstitut erst noch

**Rn. 791**

gefunden werden musste.

**Rn. 792**

Diese Nachricht veranlasste Q, noch am selben Tag einen Kreditantrag

**Rn. 793**

erstellen zu lassen, der kurz darauf an die T9 Bank übersandt

**Rn. 794**

wurde. Der von dem rechtskräftig Verurteilten C11 gefertigte Antrag war auf die

**Rn. 795**

Gewährung eines Festdarlehens in Höhe von 1.800.000 DM und eines

**Rn. 796**

Kontokorrentkredits in Höhe von 200.000 DM gerichtet und wurde für die Eheleute

**Rn. 797**

X, den Angeklagten und seine Ehefrau sowie die B2 gestellt. Die

**Rn. 798**

beantragte Kreditsumme wurde kurze Zeit später auf insgesamt 6.000.000 DM

**Rn. 799**

erhöht. Als Sicherheit sollten neben Grundschulden auf dem Grundstück F2

**Rn. 800**

auch eine erstrangige (Teil-) Grundschuld in Höhe von 1.000.000. DM auf dem

**Rn. 801**

Grundstück U dienen. In einem Begleitschreiben vom 15.07.1996 bat C11 die

**Rn. 802**

T9 Bank um eine schnellstmögliche Kontaktaufnahme mit der

**Rn. 803**

E Bank, um deren Mitarbeitern nachzuweisen, dass die geplante

**Rn. 804**

Ablösung mit Nachdruck betrieben werde.

**Rn. 805**

Der Beruhigung der Verantwortlichen der E Bank dienten auch die Angaben,

**Rn. 806**

die Q am 12.07.1996 anlässlich eines persönlichen Treffens in den Räumen

**Rn. 807**

der E Bank machte. In Anwesenheit der Eheleute X und des

**Rn. 808**

rechtskräftig Verurteilten C11 berichtete Q von dem Kreditantrag bei der

**Rn. 809**

T9 Bank. Da er gegenüber den Bankmitarbeitern einräumen

**Rn. 810**

musste, dass die Bearbeitung des Antrags einige Zeit in Anspruch nehmen werde

**Rn. 811**

und ihm bewusst war, dass dies angesichts des am 30.06.1996 ausgelaufenen

**Rn. 812**

Kredits ein Problem darstellen könnte, täuschte er die anwesenden Bankmitarbeiter

**Rn. 813**

dahingehend, dass ihm in Kürze ein Betrag in Höhe von 1,7 Millionen DM zur freien

**Rn. 814**

Verfügung stehen werde. Er bot an, diesen Betrag - im Vorgriff auf die beantragte

**Rn. 815**

Finanzierung bei der T9 Bank - gegen Abtretung der

**Rn. 816**

bestehenden Grundschuld auf dem Grundstück F2 an die E Bank

**Rn. 817**

zu überweisen, obwohl ihm bewusst war, dass es hierzu aller Voraussicht

**Rn. 818**

nach gar nicht kommen konnte. Zwar hatte er die vage Aussicht, einen Betrag in

**Rn. 819**

dieser Höhe tatsächlich zu erlangen; die Summe sollte jedoch aus einem weiteren

**Rn. 820**

Bankkredit herrühren, den Q und C3 durch neue Täuschungen

**Rn. 821**

erlangen wollten, was darin letztlich allerdings misslang. Dieses großspurige

**Rn. 822**

Auftreten des rechtskräftig Verurteilten Q diente jedoch nicht nur der

**Rn. 823**

Besänftigung der Bankmitarbeiter, sondern auch dazu, den Eheleuten X nicht

**Rn. 824**

vorhandene Bonität vorzuspiegeln. Vor diesem Hintergrund versprach er in dem

**Rn. 825**

Termin vom 12.07.1996 auch die Bezahlung der inzwischen aufgelaufenen Zinsen

**Rn. 826**

der Eheleute X in Höhe von 75.000 DM. Er behauptete, er werde die Summe

**Rn. 827**

vorschießen und nachträglich innerhalb der GbR verrechnen. Dieses Versprechen

**Rn. 828**

gab er ab, obwohl ihm klar war, dass selbst dieser Betrag zumindest nicht in vollem

**Rn. 829**

Umfang zur Verfügung stand.

**Rn. 830**

Mit Schreiben vom 22.07.1996 an die Eheleute X kam die E Bank

**Rn. 831**

erwartungsgemäß auf den Vorschlag des rechtskräftig Verurteilten Q vom

**Rn. 832**

12.07.1996 zurück und nahm dessen Angebot zur Zahlung der 1,7 Millionen DM

**Rn. 833**

zwecks Ablösung der Kreditlinie der Eheleute X an. Gleichzeitig wiesen die

**Rn. 834**

zuständigen Bankmitarbeiter darauf hin, dass die rückständigen Zinsen in Höhe von

**Rn. 835**

75.000 DM trotz Ankündigung nicht geflossen seien.

**Rn. 836**

Um das Grundstück U wie geplant sowohl für die Ablösung des Darlehens der

**Rn. 837**

Eheleute X als auch für den bereits beantragten Betriebsmittelkredit der L3 nutzen zu können, hatte Q zwischenzeitlich durch notarielle Urkunde

**Rn. 838**

vom 09.07.1996 (Urkunden-Rolle Nr. 559/1996 des Notars M3 aus I4) als

**Rn. 839**

vollmachtloser Vertreter der Eheleute X eine Eigentümergrundschuld auf dem

**Rn. 840**

Grundstück U in Höhe von 2.000.000 DM bestellt und diese Grundschuld

**Rn. 841**

gleichzeitig an die B2 sowie den Angeklagten und dessen Ehefrau abgetreten.

**Rn. 842**

Schon zu diesem Zeitpunkt stand für Q fest, dass die Grundschuld in einen

**Rn. 843**

erstrangigen und einen zweitrangigen Teil von jeweils 1.000.000 DM aufgeteilt

**Rn. 844**

werden sollte. Den erstrangigen Teil wollte er als Sicherheit bei dem Kreditinstitut

**Rn. 845**

verwenden, das später den Kredit der Eheleute X bei der E Bank

**Rn. 846**

ablösen sollte. Den zweitrangigen Teil wollte Q - entsprechend seinem

**Rn. 847**

Tatplan - ohne Wissen der Eheleute X als Sicherheit für den L3-Kredit

**Rn. 848**

einsetzen. Die beabsichtigte Teilung der Grundschuld, die Q theoretisch

**Rn. 849**

bereits in dieser Urkunde hätte vornehmen können, unterließ er bewusst, um die

**Rn. 850**

Eheleute X nicht misstrauisch zu machen, da diese die Grundschuldbestellung

**Rn. 851**

sowie deren Abtretung an die B2, den Angeklagten und dessen Ehefrau noch

**Rn. 852**

genehmigen mussten.

**Rn. 853**

Diese Genehmigung erfolgte durch notarielle Urkunde vom 25.07.1996

**Rn. 854**

(Urkundenrolle 369/1996 der Notarin I5 aus C), allerdings infolge eines

**Rn. 855**

Kanzleiversehens irrtümlich allein durch die Zeugin Rita X, die nicht - wie es

**Rn. 856**

eigentlich erforderlich gewesen wäre - gemeinsam mit ihrem Ehemann handelte, der

**Rn. 857**

Miteigentümer des Grundstücks U war. Das Kanzleiversehen beruhte darauf,

**Rn. 858**

dass in dem Notartermin gleichzeitig eine von Q ebenfalls am 09,.07.1996 als

**Rn. 859**

vollmachtloser Vertreter auf dem Grundstück G5 bestellte

**Rn. 860**

Eigentümergrundschuld genehmigt wurde (worauf später noch einzugehen sein wird)

**Rn. 861**

Und bei den Genehmigungserklärungen die Urkundennummern der

**Rn. 862**

Grundschuldbestellungsurkunden vertauscht wurden. Die Genehmigungserklärung

**Rn. 863**

369/1996, die allein von der Zeugin Rita X unterzeichnet wurde, bezog sich laut

**Rn. 864**

Urkunde der Notarin I5 auf die Grundschuldbestellungsurkunde 559/1996 des

**Rn. 865**

Notars M3, also auf das Grundstück U. Diese Erklärung war jedoch für

**Rn. 866**

die Grundschuldbestellungsurkunde 558/1996 des Notars M3 gedacht, in der

**Rn. 867**

die Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück G5 bestellt worden

**Rn. 868**

war. Zur Bestellung dieser Grundschuld wäre die Zeugin Rita X grundsätzlich

**Rn. 869**

allein berechtigt gewesen, da sie am 03.12.1993 die entsprechende

**Rn. 870**

Verkaufsvollmacht ihrer drei Kinder erhalten hatte, denen das Grundstück

**Rn. 871**

G5 gehörte (Urkundenrolle Nr. 378/1993 der Notarin X2 aus

**Rn. 872**

C).

**Rn. 873**

In demselben sehr turbulenten und chaotischen Notartermin vom 25.07.1996 wurde

**Rn. 874**

außerdem ein notarieller Grundstücksgesellschaftsvertrag (Urkundenrolle 367/1996

**Rn. 875**

der Notarin Irina I5 aus C) zwischen den Eheleuten X, dem Angeklagten

**Rn. 876**

und der Firma B2, vertreten durch Q, geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt

**Rn. 877**

hatten sich alle Beteiligten geeinigt, dass das Grundstück in U nicht in eine

**Rn. 878**

eigene Immobiliengesellschaft eingebracht werden, sondern künftig lediglich als

**Rn. 879**

Sicherheit dienen sollte. Fest steht, dass die am 25.07.1996 gegründete Gesellschaft sich auf das Grundstück F2 bezog, auf dessen Bebauung die Eheleute

**Rn. 880**

X besonderen Wert legten. Die Kammer hat letztlich nicht klären können, ob die

**Rn. 881**

Gesellschaftsgründung auch die Liegenschaft G5 umfasste oder ob sich

**Rn. 882**

die Eheleute X zu diesem Zeitpunkt entschlossen hatten, die ursprünglich

**Rn. 883**

angedachte gemeinsame Verwertung auch dieses Grundstücks zumindest zunächst

**Rn. 884**

einmal zurückzustellen; hierauf wird später noch einzugehen sein.

**Rn. 885**

Den Gesellschaftsvertrag und die (fehlerhafte) Genehmigung der

**Rn. 886**

Eigentümergrundschuldbestellung und -abtretung U übersandte die Notarin am

**Rn. 887**

28.07.1996 an die Firma B2, zu Händen des rechtskräftig Verurteilten Q,

**Rn. 888**

der die Genehmigung gemeinsam mit C3 umgehend für die angedachten

**Rn. 889**

eigenen Zwecke einsetzen wollte. Durch notarielle Urkunde vom 14.08.1996

**Rn. 890**

(Urkundenrolle 633/1996 des Notars M3 aus I4) wurde die Grundschuld in

**Rn. 891**

einen erstrangigen und einen rangletzten Teilbetrag von jeweils 1.000.000 DM

**Rn. 892**

geteilt. Den rangletzten Teilbetrag traten Q und C3 sodann an die

**Rn. 893**

E Bank 5 zum Zwecke der Absicherung des L3-Kredites ab, den

**Rn. 894**

C7 zuvor bei der E Bank 4 beantragt hatte. Diese Abtretung.

**Rn. 895**

war den Eheleuten X weder bekannt noch von ihnen gewollt, da sie immer noch

**Rn. 896**

von der ursprünglich vereinbarten ausschließlichen Verwendung der Grundschuld für

**Rn. 897**

das Bauvorhaben F2 ausgingen. Kurze Zeit später, am 16.08.1996, gab auch

**Rn. 898**

die frühere Mitangeklagte T eine entsprechende Erklärung ab

**Rn. 899**

(Urkundenrolle Nr. 405/1996 der Notarin I5 aus C).

**Rn. 900**

In der Zwischenzeit versuchten der Angeklagte, seine Ehefrau und der rechtskräftig

**Rn. 901**

Verurteilte Q die Verantwortlichen der E Bank im Hinblick auf

**Rn. 902**

die Ablösung des Kredites der Eheleute X in Höhe von 1.803.000 DM weiter zu

**Rn. 903**

vertrösten, um so Zeit bis zur Bewilligung des bei der T9 Bank beantragten Darlehens zu gewinnen. Mit Schreiben vom

**Rn. 904**

31.07.1996 sicherte der Angeklagte, der zuständigen Bankmitarbeiterin eine

**Rn. 905**

Ablösung der offenen Verbindlichkeiten der Eheleute X noch im Laufe des

**Rn. 906**

Monats August 1996 zu und gab an, dass dies voraussichtlich am 25.08.1996

**Rn. 907**

erfolgen werde. Mit einer Ablehnung des Kreditantrages durch die T9 Bank sei nicht zu rechnen, da mit dieser Bank bereits

**Rn. 908**

Bauträgermaßnahmen und Finanzierungen durchgeführt worden seien, bei denen

**Rn. 909**

mit vergleichbaren Werten kalkuliert worden sei. lm übrigen liege eine positive

**Rn. 910**

Grundsatzentscheidung des Gesamtvorstandes der Bank bereits vor. Gleichzeitig

**Rn. 911**

versprach er nochmals die Anweisung der noch ausstehenden Zinsen der Eheleute

**Rn. 912**

X. Gleichlautende Auskünfte und Versprechungen hatte die zuständige

**Rn. 913**

Bankmitarbeiterin der E Bank auch zuvor bereits in diversen Telefonaten

**Rn. 914**

erhalten, so dass sie sich schließlich in einem Schreiben vom 06.08.1996 gegenüber

**Rn. 915**

den Eheleuten X bereiterklärte das Datum der Kreditablösung auf den

**Rn. 916**

25.08.1996 zu verschieben. Gleichzeitig, wies sie jedoch darauf hin, dass die

**Rn. 917**

Zinsrückstände noch immer nicht ausgeglichen seien und kündigte an, dass im Falle

**Rn. 918**

des fruchtlosen Verstreichens der zuvor genannten Frist seitens der Bank darauf

**Rn. 919**

bestanden werde, dass eine Sicherheitenverstärkung in Form einer

**Rn. 920**

Grundschuldbestellung auf dem Objekt U erfolge. Außerdem werde dann auch

**Rn. 921**

die Verkaufsvollmacht für die Grundstücke F2 und G5 verwendet.

**Rn. 922**

Daraufhin übersandte Q der E Bank am 12.08.1996 einen

**Rn. 923**

Scheck zur Gutschrift auf dem Konto der Eheleute X, der sich allerdings nicht

**Rn. 924**

auf die angekündigten 75.000 DM belief, sondern lediglich auf 55.000 DM. Auf eine

**Rn. 925**

Rückfrage bei der früheren Mitangeklagten T erhielt die zuständige

**Rn. 926**

Bankmitarbeiterin die - falsche - Auskunft, das restliche Geld sei bereits unterwegs.

**Rn. 927**

Außerdem teilte T in diesem oder einem weiteren Telefonat mit, dass

**Rn. 928**

bereits eine mündliche Darlehenszusage der T9 Bank

**Rn. 929**

vorliege. Dies bestätigten Q und C3 in einem Schreiben an die

**Rn. 930**

E Bank vom 23.08.1996 und führten hierzu Weiter aus, dass die

**Rn. 931**

Darlehensverträge für die Ablösung des Darlehens und des Zinssaldos am folgenden

**Rn. 932**

Montag gefertigt und der B zugeleitet würden. Tatsächlich konnte Q der

**Rn. 933**

E Bank am 30.08.1996 per Fax mitteilen, dass eine schriftliche

**Rn. 934**

Finanzierungsbestätigung der T9 Bank vorliege, die er als

**Rn. 935**

Anlage beifügte. Dabei verschwieg er allerdings bewusst, dass bereits feststand,

**Rn. 936**

dass der Darlehensvertrag an erhebliche Voraussetzungen geknüpft sein würde,

**Rn. 937**

deren Erfüllbarkeit zumindest höchst zweifelhaft war.

**Rn. 938**

Bis zum 30.09.1996 unterschrieben die Eheleute X, der Angeklagte, seine

**Rn. 939**

Ehefrau und die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 zwar den von der

**Rn. 940**

T9 Bank vorbereiteten Kreditvertrag; dieser wurde jedoch

**Rn. 941**

nicht an die T9 weitergeleitet, da man zunächst versuchen wollte, die

**Rn. 942**

darin enthaltenen Bedingungen zu erfüllen. Der vorgesehene Darlehensbetrag belief

**Rn. 943**

sich auf insgesamt 6.000.000 DM. Darlehenszweck sollte die Ablösung des Kredits

**Rn. 944**

bei der E Bank sowie die Errichtung von 4 Mehrfamilienhäusern mit je

**Rn. 945**

6 Wohneinheiten in F2 sein. Das mit 7,9% p.a. zu verzinsende Darlehen war

**Rn. 946**

bis zum 30.08.1997 befristet. Als Sicherheit sollte die bereits bestehende

**Rn. 947**

Grundschuld auf dem Grundstück F2 in Höhe von 1.803.000 DM dienen, die

**Rn. 948**

an die T9 abgetreten werden sollte. Als zusätzliche Sicherheiten waren

**Rn. 949**

eine weitere Grundschuld in Höhe von 5.200.000 DM auf dem Grundstück F2

**Rn. 950**

und eine erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf der Immobilie

**Rn. 951**

U zu bestellen. Daneben wurden seitens der Bank diverse weitere

**Rn. 952**

Auszahlungsvoraussetzungen festgelegt. Als problematisch erwies sich in dieser

**Rn. 953**

Hinsicht vor allem die Bedingung, dass vor der Ablösung des Kredites der E

**Rn. 954**

Bank der Nachweis erfolgen müsse, dass das Grundstück F2 mit einer

**Rn. 955**

Wohnfläche von ca. 1.700 qm bebaut werden könne. Dieser Nachweis stellte letztlich

**Rn. 956**

ein wesentliches Hindernis für den endgültigen Abschluss des Kreditvertrages dar.

**Rn. 957**

Den Kreditvertragsentwurf erhielt die E Bank Ende September / Anfang

**Rn. 958**

Oktober 1996, so dass deren Mitarbeitern spätestens ab diesem Zeitpunkt bekannt

**Rn. 959**

war oder zumindest hätte bekannt sein können, dass eine Belastung des

**Rn. 960**

Grundstückes U durch die Eheleute X vorgesehen war.

**Rn. 961**

Zur selben Zeit - Ende September 1996 - fielen die erwähnten Fehler in der

**Rn. 962**

Genehmigungserklärung vom 25.07.1996 auf. Außerdem bekamen Q und

**Rn. 963**

C3 Probleme mit den Eheleuten X, die sich spätestens im September

**Rn. 964**

1996 entschlossen hatten, die Genehmigung zu widerrufen, weil sie enttäuscht

**Rn. 965**

darüber waren, dass mit keinem der geplanten Bauvorhaben begonnen worden war.

**Rn. 966**

Aus diesem Grund wollten X's nur das Projekt in F2 fortsetzen, die

**Rn. 967**

Immobilie G5 jedoch nicht mehr als Sicherheit zur Verfügung stellen

**Rn. 968**

und dementsprechend auch nicht mehr belasten; hierauf wird später noch näher

**Rn. 969**

einzugehen sein.

**Rn. 970**

Den Widerruf nahmen X's durch notarielle Urkunde vom 30.09.1996

**Rn. 971**

(Urkundenrolle Nr. 464/1996 der Notarin I5 aus C) vor. In dem

**Rn. 972**

Dokument wurde in Bezug auf die Grundschuld auf dem Grundstück U

**Rn. 973**

festgestellt, dass die Bestellung dieses Grundpfandrechtes - wie bereits erwähnt versehentlich nur von der Zeugin Rita X genehmigt worden sei. X's lehnten

**Rn. 974**

eine erneute -fehlerfreie- Genehmigung der von Q am 09.07.1996

**Rn. 975**

vorgenommenen Grundschuldbestellung in Höhe von 2.000.000 DM ausdrücklich ab.

**Rn. 976**

Ihnen lag nämlich zwischenzeitlich das Darlehensangebot der T9

**Rn. 977**

Bank vor, das als Sicherheit lediglich eine erstrangige Grundschuld in

**Rn. 978**

Höhe von 1.000.000 DM vorsah, so dass X's glaubten, die Bestellung einer

**Rn. 979**

Grundschuld in dieser Höhe sei ausreichend. Dementsprechend wiesen sie die

**Rn. 980**

Notarin I5 ausdrücklich an, sämtliche bereits gestellten Anträge auf Eintragung

**Rn. 981**

der Eigentümergrundschuld zurückzuziehen. Stattdessen verpflichteten sie sich, eine

**Rn. 982**

zweitrangige Grundschuld auf dem Grundstück F2 in Höhe von 5.200.000

**Rn. 983**

DM zu bestellen, die Abtretung der bereits eingetragenen erstrangigen Grundschuld

**Rn. 984**

in Höhe von 1.803.000 DM zu genehmigen und eine erstrangige

**Rn. 985**

Eigentümergrundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf dem Objekt U zu

**Rn. 986**

bewilligen.

**Rn. 987**

Da diese Entscheidung die Tatpläne der Beteiligten durchkreuzt hätte, weil hierdurch

**Rn. 988**

die geplante abredewidrige Verwendung der zweitrangigen Teilgrundschuld für den

**Rn. 989**

Betriebsmittelkredit der L3 zunichte gemacht worden wäre, setzte

**Rn. 990**

Q in den folgenden Tagen im Einverständnis mit dem Angeklagten alle Hebel

**Rn. 991**

in Bewegung, um die Urkunde vom 30.09.1996 wieder aus der Welt zu schaffen:

**Rn. 992**

Insbesondere gegenüber den Banken, denen die Objekte U und G5 abredewidrig als Sicherheiten angeboten worden waren, musste schnell Klarheit

**Rn. 993**

geschaffen werden, dass es bei der (täuschungsbedingten) Bereitstellung der

**Rn. 994**

vorgenannten Objekte durch die Eheleute X bleiben werde.

**Rn. 995**

Am 07.10.1996 teilte Q der Notarin I5 schriftlich mit, dass die Familie

**Rn. 996**

X nach einem Aufklärungsgespräch in Anwesenheit der früheren

**Rn. 997**

Mitangeklagten T die schon beurkundeten Eigentümergrundschulden

**Rn. 998**

samt Abtretung an die Eheleute T und die B2 nun akzeptieren und

**Rn. 999**

beurkunden werde. Gleichzeitig bat er dringend um ein Schreiben für die

**Rn. 1000**

finanzierenden Banken, aus dem hervorgehen sollte, dass eine Beseitigung der

**Rn. 1001**

eingetretenen Fehler erfolgen werde. Außerdem wurde die Notarin um die

**Rn. 1002**

Anfertigung einer Notarbestätigung und deren Vorlage beim Grundbuchamt zwecks

**Rn. 1003**

Eintragung der Grundschulden gebeten. Ein entsprechendes Ansinnen erhielt die

**Rn. 1004**

Notarin am 10.10.1996 auch von der früheren Mitangeklagten T, die

**Rn. 1005**

ebenfalls um die Übersendung einer Bestätigung bat, der zu entnehmen sein sollte,

**Rn. 1006**

dass kurzfristig mit einer Notarbestätigung und einer Berichtigung der vertauschten

**Rn. 1007**

Urkundenrollennummern zu rechnen sei.

**Rn. 1008**

Im Rahmen der "Aussprache", die in den beiden Schreiben von Q und T

**Rn. 1009**

erwähnt wurde, wurden die Eheleute X keinesfalls - wie es die Schreiben

**Rn. 1010**

suggerieren - umfassend über die wahren Hintergründe der Grundschuldbestellung

**Rn. 1011**

auf dem Objekt U aufgeklärt. Dem rechtskräftig Verurteilten Q gelang es

**Rn. 1012**

stattdessen in diesem oder einem weiteren Gespräch, die Eheleute X doch

**Rn. 1013**

noch zu einer Genehmigung der von ihm am 09.07.1996 vollmachtlos

**Rn. 1014**

vorgenommenen Grundschuldbestellung samt Abtretung an den Angeklagten, seine'

**Rn. 1015**

Ehefrau und die B2 zu bewegen. Den genauen Inhalt des bzw. der Gespräche

**Rn. 1016**

konnte die Kammer zwar nicht aufklären; es steht jedoch fest, dass Q den

**Rn. 1017**

Eheleuten X - im Einverständnis mit dem Angeklagten - weiterhin vorspiegelte,

**Rn. 1018**

die Grundschuld auf dem Grundstück U werde ausschließlich für das

**Rn. 1019**

Bauvorhaben F2 verwendet. –X's wurde auch jetzt verschwiegen, dass

**Rn. 1020**

die nachrangige Grundschuld auf der Immobilie U in Wahrheit zur Absicherung

**Rn. 1021**

des Betriebsmittelkredits der L3 benutzt werden sollte. Sie glaubten

**Rn. 1022**

vielmehr aufgrund der vorangegangenen Täuschungen an die versprochene

**Rn. 1023**

Verwendung der Grundschuld für die Finanzierung des Bauvorhabens F2.

**Rn. 1024**

Mit Fax vom 11.10.1996 Obersandte die Notarin I5 die von Q und T

**Rn. 1025**

erbetene Bestätigung für die finanzierenden Banken an den B

**Rn. 1026**

Unternehmensverbund in der sie die bisherigen Ereignisse einschließlich der Fehler

**Rn. 1027**

zusammenfasste. Weiterhin kündigte sie an, dass die Eheleute X am

**Rn. 1028**

14.10.1996 die notwendigen Berichtigungserklärungen und Genehmigungen im

**Rn. 1029**

Hinblick auf die Grundschuldbestellung vom 09.07.1996 abgeben, die zweitrangige

**Rn. 1030**

Grundschuld auf dem Grundstück F2 bewilligen und die Grundschuld auf

**Rn. 1031**

dem Objekt U in Höhe von 1.000.000 DM an die T9 Bank

**Rn. 1032**

abtreten würden.

**Rn. 1033**

Der für den 14.10.1996 angekündigte Notartermin fand schließlich erst am

**Rn. 1034**

17.10.1996 statt. In diesem Termin, an dem neben den Eheleuten X und deren

**Rn. 1035**

Tochter Ellen X nur die frühere Mitangeklagte T teilnahm, wurden

**Rn. 1036**

zwei notarielle Urkunden aufgenommen.

**Rn. 1037**

In der ersten - nur auf das Grundstück U bezogenen - Erklärung (Urkundenrolle

**Rn. 1038**

Nr. 482/1996 der Notarin I5 aus C) genehmigten die Eheleute X

**Rn. 1039**

zunächst (erneut) täuschungsbedingt die Grundschuldbestellung einschließlich der

**Rn. 1040**

Abtretung vom 09.07.1996 und hoben ihre Erklärungen vom 25.07.1996 und

**Rn. 1041**

30.09.1996 in vollem Umfang auf. Diese Handlung wirkte sich unmittelbar

**Rn. 1042**

vermögensmindernd aus, da das Grundstück U nunmehr wirksam mit einem

**Rn. 1043**

Grundpfandrecht belastet war und X's ihre Dispositionsmöglichkeit über die

**Rn. 1044**

Grundschuld infolge der Abtretung an den Angeklagten, dessen Ehefrau und die B2 endgültig hergegeben hatten. Im Laufe des Notartermins erfuhren X's

**Rn. 1045**

außerdem erstmalig von der Teilung der Grundschuld U und der Abtretung des

**Rn. 1046**

nachrangigen Teilbetrags in Höhe von 1.000.000 DM an die E Bank,

**Rn. 1047**

die Q, C3 und T am 14. bzw. 16.08.1996 vorgenommen hatten.

**Rn. 1048**

Auch der Abtretung dieser nachrangiqen Grundschuld stimmten die Eheleute

**Rn. 1049**

X zu, allerdings ohne zu wissen, dass das Grundpfandrecht als Sicherheit für

**Rn. 1050**

den Betriebsmittelkredit der L3 eingesetzt werden sollte. Gerade um eine

**Rn. 1051**

zweckwidrige Verwendung der Grundschuld zu vermeiden, genehmigten X's die

**Rn. 1052**

Abtretung zu ihrer Absicherung nur mit der Maßgabe, "dass die

**Rn. 1053**

Eigentümergrundschuld, auch Teile davon, nur verwendet und abgetreten werden

**Rn. 1054**

darf zur Sicherstellung des Bauvorhabens F2". Auf diese Weise wollten sie

**Rn. 1055**

gewährleisten, dass auch Kredite, die mit Hilfe der Grundschuld U bei der

**Rn. 1056**

E Bank aufgenommen würden, nur für ihr Bauvorhaben F2 zum

**Rn. 1057**

Einsatz kämen. Einem anderweitigen Gebrauch hätten X's zu keinem Zeitpunkt

**Rn. 1058**

zugestimmt. Dem Angeklagten, seiner Ehefrau, Q und C3 war bewusst,

**Rn. 1059**

dass die Eheleute X die nachrangige Grundschuld auf dem Grundstück U

**Rn. 1060**

nicht bewilligt und deren Abtretung an die E Bank nie zugestimmt hätten,

**Rn. 1061**

wenn ihnen klar gewesen wäre, dass diese nicht für das Bauvorhaben F2,

**Rn. 1062**

sondern für den Kredit der L3 bestimmt war. Q, C3, der

**Rn. 1063**

Angeklagte und dessen Frau hofften zwar, dass C7 den Betriebsmittelkredit würde

**Rn. 1064**

bedienen können; sie wussten aber, dass dies aufgrund der finanziellen Lage der

**Rn. 1065**

L3 und des C7 mehr als unwahrscheinlich war. Den wirtschaftlichen

**Rn. 1066**

Nachteil, den die Eheleute X durch die Grundstücksbelastung erlitten, nahmen

**Rn. 1067**

alle Beteiligten ebenso billigend in Kauf wie den Umstand, dass X's hierdurch

**Rn. 1068**

der Verlust des gesamten Grundstücks drohte. Ihnen kam es auf die Erlangung der

**Rn. 1069**

Grundschuld an, da diese dringend für das Unternehmen des C7 benötigt wurde,

**Rn. 1070**

von dem Q und C3 wirtschaftlich profitierten. Der Angeklagte und seine

**Rn. 1071**

Ehefrau hatten ihrerseits ein Interesse an dem Zustandekommen der Finanzierung,

**Rn. 1072**

da dies den Geschäftsbetrieb des B Unternehmensverbundes sicherte, von

**Rn. 1073**

dessen Fortbestand sie inzwischen wirtschaftlich nahezu vollständig abhängig waren.

**Rn. 1074**

In der zweiten notariellen, Urkunde, die am 17.10.1996 aufgenommen wurde

**Rn. 1075**

(Urkundenrolle Nr. 483/1996 der Notarin I5 aus C), bestellten die

**Rn. 1076**

Eheleute X gemeinsam mit der B3 sowie dem Angeklagten und seiner

**Rn. 1077**

Ehefrau die Grundschuld in Höhe von 5,2 Millionen DM zugunsten der T9

**Rn. 1078**

Bank auf dem Grundstück F2, wobei die frühere Mitangeklagte

**Rn. 1079**

T als vollmachtlose Vertreterin des Angeklagten und der B2 auftrat.

**Rn. 1080**

Die Tochter Ellen X räumte der Grundschuld den Vorrang vor der zu ihren

**Rn. 1081**

Gunsten beantragten und bewilligten Eigentumsverschaffungsvormerkung für eine

**Rn. 1082**

Teilfläche von 900 qm ein. In derselben Urkunde traten die Eheleute X die

**Rn. 1083**

erstrangige Grundschuld auf dem Grundstück U in Höhe von 1.000.000 DM an

**Rn. 1084**

die T9 Bank ab, auch hier mit der Maßgabe, "dass die

**Rn. 1085**

Eigentümergrundschuld, auch Teile davon, nur verwendet und abgetreten werden

**Rn. 1086**

darf zur Sicherstellung des Bauvorhabens F2". Die Erklärungen, die die

**Rn. 1087**

frühere Mitangeklagte T in der Urkunde für ihren Ehemann und die B2

**Rn. 1088**

abgegeben hatte, genehmigten der Angeklagte T am 22.10.1996

**Rn. 1089**

(Urkundenrolle Nr. 485/1996 der Notarin I5 aus C) sowie Q und

**Rn. 1090**

C3 für die B2 am 24.10.1996 (Urkundenrolle Nr. 492/1996 der Notarin

**Rn. 1091**

I5 aus C).

**Rn. 1092**

Nach dem Notartermin vorn 17.10.1996 galt es für den Angeklagten, seine Frau und

**Rn. 1093**

die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 nur noch ein Hindernis aus dem

**Rn. 1094**

Weg zu räumen. Der störende Zusatz in. der notariellen Genehmigungsurkunde

**Rn. 1095**

482/1996 musste beseitigt werden. Die E Bank akzeptierte diesen

**Rn. 1096**

naturgemäß nicht, da die Grundschuld - wie bereits erwähnt - nicht für das

**Rn. 1097**

Bauvorhaben F2, sondern für den Betriebsmittelkredit der L3

**Rn. 1098**

eingesetzt werden sollte. Außerdem übersandten die Verantwortlichen der Bank der

**Rn. 1099**

Firma B im November 1996 eine Zweckbestimmungserklärung, die von X's

**Rn. 1100**

zu unterzeichnen war und aus der sich der Verwendungszweck ebenfalls ergab. Die

**Rn. 1101**

Eheleute X mussten also dazu gebracht werden, die

**Rn. 1102**

Zweckbestimmungserklärung trotzdem zu unterschreiben und einer Streichung des

**Rn. 1103**

Zusatzes zuzustimmen.

**Rn. 1104**

Zu diesem Zweck täuschte Q den Eheleuten X mit Billigung des

**Rn. 1105**

Angeklagten in einem oder mehreren.Gesprächen zwischen dem 17.10.1996 und

**Rn. 1106**

dem 25.11.1996 vor, ohne den Zusatz sei es einfacher über die L3 einen

**Rn. 1107**

Kredit für das Bauvorhaben F2 zu erlangen. X's wurde erklärt, dass

**Rn. 1108**

Q in dem Unternehmen des C7 verankert sei, weshalb er Zugriff auf den

**Rn. 1109**

Darlehensbetrag haben werde. Q versicherte wider besseren Wissens

**Rn. 1110**

ausdrücklich, dass auch diese Vorgehensweise ausschließlich dem Bauvorhaben

**Rn. 1111**

F2 zugute kommen werde. Ihm kam nun die Einstellung der Eheleute X

**Rn. 1112**

entgegen, die der Ansicht waren, dass der nachrangige Teil der Grundschuld U

**Rn. 1113**

bereits "in der Welt" und abgetreten und "das Kind damit sowieso schon in den

**Rn. 1114**

Brunnen gefallen" sei. Da X's in dieser Situation längst auf die Redlichkeit des

**Rn. 1115**

Angeklagten und seiner Ehefrau sowie der rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 1116**

C3 angewiesen waren und vor allem dem Angeklagten sehr großes Vertrauen

**Rn. 1117**

entgegenbrachten, bedurfte es keiner großen Überzeugungskraft mehr, um sie zu

**Rn. 1118**

einer Unterschrift unter die Zweckbestimmungserklärung und zu einer Zustimmung

**Rn. 1119**

zum Verzicht auf den Zusatz zu bringen. Dies geschah dann auch anlässlich eines

**Rn. 1120**

Notartermins vom 25.11.1996 beim Notar M3 in I4. Hier unterschrieben

**Rn. 1121**

die Eheleute X die ihnen vorgelegte Zweckbestimmungserklärung der E

**Rn. 1122**

Bank und erklärten in einer notariellen Urkunde (Urkundenrolle Nr. 882/1996 des

**Rn. 1123**

Notars M3 aus I4) ihr Einverständnis, dass der Zusatz in der

**Rn. 1124**

Genehmigungserklärung vom 17.10.1996 (wonach die Eigentümergrundschuld,auch

**Rn. 1125**

Teile davon, nur verwendet und abgetreten werden dürfe zur Sicherstellung des

**Rn. 1126**

Bauvorhabens F2) gestrichen werden solle. Gleichzeitig erklärten sie ihre

**Rn. 1127**

Zustimmung zur uneingeschränkten Abtretung dieser Grundschuld.

**Rn. 1128**

Schon zehn Tage später kam dann jedoch die Hiobsbotschaft, die das endgültige

**Rn. 1129**

Aus des Bauvorhabens F2 bedeutete. Mit Schreiben vom 05.12.1996 teilte

**Rn. 1130**

die T9 Bank der Firma B2 mit, dass sie die

**Rn. 1131**

Bauträgermaßnahme entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht begleiten

**Rn. 1132**

werde. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die Verantwortlichen der

**Rn. 1133**

Bank näheren Einblick in die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse der für den Kredit

**Rn. 1134**

haftenden Personen erhalten hätten. Hieraus, habe sich ergeben, dass die GbR Mitglieder nicht die bankinternen Kriterien erfüllen würden, die für

**Rn. 1135**

Bauträgermaßnahmen erforderlich seien. Der Entschluss der Bank basierte daneben

**Rn. 1136**

jedoch auf einem weiteren Umstand, der die Wirtschaftlichkeit des Projektes in

**Rn. 1137**

erheblichem Umfang tangierte.

**Rn. 1138**

Wie bereits erwähnt gingen die ursprünglichen Planungen der GbR dahin, das

**Rn. 1139**

Grundstück F2 mit Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 24 Wohneinheiten, zu

**Rn. 1140**

bebauen. Diese Planung war auch Grundlage der Kalkulation, die bei der

**Rn. 1141**

T9 Bank eingereicht worden war. Die Berechnungen

**Rn. 1142**

basierten auf dem Bau von vier Häusern mit jeweils sechs Wohnungen. Die Gebäude

**Rn. 1143**

selbst sollten zwei Vollgeschosse zuzüglich Dachgeschoss erhalten. Einen

**Rn. 1144**

entsprechenden Bauantrag hatten die GbR-Mitglieder am 25.09.1996 beim

**Rn. 1145**

zuständigen Bauordnungsamt L6 eingereicht, wobei klar war, dass

**Rn. 1146**

der von der Firma C6 entwickelte Bebauungsplanentwurf noch nicht gem. § 33

**Rn. 1147**

Abs. 1 Ziffer 1 i.V.m. § 3 Abs. 2 und 3 BauGB zur öffentlichen Auslegung gelangt

**Rn. 1148**

war, da die Bavaria ihre Ankaufbemühungen zuvor eingestellt hatte. Diesen Umstand teilte die Gemeinde F2 der X, T, B3 in einem Schreiben

**Rn. 1149**

vom 23.10.1996 nochmals ausdrücklich mit und wies gleichzeitig darauf hin, dass die

**Rn. 1150**

C6 das Bauamt angewiesen hatte, die bereits erzielten Ergebnisse nicht an

**Rn. 1151**

Dritte weiterzugeben. Dies bedeutete, dass eine finanzielle Einigung über die

**Rn. 1152**

Nutzung des teilweise fertiggestellten Bebauungsplanes mit der Firma C6

**Rn. 1153**

getroffen werden musste, die jedoch letztlich aufgrund der enormen finanziellen

**Rn. 1154**

Schwierigkeiten der GbR-Mitglieder nie erzielt werden konnte.

**Rn. 1155**

Spätestens nachdem der Bauantrag am 25.09.1996 gestellt worden war, stellte sich

**Rn. 1156**

außerdem heraus, dass es Probleme mit zumindest einem Teil der Nachbarn geben

**Rn. 1157**

würde, die der geplanten zweigeschossigen Bebauung widersprachen. Ob der

**Rn. 1158**

Ehemann der Zeugin Rita X hiervon frühzeitig wusste und dies den übrigen

**Rn. 1159**

GbR-Mitgliedern verschwieg, kann letztlich dahinstehen, da sämtlichen Beteiligten

**Rn. 1160**

von Anfang an klar war, dass das Planverfahren noch nicht abgeschlossen war und

**Rn. 1161**

die Zulässigkeit der vorgesehenen Bebauung somit noch nicht feststand. Sicher ist

**Rn. 1162**

auf jeden Fall, dass es am 13.11.1996 zu einem Gespräch beim Bauamt kam, an

**Rn. 1163**

dem neben dem Ehemann der Zeugin Rita X auch der Angeklagte, T

**Rn. 1164**

und Q3 sowie ein Vertreter der Bank teilnahmen. Die zuständige

**Rn. 1165**

Mitarbeiterin des Bauamtes wies im Rahmen dieser Besprechung darauf hin, dass

**Rn. 1166**

die Anlieger mit einer zweigeschossigen Bebauung nicht einverstanden, seien und

**Rn. 1167**

die GbR-Mitglieder verpflichteten sich aus diesem Grund verbindlich zu einer

**Rn. 1168**

Reduzierung der Vollgeschosse. Dies hatte jedoch eine erneute Verringerung der

**Rn. 1169**

Wohnfläche und der Wohneinheiten zur Folge, weshalb Q neue Baupläne

**Rn. 1170**

und Kalkulationen erstellen lassen musste, die der T9 Bank

**Rn. 1171**

im Laufe des Monats November 1996 eingereicht wurden. Unter anderem auf

**Rn. 1172**

Grundlage dieser neuen Unterlagen traf die Bank dann am 05.12.1996 ihre

**Rn. 1173**

ablehnende Entscheidung.

**Rn. 1174**

Alle Versuche, die Q in den folgenden Tagen und Wochen unternahm, um die

**Rn. 1175**

T9 Bank umzustimmen, schlugen fehl. Mit. Schreiben vom 12.12.1996

**Rn. 1176**

bestätigte die Bank der B2, dass der erstrangige Grundschuldteil aus der

**Rn. 1177**

Eigentümergrundschuld auf dem Objekt U nicht valutiere und frei verfügbar sei.

**Rn. 1178**

Im Januar 1997 entschieden sich die GbR-Mitglieder sodann, die Grundschuld

**Rn. 1179**

zugunsten der T9 Bank solange bestehen zu lassen, bis eine

**Rn. 1180**

neue finanzierende Bank gefunden sei, an die die Grundschuld abgetreten werden

**Rn. 1181**

könne. Den erstrangigen Grundschuldteil verwendete Q dann jedoch Ende

**Rn. 1182**

des Jahres 1997 als Sicherheit für einen weiteren Kontokorrentkredit über 600.000

**Rn. 1183**

DM, den er bei der W aufnahm. Die Einwilligung der Eheleute X

**Rn. 1184**

zu dieser Vorgehensweise konnte Q erneut nur durch Täuschungen

**Rn. 1185**

erreichen, worauf hier jedoch nicht weiter eingegangen zu werden braucht, da dieser

**Rn. 1186**

Vorgang nicht Bestandteil der Anklagevorwürfe gegen den Angeklagten ist.

**Rn. 1187**

Die nachrangige Grundschuld auf dem Grundstück U setzten Q und

**Rn. 1188**

C3 - entsprechend dem zuvor gefassten Tatplan - als Sicherheit für den

**Rn. 1189**

Betriebsmittelkredit der L3 bei der E Bank 4 ein. Der

**Rn. 1190**

Kredit kam jedoch aufgrund von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit einem

**Rn. 1191**

weiteren Bauvorhaben in T8, für das die E Bank 4

**Rn. 1192**

ebenfalls die Kreditmittel zur Verfügung gestellt hatte, nicht zur Auszahlung. Der

**Rn. 1193**

letztlich auf dem Konto 6 430 065 verbliebene Sollsaldo belief sich auf gut 30.000

**Rn. 1194**

DM und beruhte auf Kostenbuchungen und der Zeichnung eines Stifterbriefes zur

**Rn. 1195**

Wiederherstellung der Dresdner Frauenkirche, die C7 zu Lasten dieses Kontos

**Rn. 1196**

hatte vornehmen, lassen. Ab Anfang 1998 versuchten die Eheleute X die

**Rn. 1197**

E Bank 4 zur Abtretung der nachrangigen Grundschuld an ihre

**Rn. 1198**

Tochter Carola X zu bewegen. Dies wurde seitens der Bank im Hinblick auf die

**Rn. 1199**

offene Darlehensvaluta und wegen der Darlehensverpflichtungen bei der E

**Rn. 1200**

Bank abgelehnt.

**Rn. 1201**

c) Belastung und Verkauf des Grundstücks G5

**Rn. 1202**

Wie bereits erwähnt plante Q mit (zumindest stillschweigender) Zustimmung

**Rn. 1203**

des Angeklagten auch das Grundstück G5 von vornherein abredewidrig

**Rn. 1204**

für eigene Zwecke, nämlich die Bezahlung von Altverbindlichkeiten und die

**Rn. 1205**

Gründung des Fertighausunternehmens in L4, zu nutzen. Ähnlich Wie

**Rn. 1206**

beim Vorhaben in F2 bedeutete dies zwar nicht, dass die Immobilie

**Rn. 1207**

G5 gar nicht renoviert bzw. bebaut werden sollte; es ging dem

**Rn. 1208**

Angeklagten und Q aber in erster Linie um die Beschaffung liquider Mittel.

**Rn. 1209**

Diese Mittel sollten über einen weiteren Kredit bei einer Bank besorgt werden.

**Rn. 1210**

Spätestens ab Juli 1996 stellte Q,mit Billigung des Angeklagten zu diesem.

**Rn. 1211**

Zweck bei diversen Banken Anträge auf Gewährung eines Existenzgründerdarlehens

**Rn. 1212**

und bot das Grundstück G5 als Sicherheit an, ohne dass dies den

**Rn. 1213**

Eheleuten X oder deren Kindern bekannt gewesen wäre. Die Mitglieder der

**Rn. 1214**

Familie X gingen vielmehr - wie bereits dargelegt - davon aus, dass sie

**Rn. 1215**

Grundschulden auf diesem Grundstück zunächst ausschließlich als Sicherheit für die

**Rn. 1216**

übrigen GbR-Mitglieder, also den Angeklagten, seine Ehefrau und die rechtskräftig

**Rn. 1217**

Verurteilten Q und C3 zur Verfügung stellen würden. Eine darüber

**Rn. 1218**

hinausgehende Nutzung war mit ihnen weder abgesprochen noch von ihnen gewollt.

**Rn. 1219**

Parallel zur Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück U bestellte Q

**Rn. 1220**

in Umsetzung des gemeinsamen Tatplanes durch notarielle Urkunde vom

**Rn. 1221**

09.07.1996 (Urkunden-Rolle Nr. 558/1996 des Notars M3 aus I4) als

**Rn. 1222**

vollmachtloser Vertreterder Kinder der Eheleute X eine Eigentümergrundschuld

**Rn. 1223**

auf dem Grundstück G5 in Höhe von 2.000.000 DM und trat diese

**Rn. 1224**

gleichzeitig in voller Höhe an die B2 sowie den Angeklagten und seine Ehefrau

**Rn. 1225**

ab. In dem turbulenten Notartermin vom 25.07.1996 erfolgte sodann die

**Rn. 1226**

Genehmigung (Urkundenrolle 369/1996 der Notarin I5 aus C), die

**Rn. 1227**

infolge des bereits erwähnten Kanzleiversehens durch die Eheleute Karlheinz und

**Rn. 1228**

Rita X gemeinsam erteilt wurde, obwohl sich die Verkaufsvollmacht der drei

**Rn. 1229**

Kinder der Eheleute X vom 03.12.1993 (Urkundenrolle Nr. 378/1993 der Notarin

**Rn. 1230**

X2 aus C) allein auf die Zeugin Rita X bezog.

**Rn. 1231**

In demselben Notartermin kam es außerdem zum Abschluss des notariellen

**Rn. 1232**

Grundstücksgesellschaftsvertrages (Urkundenrolle 367/1996 der Notarin I5

**Rn. 1233**

aus C), der von den Eheleuten X, dem Angeklagten und der Firma B2,

**Rn. 1234**

vertreten durch Q, geschlossen wurde. Die vorgenannte Urkunde 367/1996

**Rn. 1235**

fertigte die Notarin I5, indem sie einen von Q zum Termin mitgebrachten

**Rn. 1236**

Gesellschaftsvertrag um eine Vorbemerkung ergänzte. Diese Vorbemerkung, die sie

**Rn. 1237**

dem Vertrag durch eine Fotomontage voranstellte, befasste sich sowohl mit dem

**Rn. 1238**

Objekt in F2 als auch mit dem Grundstück G5. Der

**Rn. 1239**

nachfolgende Gesellschaftsvertrag behandelte dann jedoch allein das Grundstück

**Rn. 1240**

F2, das nach § 2 Absatz 1 des Vertrages Gegenstand der Gesellschaft sein

**Rn. 1241**

sollte. Aus diesem Grund blieb - wie bereits erwähnt - unklar, ob die

**Rn. 1242**

Gesellschaftsgründung neben dem Grundstück F2 auch die Liegenschaft

**Rn. 1243**

G5 umfassen sollte oder ob sich die Eheleute X zu diesem

**Rn. 1244**

Zeitpunkt entschlossen hatten, ihr ursprüngliches Einverständnis zu einer

**Rn. 1245**

gemeinsamen Verwertung auch des Grundstücks G5 zumindest

**Rn. 1246**

zunächst einmal zurückzuziehen.

**Rn. 1247**

Fest steht jedoch, dass sie diese Entscheidung spätestens im Laufe der nächsten

**Rn. 1248**

Wochen trafen, denn am 30.09.1996 widerriefen sie in einer notariellen Urkunde die

**Rn. 1249**

Genehmigungserklärungen vom 25.07.1996 (Urkundenrolle Nr. 464/1996 der Notarin

**Rn. 1250**

I5 aus C). Sie waren nun nicht einmal mehr bereit, das Objekt

**Rn. 1251**

G5 als Sicherheit für die übrigen Mitglieder der am 25.07.1996

**Rn. 1252**

gegründeten Grundstücksgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Hintergrund dieser

**Rn. 1253**

Entscheidung war - wie bereits erwähnt - ihre Enttäuschung darüber, dass bis dahin

**Rn. 1254**

mit keinem der geplanten Bauvorhaben begonnen worden war. Außerdem hatten

**Rn. 1255**

X's zwischenzeitlich das Darlehensangebot der T9 Bank

**Rn. 1256**

erhalten, das als Sicherheit für den Baukredit F2 neben einer auf diesem

**Rn. 1257**

Grundstück einzutragenden Grundschuld über 5,2 Millionen DM lediglich eine

**Rn. 1258**

erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.000.000 DM auf der Liegenschaft U

**Rn. 1259**

vorsah, so dass X's davon ausgingen, die Bestellung einer Grundschuld auf

**Rn. 1260**

dem Grundstück G5 sei überhaupt nicht mehr erforderlich.

**Rn. 1261**

Dementsprechend ließen sie in die Widerrufsurkunde vom 30.09.1996 aufnehmen,

**Rn. 1262**

dass sie aufgrund des zwischenzeitlich vorliegenden Kreditangebots der

**Rn. 1263**

T9 Bank nicht mehr gewillt seien, die Grundschuldbestellungen vom 25.07.1996

**Rn. 1264**

"zu genehmigen bzw. darin enthaltene Fehler zu korrigieren".

**Rn. 1265**

Die unter Ziffer II. der Widerrufserklärung enthaltenen

**Rn. 1266**

Verpflichtungen bezogen sich folgerichtig ausschließlich auf die Bestellung von

**Rn. 1267**

Grundpfandrechten auf den Grundstücken F2 und U.

**Rn. 1268**

Neben diesen persönlichen Gründen gab es jedoch auch noch einen juristischen

**Rn. 1269**

Anlass für den Widerruf der Genehmigung. Wie in der notariellen Urkunde vom

**Rn. 1270**

30.09.1996 festgehalten, hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass die

**Rn. 1271**

notarielle Vollmacht, die die drei Kinder ihrer Mutter am 03.12.1993 erteilt hatten

**Rn. 1272**

(Urkundenrolle Nr. 378/93 der Notarin X2 aus C) für die

**Rn. 1273**

Grundschuldbestellungsgenehmigung vom 25.07.1996 nicht ausreichte. Diese

**Rn. 1274**

Vollmacht erlaubte die Bewilligung der Eintragung von Grundpfandrechten auf dem

**Rn. 1275**

Grundstück G5 nämlich nur im Zusammenhang mit der Finanzierung

**Rn. 1276**

des Kaufpreises durch einen potentiellen Käufer, d.h. die Belastung war nur im

**Rn. 1277**

Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft erlaubt. Die Möglichkeit zur

**Rn. 1278**

isolierten Belastung des Grundstücks außerhalb eines Verkaufs gewährte die

**Rn. 1279**

notarielle Vollmacht hingegen nicht.

**Rn. 1280**

Der Widerruf der Genehmigung vom 25.07.1996 hätte zur Vereitelung der Pläne des

**Rn. 1281**

Angeklagten und des rechtskräftig Verurteilten Q sowie der übrigen

**Rn. 1282**

Tatbeteiligten geführt, da die Grundschuld auf dem Grundstück G5 als

**Rn. 1283**

Sicherheit für das geplante Existenzgründungsdarlehen dringend benötigt wurde.

**Rn. 1284**

Mitte, 1996 hatte sich Q wegen des angestrebten Kredits auch an die

**Rn. 1285**

E Bank 4 gewandt und dort nach einer mündlichen

**Rn. 1286**

Grundsatzzusage gemeinsam mit C3 am 29.08.1996 - neben einem Konto für

**Rn. 1287**

die B2 (Kontonummer 64301,68) - auch ein Konto für das geplante neue

**Rn. 1288**

Fertighausunternehmen, die Firma B3, eröffnet (Kontonummer 6430156).

**Rn. 1289**

Im selben Zeitraum schickte er der E Bank 4 nach und nach die notwendigen Kreditunterlagen und bot in diesem, Zusammenhang als Sicherheit das Grundstück G5 an. Eine förmliche Entscheidung der Bank, über den Kreditantrag fiel jedoch wegen noch fehlender Unterlagen erst Ende 1996.

**Rn. 1290**

Da das Existenzgründerdarlehen infolge des Widerrufs vom 30.09.1996 auf dem

**Rn. 1291**

Spiel stand, setzte Q mit Billigung des Angeklagten alle Hebel in Bewegung,

**Rn. 1292**

um die notarielle Urkunde464/1996 der Notarin I5 aus der Welt zu schaffen, was

**Rn. 1293**

ihm letztlich auch gelang. Kurz nach dem Genehmigungswiderruf erreichte er in

**Rn. 1294**

einem oder mehreren Gesprächen mit den Eheleuten X - unter

**Rn. 1295**

Aufrechterhaltung seiner Täuschungen - deren Einverständniserklärung zur

**Rn. 1296**

Aufhebung der notariellen Urkunde vom 30.09.1996. Im Gegenzug ließ sich der

**Rn. 1297**

Ehemann der Zeugin Rita X allerdings die Zahlung von 200.000 DM

**Rn. 1298**

versprechen, die er im wesentlichen für die rückständigen Darlehenszinsen bei der

**Rn. 1299**

E Bank benötigte. Allein die Aufhebung der Urkunde vom 30.09.1996

**Rn. 1300**

hätte jedoch nur die Wiederherstellung des status quo dargestellt, der vor diesem

**Rn. 1301**

Zeitpunkt bestand. Dies hätte auch das erneute lnkrafttreten der durch die notarielle

**Rn. 1302**

Urkunde vom 25.07.1996 erteilten fehlerhaften Genehmigungserklärung bedeutet.

**Rn. 1303**

Deshalb forderte Q die Notarin I5 in dem bereits erwähnten Schreiben

**Rn. 1304**

vom 07.10.1996 auf, einen Versuch zu unternehmen, ob die Grundschuldbewilligung

**Rn. 1305**

für das Objekt G5 mit der vorliegenden Vollmacht der Zeugin Rita

**Rn. 1306**

X eventuell vom Rechtspfleger akzeptiert werde. Daraufhin teilte die Notarin in

**Rn. 1307**

einem Fax vom 11.10.1996 mit, dass der zuständige Rechtspflegerauf die

**Rn. 1308**

Zweckbestimmung der Vollmacht vom 03.12.1993 abstelle und diese

**Rn. 1309**

dementsprechend als nicht ausreichend ansehe. Die Notarin wies also darauf hin,

**Rn. 1310**

dass es einer Genehmigungserklärung der drei Kinder der Eheleute X bezüglich

**Rn. 1311**

der vollmachtlosen Bestellung der Grundschuld vom 09.07.1996 bedürfe. Sie

**Rn. 1312**

kündigte an, dass die Eheleute X am 14.10.1996 die notwendigen

**Rn. 1313**

Berichtigungserklärungen bzw. Genehmigungen abgeben würden. Damit war in

**Rn. 1314**

Bezug auf das Grundstück G5 der Widerruf der notariellen Urkunde

**Rn. 1315**

vom 30.09.1996 gemeint. Anschließend würden die Kinder der Eheleute X die

**Rn. 1316**

erforderlichen Genehmigungserklärungen bezüglich der vollmachtlosen

**Rn. 1317**

Grundschuldbestellung vom 09.07.1996 beurkunden lassen.

**Rn. 1318**

Wie bereits dargelegt fand der für den 14.10.1996 angekündigte Notartermin

**Rn. 1319**

schließlich erst am 17.10.1996 statt. Entsprechend der vorherigen Ankündigung

**Rn. 1320**

wurde in dem Termin in einer notariellen Erklärung (Urkundenrolle Nr. 482/1996 der

**Rn. 1321**

Notarin I5 aus C) die Urkunde 464/1996 der amtierenden Notarin

**Rn. 1322**

aufgehoben. Zu der angekündigten Genehmigung der vollmachtlosen

**Rn. 1323**

Grundschuldbestellung vom 09.07.1996 durch die Kinder der Eheleute X kam

**Rn. 1324**

es hingegen nicht mehr.

**Rn. 1325**

Der Ehemann der Zeugin Rita X entschloss sich stattdessen, über die Anfang

**Rn. 1326**

Oktober 1996 bereits zugesagten 200.000 DM hinaus weitere finanzielle

**Rn. 1327**

Forderungen in Höhe von 300.000 DM an die übrigen Mitglieder der

**Rn. 1328**

Grundstücksgesellschaft zu stellen und die Abgabe der Genehmigungserklärung

**Rn. 1329**

somit von der Zahlung von insgesamt 500.0,00 DM abhängig zu machen. Dieser

**Rn. 1330**

Betrag war nach seinen Vorstellungen als Zahlung auf seinen GbR-Anteil zu

**Rn. 1331**

Behandeln. Hintergrund dieser Entscheidung war die ständig wachsende Zinslast der Kredite bei der E Bank, denn das von Q zu Anfang gegebene

**Rn. 1332**

Versprechen, die Zinsen würden von ihm und den übrigen GbR-Mitgliedern

**Rn. 1333**

beglichen, war nur in ganz geringem Umfang eingehalten worden. Mit den 500.000

**Rn. 1334**

DM planten die Eheleute X außerdem die Belastungen auf dem Grundstück

**Rn. 1335**

G4 (Eiscafe) zurückzuführen, um auf diese Weise zumindest diese ,

**Rn. 1336**

Betriebsstätte und demzufolge die Einkommensquelle der Familie zu sichern.

**Rn. 1337**

Auf die Forderung des Ehemannes der Zeugin Rita X antwortete der

**Rn. 1338**

rechtskräftig Verurteilte Q in einem Schriftstück vom 29.10.1996, unter das er

**Rn. 1339**

den ausdrücklichen Hinweis setzte, dass der Inhalt des Schreibens mit dem

**Rn. 1340**

Angeklagten T "komplett" abgesprochen sei. Da es Q darauf ankam,

**Rn. 1341**

endlich über die Eigentümergrundschuld auf dem Grundstück G5

**Rn. 1342**

verfügen zu können, erklärte er sich zwar grundsätzlich mit der Auszahlung des

**Rn. 1343**

GbR-Anteils an die Eheleute X einverstanden; allerdings machte er dies von der

**Rn. 1344**

vorherigen Genehmigung der Grundschuld auf dem Grundstück G5 und

**Rn. 1345**

der Beurkundung einer Generalvollmacht der Kinder der Eheleute abhängig. Für

**Rn. 1346**

diesen Fall stellte er eine Zahlung von 300.000 DM bis zum 13.11.1996 und weiterer

**Rn. 1347**

200.000 DM bei Baubeginn in F2 in Aussicht, wobei ihm aufgrund der

**Rn. 1348**

desolaten finanziellen Lage aller Beteiligten klar war, dass diese Beträge aus dem

**Rn. 1349**

Darlehen hätten abgezweigt werden müssen, das mit Hilfe der erschlichenen

**Rn. 1350**

Grundschuld auf dem Grundstück G5 bei der E Bank 4 für das neue Fertighausunternehmen aufgenommen werden sollte.

**Rn. 1351**

Als C3 von diesen Plänen erfuhr, wandte er ein, dass diese Summe allein für

**Rn. 1352**

die Genehmigung der Grundschuld auf dem Grundstück G5 viel zu

**Rn. 1353**

hoch sei. Demgegenüber waren die Eheleute X mit der Bezahlung eines

**Rn. 1354**

Teilbetrages von 200.000 DM erst bei Beginn der Bauarbeiten F2 nicht

**Rn. 1355**

einverstanden, da dieser Termin noch nicht absehbar war. Aus diesem Grund gab es

**Rn. 1356**

langwierige Verhandlungen, die den gesamten November 1996 andauerten und in

**Rn. 1357**

deren Verlauf die Eheleute X ihre Forderung auf insgesamt 600.000 DM

**Rn. 1358**

erhöhten. Mitte November schien dann eine Einigung zustandezukommen. Q

**Rn. 1359**

versprach dem Ehemann der Zeugin Rita X die Zahlung von 300.000 DM bis zu

**Rn. 1360**

einem für den 25.11.1996 vereinbarten Termin beim Notar M3, obwohl er

**Rn. 1361**

wusste, dass überhaupt nicht abzusehen war, ob und wie diese Summe derart

**Rn. 1362**

kurzfristig aufzutreiben sein könnte; die Zahlung weiterer 300.000 DM sollte sich

**Rn. 1363**

nach dem Ergebnis von Gesprächen bei der T9 Bank und den beim Notar M3 getroffenen Vereinbarungen richten.

**Rn. 1364**

In der Zwischenzeit machten die Pläne zur Übernahme der Betriebsstätte des Zeugen G2 in L4 erhebliche Fortschritte. Indem Q und C3 die Bezahlung von Rechnungen verweigerten, die G2 im Rahmen des bereits erwähnten Bauvorhabens T8 für tatsächlich erbrachte Subunternehmerleistungen an die B2 gestellt hatte, forcierten sie den wirtschaftlichen Niedergang seines Unternehmens. Auf entsprechende Anträge der O2 Sparkasse ordnete das Amtsgericht Görlitz durch zwei Beschlüsse vom 08.10.1996 die Zwangsverwaltung ( Az. 2 L 16/96) und die Zwangsversteigerung ( Az. 1 K 143/96) des Betriebsgrundstückes an. Das Objekt wurde am 25.10 1996 vom Zwangsverwalter in Besitz genommen. Entgegen ihren ursprünglichen Planungen entschlossen sich Q und C3 im Laufe der Monate Oktober und November 1996 mangels ausreichender finanzieller Mittel den Betrieb nicht käuflich zu erwerben, sondern das Grundstück samt Sägewerk lediglich vom Zwangsverwalter anzupachten. Diese Absicht, die sie der O2 Sparkasse am 06.11.1996 mitteilten, setzten sie zum Jahreswechsel 1996/1997 in die Tat um. Spätestens ab Ende 1996/Anfang 1997 nutzte die neu gegründete Firma B3 die Betriebsstätte, womit die Übernahme des holzverarbeitenden Unternehmens des Zeugen G2 faktisch vollzogen war. Am 04.03.1997 wurde mit dem Zwangsverwalter der Pachtvertrag geschlossen, rückwirkend zum 01.02.1997.

**Rn. 1365**

Auch hinsichtlich der geplanten Bebauung des Grundstücks G5 gab es ,

**Rn. 1366**

Fortschritte, allerdings befand sich das geplante Vorhaben noch immer im absoluten

**Rn. 1367**

Anfangsstadium. Nachdem C3 anlässlich eines Gespräches im

**Rn. 1368**

Stadtplanungsamt L5 vom 23.07.1996 erfahren hatte, dass der beabsichtigten

**Rn. 1369**

Bebauung des Grundstücks mit einem zweiten Wohngebäude (neben der bereits

**Rn. 1370**

existierenden renovierungsbedürftigen Villa) grundsätzlich nichts im Wege stehe,

**Rn. 1371**

reichte er am 22.11.1996 beim Bauaufsichtsamt L5 einen Antrag auf Erlass

**Rn. 1372**

eines Bauvorbescheides ein. Dieser Antrag sah eine Bebauung mit einem

**Rn. 1373**

Wohngebäude mit vier Wohneinheiten sowie einem Spielplatz vor.

**Rn. 1374**

Kurz nachdem Q und C3 durch notariellen Vertrag vom, 14.11.1996

**Rn. 1375**

(Urkundenrolle Nr. 857/1996 des Notars M3 aus I4) die B3 gegründet hatten,

**Rn. 1376**

lagen der E Bank 4 die für eine Kreditentscheidung notwendigen Unterlagen nahezu vollständig vor. Die beantragte

**Rn. 1377**

Kreditlinie von 2.000.000 DM wurde seitens der Bank jedoch nur in Stufen bewilligt.

**Rn. 1378**

Q und C3 wurde von den Verantwortlichen der Bank klargemacht, dass

**Rn. 1379**

sich die auszureichenden Kredite an den zur Verfügung stehenden Sicherheiten zu

**Rn. 1380**

orientieren hätten, also an dem Grundstück G5. Angesichts des

**Rn. 1381**

Zustandes der noch nicht renovierten Villa sollte anfangs lediglich ein Teil des

**Rn. 1382**

Darlehens in Höhe von ca. 1.000.000 DM ausgezahlt werden. Die Valutierung des

**Rn. 1383**

Restbetrages wurde hingegen für die Zeit nach Abschluss der Sanierungsarbeiten

**Rn. 1384**

an dem Beleihungsobjekt und der Vorlage des beantragten Bauvorbescheides bzw.

**Rn. 1385**

der Baugenehmigung in Aussicht gestellt, womit sich Q, und C3

**Rn. 1386**

notgedrungen einverstanden erklärten.

**Rn. 1387**

Angesichts des zuvor beschriebenen Planungs- und Finanzierungsstandes sowie der .:

**Rn. 1388**

allgemein desolaten finanziellen Lage des Angeklagten und aller übrigen Beteiligten

**Rn. 1389**

war der für den 25.11.1996 mit X's vereinbarte Termin bei dem Notar M3

**Rn. 1390**

in I4 nahezu entscheidend sowohl für die Aufrechterhaltung des

**Rn. 1391**

Geschäftsbetriebs der von Q und C3 betriebenen Unternehmen als

**Rn. 1392**

auch für die Fortsetzung der bis dahin begonnenen Bauvorhaben und damit auch für

**Rn. 1393**

die finanzielle Zukunft des Angeklagten und dessen Frau. Zur Vermeidung des

**Rn. 1394**

vollkommenen wirtschaftlichen Zusammenbruchs mussten dringend

**Rn. 1395**

Altverbindlichkeiten zumindest mit Teilzahlungen bedient werden, für die man nur die

**Rn. 1396**

bei der E Bank 4 beantragten neuen Kreditmittel einsetzen

**Rn. 1397**

konnte. Da aber die Eheleute X die Genehmigung der am 09.07.1996 auf dem

**Rn. 1398**

Grundstück G5 von Q vollmachtlos vorgenommenen

**Rn. 1399**

Grundschuldbestellung von der Zahlung einer Summe von insgesamt 600.000 DM

**Rn. 1400**

abhängig machten und dieser Betrag weder Q und C3 noch dem

**Rn. 1401**

Angeklagten und seiner Ehefrau zur Verfügung stand, musste dringend eine Lösung

**Rn. 1402**

gefunden werden, die den Zugriff' auf das Grundstück bzw. die

**Rn. 1403**

Eigentümergrundschuld sicherte.

**Rn. 1404**

In dieser Situation kam C3 auf die Idee, die alle Probleme auf einen Schlag

**Rn. 1405**

lösen sollte. Ausgehend von der Überlegung, dass er die Zahlung von 600.000 DM

**Rn. 1406**

für die Genehmigung der Grundschuldbestellung auf dem Grundstück G5 ohnehin als viel zu hoch empfand, schlug er X's in unmittelbarem zeitlichen

**Rn. 1407**

Zusammenhang mit dem Notartermin vom 25.11.1996 vor, das Objekt nicht nur zu

**Rn. 1408**

beleihen, sondern zusätzlich an ihn, Q, den Angeklagten und die frühere

**Rn. 1409**

Mitangeklagte T zu verkaufen. Mit diesem Vorschlag, den auch der

**Rn. 1410**

Angeklagte und Q unterstützten, verfolgte C3 das Ziel, unter

**Rn. 1411**

Ausschluss der Familie X die alleinige Verfügungsgewalt über das Grundstück

**Rn. 1412**

zu bekommen. Die weitere Planung und Vermarktung sollte ohne störende

**Rn. 1413**

Mitspracherechte der Familie X erfolgen. Vor allem gewährleistete dieser Plan

**Rn. 1414**

die problemlose Beleihung des Grundstücks, da die Vollmacht der Zeugin Rita

**Rn. 1415**

X vom 03.12.1993 eine Beleihung des Grundstücks zum Zwecke des Verkaufs

**Rn. 1416**

ausdrücklich erlaubte. Außerdem bot ein Erwerb des Grundstücks den Vorteil, dass

**Rn. 1417**

der Angeklagte, Q und C3 als neue Eigentümer des Grundstücks über

**Rn. 1418**

die Verwendung der Kreditmittel, die mit Hilfe der Grundschuld aufgenommen

**Rn. 1419**

werden sollten, keine Rechenschaftwürden ablegen müssen.

**Rn. 1420**

Aufgrund wiederholter Beteuerungen des Angeklagten, man werde sie nicht

**Rn. 1421**

betrügen, waren auch X's nach längerem Zögern mit dieser Vorgehensweise

**Rn. 1422**

einverstanden, allerdings unter gewissen Einschränkungen. Da der Ehemann der

**Rn. 1423**

Zeugin X das Grundstück G5 nicht vollständig aus der Hand geben

**Rn. 1424**

wollte, vereinbarte man auf sein Drängen hin einen Verkauf an die am 25.07.1996

**Rn. 1425**

gegründete GbR, die aus dem Ehemann der Zeugin X, dem Angeklagten und

**Rn. 1426**

der B2 bestand. Dieser Vorschlag stellte im Ergebnis kein Problem für den

**Rn. 1427**

Angeklagten sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und C3 dar, da der

**Rn. 1428**

Ehemann der Zeugin Rita X innerhalb der GbR aufgrund einer

**Rn. 1429**

entgegenstehenden 2/3-Mehrheit keine Entscheidungsbefugnis mehr haben würde.

**Rn. 1430**

Hinsichtlich des Kaufpreises einigte man sich auf die bereits im Raum stehenden

**Rn. 1431**

600.000 DM. In diesem Zusammenhang wurde X's folgende Rechnung

**Rn. 1432**

aufgemacht: Ausgegangen werden müsse von der Ablösesumme in Höhe von 1,8

**Rn. 1433**

Millionen DM die an die E Bank zu zahlen sei und für die der

**Rn. 1434**

Angeklagte und die B2 hafteten. Da der Wert des Grundstückes F2 bei

**Rn. 1435**

lediglich 1,5 Millionen DM liege, müsse man die Differenz, also 300.000 DM, von

**Rn. 1436**

dem Wert des Grundstücks G5 abziehen, der bei 1,2 Millionen DM

**Rn. 1437**

liege. Die verbleibenden 900.000 DM seien im Prinzip der Preis, für den das

**Rn. 1438**

Grundstück an die GbR verkauft werde. Da der Ehemann der Zeugin Rita X

**Rn. 1439**

jedoch zu einem Drittel an der Grundstücksgesellschaft beteiligt sei, reduziere sich

**Rn. 1440**

der Preis, der letztlich für das Grundstück an X's zu zahlen sei, auf 600.000 DM.

**Rn. 1441**

Der Angeklagte sowie die rechtskräftig Verurteilten Q und C3

**Rn. 1442**

erweckten bei den Eheleuten X bewusst den Eindruck, der Kauf der Immobilie

**Rn. 1443**

stelle kein finanzielles Problem dar. Um Zugriff auf das Grundstück G5

**Rn. 1444**

zu erlangen und dieses für eigene Zwecke ausnutzen zukönnen, gerierten sie sich -

**Rn. 1445**

wie schon in den Wochen und Monaten zuvor - auch im Rahmen dieser

**Rn. 1446**

Verhandlungen als erfolgreiche. Geschäftsleute und verschwiegen gezielt ihre

**Rn. 1447**

enormen finanziellen Probleme, die aufgrund der vorangegangenen Bauvorhaben

**Rn. 1448**

entstanden waren und solche Ausmaße angenommen hatten, dass schon aus

**Rn. 1449**

diesem Grund eine ordnungsgemäße Abwicklung des vorgeschlagenen Kaufs

**Rn. 1450**

ausgeschlossen war. Bezüglich der Beschaffung des Kaufpreises erklärten Q

**Rn. 1451**

und C3 den Eheleuten X, dass zu diesem Zweck ein Darlehen

**Rn. 1452**

aufgenommen werde. Sie verschwiegen allerdings bewusst, dass das Grundstück

**Rn. 1453**

G5 der E Bank 4 längst als Sicherheit für einen

**Rn. 1454**

Betriebsmittelkredit der neu gegründeten B3 angeboten

**Rn. 1455**

worden war und dass das Darlehen demzufolge nicht der GbR, sondern der B3 gewährt werden sollte. Anderenfalls hätte auch der Ehemann der

**Rn. 1456**

Zeugin Rita X als GbR-Mitglied Zugriff auf die Kreditmittel gehabt, was es aus

**Rn. 1457**

Sicht des Angeklagten und der rechtskräftig Verurteilten Q und C3 auf

**Rn. 1458**

jeden Fall zu vermeiden galt. Darüber hinaus spiegelten der Angeklagte, Q

**Rn. 1459**

und C3 den Eheleuten X vor, dass die vereinbarten 600.000 DM aus dem

**Rn. 1460**

Darlehen bezahlt würden, obwohl sie in Wahrheit beabsichtigten, die Kreditmittel

**Rn. 1461**

vorrangig für die Ablösung eigener Altverbindlichkeiten sowie für die neue B3 zu verwenden. Angesichts der geplanten Vorgehensweise war dem

**Rn. 1462**

Angeklagten, Q und C3 von vornherein klar, dass nicht genügend

**Rn. 1463**

finanzielle Mittel verbleiben würden, um den Kaufpreis aus den Darlehensvaluta der

**Rn. 1464**

E Bank - die wie bereits erwähnt zunächst nur bei ca. 1.000.000 DM liegen

**Rn. 1465**

sollten - vollständig an die Familie X zu bezahlen. Dies nahmen sie billigend in

**Rn. 1466**

Kauf, da es ihnen auf die Erlangung der Kreditmittel der E Bank 4

**Rn. 1467**

ankam, für deren Auszahlung die vorherige Bereitstellung des Grundstücks

**Rn. 1468**

G5 als Sicherheit unabdingbare Voraussetzung war.

**Rn. 1469**

Die Eheleute X gingen täuschungsbedingt davon aus, dass der versprochene

**Rn. 1470**

Kaufpreis tatsächlich an sie fließen werde, weshalb die Zeugin Rita X im

**Rn. 1471**

Rahmen des Notartermins vom 25.11.1996 gleich in doppelter Weise über das

**Rn. 1472**

Vermögen ihrer drei Kinder verfügte.

**Rn. 1473**

In einer ersten notariellen Urkunde (Urkundenrolle Nr. 883/1996 des Notars M3

**Rn. 1474**

aus I4) bestellte sie mit Hilfe ihrer Vollmacht vom 03.12.1993 eine (neue)

**Rn. 1475**

Eigentümergrundschuld in Höhe von 2.000.000 DM auf dem Grundstück G5 und trat diese an die Grundstücksgesellschaft, bestehend aus dem Angeklagten;

**Rn. 1476**

der B2 sowie ihrem Ehemann Karlheinz X, ab. Durch einen weiteren

**Rn. 1477**

notariellen Vertrag (Urkundenrolle Nr. 884/1996 des Notars M3 aus I4)

**Rn. 1478**

verkaufte sie anschließend das Grundstück im Namen ihrer drei Kinder an die zuvor

**Rn. 1479**

erwähnten GbR-Mitglieder. In der Urkunde wurde ,aufgrund der vorangegangenen

**Rn. 1480**

Unstimmigkeiten nunmehr ausdrücklich festgeschrieben, dass auch das Grundstück

**Rn. 1481**

G5 zum Gesellschaftsvermögen der am 25.07.1996 gegründeten

**Rn. 1482**

Grundstücksgesellschaft gehöre. Der im Vertrag festgelegte Kaufpreis in Höhe von

**Rn. 1483**

600.000 DM war bis zum 20.12.1996 auf ein Notaranderkonto zu bezahlen, wobei

**Rn. 1484**

dem Angeklagten, Q und C3 klar war, dass aufgrund der finanziellen

**Rn. 1485**

Gesamtlage die versprochene Zahlung bis zum Jahresende mit an Sicherheit

**Rn. 1486**

grenzender Wahrscheinlichkeit nicht fließen würde. Der Angeklagte, Q und

**Rn. 1487**

C3 waren sich weiterhin bewusst, dass die Zeugin Rita X der Beleihung

**Rn. 1488**

und dem Verkauf des Grundstücks nicht zugestimmt hätte, wenn ihr klar gewesen

**Rn. 1489**

wäre, dass der Kaufpreis aufgrund der Pläne des Angeklagten und der rechtkräftig

**Rn. 1490**

Verurteilten Q und C3 nicht wie im Vertrag vorgesehen bis zum

**Rn. 1491**

20.12.1996 bezahlt werden konnte.

**Rn. 1492**

Durch die Belastung und den Verkauf des Grundstücks trat bei den Kindern der

**Rn. 1493**

Eheleute X ein Vermögensschaden in Höhe des Grundstückswertes ein, der

**Rn. 1494**

damals bei mindestens 800.000 DM lag. Zwar erlangten sie infolge des

**Rn. 1495**

KaufVertragsabschlusses einen Zahlungsanspruch gegen den Angeklagten und die

**Rn. 1496**

B3; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren desolater

**Rn. 1497**

wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Kinder der Eheleute

**Rn. 1498**

X als wertlos einzustufen ist.

**Rn. 1499**

Durch notarielle Urkunden vom 16.12.1996 (Urkundenrolle Nr. 936/1996 des Notars

**Rn. 1500**

M3 aus I4), 19.12.1996 (Urkundenrolle Nr. 590/1996 der Notarin I5 aus C) und 20.12.1996 (Urkundenrolle Nr. 592/1996 der Notarin I5

**Rn. 1501**

aus C) traten der Angeklagte, die rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 1502**

C3 sowie der Ehemann der Zeugin Rita X die Briefgrundschuld in Höhe

**Rn. 1503**

von. 2.000.000 DM an die E Bank 4 ab und beantragten die

**Rn. 1504**

Eintragung der Abtretung im Grundbuch. Die entsprechenden

**Rn. 1505**

Zweckbestimmungserklärungen, aus denen sich ergab, dass statt den GbR-

**Rn. 1506**

Mitgliedern die B3 Darlehensnehmerin werde, unterzeichneten die

**Rn. 1507**

Kinder der Eheleute X am 18.01.1997, nachdem Q sie mit dem Hinweis

**Rn. 1508**

beruhigt hatte, die B3 werde die Renovierungsarbeiten in der Villa

**Rn. 1509**

auf dem Grundstück G5 vornehmen.

**Rn. 1510**

Im Hinblick auf die aus ihrer Sicht vollwertige Besicherung der abgesprochenen

**Rn. 1511**

Teilvalutierung, die zunächst eine auf gut 1.000.000 DM beschränkte Auszahlung

**Rn. 1512**

Vorsah, war die E Bank 4 schließlich Anfang 1997 zur

**Rn. 1513**

Gewährung des Existenzgründungsdarlehens bereit. Am 08./20.01.1997

**Rn. 1514**

vereinbarten Q und C3 für die B3 mit der E Bank 4 zunächst einen Barkredit in Höhe von 700.000 DM zur Inanspruchnahme auf dem Konto 643015600 mit einer Laufzeit bis zum 30.11.1997. Als Sicherheit dienten der Bank neben dem Grundstück G5

**Rn. 1515**

selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften der rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 1516**

Q und C3 bis zu einem Betrag von 1,32 Millionen DM. Am

**Rn. 1517**

19./26.02.1997 folgte sodann der Abschluss des zweiten Kreditvertrages für ein

**Rn. 1518**

Investitionsdarlehen in Höhe von 400.000 DM zur Inanspruchnahme auf dem Konto

**Rn. 1519**

643015601 mit einer Laufzeit bis zum 28.02.2003, wobei die Sicherheiten denen des

**Rn. 1520**

Barkredites entsprachen.

**Rn. 1521**

Unmittelbar nachdem die beiden Kredite bewilligt worden waren, wurden sie von

**Rn. 1522**

Q und C3 entsprechend dem zuvor gefassten Tatplan zur Abtragung

**Rn. 1523**

von Altverbindlichkeiten in Anspruch genommen. So überwiesen sie u.a. am

**Rn. 1524**

06.02.1997 vom Konto 643015600 einen Betrag in Höhe von 98.600 DM an die

**Rn. 1525**

Rechtsanwälte G3, I6 und V als Teilzahlung auf den

**Rn. 1526**

Restkaufpreis für das Grundstück T4, G2 (auf das noch einzugehen sein wird), am 17.02.1997 einen Betrag in Höhe von 71.712 DM an die

**Rn. 1527**

Firma I7, die Leistungen beim Bauvorhaben T4, G2,

**Rn. 1528**

erbracht hatte, und insgesamt 60.000 DM an die Firma H3 für Arbeiten in

**Rn. 1529**

I8. Außerdem wurden Valuta für den Aufbau der B3

**Rn. 1530**

benutzt, so dass die Kreditrahmen beider Darlehen in kürzester Zeit ausgeschöpft

**Rn. 1531**

waren, ohne dass der Kaufpreis an die Familie X gezahlt worden wäre. Ende

**Rn. 1532**

1996 sowie im Laufe des Jahres 1997 erfolgten zwar vereinzelte Zahlungen, die

**Rn. 1533**

jedoch den vereinbarten Kaufpreis nicht abdeckten. Zugunsten des Angeklagten ist

**Rn. 1534**

die Kammer davon ausgegangen, dass die Familie X letztlich insgesamt

**Rn. 1535**

399.000 DM erhielt. Zwei außerdem von Q und C3 übergebene

**Rn. 1536**

Schecks über jeweils 100.000 DM waren nicht gedeckt. Die Restzahlung blieb bis

**Rn. 1537**

heute aus.

**Rn. 1538**

Wegen der Belastung des Grundstücks U und der Veräußerung des

**Rn. 1539**

Grundstücks G5 bekamen X's Mitte Dezember 1996 erhebliche

**Rn. 1540**

Probleme mit der E Bank. In einem Schreiben vom 16.12.1996

**Rn. 1541**

behaupteten die Verantwortlichen der Bank, der Verkauf des Grundstückes

**Rn. 1542**

G5 und die Belastung des Objektes U seien absprachewidrig

**Rn. 1543**

erfolgt. Später beschränkte sich der Vorwurf in erster Linie auf den Verkauf der

**Rn. 1544**

Immobilie G5. Dem widersprachen die Eheleute X in einem

**Rn. 1545**

Schreiben vom 19.12.1996 ausdrücklich und behaupteten ihrerseits, alle

**Rn. 1546**

Entscheidungen hinsichtlich der Grundstücke zuvor mit der zuständigen

**Rn. 1547**

Sachbearbeiterin der E Bank, Frau K, abgesprochen und alle relevanten

**Rn. 1548**

Unterlagen vorgelegt zu haben. Welche Darstellung letztlich zutrifft ist für die Frage

**Rn. 1549**

der Strafbarkeit des Angeklagten bedeutungslos.

**Rn. 1550**

Fest steht jedoch, dass X's in dem Schreiben der E Bank vom

**Rn. 1551**

16.12.1996 aufgefordert wurden, die Rückstände auf ihren Konten in Höhe von

**Rn. 1552**

insgesamt 109.431,62 DM unverzüglich auszugleichen, den Kaufpreis für das

**Rn. 1553**

Grundstück G5 auszukehren und die Eigentümergrundschuld auf dem

**Rn. 1554**

Objekt U an die Bank abzutreten; anderenfalls würden die Kredite zur

**Rn. 1555**

sofortigen Rückzahlung fällig gestellt. Da die Eheleute X aus den geschilderten

**Rn. 1556**

Gründen nicht in der Lage waren, diesen Forderungen nachzukommen, kündigte die

**Rn. 1557**

E Bank mit zwei Schreiben vom 10.02.1997 sämtliche Darlehen und forderte

**Rn. 1558**

zum Ausgleich der Schuldsalden bis zum 10.03.1997 auf, was X's wegen

**Rn. 1559**

fehlender finanzieller Möglichkeiten jedoch nicht gelang. Alle Versuche die in den

**Rn. 1560**

folgenden Monaten unternommen wurden, um die Kredite der Familie X bei der

**Rn. 1561**

E Bank doch noch abzulösen, schlugen letztlich fehl. Hinzu kamen ab

**Rn. 1562**

Mitte 1997 weitere erhebliche Probleme mit dem Grundstücksverkäufer F4, der

**Rn. 1563**

auf einer Bezahlung des noch ausstehenden "Schwarzgeldes" in Höhe von 150.000

**Rn. 1564**

DM bestand und deshalb im Dezember 1997 massiv gegen X's vorging.

**Rn. 1565**

Nachdem die E Bank 4 am 24.09.1997 auch den Kredit der B3 gekündigt hatte, begannen Anfang 1998 die ersten Vollstreckungsmaßnahmen. Auf Antrag der E Bank vom 17.03.1998 erging am 28.04.1998 der Beschluss des Amtsgerichts Köpenick(Az. 70 K44/98), mit dem die Zwangsversteigerung des Grundstückes G5 angeordnet wurde. Vier Tage zuvor, am 24.04.1998, hatte sich der Ehemann der Zeugin Rita X das Leben genommen. Es steht allerdings nicht mit hinreichender Sicherheit fest, ob die Ursache hierfür in den Vorgängen begründet lag, die Gegenstand der Tatvorwürfe sind.

**Rn. 1566**

Nach dem Tod des Ehemannes der Zeugin Rita X setzte die E Bank

**Rn. 1567**

ihre Bemühungen fort, die Grundstücke der Familie X zu verwerten. Am

**Rn. 1568**

30.08.2000 erging im Rahmen der Zwangsversteigerung des Grundstücks

**Rn. 1569**

G5 bei einem Gebot von 670.000 DM der Zuschlag, womit die

**Rn. 1570**

Verwertung dieses Grundstückes abgeschlossen war. Die Objekte U,

**Rn. 1571**

G4 und F2 stehen hingegen weiterhin zum Verkauf, ohne dass

**Rn. 1572**

bereits Maßnahmen zur Einleitung der Zwangsversteigerung ergriffen worden wären, da die E Bank und die W sich durch einen freihändigen

**Rn. 1573**

Verkauf höhere Erlöse versprechen. Der Verkauf der Liegenschaften gestaltet sich

**Rn. 1574**

jedoch aufgrund der dramatisch gefallenen Grundstückspreise in Ostdeutschland

**Rn. 1575**

äußerst schwierig.

**Rn. 1576**

IV.

**Rn. 1577**

Nachtatverhalten

**Rn. 1578**

Auch die übrigen Projekte, die der Angeklagte gemeinsam mit seiner Frau sowie den

**Rn. 1579**

rechtskräftig Verurteilten Q und C3 in der Zeit ab 1994 begonnen hatte,

**Rn. 1580**

führten in der Folgezeit zu einer weiteren dramatischen Verschlechterung der

**Rn. 1581**

finanziellen Lage der Eheleute T. Dies betraf neben den Bauvorhaben in I2

**Rn. 1582**

(bzw. E2), P und G, die nicht Gegenstand der Anklagevorwürfe der, Staatsanwaltschaft Dortmund gegen den Angeklagten sind, auch die beiden Bauvorhaben in T4 (G2 und G3):

**Rn. 1583**

1.) Das Objekt G2 litt von Anfang an unter fehlendem Eigenkapital~

**Rn. 1584**

Fehlplanungen und kostenintensiven Problemen mit dem Bauordnungsamt und der

**Rn. 1585**

unteren Denkmalschutzbehörde wegen einer denkmalgeschützten Fassade des

**Rn. 1586**

Altbaubestandes auf dem Grundstück. Diese Probleme, die zu zwei Baustopps

**Rn. 1587**

führten, konnten nur mit außerplanmäßig eingesetzten finanziellen Mitteln (die

**Rn. 1588**

zumindest teilweise aus den Darlehensvaluta anderer Bauvorhaben abgezweigt

**Rn. 1589**

wurden) sowie unter erheblichem Zeitaufwand gelöst werden. Die Zeitverzögerungen

**Rn. 1590**

bei der Fertigstellung des Gebäudes hatten außerdem nicht eingeplante

**Rn. 1591**

Zinsbelastungen im Hinblick auf das Baudarlehen in Höhe von 1,8 Millionen DM bei

**Rn. 1592**

der C8 Bank zur Folge. Die Zins-und Tilgungsraten konnten nicht wie geplant

**Rn. 1593**

durch Mieteinnahmen und Steuereinsparungen aufgebracht werden. Mitte 1996 war

**Rn. 1594**

der Kredit bei der C8 Bank sodann nahezu vollständig aufgebraucht und die

**Rn. 1595**

Eheleute T hatten erhebliche Rückstände an Zinsen und

**Rn. 1596**

Lebensversicherungsbeiträgen bei der refinanzierenden Lebensversicherung

**Rn. 1597**

angehäuft.

**Rn. 1598**

Um den seit mehr als zehn Monaten andauernden Baustillstand zu beenden,

**Rn. 1599**

entschlossen sich Q und C11 Mitte Mai 1996 in Absprache mit dem

**Rn. 1600**

Angeklagten und dessen Frau, bei der C8 Bank eine Auszahlung der restlichen

**Rn. 1601**

noch nicht valutierten Darlehensmittel zu erreichen und zeitgleich einen neuen

**Rn. 1602**

Kreditantrag zu stellen. Diese Vorgehensweise sollte vor allem sicherstellen, dass

**Rn. 1603**

zunächst einmal überhaupt weitergebaut werden konnte. Da die Auszahlung

**Rn. 1604**

mangels Baufortschritts nicht durch eine reguläre Abschlagsrechnung erreicht

**Rn. 1605**

werden konnte, kamen Q und C11 auf die Idee, der C8 Bank die

**Rn. 1606**

Begleichung der durch den Baustopp entstandenen Kosten anzudienen, um mit

**Rn. 1607**

diesem Geld den Baufortschritt zu erreichen, der es ihnen erlaubt hätte, die nächste

**Rn. 1608**

reguläre Abschlagsrechnung zu stellen. Da Q und C11 bewusst war, dass die

**Rn. 1609**

schon bewilligten Mittel dann erst Recht nicht ausgereichen würden, um das

**Rn. 1610**

Bauvorhaben zu vollenden, entschieden sie sich im Einvernehmen mit dem

**Rn. 1611**

Angeklagten und dessen Frau, gleichzeitig einen neuen Kreditantrag einzureichen,

**Rn. 1612**

der die Kosten bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens abdecken sollte.

**Rn. 1613**

In Umsetzung dieses Planes übersandte Q der C8 Bank am 31.05.1996

**Rn. 1614**

einen von dieser seit längerem eingeforderten detaillierten Bauablaufplan und am

**Rn. 1615**

03.06.1996 eine Rechnung über die Kosten des Baustopps in Höhe von 102.049,26

**Rn. 1616**

DM zusammen mit einem Antrag auf Bewilligung eines weiteren Darlehens über

**Rn. 1617**

200.000 DM. Dieser Antrag endete mit der Bitte, aus dem neu beantragten oder dem

**Rn. 1618**

bereits bewilligten Kredit vorab einen Betrag in Höhe von 103.500 DM zu valutieren,

**Rn. 1619**

um die Mehrkosten gegenüber der Generalunternehmerin (bei der es sich um die von

**Rn. 1620**

Q und C3 betriebene B2 handelte) abdecken zu können.

**Rn. 1621**

Die Bezahlung der Rechnung über die Kosten des Baustopps und die Gewährung

**Rn. 1622**

des zusätzlichen Kredits versuchten Q und C11, der den Kreditantrag

**Rn. 1623**

entworfen hatte, durch falsche Angaben zu erreichen, da ihnen klar war, dass ihr

**Rn. 1624**

Plan bei Angabe, der wahren Umstände und wirtschaftlichen Verhältnisse keinen

**Rn. 1625**

Erfolg haben würde. Im Kreditantrag wurden gleich in mehrfacher Hinsicht bewusst

**Rn. 1626**

falsche Angaben gemacht, was auch dem Angeklagten bekannt war:

**Rn. 1627**

• Die nach dem Inhalt des Kreditantrags angeblich eingesetzten Eigenmittel in

**Rn. 1628**

Höhe von insgesamt 165.000 DM waren - zumindest in dieser Höhe tatsächlich

**Rn. 1629**

nie geflossen. Die dem Kreditantrag als Nachweis beigefügte

**Rn. 1630**

Rechnung vom 31.05.1996 wies eine angeblich erhaltene Abschlagszahlung

**Rn. 1631**

in Höhe von 60.000 DM aus, die nach einer handschriftlichen Anmerkung des

**Rn. 1632**

rechtskräftig Verurteilten Q aus Eigenmitteln erbracht worden war.

**Rn. 1633**

Tatsächlich hatten weder der Angeklagte noch seine Frau oder Q

**Rn. 1634**

diesen Betrag bezahlt; hierdurch sollte der C8 Bank nicht vorhandenes

**Rn. 1635**

Eigenkapital vorgetäuscht werden. Ob und inwieweit die restlichen im Antrag

**Rn. 1636**

aufgeführten Eigenmittelin Höhe von 105.000 DM tatsächlich aufgebracht

**Rn. 1637**

wurden, und - falls ja - aus welchen Quellen diese Mittel stammten, konnte die

**Rn. 1638**

Kammer im Rahmen der Hauptverhandlung nicht abschließend aufklären.

**Rn. 1639**

• In dem Kreditantrag wurde des weiteren bewusst wahrheitswidrig behauptet,

**Rn. 1640**

es sei beabsichtigt, über die angeblich bereits eingesetzten 165.000 DM

**Rn. 1641**

Eigenkapital hinaus weitere 30.000 DM aus Eigenmitteln zu bedienen. Dieses,

**Rn. 1642**

Geld konnten jedoch weder der Angeklagte und seine Frau noch Q

**Rn. 1643**

Mitte 1996 aus legalen Quellen beschaffen, was allen Beteiligten bewusst war.

**Rn. 1644**

Die Rücklagen des Angeklagten, der früheren Mitangeklagten T

**Rn. 1645**

und des rechtskräftig Verurteilten Q waren längst aufgebraucht und die

**Rn. 1646**

Kreditlinie des Geschäftskontos des Angeklagten bei der D2 Bank

**Rn. 1647**

war Mitte 1996 nahezu durchgehend ausgereizt oder sogar überschritten, Seit

**Rn. 1648**

April 1996 wurden Kontobelastungen, die die Kreissparkasse L

**Rn. 1649**

aufgrund einer Einzugsermächtigung im Hinblick auf das bereits erwähnte

**Rn. 1650**

Objekt M vornahm, wiederholt durch T's storniert oder mangels Deckung von der D2 Bank nicht ausgeführt.

**Rn. 1651**

• Die im Kreditantrag und den beigefügten Selbstauskünften des Angeklagten

**Rn. 1652**

und seiner Frau für das Objekt G2 genannten Mieteinnahmen in Höhe

**Rn. 1653**

von 208.644 DM p.a. beruhten auf einer Mietenaufstellung des rechtskräftig

**Rn. 1654**

Verurteilten C11, die aufgrund bewusst falsch eingesetzter

**Rn. 1655**

Quadratmeterzahlen der Wohn- und Nutzfläche völlig überhöht war. Diese der

**Rn. 1656**

C8 Bank bereits mit Schreiben vom 04.01.1996 eingereichte Aufstellung

**Rn. 1657**

enthielt zwar die auch im Bauantrag vom 15.03. bzw.12.06.1995 genannten

**Rn. 1658**

Quadratmeterzahlen bezüglich des Erdgeschosses und Dachgeschosses im

**Rn. 1659**

Obergeschoss hatte C11 jedoch zwei weitere Räume mit einer Größe von 65

**Rn. 1660**

qm und 72 qm hinzugesetzt; die nicht errichtet werden sollten und aufgrund

**Rn. 1661**

der Auflagen des Bauordnungsamtes auch gar, nicht errichtet werden durften.

**Rn. 1662**

Auf diese Weise ergaben sich 834 qm Gesamtfläche, die wiederum zu

**Rn. 1663**

tatsächlich gar nicht erzielbaren Mieteinnahmen in Höhe von 208.644 DM

**Rn. 1664**

führten.

**Rn. 1665**

Abgesehen von diesen falschen Angaben verschwiegen Q und C11 in dem

**Rn. 1666**

Kreditantrag bewusst, dass die als Sicherheit angebotenen selbstschuldnerischen

**Rn. 1667**

Bürgschaften der Mitglieder der Grundstücksgesellschaft (zu denen auch der

**Rn. 1668**

Angeklagte gehörte) aufgrund deren desolater finanzieller Verhältnisse absolut

**Rn. 1669**

wertlos und als Sicherheit nicht geeignet waren, was auch dem Angeklagten bewusst

**Rn. 1670**

war.

**Rn. 1671**

Obwohl die C8 Bank der Ertragswertberechnung ihrer Kreditvorlage vom

**Rn. 1672**

13.06.1996 die falschen Angaben des Kreditantrags zugrundelegte, teilte sie C11 in

**Rn. 1673**

einem Telefonat vom 19.06.1996 gleichwohl mit, dass der neu beantragte Kredit nur

**Rn. 1674**

gegen Stellung neuer werthaltiger Sicherheiten bzw. Grundschulden auf einem

**Rn. 1675**

anderen Objekt bewilligt werden könne..Diese negative Information nahm C11 mit der Bemerkung hin, dass der Kreditantrag ohnehin nur vorsorglich gestellt worden sei.

**Rn. 1676**

Gleichzeitig erfuhr er nämlich, dass die Rechnung über die Kosten des Baustopps in

**Rn. 1677**

Höhe von 102.049,26 DM seitens der C8 Bank bezahlt werde bzw. schon

**Rn. 1678**

beglichen worden sei. Aufgrund dieser Information bestand kein akutes Interesse

**Rn. 1679**

mehr an der Bewilligung des Kredites, da das vorrangige Bestreben, die

**Rn. 1680**

Überweisung der für die Fortführung des Bauvorhabens dringend benötigten

**Rn. 1681**

102.049,26 DM zu erreichen Erfolg gehabt hatte. Mit Hilfe dieser finanziellen Mittel,

**Rn. 1682**

deren Auszahlung letztlich auf einem bankinternen Versehen beruhte, konnten die

**Rn. 1683**

Bauarbeiten nach mehr als zehn Monaten weitergehen. Sowohl C11 als auch

**Rn. 1684**

Q war allerdings klar, dass der noch nicht valutierte Restbetrag des 1,8 Millionen DM-Kredits nicht ausreichen würde, um das Bauvorhaben wie vorgesehen

**Rn. 1685**

zu beenden. Dies nahmen sie jedoch hin, da die GbR-Mitglieder ebenso wie die B3 als Generalunternehmerin in finanzieller Hinsicht spätestens seit Anfang 1996

**Rn. 1686**

"von der Hand in den Mund" lebten und es ihnen nur darauf ankam, die jeweils akut

**Rn. 1687**

anstehenden löcher zu stopfen. Infolge des bereits erwähnten bankinternen

**Rn. 1688**

Versehens buchte die C8 Bank auch die zwischenzeitlich aufgelaufenen

**Rn. 1689**

Zinsrückstände des Angeklagten und seiner Frau in Höhe von 75.000 DM zu lasten

**Rn. 1690**

des Darlehenskontos.

**Rn. 1691**

In dieser Zeit - Mitte 1996 - war die Fertigstellung des Objekts aufgrund der

**Rn. 1692**

finanziellen Probleme nicht absehbar. Nach dem Inhalt eines Schreibens des

**Rn. 1693**

rechtskräftig Verurteilten C11 vom 02.05.1996 rechnete man auch seitens der GbR-Mitglieder mit einer Vollendung frühestens Ende 1996, d.h. zwei Jahre nach dem

**Rn. 1694**

vom Angeklagten und seiner Frau ursprünglich für Ende 1994 angedachten

**Rn. 1695**

Bauende.

**Rn. 1696**

Unter erheblichen Problemen setzten der Angeklagte, T, Q und

**Rn. 1697**

C11 den Bau fort. Am 23.07.1996 rief der Angeklagte weitere 150 TDM für die

**Rn. 1698**

Fertigstellung des Dachgeschosses ab, indem er eine Rechnung gleichen Datums

**Rn. 1699**

abzeichnete, die anschließend an die C8 Bank weitergeleitet wurde. Diese

**Rn. 1700**

Forderung reduzierte der rechtskräftig Verurteilte C11 in einem Fax vom 30.07.1996

**Rn. 1701**

auf 110.000 DM und führte hierzu aus, die Restforderung der Abschlagsrechnung

**Rn. 1702**

werde "gesondert beglichen".

**Rn. 1703**

Am 31.07.1996 überwies die C8 Bank daraufhin die geforderte Summe in Höhe

**Rn. 1704**

von 110.000 DM an die B2 und am 08.08.1996 auf entsprechende Anforderung

**Rn. 1705**

des Angeklagten weitere 30.000 DM. Unter dem 30.09.1996 stellte die B2 dem

**Rn. 1706**

Angeklagten und seiner Ehefrau sodann weitere 350.000 DM für die Fertigstellung

**Rn. 1707**

der Gewerke Fenster, Elektro, Sanitär und Heizung in Rechnung. Diese Rechnung

**Rn. 1708**

wurde ebenfalls an die C8 Bank weitergeleitet, wobei der rechtskräftig

**Rn. 1709**

Verurteilte C11 in einem Schreiben vom 02.10.1996 um Überweisung der gesamten

**Rn. 1710**

Restvaluta aus der ursprünglichen Baufinanzierung bat.

**Rn. 1711**

Diese letzte Zahlung wurde seitens der C8 Bank jedoch mit einem an den

**Rn. 1712**

Angeklagten und seine Frau gerichteten Schreiben vom 10.10.1996 unter dem

**Rn. 1713**

Hinweis verweigert, dass nur noch 110.000 DM Darlehensvaluta zur Verfügung

**Rn. 1714**

stünden und laut Bauvertrag noch 510.000 DM für die vollständige Fertigstellung des

**Rn. 1715**

Gebäudes aufgebracht werden müssten, Der Angeklagte und seine Frau wurden

**Rn. 1716**

aufgefordert, zunächst die fehlenden 400.000 DM nachzuweisen und die vorgelegte

**Rn. 1717**

Rechnung aus dem nachgewiesenen Eigenkapital zu bezahlen.

**Rn. 1718**

Dieses Geld stand weder dem Angeklagten noch seiner Frau, Q oder

**Rn. 1719**

C3 zur Verfügung. Um die Auszahlung des restlichen Darlehensbetrages

**Rn. 1720**

dennoch zu erreichen, wies Q in einem Schreiben vom 10.10.1996 auf die

**Rn. 1721**

1994 tatsächlich erfolgten Zahlungen des Angeklagten und, der früheren

**Rn. 1722**

Mitangeklagten T hin und täuschte weitere Eigenkapitalzahlungen vor,

**Rn. 1723**

indem er erneut auf die bereits erwähnte angebliche Abschlagszahlung vom

**Rn. 1724**

31.05.1996 in Höhe von 60.000 DM verwies und behauptete, der Angeklagte und

**Rn. 1725**

seine Frau hätten aus Eigenkapital weitere insgesamt 180.000 DM für die

**Rn. 1726**

Nebenkosten einer notwendig gewordenen erneuten Baugenehmigung bezahlt.

**Rn. 1727**

Gleichzeitig behauptete er im Einvernehmen mit dem Angeklagten und dessen Frau

**Rn. 1728**

bewusst wahrheitswidrig, er werde eine Einlage in die aus ihm, dem Angeklagten und

**Rn. 1729**

T bestehenden Grundstücks-GbR in Höhe von ca. 400.000 DM erbringen

**Rn. 1730**

und fügte dem Schreiben zum Beleg einen Kontoauszug der B2 vor, der am

**Rn. 1731**

09.10.1996 ein Guthaben in Höhe von 408.678,36 DM auswies. Dieses auf dem

**Rn. 1732**

Konto der KG befindlich Geld war jedoch in Wahrheit nie als Einlage in die GbR

**Rn. 1733**

gedacht und stammte ebenfalls aus illegalen Quellen. Die Vorlage des Kontoauszugs

**Rn. 1734**

diente einzig und allein der Vorspiegelung einer nicht vorhandenen Solvenz und

**Rn. 1735**

damit der Beruhigung der Verantwortlichen der Bank, die so zur Auszahlung der

**Rn. 1736**

restlichen Darlehensvaluta gebracht werden sollten.

**Rn. 1737**

Die Verantwortlichen der C8 Bank beharrten jedoch in einem Telefonat mit

**Rn. 1738**

Q vom 16.10.1996 auf dem Nachweis der Eigenmittel, so dass der

**Rn. 1739**

Angeklagte, T und Q nun vor dem Problem standen, dass eigenes

**Rn. 1740**

Kapital nicht mehr vorhanden war und die bisher erlangten Mittel nicht ausreichten,

**Rn. 1741**

um den Bau fertigzustellen. Daher mussten sie Ende Oktober 1996 erneut einen

**Rn. 1742**

Antrag auf Bewilligung eines weiteren Darlehens über 200.000 DM stellen, wobei

**Rn. 1743**

allen Beteiligten von vorneherein klar war, dass der Kreditantrag falsche Angaben

**Rn. 1744**

enthalten würde, da die Nachfinanzierung bei Offenbarung der wahren finanziellen

**Rn. 1745**

Verhältnisse der GbR-Mitglieder in jedem Fall gescheitert wäre.

**Rn. 1746**

Der daraufhin am 28.10.1996 bei der C8 Bank eingereichte Kreditantrag

**Rn. 1747**

basierte in erster Linie auf den falschen Angaben und den unrichtigen

**Rn. 1748**

Selbstauskünften, die schon Inhalt des Antrags vom 03.06.1996 gewesen waren und

**Rn. 1749**

enthielt dementsprechend die schon, beschriebenen falschen Aussagen zum

**Rn. 1750**

angeblich bereits eingesetzten Eigenkapital. Darüber hinaus trugen der Angeklagte

**Rn. 1751**

und die übrigen GbR-Mitglieder erneut bewusst wahrheitswidrig vor, es könnten

**Rn. 1752**

weitere 30.000 DM aus Eigenmitteln bedient werden. Allen Beteiligten war klar, dass

**Rn. 1753**

die GbR-Mitglieder dieses Geld aus legalen Quellen nicht beschaffen konnten.

**Rn. 1754**

Insbesondere die finanzielle Lage des Angeklagten und seiner Frau. hatte sich zu

**Rn. 1755**

dieser Zeit - Ende 1996 - dramatisch verschlechtert. Die Kreditlinie des

**Rn. 1756**

Geschäftskonto bei der D2 Bank war weiterhin durchgehend ausgereizt

**Rn. 1757**

oder sogar überschritten und sonstige Reserven standen dem Angeklagten und

**Rn. 1758**

seiner Frau nicht zur Verfügung. Hinzu kam, dass die Kreissparkasse L,

**Rn. 1759**

die das Projekt M mit drei Krediten in Höhe von insgesamt gut

**Rn. 1760**

4.000.000 DM finanziert hatte, am 27.09.1996 gegenüber dem Angeklagten und

**Rn. 1761**

seiner Frau wegen Zahlungsverzugs die Kündigung ausgesprochen und das

**Rn. 1762**

Restdarlehen in Höhe von 3.538.492,04 DM fällig gestellt hatte.

**Rn. 1763**

Diese desolate finanzielle Lage verschwiegen der Angeklagte, die frühere,

**Rn. 1764**

Mitangeklagte T und der rechtskräftig Verurteilte Q den

**Rn. 1765**

Verantwortlichen der C8 Bank bewusst und täuschten im Gegenteil eine nicht

**Rn. 1766**

vorhandene Solvenz vor indem sie, die Bankmitarbeiter glauben machten, die

**Rn. 1767**

Nachfinanzierung sei nur deshalb erforderlich, weil angeblich große Summen an

**Rn. 1768**

Eigenkapital in das andere Bauvorhaben G3 in T4 geflossen

**Rn. 1769**

seien, was jedoch nicht den Tatsachen entsprach. Der Angeklagte und die übrigen

**Rn. 1770**

GbR-Mitglieder trugen bewusst wahrheitswidrig vor, Eigenkapital in Höhe von

**Rn. 1771**

340.000 DM sei für dieses zweite Projekt in T4 verwendet worden und fügten

**Rn. 1772**

dem Kreditantrag zum Nachweis eine falsche Notarbestätigung über eine Zahlung in

**Rn. 1773**

Höhe von 340.000 DM bei. In dieser notariellen Urkunde vom 30.11.1995 hatten C11

**Rn. 1774**

und der Verkäufer des Grundstücks G3 in Absprache mit T

**Rn. 1775**

und Q bewusst wahrheitswidrig behauptet, dass der

**Rn. 1776**

Restkaufpreisbetrag für das Grundstück in Höhe von 340.000 DM außerhalb des

**Rn. 1777**

Notarvertrages vereinnahmt und geleistet worden sei. Zu einer Bezahlung der

**Rn. 1778**

340.000 DM war es jedoch in Wahrheit mangels ausreichender Iiquider Mittel nicht

**Rn. 1779**

gekommen. Stattdessen hatte der Grundstücksverkäufer Q und T

**Rn. 1780**

in einer weiteren notariellen Urkunde vom 30.11.1995, die den Verantwortlichen der

**Rn. 1781**

C8 Bank verheimlicht wurde, ein Darlehen in Höhe des Restkaufpreises

**Rn. 1782**

gewährt, das ohne Kündigung zum 30.06.1996 fällig sein sollte.

**Rn. 1783**

Nur aufgrund der Täuschungen waren die Verantwortlichen der C8 Bank bereit,

**Rn. 1784**

den zusätzlichen Bauzwischenkredit zu gewähren. Am 20.12.1996 erteilte die

**Rn. 1785**

C8 Bank die schriftliche Darlehenszusage über einen weiteren Zwischenkredit in

**Rn. 1786**

Höhe von 200.000 DM, mit dessen Inhalt der Angeklagte, seine Frau und Q

**Rn. 1787**

sich am 23.12.1996 einverstanden erklärten. Der Kredit, der bis zum 30.06.1997

**Rn. 1788**

befristet war, diente der weiteren Bauzwischenfinanzierung und sah einen Zinssatz

**Rn. 1789**

in Höhe von 8,25% p.a. bei vierteljährlicher Zinsfälligkeit vor. Zu dem Abschluss des

**Rn. 1790**

Kreditvertrages wäre es nicht' gekommen, wenn die Verantwortlichen der C8

**Rn. 1791**

Bank die wahren Umstände gekannt hätten. Sie gingen zwar von einer

**Rn. 1792**

"Notfinanzierung" aus, hätten das Darlehen jedoch nicht gewährt und die

**Rn. 1793**

Darlehensmittel nicht freigegeben, wenn sie von der desolaten finanziellen Lage der

**Rn. 1794**

GbR-Mitglieder und der Vortäuschung des Eigenkapitals gewusst hätten.

**Rn. 1795**

Durch den Abschluss des Kreditvertrages trat bei der C8 Bank ein

**Rn. 1796**

Vermögensschaden in Form einer konkreten Vermögensgefährdung, in Höhe der

**Rn. 1797**

gesamten 200.000 DM ein. Zwar erlangte die Bank bei Abschluss des

**Rn. 1798**

Kreditvertrages einen Rückzahlungsanspruch gegen den Angeklagten und die

**Rn. 1799**

übrigen GbR-Mitglieder; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren

**Rn. 1800**

desolater wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Bank als

**Rn. 1801**

nicht werthaltig einzustufen war.

**Rn. 1802**

Auch die im Kreditvertrag vereinbarte Sicherheit war nicht geeignet, die konkrete

**Rn. 1803**

Vermögensgefährdung auszuräumen, da diese Absicherung keinen ausreichenden

**Rn. 1804**

Wert aufwies und das Ausfallrisiko nicht abdeckte. Im Darlehensvertrag vom

**Rn. 1805**

20./23.12.1996 wurde als Sicherheit für die Zwischenfinanzierung in Höhe von

**Rn. 1806**

200.000 DM zwar eine Grundschuld in Höhe der Darlehenssumme vereinbart,

**Rn. 1807**

angesichts der bereits eingetragenen vorrangigen Grundschuld der C8 Bank in

**Rn. 1808**

Höhe von 1,8 Millionen DM war diese Grundschuld jedoch wertlos, da das

**Rn. 1809**

Grundstück auch nach Fertigstellung des Gebäudes keinen Wert aufwies, der über

**Rn. 1810**

die bereits eingetragene alte Grundschuld hinausging. Dieser Umstand war den

**Rn. 1811**

GbR-Mitgliedern ebenso bewusst wie den Verantwortlichen der Bank, die jedoch auf

**Rn. 1812**

die vorgetäuschte Solvenz des Angeklagten und des rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 1813**

Q vertrauten und das Darlehen deshalb gleichwohl gewährten.

**Rn. 1814**

Die C8 Bank zahlte die Kreditsumme in Höhe von 200.000 DM im Laufe des

**Rn. 1815**

Frühjahres 1997 vollständig aus. Die schlechte wirtschaftliche Lage der GbR-

**Rn. 1816**

Mitglieder verhinderte allerdings schon unmittelbar nach vollständiger Valutierung

**Rn. 1817**

des Darlehens einen auch nur ansatzweise regulären Schuldendienst, so dass die

**Rn. 1818**

C8 Bank den Kredit am 03.12.1997 wegen Zahlungsverzugs kündigte und den

**Rn. 1819**

Schuldbetrag in Höhe von insgesamt 220.098,07 DM den GbR-Mitgliedern jeweils in

**Rn. 1820**

Rechnung stellte, ohne dass hierauf in der Folgezeit Zahlungen erfolgt wären.

**Rn. 1821**

2.) Hinsichtlich des Grundstückes G3 in T4 hatte die frühere

**Rn. 1822**

Mitangeklagte T zu Beginn des Jahres 1995 erfahren, dass ein

**Rn. 1823**

Bekannter ihres Vaters das 1270 qm großes Seegrundstück verkaufen wolle. Sie

**Rn. 1824**

berichtete Q hiervon und beide entschieden sich, das Grundstück zu kaufen

**Rn. 1825**

und mit einem Mehrfamilienhaus zu bebauen. Das Bauvorhaben wollten sie

**Rn. 1826**

gemeinsam in Form einer weiteren Bauträger-GbR abwickeln; formell ohne den

**Rn. 1827**

Angeklagten, der jedoch im Außenverhältnis bewusst als Mitgesellschafter geführt

**Rn. 1828**

wurde und u.a. auf den Briefköpfen des Unternehmens als GbR-Mitglied erschien,

**Rn. 1829**

um den Bekanntheitsgrad und die scheinbare Solvenz des Angeklagten zu nutzen.

**Rn. 1830**

Der Gesellschaftsvertrag, der erst am 03.05.1996 schriftlich niedergelegt wurde, wies

**Rn. 1831**

demgegenüber lediglich Q und T als Gesellschafter aus.

**Rn. 1832**

Das auf diese Weise errichtete Unternehmen erforderte von der Art und vom Umfang

**Rn. 1833**

her eine kaufmännische Einrichtung, was dem Angeklagten (der über den Kauf und

**Rn. 1834**

die Baupläne unterrichtet war), seiner Frau und Q bewusst war. Geplant war

**Rn. 1835**

letztlich die Errichtung eines Hauses mit 11 Eigentumswohnungen auf insgesamt ca.

**Rn. 1836**

897 qm Wohnfläche, nachdem sich eine ursprünglich angedachte, noch

**Rn. 1837**

großzügigere Bebauung mit 16 Wohneinheiten aus bauplanungsrechtlichen Gründen zerschlagen hatte. Neben dem Kaufpreis für das Grundstück in Höhe von 840.000

**Rn. 1838**

DM ergab eine erste Kostenschätzung Gesamtbaukosten in Höhe von 4.045.925 DM

**Rn. 1839**

bzw. eine korrigierte Kostenberechnung vom 22.09.1995 einen etwas geringeren

**Rn. 1840**

Aufwand in Höhe von 3.881.250 DM. Unter Verwendung der Planungsunterlagen

**Rn. 1841**

erstellten Q und C11 sodann eine Preisliste, die in etwa auf einem für

**Rn. 1842**

realisierbar erachteten Quadratmeterpreis von 4.400 DM basierte. Die Preisliste sah

**Rn. 1843**

dementsprechend Verkaufserlöse in Höhe von insgesamt 4.125.000 DM vor (unter

**Rn. 1844**

Einbeziehung von 12 Stellplätzen zu je 21.500 DM).

**Rn. 1845**

Die Kaufentscheidung trafen Q und T Anfang 1995, ohne dass

**Rn. 1846**

zuvor von einer Bank eine Gesamtfinanzierung des Objekts bewilligt gewesen wäre.

**Rn. 1847**

Eine solche Finanzierung stand auch im September 1995 noch nicht, als Q

**Rn. 1848**

und T den letztlich gültigen, abgeänderten Kaufvertrag mit den

**Rn. 1849**

Grundstücksverkäufer schlossen.

**Rn. 1850**

Unmittelbar nach Abschluss des Kaufvertrages stellten Q und T

**Rn. 1851**

als GbR bei der H4 Bank einen Kreditantrag über 500.000 DM zur

**Rn. 1852**

Teilkaufpreisbelegung. Gegenüber den Verantwortlichen der Bank behaupteten sie

**Rn. 1853**

bewusst wahrheitswidrig, dass der Restkaufpreis in Höhe von 340.000 DM bis zum

**Rn. 1854**

01.12.1995 aus Eigenmitteln belegt werde. Diese Summe stand den Beteiligten

**Rn. 1855**

angesichts der finanziellen Verpflichtungen aus den übrigen Bauvorhaben jedoch in

**Rn. 1856**

Wahrheit nicht zur Verfügung. Der rechtskräftig Verurteilte Q und die frühere

**Rn. 1857**

Mitangeklagte T planten daher sowohl bei Abschluss des Kauf- als auch

**Rn. 1858**

des Darlehensvertrages den Grundstücksverkäufer hinzuhalten, um ihn erst später

**Rn. 1859**

aus den Erlösen im Zuge des Abverkaufs der geplanten Eigentumswohnungen zu

**Rn. 1860**

befriedigen; ein Umstand, den sie sowohl dem Verkäufer als auch den

**Rn. 1861**

Verantwortlichen der Bank bewusst verschwiegen.

**Rn. 1862**

Zusätzlich zu der Finanzierung des Teilkaufpreises hatten Q und T

**Rn. 1863**

bei der H4 Bank bereits eine Bauzwischenfinanzierung angesprochen,

**Rn. 1864**

über die allerdings erst später entschieden werden sollte, da aufgrund der engen

**Rn. 1865**

Zahlungsfrist des Kaufvertrages zunächst die Kaufpreisfinanzierung drängte.

**Rn. 1866**

Angedacht und in Aussicht gestellt waren seitens der H4 Bank weitere

**Rn. 1867**

Darlehensmittel in Höhe von ca. 400.000 DM, die Q und T als

**Rn. 1868**

Anschubfinanzierung für die Anlaufkosten des eigentlichen Bauvorhabens

**Rn. 1869**

benötigten. Die darüber hinausgehenden Baukosten sollten entsprechend der

**Rn. 1870**

Makler- und Bauträgerverordnung aus den Anzahlungen der Käufer aufgebracht

**Rn. 1871**

werden, die ihre Zahlungen nach Baufortschritt zu erbringen hatten. Angesichts der

**Rn. 1872**

ins Auge gefassten Bauzwischenfinanzierung waren Q und T bereit, der H4 Bank schon jetzt eine Grundschuld in Höhe von einer Million

**Rn. 1873**

DM auf dem Grundstück einzuräumen. Darüber hinaus musste der Angeklagte eine

**Rn. 1874**

Bürgschaft in Höhe der Teilkaufpreisrate von 500.000 DM übernehmen.

**Rn. 1875**

Wegen der extremen Eilbedürftigkeit überwies die H4 Bank am 08.09.1995

**Rn. 1876**

im Vorgriff auf den Kreditvertrag, der am 12.09./ 02.11.1995 geschlossen wurde,

**Rn. 1877**

500.000 DM auf das Notaranderkonto der amtierenden Notarin. Die Bank erwartete

**Rn. 1878**

vor Auskehrung der 500.000 DM jedoch eine Bezahlung des Restkaufpreises aus

**Rn. 1879**

Eigenmitteln, die weder Q noch T aus den genannten Gründen

**Rn. 1880**

aufbringen konnten. In dieser Situation kam Q unter Einschaltung des

**Rn. 1881**

rechtskräftig Verurteilten C11 und in Absprache mit der früheren Mitangeklagten

**Rn. 1882**

T auf die Idee, der H4 Bank die Bezahlung der 340.000 DM

**Rn. 1883**

vorzutäuschen. In Ausführung dieses Tatplans bestätigten C11, der mit Vollmacht für

**Rn. 1884**

Q und T handelte, und der Grundstücksverkäufer in einer für die

**Rn. 1885**

Verantwortlichen der H4 Bank bestimmten notariellen Urkunde vorm

**Rn. 1886**

30.11.1995 bewusst wahrheitswidrig, "dass der Restkaufpreisbetrag von

**Rn. 1887**

340.000 DM nicht auf Notaranderkonto (...) einzuzahlen ist, sondern der Restkaufpreisbetrag außerhalb des Notarvertrages vereinnahmt und geleistet wurde."

**Rn. 1888**

Diese notarielle Urkunde wurde anschließend an die H4 Bank weitergeleitet, deren

**Rn. 1889**

Verantwortliche daraufhin - wie von Q, C11 und T beabsichtigt -

**Rn. 1890**

davon ausgingen, die 340.000 DM seien tatsächlich geflossen. Der Teilkaufpreis in

**Rn. 1891**

Höhe von 500.000 DM wurde daraufhin kurze Zeit später freigegeben und an die

**Rn. 1892**

Grundstücksverkäufer überwiesen.

**Rn. 1893**

Bereits am 01.04.1996 musste die H4 Bank erstmals Zinsrückstände in Höhe

**Rn. 1894**

von 23.852,61 DM anmahnen, die Q und T entsprechend einem

**Rn. 1895**

schon bei Abschluss des Kreditvertrages gefassten Entschluss nur zum Teil

**Rn. 1896**

bezahlten. Die Unregelmäßigkeiten beim Schuldendienst sowie Verzögerungen und

**Rn. 1897**

Unstimmigkeiten bei der Einreichung von Kreditunterlagen setzten sich in den

**Rn. 1898**

folgenden Wochen und Monaten fort und führten dazu, dass die H4 Bank die

**Rn. 1899**

ursprünglich ins Auge gefasste Bauzwischenfinanzierung nicht bewilligte. Da das

**Rn. 1900**

Darlehen bei der H4 Bank im Laufe der Jahre 1996 und 1997 endgültig nicht

**Rn. 1901**

mehr bedient werden konnte, sah sich Q schließlich Ende 1997 zu einer

**Rn. 1902**

Umfinanzierung gezwungen und wandte sich zu diesem Zweck im November 1997

**Rn. 1903**

an die C9 (C9).

**Rn. 1904**

In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage des rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 1905**

der früheren Mitangeklagten T enthielten die am 18.11.1997 bei der

**Rn. 1906**

C9 eingereichten Selbstauskünfte der GbR-Mitglieder ebenso, wie der darauf

**Rn. 1907**

basierende Kreditantrag vom 19.12.1997 fast zwangsläufig eine Vielzahl falscher

**Rn. 1908**

Angaben, die das Gelingen der Urnfinanzierung gewährleisten sollten:

**Rn. 1909**

- Finanzielle Belastungen, Kredite und Bürgschaften der GbR-Mitglieder wurden

**Rn. 1910**

in den Selbstauskünften verschwiegen;

**Rn. 1911**

- das in der Selbstauskunft angegebene' Einkommen des rechtskräftig

**Rn. 1912**

Verurteilten Q war weit überhöht;

**Rn. 1913**

- das in den Selbstauskünften angegebene Eigenkapital beinhaltete u.a. die

**Rn. 1914**

angeblich geleistete Teilkaufpreiszahlung i.H.v. 340.000 DM an die

**Rn. 1915**

Grundstücksverkäufer und war dementsprechend falsch;

**Rn. 1916**

- im Kreditantrag wurden falsche Angaben zum Verkaufsstand der elf

**Rn. 1917**

Eigentumswohnungen gemacht; es wurde insbesondere verschwiegen, dass

**Rn. 1918**

sich, zumindest ein Teil, der geschlossenen Kaufverträge in der

**Rn. 1919**

Rückabwicklung befand;

**Rn. 1920**

- die als Sicherheit angebotene Grundschuld auf dem Grundstück der Familie

**Rn. 1921**

X in U konnte nur auf illegalem Weg beschafft werden.

**Rn. 1922**

Aufgrund der falschen Angaben waren die Verantwortlichen der C9 bereit, die

**Rn. 1923**

Umfinanzierung vorzunehmen. Am 24.02.1998 erteilten sie den GbR-Mitgliedern eine

**Rn. 1924**

Kreditzusage über 500.000 DM. Das Darlehen war in Höhe von 220.000 DM zur

**Rn. 1925**

Ablösung der Salden bei der H4 Bank und in Höhe von 280.000 DM zur

**Rn. 1926**

Baukostenvorfinanzierung gedacht. Als Sicherheit diente der C9 u.a. die

**Rn. 1927**

Grundschuld der H4 Bank i.H.v. einer Million DM, die sie sich abtreten ließ.

**Rn. 1928**

Die Kammer ist zugunsten des Angeklagten davon ausgegangen, dass es sich

**Rn. 1929**

hierbei - jedenfalls bei Abschluss des Kreditvertrages - um eine werthaltige Sicherheit

**Rn. 1930**

handelte. Außerdem war eine Voraussetzung für die Auszahlung des

**Rn. 1931**

Darlehensbetrages der Abschluss einer Risikolebensversicherung durch den

**Rn. 1932**

Angeklagten, der den Antrag vom 01.05.1998 im Mai 1998 persönlich bei der C9

**Rn. 1933**

abgab; dabei war er über die falschen Angaben gegenüber der C9 informiert und

**Rn. 1934**

trug diese mit. Dem Angeklagten war außerdem aufgrund seiner desolaten

**Rn. 1935**

finanziellen Verhältnisse bewusst, dass er die in dem Lebensversicherungsvertrag

**Rn. 1936**

eingegangenen Verpflichtungen nicht würde erfüllen können.

**Rn. 1937**

Nach Abschluss des Darlehensvertrages kam es aufgrund der ständig zunehmenden

**Rn. 1938**

finanziellen Schwierigkeiten des Angeklagten, seiner Frau und des rechtskräftig

**Rn. 1939**

Verurteilten Q sehr schnell zu Zinsrückständen, die am 17.02.2000 zu einer

**Rn. 1940**

Kreditkündigung seitens der C9 führten. Die C9 leitete anschließend die

**Rn. 1941**

Zwangsversteigerung des Grundstücks G3 in T4 ein.

**Rn. 1942**

3.) Trotz der sich weiter verschlechternden finanziellen Lage der Beteiligten erwarben

**Rn. 1943**

der rechtskräftig Verurteilte Q vom Zeugen X4 und die frühere

**Rn. 1944**

Mitangeklagte T vom Zeugen S durch notariellen Kaufvertrag vom

**Rn. 1945**

24.09.1998 jeweils einen Geschäftsanteil in Höhe von 24.500 DM an der Firma

**Rn. 1946**

S2. Als Kaufpreis für die Anteile wurde jeweils ein Betrag

**Rn. 1947**

in Höhe von 1.999.590 DM vereinbart. Hintergrund des Kaufs war, dass Q in

**Rn. 1948**

dieser Zeit - zum wiederholten Mal- dringend neue Geldquellen erschließen musste,

**Rn. 1949**

um seine und die Geschäfte des Angeklagten sowie der früheren Mitangeklagten

**Rn. 1950**

T fortführen zu können. Die S2, ein bis dahin gutgehendes

**Rn. 1951**

Unternehmen aus dem Druckereibereich, schien dem branchenfremden Q

**Rn. 1952**

das geeignete Objekt, um neue finanzielle Mittel zu erlangen.

**Rn. 1953**

Bei Abschluss des Kaufvertrages mit den Zeugen S und X4 trat

**Rn. 1954**

Q im eigenen Namen und für die frühere Mitangeklagte T auf. Der

**Rn. 1955**

Angeklagte selbst erwarb keine Geschäftsanteile, er wusste jedoch von dem Kauf

**Rn. 1956**

und billigte ihn, obwohl er von der eigenen und der desolaten wirtschaftlichen Lage

**Rn. 1957**

seiner Frau wusste, die sich bis September 1998 weiter dramatisch verschlechtert

**Rn. 1958**

hatte. Auch ihm war klar, dass der Kauf des Unternehmens dazu diente, neue

**Rn. 1959**

Geldquellen zu erschließen, die in dieser Zeit dringend benötigt wurden.

**Rn. 1960**

Bereits im August 1998 hatte sich Q an die J (J) in

**Rn. 1961**

E2 gewandt, um den Kauf der Firma S2 finanzieren zu

**Rn. 1962**

lassen. Im Rahmen der Verhandlungen mit dem Zeugen U2 von der J begehrte

**Rn. 1963**

er im Einverständnis mit der früheren Mitangeklagten T eine

**Rn. 1964**

Kreditsumme in Höhe von 4,3 Millionen DM. Sowohl der rechtskräftig Verurteilte

**Rn. 1965**

Q als auch der Angeklagte (der für den bei der J beantragten Kredit bürgen

**Rn. 1966**

sollte) und seine Frau wussten zu diesem Zeitpunkt, dass sie aufgrund ihrer

**Rn. 1967**

vorangegangenen Bauvorhaben und der damit im Zusammenhang stehenden

**Rn. 1968**

Kreditgeschäfte völlig überschuldet waren, was sie den Verantwortlichen der J

**Rn. 1969**

jedoch bewusst verschwiegen. Auf der Grundlage falscher Bonitätsauskünfte des

**Rn. 1970**

Angeklagten, des rechtskräftig Verurteilten Q und der früheren

**Rn. 1971**

Mitangeklagten T bewilligte die J im Glauben an die darin

**Rn. 1972**

Vorgespiegelte Solvenz ein Darlehen in Höhe von 3,5 Millionen DM.

**Rn. 1973**

Als Voraussetzung für die Auszahlung des Kredits wurde die Gestellung folgender

**Rn. 1974**

Sicherheiten vereinbart:

**Rn. 1975**

- Grundpfandrechte auf dem Grundstück T4, G2, sowie auf

**Rn. 1976**

zwei Immobilien in C10 (G6) und O3 (G7), auf die Q Zugriff hatte.

**Rn. 1977**

- Sicherungsübereignung von Maschinen im Wert von 890.000 DM der Firma

**Rn. 1978**

S2 in F5 und

**Rn. 1979**

- Bürgschaft des Angeklagten in Höhe von 3,5 Millionen DM.

**Rn. 1980**

Die danach erforderliche Bürgschaftserklärung gab der Angeklagte am 22.02.1999

**Rn. 1981**

im Bewusstsein seiner Überschuldung ab. Ihm war klar, dass die J den Kredit nicht

**Rn. 1982**

bewilligt hätte, wenn sie seine wahren wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die der

**Rn. 1983**

früheren Mitangeklagten T und des rechtskräftig Verurteilten Q

**Rn. 1984**

gekannt hätte.

**Rn. 1985**

Am 19.04.1999 wurde der Kreditbetrag auf ein Notaranderkonto des Notars I8 in

**Rn. 1986**

I4 überweisen. Da Q die Grundpfandrechte nicht in der ursprünglich

**Rn. 1987**

vorgesehenen Form stellen konnte, vereinbarte er - unter Beibehaltung der

**Rn. 1988**

Höchstbetragsbürgschaft des Angeklagten mit der J folgende

**Rn. 1989**

Sicherheitsänderungen, deren Erfüllung nunmehr Voraussetzung für die Freigabe

**Rn. 1990**

der Gelder war:

**Rn. 1991**

- Verpfändung von 700.000 DM an J Anleihen auf einem Konto der

**Rn. 1992**

O4 Bank;

**Rn. 1993**

- Grundschuld· in Höhe von zwei Millionen DM auf dem bereits genannten

**Rn. 1994**

Objekt in C10;

**Rn. 1995**

- Grundschuld in Höhe von 900.000 DM auf dem Objekt T4,

**Rn. 1996**

G2;

**Rn. 1997**

-Sicherheitsübereignung von Maschinen der Firma O5 im Werte von 1,2 Millionen DM (hierbei handelte es sich um ein konkursreifes Unternehmen, das Q und

**Rn. 1998**

T zwecks Erschließung neuer Geldquellen Anfang 1998

**Rn. 1999**

übernommen hatten);

**Rn. 2000**

-Sicherheitsübereignung von Maschinen der S2 in F5 im

**Rn. 2001**

Werte von 1,052 Millionen DM.

**Rn. 2002**

Der auf Grundlage dieser Sicherheitsabreden bewilligte Kredit in Höhe von 3,5

**Rn. 2003**

Millionen DM führte bei der J zu einem Schaden in Form einer konkreten

**Rn. 2004**

Vermögensgefährdung in Höhe von 2,8 Millionen DM. Zwar erlangte die Bank bei

**Rn. 2005**

Abschluss des Kreditvertrages einen Rückzahlungsanspruch gegen Q und

**Rn. 2006**

T; die Erfüllung dieses Anspruchs war jedoch aufgrund deren desolater

**Rn. 2007**

wirtschaftlicher Lage derart unsicher, dass die Forderung der Bank als nicht

**Rn. 2008**

werthaltig einzustufen war.

**Rn. 2009**

Auch die im Kreditvertrag vereinbarten Sicherheiten waren - mit Ausnahme der

**Rn. 2010**

verpfändeten Anleihen - nicht geeignet, die konkrete Vermögensgefährdung

**Rn. 2011**

auszuräumen, da diese Absicherungen keinen ausreichenden Wert aufwiesen und

**Rn. 2012**

das Ausfallrisiko nicht abdeckten. Die Grundschulden auf den Grundstücken in C10

**Rn. 2013**

und T4 waren wegen vorrangig eingetragener Rechte im Ergebnis wertlos,

**Rn. 2014**

was aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage des Angeklagten auch für dessen

**Rn. 2015**

Höchstbetragsbürgschaft galt. Die Maschinen der Firma O5 waren bereits im

**Rn. 2016**

Herbst 1998 an die Leasinggesellschaft D3 verkauft und anschließend

**Rn. 2017**

zurückgeleast worden, so dass der J kein Sicherungseigentum verschafft werden

**Rn. 2018**

konnte. Auch über die Maschinen der Firma S2 hatte Q

**Rn. 2019**

bereits anderweitig verfügt. Dem Angeklagten waren zwar nicht alle Einzelheiten der

**Rn. 2020**

Darlehenserschleichung bekannt; die wesentlichen Umstände der täuschungsbedingt

**Rn. 2021**

erlangten Finanzierungszusage und vor allem seine eigene desolate wirtschaftliche

**Rn. 2022**

Lage waren ihm jedoch bewusst.

**Rn. 2023**

Nach der (scheinbaren) Gestellung der geforderten Sicherheiten gab die J den

**Rn. 2024**

Kredit sukzessive (insgesamt) frei. Der Kreditbetrag wurde dann folgendermaßen

**Rn. 2025**

verbraucht:

**Rn. 2026**

- 700.000 DM gingen auf Konto der O4 in F5 zum Ankauf von

**Rn. 2027**

J-Anleihen (12.08.1999);

**Rn. 2028**

- 2.201.000 DM gelangten zur teilweisen Bezahlung der S2

**Rn. 2029**

auf ein Privatkonto des rechtskräftig Verurteilten Q bei der

**Rn. 2030**

Stadtsparkasse T10 (12.08.1999);

**Rn. 2031**

- 389.000 DM waren für Q persönlich (12.10.1999);

**Rn. 2032**

- 200.000 DM flossen auf ein Konto M4 (13.12.1999), einem weiteren Unternehmen des rechtskräftig Verurteilten Q und

**Rn. 2033**

- der Rest wurde für Notarkosten verbraucht.

**Rn. 2034**

Nach der Auskehrung des Darlehens wurden nur die ersten Kreditraten gezahlt. Ab

**Rn. 2035**

September 2000 wurde der Kredit nicht mehr bedient. Wie von vornherein absehbar

**Rn. 2036**

reichten die verbliebenen Sicherheiten der J nicht zur Abdeckung des

**Rn. 2037**

Ausfallrisikos aus. Verwertbar waren letztlich lediglich die der Bank verpfändeten

**Rn. 2038**

Wertpapiere, deren Verkauf einen Erlös in Höhe von 351.000 Euro (=686.496,33

**Rn. 2039**

DM) einbrachte.

**Rn. 2040**

Hinsichtlich der zuvor geschilderten angeklagten Straftaten zum Nachteil der C8

**Rn. 2041**

Bank, der C9 und der J hat die Kammer das Verfahren im Rahmen der

**Rn. 2042**

Hauptverhandlung gern. § 154 Abs, 2 i.V.m. Abs. 1 StPO im Hinblick auf die

**Rn. 2043**

Anklagevorwürfe zum Nachteil der Eheleute X eingestellt.

**Rn. 2044**

Die finanzielle Zwangslage des Angeklagten T verstärkte. sich in den Jahren

**Rn. 2045**

1996 bis 2000 beständig und war gekennzeichnet. durch konstant steigende

**Rn. 2046**

Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken und anderen Gläubigern in Höhe von

**Rn. 2047**

mehreren Millionen DM. Da der Angeklagte und seine Frau diesen Verpflichtungen

**Rn. 2048**

nlcht mehr nachkommen konnten, begannen spätestens ab dem Jahr 1998

**Rn. 2049**

Zwangsvollstreckungsmaßnahmen der Gläubigerbanken, die in den Jahren 1999 und

**Rn. 2050**

2000 kontinuierlich zunahmen und von denen auch der Angeklagte Kenntnis hatte.

**Rn. 2051**

Nachdem es dem rechtskräftig Verurteilten Q anfangs noch gelungen war, die

**Rn. 2052**

größten und drängendsten finanziellen Probleme mit Hilfe iIIegal erschlossener

**Rn. 2053**

Geldquellen zu stopfen, wurde dies im Laufe der Jahre immer schwieriger, was

**Rn. 2054**

wiederum erhebliche Spannungen zwischen dem Angeklagten und seiner Frau

**Rn. 2055**

einerseits und Q andererseits zur Folge hatte. Diese Spannungen führten

**Rn. 2056**

schließlich im Herbst 2000 zum endgültigen Bruch mit Q, der kurze Zeit

**Rn. 2057**

später - am 24.03.2001 - erstmalig in Untersuchungshaft genommen wurde. Da der

**Rn. 2058**

Angeklagte und seine Frau infolgedessen nicht mehr an dem von Q

**Rn. 2059**

aufgebauten "Schneeballsystem" und dem System des "Löcherstopfens" partizipieren konnten, folgte noch Ende 2000 auch ihr endgültiges wirtschaftliches Aus. Die verbliebenen Verbindlichkeiten in Höhe von über 20 Millionen DM versucht der Angeklagte derzeit im Wege eines umfangreichen restschuldbefreienden Vergleichs mit den diversen Gläubigerbanken zu tilgen. Die geschädigte Familie X blieb bei dieser vom Verteidiger I9 ausgehandelten Regelung jedoch außen vor.

**Rn. 2060**

B. Rechtliche Würdigung

**Rn. 2061**

Nach den getroffenen Feststellungen hat sich der Angeklagte wie aus dem Tenor

**Rn. 2062**

ersichtlich strafbar gemacht.

**Rn. 2063**

C. Strafzumessung

**Rn. 2064**

Bei der Festsetzung der Einzelstrafen hat die Kammer jeweils gem. § 263 Abs. 3

**Rn. 2065**

StGB einen besonders schweren, Fall angenommen, der einen Strafrahmen von

**Rn. 2066**

sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe vorsieht. Denn eine

**Rn. 2067**

Gesamtwürdigung der im folgenden noch aufzuzeigenden

**Rn. 2068**

Strafzumessungserwägungen führt zu dem Ergebnis, dass die strafschärfenden

**Rn. 2069**

Gesichtspunkte die strafmildernden, derart überwiegen, dass die Anwendung des

**Rn. 2070**

Ausnahmestrafrahmens zwingend geboten erscheint. Innerhalb dieses Strafrahmens

**Rn. 2071**

hat sich die Kammer bei der Findung der konkreten Strafen unter Berücksichtigung

**Rn. 2072**

der Grundsätze des § 46 StGB von folgenden Erwägungen leiten lassen:

**Rn. 2073**

Für den Angeklagten sprach zunächst, dass er bisher nicht vorbestraft ist und bis

**Rn. 2074**

zum Beginn der Tathandlungen ein sozial angepasstes Leben geführt hat, ohne dass

**Rn. 2075**

es zu negativen Auffälligkeiten gekommen wäre.

**Rn. 2076**

Weiterhin hat die Kammer zugunsten des Angeklagten gewertet, dass er selbst

**Rn. 2077**

aufgrund einer wirtschaftlichen Zwangslage in die Situation geraten ist, die zu den

**Rn. 2078**

Straftaten geführt hat und dass er im Verhältnis zum rechtskräftig Verurteilten

**Rn. 2079**

Q lediglich als untergeordneter Mittäter zu betrachten ist,

**Rn. 2080**

In hohem Maße strafmildernd wirkte sich außerdem das Geständnis des Angeklagten

**Rn. 2081**

aus, das er allerdings erst sehr spät im Rahmen der Hauptverhandlung abgelegt hat.

**Rn. 2082**

Erst nach eindringlichen Vorhalten der Kammer hat er sich schließlich dazu

**Rn. 2083**

durchringen können, die Taten zuzugeben, aber erst zu einem Zeitpunkt, als er

**Rn. 2084**

bemerkt hatte, dass ihm diese auch ohne Geständnis aufgrund der vorliegenden

**Rn. 2085**

Beweismittel nachgewiesen werden würden. Zuvor hat er zunächst die Auswertung

**Rn. 2086**

der äußerst umfangreichen Asservate, die Aussagen zahlreicher Zeugen und die

**Rn. 2087**

Urteile gegen die Mitangeklagten Q, C3 und C11 abgewartet, was

**Rn. 2088**

(neben anderem) auch die lange Verfahrensdauer erklärt. Insofern hat sich die

**Rn. 2089**

Kammer des Eindrucks nicht erwehren können, dass das Geständnis zumindest

**Rn. 2090**

auch aus prozesstaktischen Gründen erfolgt ist. Da es letztlich allerdings keine

**Rn. 2091**

Einschränkungen enthielt und alle Tatvorwürfe umfasste, konnte die Kammer

**Rn. 2092**

dennoch die Einsicht gewinnen, dass sich der Angeklagte mit den Taten

**Rn. 2093**

auseinandergesetzt hat. Dies zeigt, dass das Geständnis durchaus von Einsicht und

**Rn. 2094**

Reue getragen war.

**Rn. 2095**

Für den Angeklagten spricht weiterhin, dass die dem Urteil zugrundeliegenden

**Rn. 2096**

Straftaten in den Jahren 1996 begangen wurden und somit bereits lange

**Rn. 2097**

zurückliegen. Dass es erst im September 2002 zur Erhebung einer Anklage gegen

**Rn. 2098**

Q, C3, C11, den Angeklagten und seine Frau kam, ist allerdings nicht

**Rn. 2099**

Auf Versäumnisse der Polizei und Staatsanwaltschaft zurückzuführen, sondern

**Rn. 2100**

darauf, dass es dem rechtskräftig Verurteilten Q aufgrund seines raffinierten

**Rn. 2101**

Vorgehens zunächst lange Zeit gelungen war, die von ihm gemeinschaftlich mit

**Rn. 2102**

seinen Mittätern begangenen Taten zu verschleiern. Nachdem die

**Rn. 2103**

Ermittlungsbehörden eingeschaltet worden waren, musste eine enorme Menge an

**Rn. 2104**

Beweismaterial ausgewertet und eine große Anzahl von Zeugen vernommen werden,

**Rn. 2105**

zumal Q seine Straftaten bis zu seiner ersten Inhaftierung im Frühjahr 2001

**Rn. 2106**

fortgesetzt hatte. Im Anschluss an die Erhebung der Anklage vom 10.09.2002 hat die

**Rn. 2107**

Kammer die Hauptverhandlung umgehend anberaumt, die bereits am 21.01.2003

**Rn. 2108**

begann. Die Länge der Hauptverhandlung selbst beruht in erster Linie auf dem

**Rn. 2109**

Verhalten des Angeklagten und der früheren Mitangeklagten, denn alle haben die

**Rn. 2110**

Tatvorwürfe zunächst bestritten und legten erst nach und nach - der Angeklagte

**Rn. 2111**

zuletzt - Geständnisse ab.

**Rn. 2112**

Die Kammer hat außerdem erheblich strafmildernd berücksichtigt, dass sich der

**Rn. 2113**

Angeklagte vom 14.10. bis zum 05.11.2004 in Untersuchungshaft befunden hat.

**Rn. 2114**

Diese gut dreiwöchige Inhaftierung und der damit verbundene Presserummel hat den Angeklagten sichtlich beeindruckt, zumal es sich bei ihm um einen Erstverbüßer mit

**Rn. 2115**

der Folge einer erheblich erhöhten Haftempfindlichkeit handelt. In diesem

**Rn. 2116**

Zusammenhang hat die Kammer auch nicht unberücksichtigt gelassen, dass die

**Rn. 2117**

Untersuchungshaft und die noch zu verbüßende Strafhaft für den prominenten

**Rn. 2118**

Angeklagten wegen des öffentlichen Interesses an seiner Person und seinem Leben

**Rn. 2119**

besonders einschneidend war bzw. sein wird.

**Rn. 2120**

Strafmildernd wirkte sich zudem aus, dass das abgeurteilte strafbare Verhaltendes

**Rn. 2121**

Angeklagten auch von dessen Ehefrau mitzuverantworten ist und deren Verfahren

**Rn. 2122**

wegen Verhandlungsunfähigkeit - zumindest vorläufig - eingestellt worden ist, so

**Rn. 2123**

dass der Angeklagte im Verhältnis zu seiner Frau die Strafrechtlichen Konsequenzen

**Rn. 2124**

zunächst allein zu tragen hat.

**Rn. 2125**

Zugunsten des Angeklagten hat die Kammer schließlich berücksichtigt, dass sich

**Rn. 2126**

seine schwierige berufliche und finanzielle Lage künftig weiter dadurch verschärfen

**Rn. 2127**

wird, dass er mit erheblichen Regressforderungen seitens der geschädigten Familie

**Rn. 2128**

X zu rechnen hat. Diese Ansprüche verhindern möglicherweise die vom

**Rn. 2129**

Angeklagten angestrebte Schuldentilgung innerhalb der nächsten drei Jahre im

**Rn. 2130**

Rahmen des mit den Banken vereinbarten Schuldenbereinigungsplanes.

**Rn. 2131**

Demgegenüber fiel strafschärfend vor allem der lange Tatzeitraum und der Umstand

**Rn. 2132**

ins Gewicht, dass der Angeklagte der Familie X im Zusammenwirken mit den

**Rn. 2133**

rechtskräftig Verurteilten Q und C3 einen extrem hohen Schaden

**Rn. 2134**

zugefügt hat. Die Familie X hat alle ihre Grundstücke infolge der

**Rn. 2135**

Machenschaften des Angeklagten und seiner Mittäter entweder bereits verloren oder

**Rn. 2136**

wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft verlieren.

**Rn. 2137**

Dabei hat die Kammer nicht unberücksichtigt gelassen, dass der Angeklagte in

**Rn. 2138**

wesentlich geringerem Umfang tätig geworden ist als Q, von dessen

**Rn. 2139**

Handlungen der Angeklagte allerdings in den wesentlichen Details gewusst und

**Rn. 2140**

gezielt profitiert hat. Er hat die Geschädigten X zusammen mit Q und

**Rn. 2141**

C3 um so große Teile ihres Vermögens gebracht, dass dies deren

**Rn. 2142**

wirtschaftliche Notlage zur Folge hatte. Die Auswirkungen für die Mitglieder der

**Rn. 2143**

Familie X gingen dabei weit über den finanziellen Verlust hinaus. Allerdings

**Rn. 2144**

vermochte die Kammer nicht sicher festzustellen, dass die Ursache für den Suizid

**Rn. 2145**

des Ehemannes der Zeugin Rlta X in den Vorgängen begründet lag, die

**Rn. 2146**

Gegenstand dieses Urteils sind. Die Taten des Angeklagten und seiner Mittäter

**Rn. 2147**

führten allerdings zumindest zu erheblichen seelischen Problemen bei den

**Rn. 2148**

Mitgliedern der Familie X.

**Rn. 2149**

Erheblich zu Lasten des Angeklagten war die hohe kriminelle Energie zu werten, die

**Rn. 2150**

er und die übrigen Tatbeteiligten bei der Begehung der hier abgeurteilten Taten an

**Rn. 2151**

den Tag gelegt haben. Die Täuschungshandlungen gegenüber der Familie X

**Rn. 2152**

waren vom früheren Mitangeklagten Q derart raffiniert und ausgeklügelt

**Rn. 2153**

geplant, dass X's keine Möglichkeit hatten, die dahinterstehenden wahren

**Rn. 2154**

Absichten zu durchschauen. An diesen in erster Linie von Q initiierten

**Rn. 2155**

Täuschungsmanövern hat sich der Angeklagte teils aktiv beteiligt und im übrigen das

**Rn. 2156**

Vorgehen Q gebilligt, dem er insoweit freie Hand ließ, da er (und seine Frau)

**Rn. 2157**

mit allem einverstanden waren, was ihre finanziellen Probleme zu lösen versprach. In

**Rn. 2158**

diesem Zusammenhang muss auch gesehen werden, dass es der Angeklagte war,

**Rn. 2159**

der den Anstoß für die Betrugtaten zum Nachteil der Familie X gegeben hat,

**Rn. 2160**

indem er Q auf X's mit dem Hinweis aufmerksam machte, mit diesen und

**Rn. 2161**

ihren Grundstücken "könne man einiges machen". Hinzu kommt, dass das Ziel, die

**Rn. 2162**

Grundschulden auf den Grundstücken U und G5 als Sicherheit für

**Rn. 2163**

Kredite zu erlangen, die man für eigene Zwecke verwenden konnte, vom

**Rn. 2164**

Angeklagten und seinen Mittätern mit einer außergewöhnlichen Hartnäckigkeit

**Rn. 2165**

verfolgt wurde. Selbst wenn man davon ausgeht, dass auch die Mitglieder der

**Rn. 2166**

Familie X Dinge verheimlicht oder Negatives bewusst positiv dargestellt haben,

**Rn. 2167**

so ändert dies nichts daran, dass aus den Taten zum Nachteil X's eine

**Rn. 2168**

rücksichtslose Einstellung aller Tatbeteiligten spricht, die in erster Linie auf den

**Rn. 2169**

eigenen Vorteil abzielte. Der Angeklagte hat in diesem Zusammenhang das

**Rn. 2170**

besondere Vertrauen, das seine ostdeutschen Landsleute gerade ihm

**Rn. 2171**

entgegengebracht haben, gröblich missbraucht.

**Rn. 2172**

Letztlich fiel ebenfalls negativ ins Gewicht, dass der Angeklagte im Anschluss an die

**Rn. 2173**

hier abgeurteilten Taten weitere Straftaten begangen hat, die die Kammer jedoch im

**Rn. 2174**

Hinblick auf die abgeurteilten Taten zum Nachteil der Familie X gern. § 154 Abs.

**Rn. 2175**

2 i.V.m. Abs. 1 StPO eingestellt hat.

**Rn. 2176**

Unter Abwägung aller Umstände hält die Kammer für die Taten des Angeklagten

**Rn. 2177**

folgende Einzelstrafen für tat- und schuldangemessen:

**Rn. 2178**

• erster Betrug zum Nachteil der Eheleute X (Grundschuld U):

**Rn. 2179**

1 Jahr 9 Monate;

**Rn. 2180**

• zweiter Betrug zum Nachteil der Eheleute X (Belastung und Verkauf des

**Rn. 2181**

Grundstücks G5):

**Rn. 2182**

1 Jahr 6 Monate.

**Rn. 2183**

Aus den genannten Einzelstrafen hat die Kammer gern. §§ 53, 54 StGB unter

**Rn. 2184**

nochmaliger Berücksichtigung aller für und gegen den Angeklagten sprechenden

**Rn. 2185**

Gesichtspunkte eine Gesamtfreiheitsstrafe von

**Rn. 2186**

2 Jahren und 10 Monaten

**Rn. 2187**

gebildet.

**Rn. 2188**

Hierbei hat die Kammer zusätzlich strafmildernd gewertet, dass zwischen den Taten

**Rn. 2189**

ein enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang bestand.

**Rn. 2190**

D. Kostenentscheidung

**Rn. 2191**

Die Kostenentscheidung folgt aus § 465 Abs. 1 StPO.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 05.11.2004 – 14 (XIII) H 1/02, ECLI:DE:LGDO:2004:1105.14XIII.H1.02.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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