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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 27.10.2004 – 3 O 457/03

ECLI:DE:LGDO:2004:1027.3O457.03.00

## Tenor

Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 102.930,27 €

(i. W. einhundertzweitausendneunhundertunddreißig 27/100 Euro) nebst

Zinsen in Höhe von 5 % über dem Basiszinssatz seit dem 10.12.2003 zu

zahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Von den Kosten des Rechtsstreits tragen der Kläger 48 % und

die Beklagte 52 %.

Der Kläger trägt jeweils 48 % der Kosten der beiden Streitverkündeten.

Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120 % des jeweils zu .

vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.

**Rn. 1**

T a t b e s t a n d :

**Rn. 2**

Der Kläger macht Honorarforderungen aus abgetretenem Recht seiner

**Rn. 3**

Mitgesellschafter geltend aus einem Mandat, welches Rechtsanwalt

**Rn. 4**

F am 30.08.2001 von der Beklagten übertragen worden ist.

**Rn. 5**

Die Beklagte ist Rechtsnachfolgerin der Treuhandanstalt und wurde nach

**Rn. 6**

der Wiedervereinigung Eigentümerin verschiedener ehemalig volkseigener

**Rn. 7**

Betriebe, so unter anderem auch des W.

**Rn. 8**

Sie wandelte dieses Energiekombinat in mehreren Schritten gemäß den

**Rn. 9**

Vorgaben des westdeutschen Rechtssystems in eine Nachfolge-

**Rn. 10**

gesellschaft, nämlich die F2 um

**Rn. 11**

(F2). In der Folgezeit veräußerte sie Anteile an der F2 an private

**Rn. 12**

Investoren, so an die H (H), die

**Rn. 13**

X (X) und die W2 (W2). Insgesamt trat sie 51 % ihrer Beteiligung an der

**Rn. 14**

F2 an diese Gesellschaften ab. Die übrigen 49 % Beteiligung behielt sie,

**Rn. 15**

da ihr eine Veräußerung zu diesem Zeitpunkt rechtlich noch nicht möglich

**Rn. 16**

war. Gemäß einer gesetzlichen Regelung, nämlich der Vorschrift des

**Rn. 17**

§ 4 Abs. 2 KVG war die Beklagte verpflichtet, bis zu maximal 49 % der

**Rn. 18**

Geschäftsanteile an der F2 an die nach dem KVG Berechtigten zu

**Rn. 19**

übertragen. Bei diesem Berechtigten handelt es sich im Wesentlichen um

**Rn. 20**

Gemeinden, die enteignet wurden, um dem W das zur Energie nötige Anlagevermögen zu verschaffen.

**Rn. 21**

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf Blatt 67 f d. A. Bezug

**Rn. 22**

genommen.

**Rn. 23**

Mit notariellem Vertrag vom 27.07.1995 vereinbarten die damaligen

**Rn. 24**

Gesellschafter der F2, nämlich die Beklagte, die H, die W2 und

**Rn. 25**

die X, das Stammkapital der F2 auf insgesamt 120 Mio. zu erhöhen

**Rn. 26**

(BI. 26 f d.A.). Die Beklagte hatte eine Beteiligung am Stammkapital der

**Rn. 27**

F2 nur noch in Höhe von 0,02042 %, sollte allerdings die Stimmrechte

**Rn. 28**

aus den neu geschaffenen Anteilen der Gesellschafter erhalten.

**Rn. 29**

Damit sollte den Interessen derjenigen, die einen Erwerbsanspruch nach

**Rn. 30**

§ 4 Abs. 2 KVG hatten, Rechnung getragen werden. Die neu geschaffenen

**Rn. 31**

Anteile sollten demgemäss so behandelt werden, als ob sie Anteile

**Rn. 32**

der Beklagten wären. In Fortführung dieses Gedankens erhielt die

**Rn. 33**

Beklagte das Recht, die neu gebildeten Geschäftsanteile ganz oder

**Rn. 34**

teilweise von den anderen Gesellschaftern zu erwerben. Das Erwerbsrecht

**Rn. 35**

war ursprünglich befristet bis zum 31.08.1999. Es ist jedoch

**Rn. 36**

verlängert worden aufgrund einer Option bis zum 31.08.2000. Das

**Rn. 37**

Erwerbsrecht wurde innerhalb des verlängerten Erwerbsrechts mit

**Rn. 38**

Schreiben der Beklagten gegenüber der S geltend gemacht. Die S ist im Wege der Umfirmierung aus der früheren X hervorgegangen

**Rn. 39**

(BI. 13 d.A.). Die Gemeinden C, E, N

**Rn. 40**

und L traten ihre Beteiligungsansprüche an die Streitverkündete

**Rn. 41**

zu 1. ab. Diese wiederum erhob unter dem 19.12.2000 Klage

**Rn. 42**

gegen die Beklagte auf Abtretung von Geschäftsanteilen am Stammkapital

**Rn. 43**

der F2 im Nennbetrag von 118.800,- DM. Insgesamt verlangte die

**Rn. 44**

Streitverkündete 13,656 % (BI.,63 f d.A.).

**Rn. 45**

Um ihre Rechte aus der Kapitalerhöhungsvereinbarung gegenüber der

**Rn. 46**

S zu wahren, schrieb die Beklagte unter dem 27.06.2001 sowie am

**Rn. 47**

27.07.2001 die S an. Diese erwiderte mit Schreiben vom 03.08.2001

**Rn. 48**

dass kein Handlungsbedarf bestehe. Am 27.08.2001 kam es sodann zu

**Rn. 49**

einer Veräußerung der Anteile durch die S Dieser Vertrag liegt der

**Rn. 50**

Kammer nicht vor. Er war auch der Beklagten nicht bekannt, als sie

**Rn. 51**

beschloss, im Wege der einstweiligen Verfügung gegen die S

**Rn. 52**

vorzugehen.

**Rn. 53**

Im Vorfeld des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vor dem

**Rn. 54**

Landgericht Dortmund kam es zu einer Vereinbarung der Beklagten mit

**Rn. 55**

der Streitverkündeten zu 1., wonach erstere sich am 28./29.08.2001

**Rn. 56**

verpflichtete, die Beklagte von allen Anwalts- und Gerichtskosten im

**Rn. 57**

Zusammenhang mit der gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche der

**Rn. 58**

Beklagten gegenüber der S auf erste schriftliche Anforderung hin

**Rn. 59**

freizustellen, und zwar unter Verzicht auf jegliche Einreden und

**Rn. 60**

Einwendungen (vgl. hierzu Tatbestand des Urteils des Landgerichts

**Rn. 61**

Frankfurt vom 26.02.2004, BI. 255 /257 d. A.).

**Rn. 62**

Am 30.08.2001 kam es sodann zu der diesem Rechtsstreit zugrunde

**Rn. 63**

liegenden Beauftragung der Beklagten an Rechtsanwalt F mit dem

**Rn. 64**

Auftrag, beim Landgericht Dortmund eine einstweilige Verfügung gegen

**Rn. 65**

die S zu erwirken. In diesem Zusammenhang kam es zunächst am

**Rn. 66**

Morgen des 30.08.2001 gegen 10:23 Uhr zu einem Telefonat von

**Rn. 67**

Rechtsanwalt H2, der die Streitverkündete zu 1. vertrat, mit

**Rn. 68**

Rechtsanwalt F, worin Ersterer Einzelheiten des zugrunde liegenden

**Rn. 69**

Sachverhalts schilderte und in Unkenntnis der bereits durchgeführten

**Rn. 70**

Veräußerung der Anteile durch die S bat, eine einstweilige Verfügung

**Rn. 71**

gegen die S in E2 dahin zu erwirken, dass Letzterer

**Rn. 72**

untersagt werden sollte, das Geschäftsanteile an der F2 zu veräußern,

**Rn. 73**

soweit dadurch Rechte der Beklagten aus der notariellen Vereinbarung

**Rn. 74**

vom 27.07.1995 beeinträchtigt werden könnten. Mit einer Mail vom

**Rn. 75**

30.08.2001, die gegen Mittag bei Rechtsanwalt F einging,

**Rn. 76**

übermittelte er diesem den Auftrag, den Entwurf eines Antrags auf Erlass

**Rn. 77**

einer einstweiligen Verfügung gemäß den per Fax übersandten Anlagen

**Rn. 78**

und dem Zusatz, diesen so rasch als möglich beim Landgericht Dortmund

**Rn. 79**

einzureichen (wegen der Einzelheiten wird auf BI. 216 d.A. verwiesen).

**Rn. 80**

Offen blieb lediglich, ob eine einstweilige Verfügung bei der Zivilkammer

**Rn. 81**

oder bei der Kammer für Handelssachen beantragt werden sollte und die

**Rn. 82**

konkrete Bezeichnung der notariellen Urkunde, auf welche in dem Antrag

**Rn. 83**

Bezug genommen werden sollte (12).

**Rn. 84**

Um 14:52 Uhr sandte Rechtsanwalt F ein Fax an die Beklagte zu

**Rn. 85**

Händen von Rechtsanwalt S2, worin er mitteilte, dass er auf das

**Rn. 86**

soeben geführte Telefonat zurückkomme, derzeit mit der Prüfung des

**Rn. 87**

Vorgangs befasst sei und nach Abschluss unverzüglich auf die Sache

**Rn. 88**

zurückkommen werde (BI. 297 d.A.). Um 15:44 Uhr übersandte ihm die

**Rn. 89**

Beklagte durch Rechtsanwalt S2 sodann ein Fax, worin es hieß:

**Rn. 90**

"Wir beauftragen Sie hiermit, die C2 vor dem Landgericht Dortmund in

**Rn. 91**

dem einstweiligen Verfügungsverfahren gegen die S zu

**Rn. 92**

vertreten und die erforderlichen Erklärungen abzugeben. Mit der

**Rn. 93**

vorliegenden Fassung des Antrags auf Erlass einer einstweiligen

**Rn. 94**

Verfügung sind wir einverstanden. Zur Vervollständigung der Unterlagen

**Rn. 95**

erhalten Sie anschließend anliegend die Gesellschaftervereinbarung vom

**Rn. 96**

27.07.1995 zur Kenntnisnahme und weiteren Verwendung.

**Rn. 97**

Am frühen Nachmittag reichte Rechtsanwalt F sodann den Antrag auf

**Rn. 98**

Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die S beim

**Rn. 99**

Landgericht Dortmund ein, dessen Wortlaut wie folgt lautete:

**Rn. 100**

"Es wird der Antragsgegnerin untersagt, ihre Geschäftsanteile an der F2

**Rn. 101**

... abzutreten oder anderweitig zu veräußern, soweit der oder die Erwerber

**Rn. 102**

nicht gegenüber der Antragstellerin in die Verpflichtung der Antrags-

**Rn. 103**

gegnerin aus der notariellen Vereinbarung vom 27.07.1995 (UR.-Nr: ...)

**Rn. 104**

eintritt oder eintreten."

**Rn. 105**

Der Antrag wurde am nächsten Tage dahingehend erweitert, dass der

**Rn. 106**

S untersagt werden sollte; einen bereits abgeschlossenen Vertrag zu

**Rn. 107**

vollziehen, soweit dieser nicht die Unterlassungsverpflichtung nach Ziffer 1

**Rn. 108**

berücksichtige (104/105).

**Rn. 109**

Am 05.09.2001 kam es zum Termin zur mündlichen Verhandlung über die

**Rn. 110**

... einstweilige Verfügung (BI. 100 d.A.). In diesem Termin erörterten die

**Rn. 111**

Parteien die Sach- und Rechtslage nach Vorlage des Kaufabtretungs-

**Rn. 112**

vertrags der S vom 27.08.2001, in welchem die Rechte der Beklagten

**Rn. 113**

gegenüber den Erwerbern der Geschäftsanteile in vollem Umfang

**Rn. 114**

Berücksichtigung gefunden hatte. Sie erklärten übereinstimmend die

**Rn. 115**

Hauptsache für erledigt und stellten widerstreitende Kostenanträge

**Rn. 116**

(BI. 100 f d.A.). Das Landgericht Dortmund legte den Parteien die Kosten

**Rn. 117**

des einstweiligen Verfügungsverfahrens je zur Hälfte auf (BI. 102 d.A).

**Rn. 118**

Dagegen richtete sich die sofortige Beschwerde sowohl der Antragsgegnerin

**Rn. 119**

als auch der Antragstellerin vom 13.11.2001 (BI. 108 f d.A),

**Rn. 120**

Mit Beschluss des Oberlandesgerichts vom 28.11.2001 wurde die Kostenentscheidung des Landgerichts Dortmund dahin abgeändert, dass die

**Rn. 121**

Kosten des einstweiligen Verfügungsverfahrens der hiesigen Beklagten in

**Rn. 122**

vollem Umfang auferlegt wurden (BI. 112 f d.A.).

**Rn. 123**

Den Streitwert für das einstweilige Verfügungsverfahren legte das Landgericht

**Rn. 124**

Dortmund mit einem Beschluss vom 18.03.2003 auf 100 Mio. DM

**Rn. 125**

fest (BI. 116 d.A). Auf die Streitwertbeschwerde der Rechtsanwälte F

**Rn. 126**

wurde der Streitwert bis zum 04.09.2001 auf 100 Mio. und nach übereinstimmender

**Rn. 127**

Erledigung des Rechtsstreits auf 1,7 Mio. DM festgesetzt

**Rn. 128**

(BI. 119fd.A.).

**Rn. 129**

Daraufhin erstellte die Sozietät des Klägers Kostenrechnung für das

**Rn. 130**

einstweilige Verfügungsverfahren in Höhe von 184.803,58 €(BI. 126 d. A)

**Rn. 131**

mit eine Prozessgebühr nach einem Streitwert von 51 Mio € (= 100 Mio

**Rn. 132**

DM) und einer Verhandlungsgebühr nach 869.196,20 €.

**Rn. 133**

Die Kostenrechnung der klägerischen Sozietät über das Beschwerdeverfahren.

**Rn. 134**

gegen die Entscheidung nach § 91 a ZPO, datiert vom selben

**Rn. 135**

Tag, und verhält sich über 2.492,49 € (BI. 127 d.A.).

**Rn. 136**

Das Oberlandesgericht Hamm setzte den Streitwert für das Streitwertbeschwerdeverfahren auf 340.000,-- € fest (BI. 124d.A).

**Rn. 137**

Daraufhin erstellten die klägerischen Mitgesellschafter ihre Kostenrechnung

**Rn. 138**

unter dem 27.11.2002 in Höhe von 1.418,68 € (BI. 128 d.A).

**Rn. 139**

Unter dem 30.09.2003 ergänzte das Landgericht Dortmund per Beschluss

**Rn. 140**

das Protokoll vom 05.09.2001 dahin, dass vor Erledigung der Hauptsache

**Rn. 141**

die Sach- und Rechtslage erörtert worden ist (BI. 188 f d.A.).

**Rn. 142**

Am 01.10.2003 traten die Sozien von Rechtsanwalt F ihre

**Rn. 143**

Gebührenforderungen aus diesem Rechtsstreit an den Kläger ab

**Rn. 144**

(BI. 199 d.A.).

**Rn. 145**

Unter dem 27.11.2003 korrigierte die Praxis L2 pp.

**Rn. 146**

die Kostenrechnung für das einstweilige Verfügungsverfahren auf

**Rn. 147**

359.708,36 € (BI. 190 d.A.).

**Rn. 148**

Zwischenzeitlich hatte die Beklagte die Streitverkündete zu 1. auf Zahlung

**Rn. 149**

der Prozesskosten und auf Freistellung hinsichtlich der hier anhängigen

**Rn. 150**

Honorarforderung der Rechtsanwälte F in Anspruch genommen vor

**Rn. 151**

dem Landgericht Frankfurt. Dieses entschied mit noch nicht rechts-

**Rn. 152**

kräftigem Urteil vom 26.02.2004, dass die Streitverkündete zu 1. die

**Rn. 153**

Beklagte in Höhe der geltend gemachten Honorarforderung von nunmehr

**Rn. 154**

insgesamt 363.619,53 € des Klägers freizustellen habe (BI. 255 f d.A.).

**Rn. 155**

Auf die Gegenvorstellung der Prozessbevollmächtigten der S wurde

**Rn. 156**

der Streitwertbeschluss des Senats vorn 30.09.2004 abgeändert und wie

**Rn. 157**

folgt neu gefasst:

**Rn. 158**

"Der Streitwert für die erste Instanz wird bis zur übereinstimmenden

**Rn. 159**

Erledigungserklärung der Parteien im Termin am 05.09.2001 auf 100 Mio.

**Rn. 160**

DM und danach auf 1,7 Mio. DM festgesetzt (BI. 274 d.A.)."

**Rn. 161**

Der Kläger ist der Auffassung, dass ihm aus der wirksamen Abtretung

**Rn. 162**

seiner Sozietätskollegen ein Anspruch auf Zahlung der geltend gemachten

**Rn. 163**

Honorarkosten zustehe. Es handele sich bei dem an Rechtsanwalt F

**Rn. 164**

übertragen Mandat, um ein beschränktes Mandat, welches ihm nicht die

**Rn. 165**

Verpflichtung auferlegt habe, die Sach- und Rechtslage umfassend zu

**Rn. 166**

prüfen. Der Kläger behauptet, Rechtsanwalt F sei im Rahmen der

**Rn. 167**

Mandatserteilung sowohl von Rechtsanwalt H für die Streitverkündete

**Rn. 168**

zu 1. als auch von Rechtsanwalt S2 für die Beklagte mitgeteilt

**Rn. 169**

worden, dass das einstweilige Verfügungsverfahren im alleinigen

**Rn. 170**

Interesse der Streitverkündeten zu 1. und auf deren Risiko geführt werde,

**Rn. 171**

so dass diese auch die Entscheidung über die Einleitung, den Inhalt und

**Rn. 172**

den Ablauf des Verfahren zustehe. Diese habe bereits die Antragsschrift

**Rn. 173**

ausgearbeitet. Die Antragsschrift sei zwischen den Beteiligten abgestimmt.

**Rn. 174**

Rechtsanwalt H habe bei dem Telefonat, welches

**Rn. 175**

Rechtsanwalt F mit ihm geführt habe, geäußert, dass der Antrag

**Rn. 176**

absolut eilbedürftig sei und noch am selben Tage beim Landgericht

**Rn. 177**

eingereicht werden sollte. Die E-Mail sei in der Mittagszeit des 30.08.01

**Rn. 178**

um 13:20 Uhr im Büro des Kläger eingegangen. Hierzu gehörten auch die

**Rn. 179**

Antragsschrift nebst Anlagen.

**Rn. 180**

Sie sei innerhalb von ca. 1 bis 2 Stunden gemeinsam mit Rechtsanwalt

**Rn. 181**

G durchgesehen worden und sodann beim Landgericht unter der

**Rn. 182**

Anschrift des klägerischen Büros sowie mit dem Zusatz hinsichtlich der

**Rn. 183**

genauen Urkundenrollenbezeichnung zu der notariellen Vereinbarung vom

**Rn. 184**

27.07.1995, abgereicht worden. Eine umfassende Prüfung sei weder

**Rn. 185**

zugesagt noch wegen der Kürze der Zeit möglich gewesen.

**Rn. 186**

Der Kläger beantragt, nachdem er zunächst nur Zahlung in Höhe seiner

**Rn. 187**

ursprünglichen Kostennote nebst weiterer Kostenrechnungen von

**Rn. 188**

188.714,75 € beantragt hatte (BI. 2 d.A), nunmehr streitwerterhöhend,

**Rn. 189**

die Beklagte zu verurteilen, an den Kläger 363.619,53 € nebst

**Rn. 190**

Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der

**Rn. 191**

Europäischen Zentralbank aus 187.296,07 € ab dem 25.11.2002,

**Rn. 192**

aus 1.418,68 € ab dem 05.01.2003 und aus 174.904,78 € ab

**Rn. 193**

Zustellung des Schriftsatzes vom 27.11.2003 zu zahlen.

**Rn. 194**

Die Beklagte beantragt,

**Rn. 195**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 196**

Die Streitverkündete zu 1. ist dem Rechtsstreit auf Seiten der Beklagten

**Rn. 197**

beigetreten und beantragt,

**Rn. 198**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 199**

Der Streitverkündete zu 2. ist dem Rechtsstreit ebenfalls auf Seiten des

**Rn. 200**

Beklagten beigetreten und beantragt,

**Rn. 201**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 202**

Die Beklagte bestreitet zunächst die Aktivlegitimation des Klägers. Sie ist

**Rn. 203**

der Auffassung, die Abtretung von Honorarforderungen der Rechtsanwälte

**Rn. 204**

sei generell unwirksam. Ferner rügt sie, dass die abtretenden Anwälte aus

**Rn. 205**

der Erklärung nicht erkennbar seien.

**Rn. 206**

Darüber hinaus ist die Beklagte der Meinung, dass die Forderung des

**Rn. 207**

Klägers bereits wegen Verstoßes gegen Treu und Glauben nicht auf der

**Rn. 208**

Grundlage eines Geschäftswertes von 100 Mio. DM gerechtfertigt sei. Das

**Rn. 209**

Honorar sei von vornherein auf die Gebühren zu beschränken, die bei

**Rn. 210**

einer richtigen AntragsteIlung entstanden seien. Hierbei sei ein Streitwert

**Rn. 211**

von allenfalls 54 Mio DM gerechtfertigt gewesen. Statt der ursprünglichen

**Rn. 212**

Kostenrechnung in Höhe von 184.80,58 € hätte sich nur eine Kostennote

**Rn. 213**

in Höhe von 101.413,93 € ergeben.

**Rn. 214**

Statt der Kostenrechnung für das Beschwerdeverfahren hätte sich nur

**Rn. 215**

eine Kostenrechnung in Höhe von 1.721,46 € ergeben. Die Kosten-

**Rn. 216**

rechnung für die Streitwertbeschwerde wäre bei zutreffender AntragsteIlung

**Rn. 217**

nicht entstanden. Die Beklagte meint, dass allein hinsichtlich der

**Rn. 218**

zuviel bezahlten Gerichtskosten der Schaden mindestens 211.674,84 €

**Rn. 219**

betrage. Mit einem erststelligen Teilbetrag in Höhe von 103.135,39 €

**Rn. 220**

werde die Primäraufrechnung erklärt. Da der Kläger höhere Anwalts-

**Rn. 221**

gebühren als 103.135,39 € nicht in Rechnung stellen könne, sei die

**Rn. 222**

Beklagte so zu stellen, wie sie stehen würde, wenn die Sozietät des

**Rn. 223**

Klägers eine Beschränkung des Antrags entsprechend den Auffassungen

**Rn. 224**

des Landgerichts und des Oberlandesgerichts Hamm vorgenommen

**Rn. 225**

hätte. Nur vorsorglich hat die Beklagte die Hilfsaufrechnung mit einem

**Rn. 226**

zweitrangigen Teilbetrag betreffend die Gerichtskosten erklärt.

**Rn. 227**

Im Termin zur mündlichen Verhandlung hat die Beklagte die Hauptaufrechnung

**Rn. 228**

erklärt, soweit sich ein Gebührenanspruch des Klägers unter

**Rn. 229**

Berücksichtigung einer Prozessgebühr und einer Erörterungsgebühr nach

**Rn. 230**

einem Streitwert von 54 Mio DM errechne und im Übrigen hat sie die

**Rn. 231**

Hilfsaufrechnung erklärt (304).

**Rn. 232**

Weiterhin behauptet die Beklagte, die E-Mail sei bereits um 7:15 Uhr

**Rn. 233**

zugegangen. Das ergebe sich aus dem Kopf der E-Mail. Dem Kläger habe

**Rn. 234**

ausreichend Zeit zur Überprüfung der Antragsschrift zur Verfügung

**Rn. 235**

gestanden. Im Übrigen gehöre es zu den anwaltlichen Pflichten, auch bei

**Rn. 236**

einstweiligen Verfügungsverfahren, den Prozessstoff gründlich zu prüfen.

**Rn. 237**

Ein beschränktes Mandat habe nicht vorgelegten. Die klägerische Sozietät

**Rn. 238**

hätte auch die Verantwortung für die Schriftsätze zu übernehmen gehabt.

**Rn. 239**

Das gelte umso mehr, als bis zum Termin zur mündlichen Verhandlung

**Rn. 240**

kein Anwaltszwang bestand. Die Frage nach einer (teilweisen) Identität

**Rn. 241**

der zu Veräußerung stehenden Anteile mit den optionsbelasteten Anteilen

**Rn. 242**

dränge sich auf. Die Freistellungsverpflichtung des Streitverkündeten ,

**Rn. 243**

führe nicht zu einem fehlenden Entstehen des Schadens. Sie bestehe

**Rn. 244**

allein zugunsten der Beklagten.

**Rn. 245**

Schließlich rügt die Beklagte die Zuständigkeit des Landgerichts Dortmund.

**Rn. 246**

Die Streitverkündete zu 1. rügt ebenfalls die Zuständigkeit des

**Rn. 247**

angerufenen Gerichts.

**Rn. 248**

Weiterhin ist die Streitverkündete zu 1. der Auffassung, dass der

**Rn. 249**

Beklagten ein Schadensersatzanspruch gegen den Kläger aus positiver

**Rn. 250**

Vertragsverletzung zustehe wegen der zu weiten Antragsfassung.

**Rn. 251**

Rechtsanwalt F habe gegenüber dem Prozessbevollmächtigten der

**Rn. 252**

Streitverkündeten zu 1. versichert, dass er den Antragsentwurf zuvor

**Rn. 253**

ausführlich prüfen werde. Zur Schadenshöhe sei zu berücksichtigen, dass

**Rn. 254**

der Verkehrswert der optionsbelasteten Geschäftsanteile der S

**Rn. 255**

lediglich 103.737.065,- DM betragen habe. Mithin sei wegen des

**Rn. 256**

Abschlags im einstweiligen Verfügungsverfahren von 2/3 der Streitwert

**Rn. 257**

nur mit 1/3, nämlich mit 34.579.021,-- DM anzusetzen gewesen.

**Rn. 258**

Insgesamt seien Mehrkosten in Höhe von 1.052.896,-- DM an Anwalts- und

**Rn. 259**

Gerichtskosten entstanden. Außerdem wären die Beschwerdekosten

**Rn. 260**

für den Streitwert entfallen. Der Schaden sei daher insgesamt mit

**Rn. 261**

1.058.445,40 DM anzusetzen.

**Rn. 262**

Der Streitverkündete zu 2. ist der Auffassung, dass ein beschränktes

**Rn. 263**

Mandat nicht vorgelegen habe. Das Verschulden des Sozietätmitgliedes

**Rn. 264**

Ehlers des Klägers habe darin gelegen, dass er es unterlassen habe,

**Rn. 265**

einen eingeschränkten Antrag zu stellen. Er habe damit seiner

**Rn. 266**

Prüfungspflicht nicht genügt. Dies habe er auch nicht etwa in den weiteren

**Rn. 267**

ihm zur Verfügung stehenden 5 Tagen bis zum Verhandlungstermin

**Rn. 268**

nachgeholt. Es sei auch jeder Hinweis auf eine zu weite AntragsteIlung

**Rn. 269**

gegenüber dem Streitverkündeten und der Beklagten unterblieben. Es sei

**Rn. 270**

Aufgabe des beauftragten Rechtsanwalts, die Kosten für seinen Mandanten

**Rn. 271**

so niedrig wie möglich zu halten. Weiterhin meint der Streitver-

**Rn. 272**

kündete zu 2., daß ein Mitverschulden desStreitverkündeten zu 1. nicht

**Rn. 273**

vorliege.

**Rn. 274**

Es fehle an einem Schuldverhältnis im Hinblick auf eine Schadensminderungspflicht

**Rn. 275**

der Beklagten. Es sei allein Sache des Rechtsanwalts

**Rn. 276**

F gewesen, den Klageantrag zu formulieren. Eine Weisung, den

**Rn. 277**

Antrag so zu stellen, wie er im Ergebnis gestellt worden ist, sei nicht erteilt

**Rn. 278**

worden. Die Streitverkündete zu 1. könne nicht gleichzeitig Geschäftsherr

**Rn. 279**

und Erfüllungsgehilfe gewesen sein. Nach der eigentlichen Intention der

**Rn. 280**

Vereinbarungen zwischen der Beklagten und der Streitverkündeten sollte

**Rn. 281**

die Beklagte das Verfahren im Interesse der Streitverkündeten zu 1.

**Rn. 282**

durchführen.

**Rn. 283**

Im Termin zur mündlichen Verhandlung vom 06.10.2004 hat die EinzeIrichterin

**Rn. 284**

versucht, eine Erklärung der Beklagten dahingehend herbeizuführen,

**Rn. 285**

ob hinsichtlich des nunmehr erhöhten Klageantrages eine

**Rn. 286**

Hilfsaufrechnung oder eine unbedingte Aufrechnung vorgenommen

**Rn. 287**

werden soll. Nach widersprüchlichen Ausführungen und mehreren

**Rn. 288**

Telefonaten der Prozessbevollmächtigten der Beklagten mit dem

**Rn. 289**

Hauptbevollmächtigten in Berlin hat die Prozessbevollmächtigte

**Rn. 290**

schließlich die zur Protokoll genommenen Erklärungen abgegeben.

**Rn. 291**

Wegen der weiteren Einzelheiten des Parteivorbringens wird auf den

**Rn. 292**

Inhalt der gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen Bezug genommen.

**Rn. 293**

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e:

**Rn. 294**

I. Honorarforderung

**Rn. 295**

Das Landgericht Dortmund ist nach § 34 ZPO als das Gericht der

**Rn. 296**

Hauptsache zuständig für die Honorarklage des Klägers.

**Rn. 297**

Der Kläger ist auch berechtigt, die Honoraransprüche der Sozietät

**Rn. 298**

L2 pp. nach Abtretung durch die einzelnen Sozien gemäß

**Rn. 299**

Erklärung vom 01.10.2003 allein geltend zu machen. Wie der Kläger im

**Rn. 300**

Termin zur mündlichen Verhandlung vom 06.10.2004 im Einzelnen

**Rn. 301**

erläutert hat, hat jeder der Sozien aus der Praxis L2 die

**Rn. 302**

Abtretungserklärung unterschrieben und er seinerseits hat die Annahme

**Rn. 303**

unterschrieben. Damit ist die Abtretungserklärung wirksam. Sie ist auch

**Rn. 304**

nicht deswegen unwirksam, weil ein Verstoß gegen ein gesetzliches

**Rn. 305**

Verbot nach § 134BGB vorliegen könnte, wie die Beklagte meint.

**Rn. 306**

Ein solcher Verstoß kann sich nur aus den Regeln über die anwaltliche

**Rn. 307**

Schweigepflicht ergeben. Dieser ist nicht verletzt, soweit es sich um

**Rn. 308**

Mitglieder der Sozietät handelt. Eine Abtretung ist nur an Außenstehende

**Rn. 309**

unwirksam. Ein Verstoß gegen § 203 StGB oder § 49 BRAO ist nach

**Rn. 310**

dem Gesinn der Schweigepflicht nicht gegeben, wenn innerhalb der

**Rn. 311**

Sozietät abgetreten wird, die insgesamt zur Vertretung des Mandanten

**Rn. 312**

berechtigt ist (vgl. die Entscheidung LG Karlsruhe in MDR 2001,1383).

**Rn. 313**

Die Berechnung des Anwaltshonorars durch den Kläger ist auch

**Rn. 314**

zutreffend. Nach der zwischenzeitlich vom Oberlandesgericht bestätigten

**Rn. 315**

Streitwertentscheidung ist der Streitwert vom Landgericht zutreffend bis

**Rn. 316**

zur Erledigung im Termin zur mündlichen Verhandlung nach Erörterung

**Rn. 317**

der Sach- und Rechtslage auf 100 Mio. € und danach erst auf 1,7 Mio. €

**Rn. 318**

festgesetzt worden. Daraus ergibt sich, dass der klägerischen Sozietät

**Rn. 319**

zwei Gebührenansprüche nach dem hohen Streitwert zustehen, nämlich

**Rn. 320**

die Erörterungs- (Verhandlungsgebühr) und die Prozessgebühr.

**Rn. 321**

Soweit die Beklagte meint, ein Anspruch der Kläger sei nach § 242 nicht

**Rn. 322**

gerechtfertigt, und sei von vornherein nur in Höhe der Gebühren nach

**Rn. 323**

dem geringen Streitwert entstanden, kann dem nicht gefolgt werden. Von

**Rn. 324**

einer unzulässigen Rechtsausübung des Klägers insoweit kann nicht

**Rn. 325**

gesprochen werden. Der Honoraranspruch ist im vollen Umfang

**Rn. 326**

entstanden.

**Rn. 327**

II. Schadensersatz

**Rn. 328**

Der Beklagten steht allerdings ein Schadensersatzanspruch gegen den

**Rn. 329**

Kläger deswegen zu, weil dieser einen Verstoß gegen seine Anwaltspflichten

**Rn. 330**

dadurch begangen hat, dass er den Antrag zu weit gefasst und

**Rn. 331**

dadurch unnötige Kosten verursacht hat. Mit diesem Schadensersatz-

**Rn. 332**

anspruch kann die Beklagte unbedingt aufrechnen. Dies hat sie auch

**Rn. 333**

geltend gemacht, wenn auch nur in Höhe von 103.000,-- € im Wege der

**Rn. 334**

Hilfsaufrechnung. Die Erklärung der Prozessvertreterin im Termin vom

**Rn. 335**

06.1 0.2004 ist so zu verstehen, dass in Höhe einer Gebührenforderung

**Rn. 336**

für zwei Gebühren (Prozess- und Verhandlungsgebühr) nach einem

**Rn. 337**

Streitwert von 54 Mio DM die Honorarforderung als berechtigt angesehen

**Rn. 338**

wird, insoweit also unbedingt aufzurechnen ist, während im Übrigen

**Rn. 339**

wegen des weitergehenden Betrages hilfsweise aufgerechnet wird.

**Rn. 340**

In jedem Fall war die Hilfsaufrechnung auch zu prüfen und als

**Rn. 341**

unbegründet anzusehen, da der Anspruch in voller Höhe schlüssig und

**Rn. 342**

begründet ist, also nach Auffassung des Gerichts unbedingt aufgerechnet

**Rn. 343**

werden kann und muß.

**Rn. 344**

III. Anwaltliche Pflichtverletzung

**Rn. 345**

Dem Prozessbevollmächtigten der Beklagten, Rechtsanwalt F,

**Rn. 346**

obliegen als Prozessanwalt Pflichten hinsichtlich des zu stellenden

**Rn. 347**

Antrags und der Begründung hierzu. Diese Pflichten hat er verletzt, als er

**Rn. 348**

eine zu weite AntragsteIlung übernommen und an das Landgericht

**Rn. 349**

Dortmund weitergeleitet hat. Eine sachgerechte Auslegung des Antrags

**Rn. 350**

kann nur zu dem Ergebnis führen, wie dies in der Entscheidung des

**Rn. 351**

Oberlandesgerichts vom 30.09.2002 auf die Streitwertbeschwerde hin

**Rn. 352**

ausgeführt worden ist, nämlich, dass sich das Begehren der Beklagten

**Rn. 353**

und damaligen Antragstellerin, auf alle von der Antragsgegnerin

**Rn. 354**

gehaltenen Geschäftsanteile bezog und nicht unterschieden worden ist

**Rn. 355**

zwischen den Optionsreihen und den optionsbelasteten Geschäfts-

**Rn. 356**

anteilen. Der Antrag trifft keine ausreichende Differenzierung. Der Begriff

**Rn. 357**

"soweit" macht die Einschränkung nicht deutlich genug. Sie bringt nur die

**Rn. 358**

Kondition zum Ausdruck, die nach der vertraglichen Regelung und nach

**Rn. 359**

Auffassung der Beklagten die Veräußerung für sie hinnehmbar macht.

**Rn. 360**

Der Antrag ist nach seinem objektiven Wortlaut umfassend. Dies hätte

**Rn. 361**

auch bei einer gründlichen Prüfung der Antragsschrift in Übereinstimmung

**Rn. 362**

mit dem Antrag dem Prozessanwalt Rechtsanwalt F erkennbar sein

**Rn. 363**

können. Hierbei ist es gleichgültig, ob ihm eine ausreichende Zeit für die

**Rn. 364**

Prüfung zur Verfügung gestanden hat. Er hätte sich ggf. die Zeit nehmen

**Rn. 365**

müssen und noch weitere Stunden evtl. Tage für eine sorgfältige Prüfung

**Rn. 366**

dazu erbitten müssen, wenn ihm der Sachverhalt bei einer zur Verfügung

**Rn. 367**

stehenden Zeit von 1 bis 2 Stunden oder mehr an einem Tage nicht

**Rn. 368**

ausgereicht hätte. Tatsächlich war es jedoch so, dass bis zum Termin zur

**Rn. 369**

mündlichen Verhandlung noch weitere 5 Tage zur Verfügung standen, um

**Rn. 370**

den Antrag ggf. sorgfältig nachzuprüfen und mindestens die Erörterungsgebühr

**Rn. 371**

der Höhe nach einzuschränken. Im Ergebnis trifft den Prozessanwalt

**Rn. 372**

daher ein zum Schadensersatz verpflichtendes Verschulden, weil

**Rn. 373**

er dieser Prüfungspflicht nicht im ausreichenden Maße nachgekommen

**Rn. 374**

ist.

**Rn. 375**

Der Klägerkann sich dabei nicht auf die Erteilung eines sog.

**Rn. 376**

"beschränkten Mandats" berufen. Ein solches beschränktes Mandat hat

**Rn. 377**

der BGH lediglich in seiner Entscheidung (NJW 97,2168 f) zu Grunde

**Rn. 378**

gelegt. Hierbei war es jedoch so, dass der Prozessanwalt fehlerhaft

**Rn. 379**

unterrichtet worden ist. Die fehlerhafte Unterrichtung lag in dem dort

**Rn. 380**

entschiedenen Fall darin, dass ihm die Prüfung der Verjährungsfrage mit

**Rn. 381**

der Erklärung verwehrt worden ist, er könne sich darauf verlassen, der

**Rn. 382**

Sachverhalt sei bereits durch einen weiteren Juristen gründlich geprüft

**Rn. 383**

worden auf die Verjährungsfrage hin. So liegt der Fall hier nicht. Die

**Rn. 384**

Beklagte hat ebenso wenig wie die Streitverkündete gegenüber dem

**Rn. 385**

Prozessanwalt Einschränkungen hinsichtlich der rechtlichen Prüfung

**Rn. 386**

gemacht. Der Prozessanwalt konnte daher aus der Urkunde, die der

**Rn. 387**

Antragsschrift zum einstweiligen Verfügungsverfahren beigefügt worden

**Rn. 388**

Ist und die sogar zum Gegenstand des Antrags gemacht wurde, nämlich

**Rn. 389**

der Kapitalerhöhungsvereinbarung vom 27.07.1995 entnehmen, dass die

**Rn. 390**

Beklagte nicht an allen Geschäftsanteilen der F2 eine Option besaß.

**Rn. 391**

Er hätte daher angesichts des verwickelten Sachverhalts und der

**Rn. 392**

Vorgeschichte mindestens Nachfrage halten müssen bei der Beklagten,

**Rn. 393**

welche Geschäftsanteile mit der Option belastet waren und welche nicht

**Rn. 394**

und den Antrag auch insoweit klarstellen müssen. Durch diese Pflichtverletzung

**Rn. 395**

ist der Beklagten ein Schaden entstanden, der sich wie folgt errechnet:

**Rn. 396**

IV. Höhe der Aufrechnungsforderung

**Rn. 397**

1.

**Rn. 398**

Die Gerichtskosten sind tatsächlich

**Rn. 399**

angefallen nach einem Streitwert von

**Rn. 400**

100 Mio. DM. Hierfür sind Gebühren

**Rn. 401**

berechnet worden von 3 x 302.905,-- DM.

**Rn. 402**

3 Gebühren macht insgesamt daher also 908.715,-- DM.

**Rn. 403**

2. Rechtsanwaltsgebühren

**Rn. 404**

a)

**Rn. 405**

Die Rechtsanwaltsgebühr richtet sich über

**Rn. 406**

einen Streitwert von 100.000,- DM, wie der

**Rn. 407**

Kläger zutreffend berechnet hat für

**Rn. 408**

2 Gebühren von je 303.225,- DM nebst

**Rn. 409**

Schreibgebühr auf 606.490,- DM

**Rn. 410**

zuzüglich Mehrwertsteuer von 97.028,40 DM

**Rn. 411**

Summe: 703.518,40 DM.

**Rn. 412**

Für zwei Rechtsanwälte x 2 = 1.407.036,80 DM

**Rn. 413**

Summe der insgesamt entstandenen Kosten 2.315.751,80 DM

**Rn. 414**

Tatsächlich wären jedoch bei zutreffender AntragsteIlung Gebühren

**Rn. 415**

angefallen nach einem Streitwert von 54.000.000,- DM, wie die Beklagte

**Rn. 416**

in ihrem Schriftsatz vom 31.10.2003 und im Termin zur mündlichen

**Rn. 417**

Verhandlung vom 06.10.04 ausgeführt hat. Die Kammer hat diesen Wert

**Rn. 418**

mangels anderer Erkenntnisse hinsichtlich des genauen Wertes der

**Rn. 419**

optionsbelasteten Geschäftsanteile als Geschäftswert zu Grunde gelegt.

**Rn. 420**

Dies ist von Klägerseite auch nicht bestritten worden. Der Wert ist

**Rn. 421**

insbesondere - im Gegensatz zur Auffassung der Streitverkündeten zu 1)

**Rn. 422**

- deswegen zu Grunde zu legen, weil die Beklagte über die Geschäftsanteile

**Rn. 423**

und ihre Bewertung als Gesellschafterin und Gründerin der F2

**Rn. 424**

genaueste Kenntnisse haben müsste.

**Rn. 425**

Es ergibt sich dann folgende Berechnung:

**Rn. 426**

1. Gerichtskosten

**Rn. 427**

Eine Gebühr für 5 Mio. DM

**Rn. 428**

Geschäftswert 17.905,-- DM

**Rn. 429**

für je weitere 100.000,- DM 300,- DM

**Rn. 430**

= 49 Mio. DM ./. 100.000,-- DM

**Rn. 431**

=490 x 300 = + 147.000,- DM

**Rn. 432**

1 Gebühr nach einem Geschäftswert

**Rn. 433**

von 54.000.000 DM betrug demnach 164.905,- DM.

**Rn. 434**

Da 3 Gebühren anfielen wären Gerichtskosten

**Rn. 435**

entstanden in einer Höhe von

**Rn. 436**

insgesamt 494. 715,-- DM

**Rn. 437**

bei richtiger AntragsteIlung.

**Rn. 438**

2. Rechtsanwaltskosten

**Rn. 439**

Bei den Rechtsanwaltsgebühren ist

**Rn. 440**

auszugehen bei einem Streitwert von

**Rn. 441**

5 Mio. DM von einer Gebühr in Höhe von 18.225,-- DM.

**Rn. 442**

Für weitere je 50.000,- DM fallen an

**Rn. 443**

je150,- DM = 49 Mio. ./.

**Rn. 444**

50.000,- DM = 980 x 150,- DM 147.000.-- DM

**Rn. 445**

insgesamt hätte also eine Gebühr

**Rn. 446**

für den Streitwert von 54 Mio. DM

**Rn. 447**

betragen 165.225.—DM.

**Rn. 448**

Bei 2 Gebühren wären angefallen 230.500.-- DM

**Rn. 449**

zuzüglich Schreibgebühren 40.-- DM

**Rn. 450**

Summe: 330.540.-- DM

**Rn. 451**

zuzüglich 16 %Mehrwertsteuer 26.442,40 DM

**Rn. 452**

insgesamt hätte Rechtsanwalt

**Rn. 453**

Ehlers demnach liquidieren können 356.932,40 DM.

**Rn. 454**

Insgesamt wären angefallen

**Rn. 455**

2 Rechtsanwaltsgebühren, somit 713.974,80 DM

**Rn. 456**

zuzüglich 3·Gerichtsgebühren 494.715,-- DM

**Rn. 457**

Summe: 1.208.579,80 DM.

**Rn. 458**

Dieser Betrag ist abzuziehen von den

**Rn. 459**

tatsächlich entstanden Kosten:

**Rn. 460**

1. Gerichtskosten in Höhe von

**Rn. 461**

3 Gebühren 908,715.-- DM

**Rn. 462**

Anwaltsgebühren in Höhe von 703.518,40 DM

**Rn. 463**

ferner Anwaltsgebühren der

**Rn. 464**

Gegenseite im gleichen Umfang 703.518,40 DM

**Rn. 465**

Summe: 2.315.751,80 DM

**Rn. 466**

Der Schaden liegt in der

**Rn. 467**

Differenz und demnach 2.315.751,80 DM

**Rn. 468**

./. 1.208.579,80 DM

**Rn. 469**

Differenz 1.007.172.-- DM

**Rn. 470**

Der Schaden aus dem einstweiligen

**Rn. 471**

Verfügungsverfahren beträgt 514.958,87 €

**Rn. 472**

2. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren

**Rn. 473**

nach § 91 a ZPO

**Rn. 474**

Anwaltskosten tatsächlich entstanden

**Rn. 475**

nach einem Wert in Höhe von 1,7 Mio.

**Rn. 476**

= 869.196,20 € betrugen 2.492,49 €

**Rn. 477**

(BI. 127 d.A.)..

**Rn. 478**

Tatsächlich wären bei richtiger

**Rn. 479**

Antragstellung Anwaltskosten nur nach

**Rn. 480**

einem Streitwert von 1,3 Mio. entstanden

**Rn. 481**

(s. o.),

**Rn. 482**

Hierfür beträgt die,5/10 Gebühr

**Rn. 483**

1.242,50 DM + 40,- DM Schreibgebühr

**Rn. 484**

sowie Mehrwertsteuer sind insgesamt 1.371,70 DM

**Rn. 485**

= 701,34 €.

**Rn. 486**

Der Schaden insoweit beträgt 1.791,15 €

**Rn. 487**

Diese Beträge sind bei beiden Anwälten

**Rn. 488**

angefallen und betragen demnach insgesamt 3.582,30 €

**Rn. 489**

3. Die Kosten der Streitwertbeschwerde

**Rn. 490**

Die Kosten der Streitwertbeschwerde wären

**Rn. 491**

bei insgesamt zutreffender AntragsteIlung

**Rn. 492**

entfallen. Sie betragen (BI.·128 d.A.) 1.418,68€.

**Rn. 493**

Da diese auch doppelt angefallen sind

**Rn. 494**

ergibt sich ein Schadensbetrag in Höhe von 2.837,36€.

**Rn. 495**

Insgesamt beträgt somit der der Beklagten

**Rn. 496**

aus der zu hohen AntragsteIlung entstandene Schaden 521.378,53 €.

**Rn. 497**

Mit diesen Beträgen hat die Beklagte gegen die

**Rn. 498**

Klageforderung aufgerechnet.

**Rn. 499**

Die Forderung des Klägers wäre somit, wenn die Schadensersatzforderung

**Rn. 500**

der Beklagten in vollem Umfang zustehen würde, erloschen.

**Rn. 501**

Das ist jedoch nicht der Fall. Die Beklagte muss sich das Mitverschulden

**Rn. 502**

des Streitverkündeten zurechnen lassen.

**Rn. 503**

V. Mitverschulden

**Rn. 504**

Der Beklagten ist das Mitverschulden des Streitverkündeten im

**Rn. 505**

Zusammenhang mit dem Mandatsverhältnis zu der klägerischen Sozietät

**Rn. 506**

schadensmindernd zuzurechnen.;§§254,278 BGB

**Rn. 507**

Vorliegend ist nicht davon auszugehen, dass ein Haftungsverhältnis

**Rn. 508**

zwischen Prozessbevollmächtigtem und Verkehrsanwalt im üblichen

**Rn. 509**

Sinne zwischen den Beteiligten vorgelegen hat. Der Beklagten ist vielmehr

**Rn. 510**

wegen der kritiklosen Überlassung der Führung des Rechtsstreits an die

**Rn. 511**

Streitverkündete deren Mitverschulden wegen schadensursächlicher

**Rn. 512**

Fehlinformation zuzurechnen. Zwar geht die Rechtsprechung

**Rn. 513**

grundsätzlich nicht von einem Mitverschulden des Mandanten aus, wenn

**Rn. 514**

dieser einen Anwalt mit der rechtlichen Wahrnehmung seiner Interessen

**Rn. 515**

beauftragt hat. (Vgl. hierzu OIG Frankfurt, NJW-RR 2003,709 f; BGH NJW

**Rn. 516**

93,1779f;)

**Rn. 517**

Das ist jedoch im vorliegenden Fall anders zu beurteilen, wenn der

**Rn. 518**

Mandant die Information über den Sachverhalt und die Voraussetzungen

**Rn. 519**

der AntragsteIlung vollständig einem Vertreter überlässt. Die Beklagte hat

**Rn. 520**

hier die Beauftragung in vollem Umfang der Streitverkündeten zu 1.

**Rn. 521**

überlassen. Die Streitverkündete zu 1. hat auch ihre Verpflichtung

**Rn. 522**

gegenüber dem Prozessbevollmächtigten ihrerseits dadurch verletzt, dass

**Rn. 523**

sie eine falsche AntragsteIlung diesem gegenüber an die Hand gegeben

**Rn. 524**

hat, die zu der Schadensursache letzten Endes geführt hat. Der Beklagten

**Rn. 525**

oblag gegenüber dem Schädiger eine Verpflichtung zur Schadensverhütung

**Rn. 526**

und zur Schadensminderung insoweit, als sie im Einzelnen

**Rn. 527**

hätte klarlegen müssen, insbesondere nach Kenntnis des genauen Inhalts

**Rn. 528**

der Antragsschrift im einstweiligen Verfügungsverfahren, dass sie nicht in

**Rn. 529**

vollem Umfang optionsberechtigt an den von der S abzutretenden

**Rn. 530**

Geschäftsanteilen war. Ihr Optionsrecht ergibt sich erst mittelbar aus der

**Rn. 531**

nachgesandten Urkunde vom 27.07.1995. Allein das Studium dieser

**Rn. 532**

Urkunde ist im Rahmen einer kurzfristigen AntragsteIlung zu komplex, um

**Rn. 533**

in vollem Umfang zu verstehen, welche Rechte der Beklagten hieraus

**Rn. 534**

zustehen und um welche Rechte sie im Zusammenhang mit ihrem Streit

**Rn. 535**

gegenüber der S fürchten musste. Den Einblick in diese Rechtsverhältnisse

**Rn. 536**

konnte ihr nur die Beklagte und auch die in vollem Umfang

**Rn. 537**

informierte Streitverkündete verschaffen, weil diese die Geschäftsanteile

**Rn. 538**

sowohl nach ihrem Umfang als auch nach ihrem Wert deutlich kannten.

**Rn. 539**

Führt eine Partei ihren Rechtsstreit nicht selbst, sondern lässt ihn durch

**Rn. 540**

einen bevollmächtigten Vertreter bearbeiten, so müssen diese für sie die,

**Rn. 541**

Verpflichtungen erfüllen, die sie im Verhältnis zu dem Prozessbevollmächtigten

**Rn. 542**

treffen. In diesem Umfang muss sich auch die Beklagte deren

**Rn. 543**

Unterlassungen nach §§ 254, 278 BGB rechnen lassen (vgl. hierzu auch

**Rn. 544**

RGRZ, Band 167, Seite 77/81; OLG München, NJW RR 1991,1460;

**Rn. 545**

BGH 1997,2168/2170).

**Rn. 546**

Es handelt sich vorliegend nicht etwa um einen Fall wie in der

**Rn. 547**

Entscheidung des BGH (NJW 1993, 1779) entschiedenen, in welchem die

**Rn. 548**

Anwälte nacheinander tätig waren. Es handelt sich auch nicht um ein

**Rn. 549**

typisches Pflichtverhältnis zwischen Prozessanwalt und Verkehrsanwalt,

**Rn. 550**

sondern vorliegend hat die Beklagte der Streitverkündeten zu 1. in vollem

**Rn. 551**

Umfang freie Hand gelassen und darüber hinaus durch ihr Fax vom 30.08.

**Rn. 552**

die von der Streitverkündeten verfasste AntragsteIlung genehmigt

**Rn. 553**

als sie: "Mit der vorliegenden Fassung des Antrags auf Erlass einer

**Rn. 554**

einstweiligen Verfügung sind wir einverstanden", geschrieben hat.

**Rn. 555**

Im Ergebnis muss sich daher die Beklagte das Verschulden der

**Rn. 556**

Streitverkündeten zu 1. ebenso zurechnen lassen, wie eigenes

**Rn. 557**

Verschulden. Die Einzelrichterin schätzt den Umfang des Verschuldens

**Rn. 558**

der Streitverkündeten zu1. auf mindestens ebenso hoch ein, wie das

**Rn. 559**

Verschulden des Mitgesellschafters des Klägers, nämlich auf 50 %.

**Rn. 560**

Dabei ist unberücksichtigt geblieben, das Rechtsanwalt F nur kürzere

**Rn. 561**

Zeit bis zur Stellung des Antrags zur Verfügung gestanden hat als der

**Rn. 562**

Streitverkündeten. Auf den Zeitraum kann es vorliegend nicht ankommen,

**Rn. 563**

zumal Rechtsanwalt F noch weitere 5 Tage gehabt hätte, um den

**Rn. 564**

Antrag zu reduzieren, ebenso wie auch die Beklagte und die

**Rn. 565**

Streitverkündete.

**Rn. 566**

Den Umfang des Verschuldens nimmt die Einzelrichterin bei jedem der

**Rn. 567**

Beteiligten mit 50 % an, so dass sich der Schaden der Beklagten aufgrund

**Rn. 568**

dieses Mitverschuldens um die Hälfte mindert. Er beträgt somit nur

**Rn. 569**

260.689,26 €. Mit dieser Schadensersatzforderung kann sie gegen die

**Rn. 570**

klägerische Forderung unbedingt aufrechnen.

**Rn. 571**

Es verbleibt somit noch eine

**Rn. 572**

Gebührenforderung des Klägers

**Rn. 573**

in Höhe von 363.619,53 €

**Rn. 574**

./. 260.689,26 €

**Rn. 575**

Klageforderung 102.930,27 €.

**Rn. 576**

Auf Grund der Rückwirkung der Aufrechnungserklärung waren Zinsen erst

**Rn. 577**

seit Zustellung des Klageerhöhungsschriftsatzes, d. h. seit dem Termin

**Rn. 578**

vom 10.12.2004 zuzuerkennen, weil eine frühere Zustellung aus den

**Rn. 579**

Akten nicht ersichtlich ist.

**Rn. 580**

Die Kosten des Rechtsstreits richten sich unter Berücksichtigung der

**Rn. 581**

Hilfsaufrechnung in Höhe von 181.122,89 € nach dem Grad des

**Rn. 582**

Obsiegens und Unterliegens.

**Rn. 583**

Entsprechend waren auch die Kosten der Streitverkündeten dem Kläger

**Rn. 584**

nach § 101 ZPO aufzuerlegen.

**Rn. 585**

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit beruht auf

**Rn. 586**

§ 709 ZPO.

---

Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 27.10.2004 – 3 O 457/03, ECLI:DE:LGDO:2004:1027.3O457.03.00

Quelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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