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# Landgericht Dortmund, Beschluss vom 18.03.2002 – 14 (III)  Qs 6/02

ECLI:DE:LGDO:2002:0318.14III.QS6.02.00

## Tenor

wird die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Münster vom.

18.2.2002 gegen den Beschluß des Amtsgerichts Dortmund vom

7.2.2002 auf Kosten der Staatskasse zurückgewiesen.

## Gründe

**Rn. 2**

Am 7.1.2002 hat der Geschädigte Anzeige erstattet, weil ein

**Rn. 3**

unbekannter Täter von dem am Arbeitsplatz des Geschädigten, bei

**Rn. 4**

der Fa. C befindlichen PC mit Internetzugang unter

**Rn. 5**

mißbräuchlicher Verwendung seiner Personaldaten und unter

**Rn. 6**

Verwendung eines - durch ein Paßwort des Geschädigten

**Rn. 7**

geschützten - E-Mail-Kontos eine Kontaktanzeige aufgegeben

**Rn. 8**

habe.

**Rn. 9**

Die Staatsanwaltschaft Münster hat daraufhin ein

**Rn. 10**

Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachtes der

**Rn. 11**

Ausspähung von Daten gem. §202 a StGB pp. eingeleitet und beim

**Rn. 12**

Amtsgericht Dortmund beantragt, durch Erlaß eines Beschlusses

**Rn. 13**

gemäß §§ 100 g, 100 h StPO den Netzbetreiber, die V in E,

**Rn. 14**

zu verpflichten, bestimmte Logfile-Daten bekanntzugeben.

**Rn. 15**

Diesen Antrag hat das Amtsgericht durch Beschluß vom 7.2.2002

**Rn. 16**

zurückgewiesen mit der Begründung, der Antrag sei

**Rn. 17**

unverhältnismäßig, weil der unbekannte Täter vor

**Rn. 18**

Veröffentlichung den Auftrag gelöscht habe, so daß keine

**Rn. 19**

wesentliche Beeinträchtigung des Geschädigten eingetreten sei.

**Rn. 20**

Gegen diesen Beschluß wendet sich die Staatsanwaltschaft mit

**Rn. 21**

ihrer Beschwerde vom 18.2.2002. Sie vertritt die Auffassung,

**Rn. 22**

daß seitens des Gerichts lediglich die Zulässigkeit und nicht

**Rn. 23**

die Zweckmäßigkeit bzw. Notwendigkeit der beantragten Maßnahme

**Rn. 24**

zu prüfen sei.

**Rn. 25**

Die Beschwerde ist zulässig, in der Sache jedoch unbegründet.

**Rn. 26**

Nach dem ausdrücklichen Wortlaut des Gesetzes in §100 g Abs. 1

**Rn. 27**

Satz 1 StPO können derartige Auskünfte von

**Rn. 28**

Telekommunikationsdiensten nur gerichtlich angeordnet werden,

**Rn. 29**

wenn es um Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere

**Rn. 30**

um solche der in § 100 a Satz 1 StPO aufgeführten Taten, geht.

**Rn. 31**

Dies ist vorliegend nicht der Fall.

**Rn. 32**

Dortmund, den 18.3.2002

**Rn. 33**

Landgericht, III. Strafkammer

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Beschluss vom 18.03.2002 – 14 (III)  Qs 6/02, ECLI:DE:LGDO:2002:0318.14III.QS6.02.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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