nu:legal · recht.nulegal.eu

# Landgericht Dortmund, Urteil vom 25.01.2001 – 17 S 219/00

ECLI:DE:LGDO:2001:0125.17S219.00.00

## Tenor

Die Berufung der Beklagten gegen das am

24.08.2000 verkündete Urteil des Amtsgerichts

Lünen wird kostenpflichtig zurückgewiesen.

**Rn. 1**

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e

**Rn. 2**

(ohne Tatbestand gemäß § 543 Abs . 1 ZPO)

**Rn. 3**

Die Berufung ist unbegründet.

**Rn. 4**

Die Kammer nimmt insoweit zunächst Bezug auf die zutref-

**Rn. 5**

fenden Gründe der angefochtenen Entscheidung. Ergänzend

**Rn. 6**

weist sie daraufhin, dass es dahinstehen kann, ob ein

**Rn. 7**

wichtiger Grund für die Kündigung des zwischen den Parteien

**Rn. 8**

geschlossenen Werkvertrages besteht. Gemäß § 649

**Rn. 9**

BGB kann der Besteller einer Werkleistung jederzeit den

**Rn. 10**

Vertrag kündigen, er muss jedoch den Werklohnbezahlen .

**Rn. 11**

Davon ist nur dann eine Ausnahme zu machen, wenn der Unternehmer

**Rn. 12**

den wichtigen Grund für die Kündigung gesetzt hat

**Rn. 13**

(vgl.Palandt, BGB, 60. Aufl., § 649 Rz. 4; Münchener

**Rn. 14**

Kommentar zum BGB, 3. Aufl., § 649 Rz. 17).

**Rn. 15**

Hier haben die Kläger aber keinerlei Grund für eine Kündigung gesetzt.

**Rn. 16**

Der Tod des Mitglieds der Gruppe " M" ist nicht durch die

**Rn. 17**

Kläger schuldhaft herbeigeführt worden.

**Rn. 18**

Ein Entfallen des Vergütungsanspruchs nach den Grundsätzen

**Rn. 19**

Des Wegfalls der Geschäftsgrundlage kommt schon des-

**Rn. 20**

halb nicht in Betracht, da eine ausdrückliche vertragli-che

**Rn. 21**

Vereinbarung besteht. Hier ist in § 7 Abs. 1 des Ver-

**Rn. 22**

trages vorgesehen, dass die Kündigung des Vertrages aus

**Rn. 23**

Gründen, die in der Risikosphäre des Beklagten liegen,

**Rn. 24**

nicht zum Verlust des Vergütungsanspruchs führt. Die Frage,

**Rn. 25**

ob die M auftreten oder nicht, ist aber allein

**Rn. 26**

dem Risikobereich der Beklagten zuzuordnen.

**Rn. 27**

Von dem Vergütungsanspruch sind die ersparten Aufwendungen abzuziehen.

**Rn. 28**

Soweit die Beklagte weitere ersparte Auf-

**Rn. 29**

wendungen in Höhe von 500,00 DM behauptet, ist dieser

**Rn. 30**

Vortrag unsubstantiiert und nicht unter Beweis gestellt.

**Rn. 31**

Auch soweit sich die Beklagte darauf beruft, dass die

**Rn. 32**

Kläger es böswillig unterlassen hätten, anderweitig Ein-

**Rn. 33**

künfte zu erzielen, weil sie eine andere zumutbare Veran-

**Rn. 34**

staltung nicht wahrgenommen hätten, ist auch dies unsubstantiiert.

**Rn. 35**

Beweisbelastet ist insoweit die Beklagte. Sie

**Rn. 36**

hat darzulegen, dass eine zumutbare andere Erwerbsmög-

**Rn. 37**

lichkeit, für die Kläger bestanden hat, (vgl. Münchener

**Rn. 38**

Kommentar, a.a.O. Rz. 15).

**Rn. 39**

Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

---

Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 25.01.2001 – 17 S 219/00, ECLI:DE:LGDO:2001:0125.17S219.00.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0.

Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

Quelle: nu:legal – recht.nulegal.eu · Aufbereitung unter CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/lizenz) · Ein Dienst der Nulegal GmbH

Crawlen und Zitieren sind ausdrücklich erlaubt. Vorbehalten ist allein die massenhafte Nutzung zu Trainingszwecken für KI-Systeme (§ 44b Abs. 3 UrhG); hierfür ist unsere Zustimmung erforderlich.

Source: nu:legal – recht.nulegal.eu · Curated layer under CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/license) · Operated by Nulegal GmbH, Potsdam.

Crawling and citation are permitted. Only bulk use for AI training is reserved (Section 44b(3) UrhG) and requires our consent.

Dieses Dokument: https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-dortmund/2001-01-25/17-s-219-00

---

nu:legal · recht.nulegal.eu · Nicht-amtliche Fassung. Maßgeblich ist die Fassung des Gerichts.
