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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 03.01.2001 – 21 S 132/00

ECLI:DE:LGDO:2001:0103.21S132.00.00

## Tenor

Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil

des Amtsgerichts Dortmund vom 17. August 2000

abgeändert:

Die Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Kläger.

## Entscheidungsgründe

**Rn. 2**

(abgekürzt gemäß § 543 ZPO)

**Rn. 3**

Die zulässige Berufung ist begründet. Dem Kläger steht

**Rn. 4**

kein Anspruch gegen die Beklagte auf Rückzahlung ver-

**Rn. 5**

brauchter Zinsen in Höhe von 1.871,44 DM, der Bearbei-

**Rn. 6**

tungsgebühr in Höhe von 480,78 DM und der anteiligen

**Rn. 7**

Restschuldversicherung in Höhe von 608,10 DM zu.

**Rn. 8**

Der Anspruch gegen die Beklagte selbst ist nicht aus

**Rn. 9**

§ 467 S. 2 BGB begründet. Finanzierungskosten und Zin-

**Rn. 10**

sen sind keine Vertragskosten im Sinne dieser Bestim-

**Rn. 11**

mung, die der Verkäufer im Falle der Wandlung ersetzen

**Rn. 12**

muss (Reinking-Eggert, Der Autokauf, 7. Auflage,

**Rn. 13**

Rdn. 320 m. w. N.).

**Rn. 14**

Ein Anspruch gegen die Beklagte aus dem Gesichtspunkt

**Rn. 15**

eines sogenannten Rückforderungsdurchgriffs gegen den

**Rn. 16**

Kreditgeber besteht nicht. Es kann dahin stehen, ob die

**Rn. 17**

Beklagte aus dem vereinbarten Auftragsverhältnis über

**Rn. 18**

die Ablösung der Finanzierung insoweit passivlegiti-

**Rn. 19**

miert ist, oder ob der Anspruch unmittelbar gegen die

**Rn. 20**

finanzierende Bank zu richten ist. Jedenfalls steht dem

**Rn. 21**

Kläger aus den2mit dem Kauf verbundenen Kredit kein An-

**Rn. 22**

spruch auf Erstattung oder Freistellung wegen der an-

**Rn. 23**

teiligen Zinsen und Finanzierungskosten zu (vgl.

**Rn. 24**

Reinking-Eggert, a. a. 0. Rdn. 320 und 321 mit der Dar-

**Rn. 25**

stellung des Meinungsstreites) . Der Anspruch scheitert

**Rn. 26**

jedenfalls daran, dass der Gesetzgeber keine gesetz-

**Rn. 27**

liche Anspruchsgrundlage geschaffen hat. Aus § 9 Abs. 3

**Rn. 28**

VerbrKrG in direkter Anwendung läßt sich ein solcher

**Rn. 29**

Anspruch nicht herleiten. Nach dieser Bestimmung kann

**Rn. 30**

der Verbraucher die Rückzahlung des verbundenen Kredi-

**Rn. 31**

tes verweigern, soweit Einwendungen aus dem verbundenen

**Rn. 32**

Kaufvertrag ihm gegenüber dem Verkäufer zur Verweige-

**Rn. 33**

rung seiner Leistung berechtigen würden. Um diese Si-

**Rn. 34**

tuation geht es hier nicht. Es geht dem Kläger nicht um

**Rn. 35**

die (weitere) Rückzahlung des Kredites an die Bank, son-

**Rn. 36**

dern um Erstattung der bereits gezahlten Raten. Son-

**Rn. 37**

stige Anspruchsgrundlagen sind nicht ersichtlich. Der

**Rn. 38**

Gesetzgeber hat bewußt davon abgesehen, die Rückzahlung

**Rn. 39**

der bereits verbrauchten Zinsen und Finanzierungskosten

**Rn. 40**

im Falle der Wandlung eines verbundenen Geschäftes an-

**Rn. 41**

zuordnen (vgl. Reinking-Eggert a. a. 0.).

**Rn. 42**

Die Kostenentscheidung beruht auf § 91 ZPO.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 03.01.2001 – 21 S 132/00, ECLI:DE:LGDO:2001:0103.21S132.00.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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