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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 15.10.1992 – 16 O 66/91

ECLI:DE:LGDO:1992:1015.16O66.91.00

## Tenor

Die Klage vor der III. Kammer für Handelssachen

des Landgerichts Dortmund, ist zulässig in inter-

nationaler, örtlicher, sachlicher und funktioneller

Hinsicht.

## Tatbestand

**Rn. 2**

Die Parteien streiten um eine Kaufpreisforderung. Die

**Rn. 3**

Klägerin stellt in der Bundesrepublik Deutschland Schräg-

**Rn. 4**

aufzüge und sonstige Gerätschaften her. Die Beklagte, die

**Rn. 5**

ihre Niederlassung in Verona hat, vertrieb die von der

**Rn. 6**

Klägerin hergestellten Produkte in Italien. Zwischen der

**Rn. 7**

Klägerin und der Beklagten wurde am 21.02.1986 ein Vertrag

**Rn. 8**

geschlossen, durch den der Beklagten das Recht eingeräumt

**Rn. 9**

wurde, allein in Italien die Produkte der Klägerin zu ver-

**Rn. 10**

äußern. Dieser Vertrag hatte eine Laufzeit von drei Jahren.

**Rn. 11**

Am 22.Dezember 1988 vereinbarten die Klägerin und die Be-

**Rn. 12**

klagte eine Verlängerung der Laufzeit bis zum 31. Dezember

**Rn. 13**

1992.

**Rn. 14**

§ 14 des Vertrages lautet;

**Rn. 15**

"Die Gewährleistungen und Lieferungen erfolgen nur nach

**Rn. 16**

den Verkaufs- und Lieferbedingungen der Firma C."

**Rn. 17**

Gemäß § 9 gewährte die Klägerin der Beklagten den Betrag von

**Rn. 18**

500.000,00 DM als Höchstkredlt, der jährlich neu vereinbart

**Rn. 19**

werden sollte. In §16 heißt es:

**Rn. 20**

"Der Verstoß gegen einen Punkt dieses Vertrages be-

**Rn. 21**

rechtigt zur vorzeitigen kurzfristigen Kündigung."

**Rn. 22**

Hinsichtlich der übrigen Klauseln wird verwiesen auf die

**Rn. 23**

Anlage B 1 zum Schriftsatz der Beklagten vom 28.04.1992.

**Rn. 24**

Die Beklagte bestellte im Rahmen dieses Vertrages die konkret

**Rn. 25**

abzunehmende Ware nach Ihrem Bedarf. Danach übersandte die

**Rn. 26**

Klägerin an die Beklagte jeweils eine Auftragsbestätigung,

**Rn. 27**

auf deren Rückseite die Verkaufs- und Lieferbedingungen der

**Rn. 28**

Klägerin abgedruckt waren. In Ziffer 7 dieser Verkaufs- und

**Rn. 29**

Lieferbedingungen heißt es;

**Rn. 30**

"Für alle Rechte und Pflichten, die sich aus dem Ge-

**Rn. 31**

schäft mit uns ergeben, gilt für beide Parteien für die

**Rn. 32**

Lieferung und die Zahlung X als Erfüllungsort- und

**Rn. 33**

M als Gerichtsstand. Anstelle des Amtsgerichts

**Rn. 34**

M tritt gegebenenfalls das Landgericht Dortmund.

**Rn. 35**

Der ausländische Käufer unterwirft sich dem deutschen

**Rn. 36**

Recht."

**Rn. 37**

Hinsichtlich der übrigen Klauseln der Verkaufs- und Liefer-

**Rn. 38**

Bedingungen wird verwiesen auf die Anlage 1 zur Klageschrift.

**Rn. 39**

Die Klägerin lieferte aufgrund der jeweiligen Bestellungen

**Rn. 40**

Gerätschaften, wobei Rechnungen in Höhe von 350.267,93 DM

**Rn. 41**

Offen stehen.

**Rn. 42**

Mit Schreiben vom 27.09.1991 kündigte die Klägerin den am

**Rn. 43**

21.02.1986 mit der Beklagten geschlossenen Vertrag. In dem

**Rn. 44**

Schreiben begründete sie die Kündigung damit, dass die Be-

**Rn. 45**

klagte sich geweigert habe, eine Sicherstellung der Forderung

**Rn. 46**

In Höhe von 350.000,00 DM nachzuweisen; außerdem habe sich

**Rn. 47**

die Gesellschafterzusammensetzung bei der Beklagten geändert.

**Rn. 48**

Die Beklagte erklärte die Aufrechnung mit einer Schadenser-

**Rn. 49**

Satzforderung in Höhe von 423.106,61 DM wegen der fristlosen

**Rn. 50**

Kündigung, wobei streitig ist, ob ihr diese Schadensersatz-

**Rn. 51**

forderung zusteht.

**Rn. 52**

Die Klägerin nimmt seitdem 19.11.1991 einen mit 13,5 % ver-

**Rn. 53**

zinsten Bankkredit in Anspruch.

**Rn. 54**

Die Klägerin verlangt die Zahlung der Rechnungen vom

**Rn. 55**

29.07.1991 In Höhe von 140.369,79 DM, vom 21.08.1991 in Höhe

**Rn. 56**

von 129.390,40 DM und vom 13.09.1991 in Höhe von

**Rn. 57**

80.507,74 DM, also insgesamt 350.267,93 DM. Die Klägerin ist

**Rn. 58**

der Ansicht, daß die fristlose Kündigung berechtigt gewesen

**Rn. 59**

sei. Hierzu behauptet sie, daß der Umsatz der Beklagten

**Rn. 60**

rapide zurückgegangen sei, da die Beklagte den italienischen

**Rn. 61**

Markt völlig unzureichend bearbeitet habe.

**Rn. 62**

Die Klägerin beantragt,

**Rn. 63**

die Beklagtee zu verurteilen, an sie 350.267,93 DM

**Rn. 64**

nebst 13,5 % Zinsen seit dem 19.11.1991 zu zahlen.

**Rn. 65**

Die Beklagte beantragt,

**Rn. 66**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 67**

Die Beklagte Ist der Ansicht, dass das Landgericht Dortmund

**Rn. 68**

nicht zuständig sei. Außerdem meint sie, daß die fristlose

**Rn. 69**

Kündigung der Klägerin ungerechtfertigt gewesen sei. Die

**Rn. 70**

Klägerin sei daher verpfichtet, den aus der Kündigung ent-

**Rn. 71**

standenen Schaden zu ersetzen. Als Schadenspositionen macht

**Rn. 72**

die Beklagte geltend einmal den Wert des umfangreichen Lager-

**Rn. 73**

bestandes, der durch die Kündigung des Vertrages für sie

**Rn. 74**

unbrauchbar geworden sei, sowie einen Gewinnverlust in Höhe

**Rn. 75**

von 270.000,00 DM.

**Rn. 76**

Die Beklagte behauptet, daß sie 350.000,00 DM bei einem, Bank-

**Rn. 77**

institut hinterlegt habe.

**Rn. 78**

Die Beklagte hat am Gericht in Verona eine Klage anhängig

**Rn. 79**

gemacht, die der Klägerin, am 28.04.1992 zugestellt worden

**Rn. 80**

ist. Mit dieser Klage verlangt sie einmal Feststellung der

**Rn. 81**

Unwirksamkeit der durch die Firma C ausgesprochene Kün-

**Rn. 82**

digung und weiterhin Verurteilung der Firma C zur

**Rn. 83**

Leistung von Schadensersatz,

## Entscheidungsgründe

**Rn. 85**

Das Zwischenurteil über die Zulässigkeit der Klage ist gemäß

**Rn. 86**

§§ 280, 303 ZPO zulässig.

**Rn. 87**

Das Landgericht Dortmund Ist international zuständig gemäß

**Rn. 88**

Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ.

**Rn. 89**

Die Zuständigkeit richtet sich bei Anrufung eines deutschen

**Rn. 90**

Gerichts grundsätzlich nach deutschem Recht (OLG Hamm, RIW

**Rn. 91**

1980, ,662). Maßgeblich sind die Regeln der ZPO sowie inter-

**Rn. 92**

nationale Verträge. Hier richtet sich die Zuständigkeit nach

**Rn. 93**

dem Übereinkommen der europäischen Gemeinschaft über die

**Rn. 94**

gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gericht-

**Rn. 95**

licher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (EuGVÜ).

**Rn. 96**

Das EuGVÜ geht den Zuständigkeitsvorschriften der Ziyll-

**Rn. 97**

prozeßordnung vor (OLG Bamberg, NJW 77,505 (506); OLG

**Rn. 98**

Koblenz, RIW 85, 737 (738); Zöller-Vollkommer § 38 Rn. 24).

**Rn. 99**

Das EuGVÜ gilt nur im Verhältnis zu den Vertragsstaaten, zu

**Rn. 100**

denen Deutschland und Italien seitdem 01.02.1973 zählen.

**Rn. 101**

Nach Art. 2 Abs. 1,EuGVÜ ist zwar grundsätzlich in dem Staat

**Rn. 102**

zu klagen, in dem die Beklagte ihren Sitz hat, hier also

**Rn. 103**

Italien. Aber gemäß Art. 5 bis 18 kann die Beklagte unter

**Rn. 104**

bestimmten Voraussetzungen auch in einem anderen Vertrags-

**Rn. 105**

staat verklagt werden.

**Rn. 106**

Zwar haben die Parteien nicht gemäß Art. 17 EuGVÜ wirksam die

**Rn. 107**

Zuständigkeit des Landgerichts Dortmund für eine Kaufpreis-

**Rn. 108**

klage vereinbart. Eine Gerichtsstandsvereinbarung muß nämlich

**Rn. 109**

gemäß Art. 17 EuGVÜ schriftlich oder mündlich mit schrift-

**Rn. 110**

licher Bestätigung vereinbart worden sein. Die Entscheidung,

**Rn. 111**

ob eine Gerichtsstandsvereinbarung vorliegt, ist nicht nach

**Rn. 112**

nationalem Recht zu treffen, sondern richtet sich nach dem

**Rn. 113**

Wortlaut und Zweck des Art. 17 EuGVÜ. Ziel dieser Vorschrift

**Rn. 114**

ist es, daß Zuständigkeitsvereinbarungen nicht unbemerkt

**Rn. 115**

Inhalt des Vertrages werden (Kropholler, Europäisches Zivil-

**Rn. 116**

prozeßrecht, 3. Aufl. 1991, Art. 17 Rn. 18). Grundsätzlich

**Rn. 117**

kann eine Gerichtsstandsvereinbarung zwar in Allgemeinen

**Rn. 118**

Geschäftsbedingungen getroffen werden (EuGH,NJW 77,

**Rn. 119**

Seite 494) « Voraussetzung ist aber, daß der von beiden unter-

**Rn. 120**

zeichnete Vertragstext ausdrücklich auf die AGB mit der Ge-.

**Rn. 121**

richtsstandsklausel Bezug nimmt (Kropholler, a . a. 0.,

**Rn. 122**

Art. 17 Rn. 28). Daran fehlt es hier. Die Parteien haben zwar

**Rn. 123**

durch den Alleinvertriebsvertrag vom 21.02.1986 die nach-

**Rn. 124**

folgenden einzelnen Kaufverträge geregelt. Durch §14 dieses

**Rn. 125**

Vertrages haben sie aber die Anwendung der Verkaufs- und

**Rn. 126**

Lieferbedingungen der Klägerin ausdrücklich auf die Gewähr-

**Rn. 127**

leistung und Lieferung, also die Pflichten der Klägerin,

**Rn. 128**

beschränkt. Die Kaufpreiszahlung als Pflicht der Beklagten

**Rn. 129**

ist nicht in § 14 dieses Vertrages erwähnt.

**Rn. 130**

Mangels einer vereinbarten Zuständigkeit nach Art. 17 EuGVÜ

**Rn. 131**

folgt die Zuständigkeit des Landgerichts Dortmund aber aus

**Rn. 132**

Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ. Danach kann die Beklagte auch vor

**Rn. 133**

deutschen Gerichten verklagt werden, sofern Ansprüche aus dem

**Rn. 134**

Vertrag den Gegenstand des Verfahrens bilden, die in Deutsch-

**Rn. 135**

land zu erfüllen gewesen wären. Abzustellen ist dabei auf den

**Rn. 136**

Erfüllungsort des Zahlungsanspruchs, da bei der Bestimmung -

**Rn. 137**

des Erfüllungsortes der Erfüllungsort der Verpflichtung maß-

**Rn. 138**

geblich ist, die den Gegenstand der Klage bildet (EuGH,

**Rn. 139**

NJW 77, 490, Zöller-Geimer, Art. 5 GVÜ Anhang Rn. 2, Linke,

**Rn. 140**

Internationales Zivilprozeßrecht, Rn. 155).

**Rn. 141**

Zwar haben die Parteien nicht durch Ziff. 7 der Verkaufs- und

**Rn. 142**

Lieferbedingungen der Klägerin X als Erfüllungsort ver-

**Rn. 143**

einbart; denn §14 des Alleinvertriebsvertrages schließt die

**Rn. 144**

Geltung der Verkaufs- und Lieferungsbedingungen für den Zah-

**Rn. 145**

lungsanspruch nicht ein. Die Auslegung des Alleinvertriebs-

**Rn. 146**

vertrages, nach der sich auch die Frage bestimmt, ob die

**Rn. 147**

Verkaufs- und Lieferbedingungen der Klägerin auch für den

**Rn. 148**

Zahlungsanspruch gelten, richtet sich nach italienischem

**Rn. 149**

Recht: Nach deutschem Kollisionsrecht, Art. 32 EGBGB, ist für

**Rn. 150**

die Auslegung eines Vertrages nach Art. 27 bis 30 EGBGB auf

**Rn. 151**

auf den Vertrag anzuwendende Recht maßgeblich. Maßgebliches

**Rn. 152**

Recht für den Alleinvertriebsvertrag ist italienisches Recht.

**Rn. 153**

Gemäß Art. 28 Abs. 1 EGBGB gilt das nationale Recht, mit dem

**Rn. 154**

der Vertrag die engste Bindung aufweist. Gemäß Art. 28 Abs. 2

**Rn. 155**

EGBGB wird vermutet, daß die Vertrag die engste Bindung zu

**Rn. 156**

dem Staat aufweist, in dem die charakteristische Leistung zu

**Rn. 157**

erbringen ist, d.h. die Leistung, die dem Vertragstyp seine

**Rn. 158**

Eigenart verleiht (Palandt, Art. 28 EGBGB Rn.3). Für den

**Rn. 159**

Alleinvertriebsvertrag ist die charakteristische Leistung

**Rn. 160**

nicht die in § 2 dieses Vertrages festgelegte Pflicht der

**Rn. 161**

Klägerin weder andere Vertragshändler noch Verbraucher In

**Rn. 162**

Italien zu beliefern, weil es sich insoweit um eine Unter-

**Rn. 163**

lassungspflicht handelt, die nicht zur Bestimmung der

**Rn. 164**

charakteristischen Leistung herangezogen werden kann

**Rn. 165**

( Reithmann-Martiny, Internationales Privatrecht,

**Rn. 166**

4. Aufl. 1988, Rn. 786). Die charakteristischen Leistungen

**Rn. 167**

des Vertrages sind die Leistungspflichten der Beklagten.

**Rn. 168**

Diese bilden den Schwerpunkt des Alleinvertriebsvertrages.

**Rn. 169**

Bei den Leistungspflichten der Beklagten treten die Pflichten

**Rn. 170**

In den Vordergrund, wie die, den Absatz der Waren in Italien

**Rn. 171**

zu fördern und den Vertrieb in Italien zu organisieren.

**Rn. 172**

Diesen Pflichten steht im Wesentlichen lediglich die Pflicht

**Rn. 173**

der Klägerin gegenüber, mit der Beklagten Einzelverträge über

**Rn. 174**

die Lieferung von Schrägaufzügen abzuschließen.

**Rn. 175**

Nach italienischem Recht richtet sich die Vertragsauslegung

**Rn. 176**

nach Art. 1362 bis 1371 codice civile. Nach der Grundsatz-

**Rn. 177**

regel des Art. 1362 codice civile ist bei der Auslegung des

**Rn. 178**

Vertrages der wahre Wille der Parteien zu erforschen. Nach

**Rn. 179**

§ 1362 sind die einzelnen Vereinbarungen mit Hilfe der

**Rn. 180**

anderen auszulegen. Unter Berücksichtigung dieser Vor-

**Rn. 181**

schriften ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, daß nach

**Rn. 182**

dem Willen der Parteien die Verkaufs- und Lieferbedingungen

**Rn. 183**

der Klägerin nicht für die Kaufpreiszahlung gelten sollten.

**Rn. 184**

in § 14 des Alleinvertriebsvertrages haben die Parteien die

**Rn. 185**

Anwendung der Verkaufs- und Lieferbedingungen der Klägerin

**Rn. 186**

auf die einzelnen noch abzuschließenden Kaufverträge aus-

**Rn. 187**

drücklich nur für die Gewährleistung und die Lieferung, also

**Rn. 188**

die Pflichten der Klägerin vereinbart. Für die Nichteinbe-

**Rn. 189**

ziehung der Verkaufs- und Lieferbedingungen bezüglich der -

**Rn. 190**

Kaufpreiszahlung spricht auch, daß in dem Alleinvertriebs-

**Rn. 191**

vertrag die Parteien in §§ 6 bis 8 sehr detailliert die Zah-

**Rn. 192**

lungsmodalitäten wie Zahlungsweg und Zahlungsfristen bestimmt

**Rn. 193**

haben.

**Rn. 194**

Da die Parteien somit keine Erfüllungsortvereinbarung ge-

**Rn. 195**

troffen haben, richtet sich der Erfüllungsort der Kaufpreis-

**Rn. 196**

zahlung nach den gesetzlichen Vorschriften, nämlich entweder

**Rn. 197**

dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 11. April 1980

**Rn. 198**

über Verträge über den internationalen Warenkauf (UNKaufÜ),

**Rn. 199**

dem Italien seit dem 01 .01.1988 und die Bundesrepublik

**Rn. 200**

Deutschland seit dem 01.01.1991 beigetreten ist, sofern man

**Rn. 201**

auf die abgeschlossenen Einzelverträge abstellt oder das

**Rn. 202**

einheitliche Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher

**Rn. 203**

Sachen (EKG), wenn man auf den vor dem Beitritt der Staaten

**Rn. 204**

Italien und Bundesrepublik Deutschland liegenden Abschluß des

**Rn. 205**

Alleinvertriebsvertrages zwischen den Partelen abstellt. Da

**Rn. 206**

die Regelungen des Art. 59 EKG und des Art. 57 Abs. 1 a des

**Rn. 207**

UNKaufÜ letztlich im Ergebnis übereinstimmen, bedarf die

**Rn. 208**

Frage, ob auf die einzelnen Kaufverträge oder auf den Allein-

**Rn. 209**

vertriebsvertrag abzustellen ist, letztlich keiner Klärung.

**Rn. 210**

Nach beiden Vorschriften, die auch durch die abgeschlossenen

**Rn. 211**

Verträge nicht ausgeschlossen worden sind, da die Verkaufs-

**Rn. 212**

und Lieferbedingungen nach dem gesamten Charakter der ge-

**Rn. 213**

troffenen Regelungen auf die Kaufpreiszahlung, wie bereits

**Rn. 214**

erläutert, nicht anwendbar sind, ist der Erfüllungsort der

**Rn. 215**

Kaufpreiszahlung X, da die Kaufpreiszahlung eine Bring-

**Rn. 216**

schuld ist.

**Rn. 217**

Hinsichtlich der sonstigen örtlichen, sachlichen und funk-

**Rn. 218**

tionellen Zuständigkeit ergeben sich im vorliegenden Rechts-

**Rn. 219**

streit keine Besonderheiten und Bedenken.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 15.10.1992 – 16 O 66/91, ECLI:DE:LGDO:1992:1015.16O66.91.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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