nu:legal · recht.nulegal.eu

# Landgericht Dortmund, Urteil vom 10.09.1992 – 17 O 59/88

ECLI:DE:LGDO:1992:0910.17O59.88.00

## Tenor

Die Beklagten werden verurteilt. als Gesamtschuldner an die

Klägerin 6.000.00 DM (i.W.: sechstausend Deutsche Mark) nebst

Zinsen in Höhe von 2 %Punkten über dem jeweiligen Diskontsatz

der Deutschen Bundesbank. mindestens aber 4 %. seit dem

01.01.1987 zu zahlen.

Im übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits tragen die Klägerin zu 90 %

und die Beklagten zu 10 %.

Das Urteil ist für die Klägerin gegen Sicherheitsleistung in

Höhe von 10.000,00 DM und für die Beklagten gegen Sicherheitsleistung

in Höhe von 5.000,00 DM vorläufig vollstreckbar.

**Rn. 1**

T a t b e s t a n d

**Rn. 2**

Die Klägerin wurde am 19.05.1982 im St.-Johannes-Hospital der

**Rn. 3**

Beklagten zu 1) in E unter Leitung der Beklagten zu 2)

**Rn. 4**

- damals Oberärztin der Klinik, heute Chefärztin einer

**Rn. 5**

anderen Frauenklinik - geboren. Am Tag zuvor, dem 18.05.1982,

**Rn. 6**

war gegen 1.30 Uhr die stationäre Aufnahme der Mutter der

**Rn. 7**

Klägerin im K-Hospital -wegen vorzeitigen Blasensprungs

**Rn. 8**

in der 39. Schwangerschaftswoche erfolgt. Im Krankenblatt

**Rn. 9**

der Frauenklinik des K-Hospitals wurde als

**Rn. 10**

vaginaler Untersuchungsbefund bei der Aufnahme folgendes

**Rn. 11**

festgehalten:

**Rn. 12**

"Portio verstrichen, Muttermund für einen Finger eingängig,

**Rn. 13**

sakralwärts VT Kopf ballotiert, reichlich klares

**Rn. 14**

Fruchtwasser geht ab".

**Rn. 15**

Aufgrund dieses Befundes wurden strenge Bettruhe sowie

**Rn. 16**

Temperaturkontrollen angeordnet. Nachdem eine erneute

**Rn. 17**

vaginale Untersuchung am 18.05.1982 um 8.00 Uhr einen nahezu

**Rn. 18**

identischen Befund ergeben hatte, wurde .m 13.45 Uhr eine I

**Rn. 19**

Infusionslösung mit Wehenmitteln zur Geburtseinleitung

**Rn. 20**

appliziert. Da sich bis 16.20 Uhr keine wesentliche Befunds-

**Rn. 21**

änderung einstellte, wurde dieser Einleitungsversuch wieder

**Rn. 22**

aufgegeben. Auch bei einer erneuten vaginalen Untersuchung um

**Rn. 23**

21.00 Uhr am 18.05.1982 ergab sich kein veränderter Befund.

**Rn. 24**

Am Morgen des 19.05.1982 gegen 6.15 Uhr traten dann bei der

**Rn. 25**

Mutter der Klägerin spontane Wehen ein, um 8.00 Uhr war die

**Rn. 26**

Portio verstrichen und der Muttermund auf 2 cm bis 3 cm eröffnet.

**Rn. 27**

Wegen des zu diesem Zeitpunkt über 24 Stunden zurückliegenden

**Rn. 28**

Blasensprunges wurde eine Antibiotika-Behandlung

**Rn. 29**

begonnen, ab 10.00 Uhr wurden die Wehen mittels Wehentropfs

**Rn. 30**

intensiviert und um 15.10 Uhr erhielt die Kindesmutter auf

**Rn. 31**

Wunsch eine Periduralanästhesie. Die Körpertemperatur der

**Rn. 32**

Kindesmutter betrug um 15.30 Uhr 38,2 Grad Celsius axillar

**Rn. 33**

und 39,6 Grad Celsius rektal, um 16.10 Uhr ergab die axillare

**Rn. 34**

Temperaturmessung 37,5 Grad Celsius.

**Rn. 35**

Während es zwischen 12.55 Uhr und 16.00 Uhr zu einem Geburtsstillstand

**Rn. 36**

gekommen war, hatte sich in der Folgezeit zwischen

**Rn. 37**

16.00 Uhr und 17.30 Uhr der Muttermund der Kindesmutter vollständig

**Rn. 38**

eröffnet, bis 17.45 Uhr war der kindliche Kopf am

**Rn. 39**

Beckeneingang in die Beckenmitte getreten, wobei er sich in

**Rn. 40**

hinterer Hinterhauptlage befand. Von 17.20 Uhr bis zur Geburt

**Rn. 41**

der Klägerin wurde das CTG kontinuierlich registriert, wobei

**Rn. 42**

sich keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Kindes ergaben.

**Rn. 43**

Um 18.10 Uhr führte sodann die Beklagte zu 2), die die

**Rn. 44**

Geburt der Klägerin geleitet hatte, wegen Geburtsstillstandes

**Rn. 45**

in Beckenmitte bei hinterer Hinterhauptlage nach linkslateraler

**Rn. 46**

Episiotomie eine Forceps- (Zangen-) Entbindung

**Rn. 47**

durch. Nach dem Geburtsprotokoll handelte es sich um die

**Rn. 48**

"schwierige Entwicklung eines schlaffen Mädchens". Das Gewicht

**Rn. 49**

der Klägerin betrug bei ihrer Geburt 2.950 g, die

**Rn. 50**

Apgar-Werte lagen nach einer Minute bei 8, nach fünf Minuten

**Rn. 51**

bei 9 und nach zehn Minuten bei 10. Nach der Geburt wurde bei

**Rn. 52**

der Klägerin eine ausgeprägte Geburtsgeschwulst mit

**Rn. 53**

Schwellung der rechten Kopfhälfte und des rechten Auges, eine

**Rn. 54**

Erb'sche Plexusparese sowie eine Zwerchfellparese mit Zwerch-

**Rn. 55**

fellhochstand festgestellt. Allgemein wurde bei der kinderärztlichen

**Rn. 56**

Untersuchung der Klägerin am 21.05.1982 ein reduzierter

**Rn. 57**

Allgemeinzustand festgestellt, auch zeichnete sich

**Rn. 58**

das Kind durch eine Trinkschwäche aus. Infolge der Plexusparese

**Rn. 59**

wurde die Klägerin in die Kinderklinik E verlegt,

**Rn. 60**

wo sie sich bis zum 11.06.1982 in stationärer Behandlung

**Rn. 61**

befand. Bei der Entlassung der Klägerin aus der

**Rn. 62**

Kinderklinik war keine Beweglichkeitseinschränkung des linken

**Rn. 63**

Armes mehr feststellbar, auch waren die internistischen und

**Rn. 64**

neurologischen Befunde bis auf eine Zwerchfellparese links

**Rn. 65**

unauffällig. Auch die Geburtsgeschwulst hatte sich in den

**Rn. 66**

ersten Lebenstagen spontan wieder zurückgebildet.

**Rn. 67**

Die Klägerin leidet heute an einem therapierefraktären

**Rn. 68**

prozeßhaft verlaufenden cerebralen Anfallsleiden im Sinne

**Rn. 69**

einer Herdepilepsie, das im Alter der Klägerin von 13 Monaten

**Rn. 70**

erstmals festgestellt wurde und seitdem insgesamt vier Gehirnoperationen

**Rn. 71**

bis zu hemisphärektomie erforderlich machte.

**Rn. 72**

Die Klägerin, die dieses Anfallsleiden auf traumatische Einwirkungen

**Rn. 73**

während der Zangenentbindung zurückführt, nimmt die

**Rn. 74**

Beklagten auf den Ersatz materiellen und immateriellen

**Rn. 75**

Schadens infolge geburtshilflicher Behandlungsfehler im

**Rn. 76**

Rahmen ihrer Geburt am 19.05.1982 in Anspruch.

**Rn. 77**

Die Klägerin sieht einen Behandlungsfehler einmal darin, daß

**Rn. 78**

ihre Entbindung mittels der Zange erfolgte. Die Diagnose

**Rn. 79**

"Geburtsstillstand" sei falsch, weiteres Zuwarten mit der

**Rn. 80**

Entbindung zur Herbeiführung einer Spontangeburt indiziert

**Rn. 81**

gewesen. Zumindest sei der Zangeneinsatz wegen seiner Gefähr-

**Rn. 82**

lichkeit unverhältnismäßig gewesen, da keine akut bedrohliche

**Rn. 83**

Situation, die die sofortige Geburtsbeendigung erfordert hätte,

**Rn. 84**

vorgelegen habe. Selbst bei Geburtsstillstand sei ange- ,

**Rn. 85**

sichts der Lage der Klägerin eine Schnittentbindung statt der

**Rn. 86**

vorgenommenen Zangenentbindung indiziert gewesen. Zudem sei

**Rn. 87**

die Mutter der Klägerin nicht über das beabsichtigte

**Rn. 88**

operative Vorgehen mittels der Zange zuvor aufgeklärt worden,

**Rn. 89**

ebenso wenig über die damit - vor allem für die Klägerin verbundenen

**Rn. 90**

Risiken. Bei gebotener Aufklärung hätte die

**Rn. 91**

Kindesmutter sich für eine die Klägerin möglichst schonende

**Rn. 92**

Entbindung - entweder weiteres Zuwarten oder Schnittentbindung

**Rn. 93**

- entschieden.

**Rn. 94**

Die Klägerin beantragt,

**Rn. 95**

1. die Beklagten zu verurteilen, als Gesamtschuldner an

**Rn. 96**

die Klägerin aufgrund der geburtshilflichen Fehlbehandlung

**Rn. 97**

vom 19.05.1982 ein Schmerzensgeld nach Er-

**Rn. 98**

messen des Gerichts, jedoch mindestens 40.000,00 DM,

**Rn. 99**

nebst Zinsen in Höhe von 2 %Punkten über dem jeweiligen

**Rn. 100**

Diskontsatz der Deutschen Bundesbank,

**Rn. 101**

mindestens aber 4 %seit dem 01.10.1987, zu zahlen;

**Rn. 102**

2. festzustellen, daß die Beklagten der Klägerin als

**Rn. 103**

Gesamtschuldner jeden weiteren Schaden zu ersetzen

**Rn. 104**

haben, soweit Ersatzansprüche nicht auf dritte

**Rn. 105**

Leistungsträger übergegangen sind oder noch übergehen.

**Rn. 106**

Die Beklagten beantragen,

**Rn. 107**

die Klage abzuweisen.

**Rn. 108**

Die Beklagten bestreiten jedes ärztliche Fehlverhalten der

**Rn. 109**

Beklagten zu 2) bei der Leitung der Geburt der Klägerin. Sie

**Rn. 110**

behaupten, daß in den späten Nachmittagsstunden des

**Rn. 111**

19.05.1982 die Indikation zur operativen Geburtsbeendigung

**Rn. 112**

gegeben gewesen sei, und zwar aufgrund der vorliegenden

**Rn. 113**

Einstellungsanomalie der hinteren Hinterhauptlage der

**Rn. 114**

Klägerin. Ein weiteres Zuwarten hätte die Risiken des

**Rn. 115**

Amnioninfektes und einer kindlichen Asphyxie gefährlich

**Rn. 116**

erhöht. Die Beklagte zu 2) habe auch über eine außerordentliche

**Rn. 117**

Erfahrung und Kompetenz in der Entbindung mittels Zange

**Rn. 118**

verfügt. Eine Schnittentbindung sei zwar möglich gewesen,

**Rn. 119**

hätte aber unter Umständen zu lebensgefährlichen Komplikationen

**Rn. 120**

bei der Mutter der Klägerin, aber auch bei der

**Rn. 121**

Klägerin selbst geführt. In diesem Zusammenhang weisen die

**Rn. 122**

Beklagten darauf hin, daß bei der Kindesmutter zum Zeitpunkt

**Rn. 123**

der Geburtsbeendigung eine Temperatur von 39,7 Grad Celsius

**Rn. 124**

bestanden habe, im übrigen sei die Mortalität bei Schnitt-

**Rn. 125**

entbindungen generell höher als bei einer Zangenextraktion.

**Rn. 126**

Für das Kind bestehe im Falle einer Kaiserschnittentbindung

**Rn. 127**

eine erhöhte Disposition zum Atemnotsyndrom, da die

**Rn. 128**

intrapartale Kompression fehle, auch bestehe die Möglichkeit

**Rn. 129**

einer Hypoxie sub operatione als Folge eines

**Rn. 130**

Rückenlageschock-Syndroms der anaesthesierten Mutter sowie die

**Rn. 131**

einer kindlichen Atemdepression als Folge der Anaesthesie. Die

**Rn. 132**

bei der Klägerin nach der Geburt festgestellten Verletzungen

**Rn. 133**

im Kopf- und Schulterbereich seien harmlos und könnten selbst

**Rn. 134**

bei normal verlaufenden Spontangeburten auftreten. Eine Ver-

**Rn. 135**

bindung zu den später bei der Klägerin festgestellten Gehirnschäden

**Rn. 136**

bestehe nicht.

**Rn. 137**

Zur Aufklärung der Kindesmutter über die von der Beklagten

**Rn. 138**

zu 2) gewählte Entbindungsmethode führen die Beklagten aus,

**Rn. 139**

daß eine Aufklärung zwar nicht dokumentiert, gleichwohl aber

**Rn. 140**

erfolgt sei. Die Beklagte zu 2) habe nämlich in derartigen

**Rn. 141**

Fällen und auch im Fall der Mutter der Klägerin die von ihr

**Rn. 142**

beabsichtigte Vorgehensweise der Kindesmutter in verständlicher

**Rn. 143**

Form erläutert. Im übrigen sei zu berücksichtigen, daß

**Rn. 144**

es sich um die Entscheidungsfindung in einer Notfallage am

**Rn. 145**

Ende einer langen Geburt gehandelt habe, dementsprechend habe

**Rn. 146**

sich die Kindesmutter in einem körperlich und seelisch geschwächten

**Rn. 147**

Zustand befunden. Auch habe für sie eine echte

**Rn. 148**

Wahlmöglichkeit zwischen zwei Therapiearten nicht mehr bestanden,

**Rn. 149**

und zwar aufgrund des unverhältnismäßig großen

**Rn. 150**

Risikos einer Schnittentbindung für die Mutter der Klägerin.

**Rn. 151**

Die Kammer hat aufgrund des Beweisbeschlusses vom 27.12.1988

**Rn. 152**

Beweis erhoben durch Vernehmung der Zeugin T,

**Rn. 153**

durch schriftliche Sachverständigengutachten der Sachverständigen

**Rn. 154**

C und Prof. E2 sowie durch

**Rn. 155**

mündliche Anhörung des Sachverständigen E2.

**Rn. 156**

Wegen der Einzelheiten des Beweisbeschlusses wird Bezug genommen

**Rn. 157**

auf BI. 90 bis 92 der Gerichtsakte, wegen des Ergebnisses

**Rn. 158**

der Beweisaufnahme wird Bezug genommen auf das

**Rn. 159**

Sitzungsprotokoll vom 18. Juni 1990 (Bl. 146 bis 154 d.A.)

**Rn. 160**

sowie auf das schriftliche Gutachten der Sachverständigen

**Rn. 161**

C und E2 vorn 10.01.1990 (Bl. 122

**Rn. 162**

bis 130 d.A.). Weiterhin hat die Kammer Beweis erhoben aufgrund

**Rn. 163**

des Beweisbeschlusses vom 18.06.1990 - wegen dessen

**Rn. 164**

Einzelheiten auf BI. 153 und 154 der Gerichtsakte Bezug genommen

**Rn. 165**

wird durch Einholung der schriftlichen Sachverständigengutachten der Sachverständigen H und

**Rn. 166**

Q. Wegen des Ergebnisses dieses Teils der Beweisaufnahme

**Rn. 167**

wird Bezug genommen auf die schriftlichen Gutachten

**Rn. 168**

H vom 18.11.1991 (BI. 187 bis 197 d.A.) sowie

**Rn. 169**

Q vom 07.04.1992 (BI. 199 bis 216 d.A.). Wegen der

**Rn. 170**

weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf

**Rn. 171**

die Sitzungsniederschrift vom 10.09.1992 sowie auf die sich

**Rn. 172**

bei den Akten - BI. 18 bis 27 d.A. - befindenden Kranken-

**Rn. 173**

unterlagen über die Entbindung der Klägerin Bezug genommen.

**Rn. 174**

Weiterhin hat die Kammer das Privatgutachten des Sachverständigen

**Rn. 175**

W zu Beweiszwecken herangezogen.

**Rn. 176**

Wegen der Einzelheiten dieses Gutachtens wird auf BI. 28 bis

**Rn. 177**

38 der Gerichtsakte Bezug genommen.

**Rn. 178**

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e

**Rn. 179**

Die Klage ist nur zu einem Teil begründet.

**Rn. 180**

Die Klägerin kann von den Beklagten als Gesamtschuldnern

**Rn. 181**

gemäß §§ 823 Abs. 1, 831 Abs. 1 S. 1 , 847 Abs. 1 BGB unter

**Rn. 182**

dem Gesichtspunkt des Aufklärungsverschuldens ein Schmerzensgeld

**Rn. 183**

in Höhe von 6.000,00 DM für die infolge der Zangenentbindung

**Rn. 184**

eingetretenen Verletzungen in Form einer ausgeprägten

**Rn. 185**

Geburtsgeschwulst sowie der festgestellten Plexusparese ver-

**Rn. 186**

langen.

**Rn. 187**

Die Beklagten haben nämlich den ihnen obliegenden Beweis, daß

**Rn. 188**

die Mutter der Klägerin vor der Forceps-Entbindung durch die

**Rn. 189**

Beklagte zu 2) über diesen von ihr geplanten Eingriff und die

**Rn. 190**

alternative Möglichkeit einer Schnittentbindung aufgeklärt worden ist

**Rn. 191**

nicht führen können.

**Rn. 192**

Sowohl aus dem Gutachten der Sachverständigen C und

**Rn. 193**

E2 in Verbindung mit der mündlichen Anhörung des

**Rn. 194**

Sachverständigen E2 als auch aus dem schriftlichen

**Rn. 195**

Privatgutachten des Sachverständigen W ergibt sich

**Rn. 196**

nämlich, daß zwar einerseits die von der Beklagten zu 2)

**Rn. 197**

vorgenommene Zangenentbindung im vorliegenden Fall nicht

**Rn. 198**

eindeutig kontraindiziert war und noch im ärztlichen Er-

**Rn. 199**

messensspielraum der Beklagten zu 2) lag, andererseits aber auch eine

**Rn. 200**

Schnittentbindung in Betracht gekommen wäre, die ebenfalls

**Rn. 201**

nicht eindeutig kontraindiziert war. Da somit zwei ver-

**Rn. 202**

schiedene Möglichkeiten operativer Geburtsbeendigung zur Wahl

**Rn. 203**

standen, die nach den insoweit überzeugenden Ausführungen des

**Rn. 204**

Sachverständigen E2 im Rahmen seiner mündlichen

**Rn. 205**

Anhörung vor der Kammer mit jeweils unterschiedlichen Risiken

**Rn. 206**

für die Mutter und das Kind verbunden waren deutlich ver-

**Rn. 207**

größertes Risiko für die Mutter bei einer Schnittentbindung

**Rn. 208**

gegenüber einem deutlich vergrößerten Risiko für das Kind bei

**Rn. 209**

einer Zangenentbindung - erforderte die Wahl der Entbindungs-

**Rn. 210**

methode durch die Beklagte zu 2) eine entsprechende Selbstbestimmungsaufklärung

**Rn. 211**

der Kindesmutter vor Durchführung des

**Rn. 212**

Eingriffs. Insbesondere die Aufklärungspflicht hinsichtlich

**Rn. 213**

einer alternativ möglichen Schnittentbindung ist in der obergerichtlichen

**Rn. 214**

Rechtsprechung ebenfalls für den Fall einer

**Rn. 215**

anderweitigen operativen Geburtsbeendigung bereits mehrfach

**Rn. 216**

bejaht worden (Oberlandesgericht Braunschweig, VersR 1988,

**Rn. 217**

Seite 382, Seite 383; Oberlandesgericht Düsseldorf, VersR

**Rn. 218**

1986, Seite 474, Seite 475). Dabei ging es in dem vom Ober-

**Rn. 219**

landesgericht Düsseldorf entschiedenen Fall um die Durchführung

**Rn. 220**

einer Vakuumextraktion ohne Aufklärung über die

**Rn. 221**

Möglichkeit einer Schnittentbindung und in dem vom Oberlandesgericht

**Rn. 222**

Braunschweig entschiedenen Fall um die Durchführung

**Rn. 223**

einer Geburt mittels Manualhilfe ohne Aufklärung über

**Rn. 224**

die alternative Möglichkeit der Schnittentbindung. Zwar ist

**Rn. 225**

vom Oberlandesgericht Hamm (VersR 1983, Seite 565 f.) das

**Rn. 226**

Bestehen einer Aufklärungspflicht hinsichtlich einer alter-

**Rn. 227**

nativ möglichen Schnittentbindung verneint worden, der dort

**Rn. 228**

entschiedene Fall betraf allerdings nicht die Wahl zwischen

**Rn. 229**

zwei operativen Verfahren der Geburtsbeendigung, vielmehr

**Rn. 230**

ging es um die Frage, ob auch im Falle natürlicher Geburtsbeendigung

**Rn. 231**

durch Spontangeburt über die alternative Möglichkeit

**Rn. 232**

einer Schnittentbindung aufklärt werden muß. Zudem war

**Rn. 233**

zum Zeitpunkt der Entscheidung des Oberlandesgerichts die

**Rn. 234**

Schnittentbindung ärztlicherseits noch nicht als gleichwertige

**Rn. 235**

Alternative zur Spontangeburt betrachtet und nur von

**Rn. 236**

einem kleinen Kreis von Geburtshelfern angewendet worden

**Rn. 237**

(vgl. hierzu Oberlandesgericht Braunschweig, VersR 1988,

**Rn. 238**

Seite 383).

**Rn. 239**

Den damit erforderlichen Beweis genügender Aufklärung der

**Rn. 240**

Kindesmutter haben die Beklagten nicht führen können. Zwar

**Rn. 241**

hat die Zeugin T eine allgemeine Übung der Beklagten

**Rn. 242**

zu 2) bekundet, vor jedem operativen Eingriff ein

**Rn. 243**

aufklärendes Gespräch mit der Patientin zu führen. Dem kommt

**Rn. 244**

zwar erhebliche Indizwirkung zu, angesichts des substantiierten

**Rn. 245**

anderslautenden Vortrages der Kindesmutter im Rahmen

**Rn. 246**

ihrer Anhörung vor der Kammer - sie habe wohl mitbekommen,

**Rn. 247**

daß sich Ärzte über den Einsatz einer Zange besprochen

**Rn. 248**

hätten, mit ihr sei darüber aber nicht gesprochen worden- reichen

**Rn. 249**

diese allgemeinen Angaben der Zeugin T aber

**Rn. 250**

nicht aus, um die sichere Überzeugung davon zu gewinnen, daß

**Rn. 251**

die Kindesmutter seinerzeit, tatsächlich von der Beklagten

**Rn. 252**

zu 2) über die Alternative der Schnittentbindung aufgeklärt

**Rn. 253**

worden ist. Eine Aufklärungsdokumentation fehlt.

**Rn. 254**

Weiterhin hat die Kindesmutter auch genügend substantiiert

**Rn. 255**

vorgetragen, im Falle gebotener Aufklärung die Möglichkeit

**Rn. 256**

einer Schnittentbindung gewählt und sich gegen die dann

**Rn. 257**

durchgeführte Zangenentbindung entschieden zu haben. Der der

**Rn. 258**

Klägerin insoweit obliegenden Substantiierungslast (vgl. BGH

**Rn. 259**

VersR 1986, Seite 582) ist dann genügt, wenn sie plausibel

**Rn. 260**

darlegt, daß ihre Mutter bei ordnungsgemäßer Aufklärung in

**Rn. 261**

einem echten Entscheidungskonflikt gestanden hätte. Dabei ist

**Rn. 262**

die Substantiierungslast um so größer, je weniger nachvollziehbar

**Rn. 263**

die Gründe für die von der Klägerin behauptete Ent-

**Rn. 264**

scheidung ihrer Mutter sind (vgl. Oberlandesgericht .

**Rn. 265**

Braunschweig, VersR 1988, Seite 384). Diesen Anforderungen

**Rn. 266**

genügt der Sachvortrag der Klägerin, die Kindesmutter hätte

**Rn. 267**

sich bei gebotener Aufklärung für eine das Kind möglichst

**Rn. 268**

schonende Entbindung und damit für ein weiteres Abwarten oder

**Rn. 269**

gegebenenfalls für eine Schnittentbindung entschieden. Dieser

**Rn. 270**

Vortrag der Klägerin ist von der Kindesmutter zumindest hin-

**Rn. 271**

sichtlich der Entscheidung der Schnittentbindung im Rahmen

**Rn. 272**

ihrer Anhörung vor der Kammer bestätigt worden. Ein derartiger

**Rn. 273**

Entscheidungskonflikt ist auch ohne weiteres nachvollziehbar,

**Rn. 274**

und zwar schon aufgrund der erheblich unterschiedlichen

**Rn. 275**

Risiken für das Kind einerseits und die Kindes-

**Rn. 276**

mutter andererseits, die in einem derartigen Fall eine Entscheidung

**Rn. 277**

der Kindesmutter erforderlich machen, welches

**Rn. 278**

Risiko sie einzugehen gedenkt, wobei eine Entscheidung für

**Rn. 279**

ein größeres eigenes Risiko und gegen ein erhöhtes Risiko für

**Rn. 280**

das Kind sehr naheliegt (vgl. hierzu auch OLG Braunschweig,

**Rn. 281**

VersR 1988, Seite 384).

**Rn. 282**

Die Kammer ist auch davon überzeugt, daß die nach der

**Rn. 283**

Geburt bei der Klägerin festgestellte Plexusparese sowie die

**Rn. 284**

Geburtsgeschwulst Folgen der Zangenentbindung sind. Dies hat

**Rn. 285**

insbesondere der Sachverständige W in seinem

**Rn. 286**

Privatgutachten nachvollziehbar dargelegt. Er hat ausgeführt,

**Rn. 287**

daß die kindlichen Verletzungen höchstwahrscheinlich in zwei

**Rn. 288**

Etappen entstanden sind, und zwar die Schädelverletzungen

**Rn. 289**

(Geburtsgeschwulst) als unmittelbare Auswirkung eines über-

**Rn. 290**

durchschnittlich hohen Druckes des linken Zangenlöffels auf

**Rn. 291**

die rechte Kopfhälfte der Klägerin, die Plexusparese dagegen

**Rn. 292**

als Folge einer aus der Zangenentbindung des kindlichen I

**Rn. 293**

Kopfes resultierenden Schulterdystokie, bedingt durch den

**Rn. 294**

sogenannten hohen Schulter-Geradstand. Dieser mache nämlich

**Rn. 295**

ein kräftiges Ziehen am kindlichen Kopf erforderlich, das zu

**Rn. 296**

einer Überdehnung und Verletzung der am Hals verlaufenden

**Rn. 297**

Nerven-Plexus führe. Diese Folgen wären jedenfalls bei einer

**Rn. 298**

Schnittentbindung nicht eingetreten, da es dabei zu keiner

**Rn. 299**

mechanischen Einwirkung auf den Kopf des Kindes kommt.

**Rn. 300**

Für diese Verletzungen hält die Kammer ein Schmerzensgeld in

**Rn. 301**

Höhe von 6.000,00 DM für angemessen, wobei auf die Plexusparese

**Rn. 302**

5.000,00 DM und auf die Geburtsgeschwulst 1.000,00 DM

**Rn. 303**

entfallen. Auch wenn sich diese Verletzungen bis zur Entlassung

**Rn. 304**

der Klägerin aus der Kinderklinik am 11.06.1982

**Rn. 305**

wieder zurückgebildet haben, ist doch von einer etwa dreiwöchigen

**Rn. 306**

deutlichen Beeinträchtigung des kindlichen Wohlbefindens~

**Rn. 307**

unmittelbar nach der Geburt und damit in einer

**Rn. 308**

Lebensphase auszugehen, in der das Kind in besonderer Weise

**Rn. 309**

hilflos und unfähig ist, die erlebten Schmerzen und Behinderungen

**Rn. 310**

zu verarbeiten. Daß das Kind infolge der durch

**Rn. 311**

die Zangengeburt erlittenen Verletzungen deutlich beeinträchtigt

**Rn. 312**

war, ergibt sich bereits aus der Kennzeichnung

**Rn. 313**

"schlaffes" Kind im Geburtsprotokoll.

**Rn. 314**

Dagegen steht nach dem überzeugenden Gutachten der Sachverständigen

**Rn. 315**

H und Q fest, daß das An-

**Rn. 316**

fallsleiden der Klägerin anlagebedingt und nicht auf die von

**Rn. 317**

der Beklagten zu 2) durchgeführte Entbindung mittels Zange zurückzuführen

**Rn. 318**

ist.

**Rn. 319**

Die Sachverständigen kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis,

**Rn. 320**

daß sich in den postoperativ entfernten Großhirnarealen aus

**Rn. 321**

dem Stirnhirn und dem somatosensorischen Block in der Großhirnrinde

**Rn. 322**

und subkortikal zahlreiche pathologische Nerven und

**Rn. 323**

Gliazellen finden, die aufgrund ihrer Größe, ihrer Form

**Rn. 324**

und ihrer Lokalisation als dysplastisch zu bezeichnen sind.

**Rn. 325**

Derartige Zellveränderungen - Micromißbildungen im Sinne von

**Rn. 326**

Hamartien - seien angeboren, es sei ausgeschlossen, daß

**Rn. 327**

solche pathologischen Zellen infolge einer traumatischen

**Rn. 328**

Einwirkung in der Perinatalperiode entstanden sein könnten.

**Rn. 329**

Als Ursache des Anfallsleidens, der Halbseitenlähmung und der

**Rn. 330**

mentalen Entwicklungsstörung der Klägerin sei vielmehr eine

**Rn. 331**

- höchstwahrscheinlich genetisch bedingte - cerebrale Bau-

**Rn. 332**

und Entwicklungsstörung im Sinne einer Hamartie und zellulären

**Rn. 333**

cortikalen Dysplasie neuropathologisch zu objektivieren.

**Rn. 334**

Dabei sei nicht eindeutig zu entscheiden, in welchem Maße es

**Rn. 335**

sich bei den neurologischen und psychomentalen Defiziten um

**Rn. 336**

konsecutive oder koordinierte Schäden handele. Es sei aber

**Rn. 337**

eindeutig objektivierbar, daß das Schadensbild der Klägerin

**Rn. 338**

anlagebedingt ist.

**Rn. 339**

Die Kammer hat keinen Zweifel an der Richtigkeit der überzeugenden

**Rn. 340**

Ausführungen der Sachverständigen H und

**Rn. 341**

Q. Beide Gutachten sind in sich und untereinander

**Rn. 342**

widerspruchsfrei und nachvollziehbar begründet. Es besteht

**Rn. 343**

auch kein Anlaß zu Zweifeln an der Sachkunde und Erfahrung

**Rn. 344**

dieser beiden Sachverständigen.

**Rn. 345**

Da somit feststeht, daß das Anfallsleiden der Klägerin bzw.

**Rn. 346**

die bei ihr später festgestellten rechtsseitigen Gehirnschäden

**Rn. 347**

nicht Folge der Zangenentbindung sind, ist der Feststellungsantrag

**Rn. 348**

(Klageantrag zu Ziffer 2.) unbegründet, da

**Rn. 349**

sich einerseits die geburtsbedingten Schäden bis zur Entlassung

**Rn. 350**

der Klägerin aus der Kinderklinik folgelos wieder

**Rn. 351**

zurückgebildet haben, andererseits das Leiden (Anfalls-

**Rn. 352**

leiden), das allein noch weitere Folgen bzw. Schäden befürchten

**Rn. 353**

läßt, nicht geburtsbedingt ist.

**Rn. 354**

Im Gegensatz zum Aufklärungsfehler kann ein Behandlungsfehler

**Rn. 355**

der Beklagten zu 2.) dadurch, daß sie die operative Geburts-

**Rn. 356**

beendigung mittels Forceps gewählt hat, nicht festgestellt

**Rn. 357**

werden. Den ihr insoweit obliegenden Beweis eines Behandlungsfehlers

**Rn. 358**

hat die Klägerin nicht führen können. Zwar sieht

**Rn. 359**

der Sachverständige W eine Verletzung des

**Rn. 360**

Gebotes der Verhältnismäßigkeit bei der Durchführung der

**Rn. 361**

Geburt mittels Zange darin, daß in der gegebenen Situation

**Rn. 362**

keine hinreichende Indikation bestanden habe, führt an

**Rn. 363**

gleicher Stelle aber aus, daß die Zangen-Extraktion im vorliegenden

**Rn. 364**

Fall zumindest bei gebotener Erfahrung des

**Rn. 365**

Operateurs nicht grundsätzlich bzw. eindeutig kontraindiziert

**Rn. 366**

oder fehlerhaft war und noch im Ermessensspielraum des

**Rn. 367**

Operateurs lag. Da die Beklagten die große Erfahrung der

**Rn. 368**

Beklagten zu 2.) auf dem Gebiet der Zangenentbindung unbestritten

**Rn. 369**

dargelegt haben, scheidet aber bereits auch unter

**Rn. 370**

Zugrundelegung der Ausführungen des Sachverständigen

**Rn. 371**

W ein Behandlungsfehler aus. In der Wahl der Be-

**Rn. 372**

handlungsmethode ist der Arzt nämlich im Rahmen des auch von

**Rn. 373**

W angesprochenen Ermessen- bzw. Beurteilungsspielraumes

**Rn. 374**

frei, es sei denn, das Schadensrisiko der von ihm

**Rn. 375**

gewählten Methode ist höher als das der Alternativmethode,

**Rn. 376**

ohne daß dem eine große Heilungschance der gewählten Behandlungsmethode

**Rn. 377**

gegenübersteht (Geiß, Arzthaftpflichtrecht,

**Rn. 378**

1989, Seite 53 f; BGH Versicherungsrecht 1988, Seite 82). Zu

**Rn. 379**

dieser Frage verhält sich das Gutachten W aber

**Rn. 380**

nicht eindeutig. Insbesondere werden zwar die Risiken der

**Rn. 381**

Zangenentbindung herausgearbeitet, nicht aber, welches Risiko

**Rn. 382**

für die Klägerin und die Kindesmutter bei längerem Zuwarten

**Rn. 383**

in. der Hoffnung auf eine Spontangeburt bzw. im Falle einer

**Rn. 384**

Schnittentbindung bestanden hätte, obwohl auch der Sachver-

**Rn. 385**

ständige W vom Vorliegen eines Amnioninfektionssyndroms

**Rn. 386**

ausgeht, das nach den Ausführungen der Sachverständigen

**Rn. 387**

C und E2 Lebensgefahr für

**Rn. 388**

Mutter und Kind bei einer perinatalen Letalität von ca. 10 %

**Rn. 389**

hervorrufen kann. Aus diesem Grunde sehen auch die beiden

**Rn. 390**

letztgenannten Gutachter in dem Vorgehen der Beklagten zu 2.)

**Rn. 391**

keinen Behandlungsfehler, kommen vielmehr zu dem Ergebnis, daß

**Rn. 392**

die Beendigung der Geburt mittels Forceps im Ermessensspielraum

**Rn. 393**

des Geburtshelfers lag.

**Rn. 394**

Die Kostenentscheidung folgt aus § 92 Abs. 1 Satz 1 ZPO.

**Rn. 395**

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt

**Rn. 396**

aus § 709 Satz 1 ZPO.

---

Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 10.09.1992 – 17 O 59/88, ECLI:DE:LGDO:1992:0910.17O59.88.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0.

Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

Quelle: nu:legal – recht.nulegal.eu · Aufbereitung unter CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/lizenz) · Ein Dienst der Nulegal GmbH

Crawlen und Zitieren sind ausdrücklich erlaubt. Vorbehalten ist allein die massenhafte Nutzung zu Trainingszwecken für KI-Systeme (§ 44b Abs. 3 UrhG); hierfür ist unsere Zustimmung erforderlich.

Source: nu:legal – recht.nulegal.eu · Curated layer under CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/license) · Operated by Nulegal GmbH, Potsdam.

Crawling and citation are permitted. Only bulk use for AI training is reserved (Section 44b(3) UrhG) and requires our consent.

Dieses Dokument: https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-dortmund/1992-09-10/17-o-59-88

---

nu:legal · recht.nulegal.eu · Nicht-amtliche Fassung. Maßgeblich ist die Fassung des Gerichts.
