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# Landgericht Dortmund, Urteil vom 24.07.1991 – 1 S 93/91

ECLI:DE:LGDO:1991:0724.1S93.91.00

## Tenor

Auf die Berufung des Klägers gegen das Urteil

des Amtsgerichts Dortmund vom 19.12.1990 wird

dieses teilweise abgeändert und wie folgt neu

gefaßt:

Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger

400,00 DM (i. W. vierhundert Deutsche Mark)

nebst 4 % Zinsen seit dem 11.07.1990 zu zahlen.

Im übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die weitergehende Berufung wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits werden gegeneinander aufgehoben.

**Rn. 1**

E n t s c he i d u n g s g r ü n d e

**Rn. 2**

Auf .die Darstellung des Tatbestandes wird gemäß § 543 Abs. 1 ZPO verzichtet.

**Rn. 3**

Der Kläger hat gegen den Beklagten einen Anspruch auf

**Rn. 4**

Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 400,00 DM gemäß

**Rn. 5**

§§ 847, 823 BGB.

**Rn. 6**

Durch die Benutzung der von dem Beklagten betriebenen

**Rn. 7**

Dampfsauna hat der Kläger eine Verbrennung am rechten

**Rn. 8**

Unterschenkel erlitten. Der Beklagte hat seine Verkehrssicherungspflichten

**Rn. 9**

verletzt. Der Beklagte hat in der mündlichen Verhandlung vom 24.07.1991 erklärt, daß zum Schutz vor Verbrennungen auf den Dampfrohren Plexiglaskappen angebracht seien, die mit einem Gewinde aufgeschraubt

**Rn. 10**

seien. Es komme ca. zehnmal im Jahr vor, daß die Abdeckhauben

**Rn. 11**

herunterfallen würden, wenn mutwillig dagegen getreten werde.

**Rn. 12**

Nach diesem Sachverhalt geht die Kammer davon aus, daß

**Rn. 13**

eine Verkehrssicherungspflichtverletzung zumindest darin

**Rn. 14**

zu sehen ist, daß der Beklagte nicht durch entsprechende

**Rn. 15**

Warnschilder darauf hinweist, sich nicht in der Nähe der

**Rn. 16**

Dampfrohre aufzuhalten.

**Rn. 17**

Die Kammer hält ein Schmerzensgeld in Höhe von 400,00 DM

**Rn. 18**

für angemessen. Nach dem ärztlichen Attest vom 10.06.1990

**Rn. 19**

hat der Kläger an der Außenseite des rechten Unterschenkels

**Rn. 20**

eine 2 cm große Verbrennung 2. Grades erlitten. Es wurde

**Rn. 21**

die Behandlung mit Rivanolumschlägen und Brandgel eingeleitet.

**Rn. 22**

Aus diesem Attest ergibt sich nicht, daß eine weitere

**Rn. 23**

Behandlung erforderlich war. Erstmals in der mündlichen

**Rn. 24**

Verhandlung vom 24.07.1991 hat der Kläger vorgetragen,

**Rn. 25**

daß die ärztliche Behandlung fünf Wochen gedauert habe.

**Rn. 26**

Nähere Angaben dazu hat er jedoch nicht gemacht.

**Rn. 27**

Die Kostenentscheidung beruht auf § 92 Abs. 1 ZPO.

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Zitiervorschlag: Landgericht Dortmund, Urteil vom 24.07.1991 – 1 S 93/91, ECLI:DE:LGDO:1991:0724.1S93.91.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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