nu:legal · recht.nulegal.eu

# Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 18.01.2012 – 8 Ta 13/12

ECLI:DE:LAGRLP:2012:0118.8TA13.12.0A

## Tenor

Die sofortige Beschwerde des Beklagten gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss des Arbeitsgerichts Koblenz vom 14.04.2011

5 Ca 1753/08 - wird kostenpflichtig als unzulässig verworfen.

## Gründe

**Rn. 1**

Die gemäß § 104 Abs. 3 ZPO an sich statthafte Beschwerde ist unzulässig.

**Rn. 2**

Gemäß § 569 Abs. 1 ZPO ist eine sofortige Beschwerde, soweit - wie vorliegend - keine andere Frist bestimmt ist, binnen einer Notfrist von zwei Wochen, beginnend mit der Zustellung der Entscheidung, einzulegen. Diese Frist hat der Beklagte versäumt.

**Rn. 3**

Der mit einer vollständigen und zutreffenden Rechtsmittelbelehrung versehene Kostenfestsetzungsbeschluss vom 14.04.2011 wurde dem Kläger ausweislich des Inhalts der Zustellungsurkunde am 16.04.2011 zugestellt. Die erst am 29.07.2011 beim Arbeitsgericht hiergegen eingereichte Beschwerde ist daher, worauf der Beklagte bereits mit Schreiben des Arbeitsgerichts vom 24.08.2011 ausdrücklich hingewiesen worden ist, verfristet.

**Rn. 4**

Dem Beklagten kann auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden. Zwar hat er in seinem Schriftsatz vom 15.08.2011 (vorsorglich) einen diesbezüglichen Antrag gestellt. Er hat jedoch weder ausreichend vorgetragen noch glaubhaft gemacht, dass er, wie in § 233 ZPO vorausgesetzt, ohne Verschulden verhindert war, die Beschwerde fristgemäß einzulegen. Seine Vorbringen, er sei aufgrund einer Erkrankung und aufgrund der Einnahme von starken Schmerzmitteln vielfach und über längere Zeitspannen hinweg unkonzentriert, übermüdet und schlapp, was ihn in der Erledigung seiner Arbeiten beeinträchtige, erweist sich als völlig unsubstantiiert.

**Rn. 5**

Die sofortige Beschwerde war von daher mit der sich aus § 97 Abs. 1 ZPO ergebenden Kostenfolge zurückzuweisen.

**Rn. 6**

Für die Zulassung der Rechtsbeschwerde besteht keine Veranlassung. Diese Entscheidung ist daher unanfechtbar.

---

Zitiervorschlag: Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 18.01.2012 – 8 Ta 13/12, ECLI:DE:LAGRLP:2012:0118.8TA13.12.0A

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0.

Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

Quelle: nu:legal – recht.nulegal.eu · Aufbereitung unter CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/lizenz) · Ein Dienst der Nulegal GmbH

Crawlen und Zitieren sind ausdrücklich erlaubt. Vorbehalten ist allein die massenhafte Nutzung zu Trainingszwecken für KI-Systeme (§ 44b Abs. 3 UrhG); hierfür ist unsere Zustimmung erforderlich.

Source: nu:legal – recht.nulegal.eu · Curated layer under CC BY 4.0 (recht.nulegal.eu/license) · Operated by Nulegal GmbH, Potsdam.

Crawling and citation are permitted. Only bulk use for AI training is reserved (Section 44b(3) UrhG) and requires our consent.

Dieses Dokument: https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lag-rheinland-pfalz/2012-01-18/8-ta-13-12

---

nu:legal · recht.nulegal.eu · Nicht-amtliche Fassung. Maßgeblich ist die Fassung des Gerichts.
