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# Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Beschluss vom 08.01.2001 – 7 Ta 533/00

ECLI:DE:LAGD:2001:0108.7TA533.00.00

## Tenor

Die Beschwerde der Rechtsanwälte Sch., W., N.

und K. gegen den Streitwertbeschluss des Arbeitsgerichts

Duisburg vom 13.11.2000 wird zurückgewiesen.

Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei.

**Rn. 1**

G R Ü N D E:

**Rn. 2**

A.

**Rn. 3**

In einem Abmahnungsrechtsstreit haben sich die Parteien, nachdem die Beklagte in

**Rn. 4**

der Verhandlung erklärt hatte, dass eine betriebsbedingte Kündigung des Klägers

**Rn. 5**

beabsichtigt sei, vergleichsweise u.a. auf eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses

**Rn. 6**

gegen Zahlung einer Abfindung geeinigt.

**Rn. 7**

Das Arbeitsgericht hat für diese Regelung den Streitwert auf 3 Monatseinkommen des

**Rn. 8**

Klägers festgesetzt. Mit der Beschwerde verfolgen seine Prozessbevollmächtigten das

**Rn. 9**

Ziel, den Wert insoweit unter Zugrundelegung von § 9 ZPO auf das 3 1/2fache Jahres-

**Rn. 10**

einkommen festsetzen zu lassen, hilfsweise auf den das Dreimonatseinkommen über-

**Rn. 11**

steigenden Wert der Abfindung.

**Rn. 12**

B.

**Rn. 13**

Die zulässige Beschwerde (§§ 25 Abs. 3 GKG; 9 Abs. 2 BRAGO) ist erfolglos.

**Rn. 14**

Der Auffassung des Arbeitsgerichts, dass § 12 Abs. 7 Satz 1 ArbGG auch dann zur

**Rn. 15**

Anwendung kommt, wenn der Vereinbarung einer Aufhebung des Arbeitsverhältnisses

**Rn. 16**

gegen Zahlung einer Abfindung, wie hier, kein Kündigungsschutzverfahren vorauf-

**Rn. 17**

gegangen war, ist beizutreten (siehe für den Fall einer ausschließlich außergerichtlichen Anwaltstätigkeit die in dem Nichtabhilfebeschluss zitierte BAG-Entscheidung NZA 2000, 1246). Auch die Beschwerdekammer hat dies stets nicht anders gesehen

**Rn. 18**

(zuletzt: Beschluss vom 26.11.1998 7 Ta 393/98 -).

**Rn. 19**

Der von den Beschwerdeführern mitgeteilten Auffassung von Meier (Lexikon der Streit-

**Rn. 20**

werte im Arbeitsrecht, Rdz. 11, 12), die Vereinbarung einer Auflösung des Arbeitsver-

**Rn. 21**

hältnisses gegen Zahlung einer Abfindung führe sogar, wenn sie in einem Kündigungs-

**Rn. 22**

schutzprozess getroffen worden ist, zu einer Erhöhung des für die Anwaltsgebühren

**Rn. 23**

zugrundezulegenden Streitwerts um den Abfindungsbetrag, kann nicht beigepflichtet werden. Eine Abfindungsregelung ist Teil des Kündigungsschutzverfahrens, auch wenn

**Rn. 24**

zuvor ein entsprechender Antrag nicht gestellt worden war. Eine besondere Bewertung scheidet wegen der ausdrücklichen gesetzlichen Regelung (§ 12 Abs. 7 S. 1 ArbGG

**Rn. 25**

a.E.) aus (vgl. den Beschluss der Beschwerdekammer vom 24.08.2000 7 Ta

**Rn. 26**

303/00 -).

**Rn. 27**

Nach alledem hat das Arbeitsgericht die Auflösungsvereinbarung zu Recht mit dem Dreimonatseinkommen des Klägers bewertet und die Abfindungszahlung streitwertmäßig unberücksichtigt gelassen.

**Rn. 28**

Da das Arbeitsgericht auch die übrigen Vergleichsregelungen zutreffend bewertet hat

**Rn. 29**

- insoweit erheben die Beschwerdeführer auch keine Einwendungen -, konnte die Beschwerde insgesamt keinen Erfolg haben.

**Rn. 30**

Gegen diesen Beschluss findet keine weitere Beschwerde statt (§ 78 Abs. 2 ArbGG).

**Rn. 31**

gez. Dr. Rummel

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Zitiervorschlag: Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Beschluss vom 08.01.2001 – 7 Ta 533/00, ECLI:DE:LAGD:2001:0108.7TA533.00.00

Quelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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