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# Amtsgericht Wuppertal, Beschluss vom 02.06.2025 – 43 M 3164/24

ECLI:DE:AGW:2025:0602.43M3164.24.00

## Tenor

Die Erinnerung der Gläubigerin vom 26.11.2024 wird zurückgewiesen.

Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei. Kosten werden nicht erstattet.

## Gründe

**Rn. 2**

Die Kostenerinnerung der Gläubigerin ist zwar gemäß § 5 Abs. 2 GvKostG iVm § 766

**Rn. 3**

Abs. 2 ZPO zulässig, jedoch unbegründet.

**Rn. 4**

Die Kostenrechnung des Gerichtsvollziehers vom 22.11.2024 ist nicht zu

**Rn. 5**

beanstanden. Insbesondere ist es nicht zu beanstanden, dass der Gerichtsvollzieher

**Rn. 6**

Dritteinkünfte eingeholt hat und die in diesem Zusammenhang entstandenen

**Rn. 7**

Gebühren KV 440 und 708 GvKostG abgerechnet hat.

**Rn. 8**

Denn die Gläubigerin hatte in ihrem Vollstreckungsauftrag vom 21.10.2024

**Rn. 9**

widersprüchliche Angaben gemacht.

**Rn. 10**

Zwar hatte sie in Modul O angegeben, dass Drittauskünfte (Modul M) nur eingeholt

**Rn. 11**

werden sollen, wenn der Schuldner zur Abgabe der Vermögensauskunft nicht bereit

**Rn. 12**

bzw. nicht anwesend ist. Auf diese Angabe stützt die Gläubigerin ihre Erinnerung.

**Rn. 13**

Denn da der Schuldner hier tatsächlich die Vermögensauskunft abgegeben hat, ist

**Rn. 14**

sie der Meinung, die Drittauskünfte hätten nicht eingeholt werden dürfen.

**Rn. 15**

Im Modul N hatte die Gläubigerin jedoch angegeben, dass die Drittauskünfte nur

**Rn. 16**

dann nicht eingeholt werden sollen, wenn bei einer Vollstreckung in die in der

**Rn. 17**

Vermögensauskunft aufgeführten Vermögensgegenstände eine vollständige

**Rn. 18**

Befriedigung zu erwarten ist. Da eine vollständige Befriedigung vorliegend nicht zu

**Rn. 19**

erwarten war, hat der Gerichtsvollzieher aufgrund der Angaben im Modul N die

**Rn. 20**

Drittauskünfte eingeholt.

**Rn. 21**

Wenn die Gläubigerin im Vollstreckungsauftrag widersprüchliche Angaben macht,

**Rn. 22**

muss sie damit rechnen, dass der Gerichtsvollzieher entweder der einen oder der

**Rn. 23**

anderen Anweisung folgt. Das Risiko, dass der Gerichtsvollzieher die Variante wählt,

**Rn. 24**

die die Gläubigerin (jedenfalls retrospektiv) nicht präferiert hätte, geht zu ihren

**Rn. 25**

Lasten.

**Rn. 26**

Die Kostenentscheidung folgt aus § 5 Abs. 2 Satz 2 GvKostG iVm § 66 Abs. 9 GKG.

**Rn. 27**

Rechtsbehelfsbelehrung:

**Rn. 28**

Gegen diesen Beschluss ist die Beschwerde statthaft, wenn der Wert des

**Rn. 29**

Beschwerdegegenstands 200 Euro übersteigt. Die Beschwerde ist bei dem

**Rn. 30**

Amtsgericht Wuppertal, Eiland 2, 42103 Wuppertal, schriftlich in deutscher Sprache

**Rn. 31**

oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle eines jeden Amtsgerichts einzulegen.

**Rn. 32**

Eine schriftlich eingelegte Beschwerde ist zu unterzeichnen.

**Rn. 33**

Hinweis zum elektronischen Rechtsverkehr:

**Rn. 34**

Die Einlegung ist auch durch Übertragung eines elektronischen Dokuments an die

**Rn. 35**

elektronische Poststelle des Gerichts möglich. Das elektronische Dokument muss für

**Rn. 36**

die Bearbeitung durch das Gericht geeignet und mit einer qualifiziertenelektronischen Signatur der verantwortenden Person versehen sein oder von der

**Rn. 37**

verantwortenden Person signiert und auf einem sicheren Übermittlungsweg gemäß

**Rn. 38**

§ 130a ZPO nach näherer Maßgabe der Verordnung über die technischen

**Rn. 39**

Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere

**Rn. 40**

elektronische Behördenpostfach (BGBl. 2017 I, S. 3803) eingereicht werden. Auf die

**Rn. 41**

Pflicht zur elektronischen Einreichung durch professionelle Einreicher/innen ab dem

**Rn. 42**

01.01.2022 durch das Gesetz zum Ausbau des elektronischen Rechtsverkehrs mit

**Rn. 43**

den Gerichten vom 10. Oktober 2013, das Gesetz zur Einführung der elektronischen

**Rn. 44**

Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs

**Rn. 45**

vom 5. Juli 2017 und das Gesetz zum Ausbau des elektronischen Rechtsverkehrs

**Rn. 46**

mit den Gerichten und zur Änderung weiterer Vorschriften vom 05.10.2021 wird

**Rn. 47**

hingewiesen.

**Rn. 48**

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.justiz.de.

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Zitiervorschlag: Amtsgericht Wuppertal, Beschluss vom 02.06.2025 – 43 M 3164/24, ECLI:DE:AGW:2025:0602.43M3164.24.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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