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# Amtsgericht Wuppertal, Beschluss vom 05.11.2020 – 14 Gs 148/20

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ECLI:DE:AGW:2020:1105.14GS148.20.00

## Tenor

Dem Angeschuldigten C wird Rechtsanwalt E, B-Straße, E, als Pflichtverteidiger bestellt (§ 140 Abs. 2 StPO).

## Gründe

Eine Beiordnung hat gemäß §§ 140 Abs. 2, 147 Abs. 4 StPO zu erfolgen. Der Beschuldigte hat das Recht, unter Aufsicht amtlich verwahrte Beweisstücke - wie beispielsweise Ausdrucke aus Bilddateien - zu besichtigen. Dieses Recht steht ihm dann nicht zu, wenn - wie hier - überwiegende schutzwürdige Interessen Dritter entgegenstehen. Die Bilder bilden jedoch den Kern des Anklagevorwurfs, sodass sich der Beschuldigte ohne deren Anschauung nicht hinreichend verteidigen könnte. Gemäß § 142 Abs. 2 StPO ist deshalb ein Pflichtverteidiger beizuordnen, der die Bilder in der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft sichten und den Angeklagten von seinen Erkenntnissen unterrichten kann. Der Angeklagte kann insoweit nicht darauf verwiesen werden, dass eine Beschreibung der Bilder durch die Anklagebehörde erfolgt.

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Zitiervorschlag: Amtsgericht Wuppertal, Beschluss vom 05.11.2020 – 14 Gs 148/20, ECLI:DE:AGW:2020:1105.14GS148.20.00

Datenquelle: nrwe.justiz.nrw.de, abgerufen 30.09.2026

Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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