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# Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 05.06.1997 – 49 C 20720/96

ECLI:DE:AGD:1997:0605.49C20720.96.00

## Tenor

w e g e n Reisepreisminderung und Schadensersatz

hat das Amtsgericht Düsseldorf

durch den Richter am Amtsgericht X

im schriftlichen Verfahren am 5. Juni 1997

für R e c h t erkannt:

Die Beklagte wird verurteilt, dan die Klägerinnen je-

weils einen Betrag in Höhe von DM 228,50 nebst 4 %

Zinsen hieraus seit dem 1. November 1996 zu zahlen.

Im übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits tragen die Beklagte zu

75 % und die Klägerinnen zu 25 %.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Von der Darstellung des Tatbestandes wird nach Maßgabe des

§ 495 a ZPO abgesehen.

**Rn. 1**

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e :

**Rn. 2**

Die Klagen sind in dem aus dem Urteilstenor ersichtlichen

**Rn. 3**

Umfang begründet.

**Rn. 4**

Den Klägerinnen stehen Schadensersatzansprüche gegen die

**Rn. 5**

Beklagte nach Maßgabe des § 651 f BGB zu, denn zwischen den

**Rn. 6**

Parteien des Rechtsstreits ist ein Reisevertrag zustande

**Rn. 7**

gekommen, wobei die Beklagte schuldhaft die von ihr ge-

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schuldeten Leistungen nicht erbracht hat.

**Rn. 9**

Entgegen der Ansicht der Beklagten stellen bereits die Ver-

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zögerungen hinsichtlich des Hin- und Rückfluges Mängel der

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Reise dar, die von der Beklagten zu vertreten sind und die

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die Klägerinnen zum Schadensersatz im Rahmen des § 651 f

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BGB berechtigen. Vertraglich vereinbart war für den Hinflug

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ein Abflug am 30. September 1996 um 10.30 Uhr. Tatsächlich

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sind die Klägerinnen jedoch erst um 21.00 Uhr von XX

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abgeflogen. Auch der Rückflug verzögerte sich, denn er war

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zunächst vorgesehen für den 07.10.1996 um 6.30 Uhr, tat-

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sächlich erfolgte er erst um 17.00 Uhr. Sowohl beim Hin-

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flug, wie auch beim Rückflug der Klägerinnen kam es dement-

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sprechend zu Verspätungen von mehr als 10 1/2 Stunden. Hier-

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durch hat die Beklagte die von ihr vertraglich geschuldete

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Leistung nicht erbracht, denn der zwischen den Parteien des

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Rechtsstreits zustande gekommene Reisevertrag ging von ganz

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anderen Abflugzeiten aus. Hierin liegt ein Mangel der Rei-

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se, denn bedingt durch den späten Abflug bei der Hinreise

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sind die Klägerinnen erst zu einem Zeitpunkt am Ankunftsort

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angekommen, zudem sie zuvor die gesamte Nacht mit der An-

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reise verbracht haben. Auch hinsichtlich der Rückreise war

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es so, daß die Klägerinnen entgegen eines Tagfluges einen

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Nachtflug in Kauf nehmen sollten. Hierin liegt eine wesent-

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liche Veränderung der Reiseleistung. Diese Veränderung ist

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ein Mangel, da sie nicht dem entspricht, was die Parteien

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vertraglich für sich bindend vereinbart haben. Der Mangel

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ist auch von der Beklagten zu vertreten, da es Sache der

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Beklagten ist durch den Abschluß entsprechender Verträge zu

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gewährleisten, daß die von ihr versprochenen Reiseleistun-

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gen, so wie sie angeboten werden auch tatsächlich erbracht

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Die Beklagte kann sich entgegen der von ihr vertretenen An-

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sicht auch nicht auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen

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berufen. Eine Verlegung von Flugzeiten abgesegnet durch ei-

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ne Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann regel-

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mäßig nur eine solche Verlegung von Flugzeiten sein, die in

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einem normalen hinnehmbaren Rahmen anzusiedeln sind. Zwar

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ist der Beklagten zuzugestehen, daß das Chartergeschäft

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keine absolut konkreten Abflugzeiten zuläßt, weswegen es in

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der Rechtsprechung auch so ist, daß Verspätungen bis zu

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fünf Stunden entschädigungslos hingenommen werden müssen,

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jedoch ging es hier nicht um eine bloße Verspätung von vier

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bis fünf Stunden, sondern um eine Verspätung von 10 1/2

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Stunden, wobei auch nocht der Charakter der Reise insgesamt

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durch die geänderten Abflugzeiten grundlegend verändert

**Rn. 52**

wurde.

**Rn. 53**

Im Hinblick auf die mangelhafte Reiseleistung hinsichtlich

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des Hin- und Rückfluges steht den Klägerinnen ein Schadens-

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ersatzanspruch gegen die Beklagte in Höhe von jeweils dem

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Gegenwert eines halben Tages, mithin jeweils DM 42,50, d. h.

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insgesamt für Hin- und Rückflug DM 85,-- zu.

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Soweit die Klägerinnen hinsichtlich der Reiseleistung vor

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Ort die Art der Unterbringung rügen, resultieren hieraus

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Schadensersatz- bzw. Reisepreisminderungsansprüche nicht,

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denn aus dem Prospekt war erkennbar, daß es sich um eine

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Anlage handelt, die an den Berg gebaut ist. Die Klägerinnen

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mußten von daher davon ausgehen, daß die einzelnen Zimmer

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ggfls. über Stufen bzw. zumindestens durch einen Fußweg

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bergauf zu erreichen waren. Daß dies dann auch tatsächlich

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vor Ort so war, wie man es dem Prospekt bei verständiger

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Betrachtung wohl entnehmen mußte, stellt keinen Mangel dar,

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weswegen insoweit Reisepreisminderungs- oder Schadenser-

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satzansprüche der Klägerinnen nicht bestehen.

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Den Klägerinnen stehen aber Schadensersatzansprüche gegen

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die Beklagte hinsichtlich der Rückfahrt von X nach

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Y und von Y zum Heimatort zu. Soweit die

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Klägerinnen von X aus einen Zug in Anspruch genom-

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men haben, um von X, dem Ort der Landung, aus nach Y

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zu kommen, war es Sache der Beklagten substantiiert

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und unter Beweisantritt darzulegen, welche konkreten Maß-

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nahmen sie ergriffen hat, um eine ordnungsgemäße Reiselei-

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stung zu erbringen. Geschuldet war von der Beklagten ein

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Rücktransport der Klägerinnen nach XX, denn ein Flug

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vom Urlaubsort nach XX war Vertragsinhalt geworden.

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Unstreitig ist die Maschine jedoch nicht in XX, son-

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dern in X gelandet. Um eine ordnungsgemäße Reise-

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leistung zu erbringen, mußte die Beklagte nunmehr einen

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Transport der Klägerinnen von X nach XX si-

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cherstellen. Angesichts dieses geänderten Rückfluges war es

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Sache der Beklagten im einzelnen substantiiert darzulegen,

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wann genau und durch wen, auf welche Art und Weise die Klä-

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gerinnen über den geänderten Rücktransport informiert wur-

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den und den Klägerinnen in X mitgeteilt wurde, wo

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sich der Bus befindet, mit dem man zum Flughafen XX

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gelangt. In dieser Eindeutigkeit hat die Beklagte jedoch

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die Erbringung der von ihr geschuldeten Reiseleistung nicht

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vorgetragen. Die Beklagte hat lediglich vorgetragen, daß

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ein Herr X sich darum gekümmert habe, daß ein Bus-

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transfer von X aus zur Verfügung steht. Inwieweit

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dieser Herr X die Klägerinnen vor Ort über die

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Rückreisemodalitäten informiert hat, hat die Beklagte nicht

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vorgetragen. Die Beklagte hat auch nicht substantiiert vor-

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getragen, wann die Klägerinnen mit dem Flugzeug in X

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ankamen und auf welche Art und Weise die anreisenden

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Fluggäste von der Transportmöglichkeit in Kenntnis gesetzt

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wurden. Die allgemeine Behauptung, eine Person, deren ge-

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naue Funktion innerhalb des Unternehmens nicht einmal be-

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schrieben wird, habe sich um den Rücktransport gekümmert,

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genügt nicht den Anforderungen an einen ordnungsgemäßen substan-

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tiierten Vortrag dafür, daß seitens der Beklagten die von

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ihr geschuldete Reiseleistung erbracht wurde,

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weswegen dem unsubstantiierten

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Beweisantritt nicht nachzugehen war. Die Beklagte hat ihren

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Vortrag auch nach dem Hinweis des Gerichts nicht hinrei-

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chend konkretisiert, sondern sich lediglich auf den Stand-

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punkt gestellt, sie habe bereits alles vorgetragen, was

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vorzutragen sei. Dies war jedoch nicht der Fall, so daß

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mangels ausreichenden Vortrages der Beklagten davon auszu-

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gehen ist, daß den Klägerinnen ein Schadensersatzanspruch

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hinsichtlich der Transportkosten mit dem Zug von X

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nach Y zusteht, was pro Klägerin einen Betrag von

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DM 76,-- ausmacht.

**Rn. 119**

Da der von den Klägerinnen selbst organisierte Transport

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nach Y dazu führte, daß die Klägerinnen erst in

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den frühen Morgenstunden, nämlich gegen 2.00 Uhr morgens in

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Y eintrafen, steht den Klägerinnen als weiterge-

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hender Schadensersatzanspruch auch die Erstattung der Taxi-

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kosten zu. Für die Klägerinnen gab es keine andere Möglich-

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keit mehr ihren Heimatort zu erreichen, da zu der Zeit zu

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der die Klägerinnen in Y ankamen, kein Zugverkehr

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in absehbarer Zeit herrschte. Grundsätzlich schuldete die

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Beklagte zwar nur den Transport der Klägerinnen nach

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XX, von wo aus die Klägerinnen selbst für ihre

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Rücktransport nach X sorgen mußten, jedoch ist in die-

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sem Ausnahmefall bedingt dadurch, daß die Klägerinnen durch

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ein Verschulden der Beklagten zu einer Unzeit in Y

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ankamen, ausnahmsweise auch insoweit ein Schadensersatzan-

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spruch gegeben, weswegen die Beklagte auch die den Kläge-

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rinnen entstandene im Rahmen des § 651 f BGB ausgleichen

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muß. Der hierfür anfallende Kostenanteil beträgt pro Kläge-

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rin DM 67,50, weswegen den Klägerinnen insgesamt jeweils

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ein Schadensersatzanspruch in Höhe von DM 228,50 gegen

**Rn. 139**

die Beklagte zusteht.

**Rn. 140**

Die Verzugszinsen rechtfertigen sich nach Maßgabe der §§

**Rn. 141**

284, 286, 288 BGB.

**Rn. 142**

Der Anspruch über die vorläufige Vollstreckbarkeit beruht

**Rn. 143**

auf §§ 708 Nr. 11, 711, 713 ZPO.

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Zitiervorschlag: Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 05.06.1997 – 49 C 20720/96, ECLI:DE:AGD:1997:0605.49C20720.96.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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